EM-Rente abgelehnt, aktuell im Klageverfahren, komme mit den Problemen nicht klar, wer weiß Rat ???

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hansestadt

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Ich bin schon seit vielen Jahren psychisch erkrankt,mit Depressionen und einer generalisierten Angststörung mit heftigen Panikattacken.

Man hat mir immer wieder neue Antidepressiva verordnet,die mir aber in der Regel nur kurz geholfen haben.
Ich habe viele Nebenwirkungen wie sehr hohe Gewichtszunahme und oft Harnverhalt gehabt.
Ich habe dann auch noch große Schlafprobleme bekommen.

Ich bin seit dem Jahr 2013 durchgehend krank geschrieben.Im Jahr 2014 hatte ich einen 5 wöchigen Aufenthalt in der Psychiatrie gehabt und im Jahr 2015 eine Reha im Eilverfahren auf einer psychosomatischen Station.
Ich habe in den letzten Jahren 3 Psychotherapien gemacht und die 4. habe ich begonnen.

Ich habe wegen diesen gesundheitlichen Problemen im Jahr 2015 EM-Rente beantragt,die abgelehnt wurde.
Ich bin dann in Widerspruch gegangen,was dann im Mai 2017 abgelehnt wurde.

Ich war durchgehend in ärztlicher Behandlung,Psychiater,Hausarzt und Psychologen.
Es wurde übereinstimmend gesagt,dass ich nicht erwerbsfähig bin und große gesundheitliche Einschränkungen habe,auch der MDK der Krankenkasse.

Im Januar 2017 habe ich noch eine Diabetes Typ 2 und RLS bekommen.
Ich habe oft so eine große Unruhe in mir,dass ich die ganze Nacht hoch und runter laufe und völlig neben mir stehe und ich brauche Tage um mich davon zu erholen.

Es wurde in der Rentensache leider immer auf Zeit gespielt und alle Befunde meiner Ärzte fanden wenig Gehör.
Für mich persönlich war auch die Erfahrung beim Rentengutachter sehr schlimm.
Nach der Begutachtung sagte er mir,dass ich wirklich nicht erwerbsfähig bin und er gibt die Empfehlung für die EM-Rente an die DRV Bund weiter.

Als ich diesen Befund Monate später in der Hand hielt,war ich zu tiefst schockiert.
Ich war plötzlich voll erwerbsfähig,obwohl ich es kaum bis in die Klinik geschafft habe.
Er bescheinigte mir aber,dass ich die Wahrheit sagen würde und das ich glaubwürdig bin.

Im Juni 2017 hat meine Anwältin Klage beim Sozialgericht gegen die DRV Bund eingereicht.
Das wird jetzt wieder 1-2 Jahre dauern,bis darüber entschieden wird.
Mich zieht es gesundheitlich immer weiter runter,da der Druck unerträglich wird.

Ich kann bei großen depressiven Episoden und Panikattacken kaum meinen Alltag bewältigen.
Ich frage mich sehr oft,warum man so mit mir umgeht und warum man mir nicht glauben will.ich möchte hier nicht meinen Frust ablassen oder irgendjemanden einseitig die Schuld geben,aber ich bin einfach mit meiner Kraft am Ende.

Welcher Patient möchte dies alles,mit allen gesundheitlichen Problemen freiwillig haben.
 

doppelhexe

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nur mut... ich hab das selbe theater hinter mir... rentenantrag in 2013 und jetzt, in 2017, nach widerspruch und klage die rente rückwirkend ab 2015 bekommen...

du hast die rentensache jetzt in (hoffentlich) kompetente hände abgegeben, die sämtlichen schreibkram für dich erledigt.
leg es also für dich beiseite, du kannst im mom nichts tun, als abzuwarten.

kümmere dich um dich und deine therapien, warte ab, bis du erneut zum gutachter musst (der dann wahrscheinlich vom gericht und damit unabhängiger ist)

viel glück
 

sonne26

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Auch ich schreibe dir, denn ich habe dies auch hinter mir.
Wenn man gesundheitlich schon sehr angeschlagen ist, zieht dies einen noch mehr runter.
Mir hat es geholfen, dass ich hier schreiben konnte und auch Hilfe bekam.
Und letztendlich habe ich mich auch an den VDK gewendet der mir dann auch geholfen hat. Mit dem ganzen Schreibkram, war ich maßlos überfordert.

Grüße von der Sonne
 

Doppeloma

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Hallo hansestadt, :welcome:

zunächst eine dringende Bitte, deine Beiträge etwas "aufzulockern" durch einige Absätze und Leerzeilen, sonst werden viele User das gar nicht lesen wollen. :icon_evil:

Es ist einfach zu anstrengend, wir sind ja auch nicht alle gesund und bei solchen "Kompakt-Beiträgen" geht die Konzentration schnell verloren.

DANKE !!!

Zu deiner Geschichte hast du ja schon einige Antworten bekommen, ich kann mich da nur anschließen, musste auch fast 3 Jahre (bis zum Gericht) um die EM-Rente kämpfen.
Mein Männe (zeitweise parallel) fast 5 Jahre und er brauchte sogar 2 Anträge auf EM-Rente dafür.

Gerne etwas später mehr dazu wenn du magst, im Moment hätte ich noch einige ergänzende Fragen zu deinem Erst-Beitrag ...

Darf man fragen wie alt du bist, ob du aus einem Arbeitsverhältnis krank geworden bist und vielleicht auch wovon du inzwischen Leben musst ?

Wir mussten noch fast 2 Jahre ALGII beziehen als Krankengeld und ALGI bei uns beiden abgelaufen waren ... :icon_dampf:

Man hat mir immer wieder neue Antidepressiva verordnet,die mir aber in der Regel nur kurz geholfen haben.
Ich habe viele Nebenwirkungen wie sehr hohe Gewichtszunahme und oft Harnverhalt gehabt.
Ich habe dann auch noch große Schlafprobleme bekommen.

Sind dir denn selbst irgendwelche Ursachen dafür bekannt, meist gibt es ja Gründe für solche Probleme auch wenn die schon weit zurück liegen könnten ... ob da Tabletten immer der richtige Weg sind, weiß ich auch nicht genau.

Mein Männe muss viele Pillen nehmen wegen seiner chronischen Schmerzkrankheit, darunter auch welche die das Zunehmen fördern auch wenn man das selber gar nicht will, aber er kann sich eben auch nicht so viel bewegen, wie es sein müsste ...

Ich bin seit dem Jahr 2013 durchgehend krank geschrieben.Im Jahr 2014 hatte ich einen 5 wöchigen Aufenthalt in der Psychiatrie gehabt und im Jahr 2015 eine Reha im Eilverfahren auf einer psychosomatischen Station.

Die Reha wurde bestimmt von der KK verlangt, damit sie mal Krankengeld sparen kann, es klingt jedenfalls nicht danach, als wäre das dein eigener Wunsch gewesen ... ?

Hast du den Reha-Bericht mal selber angefordert (oder dein Arzt), was meinte man denn in der Reha-Klinik zu deiner Erwerbsfähigkeit, das sind ja wichtige Unterlagen wenn dann EM-Rente beantragt wird ???

Ich habe in den letzten Jahren 3 Psychotherapien gemacht und die 4. habe ich begonnen.

Hast du denn für dich selbsr den Eindruck, dass dich das irgendwie weitergebracht hat bisher, es genügt ja nicht ganz, dass nur "Andere" meinen das müsse man machen, wenn es gar nichts bringt ???

Ich habe wegen diesen gesundheitlichen Problemen im Jahr 2015 EM-Rente beantragt,die abgelehnt wurde.

Darum auch meine Frage nach dem Reha -Bericht, hast du den Antrag VOR oder nach der Reha gestellt, in der Reha-Klinik scheint man dich ja nicht für Erwerbsgemindert gehalten zu haben ?

Was hattest du denn zum Antrag auf EM-Rente mit eingereicht an medizinischen Unterlagen, ist der DRV dein Akut-Klinikbericht bekannt, weißt du das ???
Die fordern nicht unbedingt auch die wichtigen Sachen selber alle an. :icon_evil:

Ich bin dann in Widerspruch gegangen,was dann im Mai 2017 abgelehnt wurde.

Hast du den Widerspruch alleine gemacht oder hat dir Jemand dabei geholfen, wurde Akteneinsicht angefordert bei der DRV.
Du siehst schon es gibt viele Fragen, um besser verstehen zu können, was bisher gelaufen ist in deiner EM-Renten-Angelegenheit.

Ich war durchgehend in ärztlicher Behandlung,Psychiater,Hausarzt und Psychologen.
Es wurde übereinstimmend gesagt,dass ich nicht erwerbsfähig bin und große gesundheitliche Einschränkungen habe,auch der MDK der Krankenkasse.

Das glaube ich dir gerne aber wenn die DRV dort überall keine Anfragen stellt nach deinem Gesundheitszustand, dann nützt deren Meinung dazu auch nicht viel. :icon_evil:

Im Januar 2017 habe ich noch eine Diabetes Typ 2 und RLS bekommen.
Ich habe oft so eine große Unruhe in mir,dass ich die ganze Nacht hoch und runter laufe und völlig neben mir stehe und ich brauche Tage um mich davon zu erholen.

Dazu sollten dann jetzt unbedingt noch ärztliche Befunde und Berichte an das Sozial-Gericht gegeben werden, in der Regel schreibt das Gericht aber ohnhin ALLE behandelnden Ärzte an um sich selbst ein Bild zu machen.

Du solltest also gerade jetzt die Hoffnung nicht aufgeben, deine Anwältin wird hoffendlich das Richtige tun, normal wird das Gericht dann einen (oder mehrere) Gutachter beauftragen, um selbst heraus zu bekommen was mit dir los ist.

Der Richter ist ja auch kein Arzt und kann das medizinisch nicht alleine beurteilen, die Richter mögen es aber (meist) nicht so gerne wenn die DRV da ihre eigene Arbeit nicht ordentlich genug gemacht hat. :icon_evil:

Es wurde in der Rentensache leider immer auf Zeit gespielt und alle Befunde meiner Ärzte fanden wenig Gehör.
Für mich persönlich war auch die Erfahrung beim Rentengutachter sehr schlimm.

Das mussten (so oder ähnlich) leider viele Antragsteller hier auch schon erleben, die Renten-Gutachter werden eben von der DRV auch bezahlt und die reden oft ganz anders wenn man dort ist und schreiben dann was die DRV lieber lesen will.

Berichte der eigenen Ärzte sind angeblich nicht "aussagefähig" genug, wenn überhaupt welche angefordert werden.
Was der MDK oder der AfA-ÄD schreibt ist der DRV auch egal, die schreiben aber auch nur was im Interesse von KK oder AfA "gewünscht" wird ... habe ich selber auch so erlebt.

Er bescheinigte mir aber,dass ich die Wahrheit sagen würde und das ich glaubwürdig bin.

Dafür kannst du dir aber auch nichts kaufen, ihm war es offenbar wichtiger auch weiterhin sein kleines "Zubrot" mit den DRV-Gutachten zu haben und er muss ja (normal) nicht befürchten, dich noch einmal wieder zu sehen.

Im Juni 2017 hat meine Anwältin Klage beim Sozialgericht gegen die DRV Bund eingereicht.
Das wird jetzt wieder 1-2 Jahre dauern,bis darüber entschieden wird.

Das ist richtig (es kann um die 2 Jahre dauern am Sozial-Gericht inzwischen) aber die einzige Chance, dass du doch noch zu deinem Recht kommen wirst.

Hat sie denn schon Akteneinsicht genommen bei der DRV und informiert sie dich genau über das was sie macht oder an das Gericht schreibt, ein wenig Zuarbeit von dir ist schon nötig, denn Anwälte sind auch KEINE Ärzte.

Ich hatte zu jedem Gutachter-Termin ein "Gedächtnis-Protokoll" geschrieben (war auch immer in Begleitung) und später auch meine Anmerkungen zu den fertigen Gutachten gemacht.

Nach der Reha hatte ich eine Richtigstellung des Berichtes an die Klinik und die DRV geschrieben, es wurde zwar nichts geändert, aber auch diese Unterlagen konnte ich dann dem Anwalt (in Kopie) geben, das war für ihn sehr hilfreich, um die Vorgänge bis zur Antragstellung und danach besser zuordnen zu können.

Mich zieht es gesundheitlich immer weiter runter,da der Druck unerträglich wird.
Ich kann bei großen depressiven Episoden und Panikattacken kaum meinen Alltag bewältigen.

Das ist leider vorerst weiter so, denn meist hängt ja die ganze Existenz an diesen Entscheidungen und da wird es dir auch kaum (deutlich) besser gehen können.
Diese "Last" kann erst abfallen wenn du mal den Bescheid zur EM-Rente in der Hand hast und bis dahin musst du einfach versuchen igendwie "zu überleben" und durchzuhalten ...

Ich frage mich sehr oft,warum man so mit mir umgeht und warum man mir nicht glauben will.

Diese Fragen haben sich viele User hier auch oft in dieser Zeit gestellt und Einige warten ebenso wie du noch immer auf die Entscheidungen der DRV, du bist also zumindest NICHT alleine mit deiner Situation. :icon_evil:

Niemand denkt hier so schnell, dass du nur "Frust ablassen" willst, manchmal tut das auch ganz gut sich alles mal von der Seele zu schreiben ...

Ich habe mich damals auch mal hier angemeldet weil ich einfach Leute gesucht habe, denen es ähnlich geht wie mir und meinem Männe, weil wir auch mal dachten, dass wir die EM-Rente ohne Probleme bekommen werden wenn es gesundheitlich erforderlich ist.

So wie es in den bunten DRV-Heftchen immer beschrieben wird ist es bei uns auch nicht gelaufen, das konnten wir auch überhaupt NICHT verstehen und einordnen. :icon_evil:

Nun bin ich immer noch hier, obwohl die EM-Rente (von zunächst befristet) nun sogar 2013 "auf Dauer" verlängert wurde und im nächsten Sommer gehe ich in die Altersrente ... :peace:

Gesundheitlich hat es zwar sehr lange gedauert aber ich bin wieder etwas stabiler geworden (ganz ohne Psycho-Pillen und ohne Psycho-Therapie, einfach durch die RUHE) und muss mir wenigstens keine großen finanziellen Sorgen mehr machen.

Gib nicht auf darauf zu hoffen, dass dieser Tag auch für dich mal kommen wird ...

MfG Doppeloma
 

hansestadt

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Ersteinmal vielen Dank für die lieben und hilfreichen Nachrichten,dass ist wie Balsam auf der Seele.

Ich möchte gerne noch etwas von mir schreiben.
Ich bin 45 Jahre alt und die psychische Erkrankung habe ich schon vor etwa 10 Jahren bekommen.Zu dieser Zeit war ich noch voll erwerbsfähig und ich bin ganz normal meiner Arbeit nachgegangen,obwohl ich immer mehr ausgebrannt war.

Im Jahr 2013 war ich an einem Punkt,wo es einfach nicht mehr ging und wo ich es nicht mehr geschafft habe meiner Arbeit nachzugehen und mein Arzt hat mich aus dem Verkehr gezogen,weil er es nicht mehr verantworten konnte.

Meine finanzielle Situation wurde dann auch immer schwerer.
Ich habe noch bis ins Jahr 2015 Krankengeld bezogen und nach der Aussteuerung ALG 1,was am 04.02.2016 geendet hat.

Ich musste dann zum Jobcenter und Hartz 4 beantragen,wovon ich auch heute mehr recht als schlecht lebe.

Die Ursachen für meine Erkrankung,liegen zu großen Teilen an meiner damaligen Arbeit.Es war ein ständiger und manchmal ein kaum auszuhaltender Druck.Ich habe die Zeichen sehr lange ignoriert und ich dachte,dass wird sich schon wieder legen,was natürlich nicht der Fall war.

Die Medikamente,die mir verordnet wurden,hatten oft mehr Nachteile als positive Effekte.Ich habe dann angefangen einige Medikamente auszuschleichen,aber unter ärztlicher Kontrolle.

Ich hatte durch diese Medikamente eine Gewichtszunahme bis auf 152 Kg und das bei 185cm Größe.

Nachdem einige Medikamente weg waren,habe ich bis heute 42 Kg abgenommen.

Die Reha hat die KK nachdem Besuch beim MDK angestoßen,ich musste dann einen Rehaantrag im Eilverfahren stellen.Die Reha wurde dann aber von der DRV Bund bezahlt,mit Übergangsgeld.
Ich muss noch dazu sagen,dass ich mich mit dem Gedanken einer Reha vorher nicht beschäftigt habe,warum das so war,kann ich heute kaum noch sagen.

Die Wahl der Rehaklinik,war leider nicht die erste Wahl.
Der erste Tag in der Reha hatte mit dem Gespräch des Stationsarztes und des Oberarztes begonnen.

Als ich im Aufnahmegespräch beim Oberarzt war und ich ihm über meine Erkrankung erzählt habe,auch wie lange ich schon krank bin,ist er völlig aggressiv geworden und er sagte,was ich mir einbilden würde so lange krank zu sein.Er teilte mir noch mit,dass er aber sowieso keine zeit für mich hätte und das ich von ihm nichts zu erwarten hätte.

Ich habe von ihm nicht viel erwartet,denn ich wollte dort eine 5 wöchige Reha machen und mir helfen lassen,von den Psychologen und den normalen Ärzten.Ich habe dem Oberarzt darauf noch mitgeteilt,dass doch wohl kein Patient grundlos in dieser Klinik eine Reha macht.Ich war am ersten Tag völlig erledigt und ich hätte am liebsten die Reha abgebrochen,weil ich das Gefühl hatte,ich bin beim Richter und nicht bei einem Arzt der helfen soll.

Ich habe dann meine Reha nach 5 Wochen beendet und man fragte im Abschlussgespräch,ob es mir besser geht.Ich habe darauf geantwortet ,dass ich dort viel lernen konnte,aber mir geht es nicht wirklich besser.Die Antwort war,dann können wir ihnen keine Verlängerung geben.

Als ich die Akte von der Klinik in den Händen hatte,habe ich es kaum geglaubt,dass man soviel lügen kann.Ich war danach in aller bester Verfassung und natürlich arbeitsfähig.Mein Arzt hat mich sofort weiter krank geschrieben,weil er es für absolut notwendig gehalten hat.Er sagte nur ,dass ist der Wunschgedanke der Klinik,aber nicht die Realität.

Ich habe dort viele Patienten kennengelernt,mit denen das selbe Spiel getrieben wurde.Es gab richtig schlimme Auseinandersetzungen zwischen Patienten und Arzt.

Es wurde auch alle paar Tage gestreikt in dieser Klinik.
Man wollte mir dann die ausgefallenden Anwendungen als Fehlzeit ankreiden.Ich habe aber sehr gut Buchhaltung geführt und ich konnte es nachweisen,dass es nicht stimmte.

Es wurde danach noch alles sehr viel schwerer.

Die Reha hat mir nicht viel gebracht und um die Therapien beim Psychologen habe ich mich immer selber bemüht,um mir helfen zu lassen.Es geht mir aber leider nicht überhaupt nicht gut und ich habe deshalb auch wieder eine Therapie begonnen.

Ich habe alles außerhalb der Reha aus eigenem Antrieb gemacht um mir helfen zu lassen,also nicht unter zwang.

Den Rentenantrag hatte ich schon vor der Reha gestellt.
Wer in der Klinik schon einen Rentenantrag gestellt hatte, dem wurde zu verstehen gegeben,dass wir es nicht unterstützen werden,egal was kommt und das bei vielen Patienten.

Ich hatte alle Unterlagen von meinen behandelnden Ärzten über die KK weitergereicht.Ich hatte aber den Eindruck,dass niemand meine Gesundheitsakte in der Klinik kannte.Ich hatte aber schon Angst danach zu fragen.

Ich habe mir dann anwaltliche Hilfe geholt,die dann alles in die Hand genommen haben und den kompletten Schriftverkehr machen.Mein Anwalt hat den Widerspruch eingelegt und danach auch die Klage beim Gericht.Der Anwalt hat die Akte angefordert und sich einen Überblick verschafft.Er sagte zu mir,sie haben eine sehr dicke Gesundheitsakte und sehr viel an Befunden,was ihre Erkrankung auch wirklich belegt.

Das Sozialgericht hat jetzt über meine Anwältin,alle Befunde und Unterlagen bekommen.

Ich werde hierzu noch später mehr schreiben.

Ich bedanke mich sehr,bei allen die mir schreiben und Mut zusprechen,dass tut richtig gut.
 

Doppeloma

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Hallo hansestadt,

Ersteinmal vielen Dank für die lieben und hilfreichen Nachrichten,dass ist wie Balsam auf der Seele.

Freut mich zu lesen und danke, dass du den Hinweis befolgt hast, deine Beiträge etwas übersichtlicher zu gestalten, das ist eine Erleichterung beim Lesen.

Dein "Nick-Name" klingt ja sehr interessant und vielleicht wohnen wir gar nicht so weit auseinander, wir konnten nach Rügen umziehen, als die Renten endlich durchgekämpft waren.

Das war unser Traum, der uns zeitweise noch "knapp am Leben gehalten hat", sogar als wir (in Hartz 4) eigentlich nicht mal mehr wussten, wie wir das mal finanzieren sollten.

Meine Firma hat es dann mit einem recht großzügigen "Abschiedsgeschenk" möglich gemacht, nach der 1. Verlängerung (2013) meiner Zeitrente direkt auf "unbefristet" ... :peace:

Ich bin 45 Jahre alt und die psychische Erkrankung habe ich schon vor etwa 10 Jahren bekommen.Zu dieser Zeit war ich noch voll erwerbsfähig und ich bin ganz normal meiner Arbeit nachgegangen,obwohl ich immer mehr ausgebrannt war.

Ist natürlich traurig wenn man schon so früh aus dem Erwerbsleben gerissen wird und bald nicht mehr weiß, wie es weiter gehen soll, aber mehr "Spaß" macht es auch nicht wenn man schon näher an der Altersrente ist und behandelt wird als hätte man noch nie richtig gearbeitet ... :icon_dampf:

Sobald man nicht mehr KANN wie es erwartet wird, ist man NICHTS mehr wert, jedenfalls bekommt man diesen Eindruck dann schnell überall vermittelt ... besonders von den "Leistungsträgern" (KK / AfA / DRV / JC) die doch dann Hilfe und Unterstützung bieten sollten ...

Im Jahr 2013 war ich an einem Punkt,wo es einfach nicht mehr ging und wo ich es nicht mehr geschafft habe meiner Arbeit nachzugehen und mein Arzt hat mich aus dem Verkehr gezogen,weil er es nicht mehr verantworten konnte.

Was die eigenen Ärzte dazu meinen interessiert insbesondere die DRV leider überhaupt nicht, das haben wir auch sehr schnell zu spüren bekommen, denn die behandelnden Ärzte / Fachärzte haben immer felsenfest hinter uns gestanden.

Konnten irgendwann auch nicht mehr verstehen, warum die Rentenkasse das so völlig anders sehen möchte und die EM-Rente nicht bewilligen wollte.

Meine finanzielle Situation wurde dann auch immer schwerer.
Ich habe noch bis ins Jahr 2015 Krankengeld bezogen und nach der Aussteuerung ALG 1,was am 04.02.2016 geendet hat.
Ich musste dann zum Jobcenter und Hartz 4 beantragen,wovon ich auch heute mehr recht als schlecht lebe.

Der Weg kommt auch mir sehr bekannt vor, wir waren sogar beide noch immer bei unserem letzten AG fest angestellt.

Eine schwierige Situation (auch für den Kopf und die Psyche) sich dann als "Langzeit-Arbeitslos" beim JC melden zu müssen ... aber die Erwerbsminderung war ja von der DRV bis dahin noch nicht anerkannt worden. :icon_evil:

Die Ursachen für meine Erkrankung,liegen zu großen Teilen an meiner damaligen Arbeit.

Den "Rest" haben uns sicher auch die letzten Tätigkeiten gegeben (beide im Schichtdienst mit weit Ü 50), allerdings im Zusammenspiel mit bereits langjährig angesammelten Gesundheitsproblemen.

Es war ein ständiger und manchmal ein kaum auszuhaltender Druck.Ich habe die Zeichen sehr lange ignoriert und ich dachte,dass wird sich schon wieder legen,was natürlich nicht der Fall war.

So ähnlich ging es uns dann auch bald, denn man wollte es selber nicht wahr haben und (in unserem Falle) die paar Jahre bis zur Rente noch irgendwie schaffen, wurde uns ja auch immer so eingeredet wenn man von eventueller EM-Rente auch nur andeutungsweise gesprochen hat.

Männe hatte schon mit Mitte 30 die erste Bandscheiben - OP und mit Ende 40 die Zweite, auch sonst sah es bei ihm schon seit vielen Jahren orthopädisch und interistisch nicht besonders "rosig" aus, trotzdem hat er noch im Sicherheitsdienst (für sehr wenig Geld) 12-Stunden-Schichten gemacht.

Ich hatte durch diese Medikamente eine Gewichtszunahme bis auf 152 Kg und das bei 185cm Größe.

Da kann Männe gut "mithalten", allerdings ist er 10 cm kleiner und schafft es nun NICHT mehr davon wieder runter zu kommen, da hilft es ihm auch nicht wenn der "Gutachter" vom MDK meint (wegen Pflegegrad), es würde ihm sicher besser gehen mit 20 - 30 Kilo weniger "auf den Rippen" ...

Nachdem einige Medikamente weg waren,habe ich bis heute 42 Kg abgenommen.

Klasse, da hast du doch zumindest für dich persönlich sehr viel geschafft, bei Männe hilft es leider nicht mehr obwohl er sogar noch 2 Mal die Woche zum Reha-Sport geht.

Auf die Pillen kann er leider nicht mehr verzichten, hatte inzwischen auch einen Infarkt und wäre fast gestorben vor 2 Jahren, nun hat er auch noch einen Defi bekommen.

Wenigstens hat er nun auch die EM-Rente seit 2010, nach 2 Anträgen die wir dafür stellen und durchkämpfen mussten.

Die Reha hat die KK nachdem Besuch beim MDK angestoßen,ich musste dann einen Rehaantrag im Eilverfahren stellen.Die Reha wurde dann aber von der DRV Bund bezahlt,mit Übergangsgeld.

Da hast du dich (vermutlich) von deiner KK "überfahren" lassen, denn man hat gesetzlich (nach § 51 SGB V) 10 Wochen Zeit einen Antrag auf Reha zu stellen und kann das durchaus zum Ende dieser Frist und DIREKT bei der DRV machen.

Die KK treiben aber gerne dabei und wollen das über den eigenen Tisch laufen lassen, wer da nicht Bescheid weiß meint ja noch, dass die wirklich damit "helfen" wollen ...

