Empfangsdame an Arge Roth, zum Nachdenken (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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marty

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Hallo,

wir sind eine kleine Stadt in Mittelfranken.
Ganz ruhig hier auf der Arge, es ist ja Hitze, jetzt sind die Kunden nicht da.
So, habe ich die ganze Manege frei, mit meinem Schreiben, die ich zur
Arge bringe, ein schöne Gefühl, Zeit zu haben.

Nun - siehe da am Empfang, die mir bekannte Dame, die manchmal nach Alkohol riecht, Sie liest da etwas.
Was ist das, denke ich mir, sieht nach einen Schreiben aus, genauso wie ich Sie Schreibe, hmm, der Wurm beisst sich tief in mir hinein, ich bin dann auch während der Übergabe-Ritual mit den Gedanken nicht bei der Sache, alles kreuzt um eine Frage: liest Sie dann wohl auch mein Schreiben, wenn
ich weg bin? Wird Sie über meine Sache mit anderen in netten Kreis plaudern, komentieren, vielleicht auch lachen?
Oder gibt Sie diesen brav in eine Ablagestapel ?

Ich muss mich wieder zusammenreißen, denn die Dame bringt meine Unterlagen durcheinander.
D: " sind da doch keine Originale?"
Ich: " doch, der Widerspruchsbescheid, ich möchte, das mein Sachbearbeiter nicht laufen muss."
D: " aber das ist aus der Widerspruchstelle, das gehört zu der Frau .Y"
Ich:" Nein, das soll sich Herr ..X anschauen, das ist schon in Ordnung so."
D:" Ich gebe das an die Widerspruchstelle"
Ich: " gut, dann lassen Sie mir hier noch eine Vermerk machen, Herr X habe ich hier das Widerspruchsbescheid als Anlage beigelegt, nicht die Frau ..Y."
Ich nehme eine Stift in die Hand
D: " Ich gebe das den Herr .. X, der soll sich dann mit der Frau Y sprechen"
Ich: " Genau, das soll er tun."
Überzeugt, dass die Unterlagen wirklich dort sind, wo sie hingehören,gehe
ich.

Auf wiedersehen, bis nächstes Mal. Bis Montag.

Jetzt kann Sie meine Schreiben lesen. Oder nicht? Keine Kunde in Sicht.
Ist ja Hitze. Hitze und schwache Nerven passt nicht zusammen.

Was denkt Ihr? Lesen auch unbefügte Personen Inhalt der Briefe?
Und wie geht es ihnen dabei?



marty
 
F

FrankyBoy

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War Mitarbeiter einer Leistungsabteilung eines Arbeitsamtes im letztem Jahrzehnt.

Du kommst überhaupt nicht drum herum, dass du Schreiben lesen musst, die gar nicht an dich adressiert waren; dass geht gar nicht anders schließlich gibt es Urlaubsvertretungen oder eine Anweisung vom Gruppen- Abschnitts- oder Abteilungsleitungen die dir auftragen: "Bitte recherchieren Sie mal im Fall XYZ".
 

marty

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ach ja, die Empfangsdame war einige Jahre vorher in der Widerspruchsstelle tätig, schon damals roch Sie so stark nach Schnapps.

Muss ich mich das wirklich antun, mit diese Person Kontakt zu haben
und Sie meine Post anvertrauen?

Sind die Beamten nun wirklich nicht kündigbar ?

Was ist der beste Weg, wenn ich das nächstes mal der Alkohol rieche?

Für bessere Atmosphäre und kompetente Ansprechpartner auf Argen, bitte um Anteilnahme und Rat.

marty
 

marty

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Was ist mit Briefgeheimniss?
Gültig nur bei Post?

m.
 
F

FrankyBoy

Gast
Ups, ne menge Fragen und dein Schreibstil ist ja knuffig - also wenn du die persönlich dabei erwischt hast, wie sie als "Empfangsdame" deine Briefe liest, kannst du dich an ihren Vorgesetzten wenden und eine Unterlassungsregelung erzwingen.

Effektiver ist aber eine Dienstaufsichtsklage; finde schließlich auch das alkoholisierte Personen nicht in deinen Mitteilungen rum zu spionieren haben.

Dazu musst du das anmelden und einen Termin mit dem Vorgesetzten, der Schnüfflerin und mindestens einer Person deines Vertrauens (sollte sehr fachkundig sein) arengieren - dass ist die Voraussetzung, damit das effektiv wirken kann.

