EKS - gewerbliche Nutzung des Wohnraums auch als Freiberufler angeben? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

ExtraO

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Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei die spaßige EKS Anlage auszufüllen für einen Neuantrag und habe nun folgende Frage:

Ich bin freiberuflich Tätig als Sprachlehrer, habe also kein Gewerbe.
Nun wird bei Punkt 7 gefragt, ob ich meine Wohnung für meine selbstständige Tätigkeit gewerblich nutze. Wie steht es da, kann ich als Freiberufler eine Wohnung überhaupt gewerblich nutzen, oder ist das nicht eine freiberufliche Nutzung und ich muss hier gar nichts angeben? Habe keine Lust, dass mir meine KdU gekürzt werden.

Außerdem empfange ich von 12 Schülern 3 bei mir zu Hause, den Rest unterrichte ich bei den Schülern vor Ort. Selbst wenn ich die Nutzung angeben müsste, ich kann doch nicht mein 15qm Wohnzimmer komplett als Raumkosten angeben, nur weil ich da 3h die Woche jemanden unterrichte, oder?

Danke schonmal für euere Antworten!
 

Koelschejong

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Wenn Deine Unterkunftskosten derzeit "angemessen" sind, dann würde ich einfach nix angeben. Du nutzest Deine Wohnung nicht gewerblich/freiberuflich.

Beachte aber bitte - als Lehrer bist Du Rentenversicherungspflichtig (!) - § 2 SGB VI
 

ExtraO

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Vielen Danke! So habe ich mir das auch gedacht. Dann werde ich es morgen einfach mal so angeben. Ich melde mich wenn ich mehr weiß!
 

ExtraO

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Unterkunftskosten wurden akzeptiert und auch nicht weiter nachgefragt - bis jetzt.
Bzgl der Rententversicherung meinte der SB heute, dass wenn ich bei der DRV pflichtversichert bin (was als Nachhilfelehrer ja der Fall ist) ich übers Jobcenter gesetzlich versichert werde und meine Beiträge übernommen werden - stimmt das so?
 

Koelschejong

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Der herzallerliebste SB glänzt - durch grenzenlose Ahnungslosigkeit.

JC übernimmt keine Beiträge für die RV - aber Du zahlst diese Beiträge aus Deinen Einnahmen und dann werden diese beiträge über § 11b Abs. 1 Nr. 2 SGB II von Deinem Einkommen abgezogen. Es wird also weniger angerechnet und Du erhältst entsprechend mehr ALG II. Unterm Strich also zahlt das JC, so lange Dein Einkommen zumindest zur Abdeckung der RV-Beiträge ausreicht.

Ich hab oben die Nr. 2 fett gemacht, denn das ist wichtig. Dadurch fällt das nicht in den sog. Grundfreibetrag. JC wird das gerne in die Nr. 3 schieben, aber das ist nicht korrekt, denn es ist bei Dir ja eindeutig ein Pflichtbeitrag..
 

ExtraO

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Top, danke für die Info.

Noch eine weiterführende Frage:

Da ich es partout nicht einsehe, als Nachhilfelehrer ab 450€ in die RV einzuzahlen habe ich mir überlegt die Nachhilfe nur so weit hochzufahren, dass ich knapp darunter liege. Darüber hinaus würde ich bei einer Bekannten in der Steuerkanzlei administrative Aufgaben übernehmen (Übersetzen, Excel-Tabellen füllen, etc.). Sie schlug mir dies heute vor und sagte mir auch zu mir genug Arbeit bieten zu können und mir einen fairen Stundensatz zu bezahlen.
Wäre es nicht die deutlich bessere Variante? Ich bekomme unterm strich gerade in Monaten wenn mal wenig los wäre locker 70-80€ mehr raus. Und habe, gerade falls ich mal in einem Monat wenig, also nur knapp über 450€ verdienen würde (z.B. durch Krankheit, schlechte Auftragslage) mehr übrig.
Übersehe ich irgendwas oder scheint das tatsächlich die bessere Option zu sein?
VG
 

Koelschejong

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Abhängig beschäftigt hat schon seine Vorteile- Aber ich verstehe die Argumentation mit dem RV Beitrag nicht, das kann Dir doch piepegal sein. Überschlägig müsstest Du als Selbstständiger Lehrer einen Monatsgewinn von ca. € 1.800 haben, um dem JobCenter auf Wiedersehen sagen zu können. So lange Du aber ALG II beziehst, zahlt doch, wie gezeigt, das JC Deinen RV-Beitrag.
 
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