Empfehlungen von Gutachter.Nicht einverstanden.

legende88

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Heute hatte ich Gutachtertermin bei AA. Wegen organischer Krankheit nach einen Unfall bin ich 100 Schwerbehinderte und habe Pflegestufe 2.
Ergebnis: volle Erwerbsminderung.
In zwei Jahren möchte ich wieder arbeiten (wenn es geht natürlich). Aber Gutachter möchte mich als Arbeitsabfall zu klassifizieren, weil ich Anspruch auf ALG 1 habe und er behauptet, dass kein Arbeitgeber später mich wegen meiner Krankheit und Alter (62) braucht.
Er möchte mich als psychischgestörte Persönlichkeit zu klassifizieren und hat folgende Empfehlungen geschrieben (obwohl ich psychosomatisch absolut gesund bin):

1.Einschaltung Berufspsychologischer Service
2.Einschaltung Technischer Beratungsdienst
3.Suchtberatung
4.Psychosoziale Beratung
5.Sozialpsychiatrischer Dienst.

Meine Fragen:
1.Wie kann ich mich währen?
2.Kann ich Wiederspruch schreiben?
3.Was bedeuten diese fünf Empfehlungen?

Danke im Voraus.
 

Fabiola

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Woher kennst Du seine Empfehlungen? Wo gegen möchtest Du Widerspruch erheben?
Hast Du ein offizielles Schreiben diesbezüglich von der Afa mit Rechtsbehelfsbelehrungen bekommen? Nur dann ist ein Widerspruch möglich!

Sorry, wenn ich Dich provoziert haben sollte, ist nicht böse gemeint - es braucht aber eine etwas klarerer chronologische Darstellung für mich, um da durch zu blicken und Dir ggfllls. raten zu können.
 

legende88

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Ich habe von DRV Schreiben bekommen dass mein Rehaantrag vom 02.02.2015 in Rentenantrag umgewandelt ist.Rehaeinrichtung hat unter 3 Stunden meine Arbeitsfähigkeit zurzeit klassifiziert.Gutachter vom AA auch.Ich habe schriftliche Teil B bekommen wo diese Empfehlungen stehen.
Ich finde deine Fragen sehr sachlich und fühle keine Provokation.

Danke im Voraus für Hilfe.

Muss ich bei Wiederspruch Test vom Facharzt mitbringen oder? Punkte 3 und 5 sind absolute Gutachters Provokation.
 

Fabiola

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Ich habe von DRV Schreiben bekommen dass mein Rehaantrag vom 02.02.2015 in Rentenantrag umgewandelt ist.Rehaeinrichtung hat unter 3 Stunden meine Arbeitsfähigkeit zurzeit klassifiziert.Gutachter vom AA auch.Ich habe schriftliche Teil B bekommen wo diese Empfehlungen stehen.
Ich finde deine Fragen sehr sachlich und fühle keine Provokation.

Danke im Voraus für Hilfe.

Muss ich bei Widerspruch Test vom Facharzt mitbringen oder? Punkte 3 und 5 sind absolute Gutachters Provokation.
Danke für Deine schnelle Antwort. So ganz verständlich wird mir Deine derzeitige 'Situation' aber noch immer nicht.
Schreib doch mal weniger im Stenostil.
Morgen vielleicht dann mehr - ich muß mich jetzt aufs Ohr legen.
:icon_sleep:
 

legende88

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"Für den Gebrauch der Stenografie in Deutschland sind besonders Franz Xaver Gabelsberger sowie Wilhelm Stolze und Ferdinand Schrey von Bedeutung.":icon_evil:
Es ist mein normalles Stil...
Gute Nacht!
 

gelibeh

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.Ich habe schriftliche Teil B bekommen wo diese Empfehlungen stehen
Fordere mal Teil A an, darauf hast Du Anspruch. Dann würde ich mal gucken, was denn da drin steht, das ist deutlich ausführlicher. Eventuell hat der auch nur ein paar Kreuzchen zu viel gesetzt.

Du kannst gegen den Teil B keinen Widerspruch erheben. Erst gegen einen Verwaltungsakt, der auf diesem Gutachten basiert.

Besorge Dir erst einmal Teil A.
 

Helga40

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Ergebnis: volle Erwerbsminderung.
In zwei Jahren möchte ich wieder arbeiten (wenn es geht natürlich)
Worum geht es dir überhaupt? Wenn der Arzt festgestellt hat, dass du seiner Meinung nach erwerbsunfähig bist und du selbst dich auch erst in 2 Jahren eventuelle als arbeitsfähig siehst, dann bist du doch derzeit erwerbsunfähig. Wenn sogar die DRV deinen Rehaantrag von sich aus in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente umgestellt hat, dann scheinen auch die dieser Meinung zu sein.

