Eltern verweigern Hartz IV Antrag

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Sinfin

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Hallo miteinander,

ich habe ein Problem: Ich bin 24 (werde im Oktober diesen Jahres 25), habe im Januar diesen Jahres eine Lehre erfolgreich abgeschlossen, bin aber schon seit Juni letzten Jahres arbeits- und ausbildungssuchend gemeldet auf der Agentur für Arbeit. Zurzeit beziehe ich ALG 1, welches aber am 09.04.14 ausläuft. Um weiterhin Geld zu bekommen habe ich mich also letzten Donnerstag auf der für mich zuständigen ARGE gemeldet, um Hartz IV zu beantragen. Da ich aber noch unter 25 bin und bei meinen Eltern (wieder) wohne müsste eine Bedarfsgemeinschaft gegründet werden, also Antragstellung quasi nicht nur von mir sondern auch meiner beiden Elternteile.

Heute zum Frühstück fragte mich mein Vater, was eigentlich längerfristig mein Plan wäre. So im Allgemeinen. Neben Ausbilungs- bzw. Arbeitssuche. Ich sagte ihm, dass ich vorhabe, zu meiner Freundin nach NRW (ich wohne in Sachsen) zu ziehen in den nächsten 2 Monaten. Das war allerdings gefundenes Fressen für ihm, denn darauf meinte er, dass er sich nicht den ganzen Zettelscheiß antue, für 2 Monate. Auf mein Argument, dass er auch viel zum Ausfüllen hätte wenn ich den ALG2-Antrag stellen würde wenn ich schon bei meiner Freundin wohnen würde sagte er nichts weiter. Seiner Meinung nach geht es ihm nicht einmal um das pure Nichtwollen des Ausfüllens sondern auch um die finanziellen Nachteile, die meinen Eltern durch meinen Antrag entstehen. Sie sind alles andere als reich....haben aber 2 Bausparverträge, erwarten eine große Rückzahlung von der Steuererklärung....und wenn ich zur Bedarfsgemeinschaft gehören würde, würde natürlich die ARGE kräftig die Hand aufhalten bzw. kaum etwas zahlen, da ja auf dem Papier genug Vermögen zur Sicherung des Lebensunterhaltes da wäre. Mein Vater ist leider Langzeitarbeitsloser und meine Mutter die einzige Verdienerin. Und das oben genannte hätten sie alles schon durch gehabt. So hat sinngemäß mein Vater von der ARGE einmal ganze 50 Euro monatlich bekommen....und nach einem viertel Jahr eine Nachzahlung von 250 Euro leisten müssen (warum auch immer).

Ich erzähle es nur nach, keine Ahnung wie das alles bei meinen Eltern aussieht bzw. aussah.

Jetzt weiß ich ja, dass rechtlich gesehen meine Eltern dazu verpflichtet werden mir Unterhalt zu zahlen, dass sie eigentlich den Antrag ausfüllen müssen. Aber sie weigern sich. Und nein, ich werde meine Eltern deswegen nicht verklagen. Auch wenn das wahrscheinlich der einzige Rat sein wird, den ich von der ARGE bekommen würde.

Nun die eigentliche Frage: Meine Freundin hat ein Haus (welches sie noch ein Weilchen abbezahlen muss). Kann ich nun einfach meinen jetzigen Hartz IV Antrag revidieren, zu meiner Freundin ziehen (mietfrei) und den Antrag dann wohnhaft bei ihr stellen? Müssen da meine Eltern in genau den gleichen Umfang wie es oben der Fall wäre jegliche Auskunft über Einkünfte der ARGE übermitteln?

Vielen Dank für euren Rat!
 

Maxenmann

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Nun die eigentliche Frage: Meine Freundin hat ein Haus (welches sie noch ein Weilchen abbezahlen muss). Kann ich nun einfach meinen jetzigen Hartz IV Antrag revidieren, zu meiner Freundin ziehen (mietfrei) und den Antrag dann wohnhaft bei ihr stellen? Müssen da meine Eltern in genau den gleichen Umfang wie es oben der Fall wäre jegliche Auskunft über Einkünfte der ARGE übermitteln?

