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Einstiegsgeld und Verwirrung

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Desantes

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#1
Ich habe nochmal ne Frage zum Einstiegsgeld. Mir wurde ja beim AA gesagt das wenn ich das Einstiegsgeld beantragen würde, bekäme ich höchstens 50% meines jetzigen ALG2 (645€) das wären dann unterm Strich ca. 320€ die ich Einstiegsgeld erhalten würde. Eigentlich dachte ich ich hätte alles verstanden aber dann lass ich das hier:

http://www.ueberbrueckungsgeld.de/faq/einstiegsgeld/fragen/frage01.shtml

Dort steht wiederrum geschrieben das man das Einstiegsgeld zusätzlich zum ALG2 bekommt. Die Agentur hatte mir aber gesagt das ich sobald ich den Zuschuss beantrage und bewilligt bekomme ich dann als selbsständig gelte und dann logischerweise kein ALG2 mehr bekommen würde.
Ehrlich gesagt bin ich nun etwas verwirrt. Könnte eventuell jemand von euch Licht ins Dunkel bringen.

Grüsse

Sascha

Edit: Link angepasst - Ralf Hagelstein
 

Silvia V

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#2
Die Arbeitsagentur hat Dir eine falsche Auskunft gegeben.
 

zulu

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#3
Falsch, sogar ganz falsch, denn Einstiegsgeld gem SGB II § 29 bekommt man NUR, wenn man auch im ALGII-Bezug ist.
Wenn also die Selbständigkeit ganz schnell ganz gut läuft und man tüchtig verdient und kein ALGII-Anspruch mehr hat, dann gibt es auch kein Einstiegsgeld (mehr). Also Voraussetzung für das Einstiegsgeld ist ALGII.
Aber vielleicht geht hier was Durcheinander?
Wer ALGI (eins) bekommt, sich dann selbständig macht und Überbrückungsgeld bekommt, der bekommt dann kein ALG I mehr, sondern NUR das Überbrückungsgeld.
 

Supimajo

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#4
Hmmm...bei allem was recht ist frage ich mich trotzdem, wie man von (im Fall des OP) rund 965€ einen Gewerbebetrieb mit gesunden Perspektiven auf die Beine stellen will.
Wenn ich alleine die Versicherungsbeiträge eine Selbstständigen davon abziehe bleibt kaum etwas zum leben - geschweige denn etwas um es in das Gewerbe stecken zu können.

Ich hatte auch mal mit dem Gedanken gespielt eine selbstständige Tätigkeit aufzunehmen.
Nach langem hin- und her rechnen ist mir dann aber klar geworden, daß das doch gar nicht funktionieren kann.
 

zulu

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#5
Welche Versicherungsbeiträge?
Wenn man ALG II bekommt ist man pflichtversichert in der KV und RV, die Beiträge zahlt das Amt.
Man muss eine gute Idee haben, das Einstiegsgeld bekommen und möglichst wenig Investitionen brauchen, um loszulegen, dann kann es gehen.
Ist doch besser als Däumchendrehen und/oder Ein-Euro-Job, oder?
 

Supimajo

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#6
zulu sagte :
Welche Versicherungsbeiträge?
Wenn man ALG II bekommt ist man pflichtversichert in der KV und RV, die Beiträge zahlt das Amt.
Hmmm....ist das bei ALGII-Bezug so?

Ich kenne nur die Sache mit der IchAG und da muß man die Beiträge aus der Föderung zahlen.

Sei es wie es sei. Die Ausgaben minimieren ist immer erstrebenswert.
Aber anzunehmen, daß man z.B. mit einem Ebay-Shop oder ähnlichem den "schnellen Euro" machen kann ist mehr als verblendet.

Ich habe selbst vor vielen Jahren mal ein Gewerbe versucht aufzuziehen und mußte feststellen, daß dies ohne Werbung und Kontakte kaum möglich ist.
Ich ließ mir mal Anzeigenpreislisten von Fachmagazinen kommen, die meine Zielgruppe bedienten und mußte erstmal schlucken als ich sah, daß eine winzig kleine Anzeige in schwarz/weiß mal eben (damals) 16.000 DM kosten sollte.

Sicher gibt es auch Gewerbe, die einen minimalen bis gar keinen finanziellen Aufwand erfordern. Aber solche "Unternehmungen" ist eine eher kurze Lebensdauer attestiert. Von Nachhaltigkeit kann da keine Rede sein.

Die ganze IchAG-Kagge halte ich für Müll weil nur ein verschwindend geringer Anteil der gegründeten "AG's" wirklich positive Prognosen für die Zukunft haben.
Schlimmer noch: Eine gescheiterte IchAG im Lebenslauf zu haben macht die anschließende Jobsuche doppelt schwierig, weil die meisten Personaler den Standpunkt vertreten, daß man möglichst niemanden einstellen sollte der schonmal selbstständig war, weil diese Bewerber ein Problem damit haben sich Weisungen unterzuordnen.

Außerdem werden solche "Selbstsändigkeiten" gerne als Mittel zur Flucht aus - oder vor dem ALGII-Bezug hergenommen.
Die ARGE freut sich, weil derjenige aus der Statistik fällt, obwohl sie weiß, daß die wenigsten einen objektiven Liquiditätsplan vorlegen können.
Der überwiegende Teil der Antragsteller tendiert dazu (teils wegen fehlendem oder unzureichendem kaufmännischen Wissen) sich ihre Planungsunterlagen selbst schön zu rechnen.
 

zulu

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#7
"Ich-AG" ist was ganz anderes.
Das heisst korrekt "Existenzgründungszuschuss" und den bekommt man nur, wenn man zuvor im ALG 1 (eins!)-Bezug war.
Dann macht man sich selbständig, Schluss mit ALG 1, und bekommt im ersten Jahr 600,00, im zweiten Jahr (auf Antrag) 360,00, und im dritten 240,00 Euro.
Davon MUSS man aber zwingend die RV mit mindestens 78,00 Euro im Monat zahlen und sollte (muss man nicht) seine Krankenversicherung bezahlen, die gibt es zum "Ich-AG-Sondertarif" von ca. 170,00 Euro, plus Pflegeversicherung (es geht nur beides, wenn KV, dann auch PflV) ca 40 Euro, also sind von den 600,00 Euro im ersten Jahr weg: -78,00, -170,00, -40,00, verbleiben 312,00.
Im zweiten Jahr kann sich das jeder selbst ausrechnen.
Leben kann man davon nicht und ins Geschäft investieren schon mal gar nichts.
Anders eben beim ALG II: Man ist weiter pflichtversichert in der KV und RV, die Beiträge zahlt das Amt, man bekommt den Regelsatz plus die Miete. Und, wenn man Glück hat, das Einstiegsgeld gem. SGB II § 29, das ist aber reine Willkür des Sachbearbeiters.
Also die Existenz ist gesichert.
 
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