EMR zu gering - Grundsicherung trotz verheiratet OHNE Bedarfsgemeinschaft??

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

kasperbude

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
7 April 2011
Beiträge
17
Bewertungen
1
Hallo!

Ich, *1983, glücklich verheiratet, schwerbehindert, keine Kinder, erhalte ab 1.10. volle EMR über 433€.
Ich teile mit meinem Mann keinen gemeinsamen Haushalt, wohne alleine.

Nun möchte ich einen Antrag auf Grundsicherung beim Sozialamt stellen und scheitere schon an der Frage, ob mir Grundsicherung überhaupt zusteht.

Verheiratet ohne Bedarfsgemeinschaft-imwiefern ist mein Mann mir unterhaltspflichtig?

Wer weiß Rat?
Hilfesuchende Grüße
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Kasperbude,

Ich, *1983, glücklich verheiratet, schwerbehindert, keine Kinder, erhalte ab 1.10. volle EMR über 433€.
Ich teile mit meinem Mann keinen gemeinsamen Haushalt, wohne alleine.

Wenn du verheiratet bist ist aber zunächst dein Mann zuständig dir angemessenen Unterhalt (zusätzlich zur Rente) zu leisten, das Sozial-AMT wird sich wenig dafür interessieren, ob ihr aus privaten Gründen getrennte Wohnungen habt.

Ist deine EM-Rente befristet oder bereits bis zum Eintritt in die Altersrente bewilligt worden ???
Grundsicherung des SGB XII gibt es ja nur bei Renten auf Dauer ...

Nun möchte ich einen Antrag auf Grundsicherung beim Sozialamt stellen und scheitere schon an der Frage, ob mir Grundsicherung überhaupt zusteht.

Ob dir dort Leistungen zustehen hängt also auch von der Zuständigkeit (also konkrete Renten-Dauer) ab, allerdings ist ein Ehepartner immer "dabei", ganz gleich ob im gemeinsamen Haushalt oder nicht, die Höhe der Verpflichtungen ist natürlich von seinen Einkünften abhängig.

Grob gerechnet hast du Anspruch auf 360 Euro Regelbetrag (Partner-Betrag) und die halbe Miete, denn der Partner müsste ja die andere Hälfte der Miete tragen.
Davon wird dann deine Rente abgezogen und wenn ein Fehlbetrag bleibt ist dein Mann oder das Amt zuständig, in genau dieser Reihenfolge.

Er wird also in jedem Fall dort auch entsprechende Angaben machen müssen ... stehst du alleine im Mietvertrag, ist die Wohnung "angemessen" für dich alleine ... das wird alles geprüft nach der Antragstellung ... kannst du eventuell Wohngeld beantragen ???

Verheiratet ohne Bedarfsgemeinschaft-imwiefern ist mein Mann mir unterhaltspflichtig?

Er ist dir als Ehepartner zunächst mal gesetzlich immer zum Unterhalt verpflichtet, egal wo er sich aufhalten würde, die Höhe hängt dann davon ab welche Einkünfte er selber zur Verfügung hat.

MfG Doppeloma
 

doppelhexe

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Juli 2011
Beiträge
3.320
Bewertungen
2.182
... Grob gerechnet hast du Anspruch auf 360 Euro Regelbetrag (Partner-Betrag) und die halbe Miete, denn der Partner müsste ja die andere Hälfte der Miete tragen.
Davon wird dann deine Rente abgezogen und wenn ein Fehlbetrag bleibt ist dein Mann oder das Amt zuständig, in genau dieser Reihenfolge.

...

dieser "partnerbetrag" gilt aber nur, wenn man zusammenlebt... getrennt lebende werden wie einzelpersonen behandelt, da die einsparungen ja nicht greifen.

während der scheidungsphase (dauerte fast 3 jahre) lebte ich auch getrennt von meinem mann (ich bin ausgezogen und in eine kleine, angemessene wohnung gezogen) und bekam den vollen regelbedarf + volle angemessene miete. das amt holte sich von meinem (damals) zukünftigen ex den unterhalt. das deshalb, weil niemand voraussehen konnte, ob er regelmäßig und pünktlich zahlt. irgendwie so,wie es bei kindesunterhalt gehandhabt wird...

LG
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.719
Bewertungen
9.229
Hallo,

Ich, *1983, glücklich verheiratet, schwerbehindert, keine Kinder, erhalte ab 1.10. volle EMR über 433€.

Also nach diesem Text stelle ich mir mal zuerst ernsthaft die Frage, wie jemand hier solch eine frage stellen kann.

Da stellen sich bei mir schon die ersten Nackenhaare auf.

Wie glücklich ist jemand mit einem Partner zusammen, wenn man noch nicht einmal zusammen lebt (als Frührentner).

Klar getrennt leben dank beruflich bedingter doppelter Haushaltführung mag ja sein, aber als Frührentner? Und dann vom Staat weiter Hilfe für die doppelte Haushaltführung erwarten.

Wofür hat man dann geheiratet - um steuern zu sparen, oder was.