In 2 Jahren bist du 64. Was soll da noch kommen? Freunde dich damit an, in Rente zu gehen.
 

saurbier

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Hallo legende88,

Heute hatte ich Gutachtertermin bei AA. Wegen organischer Krankheit nach einen Unfall bin ich 100 Schwerbehinderte und habe Pflegestufe 2.
Ergebnis: volle Erwerbsminderung.
Mal alleine dazu, welcher Arbeitgeber sucht einen Arbeitnehmer mit diesen gesundheitlichen Nachteilen. Ich will da noch nicht einmal auf dein jetziges Alter am allgemeinen Arbeitsmarkt näher eingehen.

In zwei Jahren möchte ich wieder arbeiten (wenn es geht natürlich).
Ich habe von DRV Schreiben bekommen dass mein Rehaantrag vom 02.02.2015 in Rentenantrag umgewandelt ist.Rehaeinrichtung hat unter 3 Stunden meine Arbeitsfähigkeit zurzeit klassifiziert.
Was glaubst du denn danach noch erreichen zu können, wenn die DRV dich aufgrund des vorliegenden Gutachten jetzt eine volle EMR bewilligen sollte.

Könntes es vielleicht sein, daß du die ganze Sache zu rosig siehst. Sicher es ist schön wenn jemand davon träumt das er für die Arbeitswelt unendbehrlich ist, aber was bringt es dir und vor allem was bringt es dir später.

Ich glaube mal, die aktuellen Begutachtungen dürften ein klares Bild sprechen, denn ganz gleich was der äD der AfA schreibt, die DRV scheint aufgrund der Reha die auch unter 3 Std./tägl. Arbeitsfähig zu sehen. Da dürfte das Thema Arbeit also vorläufig hinfällig sein. Am schlimmsten sehe ich sogar noch den Aspekt das du neben deiner 100%igen SchwerB auch noch Pflegestufe 2 bist und das ja wohl nicht ohne Grund.

Mal am Rande, was drängt dich um mit 60 Jahren unbedingt weiter arbeiten zu wollen.

Glaubst du ernsthaft das du hier nach 2 Jahren nochmals einen neuen Arbeitgeber finden wirst der jemanden wie die mit entsprechenden Gesundheitlichen Einschränkungen einstellt, wo er doch wohlmöglich 100erte andere gesündere von der AfA bekäme.

Welch tollen Beruf hast du denn, der dich sowas glauben läßt.

Sorry im voraus, aber könnte es sein das in den Empfehlungen den äD ein fünkchen Wahrheit steckt.


Gruß saurbier
 
R

Rübennase

Gast
Wegen organischer Krankheit nach einen Unfall bin ich 100 Schwerbehinderte und habe Pflegestufe 2.
Ergebnis: volle Erwerbsminderung.
In zwei Jahren möchte ich wieder arbeiten (wenn es geht natürlich).
Dann warte doch die 2 Jahre erstmal ab. Pflegestufe 2 kriegt man nicht so ohne weiteres. Das sind mehrere Stunden pro Tag die man auf Pflege angewiesen ist. Wie sieht das denn bei dir z.Z aus? Eine neue Begutachtung kann man jederzeit beantragen und mitteilen das man nicht mehr Pflegebedürftig ist. Das könnte ich mir bei Pflegestufe 1 sogar noch vorstellen. Aber Pflegestufe 2 wurde selbst meinem Opa verwehrt der gar nichts mehr konnte. Nichtmal aufs Klo.
 

Wolllaus

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ich würde mich auch damit abfinden, dass das arbeitsleben so ziemlich vorbei ist. pflegestufe 2 bekommt man ja nun auch nicht so einfach und wunderheilungen sind leider eher selten. du kannst ja, wenn es dir besser geht, sicherlich auf eigene faust jederzeit was suchen, die afa ist eh kaum eine hilfe bei der vermittlung, waren sie schon vor 25 jahren, als sie noch arbeitsamt waren, nicht.
kann es sein, dass es ums geld geht? oder einfach nur darum, was sie dir da aufbrummen wollen? (also deine aufgezählten punkte)
hier wurde es ja schon erwähnt, gegen das gutachten an sich, kannst du nichts machen, du kannst nur gegen die daraus resultierenden ergebnisse(wie zb rente, rentenablehnung usw) widerspruch einlegen.

