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EM-Rente: Auch Entscheidungen nach "Aktenlage"

E

ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Kennt jemand solche Fälle, wo ein "Kandidat" auf EM-Rente nicht zum ärztlichen Gutachter der RV mußte?

:icon_kinn:

Würde mich halt mal interessieren............

Gruß... :rolleyes:
 

Yukonia

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#2
Kennt jemand solche Fälle, wo ein "Kandidat" auf EM-Rente nicht zum ärztlichen Gutachter der RV mußte?
Gruß... :rolleyes:
Also ich wurde vom JC zu einem Gutachter geschickt. Beim Rentenantrag haben die dann nach Aktenlage entschieden. Das Gutachten des JC war aber da noch sehr frisch. Beim Weiterbewilligunggsantrag wurde ich auch nicht zum Gutachter geschickt.
 

Muzel

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#3
Viele Behörden entscheiden nach Aktenlage. So ein Gutachten ist immer anfechtbar. Vor Gericht taugt es nichts.
 

Doppeloma

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#4
Hallo Muzel,

Viele Behörden entscheiden nach Aktenlage. So ein Gutachten ist immer anfechtbar. Vor Gericht taugt es nichts.
Die Gutachten der DRV taugen auch sonst (meist) nicht viel, die beauftragten Gutachter entscheiden /begutachten zu oft eher im Interesse der DRV ...

Dass ein JC-GA die EM-Rente bewirkt hat lese ich zum ersten Mal ... da steht doch fast nichts drin ...:wink: ich nehme mal an, dass (mit der umfassenden Schweigepflichtentbindung auf dem Antrag) die DRV sich anderswo die erforderliche "Aktenklage" besorgt hat.

Das wäre zumindest kein wirklich typischer Ablauf ... allgemein wird EM-Rente eher selten nach Aktenlage bewilligt, meist nach Reha-Berichten (DRV-Rehas) und /oder nach eigenen DRV-Gutachten von dafür ausgesuchten Gutachtern ...

Ich hatte ne Reha und zwei DRV-Gutachten, die EM-Rente wurde daraufhin abgelehnt (beantragt wurde sie, weil ein AfA-Gutachten meinte ich sei voll EM) ... geklärt wurde das letztlich fast 3 Jahre später am Gericht, durch zwei gerichtlich angeordnete Gutachten ...

Dann bekam ich die EM-Rente, diese Gutachter fanden das alles nicht so schlüssig, was die anderen (von der DRV) geschrieben hatten ... :icon_evil:

Die waren eher auf Seiten der AfA - Begutachtung und meiner Ärzte ...

Es gibt meist keinen "leichten und problemlosen" Weg in die EM-Rente, Ausnahmen bestätigen auch hier wie immer die Regel ...:icon_neutral:

MfG Doppeloma
 

saurbier

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#6
Hallo Cerberus,

ist kann hier nur wieder der Doppelpma zustimmen.

Ich hatte 1998 5 DRV Ärzte die mich kaputt schrieben und bin aus jeder Massnahme der DRV als weiterhin Krank entlassen worden.

Hat alles nichts gebracht, die sind trotzdem vor Gericht gezogen um die Rente zu verhindern.

Dort hat dann der Gerichtsgutachter sich wieder den Ausführungen der bisherigen DRV Ärzte als auch der eigenen angeschlossen und dem folgte nun auch der Richter, damit bekam ich meine BU-Rente.

2011-Sommer 2012 war ich dann wieder durch einen Unfall längere Zeit Krank und infolge einer OP im KH mit anschließender Reha die ich wieder einmal mit AU abschloss, aber auch der Ankündigung einer neuerlichen OP.

Prompt kam ein Aruf von der DRV, dass man mich jetzt in die volle EMR schicken werde.

Im Demzember 2012 erhielt ich dann den Bescheid, volle EMR aber mit dem Zusatz Arbeitsmarktrente bis Sommer 2014.

Nun 4 Monate vor Ablauf der vollen EMR bekam ich die Unterlagen für die Weiterbewilligung zugeschickt, welche ich ausfüllte und mit den Berichten meines behandelnden Arztes (Hausarzt) an die DRV zurück schickte.

1 Woche später hatte ich den neuerlichen Bescheid zur vollen EMR Arbeitsmarktrente bis Sommer 2017 in den Händen.

Also wie der DRV verfährt, dass kann leider keiner zu 100% im voraus sagen, mal wollen die ein Gutachten durch den eigenen Gutachter, mal reicht eine Anfrage bei den behandelnden Ärzten, mal der Abschlussbericht einer Reha.

Die DRV sollte man einfach als Wundertüte betrachten.

Kommt ein nicht passendes Ergebnis, dann hat man ja das Recht mittels Widerspruch den Klageweg (sehr langer Weg) zu beschreiten, wie bei jeder Behörde.


Gruss saurbier
 
E

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Gast
  Th.Starter/in  
#7
Übrigens begann der Termin bei der AfA-SB gestern mit ihren sinngemäßen Worten: "Sie wollten doch die EM beantragen... bla, bla...?" :icon_eek:

Häh???

Mich haut's von den Socken! Wer wollte das? Das wollte jemand, der keinen Plan hat, was er mit mir anfangen soll.

Naja, sind nur Worte, aber so wird das rumgedreht. :wink:

Nun haben wir also wieder das Geschiebe u. Gezerre zwischen DRV und AfA. Wer will den unnützen "Kostgänger" übernehmen? :icon_mrgreen:

Immerhin scheint man mit laufendem Rentenantrag einigermaßen Ruhe zu haben. Das ändert sich seitens der AfA bestimmt, sollte der Antrag abgelehnt werden.
 

JulieOcean

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#8
Immerhin scheint man mit laufendem Rentenantrag einigermaßen Ruhe zu haben. Das ändert sich seitens der AfA bestimmt, sollte der Antrag abgelehnt werden.
Mir ist beim SoVD gesagt worden, dass man auch im Falle von Widerspruch oder Klage Ruhe vor dem JC hat. Das sollte wohl auch für die AfA gelten.

Begründung: Über deine Erwerbsfähigkeit entscheidet die DRV. Die hat zwar mit der Ablehung deines Antrages gegen dich entschieden, legst du aber Widerspruch oder Klage ein, ist die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit wieder in der Schwebe.

Ich habe zum Glück seit meinem Rentenantrag und auch jetzt im laufenden Widerspruchsverfahren weit gehende Ruhe vor dem JC.
 
E

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  Th.Starter/in  
#9
Begründung: Über deine Erwerbsfähigkeit entscheidet die DRV. Die hat zwar mit der Ablehung deines Antrages gegen dich entschieden, legst du aber Widerspruch oder Klage ein, ist die Beurteilung der Erwerbsfähigkeit wieder in der Schwebe.

Ich habe zum Glück seit meinem Rentenantrag und auch jetzt im laufenden Widerspruchsverfahren weit gehende Ruhe vor dem JC.
das ist auch bei mir der Fall. mein Verfahren geht ja schon Jahre. ich leg allerdings dem JC immer wieder meine aktuellen AU-Bescheinigungen vor.
 

HajoDF

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#10
Wenn die medizinische Faktenlage sehr eindeutig ist, kann der RV auf eigene Begutachtung verzichten.
 

saurbier

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#12
Hallo Cerberus,

du schreibst AfA-SB. Dann darf ich wohl davon ausgehen, das du noch im Leistungsbezug des ALG-I bist, oder.

Also zuerst sein mal erwähnt, dass dir niemand genaue Auskunft darüber geben kann, wie lange ein EMR-Antrag benötigt bis er durch ist (Bewilligt).

Beim einen geht das Blitzschnell, beim anderen dauert dies Jahre bis Widerspruch, Klage vor dem SG mit anschließendem Verfahren gar vor dem LSG zu endgültigen Bewilligung durch sind.

Doppeloma kann dazu auch so einiges erzählen/schreiben.

Auch bei mir ging es bei ersten Mal (BU-Rente) gleich bis zum LSG und das dauerte dann fast 5 Jahre bis alles durch war.

In der Regel zahlt die AfA weiter, wenn ein Widerspruchsverfahren läuft (muss aber nicht unbedingt so sein) und lässt einen in Ruhe.

Nachdem das ALG-I ausgelaufen ist und sofern noch keine Entscheidung vorliegt, bleibt halt nur das Jobcenter mit ALG-II, weil eben ja immer noch ein Restleistungsvermögen (3-6 Std./tägl.) vorliegt.

Das Jobcenter ist aber nicht die AfA und dort ist der Umgangston halt entsprechend härter.

Gleichwohl können die nichts gegen die gesundheitlichen Einschränkungen des äD-Gutachtens machen auf welche man sich notfalls immer berufen sollte.

Sind die gesundheitlichen Einschränkungen (auch persönlich gemessen) hoch, dann sollte man sicherlich versuchen mit dem behandelnden Arzt weiterin AU zu bleiben und die Bescheinigungen auch dem Jobcenter SB vorlegen.

Hier dürfte dann ggf. auch ein SchwerB-Ausweis seitens des Versorgungsamtes nicht von Nachteil sein, weil damit wiederum die Arbeitsangebote eingeschränkt werden (selbst erlebt).

Es bleibt also die Frage offen, wie Krank du bist ggf. nach Einschätzung des äD der AfA in Abhängigkeit deines aktuellen Alters, gleichwohl dies für die DRV wiederum völlig irrelevant ist.

Die DRV selbst verlässt sich nur eben nur auf eigene Begutachtungen und medizinische Berichte wie zum Beispiel einem Reha-Entlassungsbericht, in welchem deren Ärzte dann eine entsprechende Prognose bzw. Einschränkung für den allgemeinen Arbeitsmarkt ja abgeben (z.B. unter 3 Std./tägl. oder 3-6 Std./tägl. oder eben über 6 Std./tägl. Arbeitsfähig mit bzw. ohne entsprechende Einschränkungen.

Bist du dort mit 3-6 Std./tägl. auf Dauer entlassen worden, wird man prüfen ob eine Teil-EMR in Betracht kommt und dazu sicherlich noch die AfA konsultieren ob überhaupt bzw. in näherer Zukunft eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitstelle vorhanden ist um dann ggf. eine Arbeitsmarktrente zu bewilligen. Bei unter 3 Std./tägl. käme eh nur eine volle EMR in Frage. Schlecht sieht es allerdings bei über 6 Std./tägl. aus, da dort kein Grund für eine Verrentung gesehen wird.

Hier müsste man dann mit eigenen Gutachten gegen an kämpfen, leider.

Die Fallstricke sind eben überall eingebaut und man muss sie nur rechtzeitig finden und sich dagegen zu Wehr setzen.


Gruss saurbier
 
E

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  Th.Starter/in  
#13
Schwerbehindert bin ich schon lange u. laut einem früheren Gutachten des ÄD der Arbeitsagentur darf ich außer ruhig sitzen nicht mehr viel machen. :wink: Daher kommen die mir auch ständig mit ihrem Pförtner-Mist.

Auch ein Antrag auf EM-Rente lief schon mal vor rund sieben Jahren. Wurde damals abgelehnt. Dann Widerspruch, auch nicht akzeptiert. Das ging so über ein halbes Jahr, glaube ich.

Auch der Gutachter der DRV stellte damals übrigens einige Einschränkungen fest.

Die Ablehnung wurde in der Hauptsache damit begründet, daß ich schon alles mögliche gearbeitet hätte und also stünde mir der Arbeitsmarkt offen. So hieß das damals wirklich! Hätte ich dagegen immer schön trottelig u. stur nur einen Beruf ausgeübt.......... tja, dann wären meine Chancen besser gewesen.

Reha oder Kur oder irgend etwas habe ich in meinem Leben noch nie gemacht, allerdings auch nicht nachgefragt.
Ich war ja als Halbtoter vor vielen Jahren, als der Typ 1 - Diabetes erkannt wurde, nicht mal im Krankenhaus.

Hier müsste man dann mit eigenen Gutachten gegen an kämpfen, leider.
Wer bezahlt einem denn ggf. sowas?
 

noah

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#14
Ich bin Mitte 2013 aus einer Reha als arbeitsfähig (3-6 Stunden) entlassen worden und daher im ALG I-Bezug gelandet (wäre ohnehin kurze Zeit später "ausgesteuert" worden).

Ich habe dann einige Monate später einen Antrag auf Teil-EMR (50%) gestellt. Jetzt kam der Bescheid: ich erhalte eine volle EMR. Zwar zeitlich befristet, aber das ist ja wohl Usus. Ich bin jedenfalls mehr als erstaunt! :biggrin:
 
E

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  Th.Starter/in  
#15
Ich bin Mitte 2013 aus einer Reha als arbeitsfähig (3-6 Stunden) entlassen worden und daher im ALG I-Bezug gelandet (wäre ohnehin kurze Zeit später "ausgesteuert" worden).

Ich habe dann einige Monate später einen Antrag auf Teil-EMR (50%) gestellt. Jetzt kam der Bescheid: ich erhalte eine volle EMR. Zwar zeitlich befristet, aber das ist ja wohl Usus. Ich bin jedenfalls mehr als erstaunt! :biggrin:
Da lief es ja gut!
 

Muzel

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#16
Eindeutige Aktenlage Gutachten, gibt es eigentlich nicht. Ein Arzt kann nicht feststellen, was ein Patient wirklich hat, den er nicht gesehen hat. Das ändert nichts daran, dass dies praktiziert wird. Man muss sie angreifen und das sollte möglich sein z. B persönliche Untersuchung.
 

Doppeloma

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#17
Hallo Cerberus,

Nun haben wir also wieder das Geschiebe u. Gezerre zwischen DRV und AfA. Wer will den unnützen "Kostgänger" übernehmen?
Nun mal langsam, zwischen DRV und AfA wird gar nichts "geschoben" (jedenfalls nicht wenn man sich nicht schieben lässt), solange die DRV nicht definitiv (also per schriftlichem Bescheid) die EM bescheinigt hat ist man lt. Gesetz Minimum die erforderlichen 3 Stunden Erwerbsfähig und gehört in das SGB II.

Sogar mit Teilweiser EM-Rente bleibt das so, denn man könnte ja noch 3 bis UNTER 6 Stunden Erwerbstätig sein... nur muss dieser Job dann "leidensgerecht und versicherungspflichtig sein" aber das ist schon wieder ein anderes Thema ... :icon_hihi:

Immerhin scheint man mit laufendem Rentenantrag einigermaßen Ruhe zu haben. Das ändert sich seitens der AfA bestimmt, sollte der Antrag abgelehnt werden.
Kommt drauf an, denn bei der AfA bekommt man ja generell nur eine begrenzte Zeit ALGI, danach bleibt ja nur noch das JC mit ALGII übrig, sofern man dort überhaupt Anspruch hat (Bedürftig und mittellos ist) sonst bekommt man gar nichts mehr ... von Niemandem, bis die DRV mal einlenken würde ...

Wie ich schon öfter geschrieben habe, wurden wir (mein Männe und ich) nacheinander schwer krank, irgendwann ausgesteuert und landeten am Ende für fast 2 Jahre beim zuständigen JC ...

Bei Männe dauerte es insgesamt fast 5 Jahre und 2 EM-Renten-Anträge bis er die Rente auch endlich bewilligt bekam ... die AfA wollte ihn "vermitteln" (als Pförtner), obwohl er im festen Arbeitsverhältnis war (als Pförtner :icon_hihi:) und das sogar gemäß der DRV-Gutachten gar nicht mehr machen sollte ...

Was genau er statt dessen noch machen sollte, am "allgemeinen Arbeitsmarkt" wusste eigentlich keiner so genau, aber auf jeden Fall war er (lt. DRV) Vollzeit Erwerbsfähig ... erst im 2. Anlauf bemerkte man dann 6 Monate nach Antragstellung "plötzlich und unerwartet", dass er komplett Erwerbsgemindert ist und er bekam die EM-Rente sofort VOLL und OHNE Befristung bis zur Altersrente ...

Das war gut ein Jahr, nachdem er wegen "Aussichtslosigkeit" die Klage am SG zurück nehmen musste, denn leider war auch der gerichtliche GA (in seinem Falle) ein Ar*** vor dem Herrn und blies mit in das Horn der DRV ... er sollte "Falt- und Klebearbeiten machen oder Maschinen reinigen" ... wo das stattfinden sollte und wie (mit chronischer Schmerzkrankheit /mehreren Rücken-OPs) blieb sein Geheimnis ...
:icon_neutral:

Diese ganzen fast 5 Jahre war er von unserer Hausärztin ohne Unterbrechung AU geschrieben, was spätestens auch dem JC jede "Gegenwehr" unmöglich machte ... nur der MDK der KK kann eine AU-Bescheinigung tatsächlich anzweifeln / aufheben und die (KK/MDK) interessiert das nach der Aussteuerung auch nicht mehr besonders, wie lange man dann noch AU geschrieben wird ... :icon_evil:

So glaubten wir, dass es bei mir dann wenigstens "besser" laufen würde aber das war ein fataler Irrtum ... bis zum Gericht musste ich auch, war fast 3 Jahre (von meinem Psychiater) durchgehend AU-geschrieben ... mich hat die AfA aber komplett in Ruhe gelassen, auch als der EMR-Antrag abgelehnt wurde, habe natürlich Widerspruch eingelegt, der wurde nach fast einem Jahr "Bearbeitung" auch abgelehnt ...

Da war mein ALGI (altersgemäß 1,5 Jahre Anspruch) fast abgelaufen, und wir mussten zum JC oder "unter die Brücke" ... Ich war auch noch immer fest angestellt (CallCenter) sollte diesen Job aber auch nicht mehr ausüben, was "Anderes" sollte es sein, ganz leicht, ohne besondere Anforderungen und Belastungen (also eigentlich ohne wirklich was arbeiten zu müssen ...:icon_mad:), solche "Angebote" gab es weder bei der AfA noch beim JC ...

Ob es beim JC von Bedeutung war, dass die Arbeitsplätze noch vorhanden waren weiß ich nicht, wir haben denen (bei der Antragstellung) mitgeteilt was Sache ist Richtung EMR-Anträge, die AU vorgelegt (einmalig am Beginn) und ansonsten nur noch die erforderlichen Weiterbewilligungs-Anträge pünktlich abgegeben ... und die Widersprüche gegen falsche Bescheide ...

Eingeladen wurden wir nie, mein Männe bekam dann Anfang 2011 seinen Bescheid von der DRV, leider konnten wir von seiner Rente nicht beide leben, also musste ich noch weiter im SGB II-Bezug bleiben ... ER hatte ja als VOLL-EM-Rentner keinen Anspruch mehr ... Grusi bekam er aber auch nicht, dafür war ich noch "zu reich" (SGB II-Schonvermögen) ...

Im Sommer 2012 war dann endlich auch meine Rente durch (Arbeitsmarktrente auf Zeit/Teilweise EM auf Dauer) und plötzlich rief unsere "Vermittlerin" an (wir wussten gar nicht, dass wir eine haben ???) man müsse uns doch endlich mal einladen und wegen "Vermittlung" sprechen ...

Naja, mein Männe wollte nicht mehr wegen Vermittlung mit ihr sprechen (und auch sonst nicht), fragte nur, ob ihr entgangen sei, dass er bereits über ein Jahr EM-Vollrentner ist ...

Dann versuchte sie es bei mir ... aber ich wusste da schon, dass meine Berentung nun nur noch eine Frage der Zeit sein könnte und speiste sie mit entsprechenden "Andeutungen" ab, sie legte dann ziemlich verwirrt auf ... und grübelt wahrscheinlich heute noch ... ;-)))

Inzwischen kann ich darüber lachen und zumindest beim JC ist eine AU-Bescheinigung eine sichere Bank und darf von denen gar nicht "ausgehebelt" werden, was immer deren Ärzte dazu auch begutachten ist uninteressant, solange der eigene Arzt diese Bescheinigung aufrecht erhält können die GAR NICHTS dagegen machen, müssten dafür dann den KK-MDK beauftragen ...

Und wer einen EM-Renten-Antrag laufen hat (in welchem Bearbeitungsstadium auch immer), der sollte auch (mindestens) einen Arzt haben, der da standhaft an seiner Seite ist und ihm die AU bescheinigt ohne wenn und aber, ansonsten muss man sich fragen (lassen), ob man denn wirklich so krank ist, dass man die EM-Rente bekommen sollte ...:icon_kinn:

Eine lange AU ist zwar (bei der DRV) kein Garant dafür die EM-Rente zu bekommen, aber ohne AU stellt man sich dem Arbeitsmarkt im Prinzip Arbeitsfähig Vollzeit zur Verfügung (auch beim JC), warum sollte die DRV da eine EM-Rente bewilligen, eine Bemerkung hören DRV-Gutachter besonders "gerne", wenn man keine AU-Bescheinigung hat ...

"Wozu sagt mein Arzt, ich bekomme doch Hartz 4 und gehe sowieso nicht arbeiten" ... damit kann man die EM-Rente dann auch direkt vergessen ...

MfG Doppeloma
 
E

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  Th.Starter/in  
#18
... und grübelt wahrscheinlich heute noch ...
Das glaube ich, ehrlich gesagt, eher nicht. :wink:

---------------------------------------------------------------

AU bin ich nicht mehr. Vielmehr habe ich die Schnauze voll von sog. "Fachärzten", die auf dem Schlauch stehen, wenn etwas mehr als Schnupfen u. Heiserkeit anliegt.

Ich bin weder nochmal beim Orthopäden, noch beim Hausarzt aufgetaucht.
 
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#19
Nach Allem, was ich so mitbekommen habe, gibt es eine Faustformel:

Je geringer die EM Rente, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Bewilligung und umgekehrt.

Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, dass Jobcenter es steuern, ob eine EM Rente bewilligt wird oder nicht.
Nur ein persönlicher Eindruck.
 
E

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#20
Nach Allem, was ich so mitbekommen habe, gibt es eine Faustformel:

Je geringer die EM Rente, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Bewilligung und umgekehrt.
Hmm..., das könnte ganz gut sein.

Bei mir wären das wohl so zwischen 800 u. 900 Öcken pro Monat.

Also nicht die Welt, dank 15 Jahre Dienstleistungsbranche.
 

Snickers

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#22
-EM Rente beantragt, wurde nach ca. 4 Monaten abgelehnt

-Widerspruch alleine eingelegt, nach Überlegung ohne VDK

-Dann zum Gutachter

- Für 15 Monate volle EM Rente bewilligt

- Weiterbewilligungsantrag gestellt

- Nach 3 Wochen kam der neue Bescheid, mit einer Verlängerung von weiteren 2 Jahren
 
E

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#23
Nach Allem, was ich so mitbekommen habe, gibt es eine Faustformel:

Je geringer die EM Rente, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Bewilligung und umgekehrt.

Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, dass Jobcenter es steuern, ob eine EM Rente bewilligt wird oder nicht.
Nur ein persönlicher Eindruck.

Die DRV wird sich bestimmt nicht in ihre "Entscheidungskompetenz" von irgendwelchen JC reinreden lassen nach dem Motto: Also bei der, bei dem machen se mal ne Bewilligung...

Das ist ja nun totaler Quatsch! Was den Zusammenhang einer Bewilligung der Rente mit der Höhe der Summe angeht ist auch nicht bewiesen!

Da gibt es nur "Mutmaßungen"...

Um mit den Worten von Muzel zu sprechen: Die DRV ist ein Buch mit sieben Siegeln.....;-)


liesa
 

Snickers

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#24
Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, das die DRV schneller bewilligt wenn Jemand keinen Anspruch hat!

JC muss dann nicht bezahlen und die DRV auch nicht...........passt schon.
 
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#25
Immerhin könnte ich mir ja als Notlösung mal einen Minijob suchen. Vielleicht finde ich was.

Warum:

- Die EM-Rente wäre eh nicht hoch, wenn man sie denn überhaupt bekommt.

- Ab Ende nächsten Jahres würde ich andernfalls ins ALG II rutschen.

Hatte schon mal einen Aushilfsjob u. praktisch noch Geld vom JC dazu bekommen. Ich weiß, daß die mir bei einem Minijob mit 450 Euro derzeit (nur) rund 350 Euro zuzahlen müßten, u.a. wegen meiner sehr geringen KdU.

Damals war man mit meinem Minijob zufrieden. Ich bekam nicht viel, war aus der Statistik (wurde geführt als "Arbeitslosengeld ohne Arbeitslosigkeit"), wie ein Aufstocker im Prinzip, pauschal über AG versichert...... was wollen die mehr bei einem 57-jährigen Schwerbehinderten mit miserablen Vermittlungschancen?

:icon_kinn:

Das wäre eine Schiene, die ich fahren u. mit der ich persönlich leben könnte, wenn die DRV nicht mitspielt.
 

Snickers

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#26
Ich würde versuchen die EM Rent durchzudrücken..........ab dem 01.07.2014 gibt es ja auch noch einmal 45,- dazu für "Neue".

Dann kannst Du dir immer noch einen Minijob besorgen.
 
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#27
Ich würde versuchen die EM Rent durchzudrücken..........ab dem 01.07.2014 gibt es ja auch noch einmal 45,- dazu für "Neue".

Dann kannst Du dir immer noch einen Minijob besorgen.
Genau. :wink:

Deswegen:

Das wäre eine Schiene, die ich fahren u. mit der ich persönlich leben könnte, wenn die DRV nicht mitspielt.
 
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#28
Nach Allem, was ich so mitbekommen habe, gibt es eine Faustformel:

Je geringer die EM Rente, desto höher die Wahrscheinlichkeit der Bewilligung und umgekehrt.

was eigentlich nicht sein dürfte. aber ich hab das auch von andern schon mitbekommen, da geht das oft rasant in die EM-Rente, wenn die Rente sehr niedrig oder die Grundsicherung etc. komplett zahlen muss und die DRV diesen EM-Rentnern keine Renten zahlen muss.
umgekehrt, wie in meinen Fall, ich wäre dann komplett aus dem Leistungsbezug von ALG II und Grundsicherung etc. raus. heisst, ich würde von denen keinen Cent mehr bekommen. dauert das. in 2 Tagen werden es 4 Jahre.
 

Snickers

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#29
Wenn sie nicht mitspielt oder nicht sofort bewilligt?

Ist Dein Spiel.............nicht aufgeben!
 
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#30
Wenn sie nicht mitspielt oder nicht sofort bewilligt?
Spätestens dann, wenn meine rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Je nach Minijob könnte ich mir auch vorstellen, wenn nicht sofort bewilligt wird, oder nach Ablehnung des Widerspruchs, das letzte "Stück" bis zur Altersrente für Schwerbehinderte als Aushilfe "rumzuwurschteln". :wink:
 
E

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#31
Also ich meine jeder ist froh wenn seine Rente bewilligt wurde! Und umsonst oder aus dem Grund: Ach, der bekommt ja von uns gar nix oder nur 100 Euro, also winken wir das durch, bekommt niemand Rente!





liesa
 

saurbier

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#32
Also ich kann euch aus eigener Erfahrung im Bekanntenkreis sagen, dass die DRV auch bei kleiner EMR den Weg eines langen Pozessverfahrens (ging bis zum LSG) nicht scheut.

Da scheint man eher in Gottes Hand zu sein, denn die Wege der DRV sind eben unergründlich.

Für Cerberus kann ich nur sagen, was Doppeloma auch schon teilweise ausgeführt hat.

Eine dauerhafte AU ist sicherlich der beste Weg und heute scheint es dank der Arbeitsmarktrente bei einigen dann auch manchmal etwas leichter zu laufen, wenn eben alle Fakten passen.

Ich z.B. hab schon seit 1998 eine BU (heute nur noch Teil-EMR) und nachdem ich 2011 einen Unfall hatte in dessen Folge ich mich einer OP mit anschließender Reha unterziehen durfte, kam eben wegen der andauernden AU und dem negativen Rehabericht mit weiterhin anhaltender AU (fast 2 Jahre) und erneut anstehender OP die Bewilligung einer vollen EMR-Arbeitsmarktrente auf meinem EMR-Antrag hin.

Und auch der Weiterbewilligungsantrag (3Jahre) wurde binnen einer Woche entschieden, eben weil aktuell keine solzialversicherungspflichtige Teilzeitarbeit vorhanden ist.

Wenn du damals schon schlecht dagestanden hast und man dir immer mit "Pförtner" kam, ja warum has du dich nicht länger Krank schreiben lassen.

Man muss schon Argumente bieten, will man den Weg in eine Teil-EMR bzw. volle EMR gehen.

Ob die Ärzte fähig sind oder nicht, wichtig ist hier wohl eher der behandelnde Hausarzt der hinter einem stehen sollte, wie Doppeloma ausgeführt hat.

Wenn man dir jetzt bei der AfA wieder mit bestenfalls noch "Pförtner" kommt, dann würde ich umgehend einen EMR-Antrag stellen.

Sollte die DRV dann bestenfalls eine Teil-EMR bei dir sehen, dann könnte daraus auch eine volle EMR-Arbeitsmerktrente entstehen, eben weil die AfA aktuell keine Vermittlungsmöglichkeit in eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit bei dir sieht.

Wenn du dann bei wohlmöglich 800,- bis 900,-€ Rente noch einen gesundheitlich passenden Minijob finden könntest (immer unter 15 Wochenstunden), dann hättest du doch auch eine Möglichkeit einigermaßen zu leben, oder nicht.


Gruss saurbier
 
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#33
Also ich kann euch aus eigener Erfahrung im Bekanntenkreis sagen, dass die DRV auch bei kleiner EMR den Weg eines langen Pozessverfahrens (ging bis zum LSG) nicht scheut.
Ich denke, das ist häufig dann, wenn der Antragsteller noch einen Job hat, der an knapp 3h am Tag rankommt.

Genauso "gefährlich" ist es, wenn jemand, der die Rente bewilligt bekam, nun plötzlich einen Job ausübt, um dazuzuverdienen, weil sie oder eher nicht zum Sozialamt will.

Da sind mir Leute bekannt, wo die DRV sogar bei unbefristeter Rente Terror gemacht haben, plötzlich, und Nachuntersuchungen verANLSSTEN.

OBWOHL der Antragsteller im Rahmen des Erlaubten, 450€, arbeitete.
 

Muzel

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#34
Eine Aktanlegeentscheidung darf keine sein, die über die Existenz entscheidet. Da sollte man sich immer wehren. Meine Opferente wurde per Aktenlage abgeschmettert. Da habe ich den Petitionsausschuss eingeschaltet, was mir nicht geholfen hat und nur das Verfahren verzögert hat. Trotzdem ist ein Aktanlegegutachten immer angreifbar und im Widerspruchsverfahren wurde mir auch nach Begutachtung Rente zugesprochenen.
 

Doppeloma

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#35
Hallo Snickers,

Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, das die DRV schneller bewilligt wenn Jemand keinen Anspruch hat!
Da stimme ich dir zu und einige Fälle davon konnte man auch schon hier im ELO nachlesen, die bekamen sogar die volle EM (ohne Befristung natürlich) bewilligt, bei minimaler EM-Rente (unter 100 Euro) oder ganz ohne Renten-Anspruch ...

Wobei der (angeblich) nicht vorhandene Renten-Anspruch auch sehr "variabel" eingesetzt werden kann, die DRV bestimmt ja letztlich den "Eintritt des Leistungsfalles" und wenn man den geschickt auf einen Zeitpunkt "verlagert" wo die versicherungsrechtlichen Ansprüche (gerade mal) nicht erfüllt waren (36 anerkannte Versicherungsmonate in den davor liegenden 5 Jahren !!!) ... dann gibt es eben "leider" keine Rente als Geldleistung dazu ...

Alles schon vorgekommen und welche arme /kranke "S**" hinterfragt das noch genau, wenn man wenigstens die volle EM bescheinigt hat bei der DRV und auf "Lebenszeit" (oft egal wie jung der Betroffene noch ist) ... so "großzügig" ist man bei einem Geld-Zahlungs-Anspruch (für die nächsten 20/30 bis X Jahre) ganz sicher nicht ... da wird auch mindestens befristet (überwiegend), man ist ja noch so jung, das kann ja noch wieder werden ...

Da wird dann eher noch bei den Verlängerungen von Zeitrenten "gemauschelt" und eine EM-Voll-Rente (unter 3 Stunden) "mutiert" ohne ersichtliche Besserung der Gesundheit zur "Arbeitsmarktrente" ... manche merken "ja nix mehr" ... wundern sich dann nur noch warum sie plötzlich vom Sozi zum JC geschickt werden ... ???

Es hat sicher auch seinen tieferen Grund, warum man den Unterschied zur "echten" Voll-EM-Rente frühestens auf der 2. oder 3. Seite des Bescheides finden kann ...
Vorne steht wie immer Sie erhalten VOLLE Rente wegen Erwerbsminderung ... ;-)))

Der Schlüssel ist wohl die gesetzliche Vorgabe (nicht die Besserung der Gesundheit), dass eine (volle) EM-Rente mit Befristungen spätestens nach 9 Jahren (durchgehender Bewilligungen) in eine OHNE Befristung verlängert werden MUSS ... das gilt aber nicht für die "Arbeitsmarktrente" (oder Unterbrechungen mit dieser Rentenart, dann beginnt das danach von vorne mit den 9 Jahren), die kann auch 20 +X Jahre lang immer wieder neu befristet werden ...

Anderen wird eben die volle EM-Rente nach 6 oder 7 oder 8 Jahren einfach nicht mehr verlängert, ob das auch gesundheitlich begründet ist, wird nicht unbedingt geprüft von der DRV ... in einem anderen Forum speziell zu diesen EMR-Merkwürdigkeiten kann man nur noch "staunen" was die sich alles einfallen lassen ... um berechtigte /notwendige EM-Berentungen zu "vermeiden" oder später wieder aufheben zu können ...

JC muss dann nicht bezahlen ...
Ob dann das JC oder das Sozial-AMT noch zahlen muss interessiert die DRV bei ihren Entscheidungen zur EM-Rente ganz sicher nicht ...
Wer schon länger im Bezug von ALGII ist will sich sowieso nur finanziell "verbessern", das wird bei der DRV und/oder deren Gutachtern gar nicht so gerne gesehen ... da ist es dann auch egal, ob man sogar immer noch im festen Job ist und nur wegen deren eigener Verweigerungshaltung überhaupt in Hartz 4 gelandet ist ... :icon_neutral:

Das verdanken wir ganz sicher auch den schon fast inflationären Aufforderungen der JC bei jedem längeren "AU-PUPS" direkt (vom JC-Amtsarzt) als "Erwerbsgemindert" angesehen zu werden und die EM-Rente beantragen zu müssen ... egal, ob das wirklich erforderlich wäre oder nicht ...

Mir ist bisher kein Fall bekannt, wo sich da die DRV NUR nach den "Wünschen" eines JC-Amtsarztes richten würde ..., im Ernstfall müsste ja die DRV dann tatsächlich zahlen ... :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

noah

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#38
45,- für was ?
Durch die Gesetzesänderungen zum 01.07.2014 wird die EMR jetzt bis zum 62. Lebensjahr "hochgerechnet". Vorher wurde nur bis zum 60. gerechnet.

Pro Jahr kommen so ca. 40€ hinzu. Bei mir sind das für die zwei Jahre 80€ netto! Das nimt man doch gern mit :icon_mrgreen:
 

Snickers

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#39
Durch die Gesetzesänderungen zum 01.07.2014 wird die EMR jetzt bis zum 62. Lebensjahr "hochgerechnet". Vorher wurde nur bis zum 60. gerechnet.

Pro Jahr kommen so ca. 40€ hinzu. Bei mir sind das für die zwei Jahre 80€ netto! Das nimt man doch gern mit :icon_mrgreen:
Aber nur für die ab dem Stichtag, für laufende "Fälle" = 0,- Euro
 

noah

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#40
Aber nur für die ab dem Stichtag, für laufende "Fälle" = 0,- Euro
Stimmt, hatte ich vergessen zu erwähnen.

Da ich meinen Antrag im Januar gestellt habe, habe ich mich erstmals über die lange Bearbeitungszeit gefreut :biggrin:
 

Snickers

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#41
Stimmt, hatte ich vergessen zu erwähnen.

Da ich meinen Antrag im Januar gestellt habe, habe ich mich erstmals über die lange Bearbeitungszeit gefreut :biggrin:
Wenn du da mal nicht falsch liegst.............es wird ja rückwirkend bewilligt ........aber ich weiß es nicht.

Und es werden insgesamt um die 40,- werden, nicht pro Jahr.
LG
 

Snickers

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#42
Schau:

Droht eine Erwerbsminderung vor Erreichen des 62. Lebensjahrs, sollte der Versicherte den Rentenantrag wegen Erwerbsminderung frühestens erst ab 1.7.2014 stellen unter der Voraussetzung, dass sich die Zurechnungszeit laut Gesetz (Änderung des § 59 Abs. 1 SGB VI) wie geplant um zwei Jahre auf das vollendete 62. Lebensjahr erhöht. Es kommt allein auf den Rentenbeginn (z.B. 1.7.2014 oder später) an, nicht auf den Jahrgang. Eine Nachbesserung für Erwerbsminderungsrentner, die vor dem 1.7.2014 in Rente gegangen sind (sog. Bestandsrentner), soll es nicht geben
Erwerbsminderungsrente: Zurechnungszeit erhöht
 

Doppeloma

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#43
Hallo Snickers,

Wenn du da mal nicht falsch liegst.............es wird ja rückwirkend bewilligt ........aber ich weiß es nicht.
Es wird nicht unbedingt (immer) rückwirkend bewilligt aber in der Regel gilt (bei Bewilligung einer EM-Rente) das Antragsdatum (oder auch eine davor liegende Reha) als "Eintritt des Leistungsfalles" und der dürfte wohl kaum in der Zukunft liegen ... :icon_hihi:

Letztlich kann auch jeder beauftragte Gutachter den Leistungsfall anders einordnen ... gerade die DRV-Gutachter legen das gerne auf genau den Tag ihrer Begutachtung fest ..., also vorher war man noch gar nicht so krank ...:wink:

Die neuen Zurechnungszeiten gelten erst (und NUR) für Neu-EM-Rentner mit Bewilligung ab /nach dem 01.07.2014 ... für die Antragsteller davor ist nicht zu erwarten, dass sie in den "Genuß" kommen werden.

Ich schätze mal, dass plötzlich auch manche DRV-Reha (vor dem 01.07.2014 beantragt und/oder absolviert) eine "Umdeutung in EM-Rente" erfährt, weil man damit den früheren Beginn der Rente (vor dem 01.07.2014) dann sehr gut begründen kann...

Es wird im Übrigen ganz unterschiedlich sein, wie viel Renten-Zuwachs das dann tatsächlich ergibt, das ist ja vom persönlichen (bis zum EM-Rentenfall) erzielten Einkommen abhängig, da gibt es keinen "festen Betrag" für jeden Antragsteller ...

Es geht um "Zurechnungszeiten" und nicht um Zuwachs an Renten-Punkten generell, das ist immer abhängig vom konkreten Alter des zukünftigen EM-Rentners und seinem Gesamt-Einkommen bis dahin ... wer schon fast 60 ist, ehe er die EM-Rente überhaupt bekommt, bei dem kommt da nicht mehr viel raus mit diesen erweiterten "Zurechnungszeiten" ...

Da zählt ja zunächst was man im bisherigen Arbeitsleben so durchschnittlich verdient hatte und wird dann "hochgerechnet" als hätte man (nun) bis 62 weiterhin gearbeitet ...

Bei den Bestands-EM-Rentnern war das bisher nur bis zum 60. Lebensjahr der Fall, genützt hat es auch da schon eher jüngeren Leuten, die bis zur (notwendigen) EM-Rente relativ gut verdient hatten ... ich bekam EM-Rnte erst mit 58 Jahren bewilligt, da hat das bischen verbleibende Zurechnungszeit, den "Kohl auch nicht mehr fett gemacht" ...

MfG Doppeloma
 

saurbier

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#44
Na ja, dass ganze bleibt auch erst mal abzuwarten, denn es haben sich ja schon die armen Arbeitgeber negativ zur Rentenreform in breite Stellung gebracht.

Da wollen einige sogar wegen Verfassungsbedenken (Arbeitsplatzverlust wegen Krankheit gegenüber Kündigung bzw. sogar Insolvenz) eine Klage in Betracht ziehen während andere das Thema Müttergeld ins Auge fassen.

Es bleibt also abzuwarten, wie das weiter gehen dürfte.


Gruss sauerbier
 

aidafan301

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#45
Meine Antwort kommt zwar etwas spät, aber besser spät als nie.

Ich bin aus der Reha arbeitsunfähig entlaissen worden und habe im Anschluss an die Reha die EM-Rente beantragt (April 2012). Im November kam die Nachricht (ohne Gutachter), dass die EM-Rente bewillig wird (für zwei Jahre - teilweise auch rückwirkend. Kurze Zeit später musste ich die Verlängerung beantragen, die auch ohne Gutachter genehmigt wurde.

Meine aktuelle Rente geht bis Juni 2015. Ich bin nicht gesund und es hat sich auch nichts verbessert, sodass ich wieder verlängern muss. Ich gehe aber ganz stark davon aus, dass ich dieses Mal zum Gutachter muss. Gehe zwar regelmäßig zu meinem Neurologen, der mir auch die entsprechenden Atteste ausstellen wird, aber ich glaube, noch einmal habe ich nicht so viel Glück.

LG
 

Muzel

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#46
Abwarten und Tee trinken. Mehr kannst du nicht machen. Der Gutachter hat mir zwar Schwierigkeiten bereitet. Aber, was ich schreibe ist Spekulation. Jeder ist ein Einzelfall. Ich bekomme Dauerrente seit 2010 und überprüft wurde ich uch noch nicht, aber was heißt das schon.
 
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