Einstellungsuntersuchung öffentlicher Dienst - Ist für den Arbeitgeber ein Termin bei einer Psychologin ein Ausschlußkriterium für die Anstellung?

  • Starter*in Gelöschtes Mitglied 58027
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Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Hallo ihr Lieben,

ich habe eine tolle Jobzusage (unbefristet!) im öffentlichen Dienst als Angestellte. Reine Büroarbeit ohne besondere körperliche Anforderungen (z. B. Schwere Akten heben).

Meine Vorerkrankungen beruhen auf einer Skoliose, die ich habe operieren lassen und einer Lungenembolie, für die kein Grund gefunden werden konnte. Ansonsten habe ich dann im Laufe der Jahre eine Diagnose Asperger Autismus und einen GdB von 60 erhalten.

Im letzten Jahr wurde ich durch professionelle Psychologen im Job betreut, die mir sagten, dass Asperger-Autismus nicht zutrifft und ich die Ursache meiner Schwierigkeiten durch eine tiefenpsychologische Therapie bearbeiten soll. Habe ich gemacht. Ich fühle mich so gut wie schon lange nicht mehr.

Zu meinem künftigen Arbeitgeber war ich sehr offen. Habe alles dargelegt und dass ich es schaffen kann, im Team anzukommen.

Nun war ich beim Gesundheitsamt. Die Amtsarztin meinte ziemlich direkt zu Beginn des Gesprächs "also sie geht davon aus, dass hier alles gut geht. Es könne aber sein, dass man einen Satz schreiben muss, wie, kann zu krankheitsbedingten Ausfällen führen und ich nochmal zur Psychologin muss"

Die körperliche Untersuchung war soweit in Ordnung. Nachmittags rief die Ärztin mich an, dass ich auf jeden Fall nochmal zur Psychologin muss, aber unter eilt, damit ich schnellstmöglich anfangen kann.

Ich hatte die Amtsärztin nochmal angesprochen gehabt, ob auch ein Attest der Hauspsychiaterin reichen würde.

Nun meine Frage: Muss ich mir Sorgen machen, dass der Arbeitgeber mich doch nicht einstellt, wenn da so ein Satz drin steht?! Ich war ja offen und ehrlich. Habe sehr viel an mir gearbeitet, zur Zeit nehme ich noch Antidepressiva und Promethazine ein, um den arbeitslosen Alltag gut herum zu kriegen und glaube, dass ich bei diesem Arbeitgeber langfristig Fuß fassen kann und nicht mehr erkranke - zumindest auf Grund der Vorgeschichte. Kennt man seine Risiken, lebt man ja auch anders. Und wenn man dazu noch einen Traumjob hat, zufrieden ist, macht das auch viel aus.

Einen Termin für das psychologische Gespräch habe ich noch nicht. Das Warten macht mich sehr unruhig. Vielleicht kann mir ja hier jemand was sagen..

Danke und liebe Grüße
 

Pauer

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Meine Vorerkrankungen beruhen auf einer Skoliose, die ich habe operieren lassen und einer Lungenembolie, für die kein Grund gefunden werden konnte. Ansonsten habe ich dann im Laufe der Jahre eine Diagnose Asperger Autismus
Also ich kenne Kollegen bei meinem Dienstherren, die mit erheblichen Vorerkrankungen sogar noch in das Beamtenverhältnis berufen worden.
Weshalb, weiß nur der Himmel.

Ich denke, dass ist immer ganz schön abhängig von dem jeweiligen Arbeitgeber und vom Amtsarzt.

Zu meinem künftigen Arbeitgeber war ich sehr offen. Habe alles dargelegt und dass ich es schaffen kann, im Team anzukommen.
Demnach müsste sich dieser ja denken können, worauf er sich eingelassen hat. Das du trotzdem eine Zusage bekommen hast, ist doch ein super Zeichen.

Es könne aber sein, dass man einen Satz schreiben muss, wie, kann zu krankheitsbedingten Ausfällen führen und ich nochmal zur Psychologin muss"
Dass du nochmal zum Psychologen musst, ist denke ich kein ausschlaggebendes Kriterium. Der Satz bzw. die Anmerkung zu krankheitsbedingten Ausfällen könnte dir m.E. jedoch das Genick brechen...

Hier kommt es höchstwahrscheinlich erheblich auf die Einschätzung des Amtsarztes an, von welcher Dauer diese Ausfälle sein könnten/werden.
Ein Arbeitnehmer, der voraussichtlich eine lange Zeit nicht zur Arbeit kommen kann, ist grds. eher nicht zu gebrauchen.

Wie der Arbeitgeber entscheiden wird, kann leider niemand voraussagen. Es kommt wahrscheinlich stark auf die letztendliche Formulierung des Amtsarztes im Gutachten an.

