Einseitige Debatte: Deutsche googeln bei TTIP oft Nachteile

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Na und?
Die Politiker brauchen das nur durchwinken und dann haben wir das.

Haben die Eumel schließlich gewählt. Auch wenn die Müll entscheiden werden die ja trotzdem wiedergewählt.
 

snafu

Elo-User*in
Mitglied seit
17 Februar 2010
Beiträge
382
Bewertungen
138
Und nicht nur die Deutschen ....

What is TTIP? And six reasons why the answer should scare you

Hier der Independent vom 6.10.2015

What is TTIP? And six reasons why the answer should scare you | Comment | Voices | The Independent

Auszug: Since before TTIP negotiations began last February, the process has been secretive and undemocratic. This secrecy is on-going, with nearly all information on negotiations coming from leaked documents and Freedom of Information requests.

... Haben die Eumel schließlich gewählt. Auch wenn die Müll entscheiden werden die ja trotzdem wiedergewählt. ...

Tja waehlen heisst die Wahl zu haben, 'hooker' oder den 'pimp' oder ist es Pest oder Colera?
 

Wutbuerger

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
21 August 2012
Beiträge
4.802
Bewertungen
2.356
Ist das nicht logisch? Vorteile beten uns alle Politiker vor, von Nachteilen erzählt keiner was.
Ganz klar das man danach googelt.
Schon ein Irrsinn diese Verhandlungen hinter verschlossenen Türen. Wenn sie ja einfach festlegen würden die höheren Ansprüche zum Standard zu machen. Und diese Klageklausel mit eigenen Schiedsgerichten muß auch weg. Wir haben eine Justiz und brauchen keine Sondergerichte für TTIP.
Wir brauchen auch keine Wirtschaft in der man sich alles Patentieren lassen kann-- wie zb das menschliche Genom.
Vielleicht sollte man nach Abschluss der Verhandlungen eine Volksabstimmung fordern und nicht die Verabschiedung im Bundestag.
 
E

ExitUser

Gast
Vorteile haben nur die Unternehmen, vor allem Autokonzerne, die nach Amiland exportieren wollen. Warum sollten die sich das von Google bestätigen lassen?
 

Buchfan

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
1.396
Bewertungen
960
Auch in USA sind die Meinungen bzgl. TTIP nicht einheitlich. Und die Stimmen gegen das "Frei"handelsabkommen werden mehr und mehr. Dabei ist Trump nicht ganz unbeteiligt.

"Zum Entsetzen der republikanischen Führung im Kongress kommt Trumps Stimmungsmache gegen freien Handel bei den Wählern an. Dabei gehörten TTIP und TPP zu den wenigen Projekten Obamas, welche die Republikaner unterstützen wollten. Je näher nun der Wahltermin im November rückt, um so unwahrscheinlicher, dass Obama grünes Licht für die Freihandelsabkommen im Kongress bekommt."

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ttip-usa-103.html


Auch in der EU-Kommission ist nicht alles Gold was glänzt.

"In der EU-Kommission wächst offenbar die Sorge vor einem Abbruch der gesamten Verhandlungen. Kommissionschef Jean-Claude Juncker sehe den Zeitpunkt gekommen, "die Staats- und Regierungschefs der EU zu einer Diskussion darüber aufzufordern, wo wir stehen und wo wir mit diesen Verhandlungen hinwollen", sagte ein Sprecher am Montag. Juncker werde die Regierungschefs deshalb auf dem EU-Gipfel Ende Juni bitten, das TTIP-Verhandlungsmandat der Kommission zu bestätigen."

TTIP: EU und USA streiten heftig über Verhandlungen - SPIEGEL ONLINE


Also, solange sich alle streiten, freut sich der Dritte. Ich. :icon_mrgreen:
 
I

indiquent

Gast
Ich kann die Ausgangsfrage gar nicht teilen. Wie oft sieht man oder liest man den Hüther? Befürworter haben m.E. ziemlich häufig öffentlich Stellung bezogen. Und vorallem haben sie auch gelogen oder nur Vermutungen geäussert. Was ist das für eine Aussage das bis zu 200.000 neue Stellen ergeben bis zum Jahr 2032 oder 2050? In unserem Lande wird viel zu viel nur die Sicht der Wirtschaft vermittelt, immer nur die Aussage, alles andere hat sich unterzuordnen. Das ist bereits sehr auffällig. Die Aussage: Wenns dem Unternehmen gut geht, gehts dem Arbeitnehmer auch gut, stimmt doch längst nicht mehr.
 

