Elos, die ARGE ist wieder da! (1 Betrachter)

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philosophiae

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Hallo liebes Forum,

nun, der Titel mag vielleicht nicht ganz aussagekräftig wirken, wird aber mach genaueren Lesen ersichtlich. Ich hoffe in diesem Forum ein wenig Hilfe zu bekommen, da ich nirgends anders eine Hilfestellung bekam...


Kurzform:

- Dieses Jahr Abitur erfolgreich abgeschlossen
- August/Oktober Eingliederungsvereinbarung unterschrieben
- Unter "Ausnahme" Praktikum bewilligt bekommen (6 Monate, Studiumstützend)
- Praktikum im letzten Monat angetreten
- Umstände veranlassen Anfang/Ende Dezember frühzeitig zu kündigen
- Vorhaben 1. Dez - 15. Januar fürs Sommersemester zu bewerben

Mich quält (wortwörtlich) die Frage, ob ich Sanktionen zu befürchten haben.
Ich zahle in Kombination mit meiner Mutter durch die ARGE die Miete, Kindergeld beziehe ich somit auch noch. Nun frage ich mich, ob ich irgendwelche Sanktionen/Kürzungen/Streichungen zu fürchten habe, wenn ich in dem Zeitraum nichts tun würde. Leistungen bezog ich ja noch seit Abi-Ende bis Okt/Nov.
Ich würde diese Zeit nutzen, um mir neue Kompetenzen anzueignen sowie intensive Vorbereitung auf diverse Kurse (es soll ja solche, und solche Studenten geben).

Ich hoffe wirklich, wirklich dass mir jemand hierzu helfen könnte...









Für detaillierte Informationen zum Problem unten lesen.
Wer zur Kurzform was sagen kann, wär natürlich auch toll! :)


Ich selber, 20, dieses Jahr mit dem Abitur erfolgreich abgeschlossen und bereitwillig erstmal praktische unternehmerische Erfahrung in einem Tätigkeitsfeld zu sammeln, welches mich auch wirklich interessiert. Wieso sollte ich mich wie die meisten meiner ehemaligen Klassengenossen in ein Feld stürzen, indem ich mir unsicher bin, ob dies auch wirklich etwas mich ist.
(Wozu gleich im Meer schwimmen lernen, wenn man sich langsamer aber sicher mit den Füßen langsam aber sicher das Paddeln aneignen kann?)

Nunja - nach eigenen Recherchen und Zusammenstellung einer Liste flog schon die erste Einladung der AA ins Haus. Bereitwillig ging ich zum angesagten Termin.
Ich konnte nichts ungewöhnliches verstellen. Ich klopfte an der Tür, um mich anzumelden. Ich dachte mir nichts bei. bis mir eine SB in dem Maße eines Biertisches die Tür öffnete. Ich blickte hinab. Ein starrer Blick von unten langsam hinauf schien mich akribisch ohne Gewissen zu durchforsten.
Nach einer monotonen Aufforderung "Setzen Sie sich" hin ohne Begrüßung folgte ich. Was würde mich erwarten?
Nach einer Erklärung meiner Lage, welche Kompetenzen ich doch aufbringen würde und meine Zukunftspläne, welches die Untertitlung "persönliche Wunschvorstellung" ihrerseits bekam, sollte ich ein Stück Zettel unterschreiben mit der Betitlung "Eingliederungsvereinbarung" - ich sollte das "bisschen Freiheit", welches mir vergönnt war ab sofort streichen und bereitwillig den Rufen der Gesellschaft folgen, um ein vollwertiges Mitglied derer zu werden. Meine Lage wurde mir solangsam bewusst.
Sehr erschütternd, richtig?