Meiner Erfahrung nach sind Bundesbehörden bei solchen Sachen auch oft etwas strenger als Landesbehörden oder kommunale Verwaltungen...
 

bLum

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Huhu laurala!

Pauer hat es eigentlich schon geschrieben: niemand kann das voraussehen wie dein möglicherweise zukünftiger AG auf so einen Satz reagieren würde.
Will die Amtsärztin den so schreiben? Oder das dem Psychologen empfehlen?
Wenn es bei der psychologischen Begutachtung zur Sprache kommt wirst du halt glaubhaft darstellen müssen, dass du in Krisensituationen ein gutes Auffangnetz hast und wie das beschaffen ist, und wie du jetzt gerade mit Krisensituationen umgehst.
Es muss kein Grund sein, dir die Stelle nicht mehr zu geben. Krank werden, warumauchimmer, kann jeder von heute auf morgen. Aber wenn du zeigst, dass du dir darüber bereits Gedanken gemacht hast und gut auf eine Krise reagieren kannst ist das echt schon sehr viel wert.
 

Curt The Cat

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Moinsen lauraka89 ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen.Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Einstellungsuntersuchung öff. Dienst - Ausschlusskriterium?!, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend Zeichen erweitert und zudem einen deutlichen Hinweis im Texteingabefeld hinterlassen. Da passt deutlich mehr als drei bis fünf Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 
E

ExitUser

Gast
Die körperliche Untersuchung war soweit in Ordnung. Nachmittags rief die Ärztin mich an, dass ich auf jeden Fall nochmal zur Psychologin muss, aber unter eilt, damit ich schnellstmöglich anfangen kann
Daraus würde ich jetzt schließen die Einstellung geht klar die wollen dich, das mit der Psychologin wird also eher formal sein
weil sooo eine Auswahl an guten Leuten haben die auch nicht
 
G

Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Hallo,

ja, mein Arbeitgeber möchte mich haben und spricht auch davon, dass dies ein langes Arbeitsverhältnis werden kann.

Die Amtsärztin sagte das direkt am Anfang, bevor wir den Fragebogen durch gegangen sind. Ich habe gar nicht nachgefragt, warum sie so etwas schreiben will, da sie direkt hinterher schmiss, wir schreiben das so, dass von unserer Seite alles klar geht.

Ich war eben ziemlich verwirrt in dem Gespräch und auch nervös. Ich habe solche Fortschritte gemacht und Therapeutin, Psychiater, Hund und im schlimmsten Falle auch noch einen Jobcoach an meiner Seite, den ich im Hintergrund immer um Rat fragen kann. Es wäre für mich furchtbar, wenn ich diese Chance nicht antreten kann, nur weil dort jemand nach 2 Minuten und von Fakten urteilt.

Naja in dem psychologischen Gespräch werde ich wohl sehr nervös und ängstlich hinein gehen 😔 Weil ich einfach nicht weiß, wie man über mich urteilt und was der Arbeitgeber sich dann denkt.

Als ich zu Besuch bei meinen "neuen" Kollegen war, war dieses Gespräch total normal. Eine Kollegin von mir, musste auch da hin. Also das war für die nichts ungewöhnliches. Aber wenn da wirklich dann so ein blöder Satz drin steht, was ja irgendwo Blödsinn ist, denn jeder kann krank werden, frage ich mich echt, wozu das alles gut sein soll. Für mich hängt viel und eigentlich alles von dieser Chance ab. Ich hätte nie damit gerechnet, diese Zusage zu erhalten.
Es ist eine regionale Landesbehörde im Übrigen. 😉 Mein zukünftiger Chef übrigens selbst mit GdB von 50 und der gesagt "Autismus? Ist doch nicht schlimm. Kenne einige. Alles gut."

Und nun hängt alles von fremden Menschen ab, die meinen Weg nicht kennen. Die nicht wissen, was ich alles getan und erlebt habe. Klar der Psychologin werde ich das alles erzählen können und das ich mich selbst als sehr stabil sehe, erst Recht, wenn ich ankommen kann. Instabil war ich in der Vergangenheit oft, da ich auf Grund meiner Schwierigkeiten im sozialen Bereich gemobbt worden bin und die Arbeitsstellen verloren habe und teilweise auch Arbeitsstellen hatte, die ich nie machen wollte, aber damals dachte, besser als nichts.
 

Pauer

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Aber wenn da wirklich dann so ein blöder Satz drin steht, was ja irgendwo Blödsinn ist, denn jeder kann krank werden,
Es ist schon richtig, dass jeder krank werden könnte.

Gerade für Arbeitgeber im öffentlichen Dienst macht es aber doch einen Unterschied, ob mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Erkrankung und ein Ausfalls der Arbeitsleistung gerechnet werden kann oder eben nicht.
So wie du die Gespräche mit der Behörde schilderst, denke ich aber, dass alles positiv laufen sollte. Ich drücke die Daumen.
 
E

ExitUser

Gast
Du bist so weit an der Anstellung das es praktisch nicht mehr schief gehen kann, trink vor dem Gespräch ein Glas lauwarmes Wasser das beruhigt
hilft auch sonst ganz gut, probiere es mal aus
 
G

Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Praktisch nichts mehr schief gehen, aber theoretisch?! *lach*

Der Psychologin kann ich doch auch ganz sicher sagen, dass die tiefenpsychologische Therapeutin immer noch da ist, wenn was ist?! Nicht, dass mir das auch noch negativ bewertet wird.

Eigentlich weiß doch jeder, dass ein guter Job, Zufriedenheit schafft, als wenn man so gut wie keine Aussichten hat (als Autist!) und diese Chance dürfte man mir ja eigentlich nicht verbauen... Aber vielleicht ist es auch nur so, dass die NICHT in Gutachten stehen haben wollen "völlig ungeeignet, da chronische Krankheit".. Mir fällt da jetzt nichts zu ein, was da sein könnte. Skoliose KANN im Alter zu Beschwerden führen, Embolie KANN auch wieder auftreten, für die psyche habe ich alles getan, was getan werden konnte und die Medikamente belasten mich in keinster Weise, daher ist es ja nicht so, dass man sagen könnte, ich werde mit hoher Wahrscheinlichkeit längere Zeit ausfallen.

Versteht ihr, was ich meine? Leider weiß ich auch nicht, was der Arbeitgeber vom Amtsarzt wissen möchte. Ich bin nur gefragt worden, ob der Arbeitgeber über die Schwerbehinderung informiert ist. Dies habe ich bejaht und theoretisch könnte ich den Amtsarzt ja anlügen, so dass er da wieder auf diesen Satz zu sprechen kommt.

Sind meine Gedanken nachvollziehbar? Allerdings sagte man mir ja nun mehrmals, damit ich schnell anfangen kann, so dass von unserer Seite alles klar geht.... In keinster Weise erwähnte das Gesundheitsamt dass meine Einstellung dann gefährdet ist. Im Gegenteil. Die Ärztin meinte noch zu mir "sie sind ja schon eingestellt, die wollen sie ja haben und dass sie noch in Konsil müssen, da sind sie nicht die einzige".. Aaahhhh ätzend. Ich denke, ich entspanne mich, wenn ich den Termin kenne...es wäre verrückt, wenn es jetzt noch scheitert.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Ich hoffe es doch mal stark. Ich bin nur nicht gut im richtigen Antworten. Wenn Sie mich zum Beispiel fragen wird, was machen Sie in einer Konfliktsituation mit Kollegen? Reicht dann aus, zu sagen "ich werte es nicht als Angriff, ich mache mir in Ruhe meine Gedanken dazu, habe ein gutes soziales Netzwerk privat und psychologisch, die ich um Rat fragen kann und stelle mich der Situation"

Früher wäre ich weg gerannt und hätte mich krank schreiben lassen. All das habe ich aber nicht mehr vor. Ich bin erwachsen geworden, habe mich selbst gefunden und so akzeptiert, wie ich bin. Gehe mittlerweile offen und sympathisch auf meine Mitmenschen zu und bleibe vor allem ruhig und gelassen, auch in Stresssituationen, die vielleicht Angst machen könnten.
Wenn ich meinen eigenen Fortschritt, insbesondere im letzten Jahr sehe, könnte ich schon denken, dass Autismus gar nicht mehr zutrifft. So wie eine größere Klinik mir das geraten hätte, tiefenpsychologisch zu arbeiten und sich vom Thema Autismus zu lösen.

Alles kompliziert. Ich wollte aber auch noch niemals mehr eine Stelle wie diese. Das ist ein Traumjob für mich, wo ich auch nicht unterfordert sein werde - was in der Vergangenheit auch des öfteren vorkam und mich sehr unzufrieden gemacht hat.
 

bLum

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Ich schließe mich Ronald an.
Und dein Text zeigt doch schon voll deine Eigen-Souveränität! (y)

*Tasse Tee zum Entspannen rüber schieb*
 
G

Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Ich wollte heute, nach 2 Wochen, mal nachfragen, wann ich mit einem Termin rechnen kann und was passiert?! Niemand fühlt sich zuständig! Also wohl doch noch länger in Hartz IV zu Hause hocken, als endlich wieder fest im Leben zu stehen. Kann den sozialpsychiatrischer Dienst ja nun auch nicht auseinander nehmen... Das würde mir erst recht das Genick brechen. Aber wenn man etwas unter eilt macht, gehe ich davon aus, dass man mir nach 2 Wochen wenigstens einen Termin nennen kann. Mit meiner Wut darüber muss ich nun klar kommen... Regt mich das auf. 😂😂🙄
 