Grüße saurbier
 

kasperbude

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
7 April 2011
Beiträge
17
Bewertungen
1
Ich danke für Eure Hilfe und muss mich gleich mal entschuldigen:
Die Frage, ob mir Grundsicherung zusteht, war natürlich unglücklich, knapp formuliert, dachte ich erspare Euch großes Blabla.

Also anders: Ich kann im Antrag ein x für "verheiratet" setzen, aber dann wird ja weiterführend auch davon ausgegangen, dass wir einen gemeinsamen Haushalt haben .
"Getrennt lebend" sind wir, aber im anderen Sinne. ;-)

Ich wusste nicht, dass ich Grundsicherung beantragen kann. Das stand in meinem Rentenbescheid. Ich war bis letzte Woche davon ausgegangen, dass mein Mann nun für mich zu sorgen hat und wir das irgendwie handlen müssen.
Habe hier Antwort ersucht, weil ich mir das Antragstellen eventuell auch sparen kann und der Hinweis im Rentenbescheid einfach automatisch steht.
Vielleicht habe ich auch nicht verstanden, was Grundsicherung bedeutet.

-Meine Rente ist bis zur Regelaltersrente bewilligt.
-Ich lebe in einem kleinen 1-Zimmer-Appartement.

@saurbier: Danke für deinen bissigen Beitrag, ganz bezaubernd. Hoffe dir ist wenigstens bewusst, dass die Umstände irrelevant sind und du dich unverschämt benimmst. Aber damit deine Sensationsgeilheit gestillt ist, erkläre ich mich knapp: Ich habe metatasierten Krebs und bin seit Geburt gehbehindert, ein Umzug ist für mich leider immer noch nicht machbar.
Während meiner Chemotherapiezeit hat mich mein Mann geheiratet statt wegzurennen.
 

doppelhexe

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
23 Juli 2011
Beiträge
3.320
Bewertungen
2.182
... @saurbier: Danke für deinen bissigen Beitrag, ganz bezaubernd. Hoffe dir ist wenigstens bewusst, dass die Umstände irrelevant sind und du dich unverschämt benimmst. Aber damit deine Sensationsgeilheit gestillt ist, erkläre ich mich knapp: Ich habe metatasierten Krebs und bin seit Geburt gehbehindert, ein Umzug ist für mich leider immer noch nicht machbar.
Während meiner Chemotherapiezeit hat mich mein Mann geheiratet statt wegzurennen.

nu mal langsam mit die pferde... ich glaub, ihr habt euch gegenseitig gewatscht und nu kann man wieder zum thema kommen...

ich bin mir nicht sicher, ob der grund für das nicht-zusammenleben eines ehepaares nicht doch einen einfluss darauf hat, ob einem grundsicherung oder alg2 zusteht oder nicht.

liegt es daran, das du nicht die kraft hast, deine sachen zu packen, kann es sein, das das amt dir nen unternehmen bezahlt und du keinen handschlag tun musst. und sie sparen sich mit wenig aufwand eine dauerhafte zahlung.
liegts daran, das keine behindertengerechte wohnung zu finden ist? auch da könnte das amt, um längerfristig kosten zu sparen seine "fingerchen ins spiel bringt"

inwieweit du dich darauf einlassen musst entzieht sich meiner kenntnis. wäre dein mann überhaupt leistungsfähig?

bei trennung/scheidung liegt der fall klar, man möchte dauerhaft keine partnerschaft mehr und ist deshalb dann als einzelperson zu sehen.
wenn es nur an umständen liegt, die änderbar sind könnte dies von den entsprechenden stellen anders gesehen werden.

du siehst, nicht immer steckt sensationsgier dahinter. und was jemand mit hilfe weniger information denkt ist auch immer die summe seiner erfahrungen. da kann es schon mal dazu kommen, das anderen unrecht getan wird, aber bestimmt nicht in böser absicht...

LG
 

Ines2003

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
30 April 2013
Beiträge
1.456
Bewertungen
448
Ich bezweifele auch, das wenn der Ehepanter genug verdient, dem TE überhaupt Leistungen zustehen, denn das SGB XII ist noch Einschränkender als das SGB II.
Hier muss alles offengelegt werden, im Fall des TE werden die Eltern zur Auskunftserteilung Ihrer Vermögend angeschrieben.
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.719
Bewertungen
9.229
Hallo Ines,

genauso ist es.

Neben dem Kindesunterhalt (allgemein ja übliche Situation) gibt es eben auch den Elternunterhalt.

Persönlich werde ich auch jährlich bezüglich der Heimunterbringung meiner Dementen Mutter vom Sozialamt angeschrieben und darf meine Vermögensverhältnisse offen legen.

Hier dürfte es aber wohl zuerst mal um den Ehegattenunterhalt gehen, der vorab seitens des zuständigen Amtes abzuklären wäre bevor man dann an Elternunterhalt denken kann.

Nur dazu wissen wir ja nichts, vielleicht weil wir einfach zu neugierig sind.



@ kasperbude

Ich, *1983, glücklich verheiratet, schwerbehindert, keine Kinder, erhalte ab 1.10. volle EMR über 433€.