wenn das gutachten von der agentur für arbeit die für dich nicht akzeptablen punke beinhaltet, dann ist das jetzt eh hinfällig, denn die haben mit dir bald nichts mehr zu tun.
und du musst zu keiner suchtberatung, wenn du das nicht willst. hak das einfach ab, gutachten sind max 6 monate gültig und schau zu, dass du zur ruhe kommst.

und wie gesagt, du kannst dagegen nichts machen. das was gutachter schreiben ist nicht anfechtbar. aber da das ja das afa gutachten war, würde ich da einfach keinen gedanken mehr dran verschwenden.
sobald du den rentenbescheid hast, bist du die afa los, hast du denn schon einen rentenantrag gestellt?

und wir leben im heute, nicht in 2 jahren. wer weiß schon, was in 2 jahren ist? sich da jetzt großartige gedanken machen bringt doch nichts. in 2 jahren ist das gutachten eh nichts mehr wert, da müsste ein neues erstellt werden. vielleicht bekommst du eine unbefristete erwerbsminderungsrente bis zur altersrente, kann auch sein. dann ist die agentur für arbeit eh nicht mehr für dich zuständig.
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo legende88,

mal ergänzend zu den bisherigen Antworten gehe ich zunächst in deinen ersten Beitrag zurück ...

Heute hatte ich Gutachtertermin bei AA. Wegen organischer Krankheit nach einen Unfall bin ich 100 Schwerbehinderte und habe Pflegestufe 2.
Ich denke mal dazu gibt es eine Vorgeschichte, denn ich nehme mal stark an, du wurdest nach langer Krankheit aus dem Krankengeld "ausgesteuert" und in diesem Zusammenhang erfolgte diese Begutachtung beim ÄD der AfA ... ???

Ergebnis: volle Erwerbsminderung.
Volle Erwerbsminderung kann nur die Rentenkasse rechtlich verbindlich feststellen, nun interessiert mich ob du wegen dieser ärztlichen Erkenntnisse den Reha-Antrag an die DRV gestellt hast, das heißt die AfA hätte dich dazu aufgefordert einen Antrag auf Reha oder EM-Rente zu stellen.

Bis zur Entscheidung der Rentenkasse würde die AfA dann noch ALGI gemäß § 145 SGB III zahlen müssen ... ist das soweit korrekt erkannt oder hast du diese Reha "freiwillig" (also ohne amtliche Aufforderung) beantragt ... das ist wichtig für das weitere Vorgehen, es wäre also nett wenn du das klar beantworten würdest.

Ich wurde selbst nach langer Krankheit aus dem Krankengeld ausgesteuert und habe dann ALGI gemäß "Nahtlosigkeit" bezogen, daher ist mir das Prozedere mit dem ÄD der AfA dabei bekannt und auch die Folgen unterschiedlicher Ergebnisse dieser Begutachtungen.

Mir wurde damals auch bescheinigt, dass ich aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in (andere) Arbeit vermittelbar sei (ich hatte noch einen Arbeitsplatz, wie sieht das bei dir aus ???) und dann wurde ich schriftlich aufgefordert eine EM-Rente zu beantragen.

Meiner Gesundheit und meinem Empfinden kam das damals entgegen also habe ich diesen Antrag gestellt bei der DRV ... leider wurde der (trotz eindeutigem AfA-Gutachten) abgelehnt von der DRV, allerdings hebe ich nicht mal einen Teil deiner umfassenden Gesundheitsprobleme aufzuweisen und habe auch keinen GdB 100 oder eine Pflegestufe ... :icon_evil:

Inzwischen bekomme ich seit gut 2 Jahren die volle EM-Rente (bin aktuell 63 Jahre), aber das wäre eine andere lange Geschichte, die jetzt hier zu weit führen würde, jedenfalls hätte ich mich mit knapp 60 damals nicht mehr in einer neuen / anderen Berufstätigkeit sehen können, denn die vorhandene Arbeit sollte ich ja nicht mehr machen.

In zwei Jahren möchte ich wieder arbeiten (wenn es geht natürlich). Aber Gutachter möchte mich als Arbeitsabfall zu klassifizieren, weil ich Anspruch auf ALG 1 habe und er behauptet, dass kein Arbeitgeber später mich wegen meiner Krankheit und Alter (62) braucht.
Du schreibst selbst dazu "wenn es geht", also bist du dir doch selbst deiner Sache gar nicht so sicher, dass es wirklich noch mal möglich sein wird in ca. 2 Jahren (also mit 64 ) beruflich neu durchzustarten ... ich glaube kaum, dass der "Gutachter" das so geschrieben hat wie das jetzt hier rüber kommen soll, aber letztlich interessiert dieses AfA-Gutachten sowieso Niemanden wirklich außerhalb der AfA ...

Es sei denn du hast bereitwillig irgendwelche Schweigepflichtentbindungen unterschrieben, damit der ÄD das an die DRV weiterleiten kann, weil er es selbst für so besonders wichtig hält, denn die DRV interessiert sich im Allgemeinen nicht sonderlich für diese Gutachten und die Empfehlungen darin. :icon_evil:

Falls du wirklich mal meinst wieder arbeiten zu wollen und zu können wird dich auch dieses "Gutachten" nicht daran hindern können dir eine Arbeit zu suchen und die aufzunehmen, schließlich brauchst du das nicht deinen Bewerbungen beifügen ...
Dass man bei Arbeitgebern (AG) mit 60 + und diversen Gesundheitlichen Problemen nicht gerade willkommen ist wirst du dann schneller als dir lieb ist selber feststellen, zudem könnte dich ein AG mit Schwerstbehinderung (GdB 100) nach 6 Monaten kaum noch kündigen, was konkret stellst du dir denn selbst vor dann noch arbeiten zu können.

Wir kennen ja deinen Beruf und die Möglichkeiten dafür nicht aber leicht wird es ganz sicher nicht werden überhaupt was zu finden ... selbst in unserem Alter gibt es genug Lebens- und berufserfahrene Leute (die noch deutlich gesünder sind) die seit Jahren arbeitslos sind und nicht mehr eingestellt werden ... :icon_neutral:

Er möchte mich als psychischgestörte Persönlichkeit zu klassifizieren und hat
folgende Empfehlungen geschrieben (obwohl ich psychosomatisch absolut gesund
bin):
1.Einschaltung Berufspsychologischer Service
2.Einschaltung Technischer Beratungsdienst
3.Suchtberatung
4.Psychosoziale Beratung
5.Sozialpsychiatrischer Dienst.
Dann schreibe eine Beschwerde / Gegendarstellung (aber bitte sachlich) und schicke das nach Nürnberg zur Zentrale, die meisten dieser Empfehlungen können ohnehin nur freiwillig umgesetzt werden aber wenn sie völlig unzutreffend sind für dich, dann solltest du das ruhig auch bei der AfA mitteilen ... welcher Teil des Gutachtens ist denn das ???

E-Mail:Nuernberg.Kundenreaktionsmanagement@arbeitsagentur.de

Per Mail geht so was immer am schnellsten und sende das Gutachten als Anhang mit ... was passierte denn bisher als Ergebnis dieser Begutachtung, hast du irgendwelche Schreiben / Aufforderungen /Bescheide bekommen von der AfA ???

Wird dir aktuell ALGI gezahlt (seit wann und wie lange hast du noch Anspruch) ???

Meine Fragen:
1.Wie kann ich mich währen?
siehe oben ...

2.Kann ich Widerspruch schreiben?
Nein, das ist eine ärztliche Stellungnahme und kein Bescheid, Widerspruch ist nur möglich wenn sie ein nachfolgender Bescheid auf diese Begutachtung bezieht und du dagegen Widerspruch einlegen musst.

Z.B. Ablehnung / Aufhebung des ALGI Leistungsbescheides, mit Hinweis auf diese Begutachtung, weil du nicht in Arbeit vermittelt werden kannst (fehlende Verfügbarkeit) ... da müsste man dann die genauen Begründungen (Rechtsgrundlagen) kennen ...

3.Was bedeuten diese fünf Empfehlungen?
Im Prinzip NICHTS, denn das ist alles freiwillig, du brauchst keine dieser Stellen aufsuchen oder ihre "Hilfe" in Anspruch nehmen wenn du das nicht willst ... schon gar nicht wenn du die aufgeführten Probleme gar nicht hast. :icon_evil:
Es sind "Empfehlungen" nicht weniger aber auch nicht mehr ...

Ich kann dir auch "empfehlen" deine Vorstellungen zu Arbeitsaufnahme in 2 Jahren mal zu überdenken und den Arbeitsmarkt (Stellen-Anzeigen) zu beobachten, was da vielleicht für dich in Frage kommen könnte ... ob du das tun wirst und tun möchtest ist ganz alleine deine Entscheidung.

Hier kommen wir der Sache dann schon etwas näher, jedenfalls wenn du bereit bist die bisherigen Fragen zu beantworten ...

