Eltern werden aufgefordert Unterhalt zu zahlen ü25 (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

SieDa

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Hallo erstmal, ich hoffe ich habe die richtige Kategorie getroffen.

Vor ein paar Wochen bekam ich erneut einen Aufgabenkatalog vom Fachbereich für Soziales indem es auch darum ging die Adressen etc.pp. meiner Eltern anzugeben.
Zu mir ich bin 32 Jahre alt und wohne seit ca. 10 Jahren schon nicht mehr bei meiner Mutter sondern in einer WG.
Mein Mitbewohner hat Arbeit, ich dagegen bin seit ein paar Monaten erwerbsunfähig eingestuft.

Nun zum Thema, meine Mutter rief mich vorhin mächtig sauer an da sie Post vom Amt bekommen hat indem sie aufgefordert wird sämtliche Finanzen offen zu legen da sie nun für mich Unterhalt zahlen soll.

Ich bin geschockt hat man mir doch beim Sozialamt kein Wörtchen davon gesagt. Überhaupt werde ich seit Monaten mit Briefen bombardiert ich weiß das ich mich in gewisserweise zum gläsernen Menschen machen muss, dennoch ist es mir ein Rätsel warum jetzt meine Eltern zur Verantwortung gezogen werden.

Ist es denn rechtens das meine Mutter jetzt für mich zahlen muss ?
Langsam weiß ich wirklich nicht mehr weiter.
Ich bedanke mich im voraus für eure Hilfe !!
 

ZynHH

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Ist es denn rechtens das meine Mutter jetzt für mich zahlen muss ?
Ich nehme mal an, deine Erwerbsminderungsrente ist so niedrig das du Hilfe zum Lebensunterhalt beantragt hast. Da werden in der tat erwerbstätige Eltern und Kinder des Hilfebedürftigen, so ihr Einkommen dafür ausreicht aufgefordert, füreinander einzustehen, bevor der Staat zahlt.
 
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Ich war früher im betreuten Wohnen (ambulant), das von der Sozialhilfe getragen wurde. Meine Mutter musste hier auch immer einen Eigenanteil von ca. € 30 leisten.
 

Hartzeola

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SieDa

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Ohje da wird es jetzt aber Theater geben meine Mutter hat ein geregeltes Einkommen was aber monatlich zum grossteil für Miete etc. drauf geht. Momentan bin ich ehrlich gesagt wirklich überfordert, wöchentlich bekomme ich Briefe und es fehlen scheinbar immer irgendwelche unterlagen.
Im nächsten Atemzug heisst es die Unterlagen seien nicht eingegangen.

Mir schlägt das ganze dermassen auf die Psyche....

Ich glaube der Beste Weg wäre einen Anwalt für Sozialrecht zu kontaktieren.

Mir wurde von Beginn an nichts erklärt vom Amt. Ich musste zum Psychologen , was schon eine Tortur War, weil er mich sofort abgestempelt hat und mich ohne gross zu reden als erwerbsunfähig und als Menschen 3ter klasse betitelt hat. Im Nachhinein durfte ich dann Rente beantragen und wurde vom Sozialamt angeschrieben auf nachfragen wurden nicht reagiert , erst mit einem Versagungsschreiben hat man mich aufgeklärt das die ARGE nicht mehr für mich zuständig sei, sondern von nun an, das Sozialamt.

Erst wollten sie meinen Mitbewohnerin Regress nehmen und nun meine Eltern ich bin gespannt was mich nun erwartet.

Ich komme mir da wirklich schlechtvor so ohne Ahnung!
 

Doppeloma

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Hallo SieDa,

kann mich meiner Vorschreiberin nur anschließen, von WEM (JC-ÄD oder DRV ???) wurde die "Erwerbsunfähigkeit" festgestellt und welche Entscheidung wurde denn bisher von der DRV zu deinem Antrag auf EM-Rente getroffen ???

Die DRV ist in diesem Falle nun die einzig maßgebliche Behörde, die darüber verbindlich zu entscheiden hat, ob du tatsächlich als voll oder teilweise Erwerbsgemindert anzusehen bist.
Die JC erklären schnell Jeden für "Erwerbsunfähig" der "nicht bei 3 auf den Bäumen ist", nur um eine Abschiebung an das Sozial-AMT (SGB XII) "legalisieren" zu können.

