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Einstiegsgeld, wo ist der Regelsatz geblieben?

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Nitrosonic

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Ein Hallo an alle!

Folgendes Problem, ich habe die Maschinerie bezüglich den Einstiegsgeldes hinter mir:
Businessplan abgegeben, gegründet zum 1.5.2007, Einstiegsgeld bewilligt bekommen und auch Ende dieses Monats erhalten.
Soweit alles schön.
Mit dem Bewilligungsbescheid kam aber auch ein Schreiben von der ARGE
in dem von mir gefordert wurde das Zusatzblatt 2.1 (vermutlich von dem Menschen der dort die Gelddinge bearbeitet, nicht von meiner SB!)auszufüllen.
Darin sollte ich eine Selbsteinschätzung abgeben wie hoch Einnahmen und Ausgaben vom 1.5 bis 31.8 vermutlich ausfallen werden. Der 31.8. ist das
Enddatum für den aktuellen Bewilligungszeitraum des ALG II.
Das Einstiegsgeld wurde bis schon bis zum 31.10 bewilligt. An sich schon ein Formfehler, der mir im Grunde auch Wurst wäre.
Also habe ich wegen der Mitwirkungspflicht Blatt 2.1 ausgefüllt und abgegeben. Wobei für was habe ich dann bitte ein Businessplan erstellt?

Im Schreiben zum Blatt 2.1 steht unter der Aufgabe die ich wie oben beschrieben erfüllt habe: sodann können wir über weitere Ansprüche entscheiden-Abgabefrist 2.6.
Jetzt das Problem: Für diesen Monat wurde kein Regelsatz (345 Euro)
überwiesen-die Kosten für Unterkunft und Heizung schon, aber die kommen hier vom Landratsamt.
Kann mir jemand erklären warum?
Was habe ich im Notfall zu tun?

Beste Grüsse
 

gerda52

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Einstiegsgeld und Regelsatz

Hallo Nitrosonic und willkommen im Forum!
Ein Hallo an alle!

Folgendes Problem, ich habe die Maschinerie bezüglich den Einstiegsgeldes hinter mir:
Businessplan abgegeben, gegründet zum 1.5.2007, Einstiegsgeld bewilligt bekommen und auch Ende dieses Monats erhalten.
Soweit alles schön.

Der Businessplan (Tragfähigkeit) ist entscheidend, ob Einstiegsgeld bewilligt wird. Er hat also m.E. keine Auswirkung auf die Berechnung der Regelleistung.

Mit dem Bewilligungsbescheid kam aber auch ein Schreiben von der ARGE
in dem von mir gefordert wurde das Zusatzblatt 2.1 (vermutlich von dem Menschen der dort die Gelddinge bearbeitet, nicht von meiner SB!)auszufüllen.
Darin sollte ich eine Selbsteinschätzung abgeben wie hoch Einnahmen und Ausgaben vom 1.5 bis 31.8 vermutlich ausfallen werden. Der 31.8. ist das
Enddatum für den aktuellen Bewilligungszeitraum des ALG II.

Wenn du jetzt die Daten aus dem B'Plan in die Einkommenbescheinigung übernommen hast, wirst Du einen vorläufigen Bescheid über die Regelleistung erhalten. Hier findet dann eine pauschale Einkommensanrechnung statt. Die exakten Daten sind nachzureichen,
z.B. mtl. oder Quartalsweise.

Um Über- aber auch Unterzahlungen im Rahmen zu halten, ist der Bewilligungszeitraum erstmal verkürzt. Rechne deshalb damit, dass Du regelmäßige EÜR vorlegen musst. Danach werden die Änderungsbescheide erstellt. :wink:

Solltest Du in der Anfangsphase weniger verdienen, als im Jahresdurchschnitt geplant, hättest du mit dieser Begründung auch abweichende Zahlen nennen können.

Das Einstiegsgeld wurde bis schon bis zum 31.10 bewilligt. An sich schon ein Formfehler, der mir im Grunde auch Wurst wäre.

