EKS ev. Nachzahlung vom JC (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

karzel

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Mach Dir keine großen Gedanken über die EKS.

Deine Kostenseite solltest Du einigermaßen vorhersehen können, das trägst Du fein säuberlich Monat für Monat ein. Und bei den Betriebseinnahmen, gib halt irgendwas an, vielleicht Monat für Monat ein paar Euro mehr, aber bleib dabei zurückhaltend, so dass der Gewinn insgesamt in den 6 Monaten nicht aus dem Rahmen fällt und so bei ca. € 600 liegt.
Hallo,
und wenn es mehr als 600 sind ?
Sorry, der Zitat ist aus anderem Thema, aber ich lese mich hier so durch, und das hat mich halt angesprochen, weil ich auf eine Nachzahlung hoffe nach der anschließenden EKS.

Also mir wurde nach der vorläufigen EKS, ein laufendes Einkommen von 320 Euro monatlich, abzüglich Freibetrag als zu berücksichtigendes Erwerbseinkomen von 144 Euro, ein Gesamteinkommen von 176 Euro angerechnet.

Verdient habe ich insgesamt 670 Euro.

Allerdings nur auf 5 Monate bezogen, da ich wegen Widerspruch 1 Monat später, 01. Mai, anfing, der Bewillligungsabschnitt aber trotzdem jetzt zum 30. September endete.

Also Verdienst auf Monate bezogen: (pauschal,ungefähr)
1. 0 euro
2. 50 euro
3. 100 euro
4. 300 euro
5. 220 euro

Keine Ahnung wie die es jetzt berechnen... und wie es mit dem Freibetrag aussieht.
Werde ich da was zurückerhalten ? Was meint Ihr?

Wie verhalten sich die JC bei Nachzahlung?
 

Koelschejong

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Wenn Du nur 5 Monate geselbstständigt hast, dann wird auch nur auf 5 Monate gerechnet - guckst Du § 3 Abs. 1 Satz 3 ALG II-V

Und wenn Dein Einkommen jetzt niedriger ist als in der Prognose gibt's natürlich noch was vom JC.
 

The_Vulcan

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Sind das nur deine Einnahmen?
Hast Du gar keine Ausgaben?

Als Selbständiger hat man doch auch ausgaben. Besonders in den ersten Jahren muss man doch expandieren um danach richtig unabhängig durchzustarten.

Diese Ausgaben muss man auch mit angeben... in der Ausbildung bei BWL hat man uns beigebracht. Ein gutes Unternehmen macht keine Gewinne.

In der freien Wirtschaft ist es ja oft so das große Konzerne oft Miese machen... in der Tat wachsen die aber dadurch... Geht aber nicht auf dauer gut denke ich.
So wie es kein endloses gibt.

Die JC meckern natürlich rum das man Verluste macht oder keine Gewinne.
Aber wer die Selbständigkeit nicht nur als Hobby betreibt muss meistens auch Investieren.


Ansonsten, wird dein Einkommen zu hoch angesetzt... bekommst Du später etwas nachgezahlt. Allerdings ist ALGII das Existenzminimum und man darf eigentlich nicht weniger als das Minimum erhalten... das Mindert ja auch die Investitionskraft des eigenen Unternehmens... oh ups.. hab ja doch 400.- weniger als erwartet... na dann kann ich erst mal Kunden 1-14 nicht bedienen da ich die Finanziellen Mittel nicht habe... (Ausrüstung, Fahrkosten, Material etc.).
 

The_Vulcan

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Dann sehr respektabel. Ich hätte das wohl so gemacht das ich das Geld in etwas investiert hätte. Solange man Investieren kann macht es keinen Sinn 80% vom Geld an das Jobcenter zu geben. Retten wird es die Sozialkassen auch nicht.

Aber wenn man nicht Investieren müsste weil alles vorhanden, um so besser!
 

karzel

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Ja, genauso hat ich es auch vor weiter zu investieren. Weitere Werbung, Internetauftritte usw. Ich hatte auch lange davor 2010 und 2011 mich darauf vorbereitet stückweise Geld und Arbeit investiert, deshalb war es auf anhieb nicht nötig.
ABER es kam gerade eine dicke Stromnachzahlung, und das Geld ging drauf. Deshalb bin ich wieder am Anfang... und warte auf die JC Nachzahlung...

Aber schwer schwer schwer...die dicke Stromnachzahlung 600 Euro hat mich umgehauen.
 

DeppvomDienst

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Deshalb habe ich meinen Stromverbrauch immer ganz genau im Blick und rechne auch nach, ob das hinkommt...
Naja, der Energieversorger hat schon angekündigt, dass er die Umlage draufrechnen muss ab Januar, dann werdens auch wieder rund 90 Euro mehr im Jahr. Gibts dafür ne Regelsatzerhöhung? Wohl kaum.

Zurück zum Topic:

Nunja, angesichts der Anrechnung von 176 Euro im Monat wurden Dir ja 880 Euro (über 5 Monate) abgezogen vom ALG-II. Der Gewinn lag allerdings nur bei 670 Euro insgesamt nach Deinen Angaben.

Meine Rechnung wäre also jetzt wie folgt:

670 Euro / 5 = 134 Euro Gewinn pro Monat
abzüglich 100 Euro Freibetrag
= 34 Euro, davon nochmal 20% weg = 6,80 Euro im Monat
bleiben 27,20 Euro als anzurechnendes Einkommen pro Monat

27,20 Euro * 5 = 136 Euro

Da allerdings 880 Euro vorab (vermutlich aufgrund Deiner Prognose) bereits einbehalten worden, müsste das eine saftige Nachzahlung geben: 880 - 136 = 744 Euro Nachzahlung

Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege.

Mögliche Probleme:

  • Das Jobcenter wird Geschäftskosten sicher nicht anerkennen, um den Gewinn höher zu rechnen, als er war und dabei hanebüchene Annahmen machen (Ausgaben nicht notwendig, Ausgaben nicht angemeldet, Ausgaben nicht abgesprochen etc).
  • Das Jobcenter wird den Bescheid verzögern bis zum St. Nimmerleinstag. Dazu stehen erst einmal 8 Monate zur Verfügung (2 Monate bis Abgabe + 6 Monate Bearbeitungszeit). Erst danach kann eine Untätigkeitsklage eingereicht werden. Danach kann es zu weiteren Verzögerungen kommen, eben besagter falscher Bescheid, gegen den Du wieder in den Widerspruch gehen musst etc. - das kann sich über JAHRE hinziehen, wenn es ins Klageverfahren geht

Exakt deswegen mache ich meine Prognosen, wie sie sind...
Dass da im Vorfeld erstmal gar nix abgezogen wird. Wenn ich dann etwas erstatten muss, gerne. Habe ich kein Problem damit und ist auch schon einmal reibungslos geschehen.
Ich sehe aber nicht ein, dass ich mir mein Existenzminimum zusammenstümmeln lasse und dann nicht weiß, wovon ich leben soll...
 
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