Ohje da wird es jetzt aber Theater geben meine Mutter hat ein geregeltes Einkommen was aber monatlich zum grossteil für Miete etc. drauf geht. Momentan bin ich ehrlich gesagt wirklich überfordert, wöchentlich bekomme ich Briefe und es fehlen scheinbar immer irgendwelche unterlagen.
Im nächsten Atemzug heisst es die Unterlagen seien nicht eingegangen.
Bis zur rechtsgültigen Entscheidung der DRV (zu deinem EM-Renten-Antrag) bist du vor dem Gesetz noch immer "Erwerbsfähig" und das JC hat weiter zu zahlen.
Gerade solche Schritte wie jetzt vom Sozial-Amt sollen damit vermieden werden, ehe überhaupt die rechtlich klar zuständige Behörde (DRV) zur Erwerbsfähigkeit verbindlich entschieden hat.

Das ist zumindest im Gesetz so vorgesehen nach § 44a SGB II ...

§ 44a SGB II Feststellung von Erwerbsfähigkeit und Hilfebedürftigkeit

Leider scheinen sich viele JC in D daran nicht unbedingt zu halten und versuchen gesundheitlich eingeschränkte Leistungs-Empfänger auf sehr "unsauberen" Wegen schon vorher an das Sozial-AMT abzugeben.

Die wollen natürlich auch erst zahlen, wenn sie wirklich zuständig sind und dafür ist (in der Regel) die Entscheidung der DRV zur Erwerbsfähigkeit abzuwarten, besonders wenn ein Antrag auf EM-Rente dort bereits bearbeitet wird.

Mir schlägt das ganze dermassen auf die Psyche....
Deine Gesundheit interessiert die Behörden dabei nicht ernsthaft, es geht nur um das Geld was die Behörden für dich zahlen müssen und im SGB XII / Kapitel 3 sind die nächsten Angehörigen (Eltern /Kinder) zu überprüfen, ob sie nicht finanziell in der Lage sind "den Staat zu entlasten" ...

Ich glaube der Beste Weg wäre einen Anwalt für Sozialrecht zu kontaktieren.
Das wird dich nicht weiter bringen, denn das Sozial-Amt geht den rechtlich erlaubten Weg, das JC vorher hat dich zu früh in die falsche Richtung geschickt ... und du hast es nicht bemerkt ...

Mir wurde von Beginn an nichts erklärt vom Amt. Ich musste zum Psychologen , was schon eine Tortur War, weil er mich sofort abgestempelt hat und mich ohne gross zu reden als erwerbsunfähig und als Menschen 3ter klasse betitelt hat.
Dieses "Gutachten" solltest du mal anfordern (beim psychologischen Dienst direkt), mach IMMER ALLES schriftlich und nachweislich (per Übergabe-Einschreiben), dann können die auch nicht ständig die gleichen Unterlagen einfordern.

Im Nachhinein durfte ich dann Rente beantragen und wurde vom Sozialamt angeschrieben auf nachfragen wurden nicht reagiert , erst mit einem Versagungsschreiben hat man mich aufgeklärt das die ARGE nicht mehr für mich zuständig sei, sondern von nun an, das Sozialamt.
Genau das war NICHT korrekt, (die Arge gibt es nicht mehr, es ist das JobCenter), wie wurdest du aufgefordert EM-Rente zu beantragen und wie wurde der "Versagensbescheid" begründet, das ist nicht zulässig, so lange über den Antrag auf EM-Rente noch gar nicht entschieden wurde ... :icon_evil:

Den JC ist durchaus bekannt, dass die Sozial-Ämter vorher gar nicht zahlen müssen und offenbar wehrt sich das zuständige Sozial-AMT nun auf seine Weise ... von wem bekommst du denn aktuell deinen Lebensunterhalt ???

Erst wollten sie meinen Mitbewohnerin Regress nehmen und nun meine Eltern ich
bin gespannt was mich nun erwartet.
Das wird wohl davon abhängen was die DRV tun wird und wann das sein wird, die haben es sicher auch nicht eilig, denn denen ist ebenfalls egal wovon der Antragsteller lebt bis sie über die EM-Rente entschieden haben ...

Deine Mutter sollte sich darauf berufen (können), dass die Rentenkasse noch keine Entscheidungen dazu getroffen hat, ob du überhaupt als Erwerbsgemindert anerkannt wirst.
Dann ist noch die Frage ob das befristet oder unbefristet so gesehen wird (von der DRV), denn erst daraus ergibt sich die Zuständigkeit ob weiter JC / SGB II oder SGB XII Kapitel 3 oder Kapitel 4 anzuwenden ist.

Beim JC und in der Grundsicherung des SGB XII / Kapitel 4 gibt es keine Unterhaltspflicht, zumindest nicht bei Jahres-Einkommen UNTER 100 000 €, da kommt man aber nur mit Altersrente ODER EM-Rente auf Dauer hin ... von der DRV bestätigt ...

Das ist alles noch völlig offen und so muss das JC zahlen und im Prinzip darf aktuell Niemand Forderungen an deine Mutter stellen, bis die DRV mal deinen EM-Renten-Antrag geklärt hat.

Wenn Niemand mehr für dich zahlen will bis dahin, dann solltest du (bei Möglichkeit) tatsächlich einen Anwalt für Sozial-Recht und/oder direkt das zuständige Sozial-Gericht einschalten, es ist nicht zulässig, dass du ohne Geld gelassen wirst, bis die sich da alle mal einig werden, wer nun weiter für dich zuständig sein soll /wird.

Aufgeklärt über die wirklichen Konsequenzen wird da nur selten Jemand, meist wird "erzählt", dass sich finanziell nichts ändern wird beim Sozial-AMT und man ist vor Vermittlung verschont ... die Realität sieht dann leider ganz anders aus ...

MfG Doppeloma
 

SieDa

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Guten Morgen, tut mir leid das hätte ich wohl etwas detaillierter ausführen sollen.
Mein Antrag bei der DRV wurde im Mai positiv bewertet ich bekomme seit Juni 100 Euro Rente.

Das ganze Theater ging allerdings schon im letzten Oktober los.
Den Psychologischen Bericht musste ich anfordern und einschicken dort ist vermerkt das es sich um eine EM bis zu einem halben Jahr handele, die DRV hat mir die Rente bis zum 31.12.2017 gewährt.

Im Juni bekam ich Post das ich den Einstellungsbescheid von der ARGE vorzulegen habe, die ARGE aber sagte mir ich soll einfach einen weiterbewilligungsantrag einreichen der würde eh abgelehnt.

Geld beziehe ich zur Zeit vom Sozialamt allerdings einiges weniger als von der Arge allein bei der Miete muss ich jetzt ca. 50 Euro vom Lebensunterhalt dazuzahlen.

Zu diesem Zeitpunkt hat mir dann endlich jemand vom Sozialamt erklärt was da überhaupt vor sich geht.

----------

Muss meine Mutter sich denn jetzt in ihrem Lebensstandard einschränken um mir unter die Arme zu greifen ?
 

gelibeh

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bei der Miete muss ich jetzt ca. 50 Euro vom Lebensunterhalt dazuzahlen.
Mit welcher Begründung übernehmen die die Miete nicht voll?
Dir stehen Mietzahlungen in Höhe einer Singlewohnung zu. Sozialamt könnte da versuchen zu tricksen. Dann musst Du Dich wehren.

Weißt Du wie teuer eine Singlewohnung sein darf?
Vielleicht steht hier ja etwas zu Deinem Ort Harald Thome - Örtliche Richtlinien
 
E

ExitUser

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VOLLE unbefristete EM-Rente = SGB XII
VOLLE befristete EM-Rente = SGBII/SGBXII
Teil-EM-Rente =über 3 bis 6 Stunden arbeitsfähig = IMMER SGBII = ALGII = zum Sozialamt abschieben UNMÖGLICH, ALGII-Weigerung rechtswidrig!!

Es ist nicht klar, WAS Du bekommst, Du schreibst lediglich EM-Rente von DRV genehmigt, jedoch nicht welche!

Gruß
Wanda
 

SieDa

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Ich habe gerade mal in meinen Unterlagen geschaut da steht.

Rente wegen voller Erwerbsminderung im Zeitraum 1.4.2016 - 31.12.2017

Dies meldete ich sofort der ARGE denn mein Bescheid lief dort noch bis zum 30.6.2016 ich bekam allerdings keine weitere Post, erst wieder vom Sozialamt das ich meiner Mitwirkung nicht nachgekommen bin da ich den Einstellungsbescheid zum 1.4.2016 nicht eingereicht hätte.