Vielen Dank für euren Rat!


Wenn du zu deiner Freundin ziehst und ihr eine Lebensgemeinschaft bildet, dann muss sie für dich aufkommen sofern ihr Einkommen ausreicht um den Bedarf für euch beide zu decken

Deine Eltern haben nichts mehr mit dir zu tun wenn du ausziehst
 

alvis123

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Hi...

...inwieweit hast Du "herumposaunt", dass Du zu Deiner "Freundin" ziehst? Für mich ist das zunächst mal eine fremde Person, die Dir eine Wohnung vermieten könnte, oder nicht? Oder steht schon fest, dass die Beziehung für immer sein soll?

Für den ersten Fall kannste dort wie jedermann ALGII beantragen ohne dass Deine Vermieterin ihr Einkommen offenlegen muss. Allerdings wird das Amt eine Einstandsgemeinschaft konstruieren wollen. Dazu ist es nach mindestens einem Jahr verpflichtet.

Achte also darauf und halte vorläufig alles getrennt.:rolleyes: Du ziehst schließlich nicht wegen ihr hin, sondern weil Dich Deine Eltern endlich "aus dem Haus haben" wollen; ging mir mit meinen Kindern ebenso.:tongue:

MfG
 

Querulantenkind

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Nun die eigentliche Frage: Meine Freundin hat ein Haus (welches sie noch ein Weilchen abbezahlen muss).

Na da freut sich die Arge aber arg. Oh, eine BG,dazu mit eigenem Haus
Ich weiß ja nicht,ob deine Freundin da sooo den Bock drauf hat,sich den Arge Kram wirklich anzutun.. von wegen "Vermögen"vorhanden..

Ich würde fast drauf wette,das so n Sbchen sogar auf die Idee kommt,Sie könne ja erstmal das Haus Verkaufen,und oder KDU zu senken..
Man kennt es ja..

Wäre es vll ein Weg,deine Freundin oder du,suchst für dich eine kleine Wohnung,und stellst für dich allein den ALG2 Antrag.??

Das wäre in meinen Augen vvl der "Stressfreiere" Weg ?

Ok, da ist noch die U25 Geschichte der JC. Die wollen ja möglichst fix die U25 "an die schüppe kriegen"..
 

Sinfin

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erst einmal vielen Dank für eure Hilfe und Antworten!

Hm, dass meine Freundin eine fremde Person ist wird wahrscheinlich schon an der Bearbeiterin der ARGE scheitern. Gut möglich, dass jene eine Freundin von ihr ist ;)

Das mit der Unterhaltspflicht für ein Kind mit abgeschlossener Ausbildung ist mir auch neu. Habe zumindest gerade gelesen, dass dadurch keine Unterhaltspflicht mehr besteht. Aber die ARGE wird schon wissen, wovon sie spricht, oder? :confused:

Das meine Freundin auch für mich aufkommt geschweige denn kann, wage ich mal stark zu bezweifeln. Ihr geht es zwar finanziell relativ gut, hat aber widerrum auch 2 Kinder zu versorgen.

Also unterm Strich ratet ihr mir, so schnell wie möglich zu ihr zu ziehen, und bei ihr dann den ALG2 Antrag zu stellen?
 
E

ExitUser

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Aber die ARGE wird schon wissen, wovon sie spricht, oder?

:icon_lol:

Man merkt, Du bist ein Neuling. :icon_wink:

Wenn Du mietfrei bei Deinen Eltern wohnst, stehen Dir auch jetzt der Regelsatz zu plus die Nebenkosten. Deine Eltern müssen eigentlich keine Angaben machen.
Aber ok, ob sich der Aufwand lohnt für max. 2 Monate - musst Du wissen.

Und aus Deiner Freundin und Dir wird man leider vermutlich wirklich eine Einstehensgemeinschaft basteln. Ihr solltet das vorher gut ausrechnen und überlegen. Vielleicht wär es das einfachste, Du ziehst in ihre Stadt, suchst Dir aber eine eigene Wohnung.
 