Ich würde die nächsten Tage/Wochen ein Jobangebot bekommen - meine technischen Qualifikationen mit den Füßen getreten (System-Programmierung, (Web)- und Print-Design...bei 43.000 offenen IT-Stellen) - und bekam ein Angebot eines Call-Centers. Um's kurz zu halten waren die nächsten 2 Jobangebote ebenso die eines Callcenters - das 1. und 3. Angebot waren sogar das gleiche Unternehmen, bis auf dass das Letzte 1,50,- Euro weniger Stunden-Gehalt aufzeichnete. Und dass mir sowieso keine Berufe vorgeschlagen worden, mit dme ich mit Menschen interagiere verstehe ich auch nicht. Denn so hässlich war ich eigentlich auch nicht!
Tadatam, hatte ich meine 10 Bewebungen verschickt - bezahlte Praktikas versteht sich. Mit vielem Ping-Pong-Spiel und fehlender Argumente ihrerseits billigte sie ein, mir mein Wunschpraktikum als "AUSNAHMEFALL" (HAHAH! Meine Freundin, Freunde und nähere Bekannte haben ebenso beim AA
ein Praktikum beantragt und es zugestanden bekommen, -wir sind alle Ausnahmen!).
Denn wie Sie sagte, wären Praktikas ja nur für Fachabiturienten, die praktische Erfahrungen machen sollten. Bullshit.

Meine Bedingung: 6 Monate, Studiumstützend - keine Probleme.

Nun erste Bewerbung, erste Einladung und anschließender Zusage trat ich letzten Monat in einer interntional agierenden Firma voller Entzücken mein Praktikum an. Das Hemd mal wieder gebügelt, die Brötchen eingepackt.
Nun sind einige Wochen vergangen und ich habe mein Fazit draus geschlossen. Nie. Und. Nimmer.

Die Struktur der Firma ist ein Disaster. Duzende Leute in meiner Abteilung, die das ähnliche Schicksal teilen. Die Arbeit und der Mix aus Monotonie und den resultierenden Kopfschmerzen ist es nicht wert.
Es sind nicht die 400,- Euro abzüglich der Abzüge des AA und des bleiben Freibetrag + 20% (-> 160,- Euro), der lange Weg dahin, sondern die Ausbeutung-Mechanismen die dort stattfinden. die teilweise ZAF ähnlich sind.
Mein Entschluss ist gefasst, dass ich in den nächsten Wochen dort verschwinde. Das bisschen Selbstrespekt bleibt mir.
Es ist nicht so, dass ich arbeitsscheu bin. Gearbeitet habe ich schon immer irgendwo, sei es körperlich als Schrubber oder irgebdwelche Code-Zeilen mit dem Computer-Geklapper.

Folglich werde ich mich für ein Studiumplatz für das Sommersemester bewerben (1. Dez - 15. Jan) und dort meinen Weg bestreiten.
Nun ist die Frage, muss ich mit Sanktionen rechnen, wenn ich mein Praktikum vorzeitig abbreche? Die Miete teile ich mit meiner Mutter, somit übernimmt die ARGE ein Teil dessen und Kindergeld erhalte ich auch noch 100% (während des Praktikums, Beschäftigung).
Wenn ich jetzt z.B. Anfang/Ende Dezember das Praktikum abbreche und mich fürs Studium bewerbe, wie sieht die Sachlage dann aus? AB Antritt bestreite ich ja BaFöG, allerdings beschäftigt mich die Sache vom Zeitraum Dezember - April.

Ich hoffe hier wirklich jemanden zu finden, der mir dazu weiterhelfen kann...

Beste Grüße
 

gelibeh

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Du bekommst für das Praktikum Geld und dasAmt muss entsprechend weniger zahlen. Wenn Du das Praktikum abbrichst, könnte es Sanktionen geben. Da Du U25bist 100%. Ist das überhaupt irgendwo als Praktikum deklariert oder als normaler Minijob?

Dazu warte aber nochmal auf andere Meinungen.

Und nächstes Mal solltest Du eine Eingliederungsvereinbarung nicht so ohne weiteres unterschreiben. Hoffentlich übernehmen die die Bewerbungskosten.
 
G

gast_

Gast
Die nächste EGV,dieman dir vorlegt, bitte einstecken und mitnehmen zum Prüfewn. Merke dir fürs leben: Man muß nie sofort etwas unterschreiben - wer das verlangt, will dich über den Tisch ziehen.
Informier dich bitte mal zum Thema EGV/ EGV per Verwaltungsakt.

Wie gelibeh schon schrieb: Du hast ziemlich wahrscheinlich mit einer 100 % Sanktion zu rechnen, wenn du das Praktikum ohne Einverständnis des SB oder sehr guter Gründe abgebrochen hast.

Zu diesen Gründen solltest du mal was schreiben.

Ansonsten: Was du dir da denkst kannst vergessen.

Ich würde diese Zeit nutzen, um mir neue Kompetenzen anzueignen sowie intensive Vorbereitung auf diverse Kurse (es soll ja solche, und solche Studenten geben).
Du bist verpflichtet zu arbeiten um deine Hilfsbedürftigkeit zu senken - man wird dich zu Bewerbungen verpflichten oder in ne Maßnahme stecken.
 

philosophiae

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Ist das überhaupt irgendwo als Praktikum deklariert oder als normaler Minijob?
Das Praktikum ist auch als solches deklariert.

UND

Die nächste EGV,dieman dir vorlegt, bitte einstecken und mitnehmen zum Prüfewn. Merke dir fürs leben: Man muß nie sofort etwas unterschreiben - wer das verlangt, will dich über den Tisch ziehen.
Informier dich bitte mal zum Thema EGV/ EGV per Verwaltungsakt.
Nunja - da liegt das Problem. Wie soll bei seinem ersten Besuch über die Floskeln informiert sein. Als 20-jähriger, der in dieser Schattenseite noch nicht sonderlich viel unterwegs war, bahnt sich solch eine Unbequemlichkeit erst mit dem Resultat aus. Innerlich war ich eh auf das Praktikum fixiert, Uanahnemlichkeiten ala Sanktionen würde ich somit vorallem auf Entlasten meiner Mutter entgehen wollen, da dass allerletzte was sie brauchte, sich Sorgen um finanzielle Regelungen zu machen. Der physische Ausdruck von authoritärer Haltung der SB und dem Auftreten des Vertrages als absolute Notwendigkeit (...wie Sie es mir unterbreite und auch übernahm, um Schwierigkeiten zu vermeiden) ließ mich den Vertrag doch unterschreiben mit der Aufforderung "Das _müssen_ Sie unterschreiben".
Wie wäre sonst die nächste Miete bezahlt worden?
Genauso wie das Fehlen eines Zeugen.
Persönlich gesehen doch wohl ein bis zwei Fehler gewesen.
Wie ich lese, ziehen manche SB bewusst 'übern Tisch'.

Die Frage ist mitunter nun, wie ich diesen nicht abwehren kann, sondern aus den herauskommen kann? (Eine Zahlung, um aus der Statistik kurzweilig zu kommen ist wohl kaum möglich)
Ist man voreilig schon mit dem Praktikum draussen?

Wie gelibeh schon schrieb: Du hast ziemlich wahrscheinlich mit einer 100 % Sanktion zu rechnen, wenn du das Praktikum ohne Einverständnis des SB oder sehr guter Gründe abgebrochen hast.

Zu diesen Gründen solltest du mal was schreiben.
Und das sofort nach Kündigung/Austritt des Praktikums?
Ich dachte, dass da zumindest eine Frist für die nächste Beschäftigung gelten sollte/müsste. x Bewerbungen -> Zusage/Absage -> Bestätigung vom Amt -> Leistungsbehalt/Kürzungen die sich über 1-x Monate erstrecken.

Die SB kann ich schon auf Grund ihrer Einstellung und Vorverurteilung gewisser Menschen hinsichtlich dies knicken. Die Obszönität steht ihr im Gesicht geschrieben. Diese Frau braucht scheinend Paragraphen. Empathie und verständnis sind ihr ein Fremdwort.

Was deklariert man als sehr guten Grund? Subjektive Unzufriedenheit wohl kaum. Krankheitstechnisch wäre da eine Adoleszentenkyphose/Scheuermann-Krankheit die ich erwähnen könnte, dessen Mobilisierung über Krankengymnastik ich zwecks Praktikum verschoben habe.
Ebenso bin ich in Therapie mit Isotretinoin, die einen üblen Nachruf von Nebenwirkungen ala Depressionen haben. (...jaja!)

Waren es solche Gründe, die du gemeint hattest?

Du bist verpflichtet zu arbeiten um deine Hilfsbedürftigkeit zu senken - man wird dich zu Bewerbungen verpflichten oder in ne Maßnahme stecken.
Rein resultierend aus der unterschriebenen EGV wie ich annehme?
Was wäre passiert, wenn ich diese EGV nicht unterschrieben hätte?