Was bitte soll man aus diesem Satz entnehmen, noch viel interessanter die selbe Frage bezogen auf einem Mitarbeiter des Sozialamtes.

Genauso was soll man aus deinen 4 Sätzen sich denn zusammen bauen.

Wissen wir was in deinem Rentenbescheid (Seite 2) denn so von der DRV als Hinweise zur Situation ausgeführt wurde.

Ich interessiere mich nicht im geringsten für dein Problem oder deinen Gesundheitszustand, nur wenn du Hilfe erwartest, dann solltest du alles relevante diesbezüglich auch auf den Tisch legen.

Die Gründe für deine Heirat interessieren mich auch nicht, denn fürs Amt zählt alleine der Umstand das du verheiratest bist.

Solange das rechtlich Bestand hat, gilt Ehegattenunterhalt und wenn das nicht geleistet werden kann, dann darf man eben beim zuständigen Amt einen Antrag auf Hilfe stellen. Hier dürfte allerdings das Amt auch zuerst die genauen Umstände abklären.

Aus diesem abklären heraus kommen dann die passenden Antworten zu

Verheiratet ohne Bedarfsgemeinschaft-imwiefern ist mein Mann mir unterhaltspflichtig?

Wer weiß Rat?

Aber ich bin ja a) dreist und b) neugierig.

Übrigens, wer verheiratet ist sollte eigentlich wissen, daß in Deutschland Ehegattenunterhalt gilt - und das ist unabhängig davon wie man zusammen oder eben nicht zusammen lebt -.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.183
Hallo Kasperbude,

Also anders: Ich kann im Antrag ein x für "verheiratet" setzen, aber dann wird ja weiterführend auch davon ausgegangen, dass wir einen gemeinsamen Haushalt haben .
"Getrennt lebend" sind wir, aber im anderen Sinne. ;-)

Wo du das Kreuz setzen wirst ist eigentlich egal, denn es interessiert die Behörden nicht aus welchen privaten Gründen ihr getrennt leben wollt ... man wird es hinterfragen und Unterlagen von deinem Ehemann müssen auch vorgelegt werden ...

Ich wusste nicht, dass ich Grundsicherung beantragen kann. Das stand in meinem Rentenbescheid. Ich war bis letzte Woche davon ausgegangen, dass mein Mann nun für mich zu sorgen hat und wir das irgendwie handlen müssen.

Das soll auch nur eine Information sein (eben weil es viele nicht wissen, dass es diese Möglichkeit gibt), die bei Renten unter einem bestimmten Mindest-Betrag mitgeschickt wird, da steht sicher auch irgendwo dabei, dass die rechtsverbindliche Entscheidung ob überhaupt gezahlt wird von der zuständigen Behörde vor Ort zu treffen sein wird.

Habe hier Antwort ersucht, weil ich mir das Antragstellen eventuell auch sparen kann und der Hinweis im Rentenbescheid einfach automatisch steht.
Vielleicht habe ich auch nicht verstanden, was Grundsicherung bedeutet.

Ich sehe deine Frage ja auch durchaus als berechtigt an, mein Partner hat auch eine sehr geringe EM-Rente und wir hatten uns dazu auch mal kundig gemacht (der Hinweis war auch dabei) aber wir sind schnell "geflüchtet" als man schon von mir verlangen wollte mein uraltes Auto erst zu verkaufen ...:icon_neutral:

-Meine Rente ist bis zur Regelaltersrente bewilligt.
-Ich lebe in einem kleinen 1-Zimmer-Appartement.

Dann wäre tatsächlich die Grundsicherung im Alter und bei EM-Rente auf Dauer zuständig (SGB XII /Kapitel 4) so war es auch bei meinem Männe, hier bleiben Kinder / Eltern zwar (bis 100 000 Euro Einkommen jährlich) "außen vor", aber der Ehepartner ist ab dem 1. Euro immer zuerst für den fehlenden Unterhalt zuständig ...

Besonders wenn ihr aus privater Lebensgestaltung getrennte Wohnungen habt wird man zunächst seine Einkünfte überprüfen, denn er ist eben auch nach BGB (als Ehepartner) zum Unterhalt verpflichtet wenn ihr getrenntes Wohnen bevorzugt ...

Da würde ich bei ausreichendem (Gesamt-) Einkommen an deiner Stelle auf diesen Antrag verzichten ... denn dieses Geld gibt es nicht ohne ständig (auch zukünftig) unter "finanzieller Beobachtung" zu stehen ...

Ich finde das eigentlich auch nicht in Ordnung, dass man als Erwachsener Mensch wegen Krankheit keine eigenen Ansprüche mehr auf ein "Mindest-Einkommen" für den persönlichen Bedarf hat, aber so sind nun mal die Gesetze und ich habe nicht vor mich deswegen von meinem Männe "zu trennen", weil ich ihn von meiner Rente "mit ernähren muss" ... :icon_evil:

Denn wäre er alleinstehend könnte er von seiner Rente gar nicht existieren ... dann bliebe ihm nur der Weg zum Sozial-AMT und der Antrag auf Grundsicherung ...

MfG Doppeloma
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten