Eltern wollen dass ich ausziehe

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Fargo47

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Hallo,
habe mich hier angemeldet weil ich ein kleines Problem habe.

Meine Eltern wollen unbedingt dass ich ausziehe.
Sie hassen mich wie die Pest weil ich immer noch bei Ihnen wohne und keinen Job habe.

Also ich bin 23 Jahre alt, wohne in Berlin und bin zurzeit ausbildungssuchend, um genau zu sein seidem ich das Abi im Februar 2013 abgebrochen habe.
Ich habe in der Zeit mindestens 350 Bewerbungen verschickt und nahezu nur Absagen oder ab und zu auch kar keine RĂŒckmeldung erhalten.
Ich wurde wahrscheinlich zu maximal 20 VorstelllungsgesprÀche bzw. Einstellungstests eingeladen und habe jedesmal eine Absage erhalten.
Ich bin seit Sommer 2013 auch beim Jobcenter/Agentur fĂŒr Arbeit als ausbildungssuchend gemeldet und erhalte da ein wenig UnterstĂŒtzung in Form von BeratungsgesprĂ€chen, VermittlungsvorschlĂ€gen, Termine fĂŒr Ausbildungsbörsen etc.
Selbst mein Bewerbungslayout wurde von einem ihrer Mitarbeiter verfasst, das Design ist ziemlich schick, er meinte auch er war mal PR Heini und in der Werbung tÀtig - daran kann es also nicht liegen.
Immer wenn ich die Unternehmen um einen Grund der Absage frage, kommt entweder keine Antwort, "andere Bewerber waren geeigneter" oder "unsere Firmenpolitik lÀsst es nicht zu Ihnen einen Grund zu nennen".
Ich habe mich zudem um eine schulische Ausbildung bei zwei Oberstufenzentren bewroben und bei beiden eine Absage erhalten.
Gegen Ende diesen Jahres komme ich angeblich in eine Art "Förderkartei" der Agentur und mir können Einstiegsqualifiziereungen
(basically ein 1 Jahres- Praktikum) angeboten werden.
Ich habe ĂŒbrigens nur einen MSA mit einem Notendurchschnitt von 2,5.
Allerdings bewerbe ich mich auch nur auf Berufe die einen MSA (Fachinformatiker- und diverse IT-Berufe) oder einen erweiterten Hauptschulabschluss (versch. Elektriker-Berufe) erfordern.
Ich denke es liegt daran dass ich das Abi abgebrochen habe und nun seit 2,5 Jahren "quasi arbeitslos" bin.
Zudem spreche ich fließend Englisch (und ein wenig Französisch und Latein), hilft mir aber irgendwie trotzdem nirgends weiter weil niemand Englisch hören will, weder im Test (abgesehen von Grundschulenglisch) noch in GesprĂ€chen.

Jetzt zum Problem mit dem Auszug.
Meine Eltern hassen mich seitdem ich 18 bin wirklich extrem, da gibt es einfach nichts mehr zu bereden oder sonstiges.
Seitdem ich 18 bin muss ich vom Kindergeld leben, ich muss zwar keine Miete oder Strom zahlen, aber Essen, Trinken, Internet, Kleidung, BVG Fahrkarten und alles andere mit den 184 € bewĂ€ltigen.
Ich habe deshalb natĂŒrlich auch keinen FĂŒhrerschein, kein Auto und muss die BVG benutzen was ein wenig Ă€tzend ist wenn ich ein BewerbungsgesprĂ€ch außerhalb von Berlin habe und die Fahrt 1,5 bis 2 Stunden dauert.

FĂŒr Minijobs habe ich mich auch beworben, jedoch war McDonald's das einzige Unternehmen was mich je zu einem BewerbungsgesprĂ€ch eingeladen hat (und das auch nur nach dem ich mich zum zweiten Mal auf ein und dieselbe Stelle beworben habe).
Die wollte mir aber keinen 450€ Job anbieten sondern nur eine Teilzeitstelle, damit meinte meine Mutter aber dass ich dann nicht mehr kindergeldberechtigt sei und sie mich rauswerfen könnten.
Ich habe die Stelle dann nicht angenommen.

Ich wĂŒrde ja liebend gerne ausziehen, weiß aber nicht wie ich das bezahlen soll.
Allein der Umzug ohne FĂŒhrerschein, neue Möbel und erstmal eine Wohnung finden ohne Job oder HartzIV.
Was soll ich also machen?
Langsam habe ich Angst dass mir meine Mutter beim Umdrehen mal ein Messer in den RĂŒcken rammt oder mich im Schlaf ersticht.
Hat mir nÀmlich schonmal ein stumpfes Brotmesser in die linke Schulter gerammt.
War zwar keine Stichwunde, aber geblutet und wehgetan hats trotzdem.
Meine Eltern mögen mich nĂ€mlich wirklich nicht und beleidigen und brĂŒllen mich stĂ€ndig an (ich soll mich aus dem Fenster stĂŒrzen usw...), eben weil ich das Abi abgebrochen und jetzt immer noch keinen Job gefunden habe.
 

Seepferdchen 2010

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Und das solltest du sehr sorgfÀltig lesen, hier findest du auch sachliche Hinweise:

https://www.elo-forum.org/25/61881-praxishandbuch-junge-volljaehrige-auszugsberatung.html

Langsam habe ich Angst dass mir meine Mutter beim Umdrehen mal ein Messer in den RĂŒcken rammt oder mich im Schlaf ersticht.
Hat mir nÀmlich schonmal ein stumpfes Brotmesser in die linke Schulter gerammt.
War zwar keine Stichwunde, aber geblutet und wehgetan hats trotzdem.
Meine Eltern mögen mich nĂ€mlich wirklich nicht und beleidigen und brĂŒllen mich stĂ€ndig an (ich soll mich aus dem Fenster stĂŒrzen usw...), eben weil ich das Abi abgebrochen und jetzt immer noch keinen Job gefunden habe.

bitte auch das in Ruhe lesen:

Aber:
Bloße Behauptungen reichen zur Erlangung der Zustimmung nicht aus, vielmehr
mĂŒssen die schwerwiegenden sozialen GrĂŒnde nachgewiesen werden.

Hier ist der Nachweis von Fachberatungsstellen oder Sozialdiensten ausreichend.
Diese dĂŒrfen nur infrage gestellt werden, wenn es erhebliche Zweifel an der Richtigkeit gibt , sonst gilt § 17 Abs. 3 SGB I und § 67a Abs. 1 S. 1 SGB X.
Ungenehmigte AuszĂŒge von Unter25 JĂ€hrigen
»Schwerwiegende soziale GrĂŒnde« können vorliegen bei:
HerabwĂŒrdigungen und Gewalt; + unangemessene Überwachungsmaßnahmen; + Aufzwingen des elterlichen Willens; + fehlende Akzeptanz des Freundes der erwachsenen Tochter; + tief greifende, vom Kind nicht verschuldete Entfremdung (z.B. Aufnahme einer neuen LebensgefĂ€hrtin des Vaters im Haushalt; Aufwachsen im Haushalt des anderen Elternteils); + Straftaten durch die Eltern bzw. andere Mitglieder der Haushaltsgemeinschaft an dem U-25‘er (Palandt, BGB 64. Aufl.; §1612 Abs. 2 Rz

Quelle:
© Harald Thomé / Wuppertal Folienvortrag Seite 91
 

karren

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Wenn es echt so schlimm ist musst du dich echt mal wie oben beschrieben darum bemĂŒhen trotz U25 eine Wohnung zu bekommen.

"wenn die oder der Betroffene aus schwerwiegenden sozialen GrĂŒnden nicht auf die Wohnung der Eltern oder eines Elternteils verwiesen werden kann,
der Bezug der Unterkunft zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich ist oder
ein sonstiger, Àhnlich schwerwiegender Grund vorliegt."

Demnach scheinen deine Chancen ganz gut zu stehen.

Wichtig ist es fĂŒr dich jetzt dort raus zu kommen und vor allem ist es wichtig erst einmal eine BeschĂ€ftigung zu finden - egal was es ist. Du solltest zeigen das du einen geregelten Tragesablauf hast, lĂ€ngere Zeit arbeiten kannst und schlicht nicht einfach faul bist.

Hast du beim Amt schonmal nachgefragt ob die dir eine Ausbildung"stellen" können oder Àhnliches?
 
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