Hoffentlich übernehmen die die Bewerbungskosten.
Darum gehts mir nicht sonderlich. :D
Die paar Euro kann ich mir auch selber zusammenrollen.

Der Schreibstil wirkt nicht gebildet sondern professionell...
Ehm...Danke!


Ansonsten: Was du dir da denkst kannst vergessen.
Vorschläge?
 

Ein Hartzianer

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Auch wenn es schwer wird, aber ziehe das Praktikum zu Ende durch.
Eine 100% Sanktion kannst du dir sicher nicht leisten.
Um was Genaueres für die Zeit danach sagen zu können,
wäre deine EGV mal ganz hilfreich.

Mal das Ding auf Schwachstellen abklopfen. :biggrin:
 

Hamburgeryn1

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Das Praktikum ist auch als solches deklariert.
Handelt es sich um ein unbezahltes Praktikum?
Ein viermonatiges unbezahltes Praktikum ist keine zumutbare Eingliederungsmaßnahme für Empfänger von Arbeitslosengeld II (ALG II). Damit müssen Hilfsempfänger, die das Praktikum abbrechen oder vom Arbeitgeber vorzeitig gekündigt werden, keine Leistungskürzungen hinnehmen. Das entschied das Sozialgericht Aachen (Beschluss vom 22. März 2007, AZ: S 9 AS 32/07 ER).
https://www.elo-forum.org/alg-ii/9688-praktikum-ohne-lohn-keine-eingliederungsmassnahme.html
Das Praktikum
Nunja - da liegt das Problem. Wie soll bei seinem ersten Besuch über die Floskeln informiert sein. Als 20-jähriger, der in dieser Schattenseite noch nicht sonderlich viel unterwegs war, bahnt sich solch eine Unbequemlichkeit erst mit dem Resultat aus.
Du warst offensichtlich in der irrigen Annahme, auf einem Jobcenter wird dir geholfen, ohne Beistand dort?
Gerade bei den U-25 ein fataler Irrglaube. :icon_smile:
Der physische Ausdruck von authoritärer Haltung der SB und dem Auftreten des Vertrages als absolute Notwendigkeit (...wie Sie es mir unterbreite und auch übernahm, um Schwierigkeiten zu vermeiden)
ließ mich den Vertrag doch unterschreiben mit der Aufforderung "Das _müssen_ Sie unterschreiben".
Die Nichtunterzeichnung einer EGV ist seit em 1.4.2011 nicht mehr sanktionsfähig. Der SB hat einfach deine Unwissenheit und Blauäugigkeit ausgenutzt, und dich über den Tisch gezogen. Leider.
Wie wäre sonst die nächste Miete bezahlt worden?
Ganz normal. Der SB hätte ohne deine Unterschrift keine Möglichkeit gehabt dich zu sanktionieren oder wegen mangelnder Mitwirkungspflichten die Leistungen einzustellen. Es wäre der VA erlassen worden, gegen den du Widerspruch hättest einlegen und die aufschiebende Wirkung beim SG beantragen können.
Genauso wie das Fehlen eines Zeugen.
Aufs Jobcenter nimmt man einen Beistand nach § 13 SGB X mit - keine Zeugen, die dürfen abgelehnt werden!
Persönlich gesehen doch wohl ein bis zwei Fehler gewesen.
Bei ihrer ersten Begegnung mit dem Hartz-System machen praktisch alle Fehler. :icon_smile:
Wie ich lese, ziehen manche SB bewusst 'übern Tisch'.
Nein. Alle SB ziehen ihre Zwangskundschaft über den Tisch.
Die SB kann ich schon auf Grund ihrer Einstellung und Vorverurteilung gewisser Menschen hinsichtlich dies knicken. Die Obszönität steht ihr im Gesicht geschrieben. Diese Frau braucht scheinend Paragraphen. Empathie und verständnis sind ihr ein Fremdwort.
Ja. Das gilt für praktisch jeden SB dem du auf dem JC begegnest. Diszipliniert werden sie nur durch die Gegenwart eines Beistandes. Traurig aber wahr. Es ist die einzige Möglichkeit, sie auf den Boden der Zivilisation zurückzuholen.
Was deklariert man als sehr guten Grund? Subjektive Unzufriedenheit wohl kaum. Krankheitstechnisch wäre da eine Adoleszentenkyphose/Scheuermann-Krankheit die ich erwähnen könnte, dessen Mobilisierung über Krankengymnastik ich zwecks Praktikum verschoben habe.
Ebenso bin ich in Therapie mit Isotretinoin, die einen üblen Nachruf von Nebenwirkungen ala Depressionen haben. (...jaja!)
Wenn es noch medizinischen Klärungsbedarf gibt, dann hätte mit dir gar keine EGV vorgelegt werden dürfen, denn " sie soll mit einem erwerbsfähigen Leistungsbezieher" abgeschlossen werden.
Rein resultierend aus der unterschriebenen EGV wie ich annehme?
Was wäre passiert, wenn ich diese EGV nicht unterschrieben hätte?
Nichts. Wie ich bereits ausführte: Sie wäre als Verwaltungsakt (VA) erlassen worden. Wir hätten dir gezeigt, wie du dagegen Widerspruch einlegst, die aufschiebende Wirkung beantragst und dich bis zur Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung richtig verhältst. :icon_smile:

Übrigens: Willkommen im Forum. :icon_smile:
 

philosophiae

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Moin,

Der Link zur EGV.
https://www.elo-forum.org/eingliede...unterschrieben-abendlektuere.html#post1262865



Auch wenn es schwer wird, aber ziehe das Praktikum zu Ende durch.
Ich wäre nicht hier, wenn ich eine komplette Absolvierung in Erwägung ziehen würde.

Eine 100% Sanktion kannst du dir sicher nicht leisten.
Um was Genaueres für die Zeit danach sagen zu können,
wäre deine EGV mal ganz hilfreich.

Mal das Ding auf Schwachstellen abklopfen. :biggrin:
Leisten nicht. Deswegen bin ich hier: Um mich zu informieren.
Aber nun gut! Der Link zur EGV steht ganz oben, würde es genial finden, wenn du kurz mal rüberschauen könntest. :biggrin:




Hallo und Danke für die Begrüßung!

Handelt es sich um ein unbezahltes Praktikum?
Das Praktikum wird mit einem Entgelt von 400,- Euro (ohne Abzug) verbucht.
Laut Personengruppe eine geringfügige Beschäftigung nach §8 Abs.1 N1. SGB IV.

Die Info samt Links gelten ja dann für mich leider nicht.

Du warst offensichtlich in der irrigen Annahme, auf einem Jobcenter wird dir geholfen, ohne Beistand dort?
Gerade bei den U-25 ein fataler Irrglaube.

Die Nichtunterzeichnung einer EGV ist seit em 1.4.2011 nicht mehr sanktionsfähig. Der SB hat einfach deine Unwissenheit und Blauäugigkeit ausgenutzt, und dich über den Tisch gezogen. Leider.
Du hast ein Talent dafür, Leute an die Decke springen zu lassen.
Es ist echt verdammt ärgerlich.

Ganz normal. Der SB hätte ohne deine Unterschrift keine Möglichkeit gehabt dich zu sanktionieren oder wegen mangelnder Mitwirkungspflichten die Leistungen einzustellen. Es wäre der VA erlassen worden, gegen den du Widerspruch hättest einlegen und die aufschiebende Wirkung beim SG beantragen können.
Nun...Realisation. Ende.
Aber im Ernst - aus purer Interesse: Über welchen Zeitraum hätte sich der ganze Prozess erstreckt?

Aufs Jobcenter nimmt man einen Beistand nach § 13 SGB X mit - keine Zeugen, die dürfen abgelehnt werden!
Nette Information. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal zum Amt gelatscht.

Wenn es noch medizinischen Klärungsbedarf gibt, dann hätte mit dir gar keine EGV vorgelegt werden dürfen, denn " sie soll mit einem erwerbsfähigen Leistungsbezieher" abgeschlossen werden.
Wie bereits erwähnt, bin ich nicht der Art Mensch, der seine Krankheit als Eigenvorteil nutzt. Diese Frau hatte keinerlei Informationen diesbezüglich. Orthopädische Probleme sind erst später diagnostiziert worden. Kann man dies jetzt in irgendeiner Weise als Vorteil nutzen?

