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ilse oberstar

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Hallo liebe Community,

da ihr mir schon letztes Jahr hier im Forum so gut geholfen habt, wende ich mich heute mit einem neuen Problem an euch und hoffe auf ein paar gute Ratschläge.

Zu meiner Situation:
Seit 2009 bin ich schwerwiegend chronisch krank mit psychischer Erkrankung und Reizdarmsyndrom. Seit dem 01.11.2012 beziehe ich eine befristete Rente wg. voller Erwerbsminderung, dazu noch aufstockend Hilfe zum Lebensunterhalt vom Sozialamt. Die EM-Rente war ohne eine vorhergehende Reha bewilligt worden und ist befristet bis zum 31.01.2015.

Anfang Oktober bin ich aufgrund meines Verlängerungsantrags erneut "fachärztlich begutachtet" worden. Dazu muss ich noch ausführen, dass die Untersuchung ein großer Witz war. Ohne überhaupt zur Ärztin (Psychiaterin) vorgelassen zu werden, sollte ich zunächst im Beisein der Sprechstundenhilfe einen schriftlichen Test mit Dauer von ca. 2 Stunden machen. "Wir starten mit einer Konzentrationsübung", sagte die gute Dame - mehr ist mir über die Einzelheiten, den Aufbau, den Sinn und die Auswertung eines solchen Tests nicht bekannt. Ich wurde auch vor dem Termin nicht darauf hingewiesen, dass ein Test stattfinden würde. Zudem hätte mein Beistand nicht dabei sein dürfen. Aus diesen Gründen habe ich den Test komplett verweigert - das anschließende Gespräch mit der Psychiaterin (natürlich erst zwei Stunden später) verlief entsprechend "freundlich" und deshalb wahrscheinlich auch sehr subjektiv. Mit der Begutachtung bin ich insgesamt nicht einverstanden, wollte aber abwarten, was passieren würde.

Gestern erhielt ich von der DRV ein "Angebot von Leistungen zur medizinischen Rehabilitation" nebst Rehabilitationsantrag. Diesen soll ich nun wohl "freiwillig" ausfüllen und innerhalb von drei Wochen zurücksenden. Ob die Reha ambulant oder stationär werden soll, ist mir nicht bekannt - man kann im Antragsformular auch nichts entsprechend ankreuzen.


Fragen:

1. Bin ich dazu gezwungen, den Antrag auszufüllen und selber die Reha zu beantragen?

2. Mein behandelnder Psychiater hatte in seinem Befundbericht an die DRV leider eine medizinische Reha empfohlen (obwohl man sich vorher lange Zeit einig war, dass dies für meinen Fall unsinnig wäre - z.B. käme ich wahrscheinlich in eine "Wandergruppe" oder dergleichen). Nun aber, da die Therapie bisher keine Ergebnisse gebracht hat, hat er wahrscheinlich als "letzten Strohhalm" die Reha empfohlen. Ergänzend hat er aber dazu geschrieben: "am besten ambulant und sehr Wohnortnah. Patient diesbzgl. nihilistisch". Aufgrund meiner persönlichen Probleme (psychischer und psychosomatischer Natur) will ich eine STATIONÄRE Reha um jeden Preis vermeiden, dies hatte ich auch der Gutachterin im Gespräch mitgeteilt - ich hatte meine Gründe genannt und mein Beistand war als Zeuge anwesend. Muss das von der DRV auf jeden Fall berücksichtigt werden?

3. Falls die Ärztin meine Begründungen für die Ablehnung einer STATIONÄREN Reha aber gar nicht im Gutachten erwähnt hat - kann ich dies der DRV selber noch schriftlich mitteilen? Wird das gewertet?

4. Im Internet bin ich auf den Satz gestoßen: "Dem Grundsatz ambulant vor stationär ist Rechnung zu tragen." Muss damit auf jeden Fall zuerst eine AMBULANTE Reha versucht werden, bevor man mich zu einer STATIONÄREN Reha zwingen kann? (Ich wohne in Köln. Ambulante Angebote sollte es hier auf jeden Fall geben).

5. Außerdem habe ich gefunden: "Ebenso wie die stationäre Rehabilitation geht auch die ambulante medizinische Rehabilitation von einem ganzheitlichen Ansatz aus." Bedeutet das, dass ich nicht mehr mit einer STATIONÄREN Reha rechnen muss, wenn die "AMBULANTE Reha ohne Erfolg bleibt?

6. Was kann ich sonst noch tun, um eine STATIONÄRE Reha auf jeden Fall zu verhindern bzw. zu verweigern?

7. Verletze ich meine "Mitwirkungspflicht", wenn ich zwar zur AMBULANTEN Reha bereit wäre, mir aber nur die STATIONÄRE Reha angeboten wird und ich diese Form ablehne?

8. Was kann passieren, wenn ich meine Mitwirkungspflicht verletze und meine Rente gesperrt wird? Müsste das Sozialamt "einspringen" damit ich nicht obdachlos werde? Oder würde ich von der DRV einfach wieder zurück zum Jobcenter abgeschoben, da ich eine Reha ja verweigere und somit anscheinend wieder arbeitsfähig bin? Hätte ich in diesem Fall wieder Anspruch auf ALG II?

Im Voraus vielen Dank für alle Antworten!
 

danibert

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Hallo Ilse,

aus meiner eigenen Erfahrung kann ich Dir folgende Infos zu Deinen Fragen geben:

1. Ja, du musst den Antrag ausfüllen.

2. Schlecht gelaufen. Ich hatte exakt das selbe Thema. Mein Psychiater UND Hausarzt hatten mich allerdings als "nicht Reha-fähig" für mindestens 12 Monate begutachtet und das dem MDK und der Rentenversicherung mitgeteilt. Daraufhin wurde die schon bewilligte/angeordnete (aber noch nicht begonnene) Reha abgesagt und die Bewilligung von der Rentenversicherung zurückgezogen. Ob Du nach der ersten Aussage deines Psychiaters hier noch "nachverhandeln" kannst, wage ich zu bezweifeln.

3. Denke nicht, dass das noch viel bringt. Versuchen kannst Du aber, nachträglich auf eine teilstationäre Reha (Tagesklinik) auszuweichen. Vielleicht klappt das.

4. Siehe Punkt 3

5. Spielt meiner Meinung nach in Deinem Fall keine Rolle

6. Verhindern -> nichts, außer Du bist durch eine andere Krankheit nicht Reha-Fähig (Gebrochenes Bein, etc.)
Verweigern -> Einfach nicht erscheinen, dann sehen, wie Du ohne Geld vom Leistungsträger zurecht kommst (klingt hart, ist aber die Realität).

7. Du hast hier nicht wirklich ein Mitbestimmungsrecht. Hier gilt der Grundsatz: Wer zahlt, bestimmt!

8. Jobcenter/Arge werden Dich vor die Tür setzen, da Du (vermutlich noch länger als 6 Monate) krank bist und dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst. Dem Sozialamt müsstest Du dann plausibel erklären, warum Du Deiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen bist und nun von ihnen Geld haben willst. Denke, das dürfte schwierig werden. Höchstwahrscheinlich stehst Du dann tatsächlich ohne Geld/Wohnung/etc. da.

Hoffe das bringt Licht ins Dunkel
 

ilse oberstar

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Hatten wir doch schon ... Thema "doppelt hält besser", oder ELO-Beschäftigungstherapie ...

https://www.elo-forum.org/schwerbeh...che-reha-stationaer-abwenden.html#post1782075

Hier werden die Antworten auch nicht angenehmer werden ... :icon_kinn:

MfG Doppeloma

...und damit hat @Doppeloma MAL WIEDER ERFOLGREICH ZUR SCHAU GESTELLT, dass sie nichts - wirklich GAR NICHTS - richtig LESEN kann(!), sondern einfach nur gerne überall ihren Senf dazu gibt und zudem die Fragesteller auf eine Art und Weise angeht, die ich nur als höchst arrogant und von oben herab beschreiben kann. Leider sondert sie bei diesen dünkelhaften "Belehrungen" aber nur Gülle ab und führt sich auf wie ein Troll.

Was für ein saudummes Zeug :icon_laber: die hier wieder von sich gibt, aber Hauptsache mit ihrem für alle Antworten typischen :icon_kinn: Smilie, so wie jedes Mal (achtet mal drauf)!


Zur Info: Hätte Doppeloma in DIESEM Thread mal DATUM und UHRZEIT der Erstellung GELESEN(!), dann hätte ihr unter Umständen auffallen können (vielleicht aber auch nicht - als Arme im Geiste), dass ich HIER ZUERST GEPOSTET HATTE! (04.11.2014 14:39). Weil aber bis zum nächsten Mittag noch keine einzige Antwort kam und ich mich deshalb wunderte, wurde mir klar, dass ich wohl ins falsche Unterforum gepostet hatte.

Das habe ich dann im ERSATZ-Post (im Unterforum für Rente) auch eingangs sofort erklärt (05.11.2014, 12:18):

"Hallo zusammen,
ich hatte mein Problem wohl gestern im falschen Unterforum gepostet, deshalb will ich es hier noch mal versuchen..."

Aber Doppeloma KANN JA NICHTS - GAR NICHTS - RICHTIG LESEN!
 
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