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Einstiegsgeld und 16 C Antrag abgelehnt

Lavinia

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Hallo!

Ich war im Oktober letzten Jahres bei meiner SB, weil ich die Tatsache besprechen wollte, mich mit meinem Lebensgefährten selbstständig zu machen. Erste Reaktion war, machen Sie sich selbstständig, aber ohne Unterstützung der Arge. Sie bot uns lediglich ein Berufsorientierungs- und noch einen Bewerbungskurs an.

Zu guter letzt schickte sie uns zu einem Motivationscoatch, der unsere Geschäftsidee doch begutachten sollte. Von diesem Urteil wollte sie abhängig machen, ob wir überhaupt die Antragsformulare erhalten.

Mit einem sehr guten Businessplan sind wir dann zu diesem Motivationscoach, der unsere Geschäftsidee als gut und tragfähig befand. Und uns gleichzeitig darauf hinwies, das wir beide jeweils Anspruch auf Einstiegsgeld und Förderung hätten.

Beim nächsten Termin mit ihm teilte er uns mit, das die SB unsere Akte an eine andere weitergereicht hätte, weil sie erst jetzt festgestellt hätte, das sie gar nicht für uns zuständig ist. 3 Wochen vergangen, bis wir einen Termin bei der neuen SB bekamen, der wir das Geschäftskonzept vorstellten und sie schlußendlich auch überzeugen konnten. Jedenfalls bekamen wir die Einstiegsgeld- und 16 C Anträge.

Diese wurden von uns ausgefüllt und mit allen erforderlichen Unterlagen abgegeben.

Dann stellte sich heraus, das ein 16 C Antrag gar nicht bewilligt werden würde, weil sie sich überlegt hatte, das einer für uns beide reicht.

Der zweite Antrag wurde nicht bearbeitet, weil die Höhe des Wareneinkaufs zu niedrig wäre und die Büromöbel zu hoch angesetzt wären. Es wurde nachgefragt, ob ein Schreibtisch, Stuhl gebraucht würde oder ob es keine Alternativen gäbe. Und ein Telefon bräuchte man auch nicht, das könnte über das Privattelefon laufen.

Wir haben also den 16 C Antrag umgeschrieben. Die Arge würde 5000 Euro bewilligen, 3000 Euro als Zuschuß und 2000 Euro als Darlehen. Also haben wir den Wareneinkauf auf 3000 Euro angesetzt und den Rest auf Büromöbel und Ausstattung (mit Kostenvoranschlägen).

Dann kam der nächste Einwand von der Arge, das das erwartete Einkommen ihnen nicht hoch genug wäre (gemäß Zahlenplan).
Und für Wareneinkauf doch keine Zuschüsse und Darlehen gewährt werden. Mal so, mal so?

Also wurde der Antrag abgelehnt. Unser Motivationscoach bekam seine Arbeit als Coaching-Förderung in Höhe von 500 Euro bezahlt, seine Bemühungen für uns wurden immer geringer, je mehr Schwierigkeiten die Arge machte. Also schrieb er ohne unser Wissen an die Arge eine Stellungnahme, wo er uns mangelnde Motivation und Durchsetzungsvermögen bescheinigt.

Daraufhin wurde auch das bereits bewilligte Einstiegsgeld zurückgezogen.

Von Anfang an versuchte die Arge die geplante Existenzgründung mit allen Mitteln zu blockieren.

Wir haben eigenständig einen sehr guten Businessplan ausgearbeitet, der Zahlenplan ist korrekt, wir haben in eigener Initiative einen Existenzgründerlehrgang besucht und einen Kurs zum Thema Webdesign. Mit Nachweisen von der IHK.

Das es schwierig wird, war uns klar. Aber so schwierig?

Wir mußten mit dem 16 C Antrag auch eine Gewerbeanmeldung vorlegen, Post vom Finanzamt ist auch gekommen.

Wir wollen die Existenzgründung auf jeden Fall realisieren, sind aber auf die Förderung angewiesen, weil wir kein eigenes Kapital haben.

Wie sollen wir jetzt weiter verfahren?

Ist es richtig, das die Förderung des 16 C Antrag in Höhe von 5000 Euro ein Darlehen von 2000 Euro beinhaltet?

Ist es auch richtig, das Wareneinkauf nicht im 16 C Antrag bewilligt werden kann, weil es keine Sachgüter sind?

Warum können 2 Existenzgründer für das selbe Gewerbe nicht auch zwei 16 C Anträge bekommen, wo doch auch zweimal Einstiegsgeld bewilligt werden würde?

Was kann man gegen die negative Stellungnahme machen? Eine andere Stelle, wie z.B. die IHK aufsuchen?

Kann man uns zwingen, die geplante Selbstständigkeit aufzugeben? Der nächste Schritt der Arge wäre es dann, uns in einen sechswöchigen Bewerbungskurs und meinen Partner danach noch in einen Berufsfindungskurs zu schicken. Wir haben aber beide abgeschlossene Ausbildungen und Berufserfahrung.

Fragen über Fragen... Über Eure Ratschläge und Hilfe wäre ich sehr dankbar. :icon_idee:
 

Koelschejong

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Wareneinkauf ist mit drin im 16c - aber eben alles Kann-Vorschrift. Liegt die Ablehnung schriftlich vor, dann wäre die Begründung interessant.

Du schreibst bewilligtes Einstiegsgeld wurde wieder gestrichen - war das schriftlich bewilligt, mit welcher Begründung wurde gestrichen?
 

lpadoc

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Also hier scheint der "Verfahrensablauf" etwas durcheinander geraten zu sein.
 

Lavinia

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Der von der Arge gestellte Personalcoach hat mir mangelnde Motivation bescheinigt. Das war der Grund für die Ablehnung.

Der Herr hatte nur gar nichts gemacht, seitdem er den Antrag für sein Coaching in den Händen hatte und sein Geld sicher war.

Diese Begründung ist von daher eine Frechheit, da ich Existenzgründerkurs, Kurs Webdesign etc. in Eigeninitiative absolviert habe, mich eigenständig weitergebildet und informiert habe und meine Unterlagen, wie Businessplan etc. excellent waren. Habe mir viele Gedanken und Bemühungen gemacht, alles abzusichern und in richtige Bahnen zu lenken.

Aber alles macht den Eindruck, als wenn eine Selbstständigkeit von der Arge gar nicht gewünscht wird.

Gruß
 

Koelschejong

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Der Eindruck dürfte leider richtig sein. Der durchschnittliche SB hat eindeutig am wenigsten Arbeit mit dem ALG II Empfänger, der keiner Tätigkeit nachgeht, nie aufmuckt (selbstverständlich) und nur jeden Monat schön sein Geld in Empfang nimmt. Am meisten Arbeit macht solch eine Type, die da versucht sich selbstständig zu machen - nix als Arbeit hat SB mit dem und muss sich dann zu allem Überfluss auch noch mit Sachen beschäftigen, von denen er Null Ahnung hat.
Wenn Du Dir das vor Augen hältst, dann wird Einiges verständlicher, leider aber dadurch nicht akzeptabler.
 
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