Nichts. Wie ich bereits ausführte: Sie wäre als Verwaltungsakt (VA) erlassen worden. Wir hätten dir gezeigt, wie du dagegen Widerspruch einlegst, die aufschiebende Wirkung beantragst und dich bis zur Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung richtig verhältst.
Keine Chance um die jetzige EGV nichtig zu machen und genau dies zu tun?
Ist die EGV denn überhaupt noch gültig, wenn ich - sofern auch nur über ein bezahltes Praktikum - irgendwie in den Markt gekommen bin?

Habe hier vielleicht noch eine praktische Lösung anzubieten, aber werden hier bestimmt noch andere Elos was zu sagen.

https://www.elo-forum.org/kosten-un...en-miete-bezahlt-vm-kuendigt.html#post1262342

Einwende?
Ich werds mir gleich näher durchlesen. Bis jetzt kam ja nichts weiter dazu.


Danke fürs bisherige Engagement an alle so far.
Wirklich.
 

Ein Hartzianer

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Hab mal drübergesehn.
Nach meinem Wissen kommst du da nicht ungeschoren raus. Sorry.

Ist die EGV denn überhaupt noch gültig, wenn ich - sofern auch nur über ein bezahltes Praktikum - irgendwie in den Markt gekommen bin?
Mal abgesehn davon, das du offensichtlich an moderne Märchen glaubst...
Wenn du an einen auskömmlichen Job kommst, ist die EGV hinfällig. Ja.
 

philosophiae

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Hab mal drübergesehn.
Nach meinem Wissen kommst du da nicht ungeschoren raus. Sorry.

Mal abgesehn davon, das du offensichtlich an moderne Märchen glaubst...
Wenn du an einen auskömmlichen Job kommst, ist die EGV hinfällig. Ja.
Ich bedanke mich dennoch.
Was heißt Märchen? Ich glaube an Menschen die totalitäre Umgebungen zu schaffen versuchen und jene, die sie überwinden (wollen).

Auskömmlich wäre in diesem Falle alles ab 420+?

Ich werde dieselbe Frage nochmal stellen, die ich im EVG-Thread gepostet habe. Gibt es irgendwo ein Schreiben, ein Gesetz oder ähnliches, was mich hindert, eine Teilzeit-Arbeit aufzunehmen ohne Sanktionen zu befürchten? Diese wäre gleichsamt gleich nach der Kündigung. Im Prinzip ist es derselbe Verdienst wie jenes im Praktikum und die Bedingungen sind erfüllt in diesem Fall...oder glaube ich wieder an Märchen?
 

philosophiae

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Hey,

nunja - ich muss gestehen, dass ich beim ersten Lesen des praktischen Ansatzes wirklich nicht durchgeblickt habe. Props meinerseits. :biggrin:

Ich werde ihn morgen nochmal durchlesen und auf jeden Fall dazu etwas schreiben...Gremlin.
 

gizmo

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Antwort kannste natürlich jetzt schon haben, wenn es es eilt.
Ansonsten bin ich gespannt auf deine Antwort.
 

Ein Hartzianer

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philosophiae tippte:
Auskömmlich wäre in diesem Falle alles ab 420+?
Auskömmlich ist, wenn du *alle* laufenden Kosten bezahlen kannst,
gut zu Essen hast und am Monatsende was zurücklegen kannst für
Extrawünsche. Wenn du also von 420€ netto Miete, Strom, Telefon etc.
bezahlen kannst, ohne Hunger schieben zu müssen, wäre das auskömmlich.

Nee, ohne Witz jetzt. Auskömmlich kann man schlecht beziffern.
Aber mindestens davon leben können sollte man schon.
Ohne Affenamt oder andere Hilfe.
 

Hamburgeryn1

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Gibt es irgendwo ein Schreiben, ein Gesetz oder ähnliches, was mich hindert, eine Teilzeit-Arbeit aufzunehmen ohne Sanktionen zu befürchten? Diese wäre gleichsamt gleich nach der Kündigung. Im Prinzip ist es derselbe Verdienst wie jenes im Praktikum und die Bedingungen sind erfüllt in diesem Fall...oder glaube ich wieder an Märchen?
Wegfall Hilfebedürftigkeit (15.13): (4) Die festgestellte Hilfebedürftigkeit ist Grundlage der EinV. Entfällt die Hilfebedürftigkeit, sind beide Vertragsparteien nicht mehr an die Vereinbarung gebunden (sog. Wegfall der Geschäftsgrundlage).
https://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-15-SGB-II-Eingliederungsvereinbarung.pdf Seite 4 - unten

Sobald du keine Leistungen mehr vom JC benötigst, bist du nicht mehr an die EGV gebunden.
 