E

ExitUser

Gast
Die können auch sofort einen Termin machen
Vorbei gehen Lage schildern, vorher evtl. mal kurz beim Künftigen Arbeitgeber vorbei ansprechen was abgeht
Geht nicht muss nicht hingenommen werden
Du musst versuchen einzuschätzen wie weit Du gehen kannst, je weniger du zu verlieren hast umso eher kannst du dein Ding durchziehen
Ich bin von der Sorte geht mal vorbei und sagt dann ich habe Zeit, falls wer nicht kommt zum Termin könnten sie mich einschieben
natürlich würde ich auch sagen, ich bedanke mich schon im voraus für Ihr Verständnis.
Ob so ein Vorgehen bei Dir Erfolg hat kann ich natürlich nicht wissen, ich habe mit Vorgehensweisen die von der Norm abweichen ganz gute Erfolge
Wichtig ist halt immer höflich, verbindlich und überhaupt immer ganz bescheiden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Termin steht für in 1,5 Wochen.
Ich habe panische Angst vor diesem Termin und außer meiner Autismus-Diagnose und dem GdB habe ich dort nichts eingereicht. Obwohl ich natürlich Berichte von der Tagesklinik, Therapien habe.. Aber keine die meinen jetzigen Zustand beschreiben könnten. Zumal die Berichte teilweise 6 - 8 Jahre alt sind. Gehe ich hin und erzähle einfach, wie es zur Autismus Diagnose kam und was ich seitdem gemacht habe oder soll ich wirklich noch alle Berichte aus meiner Vergangenheit dort abliefern? Ich möchte einfach, dass man sich ein aktuelles Bild von mir macht und nicht über meinen Zustand vor 6 Jahren.
 
E

ExitUser

Gast
Nichts bleibt wie es ist, ich bin eher ängstlich durch jahrelangen immer neuen Kundenkontakt total angst und stressfrei geworden
was Kontaktaufnahme zu Menschen angeht, andererseits fahre ich nie über 80km mit dem Fahrzeug weil ich da anfange unsicher zu werden
rückwärts eng alles kein Problem so trägt ein jeder sein Paket.
Etwas Autismus steckt in jedem Mensch bei Männern ist es stärker ausgeprägt
Autismus ist ja nichts schlechtes, außerdem nicht ansteckend und bei einigen Berufen hilfreich
Deine alten Berichte halte ich für unwichtig, jetzt gilt , gestern war und morgen ist nicht bekannt
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Nö, die alten Berichte interessieren für eine aktuelle Anstellung kein Aas. Dafür sind die wirklich zu alt.
Ist schon verständlich, dass du vor der Untersuchung Schiss hast, aber versuch dich da zu beruhigen und cool zu bleiben.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Ich habe heute mit der Ärztin am Telefon gesprochen, da man mich vorzieht und ich am kommenden Dienstag schon kommen kann. Sie möchte den Bericht von der Tagesklinik lesen, um meinen Werdegang zu verstehen und es geht ihr absolut nicht darum, dass ich nicht eingestellt werde, sondern dass es mir gut geht dabei. Ich habe ihr dann berichtet, dass ich seit letztem Jahr auch tiefenpsychologisch arbeite und da meinte sie, erst wenn sie es für nötig hält, wird sie da mit meiner Zustimmung Rücksprache halten.

Ich kann mich da jetzt nur gelassen und souverän geben, zeigen, dass ich einen vernünftigen Umgang mit meinen Erfahrungen und Defiziten gefunden habe. Die wiederum kennen meinen Arbeitgeber wahrscheinlich ja auch, die Behörde hat über 3000 Mitarbeiter. Nichts desto trotz ist es für mich eine beängstigende und bedrückende Situation noch keinen Arbeitsvertrag zu haben.

Was Autismus anbelangt. Ich halte es persönlich für eine schwierige Sache, gerade wenn man nur leichte Schwierigkeiten hat, dennoch gibt es eine Klinik, die den Standpunkt vertritt, dass einem dennoch die Diagnose zusteht. Denn viele Autisten lernen im Laufe ihres Lebens zu kompensieren und sich anzupassen, Frauen mehr als Männer. Bei einer großen, sehr bekannten Klinik habe ich die Diagnose z. B. nicht erhalten, weil ich das Potenzial habe, meine "autistischen Eigenschaften" zu verändern, demnach die Ursache woanders liegt. Genau so habe ich es bei meinem Arbeitgeber besprochen und siehe da, die wollen mich. Wahrscheinlich habe ich nur zu viel Angst, dass etwas schief geht. Denn dann geht der Spießrutenlauf mit JC und Bewerbungen wieder los und eine tolle Chance wäre ungenutzt geblieben.
 
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