Mehr dazu: https://www.elo-forum.org/afa-arge-optionskommunen/26267-pap-verlangt-schulzeugnisse-rzungen.html#post269520
 

ethos07

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bei uns arbeiten die eh in rel. großen Teams (jedenfalls auf der Leistungsseite) und bearbeiten die fälle kunterbunt durcheinander. aber ich denke, die haben alle so die Nase voll von ihren Körben voller Kundenschreiben, dass sie da nur in Ausnahmefällen mehr als wirklich nötig lesen - falls das überhaupt ;-/.
Natürlich ist Null Datenschutz gewährt, würde ich sagen. Zumal ja manche Schreiben nie angekommen sein sollen. Wo sind denn davon die Informationen aus den Schreiben hin"verdunstet"... Bei Argen im flachen Land kann es m.E. schon sein, dass vertrauliche Kundeninforamtionen wer-weiss-wohin dringen.
 

Kerstin_K

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Ich habe die Erfahrung gemacht,und da hat sich der SB sogar noch verplappert,das die Schreiben immer erst durch alle Hände gehen,bevor sie überhaupt beantwortet sind.
Jedes Schreiben ist ein "Rundschreiben an alle Mitarbeiter"!
Und wann arbeiten die die Anträge ab?
 

marty

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fast unmöglich Sie oder jemanden anderen dabei zu erwischen.

ehm

FrankyBoy, ich kann schon gut Deutsch, aber auch der Übersetzer-Online
weisst nicht was knuffig ist. :icon_frown:

m.
 
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FrankyBoy

Gast
Knuffig, frei nach Frankyboy übersetzt heißt: Sympatisch, "nett zu lesen", "Phantasie anregend" also nichts schlimmes, bin selber Italiener und zur Dienstaufsichtsklage folgender Link - denke hier wird es am deutlichsten.

BGH, Urteil vom 10. 8. 2001 - RiZ (R) 5/ 00

fast unmöglich Sie oder jemanden anderen dabei zu erwischen.

ehm

FrankyBoy, ich kann schon gut Deutsch, aber auch der Übersetzer-Online
weisst nicht was knuffig ist. :icon_frown:

m.
 

marty

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ich bedenke noch folgendes:

wenn man einfach Arge XY schreibt, können sich alle angesprochen fühlen

wenn man eine Person nennt, sollte das für andere Tabu sein

was ist aber, wenn die Person z.Zeit nicht da ist - Urlaub, Krankheit, Rente....



marty
 
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FrankyBoy

Gast
Marty, die andere Sichtweise ist, Anträge, Briefe etc. müssen beantwortet werden; da machst du und ich überhaupt nichts dran - selbst die Schreibweise C/O Frau XYZ uden C/O Herrn ABC wird übergangen, um eine Amtshaftung zu vermeiden.

Du must dich daran gewöhnen, dass auch Richter, Alkoholiker oder Dumpfbacken deine Schreiben einsehen können; das Briefgeheimnis gilt hier nicht, weil du ja einem "Öffentlichen Beteiligtem" schreibst - vielleicht sind Rechtsexperten hier, die eine andere Meinung haben aber ich fürchte... das gibt es in Deutschland nicht.
 

Kerstin_K

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Marty,

wenn man jetzt mal vom normalen Geschäftsleben ausgeht ist das so:

Ist ein Brief an eine Firma (oder eben hier die ARGE) adressiert, dann dient die Nennung eines Namens eigentlich nur dazu, der Firma zu helfen, dass das Schreiben an die richtige Stelle gelangt. Öffnen darf den Brief jeder, der dazu von seinem Arbeitgeber ermächtigt wurde und der Arbeitgeber entscheidet auch alleine darüber, an wen das Schreiben dann weitergeht zur Bearbeitung. Kann ja auch sein, dass da jemand anders zuständig ist und Du weißt das nicht.

Tabu sind eigentlich nur Schreiben mit einem Zusatz; "persönlich/vertraulich" ,"nur vom Empfänger zu öffnen" oder manche Leute gehen auch davon aus, dass wenn der Name zuerst dasteht und dann erst die Firma, andere dieses Schreiben nicht öffnen dürfen.

ABER: Auch bei diesen Zusätzen kann ein Arbeitgeber festlegen, dass die Poststele oder z, B. eine Sekretärin das öffnen darf. Es wird einfach davon ausgegangen, das Privatpost in der Firma nichts zu suchen hat, die soll der Mitarbeiter sich gefäligst nach Hause schicken lassen.

Vom Datenschutz her kenne ich es aber so, dass Unterlagen mit sensiblen Informationen, und das dürfte bei Hartz IV deer Fall sein, eigentlich nur den Personen zugänglich sein dürfen, die die Informationen zur Erfüllung ihrer betrieblichen Aufgaben benötigen. Deshalb gibt es z. B. für elektronische Daten Zugriffskonzepte, damit nicht jeder alles lesen kann.