Erolena

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Das Kindergeld könnte den Rest ziemlich abdecken.

Und wer seinen AGL 2 Bedarf decken kann - oder wer auf das ALG 2 verzichtet - der kann Wohngeld baantragen.
(§ 7 , 8 Wohngeldgesetz)

Frag mal das Wohngeldamt, wieviel Wohngeld dir zustünde. Manche sind sehr nett und rechnen den Wohngeldanspruch überschlagsweise voher aus für den Interessenten.

Und hier gibt es einen Wohngeldrecher, probier den mal aus
Ingo Turski: Wohngeld-Berechnung
 

philosophiae

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philosophiae tippte:
Auskömmlich ist, wenn du *alle* laufenden Kosten bezahlen kannst,
gut zu Essen hast und am Monatsende was zurücklegen kannst für
Extrawünsche. Wenn du also von 420€ netto Miete, Strom, Telefon etc.
bezahlen kannst, ohne Hunger schieben zu müssen, wäre das auskömmlich.
Oui, Danke.
Aber so kurzfristig wird das nix.

Sobald du keine Leistungen mehr vom JC benötigst, bist du nicht mehr an die EGV gebunden.
Selbes wie oben.
Großes Interesse dazu hege ich auch nicht im Moment.


Das Kindergeld könnte den Rest ziemlich abdecken.

Und wer seinen AGL 2 Bedarf decken kann - oder wer auf das ALG 2 verzichtet - der kann Wohngeld baantragen.
(§ 7 , 8 Wohngeldgesetz)

Frag mal das Wohngeldamt, wieviel Wohngeld dir zustünde. Manche sind sehr nett und rechnen den Wohngeldanspruch überschlagsweise voher aus für den Interessenten.

Und hier gibt es einen Wohngeldrecher, probier den mal aus
Ingo Turski: Wohngeld-Berechnung
Nunja, sofern man einer Beschäftigung nachgeht, die unter dem Hartz IV-Regelsatz geht wenn ich mich recht erinnere. In meiner Situation glaube ich nicht die Lösung. Aber Danke. :)


Last but not least...


Antwort kannste natürlich jetzt schon haben, wenn es es eilt.
Ansonsten bin ich gespannt auf deine Antwort.
Ich würde es dir liebend gerne als PM senden. Was ich ausführlich auch mal tun werde, sofern ich das 12 Post Limit erreiche. Deshalb eine kurze Annahme.

"Angenommen es gibt da eine *.doc die nur ihre Aufgabe gerecht werden kann wenn diese Unterstützung von einigen *.txt`s bekommen wird."

Im Prinzip lese ich drinne, dass die Unterstützung nur mit einer Beschäftigung gewährleistet ist. Die Beschäftigung enthält eine Arbeietrschaft, "meine Kollegen", mit der die Arbeit praktiziert wird. Sofern allerdings einer dieser Teilkraft, ein Arbeiter, durch irgendwelche Gründe dieselbe Arbeit seiner Kollegen nicht mehr aufnehmen kann, wird diese (zwanghaft) auf diese verteilt. Nun, sie muss ja erledigt werden. Da die "gesamte" Teilung unter ihnen dividiert wurde, fiel es nicht so stark ins Gewicht als wie es auf einer Person ausgelastet wäre (2 Txt zB für 1/12). TLDR: Krankheit.

Zu den Fragen konnte ich ehrlich gesagt keine Relation erkennen. Vielleicht eine indivudelle Signatur? :grin:

Ich werde dir meine "Ergebnisse" via PM übermitteln (Nein, ich ändere nichts sofern ich die Lösung erhalte - wo bleibt dann der Spaß?), sofern die PM-Funktion für mich funktioniert. Es wird ja einen Grund haben, weshalb du es vorallem so verfasst hast. Somit würde ich mich freuen, von dir eine PM zu kriegen mit der 'Antwort'.


Beste Grüße,
 

gizmo

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Schicke dir eine heute Nachmittag, mit der Lösung.
 
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