Warum die mir die Miete nicht voll auszahlen wurde mit den Worten "weil das so ist" abgetan. Vorher bekam ich 272,00 Euro monatlich von der ARGE jetzt sind es 211,00Euro vom Sozialamt.
 

gelibeh

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Wenn Du alleine lebst, ist das Sozialamt zuständig, weil das eine befristete volle EM ist.

Von wann ist der Bewilligungsbescheid?

Und was ist für eine Singlewohnung angemessen?

"Das ist nun mal so" ist keine Auskunft.
 

Raffi

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Jetzt mal ehrlich , kannst du dir nicht einen offiziellen Betreuer suchen der dir vor Ort und mit den Behörden hilft.. das kann man beantragen, da du anscheinend damit überfordert bist... ich habe festgestellt, das das manchmal besser ist.. eine Bekannte von mir wird auch betreut und ist damit zufrieden, weil sie sehr unterstützt wird, sich auskennt mit den ganzen Behördenkram... daher hat sie auch wenige Probleme mit dem JC und so weiter..

Schau mal nach Betreuungsbüros in deiner Nähe..
 
P

Pichilemu

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Jetzt mal ehrlich , kannst du dir nicht einen offiziellen Betreuer suchen der dir vor Ort und mit den Behörden hilft..
Man bekommt keinen Betreuer nur weil man sich mit dem Behördenkram nicht auskennt. Es klingt auch nicht so als ob der TE in irgendeiner Weise psychisch krank wäre dass er das nötig hätte.
 

Doppeloma

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Hallo SieDa,

danke für die Ergänzungen, das klärt Einiges, was die Forderungen an deine Mutter betrifft.

Ob sie wirklich (teilweise) für dich mit aufkommen muss hängt von ihrem Einkommen und den notwendigen Ausgaben ab, sie muss NICHT selbst auf ihre notwendigen Ausgaben verzichten um dich unterstützen zu können.

Die finanziellen Grenzen werden aber (leider) gesetzlich ziemlich eng gesteckt, wenn es um den Unterhalt für (auch erwachsene) Kinder oder eben umgekehrt für die bedürftigen Eltern geht.
Sie darf allerdings nicht gezwungen werden dafür ihre Wohnung aufzugeben und die Ausgaben für ihre Berufstätigkeit müssen auch berücksichtigt werden, die genauen Beträge sind mir nicht bekannt, das ist ja auch immer unterschiedlich.

Warum die mir die Miete nicht voll auszahlen wurde mit den Worten "weil das so ist" abgetan. Vorher bekam ich 272,00 Euro monatlich von der ARGE jetzt sind es 211,00Euro vom Sozialamt.
Da kann ich mich nur anschließen, in der Regel gelten die gleichen Richtlinien zur Anerkennung von Wohnkosten (KDU) wie vorher beim JobCenter, gewöhne dir an ALLES schriftlich zu fordern und lass dich nicht mit solchen Bemerkungen abspeisen, es gibt auch dafür Gesetze an die sich auch dein Sozial-AMT zu halten hat.

Du solltest also schriftlich /nachweislich Widerspruch einlegen wenn es dafür noch nicht zu spät ist (1 Monat nach Kenntnisnahme des Bescheides ???) ODER einen Überprüfungs-Antrag stellen nach § 44 SGB X, das geht auch noch wenn die Widerspruchsfrist schon abgelaufen ist.

§ 44 SGB X Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigenden Verwaltungsaktes

Es darf nicht sein, dass du so viel Geld aus deinem Lebensunterhalt für die Miete abzweigen musst, zumindest reicht die mündliche Aussage dafür nicht aus, dass man das meint so machen zu dürfen, es muss rechtlich einwandfrei begründet werden (schriftlich) warum das so korrekt sein soll.

