EM Rentenantrag und Rehaantrag und ALG - von allen Seiten widersprechende Antworten (1 Betrachter)

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Luisle

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Hallo ihr Lieben,

irgenwie bekomme ich jetzt von allen Stellen Nachrichten und bin
langsam überfordert.

Sicher hat das jemand von Euch auch schon durch.

Auf meinen EM Rentenantrag bekam ich ja die Aufforderung von der DRV einen LTA zu stellen, dann doch wieder nicht sondern eine med. Reha. Hatte ich gemacht Anfang des Jahres.

Nach Aussteuerung aus dem Krankengeld ALG1 beantragt, was bewilligt wurde nach §145 da festgestellt wurde, dass ich keine 15 Wochenstd. arbeiten kann.

So, letzte Woche kam von der DRV das erste Schreiben bzgl. des EM Rentenantrages, sie würden sich um die Bearbeitung meines Rentenantrages „bemühen“!

Heute weiteres Schreiben der DRV, meinem Antrag auf med. Reha könnte nicht entsprochen werden, nur wenn Voraussetzungen erfüllt sind wie

- erhebl. Gefährdung od. Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Krankheit vorläge

- wenn durch Reha eine erhebl. Gefährdung oder Erwerbsminderung abgewendet werden kann oder eine
geminderte Erwerbsfähigkeit verbessert werden kann.

Es wäre nach ihren Feststellungen keine med. Reha erforderlich.

Unter Hinweis steht dann noch

Die bei Ihnen festgestellten Gesundheitsstörungen,

- hier wurde die Bandscheiben OP erwähnt mit Quetschung des Rückenmarks und der inkomplette Querschnitt und noch ein paar andere „Kleinigkeiten“ erwähnt - dies alles hätte keine erhebliche Gefährdung oder Minderung auf meine Erwerbsfähigkeit zur Folge.

Wir halten folgende Behandlung, bei der es sich nicht um med. Reha handelt, für erforderlich und empfehlen Ihnen, mit Ihrem Arzt od. der KK zu sprechen: eine Fortsetzung der ambulanten fachärztlichen Behandlung.

So... was bedeutet das jetzt für die Bearbeitung des EM Rentenantrages - ist der mit der Ablehnung der med. Reha auch vom Tisch?

Oder sind das zwei paar Stiefel?

Oder muss ich hier Einspruch einlegen, damit der Rentenantrag weiter bearbeitet wird?

Hat diese Ablehnung schon Auswirkungen auf den Bewilligungsbescheid der AfA?

Hilfe - ich bin doch langsam überfordert.

Hoffe, ihr könnt mir helfen...

Danke im voraus und LG
Luisle
 

doppelhexe

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hast du den rentenantrag "nur" mit den beschwerden gestellt, die bei der ablehnung des reha-antrags thema waren?

ich frage deswegen, weil ich einen rentenantrag zu laufen hatte mit orth. und psych. beschwerden.
in 06/2017 wurde ein reha-antrag wegen der bandscheiben, also orth. abgelehnt mit genau den selben begründungen wie bei dir.
dann wurde in 08/2017 der rentenantrag positiv beschieden, aber wohl hauptsächlich aufgrund der psych. probleme.

die ablehnung des reha-antrages erfolgte wohl bei mir weil eben folgendes wegen der psyche dann nicht mehr zutraf:

"- wenn durch Reha eine erhebl. Gefährdung oder Erwerbsminderung abgewendet werden kann oder eine
geminderte Erwerbsfähigkeit verbessert werden kann."

wahrscheinlich war da der DRV schon klar, das die rente bewilligt wird und die reha daran auch nichts mehr ändern würde...