Wurst ist gut, es geht um zwei verschiedene Paar Schuhe. :biggrin:

Also habe ich wegen der Mitwirkungspflicht Blatt 2.1 ausgefüllt und abgegeben. Wobei für was habe ich dann bitte ein Businessplan erstellt?

Für das Einstiegsgeld. :p

Im Schreiben zum Blatt 2.1 steht unter der Aufgabe die ich wie oben beschrieben erfüllt habe: sodann können wir über weitere Ansprüche entscheiden-Abgabefrist 2.6.
Jetzt das Problem: Für diesen Monat wurde kein Regelsatz (345 Euro)
überwiesen-die Kosten für Unterkunft und Heizung schon, aber die kommen hier vom Landratsamt.
Kann mir jemand erklären warum?

Ja, weil die Einkommensbescheinigung Grundlage für die Berechnung ist.

Was habe ich im Notfall zu tun?

Jetzt warte den Bescheid erst mal ab. Wie hoch hast Du Deinen voraussichtlichen Gewinn denn angesetzt?

Beste Grüsse
Ebenfalls
 

Nitrosonic

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Hallo Gerda52,


erst mal danke für die Antwort..aber ist das ein übliches Vorgehen wenn mir meine SB zugesichert hat - wenn auch mündlich, so wird wohl auch woanders gehandhabt - das nach 6 Monaten verrechnet wird?

Der Businessplan (Tragfähigkeit) ist entscheidend, ob Einstiegsgeld bewilligt wird. Er hat also m.E. keine Auswirkung auf die Berechnung der Regelleistung.

Ist mir klar-soweit hat das ja auch gestimmt, sonst hätte ich ja die Bewilligung nicht bekommen!

Wenn du jetzt die Daten aus dem B'Plan in die Einkommenbescheinigung übernommen hast, wirst Du einen vorläufigen Bescheid über die Regelleistung erhalten. Hier findet dann eine pauschale Einkommensanrechnung statt. Die exakten Daten sind nachzureichen,
z.B. mtl. oder Quartalsweise.


Um Über- aber auch Unterzahlungen im Rahmen zu halten, ist der Bewilligungszeitraum erstmal verkürzt. Rechne deshalb damit, dass Du regelmäßige EÜR vorlegen musst. Danach werden die Änderungsbescheide erstellt. :wink:

Solltest Du in der Anfangsphase weniger verdienen, als im Jahresdurchschnitt geplant, hättest du mit dieser Begründung auch abweichende Zahlen nennen können.

Hm ok...aber Einkommen kann sich doch erst im Monat in dem es zufliesst
berücksichtigt werden, oder? Die Zahlen habe ich etwas gekürzt übernommen..pauschale Einkommensanrechnung ist doch aber Blödsinn:
Exakt geht doch nur hinterher-und vorher streichen ohne das mitzuteilen?

Wurst ist gut, es geht um zwei verschiedene Paar Schuhe. :biggrin:

Wurst hol ich immer in Schuhen...meines Wissens falsch, denn der Bewilligungszeitraum für Einstiegsgeld darf den von ALG II nicht überschreiten!

Für das Einstiegsgeld. :p

Nun ja im Grunde für mich und das ist auch gut so-aber muss ich die Arbeit der ARGE machen? Dachte lesen können wär ne Vorraussetzung um dort zu arbeiten??

Ja, weil die Einkommensbescheinigung Grundlage für die Berechnung ist.

Ist keine Einkommensbescheinigung, sondern ne Schätzung eben laut BP!

Jetzt warte den Bescheid erst mal ab. Wie hoch hast Du Deinen voraussichtlichen Gewinn denn angesetzt?

Gewinn vor Steuern im ersten Quartal des Geschäftsjahres -8 Euro.


Merci erst mal
 

Nitrosonic

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Nachtrag:

Jetzt warte den Bescheid erst mal ab. Wie hoch hast Du Deinen voraussichtlichen Gewinn denn angesetzt?

