Einzugsermächtigung obwohl Miete direkt vom Amt überwiesen wird?

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Samary

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Hallo ihr,
ich stehe grade vor der Frage, ob es rechtens ist dass der Vermieter von mir eine Einzugsermächtigung verlangt(mit meinen Kontodaten), obwohl ich ihm unterschrieben habe dass das Amt die Miete direkt überweist ?

Habe die Einzugsermächtigung zunächst leer gelassen, bekam den Zettel nun aber zurück geschickt, mit der Bitte es auszufüllen..
Vorhin habe ich mit jemanden von der Genossenschaft gesprochen, die meinen es seie so üblich, für den Fall dass es sich mal ändert.

Hätte aber die Sorge, dass das Amt mal zu spät dran ist, und die mir das Konto leer räumen ?!
Habt ihr auch so etwas ausfüllen müssen ?
Muss ich das, ansonsten bekomme ich die Wohnung nicht ?

Mal angenommen das Amt ist zu spät dran, mir wird die Miete von meinem Konto abgezogen, könnte ich die Miete dann auch zurück buchen lassen (sobald ich das Amt nochmal auf pünktliche Mietüberweisung hingewiesen habe) ?

Vielleicht kann mir ja hier jemand helfen =)
Lieben Gruß, Samary
 

Butterkuchen

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Hallo Samary, das ist die übliche Praxis bei Vermietern . Sie wollen ja auch Sicher gehen, das die Miete immer pünktlich kommt, und Sie nicht plötzlich ausbleibt,weshalb auch immer. Du bist der Mieter und damit verantwortlich, das die Miete immer pünktlich kommt. Meines Wissens nach kannst du aber in einem gewissen Zeitrahmen ( Das sagt dir deine Bank ) Gelder wieder zurückbuchen, wenn z.b. das Amt die Miete zu spät überweist und der Vermieter die Miete bereits von deinem Konto abgebucht hat.

Bis denn
 

Samary

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ok. Danke erstmal für die schnelle Antwort.
Also hast du es zusätzlich eine Einzugsermächtigung erteilen müssen und bisher keine Probleme gehabt ?

Mich wundert es nur, dass es doppelt gemoppelt ist, - zumal ich mir selber darüber im klaren bin dass ich sie sofort informieren würde sobald sich hier etwas ändert.
Möchte eigentlich nicht in ständiger Sorge leben dass mir so etwas passiert....

ich ziehe innerhalb der Genossenschaft um, d.h. die kennen mich schon und bekommen die Miete derzeit auch vom Amt direkt überwiesen - bin auch noch nie negativ aufgefallen (kann mich aber nicht mehr daran erinnern ob ich es ausgefüllt habe beim 1. Mal, meinte mich zu erinnern dass ich es frei gelassen habe..)

Hm mal sehn was das wird..
 

BlackForest

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Du deutest es in deinem Beitrag oben schon an, falls etwas schief läuft hast du den Ärger am Hals. Bei H4 kann damit ganz schnell die Existenzgrundlage weg sein.
Die Wohnungsvergabe von Einzugsermächtigung abhängig zu machen ist NICHT rechtens.
 

Seepferdchen 2010

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@Samary, du hast mit dem Vermieter einen Vertrag und nicht das Jobcenter.

Das heisst der Vermieter hält sich an dich, als Partner vom Vertrag.

Wenn das Jobcenter die Überweisung deiner Miete tätig, ist das eine Zusatzvereinbarung zwischen dir und dem Jobcenter.

Vom Jobcenter hast du das auch schriftlich?

Du kannst bei unberechtigter Abbuchung bei deiner Bank widersprechen, die Bank wird daraufhin die Abbuchung zurückholen/gutschreiben, bitte beachte hier die AGBs deiner Bank, da steht auch in welchen Zeitraum du widersprechen mußt, oder frage ggf. persönlich nach.

:icon_pause:
 

Samary

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@ black forest Hm, und was schlägst du vor ?

Vielleicht ein schreiben dazu packen in dem so etwas steht wie :
Da die Miete z.Z. vom Jobcenter direkt überwiesen wird,kann ich es nicht nachvollziehen wofür die zusätzliche Einzugsermächtigung erforderlich ist.
Sollte sich dies ändern, bin ich gerne bereit Ihnen eine Einzugsermächtigung zu erteilen und werde Sie in dem Fall rechtzeitig in Kenntnis setzen. ?
 

Samary

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Ja, die Kostenübernahme habe ich natürlich schon schriftlich vom Amt, zusammen mit den Unterschriebenen Mietverträgen eingereicht.
Und bisher vom Vermieter ein extra Schreiben ausgefüllt, wo drin steht dass es direkt vom Amt auf deren Konto überwiesen wird.

Nur die zusätzliche Einzugsermächtigung.. hab ich bisher frei gelassen.
 

Smiley32

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Lastschriften kann man in der Regel innerhalb 6 Wochen zurückholen.
Von daher bringt es dem Vermieter wenig wenn er sich die Miete per Lastschrift holt. Wenn der Mieter die Miete nicht zahlen will dann holt der sich das Geld wieder zurück.

Und erteilte Einzugsermächtigungen kannst Du widerrufen.
 

Samary

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OK, danke, dann weiß ich das schonmal =)

Aber was mich noch Interessieren würde,
ist hier jemand der aus Erfahrung sprechen kann,-
also wie das bei euch geregelt ist mit Mietverträgen, ob ihr ebenfalls eine Einzugsermächtigung erteilt habt (bzw es musstet) obwohl man unterschrieben hat dass das Geld direkt vom Amt überwiesen wird?
Und inwiefern das 'gut' gegangen ist, oder nicht..
 

Detmo2009

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Vorsicht bei Rückbuchungen und einem P-Konto mit aktiver Pfändung. Lässt du die Lastschrift zurückgehen wird das als Einkommen gewertet und du kannst ganz schnell über deinen Sockelbetrag kommen wenn du pech hast.

Nur so als Tipp falls eine Pfändung vorliegt, da sind Rückbuchungen immer mit vorsicht zu genießen...
 

Samary

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@ Seepferdchen,
nein das steht auf diesem schreiben noch nicht drauf,
ich habe es wie gesagt nur dem Vermieter unterschrieben dass es direkt auf deren Konto vom Amt überwiesen wird (beim Amt kann ich erst mit den fertigen Mietverträgen hin, wenn ich diese denn zurück bekommen... was aber erst passiert, bevor die Sache mit der Einzugsermächtigung- nachreiche oder kläre.)
Das es direkt vom Amt überwiesen wird, dürfte aber klar sein, da es bisher so lief und es die selbe Genossenschaft/Vermieter ist..
 

ZynHH

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Die Wohnungsvergabe von Einzugsermächtigung abhängig zu machen ist NICHT rechtens.

Schon mal ein Auto ohne Einzugsermächtigung zugelassen?

Ich sehe hier das Problem nicht. Erteile halt die Einzugsermächtigung.

Wenn du willst kannst ja bei deiner Bank hinterlegen, dass die erteilte Einzugsermächtigung hinfällig ist.

Wie Seepferdchen bereits schrieb, hat das JC nichts damit zu tun, ob deine Miete rechtzeitig bezahlt wird. Das musst du im Auge behalten.

Nur weil die auf deinen Wunsch hin, die Miete dorthin überweisen, heisst das nicht, das die sich um Versäumnisse kümmern müssen.

Und ja, wenn dir die Leistungen eingestellt werden und die Miete nicht überwiesen wird, will der Vermieter das Geld bei dir abbuchen können, dafür will er die Einzugsermächtigung haben. Sein gutes Recht.

Aber warum sollten dir denn die Leistungen eingestellt werden?

Nichts wird so heiss gegessen wie es gekocht wird. Da sitzt jemand, der will von jedem Mieter diese Einzugsermächtigung. Der kennt keine Einzelschicksale und will sich auch nicht darum kümmern müssen, eine zu bekommen wenn du mal nicht mehr bei dem JC bist sondern arbeitest.
 

Seepferdchen 2010

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Das es direkt vom Amt überwiesen wird, dürfte aber klar sein, da es bisher so lief und es die selbe Genossenschaft/Vermieter ist..
Nicht ganz, weil ein neuer Vertrag gemacht wird und demzufolge alle Zusatvereinbarungen
neu eingereicht werden müßen.

Das ist zwar der selbe Vermieter aber ein anderes Mietobjekt/Wohnung und wie schon geschrieben, ein neuer Vertrag.
 

Samary

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Wie gesagt, ich habe keine Angst dass meine Leistungen eingestellt werden(darum geht es gar nicht)..
Aber ganz ehrlich, wie soll ich das im Auge behalten ?! Kann ich ja gar nicht, wenn es direkt dort überwiesen wird und kann es nicht kontrollieren.
Bisher ging alles gut ja....
Aber man liest ja immer wieder, dass es zu Verzögerungen kommt...

Ist hier denn niemand dabei, der aus Erfahrung sprechen kann, wie das bei ihm läuft ?!
Wundert mich hm..
 

Seepferdchen 2010

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Und das noch, also bei dir Überweisung durch das Jobcenter.........

Der Bundesgerichtshof entschied, dass die Kündigung nicht gerechtfertigt sei. Man dürfe hier nicht nur die unpünktlichen Zahlungen allein in Betracht ziehen, sondern müsse die Gesamtsituation bewerten.

Die verspäteten Zahlungen hätten allein darauf beruht, dass das Jobcenter auch nach Vorlage der Abmahnungen nicht bereit gewesen sei, die Miete pünktlich zu überweisen. Die Mieterin sei dafür nicht verantwortlich.

Der D.A.S. Rechtsschutzversicherung zufolge betonte das Gericht, dass die Behörde hier nicht als Hilfsperson der Mieterin tätig werde, für deren Verhalten diese einstehen müsse. Sie nehme vielmehr staatliche, hoheitliche Aufgaben wahr.

Dies gelte unabhängig davon, ob die Kosten für die Unterkunft vom Amt an den Mieter oder direkt an den Vermieter gezahlt würden.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 21.Oktober 2009 - VIII ZR 64/09

Vermieter darf nicht kündigen

(AZ: 10 T 25/09)

Werden die Mietzahlungen von der Agentur für Arbeit geleistet, kann der Vermieter dem Mieter nicht kündigen, wenn die Miete nicht gezahlt wird. Über eine entsprechende Entscheidung des Landgerichts Saarbrücken informiert der Deutsche Anwaltverein.
 
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