...............

bei dir ist im mom die reha abgelehnt worden, der rentenantrag ist davon nicht betroffen. bezüglich des rentenantrags brauchst du keinen widerspruch schreiben.

wenn dir eine reha wichtig wäre, dann würde ich dort aber einen widerspruch schreiben. erst mal fristwahrend, die begründung später nachreichen und man soll dir die unterlagen und gutachten schicken, die zur ablehnung der reha geführt haben.
dann mit deinen behandelnden ärzten darüber sprechen und die begründung nachschicken.

solltest du keinen wert auf die reha legen brauchst du nichts weiter zu tun.

...................

bewahre die ablehnung aber gut auf, sollte man später im rentenverfahren in richtung ablehnung gehen hättest du schon ein argument, das der DRV an einer verbesserung deines zustandes nicht viel gelegen sein konnte...

......................

für die AfA hat das keinerlei auswirkungen. da ist nur eine entscheidung über deinen rentenantrag wichtig.

LG
 

Luisle

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Hallo Doppelhexe,
Vielen lieben Dank für deine schnelle Rückmeldung.

Ja, Renten- und Rehaantrag wurden mit denselben Diagnosen gestellt.

Momentan bin ich aufgrund meiner körperlichen Einschränkungen wenig in der Lage eine med. Reha durchzustehen. Auch aus Sicht meiner Ärztin. Das möchte ich gerne irgendwann machen, wenn ich selbst merke, dass es meine körperliche Einschränkung tatsächlich verbessert. Daher bin ich jetzt nicht „untröstlich“ das der Reha-Antrag abgelehnt wurde.

Ich hatte bloss etwas Angst, dass das auch den Rentenantrag betreffen könnte oder die ALG Leistungen.

Aber wenn die Ablehnung keine Auswirkungen auf diese beiden Dinge hat bin ich erst mal beruhigt.

Das wäre ja zu schön, sollte der DRV tatsächlich schon bewusst sein, dass eine EM Rente in meinem Fall erst mal von Nöten wäre.

Danke Dir und einen schönen Tag 😀

LG
Luisle
 

Luisle

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Hallo nochmal Doppelhexe,

nochmal wegen der Aussage der DRV

Nach unserer Feststellung liegt keine Gefährdung der Erwerbsfähigkeit vor.

Bezieht sich das nur auf die beantragte Reha?
Könnten die das nachher nicht auch als Grund zur Ablehnung der EM Rente anführen?

Danke und LG
Luisle
 

Luisle

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Nach nochmaligem lesen des Paragraphendeutsch - könnte das im Umkehrschluss und in verständlich deutsch bedeuten, dass
eine Reha zur Abwendung einer Erwerbsunfähigkeit nicht bewilligt wird, weil keine Aussicht auf Abwendung? Sondern, weil anhand der Gutachten und ärztlichen Berichte eine Erwerbsminderung tatsächlich vorliegt bzw. erkannt wird?

Wäre ja eine Erklärung - nur ich versteh halt dann nicht die Aussage unter dem Punkt - Hinweis:

Die bei Ihnen festgestellten Gesundheitsstörungen....
haben keine erhebliche Gefährdung oder Minderung ihrer Erwerbsfähigkeit zur Folge. :icon_neutral:
 

doppelhexe

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erstmal musst du wissen, das reha-abteilung und rentenabteilung zwei versch. abteilungen sind...

zwar können die auf alles zugreifen, was andere abt. mit deiner akte grade abarbeiten... aber es sind verschiedene abt.

in deiner rentensache dürfte noch nichts passiert sein, das wäre sehr schnell. also dürfte da noch nichts drin stehen. vielleicht nicht mal, das ein rentenantrag läuft...

desweiteren sind diese "aussagen"

-Reha könnte nicht entsprochen werden, nur wenn Voraussetzungen erfüllt sind wie

- erhebl. Gefährdung od. Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Krankheit vorläge

- wenn durch Reha eine erhebl. Gefährdung oder Erwerbsminderung abgewendet werden kann oder eine
geminderte Erwerbsfähigkeit verbessert werden kann.

Es wäre nach ihren Feststellungen keine med. Reha erforderlich.

-Die bei Ihnen festgestellten Gesundheitsstörungen, - dies alles hätte keine erhebliche Gefährdung oder Minderung auf meine Erwerbsfähigkeit zur Folge.

-Wir halten folgende Behandlung, bei der es sich nicht um med. Reha handelt, für erforderlich und empfehlen Ihnen, mit Ihrem Arzt od. der KK zu sprechen: eine Fortsetzung der ambulanten fachärztlichen Behandlung.
baukasten, das heisst, in jedem schreiben gleich, schon im PC hinterlegt und bei klick in der jeweiligen ablehnung

weiter - werden die meisten, insider sprechen von 80-90% der anträge, ohne besondere prüfung erst mal abgelehnt. die meisten menschen scheuen widerspruch einzulegen, und so spart auch die DRV gut kosten.

da kann man gut das gefühl kriegen, das da nicht mal jemand sitzt, der von medizien groß ahnung hat, erstmal ablehnen...

von denen, die widerspruch einlegen werden dann wenigstens alle ein bissl genauer geprüft und auch viele reha´s dann genehmigt...

der spruch,
Nach unserer Feststellung liegt keine Gefährdung der Erwerbsfähigkeit vor.
bezieht sich auf jeden fall auf den reha-antrag, ob man das später beim rentenantrag genauso sieht, kann dir keiner sagen...

wie gesagt, diese baukastensprüche hatte ich ja bei meiner reha-ablehnung 2 monate vor der rentengewährung auch drin zu stehen...

.....................................

Momentan bin ich aufgrund meiner körperlichen Einschränkungen wenig in der Lage eine med. Reha durchzustehen. Auch aus Sicht meiner Ärztin. Das möchte ich gerne irgendwann machen, wenn ich selbst merke, dass es meine körperliche Einschränkung tatsächlich verbessert. Daher bin ich jetzt nicht „untröstlich“ das der Reha-Antrag abgelehnt wurde.
wenn DAS in einer reha von den behandlern auch so gesehen und attestiert würde, dann wäre das ein + für den rentenantrag.
viele denken, reha nicht machen zu können, weil sie das im mom nicht schaffen... aber grade weil sie es nicht schaffen dürfte das den reha-ärzten dann wohl auch klar sein, das der re´habilitant dann ja wohl schwerlich 8 stunden arbeiten kann...
es ist ein unterschied, ob man selber meint, keinen tag durczustehen, oder ob die behandler es selber sehen...

ich weiss nicht... ob es sinnvoll ist, selber immer eine reha "abzulehnen", wenn ein rentenantrag läuft....
zum vorwurf kann dir das aber niemand machen. niemand ist verpflichtet, widerspruch gegen entscheidungen einzulegen...
 
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ExitUser

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Ich will dir ja nicht die Hoffnung nehmen...:sorry:

Aber wenn die DRV deine festgestellten Gesundheitsstörungen als keine erhebliche Gefährdung deiner Erwerbsfähigkeit bzw. Minderung selbiger bewertet und deswegen sogar eine Reha ablehnt weil eben obengenannte Voraussetzungen aus ihrer Sicht nicht gegeben sind (für die Reha) dann wird wohl deine Befürchtung richtig sein in Hinsicht der zu erwartenden Ablehnung des EM-Rentenantrages...

liesa
 

doppelhexe

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@Liesa

wie ich in beitrag 2 schon schrieb, hat so eine ablehnung erst mal garnichts in bezug auf die rente zu bedeuten.
eine ablehnung der reha mit genau diesem wortlaut, u.a. das die beschwerden keine erwerbsminderung bedingen, bekam ICH zb. 2 monate vor rentenbewilligung (nachdem ich vorher fast 4 jahre am SG war).

und FALLS iwann doch eine ablehnung der rente kommen sollte, wird TE ja wohl hoffentlich in widerspruch gehen.
 

Luisle

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Hallo Doppelhexe,
ich habe den Rehaantrag ja auch brav ausgefüllt und gestellt, mit dem Resultat der Ablehnung.
Jedenfalls bin ich trotz allem erst mal beruhigt, das Reha und Rente zwei paar Stiefel sind.
Ich mach mir auch keine wirklichen Illusionen, dass bei mir der Rentenantrag sofort durchgewunken wird, dass ist wohl höchst selten der Fall, ich denke solange man noch japsen kann und Luft verbraucht gilt man immer erst mal noch als Arbeitsfähig bei der DRV :icon_rolleyes:
Leider weiss ich nich was TE heisst, sorry, aber ich werde ganz sicher Widerspruch einlegen, sollte die EM Rente abgelehnt werden 🙂
 

Doppeloma

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Hallo Luisle,

Leider weiss ich nich was TE heisst, sorry, aber ich werde ganz sicher Widerspruch einlegen, sollte die EM Rente abgelehnt werden 🙂
Die "TE" das bist du, das ist nur die Abkürzung für "Themen-Eröffner" ... :idea:

Alles andere wurde dir ja bereits ausführlich erklärt, die Ablehnung der Reha ist eine andere Sache, als dein Antrag auf EM-Rente.

Auch wenn es aktuell noch nicht nach einer "Umdeutung" deines Reha-Antrages aussieht (man müsste den Bescheid dazu lesen können), entscheiden andere DRV-SB darüber, ob du EM-Rente bekommen wirst oder nicht und es kann durchaus noch ein Gutachter eingeschaltet werden, um das für die EM-Rente zu klären.

Du kannst nur abwarten welchen Bescheid du dann dazu bekommen wirst und dann muss man überlegen, wie man weiter vorgehen sollte.

MfG Doppeloma
 

Luisle

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Aah ich bin das TE - Danke für die Erklärung 😀 ich dachte mir schon fast, dass ich gemeint war, fand nur keine sinnige Übersetzung ohne Hilfe.

Ich würde mich gerne wieder melden, wenn der Bescheid zur EM Rente vorliegt.

Eine Frage hätte ich doch jetzt schon bzgl. abgelehnter EM Rentenanträge - ich habe irgendwo gelesen, dass bei Ablehnung die AfA sofort auch die ALG Zahlungen einstellt, obwohl das wohl nicht rechtens ist. Dagegen sollte wohl auch Widerspruch eingelegt werden - nur wie sieht es dann tatsächlich aus.
Muss man die Weiterzahlung der ALG Leistung auch gerichtlich ausfechten?
Sicher haben das hier auch schon genügend Mitglieder erfahren müssen.
Hat man eine Chance, dass die ALG Zahlungen wieder aufgenommen werden und wenn ja, mit wieviel Zeit muss ich rechnen, ungefähr, in der ich wohl keine Leistungen von der AfA erhalte.

Danke und Grüsse
Luisle
 

Bitas

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Hallo Luisle,

dein ALG 1 wird nicht eingestellt, nur wenn du EM Rente genehmigt bekommen solltest.
Falls abgelehnt wird, musst du dich der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stellen.
Also keine Angst, ALG1 wird einfach weiter laufen.

Gruß
Bitas
 

doppelhexe

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du hast jetzt ALG1-nahtlosigkeit.
wenn eine rentenablehnung kommt, musst der AfA einen nachweis darüber zukommen lassen, das du widerspruch gegen die ablehnung eingelegt hast.

damit gilt das rentenverfahren weiterhin als nicht abgeschlossen und ALG1-nahtlosigkeit muss weiter gezahlt werden. längstens aber nur so lange, wie du anspruch auf ALG1 hast.
 

Luisle

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@Doppelhexe
Ok, dass klingt schon anders, als dass was ich mal dazu gelesen hatte. Gut, dann harre ich mal der Dinge die jetzt noch passieren.
Vielen Dank.

Vielen Dank an alle die sich die Zeit genommen haben meine Fragen zu beantworten und damit meine Nerven etwas beruhigt haben 🙂

Liebe Grüsse und schönes Wochenende
Luisle
 
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