Nur mit solchen Schriftlichen Bescheiden hast du auch die Möglichkeit rechtliche Schritte weiter zu verfolgen, mit irgendwelchen mündlichen Aussagen kann kein Anwalt und kein Gericht viel anfangen.

es ist durchaus schon vorgekommen, dass die Ämter mal schon Eltern-Unterhalt mit einbezogen haben in so einen Bescheid, obwohl der Betroffene gar keinen bekommen hat, das Amt ist aber zunächst mal zuständig deinen kompletten Bedarf zu sichern und darf nicht Geld dabei "einplanen und schon verrechnen" was dir überhaupt nicht zur Verfügung steht. :icon_evil:

Das kannst du einer solchen Bemerkung allerdings nicht entnehmen, warum die nun meinen "das sei hier so", das hat man dir schriftlich und rechtmäßig zu begründen.

Solche Aussagen habe ich aber auch schon zu hören bekommen, als wir mal eine "Erst- Beratung" beim Sozial-AMT aufgesucht haben, man gab uns direkt eine lange Liste mit was man für den Antrag alles mitbringen muss...

Da wurde eine Meldebescheinigung gefordert (wir bekamen damals Hartz 4, da brauchten wir so was nicht), "Bei uns ist das aber so" hat man mir auch geantwortet, als ich gewagt habe nachzufragen wofür man einen PA hat, wo die aktuelle Meldeadresse doch drauf steht ...

Auch unsere Sozial-Wohnung wurde direkt "als zu teuer" eingeschätzt, beim JC war sie das fast 2 Jahre nicht gewesen ... wir haben dann auf den Antrag verzichtet, nach der Auskunft, es gäbe (wenn überhaupt) nur 10 - 20 € vom Sozial-Amt dazu, dafür wollten wir uns nicht weiter "zum Affen" machen lassen.

Bei uns war das aber ohnehin nur ein überschaubarere "Engpass", nein wir sind nicht "reich" (jedenfalls nicht finanziell gesehen), aber wir brauchen wenigstens keine Gelder mehr von irgendeinem Amt um zu "überleben" ... wir bekommen aber auch NICHTS mehr, dafür sind unsere Renten schon zu "hoch" ... :icon_hihi:

Du bist aber darauf angewiesen und darum darfst du dich nicht mit solchen "Plattheiten" abspeisen lassen, ob deine Mutter wirklich was zahlen muss wird sich aus den Unterlagen ergeben, die sie dafür vorlegen muss, darauf hast du leider keinen Einfluss.

Zunächst aber muss sie immer ihren eigenen (normalen/üblichen) Bedarf decken können, es soll ja auch nicht so enden, dass sie dann für sich soziale Leistungen beantragen müsste.

MfG Doppeloma
 

SieDa

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Jetzt mal ehrlich , kannst du dir nicht einen offiziellen Betreuer suchen der dir vor Ort und mit den Behörden hilft.. das kann man beantragen, da du anscheinend damit überfordert bist... ich habe festgestellt, das das manchmal besser ist.. eine Bekannte von mir wird auch betreut und ist damit zufrieden, weil sie sehr unterstützt wird, sich auskennt mit den ganzen Behördenkram... daher hat sie auch wenige Probleme mit dem JC und so weiter..

Schau mal nach Betreuungsbüros in deiner Nähe..
Natürlich bin ich damit überfordert weil ich eben keine Erfahrung damit habe und froh sein kann das man mir hier so gut hilft auf einen Betreuer habe ich keinen Anspruch werde mich aber dennoch an die rechtsberatung wenden obwohl mir eure Antworten schon massiv weiterhelfen um den behördenirrsinn etwas zu verstehen.
 

SieDa

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Hallo SieDa,

danke für die Ergänzungen, das klärt Einiges, was die Forderungen an deine Mutter betrifft.

Ob sie wirklich (teilweise) für dich mit aufkommen muss hängt von ihrem Einkommen und den notwendigen Ausgaben ab, sie muss NICHT selbst auf ihre notwendigen Ausgaben verzichten um dich unterstützen zu können.

Die finanziellen Grenzen werden aber (leider) gesetzlich ziemlich eng gesteckt, wenn es um den Unterhalt für (auch erwachsene) Kinder oder eben umgekehrt für die bedürftigen Eltern geht.
Sie darf allerdings nicht gezwungen werden dafür ihre Wohnung aufzugeben und die Ausgaben für ihre Berufstätigkeit müssen auch berücksichtigt werden, die genauen Beträge sind mir nicht bekannt, das ist ja auch immer unterschiedlich.