Vincet

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 Juni 2009
Beiträge
547
Bewertungen
65
Es mag noch soviele positive Effekte durch TTIP oder CeTA geben, wenn aber die Nachteile so gravierend sind, dann darf man diese Verträge nicht ratifizieren. Was nützen einem ein paar Arbeitsstellen mehr, wenn aber der Staat auf Milliarden Euro verklagt werden kann. Und wer das dann alles bezahlen muss, ist doch klar.
Es kommt noch ein psychologischer Aspekt hinzu. Wenn ein Vertrag durch die Bank von allen Seiten beworben wird. Nur das Positive wird uns nahegebracht. Dann fängt doch jeder an zunächst mal skeptisch zu sein. Einem Vertreter vor der Haustür glauben wir doch auch nicht alles und unterschreiben sofort, weil doch sein Produkt so supi dargestellt worden ist. Schon allein deswegen MUSS man bei diesen Verträgen skeptisch sein. Hätten Politiker und Medien wenigstens auch die negativen Aspekte erwähnt, könnte man offener diskutieren. Aber so bleibt ein sehr fader Beigeschmack. Mir scheints, dass die Befürworter tatsächlich wie diese Vetreter auftreten, die uns ein Vertrag aufschwatzen.
Und weil nur Positives zu hören, informiert man sich auch über die negativen Aspekte. Denn es gibt immer zwei Seiten. Ich finde solch ein Verhalten korrekt. Und genau so ein Verhalten wird doch auch propagiert (z. B. von Verbraucherschützern). Warum das jetzt gerade bei diesen Verträgen negativ ausgelegt wird, verschließt sich mir.

Zuguterletzt. Warum brauchen wir solche Mammutverträge? Warum muss fast alles in einem Vertrag geregelt werden? Wenn man es ablehnt, kommen die Befürworter und werfen einem vor, dass wir auch viele gute Sachen ablehnen. Ein perfides Spiel ist das. Denn wir lehnen nicht die guten sondern die negativen Sachen ab. Aber wahrscheinlich wurde bewusst soviel reingepackt, damit Befürworter einen mit den guten Sachen konfrontieren kann.
 
E

ExitUser

Gast
Auch in USA sind die Meinungen bzgl. TTIP nicht einheitlich. Und die Stimmen gegen das "Frei"handelsabkommen werden mehr und mehr. Dabei ist Trump nicht ganz unbeteiligt.

"Zum Entsetzen der republikanischen Führung im Kongress kommt Trumps Stimmungsmache gegen freien Handel bei den Wählern an. Dabei gehörten TTIP und TPP zu den wenigen Projekten Obamas, welche die Republikaner unterstützen wollten. Je näher nun der Wahltermin im November rückt, um so unwahrscheinlicher, dass Obama grünes Licht für die Freihandelsabkommen im Kongress bekommt."

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/ttip-usa-103.html

Was sollen die Wähler dagegen haben, wenn Trump tönt, Apple zwingen zu wollen, ihre Eier in Amiland legen zu lassen? Daß Freihandelsabkommen seinem "Amerika first" diametral zuwiderlaufen, ist ebenso offensichtlich. Zumal die Amerikaner TTIP nicht brauchen, wenn nur das Abkommen mit den Kanadiern durchgewunken wird. Denn wegen des NAFTA-Abkommens zwischen USA und Kanada hat jetzt schon kein US-amerikanisches Unternehmen ein Problem, sich für die Rechtewahrnehmung in der EU als kanadisches auszugeben. Die Europäer müßten die für den umgekehrten Weg in die USA nötigen Tochterunternehmen in Kanada dagegen erst aufbauen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Solange hinter verschlossenen Türen und intransparent verhandelt wird, sollte man die Regierungsparteien abstrafen, das sie solches überhaupt in Erwägung ziehen.
Wie schon geschrieben, die Zeche zahlt der Bürger und die Unternehmer bauen Arbeitsplätze ab, weil sie keine 2 Zertifizierungen usw. mehr brauchen, und erhöhen ihre Gewinne. Die räumen wie immer die Vorteile und sozialieren/wälzen die Verluste ab.
 

bla47

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Mai 2014
Beiträge
1.608
Bewertungen
324
Wenn Deutsche nur Nachteile googlen, dann sicher aus Erfahrung und mangelndes Vertrauen in die Politik. Sie ahnen einfach, mal wieder der Dumme zu sein. Viele sind älter und haben schon soviel Mist erzählt bekommen ( Leiharbeit ist Chance, keine Abzocke ) und glauben nicht mehr an Gutes. Wen wundert es noch ?
 

Kobold1966

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Oktober 2012
Beiträge
369
Bewertungen
51
Und ich weise nochmals darauf hin, dass CETA noch gefährlicher als TTIP ist, denn CETA wurde ohne Abstriche bereits beschlossen und Gabriel hat keinen Zweifel daran gelassen, dass er CETA ratifizieren will. Wird CETA ratifiziert, kann Brüssel TTIP fallen lassen, denn in CETA ist alles drin, incl. der Schiedsgerichte, was man bei TTIP bemäntelt,

TTIP will Standards senken

Ich denk es ist längst zu spät. Und selbst wenn, kann man immer noch TTIP vorläufig ohne Landesparlamente in Kraft setzen. Dann wurschtelt man ne Weile bis sich alle daran gewöhnt haben.
 

Buchfan

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2015
Beiträge
1.396
Bewertungen
960
Und damit keiner am Sonntag in Depression versinkt, hat campact heute früh ein Briefchen verschickt:


"es gibt wichtige Neuigkeiten aus Brüssel. Die EU-Kommission wird dem EU-Rat Anfang Juli vorschlagen, auf welche Weise CETA ratifiziert werden soll. Wir befürchten, dass die Kommission versucht, das Abkommen ohne Zustimmung des Bundestags durchzusetzen. Dagegen wappnen wir uns mit der Verfassungsklage gegen CETA: Wir hatten Sie kürzlich gebeten, sich daran zu beteiligen.

Deshalb erlaube ich mir, Sie zu fragen, ob Sie vielleicht noch eine ausgedruckte und unterschriebene Vollmacht für eine Verfassungsklage gegen CETA haben? Falls ja, möchte ich Sie dringend bitten, sie jetzt abzuschicken.

In wenigen Fällen gab es technische Probleme bei der Erstellung der ausdruckbaren Datei mit der Vollmacht. Sollten Sie davon betroffen sein, möchten wir uns für die Unannehmlichkeit entschuldigen. Wir haben hier für Sie eine Vollmacht, die Sie einfach ausdrucken und per Hand ausfüllen können – bitte schreiben Sie dabei in gut lesbaren Druckbuchstaben.

Klicken Sie hier, um eine Vollmacht herunterzuladen

Der kleine Spaziergang zum Briefkasten ist eine gute Sache. Nicht nur wegen der Bewegung an frischer Luft, sondern weil wir die Chance haben, mit zehntausenden Vollmachten ein machtvolles politisches Zeichen zu setzen. Das wird in Brüssel wahrgenommen – und es stärkt diejenigen, die vor einem Alleingang Brüssels gegen die nationalen Parlamente warnen.

Falls Sie Ihre Vollmacht bereits abgeschickt haben, danke ich Ihnen dafür ganz herzlich!

Mit herzlichen Grüßen
Maritta Strasser, Campaignerin

PS: Falls Sie sich fragen, was das Porto kostet: Die passende Briefmarke kostet inzwischen 70 Cent.
Kampagnen | Über Campact | Spenden | Kontakt
Klicken Sie hier, um den Newsletter abzubestellen
Campact e.V. | Artilleriestraße 6 | 27283 Verden"

klicken Sie hier:

https://blog.campact.de/wp-content/uploads/2016/06/ceta_vollmachtsformular_klage.pdf
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten