EM Rente + Sozialgeld Vermieter hat mir gekündigt, was tun?

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Brennessel

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Hallo an alle,

ich habe im Moment ein ziemliches Problem und würde gerne mal eure Ratschläge/Erfahrungen dazu hören.

Ich erhalte seit letztes Jahr EM Rente mit aufstockendem Sozialgeld. Nachdem ich erstmal hart kämpfen musste damit ich nun unbefristete EM Rente erhalte und das nun endlich durch war, hatte ich gehofft mich darauf konzentrieren zu können das mein gesundheitlicher Zustand sich stabilisiert oder verbessert, kam dann aber gleich der nächste Schlag - mein Vermieter hat mir gekündigt, Grund - das Gebäude soll angeblich abgerissen werden da es einen Riss hat.

Das ganze fing schon vor zwei Jahren an, da wurden die ganzen Mieter aus meinem Haus zum Vermieter "bestellt" da es nötig wäre das Gebäude zu "entmieten" :eek:( alles nur mündlich, etwas schriftliches haben wir nicht erhalten. Trotzdem haben die anderen aus meinem Haus sich danach umgehend einfach in eine andere Wohnung "ummieten" lassen und plötzlich war ich alleine im dem Haus, außer einer Nachbarin im Nebenhaus (die Gebäude hängen quasi zusammen) die auch erstmal hartnäckig blieb. Ich hatte mich dann umgehend an den Mieterschutz gewendet und der RA dort fand die ganze Sache mehr als fragwürdig, zumal es nichts schriftlich gab und der benannte "Riss" schon seit vielen Jahren da war und sich nicht verändert hatte.

Danach gingen dann noch ein paar Briefe hin und her (also vom RA des MVs und dem Vermieter, einer Stadtbau Gesellschaft. Es ging vor allem auch darum dass die Mitarbeiterin des Vermieters bei mir ständig Telefonterror machte um mich zu überreden auszuziehen :eek:( ich blieb aber hartnäckig und der RA forderte den Vermieter auf mir gefälligst die Wohnungsnagebote in schriftlicher Form zu übermitteln.

Dazu muss ich noch sagen dass ich EM Rente erhalte wegen starken Ängsten, sozialer Phobie und posttraumatischer Belastungsstörung, ich kann quasi manchmal Wochenlang die Wohnung kaum verlassen und ein Umzug, oder auch schon Wohnungsbesichtigungen sind für mich ein Horror. Ich wohne überdies schon 20Jahre in dieser Wohnung und davor wohnte meine Oma hier, ich hänge also sehr daran.

Nun bekam ich Ende letzten Jahres die Kündigung zugeschickt, wieder mit der Begründung der schlechten Bausubstanz und der wirtschaftlichen Verwertbarkeit. Es wurden aber keinerlei Gutachten oder andere schriftliche Dinge mitgeschickt, deshalb meint der RA er würde einen Widerspruch einlegen, da das alles nicht rechtsmäßig verlaufen ist, hat mir aber im Vorfeld auch gesagt dass die Chancen nicht so super stehen dass wir damit was erreichen. Es ist ja eine Stadtbau AG und ich nur eine kleine Mieterin ;o( Er meinte auch dass eventuell auch Gerichtskosten auf mich zukommen könnten.

Zum Thema Härtefall meint er dass er da auch schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und dass "wenn man nicht gerade auf dem Zahnfleich kriecht" das oft nicht anerkannt wird :eek:(

Was meint ihr? Lohnt sich ein Widerspruch oder ist das sowieso aussichtlos und nur Nervenaufreibend und am Ende hat man noch Schulden?

Liebe Grüße
Brennessel
 

gelibeh

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Zum Thema Härtefall meint er dass er da auch schon schlechte Erfahrungen gemacht hat und dass "wenn man nicht gerade auf dem Zahnfleich kriecht" das oft nicht anerkannt wird :eek:(
Na ja, mit aufstockender Grundsicherung dürfte man wohl auf dem Zahnfleisch kriechen.

Edit: Ich habe hier ein Urteil gefunden,wo der Härtefall abgelehnt wurde und die Kosten nur gestundet wurden. In dem Fall bezieht derjenige aber ALGII. Da kann es ja eventuell sien, dass der wieder Arbeit bekommt. Das sieht bei Dir ja ganz anders aus.
https://openjur.de/u/602530.html
 

Seepferdchen 2010

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Hallo @Brennessel mal eine Frage, weil über diesen Satz vo dir bin ich "gestolpter"

Trotzdem haben die anderen aus meinem Haus sich danach umgehend einfach in eine andere Wohnung "ummieten" lassen

Hat der Vermieter dir bzw. den anderen Mietern die Umzugskosten erstattet bzw. ggf. einen
Aufwand gezahlt?

Wurde sowas angeboten dir angeboten?
 

Brennessel

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Hallo Gelibeh, danke für den Link! Also das mit auf dem Zahnfleich kriechen meinte der RA in Bezug auf dass ich wegen meiner Krankheit hoffe in der Wohnung bleiben zu dürfen, was die Gerichtskosten angeht so meinte er dass ich diese eventuell tragen müsste obwohl ich am Existenszminimum bin - das habe ich auch nicht so recht verstanden weil ich dachte diese würden auf jeden Fall übernommen bei Existensminimum. Er meinte das wäre nur der Fall wenn eine Aussicht auf Erfolg des Widerspruchs besteht und da käme es auf den Richter an wie der das sieht...

Wenn mein Vermieter doch noch ein neues Gutachten vorlegt dass das Haus nicht mehr "sicher"ist (und da Stadtbau finden die bestimmt einen Gutachter der genau das schreibt was sie gerne möchten) naja dann sähe es schlecht für mich aus oder? :eek:(

@Seepferdchen: ja also die haben schon den kompletten Umzug übernommen bei den anderen, was ich schlimm fand war dass sie die eine ältere Dame die bis zuletzt hart geblieben ist durch ständige Anrufe bei ihrer Tochter dann soweit gebracht haben dass sie tatsächlich quasi an Weihnachten umgezogen ist :eek:( die haben gar keine Skrupel! Allerdings konnte die Dame ihre nur 2Jahre alte Einbauküche nicht mitnehmen in die neue Wohnung und musste die neue selbst bezahlen.

Das Problem ist was der RA meinte, dass man mir meine Krankheit jetzt nicht körperlich ansieht, ich also nicht im Rollstuhl ins Gericht fahren würde, und das es deshalb als "zumutbar" angesehen wird dass ich umziehe, auch wenn die Wohnung nicht meiner jetzigen entspricht (EG, ruhig, fast mitten im Grünen und trotzdem in nur 5Minuten Gehzeit Einkaufsmöglichkeiten)
Ich bekam auch Ersatzwohnungen angeboten, aber diese haben mir alle nicht gefallen da entweder zu laut da direkt an der Straße, viel zu weit vom Stadtzentrum entnfernt ohne Einkaufsgelegenheit, kleiner als meine jetzige (33m²) oder wesentlich teurer...

Es ist mir auch sehr wichtig dass ich keine lauten Nachbarn habe oder welche die mir aus irgendeinem Grund Angst oder Ärger machen was ich leider schon erleben musste z.b ein Nachbar der um 2Uhr Nachts bei mir geklingelt hat usw. eigentlich ist es jetzt sehr gut für mich, ich kann Abends um 22Uhr die Haustüre abschließen und mich sicher fühlen:redface: Aber es ist mir schon klar dass ich nicht ewig hier alleine im Haus wohnen kann, nur möchte ich einfach genug Zeit haben um selbst eine schöne Wohnung zu finden in der ich mich auch wohlfühlen kann!

LG
Brennessel
 

Brennessel

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Hallo,

hat niemand mehr eine Idee? Oder ähnliche Erfahrungen gemacht? Ich hätte jetzt zwar eine Wohnung eventuell in Aussicht, aber es gibt Mitbewerber und daher müsste ich Glück haben, sowohl mit dem Vermieter als auch mit dem Amt dass die Wohnung dann genehmigt würde.

Falls das nicht klappt denke ich immer noch über einen Widerspruch nach! Zumal mich der jetzige Vermieter ohne Ende ärgert....da er ich auch noch offen anlügt ist auch der letzte Rest Vertrauen weg und auch der Glaube dass diese Kündigung überhaupt rechtens ist...
 
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