Ich habe von DRV Schreiben bekommen dass mein Rehaantrag vom 02.02.2015 in
Rentenantrag umgewandelt ist.Rehaeinrichtung hat unter 3 Stunden meine Arbeitsfähigkeit zurzeit klassifiziert
Das besagt, dass die Rentenkasse dich für VOLL Erwerbsgemindert hält (Erwerbsfähig UNTER 3 Stunden, das ist was anderes als Arbeits-Unfähigkeit) und daher eine med. Reha nicht mehr für sinnvoll ansieht, der Rententräger hat also in deinem falle bereits bestätigt, dass eine volle Erwerbsminderung vorliegt.

Deine Aufgabe ist es jetzt mit diesem Schreiben einen Antrag auf Rente wegen voller EM zu stellen, denn die Rentenkasse schreibt das nicht einfach nur so "zum Spaß", sondern will man dich berenten will, dafür ist aber in der Regel noch der Formularantrag zu stellen und einzureichen.

Wenn die Aufforderung zum Reha-Antrag bereits durch die AfA erfolgt ist, dann hast du keine Wahl und musst diesen Antrag stellen, nach Feststellung von voller EM durch den Rententräger kann die AfA das ALGI jederzeit einstellen, wenn du das nicht tust, bis zur Nachholung deiner Mitwirkung zumindest (§ 66 SGB I).

Aber auch dann wenn du die Reha freiwillig wolltest wirst du bald kein Geld mehr bekommen, wenn du die EM-Rente nicht beantragst obwohl (von der DRV !!!) klar schriftlich festgestellt wurde, dass du (zumindest aktuell) NICHT mehr in Arbeit vermittelt werden KANNST wegen voller EM...

Gutachter vom AA auch.Ich habe schriftliche Teil B bekommen wo diese Empfehlungen stehen.
Was der dazu festgestellt hat kannst du im Prinzip "vergessen" und seine Empfehlungen ebenfalls, denn das schreiben der DRV setzt ALLE anderen "Gutachten" außer Kraft und auch die AfA ist daran gebunden ...

Eine Beschwerde kannst du dir eigentlich schenken, denn den Antrag auf EM-Rente MUSST du jetzt stellen, du bist verpflichtet vorrangige Leistungen in Anspruch zu nehmen und zu beantragen, sonst kann das die AfA auch "ersatzweise" für dich tun ...

Vergleiche ...

Die Feststellung, ob eine verminderte Erwerbsfähigkeit vorliegt, trifft der zuständige Träger der gesetzlichen Rentenversicherung.
Quelle

§ 145 SGB III Minderung der Leistungsfähigkeit

Du meinst ja aktuell selbst, dass du noch ungefähr 2 Jahre benötigen wirst um wieder Arbeitsfähig / Erwerbsfähig zu sein, da ist die AfA für die Zahlung deines Lebensunterhaltes aber nicht zuständig, also nimm die EM-Rente an, die man dir förmlich "vor die Füße legt" und wenn du in 2 Jahren meinst arbeiten zu können und zu wollen, dann such dir den passenden Job dafür.

Auch zu einer vollen EM-Rente darf man bis 450 Euro im Monat dazu verdienen (Minijob), vielleicht stellst du ja dann schnell fest, dass die Entscheidung der DRV gar nicht so falsch gewesen ist ...:icon_kinn:

Es kommt nicht sehr oft vor, dass die DRV so "unkompliziert" eine volle EM anerkennt, da wird es auch genug gewichtige medizinische Gründe dafür geben ... Mancher muss jahrelang darum kämpfen, das anerkannt zu bekommen, ich gehörte auch zu denen wo das "etwas länger" gedauert hat und erst am Sozialgericht entschieden wurde ... :icon_neutral:

Was mir gerade noch einfällt ist die Möglichkeit für dich in Rente für Schwerbehinderte zu gehen, hast du die dafür nötigen 35 Jahre ("Wartezeit" / Versicherungszeit) erfüllt bei der DRV solltest du unbedingt eine Vergleichsrechnung einfordern, damit dir die höhere Rente dann bewilligt und gezahlt wird ...

Ich verstehe nicht, was manche Menschen sich antun, obwohl sie (wahrscheinlich) längst in Rente sein könnten und ihre Ruhe hätten sich um ihre Gesundheit zu kümmern ...