Da kann ich mich nur anschließen, in der Regel gelten die gleichen Richtlinien zur Anerkennung von Wohnkosten (KDU) wie vorher beim JobCenter, gewöhne dir an ALLES schriftlich zu fordern und lass dich nicht mit solchen Bemerkungen abspeisen, es gibt auch dafür Gesetze an die sich auch dein Sozial-AMT zu halten hat.

Du solltest also schriftlich /nachweislich Widerspruch einlegen wenn es dafür noch nicht zu spät ist (1 Monat nach Kenntnisnahme des Bescheides ???) ODER einen Überprüfungs-Antrag stellen nach § 44 SGB X, das geht auch noch wenn die Widerspruchsfrist schon abgelaufen ist.

§ 44 SGB X Rücknahme eines rechtswidrigen nicht begünstigenden Verwaltungsaktes

Es darf nicht sein, dass du so viel Geld aus deinem Lebensunterhalt für die Miete abzweigen musst, zumindest reicht die mündliche Aussage dafür nicht aus, dass man das meint so machen zu dürfen, es muss rechtlich einwandfrei begründet werden (schriftlich) warum das so korrekt sein soll.

Nur mit solchen Schriftlichen Bescheiden hast du auch die Möglichkeit rechtliche Schritte weiter zu verfolgen, mit irgendwelchen mündlichen Aussagen kann kein Anwalt und kein Gericht viel anfangen.

es ist durchaus schon vorgekommen, dass die Ämter mal schon Eltern-Unterhalt mit einbezogen haben in so einen Bescheid, obwohl der Betroffene gar keinen bekommen hat, das Amt ist aber zunächst mal zuständig deinen kompletten Bedarf zu sichern und darf nicht Geld dabei "einplanen und schon verrechnen" was dir überhaupt nicht zur Verfügung steht. :icon_evil:

Das kannst du einer solchen Bemerkung allerdings nicht entnehmen, warum die nun meinen "das sei hier so", das hat man dir schriftlich und rechtmäßig zu begründen.

Solche Aussagen habe ich aber auch schon zu hören bekommen, als wir mal eine "Erst- Beratung" beim Sozial-AMT aufgesucht haben, man gab uns direkt eine lange Liste mit was man für den Antrag alles mitbringen muss...

Da wurde eine Meldebescheinigung gefordert (wir bekamen damals Hartz 4, da brauchten wir so was nicht), "Bei uns ist das aber so" hat man mir auch geantwortet, als ich gewagt habe nachzufragen wofür man einen PA hat, wo die aktuelle Meldeadresse doch drauf steht ...

Auch unsere Sozial-Wohnung wurde direkt "als zu teuer" eingeschätzt, beim JC war sie das fast 2 Jahre nicht gewesen ... wir haben dann auf den Antrag verzichtet, nach der Auskunft, es gäbe (wenn überhaupt) nur 10 - 20 € vom Sozial-Amt dazu, dafür wollten wir uns nicht weiter "zum Affen" machen lassen.

Bei uns war das aber ohnehin nur ein überschaubarere "Engpass", nein wir sind nicht "reich" (jedenfalls nicht finanziell gesehen), aber wir brauchen wenigstens keine Gelder mehr von irgendeinem Amt um zu "überleben" ... wir bekommen aber auch NICHTS mehr, dafür sind unsere Renten schon zu "hoch" ... :icon_hihi:

Du bist aber darauf angewiesen und darum darfst du dich nicht mit solchen "Plattheiten" abspeisen lassen, ob deine Mutter wirklich was zahlen muss wird sich aus den Unterlagen ergeben, die sie dafür vorlegen muss, darauf hast du leider keinen Einfluss.

Zunächst aber muss sie immer ihren eigenen (normalen/üblichen) Bedarf decken können, es soll ja auch nicht so enden, dass sie dann für sich soziale Leistungen beantragen müsste.

MfG Doppeloma
Wundervoll ich möchte mich ganz herzlich bedanken !

Ich mache alles auf dem Postweg, habe natürlich gleich Einspruch erhoben, der neue Bescheid war erst diesen Montag im Postkasten da ich nun 4 Euro mehr Rente bekomme und das sofort gemeldet hatte.

Klasse wie ihr einem unter die Arme greift das ist wirklich selten heutzutage.
 

SieDa

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Wenn Du alleine lebst, ist das Sozialamt zuständig, weil das eine befristete volle EM ist.