Dies dürfte der Knackpunkt bei Deiner Empfangsdame sein: Wenn sie ein Schreiben z. B. lesen muss, um es an die richtige Stelle weiterleiten zu können, ist das o. k., liest sie es, weil es gerade nichts besseres zu tun gibt, dann geht das nicht.
 

ela1953

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bei uns an der Kundentheke wird der Posteingang in die Datenbank eingegeben, mit Datum, Name, Inhalt z.B. Nebenkostenabrechnung oder Nebenverdienstbescheinung von Monat .... Dafür muss ja drübergelesen werden.
und dann kommt das Schriftstück in die Verteilung - und irgendwann kommt es dann beim SB an oder auch nicht (eines meiner Schriftstücke stand schon drei Mal in der Datenbank und der SB behauptete immer noch, er hätte es nicht und was er nicht hat, hab ich nicht abgegeben)
und die SBs dürfen keine dienstlichen Dinge nach draußen tragen
 

marty

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danke für eure Beiträge,

jetzt habe ich nochmals genau gekuckt

das Eingansstempel ist 02.07.2008

na sowas, nichts los und trotzdem kein bisschen Arbeit wie Stempel
einstellen?

aber wir sind alle nur Menschen nicht war ?

Ich mache mal auch Fehler. Harzt IV schneidet in mein Leben wirklich
mehr als ich dachte, ich muss dann wohl oder übel wieder zum Amt.

Das beste was mir passiert war ist das ich zu einer Rumänierin wird,
was steht wohl in meine Akte?

marty
 

IxI

Neu hier...
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Ich habe die Erfahrung gemacht,und da hat sich der SB sogar noch verplappert,das die Schreiben immer erst durch alle Hände gehen,bevor sie überhaupt beantwortet sind.
Jedes Schreiben ist ein "Rundschreiben an alle Mitarbeiter"!

Nur wer garantiert mir,das die SB nach Dienstschluss nichts in der Nachbarschaft und in deren Freundeskreis weiterplaudern?:icon_pfeiff:
Aber nicht doch...! Die Leute unterliegen einer Art Schweigepflicht...! ;-)
 
L

lupe

Gast
wenn man einfach Arge XY schreibt, können sich alle angesprochen fühlen. Wenn man eine Person nennt, sollte das für andere Tabu sein. Was ist aber, wenn die Person z.Zeit nicht da ist - Urlaub, Krankheit, Rente....
Man schreibt ja auch z. (zu) Hd. (Händen) Herrn / Frau
 
E

ExitUser

Gast
Gibt sicher auch Medikamente, die nach Alkohol riechen. Oder:icon_question:
Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass sie mit richtigem Alkohol da noch geduldet wäre. Hmm...
 

marty

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Ich möchte darüber nicht spekulieren. Ich habe das Geruch wahrgenommen,habe dann verschärft gekuckt was Sie so tut,
aber es war nicht unbedingt etwas zu erkennen, außer dass Sie
meinte ich sollte Unterlagen wo anders hinschicken als ich wollte.Und das mit dem Stempel.Das sind Kleinigkeiten.


marty
 

Kerstin_K

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danke für eure Beiträge,

jetzt habe ich nochmals genau gekuckt

das Eingansstempel ist 02.07.2008

na sowas, nichts los und trotzdem kein bisschen Arbeit wie Stempel
einstellen?

aber wir sind alle nur Menschen nicht war ?

Ich mache mal auch Fehler. Harzt IV schneidet in mein Leben wirklich
mehr als ich dachte, ich muss dann wohl oder übel wieder zum Amt.

Das beste was mir passiert war ist das ich zu einer Rumänierin wird,
was steht wohl in meine Akte?

marty
Marty,

Menschen machen Fehler. Ich habe an meinem Arbeitsplatz auch lange die Eingangspost besrbeitet. Dass man den Datumsstempel falsch einstellt, kann ganz schnell passieren. Und manchmal hbe ich es auch erst nach einiger Zeit gemerkt, wr irgendwir fest davon überzeugt, dass ein dem Tag der 8. ist, dabei war schon der 9.

Das mit der falschen Staatsangehörigkeit sehe ich ähnlich.
 

Kerstin_K

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bei uns an der Kundentheke wird der Posteingang in die Datenbank eingegeben, mit Datum, Name, Inhalt z.B. Nebenkostenabrechnung oder Nebenverdienstbescheinung von Monat .... Dafür muss ja drübergelesen werden.
Das ist dann wie ein Posteingangsbuch, das ist o.k.
 
R

rupabo

Gast
ach ja, die Empfangsdame war einige Jahre vorher in der Widerspruchsstelle tätig, schon damals roch Sie so stark nach Schnapps.

Muss ich mich das wirklich antun, mit diese Person Kontakt zu haben
und Sie meine Post anvertrauen?

Sind die Beamten nun wirklich nicht kündigbar ?

Was ist der beste Weg, wenn ich das nächstes mal der Alkohol rieche?

Für bessere Atmosphäre und kompetente Ansprechpartner auf Argen, bitte um Anteilnahme und Rat.

marty
Dienstaufsichtsbeschwerde wegen Alkohol am Arbeitsplatz!
 
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