Sinfin

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Naja, mein ursprünglicher Plan war eigentlich, erst zwischen Mitte Mai und Anfang Juni zu meiner Freundin zu ziehen.

@pillepalle "(...)Müssen eigentlich keine Angaben machen"

aber warum meint die ARGE, dass sie es doch muss? Wenn ich bsw. morgen zu meiner zuständigen ARGE gehen würde, was müsste ich denn sagen bzw. wie argumentieren um einen Hartz IV Antrag für MICH und nicht für meine Eltern zu bekommen?

Und Einstehensgemeinschaft....ich muss zugeben, ich habe keinen Schimmer, wovon ihr gerade sprecht. Ich muss mich da erst einmal reinlesen ;)
 

Querulantenkind

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Hm, dass meine Freundin eine fremde Person ist wird wahrscheinlich schon an der Bearbeiterin der ARGE scheitern. Gut möglich, dass jene eine Freundin von ihr ist ;)

Das Darf aber imho nicht beruflich "genutzt" werden. Vielleicht ist die Sbchen ja sogar deswegen in der Bearbeitung "wohlwollender" Oder eben auch nicht.

Also unterm Strich ratet ihr mir, so schnell wie möglich zu ihr zu ziehen, und bei ihr dann den ALG2 Antrag zu stellen?

Jain. Wie Pillepalle & meiner einer schon sagte,der "einfache" Weg ist wohl wirklich das DU dich allein ALG2 meldest,Wohnung suchen,ggf Erstausstattung etc..

Oder kennt die SBchen in der Stadt deiner Freundin evtl Dich? bzw deinen Namen und könnte 1+1 Zusammenzählen?

Wobei das bei Allein Beantragung eigentlich keine Rolle spielt.

Und die Argen Wissen von was sie sprechen. Aber IMMER nur für SICH Selbst zum Vorteil..
Ein Gesundes Mißtrauen solltest du dir Zulegen. Bessa issas:wink:
 

Sinfin

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Ja, sie könnte 1 und 1 zusammen zählen. Aber ehrlich gesagt, würde ich auch nur sehr ungern eine eigene Wohnung beziehen. Ich habe schon viele Jahre lang allein gelebt und das bekommt mir überhaupt nicht gut. Klar, wann geht es schon mal um das "Wollen" aber dennoch...

Wie schon gesagt, mich würde interessieren wie pillepalle es meinte, dass ich hierzulande noch einen Antrag stellen kann, ohne das meine Eltern sich ausziehen müssen. Sofern es da eine Möglichkeit geben würde und mein Vater nicht mit dem Zollstab durch das Haus rennen muss um jede Raumgröße für die ARGE vermessen zu müssen wäre es schon das Optimalste... :icon_neutral:
 

vagabund

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Das Problem ist, dass Du U25 bist.

Du bist jetzt im ALGI-Bezug; sobald Du ALGII beziehst, benötigst. Du für den Umzug die Genehmigung des JC, sonst bekommst Du nur die Regelleistung und keine KDU.
Ab 25 sieht das wieder anders aus.

Wenn Du zu Deiner Freundin ziehst, solltest Du die Einstandsgemeinschaft verneinen, dann darf diese erst nach einem Jahr "vermutet" werden.
 
E

ExitUser

Gast
@Sinfin:

"Eigentlich" müsste es genügen, drauf hinzuweisen, dass Du keine Unterhaltsansprüche hast gegen Deine Eltern wegen der abgeschlossenen Ausbildung. Und dass Deine Eltern kurz schreiben, dass sie Dich nicht finanziell unterstützen. "Eigentlich". Das JC wird sicher ewig lang rummachen und ob sich das lohnt für gerade mal 1-3 Monate?

Hinzu kommt der Punkt von Vagabund. Wenn Du umziehen willst, ist das sicherlich einfacher, wenn Du dies tust, bevor Du im ALG II-Bezug stehst. Sonst brauchst Du nämlich wichtige Gründe, ansonsten gibt es keine KdU, wenn Du einfach so umziehst.

Einstehensgemeinschaft meint, man wird von Deiner Freundin verlangen, dass Sie Dich "mit durchfüttert". Ihr seid dann eine BG und ihr Einkommen wird dann angerechnet und dann wird ausgerechnet, ob noch Anspruch besteht auf ALG II für Euch alle oder nicht. Das kann man zwar ein Jahr lang verhindern, aber spätestens nach einem Jahr stehen die Chancen sehr schlecht.
Daher weiterhin mein Rat: eigene Wohnung wär besser.

Ich kenn Euch ja auch nicht. Aber war das immer schon eine Fernbeziehung? Und die Frau hat zwei Kinder. Willst Du so eine Beziehung direkt zu Beginn schon auch noch belasten mit Streitereien mit/wegen dem/des JC?

Oder ist Deine Freundin bereit, für Deinen Lebensunterhalt aufzukommen, und stehen die Chancen gut, dass Du bald einen neuen Job findest? Dann wär es natürlich sinnlose Geldverschwendung, wenn Du erst selbst eine Wohnung beziehst und dann 6 Monate später eh zu ihr umziehst.

Aber das könnt Ihr ja nur einschätzen.
 

franky0815

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Also unterm Strich ratet ihr mir, so schnell wie möglich zu ihr zu ziehen, und bei ihr dann den ALG2 Antrag zu stellen?

das wäre ein riesenfehler, such dir lieber in dem ort wo deine freundin wohnt eine kleine wohnung für dich alleine und beantrage alg2 dort vor ort, ob du die wohnung dann auch bewohnst oder mehr bei deiner freundin wohnst is deine sache.

deine freundin wirds dir danken wenn du sie aus den fängen des jc raushälst.
 

Sinfin

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@vagabund

Das ich eine Genehmigung für den Umzug habe ist mir bekannt. Ein Argument, was allerdings dafür sprechen würde wäre doch sicherlich die bessere Erreichbarkeit einer Arbeits- oder Ausbildungsstelle, oder? Ich wohne aktuell auf einem Dorf und habe keinen Führerschein...und da fährt der erste Bus früh um 9 Uhr in das nächste kleine Dorf. Also kann ich praktisch hier keine Arbeit aufnehmen, sofern ich noch bei meinen Eltern wohnen würde.

@pillepalle

Naja, ich habe keine Ahnung ob es sich lohnt oder nicht. Es wäre aber schon interessant zu erfahren, ob ich gegenüber dem Jobcenter so argumentieren kann, dass ich nur einen Antrag bekomme und nicht meine Eltern.
Es wäre aber zumindest (zu dem Zeitpunkt) das beste, dass ich machen könnte, weil ich eigentlich am 22.04. eine OP habe, die mich nach der OP noch ein Weilchen bettlägerig machen könnte. Und wenn ich schon eher zu meiner Freundin ziehen würde, müsste ich diese OP gezwungenermaßen abblasen. Und das würde ich eigentlich nur sehr ungern tun.
Ok, also sollte es dem doch so sein, dass ich unmittelbar nach NRW ziehe würde ich einer BG für dieses eine Jahr widersprechen. Ich meine...ich bin nicht zu alt und habe eine abgeschlossene Lehre...es kann doch nicht sein, dass ich noch länger als ein Jahr die Hilfe des Jobcenters benötige.
Ich bezweifel, dass meine Freundin für mich mit aufkommen könnte, auch wenn sie es warhscheinlich gerne machen würde. Aber du hast vollkommen Recht: Das Beste wäre, sie aus dem ganzem Mist herauszuhalten. Vermutlich gehe ich ihr jetzt schon viel zu sehr auf die Nerven damit.


Nebenbei bemerkt: Ich bin 2006 zuhause ausgezogen, und erst im Mai letzten Jahres wieder zurück gekommen. Und in dem Zeitraum war ich auch schon mal ALG2-Bezieher und meine Eltern mussten nicht so einen Antragsturm abarbeiten. Und da hatte ich auch noch keine abgeschlossene Ausbildung gehabt.
 

