EM-Rente befristet, nun Verlängerung fällig (Knappschaft) wer kann helfen ??? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

BaRa

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Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin neu hier und nicht ganz sicher, ob ich hier meine Fragen an euch richten kann. Ich versuche es einfach.

Seit September 2015 bin ich arbeitsunfähig und mittlerweile ausgesteuert. Habe am 6. Dezember 2016 Antrag auf volle Erwerbsminderung gestellt (Chronische Schmerzen, Trigeminusneuralgie, Depression). Am 24.01.2017 war ich beim Gutachter (Neurologe, Psychiater). Dieser hat mich 5 Stunden warten lassen, es war die Hölle. Als ich nicht mehr konnte habe ich gefragt, ob ich mich hinlegen darf und man bot mir eine Untersuchungsliege an...
Bekomme jetzt Arbeitslosengeld. Der medizinische Dienst hat mich als leistungsunfähig eingestuft.
Habe letzte Woche bei der RV angerufen und nach dem Stand der Bearbeitung gefragt. Ich erhielt die Auskunft, dass noch kein Gutachten vorliegt! Ich bin völlig fertig. Ist das normal, dass ein Gutachten 5 Monate und länge dauert? Habe Angst, dass alles wieder von vorn aufgerollt wird, weil kein Gutachten kommt.

Bitte entschuldigt, wenn ich zu ausführlich geschrieben habe. Würde mich sehr über eure Antworten freuen.

Liebe Grüße
BaRa
 

Doppeloma

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Hallo BaRa, :welcome:

ich bin neu hier und nicht ganz sicher, ob ich hier meine Fragen an euch richten kann. Ich versuche es einfach.
Es bringt aber nicht viel, sich damit an ein Thema von 2011 "anzuhängen", daher habe ich deinen Beitrag verlegt und dir ein eigenes Thema eröffnet.
Zudem wurde auch deine Überschrift von mir etwas erweitert, denn am Sozialgericht bist du ja noch lange nicht angekommen. :icon_evil:

Seit September 2015 bin ich arbeitsunfähig und mittlerweile ausgesteuert. Habe am 6. Dezember 2016 Antrag auf volle Erwerbsminderung gestellt (Chronische Schmerzen, Trigeminusneuralgie, Depression).
Dann beziehst du (vermutlich) aktuell noch ALGI im Rahmen der "Nahtlosigkeit" (§ 145 SGB III), bist du vorher auch schon mal in medizinischer Reha gewesen ???

Wenn ja, wann war das und kennst du den Reha-Bericht ???
Du merkst schon, dass zunächst eher weitere Fragen auftauchen, als du Antworten bekommen wirst ...

Wurdest du von der AfA aufgefordert EM-Rente zu beantragen (nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld) oder hast du das auf eigenen Wunsch / Empfehlung deiner behandelnden Ärzte gemacht ???

Am 24.01.2017 war ich beim Gutachter (Neurologe, Psychiater). Dieser hat mich 5 Stunden warten lassen, es war die Hölle. Als ich nicht mehr konnte habe ich gefragt, ob ich mich hinlegen darf und man bot mir eine Untersuchungsliege an...
Das ist eine Unverschämtheit über die du dich direkt (schriftlich/ nachweislich) bei der DRV hättest beschweren sollen, auch bei Gutachtern muss man sich nicht alles gefallen lassen. :icon_evil:

Warst du alleine dort oder hattest du Begleitung dabei, die das später bezeugen könnte, wie lange du dort warten musstest ???
Das könnte noch sehr wichtig werden falls die DRV den Antrag ablehnen wird, es ist natürlich sehr ungünstig wenn du dich dazu nicht nach dem Gutachten schon bei der DRV beschwert hast.