Dazu noch was: ich sollte ja nicht den Gewinn angeben, sondern Einnahmen und Betriebsausgaben, da hatte ich ne Differenz von 100
Euro gesetzt, die sind aber halt auch nicht der Gewinn...

mit freundlichen Grüssen. Die Welt liegt uns zu Füssen denn wir stehen drauf, gehen drauf, für ein Leben voller Schall und Rauch...
 

gerda52

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Braucht ArGe Vorleser

Nochmal: Der Businessplan ist nur eine Auflage fürs Einstiegsgeld.

Nitrosonic schrieb:
Hallo Gerda52,


erst mal danke für die Antwort..aber ist das ein übliches Vorgehen wenn mir meine SB zugesichert hat - wenn auch mündlich, so wird wohl auch woanders gehandhabt - das nach 6 Monaten verrechnet wird?

Mündliche Aussagen der SB zählen leider nicht (viel). Ich weiß nur, dass das von ArGe zu ArGe unterschiedlich gehandhabt wird. Einige User hier schreiben, dass sie die Zahlen mtl. vorlegen, und andere erwähnen die Abrechnung nach Einkommmensteuerbescheid. Vielleicht kommt es noch darauf an, ob schon Erfahrungswerte über durchschnittliches Einkommen aus der Selbständigkeit vorliegen. :icon_hug:

Ist mir klar-soweit hat das ja auch gestimmt, sonst hätte ich ja die Bewilligung nicht bekommen!

Schön, ein Punkt übereinstimmend abgehakt. :D

Hm ok...aber Einkommen kann sich doch erst im Monat in dem es zufliesst
berücksichtigt werden, oder? Die Zahlen habe ich etwas gekürzt übernommen..

Zunächst einmal war ich nicht von einem Minuszeichen vor der Einkommenserwartung ausgegangen. Die Antwort konnte daher nur allgemein ausfallen.

pauschale Einkommensanrechnung ist doch aber Blödsinn:

Bei positiven Einkünften durchaus nicht. Das Zuflussprinzip kann sich gerade bei Selbständigen bei einer mtl. Abrechnung negativ auswirken.

Wichtig ist, dass zum Schluss wirklch das Jahreseinkommen durch die Monate geteilt wird.

Exakt geht doch nur hinterher-und vorher streichen ohne das mitzuteilen?

Wenn ich das richtig verstanden habe, wurden bei der ALG II Bewilligung nur die KDU berücksichtigt. Oder: Welche Angaben bzgl. Regelleistung / Einkommen enthält der Bescheid überhaupt? Weiter ...

Im Schreiben zum Blatt 2.1 steht unter der Aufgabe die ich wie oben beschrieben erfüllt habe: sodann können wir über weitere Ansprüche entscheiden-Abgabefrist 2.6.
Wurst hol ich immer in Schuhen...meines Wissens falsch, denn der Bewilligungszeitraum für Einstiegsgeld darf den von ALG II nicht überschreiten!

Werde ich bei Gelegenheit mal nachlesen. Aber generell: Den Tatbestand können die auch anpassen, indem der längere Zeitraum in einem Änderungsbescheid gekürzt wird. Da war doch was mit Fristsetzung 2. Juni.

Nun ja im Grunde für mich und das ist auch gut so-aber muss ich die Arbeit der ARGE machen? Dachte lesen können wär ne Vorraussetzung um dort zu arbeiten??

Siehe oben

Ist keine Einkommensbescheinigung, sondern ne Schätzung eben laut BP!

Ich berichtige mich, meinte Einkommenserklärung. :icon_confused:

Gewinn vor Steuern im ersten Quartal des Geschäftsjahres -8 Euro.

Ja, da fehlen ja jetzt 345 Euro. Dumme Frage: Und nach Steuern ??