Von wann ist der Bewilligungsbescheid?

Und was ist für eine Singlewohnung angemessen?

"Das ist nun mal so" ist keine Auskunft.
Ich wohne in einer WG das wurde damals sofort bejubelt von der ARGE.
Für eine Singlewohnung dürfte ich die 372 Euro nicht überschreiten.
Der Bewilligungsbescheid vom Sozialamt ist vom Montag dieser Woche.
 

Raffi

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Bei dem Tipp mit der Betreuung bezog ich rein auf die Aussage der TS das sie EU Rente erhält oder Sozialgeld...

Da es bei einer Bekannten hervorragend funktioniert und die Frau ansonsten sehr intelligent ist, aber aus psychischen Gründen ,die ich nicht näher erläutern will. sehr wohl einen Betreuer beantragt hat in Berlin...

Man kann auch die Betreuung einen Freund durch einen Freund o.ä. durchführen lassen... ich weiß aber nicht in welcher Stadt sie wohnt...
Die Betreuung nimmt viel Druck jeder Art von meiner Bekannten weg, das JC und so weiter ist sehr hilfreich auf einmal und so weiter...Das muss ja keine dauerhafte Sache sein...Wer aus psychischen Gründen lange krank ist und AU ist kann oft gar nichts mehr machen... damit will ich weder den TS oder sonstige Menschen hier herabsetzen oder ähnliches... Ich teile hier nur meine Erfahrungen mit, welche Wege es noch geben kann...


Hätte ich als Privatperson meiner Bekannten geholfen, wäre das lange nicht so einfach mit JC und so weiter gewesen, selbst wohnen in einer nicht angemessenen Wohnung ist so möglich...
 

Doppeloma

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Hallo SieDa,

Ich mache alles auf dem Postweg, habe natürlich gleich Einspruch erhoben, der neue Bescheid war erst diesen Montag im Postkasten da ich nun 4 Euro mehr Rente bekomme und das sofort gemeldet hatte.
Wenn du bereits vorher schon zu wenig für deine Wohnkosten bekommen hast ist das zusätzlich zu beanstanden, das machst du dann bitte per Überprüfungs-Antrag konkret bezogen auf diesen Bescheid.

Bitte getrennte Schreiben dafür anfertigen (also 1 Mal "Widerspruch gegen den Bescheid vom XX" UND 1 Mal "Überprüfungsantrag zum Bescheid vom YY"), du brauchst nicht auf Geld verzichten, das dir zusteht, das haben die nachzuzahlen.

Kann aber alles in einen Umschlag und wann das Einschreiben dort eingegangen ist kannst du mit der Sendungs-Nummer selbst überprüfen und auch ausdrucken (als Beweis :biggrin: ) ...

https://www.deutschepost.de/sendung/simpleQuery.html

Da sollten die wirklich froh sein, dass du in einer WG lebst und keine Wohnung für dich alleine zu bezahlen ist, das kannst du ruhig betonen in deinem Widerspruch, wenn man nicht bereit ist die vollen (anfallenden) Wohn-Kosten zu übernehmen, dann wirst du dir eine eigene Wohnung suchen müssen, im Rahmen der zulässigen örtlichen Richtlinien.

Das kann dir nämlich auch Niemand verbieten, wenn du mal genug von "WG" haben würdest ... das kann dann allerdings deutlich teurer werden für das Sozial-AMT ... was die können, das kannst du auch ... nach deinen Informationen darf die Wohnung dann XXX kosten "Das ist dann eben so" ... :wink:

Lass dir nichts gefallen ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

SieDa

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Da werde ich mich sofort ransetzen . Vielen Dank :)
 

SieDa

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Bei dem Tipp mit der Betreuung bezog ich rein auf die Aussage der TS das sie EU Rente erhält oder Sozialgeld...

Da es bei einer Bekannten hervorragend funktioniert und die Frau ansonsten sehr intelligent ist, aber aus psychischen Gründen ,die ich nicht näher erläutern will. sehr wohl einen Betreuer beantragt hat in Berlin...