Dass die DRV dann zuständig ist, war ja der besondere "Trick" dabei, die KK muss währned der Reha nicht zahlen, darum war es auch so besonders "EILIG", kenne ich auch hat man mit mir auch so gemacht (schon 2008).

Ich muss noch dazu sagen,dass ich mich mit dem Gedanken einer Reha vorher nicht beschäftigt habe,warum das so war,kann ich heute kaum noch sagen.

Sogar das kann ich gut nachvollziehen, denn ich war bis dahin auch noch nie in einer (psychosomatischen) Reha gewesen, kannte Reha nur von Männe wegen seiner orthopädischen Probleme und der war (früher) immer ganz zufrieden damit.

Hat aber nie lange vorgehalten die Besserung, wenn er anschließend wieder im (auch körperlichen) Stress-Job war ...

Die Wahl der Rehaklinik,war leider nicht die erste Wahl.
Der erste Tag in der Reha hatte mit dem Gespräch des Stationsarztes und des Oberarztes begonnen.

Nehme mal an es war auch nicht "deine Wahl", dazu hat man dich gar nicht erst aufgeklärt, dass du ein Klinik-Wahlrecht hattest ???

Wusste ich zumindest schon und habe mir bei der Antragstellung eine Klinik direkt am Wohnort gewählt, eine wirklich "gute Wahl" war das aber auch nicht. :icon_evil:

Er teilte mir noch mit,dass er aber sowieso keine zeit für mich hätte und das ich von ihm nichts zu erwarten hätte.

Zu erwarten hatte ich dort allerdings auch NICHTS was mir irgendwie hätte helfen können, man akzeptierte dann im Bericht wenigstens, dass ich im CallCenter nicht mehr arbeiten soll, das war es aber auch schon.

Die aufnehmende (zugeteilte) Ärztin meinte jedenfalls schon (am Tage der Ankunft) direkt, dass ich wohl die paar Jahre bis zur (Alters-)Rente auch noch schaffen werde, ich hätte doch schon so viel geschafft in meinem Leben.

Woher sie überhaupt was aus meinem bisherigen Leben wissen wollte ist mir bis heute unbekannt, sie war auch (in vollen 6 Wochen) nicht sehr interessiert, dazu was zu erfahren ... :icon_evil:

Ich habe von ihm nicht viel erwartet,denn ich wollte dort eine 5 wöchige Reha machen und mir helfen lassen,von den Psychologen und den normalen Ärzten.

Vergiss es einfach, dafür werden die nicht bezahlt von der DRV, sondern dafür dich möglichst VOLL Erwerbsfähig (allgemeiner Arbeitsmarkt 6 und MEHR Stunden) und noch besser auch sofort Arbeits-FÄHIG zu entlassen.

Habe aber selbst auch keine Zweifel daran gelassen, dass ich einzig "auf Wunsch der KK" dort bin und nicht weil ich mir davon viel erhoffen würde ... fand man wohl auch nicht so gut, auch habe ich direkt klar gestellt, dass ich eine Verlängerung nicht haben will.

Ich war am ersten Tag völlig erledigt und ich hätte am liebsten die Reha abgebrochen,weil ich das Gefühl hatte,ich bin beim Richter und nicht bei einem Arzt der helfen soll.

Kann ich dir gut nachfühlen, besonders die "großen Visiten" dort ähnelten einer "Inquisition" und nach 2 Wochen hat man mir schon mitgetelt, dass es überhaupt KEINE Unterlagen geben würde zu meinen Problemen ...

Man hat sich aber auch keine Berichte / Informationen besorgt, obwohl die Ärzte ja alle "vor Ort" waren, ein Anruf / ein Fax hätte genügt, um das zu ändern ... ich habe sogar inständig darum gebeten ... :icon_neutral:

Ich habe dann meine Reha nach 5 Wochen beendet und man fragte im Abschlussgespräch,ob es mir besser geht.Ich habe darauf geantwortet ,dass ich dort viel lernen konnte,aber mir geht es nicht wirklich besser.Die Antwort war,dann können wir ihnen keine Verlängerung geben.

Schon das ist "Blödsinn", eine Verlängerung wird in der Regel schon nach spätestens 2 - 3 Wochen geplant und vorgeschlagen, die muss nämlich erst von der DRV genehmigt / bewilligt werden ...
Beim Abschluss-Gespräch ist es also längst zu spät dafür.

In meiner Herz-Reha (AHB nach meiner Herzklappen-OP knapp 1 Jahr zuvor) wurde ich schon nach der ersten Woche dazu beraten und sollte einer Verlängerung (von 3 auf 4 Wochen) zustimmen, weil es sonst knapp wird, mit der Bewilligung durch die DRV.

Als ich die Akte von der Klinik in den Händen hatte,habe ich es kaum geglaubt,dass man soviel lügen kann.Ich war danach in aller bester Verfassung und natürlich arbeitsfähig.

Du meinst sicher den Reha-Bericht, die ganze "Akte" hast du sicher nicht bekommen, wer weiß schon was die da noch alles aufgeschrieben haben ... "Hauptsache gesund" ...

Ich habe dort viele Patienten kennengelernt,mit denen das selbe Spiel getrieben wurde.Es gab richtig schlimme Auseinandersetzungen zwischen Patienten und Arzt.

Wird hier Mancher sehr gut nachvollziehen können, der ähnliche Erfahrungen machen musste, besonders wenn man schon mit dem "Hauch des EM-Renten-Jägers" in diese Kliniken kommt wird man nicht besonders "sanft" behandelt.

Hofiert werden nur die Patienten, die das eher als reinen "Erholungs-Aufenthalt" genießen können, weil sie aus der Arbeit kommen und anschließend auch wieder direkt in die Arbeit zurück gehen werden.

So habe ich das jedenfalls erlebt in meiner Klinik, wer wirklich krank war hatte dort eigentlich NICHTS verloren und noch weniger zu erwarten ...

Man wollte mir dann die ausgefallenden Anwendungen als Fehlzeit ankreiden.Ich habe aber sehr gut Buchhaltung geführt und ich konnte es nachweisen,dass es nicht stimmte.

Gestreikt wurde zwar in meiner Reha-Klinik nicht aber Ausfälle wegen Urlaub oder Krankheit der Mitarbeiter gab es auch, da sollte man sich dann selbst "Ersatz" suchen und wurde noch "angemacht" wenn man es nicht getan hatte ...

Persönlich war ich allerdings froh über JEDE therapiefreie Stunde, man wußte ja ohnehin nicht, was man mit mir wirklich machen sollte, hatte aber auch kein echtes Interesse das herauszufinden.
So konnte ich wenigstens sehr oft nach Hause, Ausgang (bis 01 Uhr Nachts) war kein Problem, man musste sich nur "brav" abmelden (in einem Ausgangs-Buch austragen) und rechtzeitig wieder zurück melden.

Die Reha hat mir nicht viel gebracht und um die Therapien beim Psychologen habe ich mich immer selber bemüht,um mir helfen zu lassen.

Mir hat die Reha gar nichts gebracht, außer der Erkenntnis, dass ich so was NIE WIEDER brauche, mein Psychiater konnte anschließend von vorne anfangen, mit seiner Behandlung aber der Reha-Empfehlung einer (dringenden) ambulanten Psychotherapie konnte er auch nicht folgen.

Es geht mir aber leider nicht überhaupt nicht gut und ich habe deshalb auch wieder eine Therapie begonnen.

Mit dem "Bezugs-Therapeuten" in der Reha kam ich nicht zurecht, er forderte immer nur, dass ich über andere Arbeit nachdenken solle, wenn ich schon meine, dass es im CallCenter nicht mehr geht.

Nach seiner Ansicht hätte ich mich schon aus der Reha um "was Anderes" bewerben sollen, nur wegen meinem vorhandenen Arbeitsplatz wurde ich AU entlassen, dort sollte ich ja dann doch nicht mehr arbeiten (müssen).

Meine Ärzte und ich waren uns schon vorher darüber klar geworden, dass es wohl nichts mehr wird mit regulärer Berufstätigkeit, nach der Herz-OP hatte ich ja (knapp 7 Monate) vergeblich noch mal versucht wieder rein zu kommen, in meinen Job ...

Einen EM-Renten-Antrag habe ich allerdings erst nach der Aussteuerung gestellt (fast 1 Jahr NACH dieser Reha), trotzdem wurde mir schon im Reha-Bericht "ein stark ausgeprägtes Rentenbegehren" bescheinigt, wirklich gesprochen wurde darüber eigentlich gar nicht. :icon_evil:

Den Rentenantrag hatte ich schon vor der Reha gestellt.

Das war sicher auch bekannt bei deiner Aufnahme, die KK wollte sich also nur noch das "Dispositionsrecht" sichern, für den Fall, dass man dir EM-Rente bewilligen sollte.

Wer in der Klinik schon einen Rentenantrag gestellt hatte, dem wurde zu verstehen gegeben,dass wir es nicht unterstützen werden,egal was kommt und das bei vielen Patienten.

Genau so ist es, denn dafür werden diese Kliniken ja nicht bezahlt von der DRV, es kommt sehr selten vor, dass Jemand aus der Reha (durch "Umdeutung") in eine EM-Rente kommt.

Mein Anwalt hat den Widerspruch eingelegt und danach auch die Klage beim Gericht.

War (vermutlich) sehr bald nach der Reha, dass dein Antrag auf EM-Rente abgelehnt wurde ???
Da hat die DRV selbst wohl auch keine Arztberichte mehr angefordert, um darüber noch mal nachzudenken, so ein Reha-Bericht gilt als "Langzeit-Gutachten" ...

Der Anwalt hat die Akte angefordert und sich einen Überblick verschafft.Er sagte zu mir,sie haben eine sehr dicke Gesundheitsakte und sehr viel an Befunden,was ihre Erkrankung auch wirklich belegt.

Das interessiert dei DRV aber nicht besonders, wenn es einen aktuellen Reha-Bericht gibt, der dazu ganz andere Aussagen macht ... :icon_evil:

Das Sozialgericht hat jetzt über meine Anwältin,alle Befunde und Unterlagen bekommen.

Das Sozialgericht hat einen eigenen Ermittlungs-Auftrag und wird auch deine Ärzte noch direkt anschreiben, letztlich wird wohl ein gerichtliches Gutachten stattfinden (müssen), um Klarheit für den Richter zu schaffen, denn der ist ja auch kein Arzt.

An dieses Gutachten wird sich der Richter dann letztlich auch halten, in meinem Falle war das der Zeitpunkt, wo auch der Reha-Bericht und die DRV-"Gutachten" ihre Bedeutung (endlich) verloren haben.

Die gerichtlichen Gutachter (Internist und Psychiater) stellten übereinstimmend (aber unabhängig voneinander) fest, dass ich bereits zum Antragszeitpunkt hätte EM-Rente bekommen müssen, die DRV-Vorgutachten kamen nicht besonders gut weg dabei.

Sie waren ohnehin überwiegend aus dem Reha-Bericht abgeschrieben und dazu bemerkten die gerichtlichen Gutachter nur, dass wohl komplett an meinen Problemen "vorbei therapiert" wurde in dieser Reha-Klinik.

Das war noch sehr zurückhaltend ausgedrückt, denn ich fühlte mich dort eigentlich nur komplett unwohl und überhaupt NICHT therapiert.
Trotzdem konnte ich ja auch nicht die Einstellung des Krankengeldes riskieren, also habe ich das eben 6 Wochen "über mich ergehen lassen" ... wie schon so Vieles vorher auch.

MfG Doppeloma
 

hansestadt

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Hallo,

ich habe vor 2 Tagen Post von meiner Anwältin bekommen,sie hat mir eine Kopie vom Sozialgericht zugesandt.

Die DRV Bund hat beantragt,dass meine Klage gegen sie,wegen voller Erwerbsminderung abgewendet wird und erst gar nicht zu einer Verhandlung kommt.

Die Begründung war wie immer voller Lügen und an den Haaren herbeigezogen.Man muss sich wirklich die Frage stellen,was dort in Berlin im Glasturm hinter dem sicheren Schreibtisch der DRV für angebliche Experten arbeiten.

Es wurde von der DRV behauptet,dass ich unwillig wäre,einer Behandlung nach Aufforderung der Rentenversicherung nachzukommen.

Ich muss es kurz erklären,auch wenn sich manches wiederholt .
Ich bin seit ungefähr 10 Jahren in Ärztlicher Behandlung wegen meiner psychischen Erkrankung und seit 2013 durchgehend krank geschrieben.

Ich wurde damals mit Medikamenten eingestellt,weil ich so fertig war,dass ich vor Depressionen und Angstzuständen nicht mehr über den Tag gekommen bin.Ich habe Antidepressiva,Tavor und Zolpiclon 7,5 mg bekommen.Ich konnte keine Nacht mehr schlafen und ich hätte es nicht mehr lange geschafft.

Ich habe dann neben meiner Arbeit,die Medikamente genommen,damit ich überhaupt noch meinen Tag bewältigen konnte und am Abend die Zolpiclon zum einschlafen.

Ich habe dann auch meine erste Psychotherapie durchgeführt,neben meiner lückenlosen Ärztlichen Behandlung.

Das Problem mit Medikamenten wie Tavor und Zolpiclon ist das Abhängigkeitspotenzial.Man steigert mit der Zeit immer weiter die Dosierung,um den gleichen Effekt zu erzielen und um zu funktionieren.

Ich wurde im Jahr 2014 zum MDK bestellt,zu einer Begutachtung durch die Amtsärztin.Sie kam zum Ergebnis,dass ich nicht erwerbsfähig bin.Ich habe es aber erst lange Zeit später erfahren,da mir die Aushändigung dieses Befundes untersagt wurde.

Ich habe mich dann kurze Zeit später entschlossen,eine Behandlung in der Psychiatrie,wegen meiner Depressionen und um Medikamente auszuschleichen und das auf völlig freiwilliger Basis,denn den Termin habe ich mir selber geben lassen.

Ich wurde dann 5 Wochen in der Klinik behandelt.Man sagte mir danach,dass ich sehr gut mitgezogen habe und deshalb kann man mich entlassen,man hatte Vertrauen,dass ich mich weiter behandeln lasse,was ich auch bis heute mache.

Ich habe in dieser Zeit den größten Teil der Medikamente ausgeschlichen.Ich wurde mit 0,75 mg Tavor und einer Zolpiclon 7,5 mg am Abend entlassen,dass war zu früher nur noch ein Witz mit der Dosierung.Danach habe ich das Tavor bis auf 0,25 mg weiter reduziert.Ich nehme heute am Abend um 20:00 Uhr noch diesen Krümmel 0,25 mg Tavor und eine Zolpiclon zum schlafen,um meinen massiven Schlafstörungen entgegen zu wirken.Ich habe deshalb schon sehr viel versucht,damit es besser wird,auch alternative Behandlungen.

Ich hatte ein sehr hartes und schweres Jahr,gesundheitlich und im privaten,ohne die Unterstützung zum schlafen wäre ich schon irre.Die Zolpiclon verliert nach 4 Stunden ihre Wirkung,es ist nur zum Einschlafen gedacht.

Ich wurde mit Medikamenten zum größten Teil umgestellt,die nicht abhängig machen,aber bei großer Unruhe eine Unterstützung sind.
Der letzte Krümmel Tavor wird auch jetzt komplett von mir abgesetzt. Die letzte Schlaftablette werde ich noch etwas weiter nehmen,bis sich vieles im privaten erledigt hat.Ich möchte hier nichts runter spielen,darum geht es wirklich nicht.

Diese Medikamente sind momentan nicht mehr mein Problem,sondern meine Depressionen und meine ewigen Angstzustände,die mich fertig machen.

Ich habe dann,nach einem Eilantrag bei der DRV 2015 eine Reha von 5 Wochen gemacht,die mir nichts gebracht hat.Danach habe ich bis Anfang 2017 zwei weitere Psychotherapien gemacht und das alles freiwillig,um die Gesundheit etwas zu stabilisieren,aber der wirkliche Erfolg hat sich nie eingestellt.

2016 musste ich dann zum Rentengutachter,wegen meinem Antrag auf EM Rente.Ich wurde viele Wochen später aufgefordert eine Entwöhnung zu machen und ich wusste nicht mehr was die von mir wollen. Ich habe in der Psychiatrie viele Patienten mit unterschiedlichen Suchtproblemen kennengelernt.Ich habe aber niemanden gesehen,der wegen einer Schlaftablette am Abend und den letzten Krümmel Tavor zu einer Entwöhnung war.Man würde mich dort auslachen und mehr nicht,denn die haben dort mit anderen Problemen zu kämpfen.

Ich habe auch mit anderen Ärzten gesprochen,die alle gesagt haben,dass man dafür niemanden zur Entwöhnung schicken würde,die haben nur mit dem Kopf geschüttelt ,selbst mein Psychiater.

Nachdem meine Anwältin es geschafft hatte,meine Akten von der DRV einzusehen,wurde mir bewusst,warum ich zur Entwöhnung aufgefordert wurde.Der Gutachter hat die Dosierung vom Tavor in seinem Bericht verdreifacht und er hat andere Schlafmittel eingefügt,die ich noch nie genommen habe,also hat der Oberarzt bewusst falsche Angaben gemacht,um mir zu schaden und das im Sinne der DRV.Das alles ist hochgradig kriminelles Verhalten.

Jetzt behauptet die DRV,dass ich unwillig bin und meiner Mitwirkungspflicht nicht nachkomme und das alles,bei 3 Psychotherapien,einen Aufenthalt über 5 Wochen Psychiatrie,5 Wochen Reha und das alles bei durchgehender Ärztlicher Behandlung.Ich habe alles aus freien Stücken gemacht,aber ich bin ja völlig unwillig.Ich bin in den letzten Jahren von Behandlung zu Behandlung gefahren,aber ich bin unwillig.

Mein behandelnder Arzt hatte nach dem Gutachten eine Richtigstellung meiner Medikamente geschrieben,aber das findet natürlich keinerlei Beachtung,weil es nicht ins Konzept passt.

Ich finde es einfach unerträglich,mit welchen Mitteln gegen erkrankte Menschen vorgegangen wird,nur um sie im unrechten Licht dastehen zu lassen.Es geht immer nur darum,dass der Patient ja selber an seiner Erkrankung Schuld hat und nichts für seine Genesung unternimmt.

Wie soll es Menschen wieder besser gehen,wenn sie pausenlos fertig gemacht werden.
 

Doppeloma

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Hallo hansestadt,

ich habe vor 2 Tagen Post von meiner Anwältin bekommen,sie hat mir eine Kopie vom Sozialgericht zugesandt.

Dann bewegt sich ja schon was, hast du auch schon Unterlagen bekommen zum Unterschreiben, damit das Gericht die Ermittlungen aufnehmen kann (z.B. deine Ärzte anschreiben?) ???

Die DRV Bund hat beantragt,dass meine Klage gegen sie,wegen voller Erwerbsminderung abgewendet wird und erst gar nicht zu einer Verhandlung kommt.

Ja, das hätten die gerne so, aber darauf wird sich das Gericht nicht einlassen, ob es mal eine Verhandlung geben wird hat nicht die DRV zu entscheiden. :icon_evil:

Ich erinnere mich noch als wir im ersten Verfahren bei meinem Männe diese "Stellungnahmen" zur Klage und zum Kläger gelesen haben, mein Männe glaubte auch gleich es wäre Alles schon vorbei und gelaufen ... :icon_neutral:

Die Begründung war wie immer voller Lügen und an den Haaren herbeigezogen.Man muss sich wirklich die Frage stellen,was dort in Berlin im Glasturm hinter dem sicheren Schreibtisch der DRV für angebliche Experten arbeiten.

Es wurde von der DRV behauptet,dass ich unwillig wäre,einer Behandlung nach Aufforderung der Rentenversicherung nachzukommen.

Du wirst dich leider daran gewöhnen müssen, solche "Einlassungen" der DRV noch öfter zu lesen, immer wenn es was Neues gibt wo sich die DRV zu äußern soll wird man das wiederholen, dass man dagegen ist dir eine EM-Rente geben zu müssen und dass der Richter die Klage "abweisen" soll.

Die "Experten" die das schreiben sind die Anwälte der DRV, von denen darfst du keine "Menschlichkeit" erwarten, dafür werden die nicht von der DRV bezahlt. :icon_evil:

Ich muss es kurz erklären,auch wenn sich manches wiederholt .
Ich bin seit ungefähr 10 Jahren in Ärztlicher Behandlung wegen meiner psychischen Erkrankung und seit 2013 durchgehend krank geschrieben.

In der Regel wird dich der Richter / das Gericht (über deine Anwältin) auffordern dazu Stellung zu nehmen und Erklärungen abzugeben wenn DU das für nötig halten willst ,um deren Behauptungen zu widerlegen.

Es ist DEIN Verfahren und du hast das Recht dazu, vergiss das nicht und teile dem Gericht ALLE wichtigen Informationen mit, weise darauf hin wo sie noch wichtige Berichte bekommen können, die von der DRV bisher gar nicht angefordert wurden.

Weil man dort sowieso nicht daran interessiert war, deinen tatsächlichen Gesundheitszustand feststellen zu können, was du selber schon zu Hause hast gib deiner Anwältin (in Kopie) zur Weiterleitung an das Gericht.

Du kannst durchaus auch deine Schilderunegn (wie du es hier gemacht hast) an das Gericht leiten lassen und von der Klinik wo du von den Tabletten runter bist, muss es doch auch Berichte geben ???

Reiche ALLES ein was du in die Finger bekommen kannst, das hast du dir ja nicht "ausgedacht" und die DRV hat sich das doch gar nicht selbst besorgt, wie es ihre Pflicht gewesen wäre.

Ich habe dann auch meine erste Psychotherapie durchgeführt,neben meiner lückenlosen Ärztlichen Behandlung.

Auch das lässt sich beweisen und deine Ärzte / Therapeuten können (und werden) das bestätigen also sammle deine medizinische "Munition" und unterstütze das Gericht so gut es geht mit den nötigen Informationen, damit möglichst NICHTS Wichtiges übersehen wird.

Ich wurde im Jahr 2014 zum MDK bestellt,zu einer Begutachtung durch die Amtsärztin.Sie kam zum Ergebnis,dass ich nicht erwerbsfähig bin.Ich habe es aber erst lange Zeit später erfahren,da mir die Aushändigung dieses Befundes untersagt wurde.

Na-Ja, was der MDK so feststellt ist ungefähr genau so wenig wert wie die "Gutachten" der AfA, der MDK wollte auch nur den Weg frei machen, dass die KK dich in Reha schicken kann ... und das war ja auch nicht gerade förderlich für deine Gesundheit. :icon_evil:

Da wird das Gericht entweder selbst nachfragen und wenn nicht, wissen die auch schon, dass diese Gutachten wenig Wirkung auf die DRV haben werden, dass die ihre aktuelle Meinung ändern müssten.

Ich habe mich dann kurze Zeit später entschlossen,eine Behandlung in der Psychiatrie,wegen meiner Depressionen und um Medikamente auszuschleichen und das auf völlig freiwilliger Basis,denn den Termin habe ich mir selber geben lassen.

Ich wurde dann 5 Wochen in der Klinik behandelt.Man sagte mir danach,dass ich sehr gut mitgezogen habe und deshalb kann man mich entlassen,man hatte Vertrauen,dass ich mich weiter behandeln lasse,was ich auch bis heute mache.

Dieser Bericht ist deutlich WICHTIGER, wenn du den nicht selbst bekommen kannst dann weise deine Anwältin unbedingt darauf hin, dass sie das Gericht dazu informiert wann genau du dort gewesen bist ... die bekommen den dann .... garantiert !!!

Ich hatte ein sehr hartes und schweres Jahr,gesundheitlich und im privaten,ohne die Unterstützung zum schlafen wäre ich schon irre.Die Zolpiclon verliert nach 4 Stunden ihre Wirkung,es ist nur zum Einschlafen gedacht.

Ich wurde mit Medikamenten zum größten Teil umgestellt,die nicht abhängig machen,aber bei großer Unruhe eine Unterstützung sind.

Mach dich nicht unnötig "verrrückt" du nimmst weiter die Medikamente die (auch aus Sicht deiner Ärzte) erforderlich sind, sonst würde man dir ja keine Rezepte dafür ausstellen.

Das macht ja noch lange nicht direkt wieder "Erwerbsfähig", lass dir nicht einreden ein Abhängigkeits-Problem deswegen zu haben und ganz ehrlich, damit bekommen Leute (die echt Abhängig sind von Alkohol + Tabletten) manchmal sehr schnell eine EM-Rente ... :sorry:

Und merkwürdigerweise genau deswegen weil sie sich ALLEN Entzugsversuchen hartnäckig widersetzen ...

Solche Aktionen bringen nämlich nur was, wenn der Betroffene das auch freiwillig macht, in meiner Reha-Klinik war damals eine (noch recht junge) Patientin, die ganz offen dort weiter getrunken und Tabletten "missbraucht" hat, sie wurde mit einer "dringenden" Empfehlung für EM-Rente entlassen.

Man hatte trotzdem nichts dagegen ihr zunächst Woche um Woche zu verlängern, obwohl sie ganz klar (schon für Laien erkennbar) dort in der falschen Klinik war ... und die DRV hat genehmigt und gezahlt insgesamt 11 Wochen lang ...

Sie wurde dann (als nicht therapierbar) entlassen als ich dort war und hat das selbst erzählt und Abends stand sie mit ihren "Kumpanen" und reichlich Alkohol vor dem Klinik-Eingang herum ... da kann mir keiner erzählen, dass es vom Klinikpersonal nicht bemerkt wurde. :icon_evil:

Der letzte Krümmel Tavor wird auch jetzt komplett von mir abgesetzt. Die letzte Schlaftablette werde ich noch etwas weiter nehmen,bis sich vieles im privaten erledigt hat.Ich möchte hier nichts runter spielen,darum geht es wirklich nicht.

Also mach dir keine Gedanken um die Medikamente, die du brauchst um das alles ertragen und "überleben" zu können :icon_evil:
Mein Männe nimmt inzwischen Morphine (BTM Stufe III) gegen seine chronischen Schmerzen, ihm ist es langsam völlig EGAL ob das "süchtig" machen könnte oder nicht.

OHNE diese Tabletten würde er "die Wände hochgehen vor Schmerzen", das wäre sicher auch nicht besser für ihn ...

Diese Medikamente sind momentan nicht mehr mein Problem,sondern meine Depressionen und meine ewigen Angstzustände,die mich fertig machen.

Wenn du das mal überstanden hast wirst du sicher mit der Zeit ruhiger werden und vielleicht auch noch Tabletten reduzieren können und wenn nicht kommt es doch nur darauf an, dass es dir so gut wie möglich gehen wird.

2016 musste ich dann zum Rentengutachter,wegen meinem Antrag auf EM Rente.Ich wurde viele Wochen später aufgefordert eine Entwöhnung zu machen und ich wusste nicht mehr was die von mir wollen.

Die "kratzen und beißen jetzt um sich", weil du nicht aufgegeben hast, nach dem Widerspruch und der Ablehnung dazu.
Das wird so weiter gehen bis der Richter dann zuletzt ein Machtwort sprechen wird, wenn er selbst erkannt hat, dass nicht alles was die immer so schreiben auch den Tatsachen entspricht.

Im DRV-Gutachten für Männe wurde ihm empfohlen noch mehr Opioide (BTM Stufe II) einzunehmen und in höherer Dosierung, dann hätte er auch keine Schmerzen mehr und könne Vollzeit arbeiten ...

Der hat extra bei dem Gutachten einen Blut-Test gemacht, um zu kontrollieren, ob die verordneten Medikamente auch in seinem Blut vorhanden sind und fand die Dosis zu gering, die zu der Zeit (lt. Mediplan) genommen wurde ...

Der hatte also auch kein Problem mit "drohender Abhängigkeit", es war ihm auch egal, ob Männe dann überhaupt noch zu irgendwas im Stande wäre ...

Nachdem meine Anwältin es geschafft hatte,meine Akten von der DRV einzusehen,wurde mir bewusst,warum ich zur Entwöhnung aufgefordert wurde.Der Gutachter hat die Dosierung vom Tavor in seinem Bericht verdreifacht und er hat andere Schlafmittel eingefügt,die ich noch nie genommen habe,also hat der Oberarzt bewusst falsche Angaben gemacht,um mir zu schaden und das im Sinne der DRV.Das alles ist hochgradig kriminelles Verhalten.

Kriminelles Verhalten wirst du denen kaum nachweisen können aber du solltest den Reha-Bericht ausführlich korrigieren (auf einer Kopie) und ebenso auch das Gutachten was noch für die EM-Rente gemacht wurde, nur du selbst kannst beurteilen, was darin Wahrheit und was "gelogen" ist ...

Mein behandelnder Arzt hatte nach dem Gutachten eine Richtigstellung meiner Medikamente geschrieben,aber das findet natürlich keinerlei Beachtung,weil es nicht ins Konzept passt.

Davon lässt sich ja bestimmt auch eine Kopie beschaffen, der Richter sollte schnellstens überzeugt werden ein eigenes Gutachten zu beauftragen und dann wird sich bald herausstellen wie weit die DRV noch kommt mit ihren Darstellungen ... und ihrer ständigen Forderung deine Klage abzuweisen ...

Ich finde es einfach unerträglich,mit welchen Mitteln gegen erkrankte Menschen vorgegangen wird,nur um sie im unrechten Licht dastehen zu lassen.Es geht immer nur darum,dass der Patient ja selber an seiner Erkrankung Schuld hat und nichts für seine Genesung unternimmt.

In welchem "Licht du da stehst" interessiert die DRV nicht im Geringsten, die wollen deine EM-Rente sparen, es geht NUR UM GELD, es geht gar nicht UM DICH ... :icon_evil:

Wie soll es Menschen wieder besser gehen,wenn sie pausenlos fertig gemacht werden.

Lass dich nicht weiter von der DRV fertig machen mit diesen ewig gleichen Forderungen an das Gericht, sogar daran gewöhnt man sich irgendwann ...
Das hat so lange KEINE Bedeutung für dich, wie der Richter das nicht übernehmen möchte und dir direkt raten würde, die Klage lieber zurück zu nehmen.

Das MUSS er nämlich machen wenn die Sache wirklich schlecht für dich laufen könnte und bis dahin kann die DRV fordern was sie will es ist noch lange hin, bis eine Abweisung überhaupt ein Thema beim Richter sein könnte.

Eine Verhandlung gab es in meinem Verfahren auch nicht mehr, die DRV bekam nach den gerichtlichen Gutachten (als die fertig waren) nur noch die "Anweisung" vom Richter einen Vorschlag zur Berentung zu machen, wenn sie nicht verurteilt werden möchte (und damit den Prozess verliert) ... :idea:

Bis dahin hatten die auch bei mir noch nicht vor ihre Meinung zu ändern und verlangten unentwegt die Abweisung der Klage ...

Also nicht verzagen, es geht gerade erst richtig los bei Gericht ...

MfG Doppeloma
 

hansestadt

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Hallo,
vielen herzlichen Dank für Deine Antwort.
Es ist so hilfreich zu hören,dass nichts verloren ist und das man weiter für sein Recht kämpfen soll.Du hast es ja alles erlebt und Du kannst es dadurch erstklassig beurteilen.

Es ist bei der DRV alles nur auf Einschüchterung ausgelegt,weil sie genau wissen,dass auch die finanziellen Mittel bei den Patienten immer weniger werden und das sie dann oft mit dem Rücken an der Wand stehen.

Meine Anwältin hat alle Befunde von mir bekommen,die ich aus den letzten Jahren habe,Krankenhaus Psychiatrie,Reha,Rentengutachter,MDK,behandelnde Ärzte und Psychologen.Ich habe mir für alles immer Aktenordner angelegt,dass ich sofort darauf zugreifen kann.

Meine Anwältin hat alle Berichte,Befunde und Akten gewissenhaft studiert,dass konnte ich immer wieder feststellen.Der Hinweis von Dir,die Berichte von der Reha und Gutachter nochmal selber zu korrigieren, ist sehr gut und das werde ich auch umgehend machen.

Ich musste schon vor Monaten,viele Unterlagen fürs Gericht ausfüllen.Ich habe alle Adressen meiner Ärzte,Psychologen und Kliniken eintragen müssen und sie von der Schweigepflicht entbinden.Ich musste auch meine kompletten Versicherungszeiten eintragen.

Ich hatte noch vergessen zu schreiben,dass bei der letzten Post von meiner Anwältin,die sie vom Sozialgericht bekommen hatte,eine Rentenberechnung für mich dabei war.Es wurde die Überschrift Rentenberechnung durchgestrichen und Probeberechnung daneben geschrieben.Es war wirklich alles genau aufgeführt und ausgerechnet,auch die Nachzahlung bis 2015 war ausgerechnet.

Das war kein normaler Rentenauszug,sondern eine richtige Probeberechnung.Ich bin aber nur vorsichtig optimistisch,weil ich es nicht einschätzen kann.

Meine Anwältin sollte jetzt nochmal Stellung fürs Sozialgericht zu meinen Medikamenten nehmen,wegen der Behauptung der DRV.Sie sagte aber zu mir,dass ist nur Geplänkel und sonst nichts und sie wird eine Richtigstellung schreiben.Meine Anwältin war insgesamt sehr optimistisch,im Gegensatz zu mir als Laien.

Ich habe aber das Gefühl,dass das Gericht sich damit beschäftigt.

Ich denke aber,dass Du es wesentlich besser einschätzen kannst als ich.
 

hansestadt

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:welcome:Ich habe hier noch ein paar Sätze aus meinem letzten Beitrag(Post vom Sozialgericht über Anwältin),wo ich nicht so richtig weiß,wie ich es einschätzen soll.

Vielleicht hat noch jemand eine Tipp für mich.

"""Ich musste schon vor Monaten,viele Unterlagen fürs Gericht ausfüllen.Ich habe alle Adressen meiner Ärzte,Psychologen und Kliniken eintragen müssen und sie von der Schweigepflicht entbinden.Ich musste auch meine kompletten Versicherungszeiten eintragen,wo und wie lange versichert.

Ich hatte noch vergessen zu schreiben,dass bei der letzten Post von meiner Anwältin,die sie vom Sozialgericht bekommen hatte,eine Rentenberechnung für mich dabei war.Es wurde die Überschrift Rentenberechnung durchgestrichen und Probeberechnung daneben geschrieben.Es war wirklich alles genau aufgeführt und ausgerechnet,auch die Nachzahlung bis 2015 war ausgerechnet.

Das war kein normaler Rentenauszug,sondern eine richtige Probeberechnung.Ich bin aber nur vorsichtig optimistisch,weil ich es nicht einschätzen kann."""
 

hansestadt

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Ich wende mich nochmal an das Forum wegen meinem Antrag auf EM-Rente.

Ich hatte ja schon vor einigen Wochen geschrieben,dass ich von meiner Anwältin eine Kopie vom Sozialgericht über eine Rentenberechnung bekommen habe.Die Überschrift Rentenberechnung wurde durchgestrichen und Probeberechnung daneben geschrieben.Ich kann natürlich nicht sagen,wer die Überschrift geändert hat.

Meine Anwältin musste auch nochmal Stellung zum letzten Schreiben der Rentenversicherung von Ende Dezember 2017 nehmen,was sie dann auch am 04.02.2018 gemacht hat.Ich könnte auch sagen,dass meine Anwältin eine Richtigstellung gegenüber dem Sozialgericht gemacht hat,da die Rentenversicherung ständig lügt und die Tatsachen verdreht.

Was mich jetzt quält ist,ob das alles für mich gut ist oder ob es noch nichts zu bedeuten hat?