Alles Gute für dich ... :icon_daumen:

MfG Doppeloma
 
R

Rübennase

Gast
Pflegestufe 2 kriegt man nicht weil man "lange" AU ist oder Ausgesteuert ist. Egal wie lange. Da muss eine Schwerpflegebedürftigkeit vorliegen. Die Voraussetzung der Grundpflege muss vorliegen. 3 mal täglich Grundpflege. Schau mal genau nach Doppeloma.
 

legende88

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Hallo zusammen,

zuerst möchte ich mich für Ihre Hilfe bedanken.Ich habe Wiederspruch vorbereitet und möchte am Montag bei AA ihn lassen.Das ist mein Wiederpruch.Es geht um Prinzip und Gerechtigkeit.Ich bin so müde von ewige Kampf gegen Windmühle...Du bist so krank und muss nur ständig kämpfen...Später beschreibe ich meine Situation und Begründung warum ich arbeiten möchte...

Wiederspruch. Teil B.
Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin nicht einverstanden mit der sozialmedizinischen Beurteilung vom 12.02.2015. Zurzeit habe ich nur Teil 2. Während des Gutachtens hat der Arzt das alles mir nicht mündlich erklärt, sondern hat einfach hinter meinem Rücken Hacken ins Formular am PC eingetragen und ich war gesundheitlich nicht in der Lage vor Ort alles zu überprüfen. Während des Gutachtens hat der Arzt (Arbeitsamtsangestellter) versucht mir einzureden, dass ich depressiv bin (nach einem 15 minütigen Kennenlernen) und was noch besser ist, er sagte, dass ich keine Chance habe überhaupt irgendwann zu arbeiten! Das ist eine Unverschämtheit, einen Menschen direkt abzustempeln, obwohl bis zu diesem Zeitpunkt alle Ärzte versichert haben, dass eine Prognose für meine organische Krankheit absolut unmöglich ist.
Ich höre nur auf meinen Körper!!!
Wenn Körper mir sagt, dass ich arbeiten kann, gehe ich arbeiten.
Gott sei Dank ich lebe in einem demokratischen Land wo niemand mich zwingen machen kann etwas zu tun was ich nicht will.
Niemand darf mich als unbrauchbarer Ballast abstempeln.
Normalerweise gelten für unabhängige ärztliche Gutachten die ersten Zeilen des hippokratischen Eides, der die Grundlage ärztlicher Ethik ist: „… Die Verordnungen werde ich treffen zum Nutzen der Kranken nach meinem Vermögen und Urteil, mich davon fernhalten, Verordnungen zu treffen zu verderblichem Schaden und Unrecht.“
Wenn ein Arzt nach 30 Minuten Kennenlernen eine kranke Person hoffnungslos macht, dann bin ich einfach sprachlos ...
Deshalb bitte ich Sie diese falsche Beurteilungen/Interpretationen und fehlerhafte Empfehlungen zu löschen.
Bitte löschen Sie folgende Punkte:
Punkt 5.2 Suchtberatung (Aus welchen Gründen er mir eine Sucht unterstellt? Was soll meine Sucht sein? Wonach soll ich bitte süchtig sein? )
Psychosoziale Beratung und Sozialpsychiatricher Dienst (Auch hier bestehe ich darauf, dass es unbegründet ist).
Warum brauche ich eine psychosoziale Beratung? Ich komme sehr gut zurecht und hatte niemals Beschwerden in dieser Richtung. Ich brauche weder das eine noch das Andere.
Wenn der Gutachter das anders sieht, bestehe ich auf einer schriftlichen, gründlichen Stellungnahme und Begründung).
Ich möchte, dass mein Sachbearbeiter richtige, sachliche und objektive Beurteilung meines Zustandes bekommt, ohne falsche, oberflächliche, unbegründete Interpretationen, damit ich später eine Möglichkeit habe, problemlos Arbeit zu suchen.

Bitte um eine schriftliche Stellungnahme und ich möchte unbedingt auch Teil A des Gutachtens bekommen
 

legende88

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Jetzt meine Lebensgeschichte.

Ich bin eine hochqualifizierte (Dipl.-Ing. und Dipl. Manager in der Ukraine, Umschulung, Technikerschule in Abendform in Deutschland) und arbeitssüchtig. Mit 17 Jahren habe ich begonnen zu arbeiten. Gleichzeitig habe ich ein Abendstudium mit Note 1 absolviert und noch ein Kind bekommen. Das alles heißt, dass ich es gewöhnt bin mit einer großen Belastung zu leben.

In Deutschland sind meine Anrechnungszeiten in der Ukraine gesetzlich nicht erkannt. In Deutschland habe ich auch gearbeitet, aber natürlich habe ich hier nur kleine Rente verdient...Wenn hier Leute die 45 Jahre Anrechnungszeit haben kleine Rente bekommen, dann was kann ich tun...