Man kann auch die Betreuung einen Freund durch einen Freund o.ä. durchführen lassen... ich weiß aber nicht in welcher Stadt sie wohnt...
Die Betreuung nimmt viel Druck jeder Art von meiner Bekannten weg, das JC und so weiter ist sehr hilfreich auf einmal und so weiter...Das muss ja keine dauerhafte Sache sein...Wer aus psychischen Gründen lange krank ist und AU ist kann oft gar nichts mehr machen... damit will ich weder den TS oder sonstige Menschen hier herabsetzen oder ähnliches... Ich teile hier nur meine Erfahrungen mit, welche Wege es noch geben kann...


Hätte ich als Privatperson meiner Bekannten geholfen, wäre das lange nicht so einfach mit JC und so weiter gewesen, selbst wohnen in einer nicht angemessenen Wohnung ist so möglich...
Ich habe das gar nicht als Herabsetzung oder Angriff aufgefasst allein der Beginn des Beitrags hat mich etwas
Schmunzeln lassen. Dein Tipp ist gut da kann man sich hinter setzen. Zum Amt nehme ich eh immer eine aussenstehende Person mit, leider ist diese selbst nicht so geschult im Umgang mit dem Sachverhalt wie ich aber ich fühle mich so abgesichert.
 

Kerstin_K

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BEtreuung sollte man nur benatragen, wenn man sie wirklich braucht. Und mit einem Berufsbetreuer kann man auch Pech haben, was auch in duesem Forum nachlesen kann.
 

SieDa

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Hallo SieDa,



Wenn du bereits vorher schon zu wenig für deine Wohnkosten bekommen hast ist das zusätzlich zu beanstanden, das machst du dann bitte per Überprüfungs-Antrag konkret bezogen auf diesen Bescheid.

Bitte getrennte Schreiben dafür anfertigen (also 1 Mal "Widerspruch gegen den Bescheid vom XX" UND 1 Mal "Überprüfungsantrag zum Bescheid vom YY"), du brauchst nicht auf Geld verzichten, das dir zusteht, das haben die nachzuzahlen.

Kann aber alles in einen Umschlag und wann das Einschreiben dort eingegangen ist kannst du mit der Sendungs-Nummer selbst überprüfen und auch ausdrucken (als Beweis :biggrin: ) ...

https://www.deutschepost.de/sendung/simpleQuery.html

Da sollten die wirklich froh sein, dass du in einer WG lebst und keine Wohnung für dich alleine zu bezahlen ist, das kannst du ruhig betonen in deinem Widerspruch, wenn man nicht bereit ist die vollen (anfallenden) Wohn-Kosten zu übernehmen, dann wirst du dir eine eigene Wohnung suchen müssen, im Rahmen der zulässigen örtlichen Richtlinien.

Das kann dir nämlich auch Niemand verbieten, wenn du mal genug von "WG" haben würdest ... das kann dann allerdings deutlich teurer werden für das Sozial-AMT ... was die können, das kannst du auch ... nach deinen Informationen darf die Wohnung dann XXX kosten "Das ist dann eben so" ... :wink:

Lass dir nichts gefallen ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
Jetzt ist mir doch glatt noch etwas komisches aufgefallen ich versuche es mal so detailliert wie möglich.


Bei der ARGE bekam ich 676,60 im Monat

404 euro als Bedarf zum Lebensunterhalt
272,60 als Bedarf für Miete und Unterkunft.

Da ich ja ab Mai die VEM bekam und das bei der ARGE nicht geändert wurde haben sie mir im nachhinein für 3 Monate jeweils 73,33 in Rechnung gestellt die ich jetzt zurückzahlen darf, was kein Problem darstellt da man ja bekanntlich Geld was vorher nicht da war vorsichtshalber zur Seite legt :)



Nun der etwas andere Bescheid vom SozialAmt.

Dort bekomme ich jetzt 527,70 + die angerechneten VEM einnahmen von 97,50 von der Rentenversicherung/ seperat versteht sich.

404 euro als Bedarf zum Lebensunterhalt
Dort werden die 272,60 zusammen gerechnet es gehen aber wieder 61,40 als pauschale ab. Wofür auch immer aber das versuche ich ja in Erfahrung zu bringen.

Was ich mich jetzt frage ist die Tatsache das mir bei der Arge auf die Rente nur 73,33 angerechnet wurden beim SozialAmt allerdings 97,50 dort hat man mir lediglich 5,83 gut geschrieben für die Haftpflichtversicherung.
 
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