EM-Rente Antrag, Hausärztin macht mich fertig! (1 Betrachter)

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irmi

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Hallo!

Hab im Mai einen Antrag auf EM-Rente gestellt, mit Berichten von meinen Fachärzten sowie dem Hinweis, daß ich meine Röntgenbilder gerne nachreichen werde.
Nun kam vor einer Woche ein Schreiben, indem die DRV Fragebögen an mich sandte, die solle ich an u. a. meinem Hausarzt vorlegen und ausgefüllt wieder zurückschicken.....

Bei meiner ersten EU-Rente war das anders....

Gut, ich ging also zu meiner Hausärztin, die ich erst seit 2009 habe, da ich durch zweimalige Ortswechsel auch den Arzt wechseln mußte.
Bisher hat sie mir nur, durch eine chronische Krankheit bedingt, meine Medikamente verschrieben, oder aber Überweisungen zu Fachärzten oder in eine Klinik ausgestellt. Berichte liegen ihr teilweise vor.

Gestern wollte ich also mit ihr den Fragebogen ausfülllen......und bin am Heulen nahe wieder rausgelaufen.
Sie hat offenbar die Berichte nicht gelesen, bezeichnete mich als nicht kank, Asthma hätten viele, ich hätte nicht den Hauch einer Chance, die Rente zu erhalten.
Asthma ist mein kleinstes Problem.
Sie stellte mein letztes Op-Ergebnis in Frage, warf alle meine Einwände über den Haufen, kritisierte meinen Operateur, und, zum Schluß hat sie mich noch angefahren, ich könne ja noch sitzen, also kann ich noch arbeiten.
Sie zweifelte meinen Schwerbehindertenausweis mit G an!!!!!!!

Gestern war ich ganz unten, nun gehts wieder.

Nun muß ich den Fragebogen, der natürlich nicht zu meinen Gunsten ausgefallen ist, der DRV zurücksenden.
Es stehen Dinge drin, die einfach nicht stimmen!!!

Ich habe mir überlegt, einen Brief an das Gutachten dieser Ärztin anzuhängen, indem ich alles klarstelle.
Außerdem ist diese Frau ab sofort nicht mehr meine Hausärztin.


Seit meinem 13. Lebensjahr kämpfe ich. Stahlkorsett jahrelang, dann kam das Beste in meinem Leben, meine Tochter. Leider durch eine Sturzgeburt, die alles noch verschlimmert hat.

Und nun diese Frau!!! So bin ich noch nie behandelt worden.
Daß sie das Wort Sozialschmarotzer nicht in den Mund nahm, liegt vielleicht daran, daß ich aufstand. Ich konnte nichts mehr sagen.


Entschuldigt bitte, es ist lang geworden.

Wie würdet ihr reagieren?


Liebe Grüße

irmi
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Irmi,

Arzt wechseln und eine eigene Stellungnahme zu dem Fragebogen mitschicken.

Auf jeden Fall auch erwähnen, dass diese Hausärztin Dich erst seit 2009 kennt und ihr nicht alle bis jetzt erstellten Arztberichte vorlagen, als sie den Fragebogen ausgefüllt hat.

Grüße
Arbeitssuchend
 

irmi

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Danke!
Sowas habe ich bisher noch nie erlebt.

Ich hoffe, es wird mir nicht negativ ausgelegt:
 

Doppeloma

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Hallo irmi,

Nun muß ich den Fragebogen, der natürlich nicht zu meinen Gunsten ausgefallen ist, der DRV zurücksenden.
Es stehen Dinge drin, die einfach nicht stimmen!!!
hatte auch solche Fragebögen und in einem solchen Falle hätte ich solchen Mist möglichst nicht zur DRV geschickt...

Hat sie den Honorarbogen behalten, der dabei war ...das wäre natürlich blöd...:icon_kinn:

Eigene Stellungnahme ist gut, da würde ich reinschreiben, wo deine früheren Hausarztunterlagen zu finden sind, bei dieser Ärztin bist du zukünftig nicht mehr in Behandlung und erteilst auch KEINE Schweigepflicht-Entbindung gegenüber Frau Dr. XXX.

Im Moment bist du noch auf der Suche nach einer neuen Hausärztin.
Hast du noch die Möglichkeit Kontakt zu deiner früheren Hausärztin aufzunehmen und um Zusendung von Kopien aus deiner Kranken-Akte zu bitten...:icon_kinn:

Lieber solche Unterlagen, als eine so eindeutig negative Aussage eines "behandelnden Arztes", das musst du dir nicht antun...schließlich gibt es eine freie Arztwahl in D und die DRV weiß doch normal nicht, wann du deine Behandlung bei dieser Ärztin beendet hast.

Deine Antragstellung ist ja schon etwas her und da kann man ja auch mal den Arzt wechseln, wenn man festellen muß, dass die Chemie nicht stimmt.

Ich habe mir überlegt, einen Brief an das Gutachten dieser Ärztin anzuhängen, indem ich alles klarstelle.
Außerdem ist diese Frau ab sofort nicht mehr meine Hausärztin.
Ja, wenn sie den Honorarbogen behalten hat und das Geld bei der DRV einfordern kann, dann wird dir wohl nichts anderes übrigbleiben, als diesen Mist mit hin zu schicken, mach dir bitte unbedingt von allen Sachen VORHER noch eine eigene Kopie.

Ist schon schlimm, wenn man von den eigenen Ärzten so "in die Pfanne gehauen wird"...:icon_neutral:

MfG Doppeloma
 

irmi

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Hallo Doppeloma!

Ich hab den Honorarbogen mit dem Fragebogen bekommen.

Am liebsten würde ich alles in den Müll werfen.....

Ich hatte mehrere Hausärzte, der beste ist verstorben, die Praxis aufgelöst.
Die anderen sind eben auch nur mit Überweisungen und Rezepten, wie jetzt auch, konfrontiert worden.

Warum reichen der DRV nicht die eingegebenen Befunde????




Danke, Doppeloma!!!
 

Doppeloma

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Hallo irmi,

Ich hab den Honorarbogen mit dem Fragebogen bekommen.
Am liebsten würde ich alles in den Müll werfen.....
Sie hat dir also den Honorarbogen auch wieder mitgegeben (ausgefüllt oder nicht ausgefüllt) ???

Ich frage nur zur Sicherheit nach, meine HNO-Ärztin hat ihr Honorar auch nicht angefordert, damit weiß doch die DRV dann gar nicht, dass du dort überhaupt einen Bericht bekommen hast...dann würde ich den wirklich NICHT dort hinschicken...:icon_evil:

Machst du nur ein kurzes Anschreiben, dass du bei dieser Ärztin NICHT mehr in Behandlung bist und auf der Suche nach einem neuen Hausarzt, für Nachfragen bei ihr, erteilst du auch KEINE Schweigepflichtentbindung mehr.

Das ist dein gutes Recht, auch die DRV darf nur mit Schweigepflichtentbindung bei Ärzten anfragen, sei mal "froh", dass die das in diesem Falle so gemacht haben, da kannst du wenigstens noch aufhalten, dass es für dich zum Nachteil wird.

Ich hatte mehrere Hausärzte, der beste ist verstorben, die Praxis aufgelöst.
Tut mir leid für dich, aber trotzdem MUSS es irgendwo noch die Kranken-Unterlagen geben, du solltest mal bei der zuständigen Ärztekammer nachfragen wo die eingelagert sind, das MUSS ALLES mindestens 10 Jahre aufbewahrt werden.

Manchmal hat auch der Praxis-Nachfolger Zugriff oder weiß wo die Kranken-Akten geblieben sind, so schnell darf da NICHTS verloren gehen und als Patient hast du Anspruch auf Kopien aller deiner Krankenunterlagen.

Warum reichen der DRV nicht die eingegebenen Befunde????
Das wäre schön aber so einfach ist das nicht, wenn man die EM-Rente haben möchte, bei mir wurden erst im Widerspruchs-Verfahren Befunde von meinen Ärzten eingefordert (so wie jetzt bei dir, mit diesen Befund-Berichten), meine Ärzte haben eigentlich alle FÜR mich und die EM-Rente geschrieben...trotzdem wurde der Widerspruch dann abgelehnt.

Nach dem Antrag war ich schon bei 2 Gutachtern von der DRV, hatte auch Gutachten von MDK (Krankenkasse) und AfA mitgeschickt zum Antrag, das hat die gar nicht interessiert, was da drin gestanden hat...:icon_neutral:

Später ist mein Antrag bei Gericht gelandet und dort war ich dann nochmal bei 2 Gutachtern, die haben nun festgestellt, dass man mir von Anfang an eine EM-Rente hätte geben müssen.

Seit ein paar Tagen habe ich nun den EM-Renten-Bescheid und bekomme Ende September meine erste Rentenzahlung, weil es nur eine Zeitrente ist und so lange (2 Jahre) rückwirkend bewilligt wurde, muss ich im nächsten Sommer schon die Verlängerung beantragen...

Ich hoffe dann gibt es nicht wieder neue Schwierigkeiten, ich bin es langsam leid mit den Kämpfen, um die EM-Rente, ich will endlich mal zur RUHE kommen dürfen.:icon_dampf:

Ich wünsche dir, dass du schneller zu deinem Ziel kommst, aber leider versucht die DRV auf allen möglichen Wegen lieber KEINE EM-Renten zahlen zu müssen, so ein Bericht wie von dieser Ärztin, kann dir da ganz sicher NUR schaden. :icon_neutral:

MfG Doppeloma
 
E

ExitUser

Gast
ich hätte nicht den Hauch einer Chance, die Rente zu erhalten.
Darüber entscheidet die DRV (in Zusammenarbeit mit den von ihr bestellten Gutachter/n).


Sie stellte mein letztes Op-Ergebnis in Frage..., kritisierte meinen Operateur,...
Deine HA ist keine Chirurgin!

Sie zweifelte meinen Schwerbehindertenausweis mit G an!!!!!!!
Darüber entscheidet das Versorgungsamt!



Ich habe mir überlegt, einen Brief an das Gutachten dieser Ärztin anzuhängen, indem ich alles klarstelle.
Das ist dein gutes Recht.


Außerdem ist diese Frau ab sofort nicht mehr meine Hausärztin.
Das ist konsequent. Nimm dein Recht auf "freie Arztwahl" wahr.

§ 76 SGB V Freie Arztwahl

Aus wichtigem Grund ( z.B. gestörtes Vertrauensverhältnis) ist es möglich, den Arzt innerhalb des Quartals zu wechseln.


Und nun diese Frau!!! So bin ich noch nie behandelt worden.
Beschwerde (mit genauer Schilderung des Sachverhaltes) an die Kassenärztliche Vereinigung deines Bundeslandes.
 

Anna B.

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hallo,

wenn du den Honorarbogen noch hast und sie nicht abrechnen kann...

dann würde ich so vorgehen, wie die Doppeloma das beschrieben hat.

Schick dann bloß nicht diesen Fragebogen wieder zurück....

da ziehen die sich dann später dran hoch und aus der Rente wird womöglich nichts...

schau, ob alles zusammen ist und dann teilst du der DRV mit, dass du derzeit auf Suche nach einer neuen Hausärztin bist und du bittest darum, einen neuen fragebogen zu übersenden um den beim Facharzt abzugeben....
 

stummelbeinchen

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Wie ich reagieren würde?
Die kassenärztliche Vereinigung anschreiben und beschweren.
 
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