Wenn ein Arzt keine Zeit hat ein Gutachten auch ordentlich (und relativ pünktlich) durchzuführen, dann muss er den Auftrag ablehnen

Bekomme jetzt Arbeitslosengeld. Der medizinische Dienst hat mich als leistungsunfähig eingestuft.
Das war anzunehmen, wird meist gemacht wenn man so lange schon krank ist und bereits eine EM-Rente beantragt wurde, kann sich nach einer Ablehnung (durch die DRV) aber auch sehr schnell ändern ...

Darf ich fragen wie alt du bist, davon hängt ja auch mit ab, wie lange die AfA noch zahlen wird, unter 50 hast du höchstens Anspruch auf 12 Monate ALGI, auch nach der Aussteuerung.

Habe letzte Woche bei der RV angerufen und nach dem Stand der Bearbeitung gefragt.
Dort ruft man deswegen nicht an, sondern macht (nachweislich) eine schriftliche Sachstand-Anfrage, was man dir am Telefon erzählt hat keine Bedeutung, damit kannst du überhaupt NICHTS anfangen ...

In der Regel hat ein DRV-Gutachter nicht so viel Zeit das Gutachten fertig zu machen, aber die DRV hat (gesetzlich) mindestens 6 Monate Zeit deinen Antrag zu bearbeiten, am Telefon wird man dir zum Ergebnis der Begutachtung ohnehin KEINE Antworten geben.

Wenn man die Begutachtung als letzte "Tätigkeit" (der DRV) ansehen möchte, dann kannst du Ende Juli / Anfang August eine "Untätigkeitsklage" beim Sozialgericht einreichen, wenn du bis dahin noch immer keine schriftliche Äußerung zu deinem EM-Renten-Antrag bekommen hast.

Das Sozialgericht wird dann die DRV anschreiben und eine "zügige" Entscheidung verlangen, ob die dann deinen Erwartungen entsprechen wird, ist allerdings immer noch Sache der DRV ...

Ich erhielt die Auskunft, dass noch kein Gutachten vorliegt! Ich bin völlig fertig. Ist das normal, dass ein Gutachten 5 Monate und länge dauert? Habe Angst, dass alles wieder von vorn aufgerollt wird, weil kein Gutachten kommt.
Wie schon beschrieben sind die telefonischen Auskünfte in der Regel nicht viel Wert, die Gutachten werden noch vom Med. Dienst der DRV ausgewertet und die sind sich auch nicht immer schnell "ganz einig", das wissen die "Damen" am Telefon gar nicht so genau und / oder sie dürfen dir dazu nichts Genaues sagen.

Was meinst du mit "von vorne aufgerollt", du bist doch noch ganz am Anfang mit deinem EM-Renten-Antrag, wenn die DRV einen Gutachter beauftragt hat, dann muss sie auch dafür sorgen, dass der das Gutachten mal fertig bekommt, das ist doch nicht deine Angelegenheit. :icon_evil:

Ist dir bekannt ob auch von deinen Ärzten mal Berichte angefordert wurden oder hast du bei der Antragstellung medizinische Unterlegen gleich mitgeschickt ???
Mir erscheint die Zeit von der Antragstellung bis zum Gutachter-Termin schon sehr kurz, da kann ich mir nicht vorstellen, dass dort (beim Gutachter) viele medizinische Berichte von dir vorgelegen haben ... :icon_kinn:

Bitte entschuldigt, wenn ich zu ausführlich geschrieben habe. Würde mich sehr über eure Antworten freuen.
Du brauchst dich nicht entschuldigen, wie du siehst gibt es trzdem noch genug offenen Fragen für uns und das werden wohl auch noch nicht die Letzten bleiben.

Bitte bleibe mit ALLEM was du jetzt weiter wissen möchtest HIER in deinem Thema, dann kann man am schnellsten mal nachlesen, wie alles angefangen hat ... denn meine Erfahrungen sagen mir, dass es noch lange nicht ausgestanden ist für dich ...

Bitte schau dich auch noch in anderen, ähnlichen Beiträgen und Themen dazu um, es gibt schon sehr viele Antworten die irgendwo schon mal geschrieben wurden, aber frage unbedingt nach wenn du was nicht finden oder nicht verstehen kannst.

MfG Doppeloma
 
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BaRa

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Hallo Doppeloma,

lieben Dank für deine schnelle Antwort.
Ja, ich bekomme ALG I im Rahmen der Nahtlosigkeit.
Bei Antragstellung (auf Anraten der Ärzte und der Psychologin) habe sich sämtliche Arztbriefe (seit ca. 2013) mit eingereicht. Diese habe ich auch dem Gutachter mit dem Fragebogen vor dem Termin zugesandt.

Die Neurologin hielt mich bisher für nicht rehafähig, solange ich nicht schmerzfrei bin. Deshalb hat sie mich letztes Jahr in die DRK Schmerzklinik Mainz eingewiesen. Leider keine Beschwerdebesserung bei Entlassung. Auch dieser Bericht (9 Seiten) liegt allen Beteiligten vor. Auch dort wurde mir geraten, wenn keine Beschwerdebesserung erfolgt, dann Rentenantrag.

Leider habe ich mich nicht über den Gutachter beschwert. Er hat eine reine Privatpraxis (nur auf Termin). Alle Terminpatienten wurde behandelt, erst dann kam ich dran. War schon völlig am Ende. Nach ca. 1,5 Std. musste ich mich hinlegen. Er kam dann zwischendurch mal rein und begrüßte mich und bat um Geduld.
Als ich dann endlich dran kam fragte er kurz nach meinen Beschwerden und meinem psychischen Zustand. Nachdem ich das kurz schilderte gab ich ihm meine Aufzeichnungen, die mein Mann mit mir ausgearbeitet und geschrieben hatte (Krankengeschichte und -verlauf und Probleme bei der Arbeit, im Haushalt und privat), aktuelles Schmerztagebuch und aktueller Schmerzfragebogen aus Mainz. Das fand er gut, war offensichtlich dankbar und sagte, dass er mir ansieht, dass ich erschöpft bin und nicht richtig sprechen könnte, wollte mich nicht mit weiteren Fragen quälen. Die neurologische Untersuchung sei aber Pflicht und dann war ich fertig.
Als ich anschließend zur Toilette ging habe ich mich vor meinem eigenen Spiegelbild erschreckt, so fertig sah ich aus.

Ehrlich gesagt, ich musste zwar lange warten, aber nach dem Verlauf dort war ich ein wenig der Meinung, dass es vielleicht ganz gut für mich gelaufen wäre und eine Beschwerde wäre ja dann nicht so gut gewesen.

Mit dem "neu aufrollen" meine ich, ob es passieren kann, dass ich wieder einen Termin zu einem anderen Gutachter bekomme, weil dieser kein Gutachten schreibt.

Liebe Grüße
BaRa
 

Doppeloma

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Hallo BaRa,

Leider habe ich mich nicht über den Gutachter beschwert. Er hat eine reine Privatpraxis (nur auf Termin). Alle Terminpatienten wurde behandelt, erst dann kam ich dran.
Du warst auch ein "Termin-Fall", immerhin bekommt der Gutachter dafür Extra-Geld von der DRV und hat dafür zu sorgen, dass die einbestellte Person NICHT ungebührlich lange warten muss ...

Wenn er das nicht einrichten kann (weil seine Privat-Patienten vermeintlich wichtiger sind) dann muss er den Auftrag ehrlicherweise wegen Zeitmangel bei der DRV ablehnen ...

War schon völlig am Ende. Nach ca. 1,5 Std. musste ich mich hinlegen. Er kam dann zwischendurch mal rein und begrüßte mich und bat um Geduld.
Habe ja auch so Einiges erlebt mit den DRV-Gutachtern aber so lange warten musste ich NIEMALS und das hätte ich auch nicht akzeptiert, ob deine "Engelsgeduld" nun irgendwann noch belohnt werden wird, muss sich erst noch herausstellen.

Als ich dann endlich dran kam fragte er kurz nach meinen Beschwerden und meinem psychischen Zustand. Nachdem ich das kurz schilderte gab ich ihm meine Aufzeichnungen, die mein Mann mit mir ausgearbeitet und geschrieben hatte (Krankengeschichte und -verlauf und Probleme bei der Arbeit, im Haushalt und privat), aktuelles Schmerztagebuch und aktueller Schmerzfragebogen aus Mainz. Das fand er gut, war offensichtlich dankbar und sagte, dass er mir ansieht, dass ich erschöpft bin und nicht richtig sprechen könnte, wollte mich nicht mit weiteren Fragen quälen. Die neurologische Untersuchung sei aber Pflicht und dann war ich fertig.
Wie "nett", erst lässt er dich stundenlang "schmoren" und dann freut er sich, dass du genug Material für sein Gutachten mitgebracht hast und hält die eigentliche Begutachtung kurz, weil du schon so fertig bist ...

Als ich anschließend zur Toilette ging habe ich mich vor meinem eigenen Spiegelbild erschreckt, so fertig sah ich aus.
Kann ich mir vorstellen, aber das soll ja nicht der Sinn eines solchen Gutachtens sein ...

Ehrlich gesagt, ich musste zwar lange warten, aber nach dem Verlauf dort war ich ein wenig der Meinung, dass es vielleicht ganz gut für mich gelaufen wäre und eine Beschwerde wäre ja dann nicht so gut gewesen.
Dafür ist es jetzt sowieso zu spät, trotzdem ist es gut, dass dein Mann dabei war (so lese ich das zumindest) und die lange Wartezeit bei Bedarf auch bestätigen könnte ...

Ich hatte auch immer meinen Männe dabei und der war sehr aufmerksam und hat das ganze "Drum-Rum" beobachtet und immer wieder auf die Uhr gesehen.

Wir haben anschließend zusammen immer ein Gedächtnis-Protokoll gemacht und das war später für meinen Anwalt und das Gericht sehr aufschlussreich, besonders dann im Vergleich mit den erstellten Gutachten.
So war mein Männe sehr überrascht, als ich beim DRV-beauftragten Internisten schon nach 17 Minuten wieder vor ihm gestanden habe ... das "Gutachten" war dann auch entsprechend "sparsam", er hatte überwiegend nur aus Befunden und einem alten Reha-Bericht abgeschrieben ...

Angeblich hatte er mich aber sehr gründlich körperlich untersucht und es war "alles in Ordnung", dabei musste ich nicht mal den Pullover ausziehen (es war Winter und ich entsprechend dick angezogen) ... er hat nicht mal den Blutdruck gemessen ..., der angegebene Wert war aus dem Reha-Bericht "übernommen" ... :icon_neutral:

Mit dem "neu aufrollen" meine ich, ob es passieren kann, dass ich wieder einen Termin zu einem anderen Gutachter bekomme, weil dieser kein Gutachten schreibt.
Warum sollte der kein Gutachten schreiben müssen, das ist doch sein Auftrag und die DRV will natürlich auch das Ergebnis haben, wenn er nicht gerade "gestorben" ist inzwischen, dann MUSS er auch das Gutachten liefern, für das er von der DRV beauftragt und bezahlt wird.

Ob du noch zu weiteren Begutachtungen musst hat damit wenig zu tun, das entscheidet die DRV, ob sie noch mehr haben möchte, um zu deiner EM-Rente zu entscheiden.

Ich war direkt bei 2 DRV-Gutachtern (Internist wegen mechanischer Herzklappe), weil der Internist nicht meine Psyche beurteilen konnte und durfte und umgekehrt auch nicht der Psychiater die Herz-OP beurteilen konnte ...

Letztlich stimmten aber beide darin überein, dass ich noch Vollzeit Erwerbsfähig sei und deswegen keine EM-rente brauche, so stand das ja auch schon in dem Reha-Bericht der großzügig zum Abschreiben genutzt wurde, obwohl diese Reha bereits länger als 1 Jahr zurück durchgeführt wurde.

Daher auch oben meine Frage danach, denn vorhandene Reha-Berichte (auch noch deutlich ältere) werden immer mit einbezogen wenn man EM-Rente beantragt, das gilt als "Langzeit-Gutachten" bei der DRV und kann die Entscheidung wesentlich beeinflussen.

Ich musste diese Reha damals machen weil die KK das gefordert hatte, ich wollte das auch nicht und der Bericht war auch nur "pro DRV" geschrieben und hatte mit meinem Reha-Erlebnis sehr wenig bis gar nichts zu tun.

Korrigiert wurde das erst fast 3 Jahre später im Gerichtsverfahren nach 2 weiteren Gutachten, die der Richter dann angeordnet hat.

Ich denke schon, dass die (beweisbaren) Hinweise zum Ablauf der DRV-Gutachten da auch beigetragen haben, dass der Richter sich lieber ein "eigenes Bild" machen lassen wollte, von meinem tatsächlichen Gesundheits-Zustand.

Andeutungen dazu bekam er ja schon in den Berichten von meinen behandelnden Ärzten, dass da wohl so Einiges nicht stimmen kann.

Inzwischen habe ich (seit 2013) die EM-Rente auf "Dauer" und gehe Mitte nächstes Jahr in reguläre Altersrente ...

Vielleicht hat dein Gutachter dich ja wirklich korrekt beurteilt und nun tut sich die DRV schwer das zu akzeptieren, da weiß man nie genau was die daraus machen werden, denn sie müssen sich der Ansicht der Gutachter auch dann nicht anschließen wollen. :icon_evil:

Warte noch etwas ab und bei Bedarf machst du dann (Ende Juli / Anfang August) eine "Untätigkeits-Klage" an das Sozialgericht fertig, dabei wirst du hier sicher die notwendige Hilfe bekommen.

MfG Doppeloma
 
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BaRa

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Hallo Doppeloma,

mein Mann hat mir bei den Aufzeichnungen geholfen, war aber leider nicht beim Gutachten dabei. Habe aber auch auf Anraten meiner Freundin ein Gedächtnisprotokoll geschrieben.

Du hast recht, ich muss jetzt abwarten, aber meine Nerven sind so blank.
Wenn ich da an deinen Weg denke, ob ich dafür noch die Kraft habe?

Danke für die Unterstützung und sobald ich etwas neues weiß gebe ich Bescheid.

Liebe Grüße
BaRa
 

BaRa

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Hallo liebe Doppeloma,

es ist erst einmal vollbracht!
Das Gutachten ist endlich da und die EM-Rente wurde befürwortet. Der Rentenbescheid liegt nun auch vor, befristet bis Ende 2018, Beginn 01.12.2016, also 2 Jahre.

Muss ich mich weiterhin au schreiben lassen? Habe die immer noch für mich abgeheftet.

Liebe Grüße
BaRa
 

Fabiola

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Muss ich mich weiterhin au schreiben lassen? Nein! Habe die immer noch für mich abgeheftet.
Dass Du AU bist, ergibt sich ja sozusagen aus der festgestellten Erwerbsminderug.
Es ist aber wichtig, dass Du weiterhin regelmäßig in Behandlung bist, was Du bei Deinem Krankheitsbild vermutlich sowieso bist. Bei einem notwendigen Verlängerungsantrag in 2018 werden Arzberichte seit Bewilligung der EM-Rente wichtig.
 

Doppeloma

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Hallo BaRa,

am 06.08. hast du geschrieben ...

Das Gutachten ist endlich da und die EM-Rente wurde befürwortet. Der Rentenbescheid liegt nun auch vor, befristet bis Ende 2018, Beginn 01.12.2016, also 2 Jahre.
Beginnen die Renten-Zahlungen (rückwirkend) ab 12 / 2016 oder erst ab dem 07. Monat nach diesem Termin (also Juli 2017) ???

Hast du dich schon damit bei der AfA gemeldet, das ist eine wichtige "Veränderung in deinen persönlichen Verhältnissen", die DRV hat jetzt (per Bescheid) bestätigt, dass du nicht mehr Erwerbsfähig bist.

Damit endet dein Anspruch auf ALGI gemäß Nahtlosigkeit.

ich habe noch eine wichtige Frage. Die Rentenversicherung zahlt für September erst Ende September.
Darum meine Frage oben, gibt es im Bescheid einen Nachzahlungsbetrag oder beginnt dein Zahlungs-Anspruch komplett erst im September ???

Was ich mir kaum vorstellen kann, denn spätestens ab Monat Juli 2017 müsste dein Renten-Zahlungs-Anspruch beginnen, bei einer EM-Rente mit Befristung ab 12/ 2016.

Bitte schau noch mal genau in deinen Bescheid was dazu (Eintritt der EM und Beginn der regulären EM-Rente) angegeben ist.

In der Regel nimmt sich die DRV dann einige Wochen Zeit, um die Erstattungen mit den Vorleistern (KK / AfA) zu regeln, dazu gehört aber auch, dass du dem aktuellen Leistungsträger (AfA) umgehend Mitteilung machst, dass dir eine EM-Rente bewilligt wurde.

Zahlt Ende August noch einmal das Arbeitsamt? Oder muss ich den nächsten Monat ohne Geld auskommen?
Das musst du also umgehend mit der AfA klären, ob die noch zahlen werden, verpflichtet sind sie nicht mehr dazu, du hast ja den Bescheid jetzt schon seit rund 2 Wochen vorliegen ...

Die Abrechnungen mit der DRV könnten längst erledigt sein und dann bekommst du einen eventuellen Rest von der Nachzahlung noch überwiesen.

Da wäre / ist dann auch ein Restbetrag EM-Rente für den Monat August dabei ... ab Tag nach der Aufhebung von ALGI.

Wird denn deine EM-Rente höher sein als das ALGI war oder weniger, davon kann es auch abhängig sein, wie "großzügig" die AfA jetzt mit deinem Mitteilungs-Versäumnis umgehen wird ...

Wenn die AfA weniger zurück bekommt (aus deiner jeweiligen Monatsrente) als sie selbst mal gezahlt hat, mögen die das nicht so sehr ... :icon_evil:

Dann wird man die Leistung sofort aufheben und du bekommst nur noch den Rest für August überwiesen, wäre ja aktuell schon fast der ganze Monat aber das müssen die so natürlich nicht akzeptieren wollen, es gibt eine Informationspflicht zu solchen Dingen.

Ich kann es immer nicht verstehen, dass man nicht daran denkt den Leistungsträger zu informieren der aktuell das Geld zahlt, das erfahren die nicht unbedingt selber von der DRV, dann hättest du wahrscheinlich den Aufhebungsbescheid schon bekommen.

Es gibt also entweder noch komplett ALGI für August ODER eine Mischung aus dem Rest-ALGI und dem Anteil deiner EM-Rente für den August.

Ob die das nun noch alles bis Ende des Monats (August) schaffen werden, weiß ich nicht aber du wirst nicht komplett ohne Geld dastehen bis Ende September dann die erste komplette Monatsrente überwiesen wird. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
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BaRa

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Ihr Lieben,

nun fällt die Verlängerung an. Die Knappschaft hat mich angeschrieben mit einem Formular, das ich ausfüllen und zurücksenden soll mit allen aktuellen Befundberichten, um die Sache zu beschleunigen. Es ist aber nicht der übliche Verlängerungsantrag, den man im Netz herunterladen kann, auch keine Selbsteinschätzung und kein Formular für den behandelnden Arzt. Es sind nur ein paar Fragen wie Beschwerdebesserung ja/nein, arbeiten Sie ja/nein, behandelnde Ärzte etc. Im Brief steht als Absender auch schon ein Sachbearbeiter drin. Sonstige Post war immer nur allgemein im Absender gehalten.
Jetzt meine Frage: Was soll ich und was sollte ich nicht mitschicken? Anschreiben, Schmerzfragebogen aktuell ausgefüllt, Tagesablauf? Möchte die Sache gerne beschleunigen. Dann wissen die sofort wie besch... es mir geht.
Sollte ich vielleicht mal dort anrufen und nach dem Formular für den behandelnden Arzt fragen. Dann kann ich das auch schon mal weitergeben?
Es wäre ganz lieb von euch, wenn ihr mir hier bitte weiterhelfen könnt. Bin jetzt schon wieder fix und fertig.

Liebe Grüße
BaRa
 

Doppeloma

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Hallo BaRa,

willkommen zurück :welcome: und danke, dass du hier nun deine weiteren Fragen stellen wirst, die Vorgeschichte hilft sicher auch anderen Usern sich da besser reinzufinden.

nun fällt die Verlängerung an. Die Knappschaft hat mich angeschrieben mit einem Formular, das ich ausfüllen und zurücksenden soll mit allen aktuellen Befundberichten, um die Sache zu beschleunigen.
Das entspricht soweit auch der Vorgehensweise bei der DRV, dass man ein Schreiben und die Hinweise / Antrag zur Verlängerung bekommt (sofern man meint die beantragen zu müssen).

Es ist aber nicht der übliche Verlängerungsantrag, den man im Netz herunterladen kann, auch keine Selbsteinschätzung und kein Formular für den behandelnden Arzt.
Kann durchaus sein, dass die Knappschaft da eigene Formulare verwendet und der Selbst-Einschätzungsbogen ist auch eher ein (Unnötiges) "Beiwerk" der DRV, den füllen aber Viele dort auch nicht aus, weil es eigentlich keinen Sinn ergibt.
Ich habe den damals gleich "entsorgt" ...

Wenn keine Formulare für Befundberichte beigefügt wurden, die du deinen Ärzten geben sollst, dann sind einfach Berichte gemeint, die JEDER Arzt zu seinen Patienten und den laufenden Behandlungen auch so haben muss.

Die kannst du dir beim Arzt aus der letzten Zeit ausdrucken lassen als "Nachweis", dass du weiterhin in Behandlung bist und weswegen ... das fügst du dann in Kopie einfach dem ausgefüllten Antrag bei.

Es sind nur ein paar Fragen wie Beschwerdebesserung ja/nein, arbeiten Sie ja/nein, behandelnde Ärzte etc.
Ist vom Inhalt her also durchaus vergleichbar mit den Fragen, die auch von der DRV dann gestellt werden ... aktuelle Ärzte angeben, warum (und WANN) man dort zuletzt gewesen ist und die Frage nach "Besserung" würde ich einfach mit "NEIN" beantworten und auf die beigefügten aktuellen Arzt-Unterlagen hinweisen.

Man will ja vorwiegend nur wissen, was seit der Erstbewilligung so gesundheitlich gewesen ist und ob du noch weiterhin in Behandlung bist.
Bei Bedarf kann sicher auch die Knappschaft noch selber bei den Ärzten nachfragen.

Die Fragen nach Arbeit (neben der Rente) gab es auch, die konnte ich alle mit NEIN beantworten, ich war gar nicht in der Lage zusätzlich was zu arbeiten.
Aber einige Stunden die Woche dürfte man ja und so will die Knappschaft natürlich auch dazu Antworten haben.

Nicht alle Fragen müssen immer auch "persönlich auf dich" zutreffend sein, die kann man dann einfach auslassen (durchstreichen) oder eben mit "NEIN" beantworten, diese Anträge sollen ja immer für viele verschiedene Fall-Konstellationen verwendbar sein.

Im Brief steht als Absender auch schon ein Sachbearbeiter drin. Sonstige Post war immer nur allgemein im Absender gehalten.
Ist doch gut wenn du gleich einen direkten Bearbeiter / Ansprechpartner hast dafür, dann weißt du bei Rückfragen auch gleich, an wen du dich dafür wenden kannst.

Jetzt meine Frage: Was soll ich und was sollte ich nicht mitschicken? Anschreiben, Schmerzfragebogen aktuell ausgefüllt, Tagesablauf? Möchte die Sache gerne beschleunigen. Dann wissen die sofort wie besch... es mir geht.
Übertreibe es nicht, wenn du von deinen Ärzten ein paar aktuelle Behandlungsberichte (in Kopie) beifügen kannst sollte das erst mal genügen, wem es so schlecht geht der kann auch dafür keinen großen "Aufwand betreiben", das nun umfangreich beweisen zu wollen.

Sollte ich vielleicht mal dort anrufen und nach dem Formular für den behandelnden Arzt fragen. Dann kann ich das auch schon mal weitergeben?
Wenn man das unbedingt gewollt hätte, wären die Formulare bereits dabei gewesen und bitte mach auch dort NUR ALLES schriftlich, Anrufe bringen meist NICHTS in diesen Angelegenheiten. :icon_evil:

Die SB sind auch keine Ärzte und werden das bei Bedarf noch an den med. Dienst der Knappschaft weitergeben (müssen) und die entscheiden dann, ob die medizinischen Unterlagen schon ausreichen oder ob noch was gebraucht wird.
Tagesablauf und Schmerzfragebogen würde ich nicht mitschicken, wichtiger sind einige (wenige) ärztliche Unterlagen zu deinem aktuellen Befinden.

Was man selber so meint dazu hat meist wenig Bedeutung für diese Entscheidungen ... wäre höchstens ergänzend für eine Begutachtung zu überlegen aber darum geht es ja im Moment gar nicht.

Es wäre ganz lieb von euch, wenn ihr mir hier bitte weiterhelfen könnt. Bin jetzt schon wieder fix und fertig.
Das geht wohl Jedem so der die Verlängerung beantragen muss, meist geht das aber ziemlich problemlos und schnell "über die Bühne", ich brauchte allerdings nur eine Verlängerung beantragen und bekam dann die EM-Rente direkt "unbefristet" weiterbewilligt.

Hätte ich auch nie für möglich gehalten, wo man mich erst bis zum Gericht "geschleift hatte damit" ... ich habe GAR NICHTS weiter mitgeschickt, nur den Antrag ausgefüllt und unterschrieben und der neue Bescheid war nach knapp 2 Wochen schon im Briefkasten.

So kann es auch laufen, also immer schön "optimistisch" bleiben.

MfG Doppeloma
 

BaRa

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Hallo Doppeloma,

vielen Dank für deine ausführliche Antwort und die aufbauenden Worte. So werde ich es machen. Mein Anruf wegen der Berichte beim Hausarzt hat ergeben, dass die Knappschaft wohl schon angefragt hatte und meine Ärztin hat auch schon was hingeschickt, ist aber noch 2 Wochen im Urlaub. Leider habe ich dort aber nicht den letzten Bericht der Neurologin bekommen. Der liegt noch nicht vor von Anfang Juli. Die ist aber auch noch bis nächste Woche im Urlaub. Ob ich die Berichte, die ich nun habe abschicke mit dem Hinweis, das Neurologin in Urlaub oder warten bis nächste Woche?

Vielen Dank und liebe Grüße
BaRa
 
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