EKS Fahrtkosten keine betriebliche Fahrten??? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Phil

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So, der neueste Streich vom Jobcenter.

Hab meinen WBA mit Anlage EKS abgegeben. Ausgefüllt genauso wie die letzten male.
Vorgestern kommt ein Brief mit folgendem Inhalt:

Gründe für die vorläufige Bewilligung:
Ihre Einnahmen bzw. Ausgaben aus selbständiger Tätigkeit im Bewilligungszeitraum wurden auf Grund Ihrer An*gaben zum voraussichtlichen Einkommen zunächst vorläufig festgesetzt.
Bei folgenden Punkten bin ich von Ihrer Einschätzung abgewichen:
Die Fahrtkosten können nicht berücksichtigt werden, da diese nicht als betriebliche Fahrten gewertet werden kön*nen. Diese Fahrten sind vergleichbar mit den Fahrten eines Arbeitnehmers vom Wohnort zur Arbeit. Diese Fahr*ten sind mit dem Freibetrag abgegolten und können nicht als Betriebsausgaben abgesetzt werden.
Was will mir der SB damit sagen?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Phil, als Selbstständiger falls nötig muss man z.B. eine Fahrt zum Kunden

ein Fahrtenbuch führen!

Die Fahrkosten von zu Hause zum Firmensitz Büro/Werkstatt/Laden mußt du beim Finanzamt einreichen!


Gruss Seepferdchen:icon_pause:
 

Phil

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Ich übe eine freiberufl. Tätigkeit aus. Und meine regelmäßigen Fahrten muss ich beim Finanzamt einreichen? Das hat dann aber nix mit der Einkommensteuer zu tun, oder doch?
Ist das neu?
Weil das hab ich zum ersten mal so.
 

Koelschejong

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Also gibt es keine Betriebsstätte. Dann sind aber die Fahrten von zu Hause zu Deinen Kunden betriebliche Fahrten. Das JC liegt, wie so oft, voll daneben. Allerdings musst Du die Fahrten nachweisen (Fahrtenbuch). Schau in § 3 VII Alg II-V, da steht, wie zu rechnen ist.
 

Phil

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Ich übe freiberuflich eine "Lehrende Tätigkeit" aus, und habe dazu eine Räumlichkeit gemietet in der ich mich 2 mal wöchentlich für jeweils 1,5 Stunden mit meinen Kunden treffe.
Das Fahrtenbuch (in Form einer Exceltabelle) geb ich ja immer bei der abschließenden EKS mit ab.
 

Seepferdchen 2010

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Wie "Koelschejoung" schreibt , das JC sieht manche Dinge etwas naja......!

Lege Widerspruch ein und das schriftlich, erstelle eine Kopie und dann persönliche Abgabe

auf der Kopie Unterschrift und Stempel als Bestätigung.

Gruss Seepferdchen:icon_pause:
 

Koelschejong

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Ich übe freiberuflich eine "Lehrende Tätigkeit" aus, und habe dazu eine Räumlichkeit gemietet in der ich mich 2 mal wöchentlich für jeweils 1,5 Stunden mit meinen Kunden treffe.
Das Fahrtenbuch (in Form einer Exceltabelle) geb ich ja immer bei der abschließenden EKS mit ab.
Sorry, aber die Fahrt von zu Hause zur "Räumlichkeit" ist dann tatsächlich Fahrt zum Arbeitsplatz und fällt nicht in die EKS sondern in § 11b Abs. 1 Nr. 5 SGB II - und damit wieder in den Grundfreibetrag von € 100,00.
 

Phil

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Ist nur seltsam das das JC das jetzt zum ersten Mal beanstandet.

Auch macht das nur etwa ein Drittel der Fahrtkosten aus. Etwa 2 Drittel verfahre ich für meine Weiterbildung und Kurse.
 

Phil

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Bis jetzt hab ich mein KFZ auch immer als "privates"gehändelt und die betrieblichen Fahrten a 10ct/KM angegeben.

Wäre es jetzt nicht besser das KFZ als betriebliches KFZ anzugeben und die privat gefahrenen KM rauszurechnen? Von dem gefahrenen KM bekäm ich das hin.
 
K

KAHMANN

Gast
Die Fahrten zur Arbeitsstelle (Hin -Rück) sind als sog. Pendlerpauschale beim Finanzamt erstattungsfähig. (Wie Arbeitnehmer)

Ein generelles Geschäftsauto würde voraussetzen dass Du deinem PKW für die Tätigkeit benötigst.

Es müssten evtl. Hausbesuche (berufsbedingte Fahrten) als Lehrer nachgewiesen werden.

Dein Beruf müsste evtl. fahrender Lehrer sein. (mobile teacher)

Ein Fahrtenbuch ist zur Erstattung der Pendlerpauschale ebenfalls nötig.
 
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