Ich wurde bis jetzt noch nicht zum Gutachter des ''Sozialgerichts''bestellt.Ich muss aber dazu sagen,dass dem Gericht alle Befunde meiner Ärzte vorliegen,incl.der Gefälligkeitsgutachten von der Rehaklinik und Rentengutachter,gegenüber der Rentenversicherung.Ich habe schon im Juni 2017 meine Ärzte und Psychologen,wie vom Gericht verlangt, von der Schweigepflicht entbunden,damit das Gericht sich selber nochmals alle Befunde anfordern kann.

Auf der einen Seite ist ja Bewegung in der Sache,aber auf der anderen Seite ist es sehr belastend,weil ich sehr verunsichert bin und das ständige warten auf das nächste Schreiben und natürlich die Entscheidung in meiner Rentensache.Das alles zermürbt und frustriert einem als Menschen sehr.

Vielleicht kann mir noch jemand aus dem Forum was dazu sagen,ich bin über jeden Ratschlag dankbar.
 

hansestadt

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EM-Rente beantragt und Klage

Ich habe im Oktober 2015 EM-Rente wegen einer chronischen Erkrankung beantragt,die abgelehnt wurde,genau wie der Widerspruch und das nach fast 2 Jahren Bearbeitungszeit.

Meine Anwältin hat im Juni 2017 Klage beim Sozialgericht eingereicht,mit allem was ich an Befunden und Unterlagen besitze.

Ich musste kurz danach,alle Ärzte von der Schweigepflicht fürs Sozialgericht entbinden und ich habe meine kompletten Versicherungszeiten bei den Krankenkassen und Rentenversicherung offen legen müssen.

Ich habe Ende Dezember 2017 wieder Post von meiner Anwältin bekommen.Die Rentenversicherung musste Stellung zu der Klage nehmen und sie hat natürlich wieder alles versucht,die Fakten zu verdrehen und zu leugnen,sie möchte natürlich das die Klage abgewendet wird.Es wurde aber eine Probeberechnung für eine EM-Rente,wie ich glaube vom Sozialgericht angefordert und meiner Anwältin mitgeteilt.

Meine Anwältin hat darauf eine Richtigstellung ans Sozialgericht geschrieben,worin auch die Einnahme meiner Medikamente korrigiert werden musste,denn die Rentenversicherung versucht immer wieder,mit falschen und zu hohen Dosierungen dem Gericht einzureden,dass ich eine Entwöhnung machen müsste und das ich dem nicht nachkommen will.

Das alles ist natürlich völliger Blödsinn,weil ich meine Medikamente nachweislich in einer Klinik im Jahr 2014, bis auf eine notwendige Dosierung ausgeschlichen habe und ich wurde auch zum Teil, neu mit Medikamenten eingestellt.Ich bin bis heute durchgehend in ärztlicher Behandlung,wo mir meine Medikamente verordnet werden.

Es vergehen immer wieder Monate,bis man wieder aus irgendeiner Ecke etwas neues hört und am Ende ist nicht wirklich viel passiert.Es gehen dann wieder irgendwelche Richtigstellungen und Medikamentenpläne hin und her,wie schon früher zwischen Anwalt und Rentenversicherung.

Meine Anwältin macht aber ganz gute Arbeit,denn sie kann für die schleppende Bearbeitung an den Sozialgerichten auch nichts.

Ich stelle mir oft die Frage,wie lange sich das alles noch hinzieht,denn ich lebe inzwischen,wie viele andere Rentenantragsteller von Hartz 4.Das Jobcenter schreibt mich auch regelmäßig an,was der Stand der Dinge ist,weil die mich natürlich auch loswerden wollen.

Es sind jetzt fast 3 Jahre vergangen und ich kämpfe immer noch um eine Rente.Ich habe oft das Gefühl,dass irgendwie nichts richtig beim Sozialgericht passiert.Man ist dem ja komplett ausgeliefert und man kann immer nur warten und das macht einem innerlich kaputt.Das finanzielle ist am Ende nur noch eine Katastrophe,dank unseres Sozialstaates.

Ich bin sehr oft völlig verzweifelt und ich weiß dann nicht mehr weiter und ich weiß nicht,wie lange ich das noch durchhalten werde.
 

MissRuhrpott

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Hallo hansestadt,

ich bin in der gleichen Situation und kann Deine Anspannung durchaus nachvollziehen,wenngleich es mich eher körperlich erwischt hat,psychisch kann ich nicht so sehr klagen.

Beim SG liegt meine Angelegenheit schon seit 2016,auch mit einem guten Anwalt.Insgesamt dauert das Ganze aber bis heute schon 4 Jahre,ich klage allerdings gegen den SGB XII-Träger,da ich durch Abschiebung Jahre zuvor dorthin meine Wartezeit nicht erfülle.

Wenn ich die Schreiben meines Anwalts sehe mit den Eingangsstempeln,dann stelle ich immer wieder fest,daß das SG schon ziemlich flott arbeitet.
Die Beklagte allerdings reizt die vom SG gestellten Fristen gerne bis zum geht nicht mehr aus.
Das hat sich erst nach dem Erörterungstermin im letzten Jahr geändert.
Vielleicht auch deshalb,weil die jetzt ihre Felle schwimmen sehen,sieht ganz gut aus für mich :icon_hihi:

Ich habe Ruhe vor dem JC,die warten bis ich was neues mitteile.
Du kannst ja eigentlich froh sein daß die Dich nur anschreiben,manch einer wird dafür vorgeladen,da rennt man dann für nix dahin.

Versuche Dich auf Dich zu konzentrieren,tu was Dir guttut und schone Deine Nerven.Schon durch meinen Anwalt bin ich wesentlich ruhiger.
Und auf die Verfahrensdauer und den Ausgang haben wir eh keinen Einfluss.

Wir wissen ja,vor Gericht und auf hoher See....
 

hansestadt

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Hallo Doppeloma,

ich hänge bis heute in der Warteschleife,für eine Entscheidung in meiner Rentensache.

Ich habe am 11.05.2018 wieder Post von meiner Anwältin bekommen,sie hat mir ein Schreiben vom Sozialgericht zur Kenntnisnahme weitergeleitet,worauf nicht mehr geantwortet werden muss.Man hat auch nichts zusätzliches an Unterlagen von mir verlangt.

Es ging in diesem Schreiben um die Befundberichte vom Behandlungszeitraum Juni 2016 bis einschließlich 2017.Es sind die Befunde von meinem zu der Zeit behandelnden Hausarzt,Psychologen,Neurologe/Psychiater,Diabetologen und auch zum Teil von der Reha aus dem Jahr 2015.Das Gutachten vom Rentengutachter war nicht mehr dabei.

Das sind die Befunde,die für die DRV Bund von meinen behandelnden Ärzten und Psychologen geschrieben wurden.Vieles davon kannte ich noch nicht so ausführlich,obwohl ich schon sehr viele Befunde selber hatte.

Es sieht für mich so aus,als wenn das Gericht alles zusammen getragen hat,was es an Unterlagen und Befunde über mich gibt.Man kann auch sehr gut sehen,wie lange es oft bei den Ärzten liegt,bevor es fürs Gericht geschrieben wird.Das Gericht mahnt das auch an,wenn es noch nicht erledigt worden ist.

Auch wenn noch nichts entschieden ist,so ist doch aber Bewegung in dieser Sache,denn Das Gericht beschäftigt sich ja damit.Man hofft ja bei jedem Schreiben,dass es endlich weiter geht in der Rentensache.Ich kann ja auch im Moment nicht mehr machen,als zu warten und das ist oft sehr schwer.

Ich weiß auch nicht,ob ich noch zum Gutachter vom Gericht muss oder ob alles anhand der Unterlagen entschieden wird und das ein Gutachter nur noch auf diesem Weg dem Gericht zur Seite steht,um es besser beurteilen zu können.Es sind ja beide Wege denkbar.

Die Befunde decken sich im großen und ganzen,mit kleinen Abweichungen.Wenn nach der Erwerbsfähigkeit für schwere,mittelschwere oder leichte Arbeiten gefragt wird,dann sagt die Psychologin nur leichte Arbeiten und das aber nur sehr bedingt weil die Leistungsfähigkeit nicht gegeben ist,sie hat es sehr ausführlich beschrieben,warum es so ist.

Der Psychiater hat auch ganz klar gesagt,dass ich nicht erwerbsfähig bin und er hat auch alles sehr genau geschildert.Der Hausarzt hat die Erkrankung und Behandlungen auch bestätigt.Das Gericht fordert sich ja alles nochmal ein,obwohl ich schon sehr viele Befunde dem Gericht übergeben habe.Mir soll es trotzdem recht sein,weil es ja nochmals bestätigt wurde.

Einen Entlassungsbericht von der Reha muss man nicht mehr näher erklären,denn denen interessiert die Gesundheit nun überhaupt nicht,sondern nur der Geldbeutel der Rentenversicherung,man kann auch sagen,die Bank gewinnt immer.

Von der Antragstellung bis heute zum Sozialgericht,sind ja fast 3 Jahre vergangen,ich hoffe so sehr das es bald alles ein positives Ende für mich hat,denn die Kraft ist nicht unendlich.

Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen,denn das ist Balsam auf der Seele.
 
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