Sinfin

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das wäre ein riesenfehler, such dir lieber in dem ort wo deine freundin wohnt eine kleine wohnung für dich alleine und beantrage alg2 dort vor ort, ob du die wohnung dann auch bewohnst oder mehr bei deiner freundin wohnst is deine sache.

deine freundin wirds dir danken wenn du sie aus den fängen des jc raushälst.

Prüft das Jobcenter nicht nach, ob ich tatsächlich in meiner potenziellen Wohnung wohnen würde oder nicht?
 
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Prüft das Jobcenter nicht nach, ob ich tatsächlich in meiner potenziellen Wohnung wohnen würde oder nicht?

Nicht unbedingt. Außer Du hast missgünstige Nachbarn, die das melden. Oder die Nebenkostenabrechnung ist so gering, dass Zweifel aufkommen.

Aber das halte ich grundsätzlich für einen asozialen Tipp. A) kostet so eine Wohnung Geld, da sollte dann auch jemand drin wohnen und die nicht nur zum Schein anmieten.
B) gibt es so viele ALG II-Empfängern, die sich schwer tun, einen Vermieter zu finden, da sollte man nicht eine Wohnung blockieren, obwohl man gar nicht drin wohnt.

Mit meinem Vorschlag: eigene Wohnung meinte ich schon, dass Du auch wirklich drin wohnst. Es spricht natürlich nichts dagegen, dass Du bei Deiner Freundin oft übernachtest. Oder sie mit Kindern dann auch mal bei Dir.

Aber komplett woanders wohnen und nur die Post reinholen und einmal die Woche durchsaugen, das könnte - muss nicht - Probleme geben und meiner Meinung nach auch Zurecht.
 

franky0815

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Prüft das Jobcenter nicht nach, ob ich tatsächlich in meiner potenziellen Wohnung wohnen würde oder nicht?

wie sollen die das denn nachprüfen, wenn die rein wollen dürfen die das nur mit richterlichem beschluss, aber ich sag ja auch garnich das du da nich auch mal wohnen sollst, du musst ja sowieso täglich hin nach der post sehn.

glaub mir du ersparst deiner freundin jede menge stress, du bekommst den vollen regelsatz und alles is ok, wenn du dann eine arbeit hast und aus dem alg2 bezug rausbist könnt ihr immer noch zusammen ziehn.
 

Sinfin

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Also ich habe gerade mit meiner Freundin telefoniert und sie vorhin mit ihrer Freundin von der ARGE.

Ich werde erst einmal versuchen morgen zur ARGE zu gehen, mit einem Schreiben in der Hand worin meine Eltern schreiben, dass ich zwar mietfrei bei Ihnen wohnen kann, sie aber nicht für meinen Lebensunterhalt aufkommen werden (und auch nicht müssen wegen der abgeschlossenen Ausbildung).

Denn für die OP die ich vorhin erwähnte muss ich ja den Antrag stellen. Ansonsten bin ich ja nicht krankenversichert.

Wie es dann mit dem Umzug usw. zu meiner Freundin weitergeht ist erst einmal nicht primär. Ihre Freundin von der ARGE meinte zu ihr, sie und ich sollen einen Untermietervertrag aufsetzen wenn ich bei ihr wohnen würde, damit ich noch ein wenig mehr Geld bekomme.
 

ela1953

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Das Problem ist, dass Du U25 bist.

Du bist jetzt im ALGI-Bezug; sobald Du ALGII beziehst, benötigst. Du für den Umzug die Genehmigung des JC, sonst bekommst Du nur die Regelleistung und keine KDU.
Ab 25 sieht das wieder anders aus.

Wenn Du zu Deiner Freundin ziehst, solltest Du die Einstandsgemeinschaft verneinen, dann darf diese erst nach einem Jahr "vermutet" werden.

Die Freundin hat zwei Kinder, da klappt es wohl nicht mit dem Jahr
 

alvis123

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Also ich habe gerade mit meiner Freundin telefoniert und sie vorhin mit ihrer Freundin von der ARGE.

Ich werde erst einmal versuchen morgen zur ARGE zu gehen, mit einem Schreiben in der Hand worin meine Eltern schreiben, dass ich zwar mietfrei bei Ihnen wohnen kann, sie aber nicht für meinen Lebensunterhalt aufkommen werden (und auch nicht müssen wegen der abgeschlossenen Ausbildung).

