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Eiszeit

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Neo1

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#1
Fünf Jahre "Hartzler". Wie oft musste ich mir anhören meine Energie lieber in die Suche nach einem Job zu stecken, statt mich mit der Arge in Streitigkeiten zu verzetteln. Aber es entspricht nun einmal nicht meinem Naturell mich von Behördenwillkür und Technokraten in selbigen, unterjochen zu lassen.

Mittlerweile ist das propagierte Prinzip des „fördern und fordern“ zu einem „fordern um jeden Preis“ verkommen. Wer nicht vorbehaltlos nach der Pfeife der Argen tanzt, wird bis auf Null sanktioniert.
Dabei wird nicht nur geltendes Recht gebeugt, nein, auch massiv gegen das Grundgesetz verstoßen – wohlwissend das man am längeren Hebel sitzt und Papa Staat derweil im stillen Kämmerlein die Gesetze „nachbessert“. Frei nach dem Motto: „was nicht passt, wird passend gemacht“.

Wohin die Reise geht, lässt sich an einigen Merkmalen festmachen. Gab es noch bis letztes Jahr den s.g. Beratungsschein – ausgestellt von zuständigen RechtspflegerInnen auf den Amtsgerichten, gibt es heute die interne Weisung, keine mehr zu bewilligen. Die Erklärung ist vordergründig logisch – es bestehe vor dem SG keine Anwaltspflicht, ergo benötige man auch keinen Beratungsschein für einen Anwalt. Auf ein weiteres haarsträubendes Argument – das der Beratungspflicht seitens der Arge, möchte ich gar nicht näher eingehen.
Eine mittlerweile gängige Praxis – viele Widersprüche werden bewußt ablehnend beschieden. Die momentane prekäre Situation der Sozialgerichte wird hierbei von Seiten der Argen schamlos ausgenutzt um Zeit zu schinden, und letztendlich den Leistungsempfänger „auszuhungern“.
Die neue Regelung bzgl. der Eingliederungsvereinbahrung und die schon länger bestehende „Beweislastumkehr“ lassen erahnen, wohin man uns haben möchte.

Zu all dem gesellt sich nun auch noch eine neue Generation von Beschäftigten in den Argen. Sprach man früher vom Arbeitsvermittler und Sozialarbeiter in der Profilbeschreibung, gibt man sich heute als Fallmanager und Verwaltungsmanagement.

Den wohlfeilen Titel „Persönlicher Ansprechpartner“ hat wohl jeder aus seinem Vokabular gestrichen, seit er einmal versucht hat den seinen telefonisch zu erreichen.

Welcher Strömung diese Damen und Herren folgen, läßt sich anhand eines Beispieles verdeutlichen.
Letztes Jahr habe ich eine eigene Wohnung bezogen. Bei Neuantragstellung den zuständigen SB darauf hinweisend das ich damit abschließend den einzig anerkannten „Beweis“ seitens der Arge erbracht hätte, dass ich nun nicht mehr in einer Einstandsgemeinschaft lebe (bestreite ich seit drei Jahren, Termin vor SG ist seit zwei Jahren immer noch nicht anberaumt!), ließ es sich dieser nicht nehmen mir nach vier Wochen wieder einmal unangemeldet den Aussendienst vorbei zu schicken.
In schöner Regelmäßigkeit klingelte es im Abstand von einer Woche, drei Wochen um immer die selbe Zeit, morgens um halb zehn, an meiner Tür. Die Damen und Herren dürften mittlerweile wissen, dass ich keine „Sozialschnüffler“ unangemeldet in die Wohnung lasse. Aber macht sich halt gut in der Akte. Der nächste Vermerk wegen mangelnder Mitwirkung und „berechtigtem Zweifel“ an dem nichtbestehen einer Einstandsgemeinschaft dürfte mir gewiss sein. So werden dann mit zweifelhaften Methoden „Indizien“ gesammelt um gegen den nächsten Widerspruch gewappnet zu sein.

So viel Potential für Schikane, so wenig für Sozialaufgaben – Eiszeit.


 

wolliohne

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#2
ich hoffe nur das du auch reichlich Unterstützer hast?

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