Merci erst mal
Ich gehe jetzt trotzdem mal davon aus, dass Du bezügl. der Regelleistung in Kürze einen neuen Bescheid erhältst. Und natürlich das Geld. :smile:
 

gerda52

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RE: Nachtrag

Dazu noch was: ich sollte ja nicht den Gewinn angeben, sondern Einnahmen und Betriebsausgaben, da hatte ich ne Differenz von 100
Euro gesetzt, die sind aber halt auch nicht der Gewinn...
also -100 Euro oder auch Verlust. Ist am Anfang vollkommen normal.

Da kann jetzt von einem Einkommenansatz ob pauschal oder nicht keine Rede sein. Ja, und dem Amt reicht natürlich das Endergebnis als solches nicht. Anhand der Angaben über Einnahmen und Ausgaben möchte es gerne nachvollziehen, wie der Betrag zustande kommt.

Ich setze hier noch einen Link. Das könnte auch noch auf Dich zukommen, später, wenn statt Schall und Rauch harte Euros erwirtschaftet werden. :biggrin:

Für Dein Unternehmen an dieser Stelle viel Erfolg :icon_daumen: .
 

Nitrosonic

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Hallo @gerda52,
hmm das sind ja alles wertvolle Infos, aber irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, das wir uns etwas missverstehen-vielleicht war ich auch nicht deutlich genug.
Im Grunde wollte ich weniger auf Zahlen oder den Businessplan eingehen,
um nochmal genauer zu werden ist die Frage eher die....
Schreiben vom 16.5. das am 24.5. ankam:
Aufforderung zur Mitwirkung nach §60 SGBI (kein Bescheid!)
(Der Bescheid fürs Einstiegsgeld war vom 15.5. und darin gab es keine Verweise auf ALG II oder Kosten für Unterkunft und Heizung, sondern nur
das ich die 50% vom Regelsatz als Einstiegsgeld erhalte)
Sie beziehen laufend Leistungen zur Sicherung Ihres Lebensunterhalts-
blabla..deswegen Mitwirkungspflicht, die ich dann durch Abgabe auch erfüllt habe!
Im Rahmen Ihrer Mitwirkungspflicht bitte ich Sie, bis spätestens 2.6. folgende Unterlagen bzw. Nachweise vorzulegen:
Erstellen Sie eine Selbsteinschätzung über die monatlichen Einnahmen und Ausgaben Ihrer selbständigen Tätigkeit für die Zeit vom 1.5.2007 bis 31.8.2007 unter Verwendung des beigefügten Vordrucks (das war der 2.1er). Sodann können wir über Ihre weiteren Ansprüche entscheiden.
Ihre Mitwirkung ist erforderlich, weil ohne die erbetenen Unterlagen bzw. Nachweise (zwei lapidare Zahlen Einnahmen und Ausgaben kummliert für 4 Monate, allerdings Einnahmen ca 1000 Ausgaben ca 900 - also quasi 100 Euro + was sich alledings durch AfA usw. ein -8 in ersten Quartal ausmacht - deswegen wird auch wohl kaum Steuer fällig ;-)) nicht festgestellt werden kann ob und wieweit ein Leistungsanspruch unverändert fortbesteht (und genau dafür sollt man nen Blick in den BP werfen und nicht selbigen in den Papierkorb!) Eine Änderung des Leistungsanspruches kann sich - ggfs. auch für die Vergangenheit – zu Ihren Gunsten bzw. Lasten ergeben.
Sollten Sie bis zum o.g. Termin nicht antworten bzw. die angeforderten Unterlagen nicht einreichen, werde ich die Geldleistung bis zur Nachholung der Mitwirkung ganz streichen.
...und jetzt kommts: darf der Bearbeiter darauf hin veranlassen das ich diesen Monat nicht meinen Regelsatz
bekomme? Von was soll ich dann bitte leben? Doch wohl eher nicht, oder?
Erschwerend kommt hinzu, das ich keine Rechnungen schreiben kann, da das FA es seit nem Monat nicht schafft mir eine Steuernummer zu zuteilen! Aber das ist ja ne andere Baustelle....
Grüsse nochmal
 
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