Denn für die OP die ich vorhin erwähnte muss ich ja den Antrag stellen. Ansonsten bin ich ja nicht krankenversichert.

Wie es dann mit dem Umzug usw. zu meiner Freundin weitergeht ist erst einmal nicht primär. Ihre Freundin von der ARGE meinte zu ihr, sie und ich sollen einen Untermietervertrag aufsetzen wenn ich bei ihr wohnen würde, damit ich noch ein wenig mehr Geld bekomme.

Hi...

auf dasselbe wirds wohl auch bei Deinen Eltern hinauslaufen. Viele junge Leute wohnen zur Untermiete bei ihren Eltern.:icon_rolleyes:

Wenn Du Dich hier im Forum nicht genug sozial weiterbilden kannst, dann geh doch zum nächsten Amtsgericht und befrag den Rechtspfleger. Der darf zwar keine Rechtsauskunft geben, kann Dir aber einen Beratungsschein geben. Da kannste Dir dann für "kleines Geld" bei einem Fachanwalt Rechtsberatung leisten. Kostet glaub ich neuerdings 15€. Nimm ALG-Bescheid mit.

Hat auch den Vorteil, dass der Anwalt in der Regel die ständige Rechtsprechung des für Dich zuständigen SG kennt. Ich war mit meinem JC schon mehrere Male vorm Kadi.:biggrin:

MfG
 

Sinfin

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Hallo miteinander,


mir ist wie Heulen zumute und meiner Mutter standen gerade eben auch die Tränen in den Augen

Natürlich war es nicht so einfach nur den Antrag abzugeben. Die Bearbeiterin hat hat gesagt, da ich unter 25 bin und bei meinen Eltern wohne automatisch eine Bedarfsgemeinschaft vorliegt bzw. eine Haushaltsgemeinschaft. Und bei der Bemerkung in meinem Hauptantrag ("Ich bewohne ein Zimmer in der Wohnung meiner Eltern") sagte sie noch so süffisant: Ach, und das Bad oder WC von ihren Eltern benutzen sie also nicht? Es gab ein langes Hin und Her und ich konnte keine Argumente bringen, die der Frau klar machen, dass es keine Bedarfsgemeinschaft oder Haushaltsgemeinschaft vorliegt. Ich legte ihr auch den Widerspruch hin aber darauf entgegnete sie nur: "Natürlich können Sie in den Widerspruch gehen, aber das doch auch erst nach dem Sie einen Bewilligungsbescheid von uns erhalten haben. Und das ihr Antrag überhaupt bearbeitet werden kann fehlen also noch die Unterlagen XYZ von meinen Eltern. Das volle Programm eben. Meine Mutter war mit und sagte, dass sie keine Auskünfte darüber erteilen werden aber die Frau gab mir trotzdem einen Zettel "Erinnerung an die Aufforderung zur Mitwirkung vom 13.03.2014" mit in dem alle fehlenden Unterlagen bis zum 04.04. auszuhändigen sind. Optional hätte ich auch einwilligen können, dass ich die Unterlagen nicht nachreichen würde (was ich ja auch nicht tun will) aber so würde eben auch nichts passieren bis auf den Ablehnungsbescheid, den ich in 2 Wochen erhalten würde.

Meine Unterlagen sind vollständig und auch den Widerspruch hat die Dame entgegengenommen. Zwar hat sie den auch quittiert, in dem Sie mit einem Stempel "Eingegangen - 20.03.2014" draufstempelte - eine richtige Unterschrift aber verweigerte.

Ich habe mich nicht so einfach abblitzen lassen und so bot mir die Frau an, einen Termin mit ihrer Vorgesetzten zu machen. Meine Mutter und ich sollen noch einmal im Wartebereich platz nehmen, ich würde dann aufgerufen werden um einen neuen Termin auszumachen. Und dann wurde ich von ihrer Vorgesetzten aufgerufen. Während ich ihr in ihr Büro folgte hat sie auch meinen Berufsberater zu ihr ins Büro dirigiert (warum auch immer). Und dann fing sie wieder an "bla bla bla, es ist nun mal eine Bedarfsgemeinschaft. Ich habe hier auch für sie die entsprechenden Gesetzestexte ausgedruckt." (abfotografiert im Anhang)

Ich ließ sie aber nicht erst ausreden und sagte ihr, ich will einen neuen Termin mit ihr haben. Daraufhin sagte sie, dass ich gerne einen neuen Termin haben könnte sie aber nicht verstehen könne warum, weil sie mir auch an dem neuen Termin das gleiche sagen würde wie auch jetzt. Dienstag um 08:00 Uhr kann ich noch einmal zu ihr.

Oh, noch wegen der Unterschrift unter dem abgegeben Anlagen und vor allem auch den Widerspruch: Auch auf Drängen meinerseits sah die Vorgesetzte keine Notwendigkeit da eine Unterschrift darunter zu setzen. "Das Datum und "Eingegangen" reicht doch vollkommen aus!" meinte sie. Und ich "Dieser Eingegangen-Stempel ist in jeder x-beliebigen Firma auffindbar. Ich will eine Unterschrift von der Frau, die meinen Antrag entgegen genommen hat". Aber nix passierte weil die Vorgesetzte den Widerspruch für (noch) gegenstandslos hielt.

Also nochmal das Grundproblem: Wie kann ich meinen Antrag abgeben, ohne das meine Eltern hineingezogen werden. Wie kann ich eine Haushaltsgemeinschaft und Bedarfsgemeinschaft widersprechen? Der Gesetztestext im Anhang sieht jedenfalls diesbezüglich sehr düster aus Oh Man, was für ein Mist. Egal wo auch immer ich nach "Bedarfsgemeinschaft unter 25" google, finde ich so ziemlich genau das gleiche, wie es in dem Gestzestext heißt. Ob nun eine abgeschlossene Ausbildung oder nicht scheint doch gar nicht relevant zu sein. Oder ist der Knackpunkt: "Kinder unter 25 gehören nicht zur Bedarfsgemeinschaft, wenn sie ihren eigenen Bedarf durch ihr eigenes Einkommen decken können"? Und wie soll ich das denn auch nachweisen? Ich war von den ganzen Leuten da auf dem Amt schon sehr eingeschüchtert. Es ist ja nicht einmal so, dass ich unbedingt so schnell wie möglich das Geld brauche....aber diese OP am 22.04 und da muss ich ja krankenversichert sein....
 

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vagabund

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Sinfin;1622750... meinte:
Es ist ja nicht einmal so, dass ich unbedingt so schnell wie möglich das Geld brauche....aber diese OP am 22.04 und da muss ich ja krankenversichert sein....

Diesbezüglich bist Du durch das ALG I krankenversichert, da gibt es auch eine 1-monatige Nachversicherungspflicht.
(Nachgehender Leistungsanspruch - § 19 SGB V)

Sobald das ALG I ausgelaufen ist, bekommt Deine KV eine Mitteilung von der Arbeitsagentur und die KV meldet sich dann bei Dir.

Du kannst Dich jederzeit freiwillig gesetzlich versichern.

Vielleicht kannst Du die Überbrückung bis 25 auch mit deinen Eltern "verhandeln".

Je nach Einkommen und/oder Vermögen besteht eventuell überhaupt kein ALGII-Anspruch als BG mit Deinen Eltern.
Müßtest Du mal durchrechnen (lassen).
 

BigAndy

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Hallo,

Wie hier schon gesagt wurde, mach mit deiner Freudin einen Untermiet- bzw. Mietvertrag (z. B. für 1 Zimmer und Mitbenutzung von Bad und Küche). Wenn es sein muss, besorgst Du Dir nen Kühlschrank, in dem Du dann ein paar Lebensmittel lagerst.
Was spricht dagegen, sofort zu Deiner Freundin zu ziehen? Die Ansprüche auf ALG I gehen dann auf das für den neuen Wohnort zuständige Amt über. Und, Schließlich kannst Du Dich operieren lassen wo Du willst.
 
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