Ich bin hier immer verkauft durch Dienstleistungsunternehmen welche immer dreifachen Gewinn hatten...
Heute habe ich schon paar Firmen welche natürlich auch Geld verdienen können...Ich brauche für meine Arbeit mein Kopf, Hände und Körper...Kopf und Hände arbeiten einwandfrei, Wirbelsäule wegen Unfall ist beschädigt...
Ich hoffe dass in zwei Jahren wird besser.

Wegen unerträglicher Stresssituation zu Hause (mein Ehemann hat Alzheimer mit Aggression) möchte ich so schnell wie möglich wieder eine volle Beschäftigung haben. Ich war immer der „Motor“ unserer Familie und er kann mein Gesundheitszustand einfach nicht ertragen...

Ich brauche Zeit für Regeneration und gut organisierte ergonomisches Arbeitsplatz mit Möglichkeit meine Körperposition zu ändern.

Meine letzte Arbeitsstelle als Planerin hatte ich im ...500 km weit (mit meiner 60 Jahre jede Woche habe ich hin-und zurück gefahren). Und dort habe ich mich zuhause gefühlt. Arbeit ist für mich einzige Rettung.

So ist meine Situation...

Ich hasse Abhängigkeit von Staat und suche jetzt Minijob.
 

Doppeloma

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Hallo Rübennase,

Pflegestufe 2 kriegt man nicht weil man "lange" AU ist oder Ausgesteuert ist. Egal wie lange. Da muss eine Schwerpflegebedürftigkeit vorliegen. Die Voraussetzung der Grundpflege muss vorliegen. 3 mal täglich Grundpflege. Schau mal genau nach Doppeloma.
Wo habe ich das so behauptet, ich vermag mir aber auch nicht vorzustellen, dass Jemand in so einem Zustand arbeiten gehen könnte wie der TE das vor zu haben scheint. :icon_kinn:

Im Übrigen habe ich mich zu der AfA-Begutachtung geäußert (was auch die Frage des TE ist) und auf die Feststellungen der DRV zur EM hingewiesen, ob ich mich zum Thema Pflege und Pflegestufen genauer informieren möchte, das solltest du schon mir selbst überlassen, ich persönlich beanspruche keine Pflegestufe (bekomme und brauche auch sicher noch keine), das war nur eine Bemerkung am Rande ... für den TE und nicht um zur Pflege eine Nebendiskussion zu entfachen und mich zu diesem Thema belehren zu lassen. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

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Hallo legende88,

zuerst möchte ich mich für Ihre Hilfe bedanken.Ich habe Widerspruch vorbereitet
und möchte am Montag bei AA ihn lassen.Das ist mein Wiederpruch.Es geht um Prinzip und Gerechtigkeit.Ich bin so müde von ewige Kampf gegen Windmühle...Du bist so krank und muss nur ständig kämpfen...Später beschreibe ich meine Situation und Begründung warum ich arbeiten möchte...
zunächst vielen Dank für die Offenheit mit der du hier schreibst, in Internet-Foren ist das "DU" üblich, das macht Vieles einfacher ... zumindest ich erlaube mir dabei zu bleiben.

Wirklich verstanden hast du aber nicht was dir geschrieben wurde ...

Bitte um eine schriftliche Stellungnahme und ich möchte unbedingt auch Teil A des Gutachtens bekommen
Zu einem (zulässigen) Widerspruch bekommt man einen amtlichen Bescheid und keine "Stellungnahme", den Teil A des Gutachtens kannst du dir direkt beim ÄD der AfA (schriftlich/nachweislich) anfordern oder bei Möglichkeit dort abholen / abholen lassen (mit Vollmacht für einen Beauftragten), darauf hast du einen Rechtsanspruch, darum brauchst du nicht über einen (ohnehin unzulässigen) Widerspruch zu "bitten" ... :icon_evil:

Der Teil A unterliegt der ärztlichen Schweigepflicht und darf den "normalen" SB gar nicht ausgehändigt werden, um dir den zu senden ...

Ein Widerspruch gegen Teil B ist unzulässig und überflüssig, das habe ich oben schon beschrieben, BEIDE Teile gehören zusammen und bilden das "Gutachten" der AfA, der Teil B ist nur das Teilstück davon, was der Arbeitsvermittler bekommen darf.

Was du da formuliert hast ist nachvollziehbar, für Viele ähnlich Betroffene hier verständlich aber teilweise so emotional, dass man es als Widerspruch nicht ernst nehmen wird, zumal ein Widerspruch auch rechtlich gar nicht möglich ist gegen einen Teil eines medizinischen Gutachtens.

Die Antwort darauf wird etwa lauten: " Sehr geehrte Frau legende88, Ihren Widerspruch vom XX weisen wir als unzulässig ab", mehr braucht dazu Niemand zu schreiben ... in der Form kannst du dir die Mühe dafür bereits sparen.

Die Stellungnahme des AfA-Arztes kannst du nur über eine Beschwerde in Nürnberg verlangen, ob du dann auch eine bekommen wirst ist eine andere Frage, zumindest solltest du wegen der unrichtigen Behauptungen / unzutreffenden "Empfehlungen" verlangen, dass dieses komplette Gutachten nicht weiter verwendet werden darf.

Ob der Arzt überhaupt medizinische Unterlagen (und die notwendige Qualifikation) hatte um solche "Diagnosen" zu stellen und diese Empfehlungen zu geben, sollte natürlich unbedingt hinterfragt werden, dazu sollten auch Hinweise im Teil A zu finden sein woher er diese Erkenntnisse genommen hat.

Daher ist zunächst mal Teil A zu besorgen ehe eine Beschwerde überhaupt gezielt formuliert werden könnte ... übertriebene Eile (und zu emotionale Wortwahl) sorgt eher dafür, dass man dich nicht besonders ernst nehmen wird auch wenn das hier für uns menschlich verständlich ist ... :icon_neutral:

Ich könnte jetzt deine Vorlage Stück für Stück "zerlegen" um dir zu erklären warum du was anders (oder auch überhaupt nicht) schreiben solltest aber das bringt NICHTS und macht mir nur unnötige Arbeit und hilft dir letztlich auch nicht weiter.
Auch wenn uns das nicht gefällt kommt man bei Behörden mit Appellen an die Menschlichkeit, "Bitten um Verständnis" und Verweis auf die bisherige Lebensleistung nicht sehr weit, da zählen nur Fakten und Rechtsgrundlagen ... und davon bist du mir deinem Schreiben noch sehr weit entfernt.

Es ist also immer wichtig sich da auf das Wesentliche (Tatsachen/ Fakten) zu konzentrieren und sich nicht im persönlichen "Emotionalen Bereich" zu sehr zu verlieren ... das ist ein schwerer Lernprozess, den auch ich durchmachen musste ...

Letztlich wird auch diese Beschwerde dann nichts daran ändern können, dass man dich bereits beim Rententräger für voll Erwerbsgemindert erklärt hat und du die EM-Rente beantragen sollst ... dafür hat diese AfA-Begutachtung überhaupt keinerlei Bedeutung, das hat sich aus deinem Reha-Antrag an die DRV ergeben. :icon_evil:

Soviel erst mal auf deinen betreffenden Beitrag, zu Teil 2 später eine Antwort, auch EM-Rentner brauchen mal eine Auszeit vom PC. :wink:

MfG Doppeloma
 

legende88

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Doppeloma!!!

Du bist so toll!!!

Natürlich mache ich weiter meine Fehler,natürlich bin ich naiv und zu ehrlich für dieses Welt,aber jeder von uns bleibt wie er von Geburt geboren ist...
Ich muss einfach Luft raus lassen und mich entspannen,ich weis das du Recht hast,aber ich möchte einfach
jede Augenblick diese Leben genießen und über meine Fehler lachen.Es klingt unserios,aber so bekomme ich mein Spaß bei meine Kampf mit Ungerechtigkeit.Sovieso ich habe sehr kleine Chance später zu arbeiten,aber heute...Ich mache es und wenn ich Antwort bekomme (positiv oder negativ spielt für mich keine Rolle,Hauptsache ich habe alles gemacht was ich möchte und losgelassen) bekommst du dein Spaß..

Vielen Dank!
 
R

Rübennase

Gast
Hallo Rübennase,



Wo habe ich das so behauptet, ich vermag mir aber auch nicht vorzustellen, dass Jemand in so einem Zustand arbeiten gehen könnte wie der TE das vor zu haben scheint.
Hallo Doppeloma,

genau das meine ich. Bei Pflegestufe 2 hat man keinen Anspruch auf ALG2. Die Tipps laufen ins Leere.
 

legende88

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Pflegestufe 2 bedeutet Grundpflege und Mobilität,kein Wiederspruch bestehet wenn Person Kopfarbeit hat und es schaffen kann.
 
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