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Einschaltung ärztlicher Dienst Depressionen

Lightseeker

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#1
Hallo, ich bin seit Ende September krank geschrieben und mache derzeit auch eine Therapie ( mittelgradige Depression ) Von der Therapie weiss das JC nichts, von der Diagnose eben so wenig. Nur dass die AU´s eben von einem Psychiater unterzeichnet sind.

Nun habe ich heute eine Einladung erhalten. "Herr XXX möchte mit Ihnen über die Einschaltung des ärztlichen Dienstes sprechen." "Sollten sie arbeitsunfähig erkrankt sein, erscheinen Sie bitte am ersten Tag an dem sie wieder arbeitsfähig sind"

Ich werde den Krankenschein wohl verlängert bekommen und werde den Termin beim JC nicht wahrnehmen.
(oder wäre es ratsam dort hinzugehen? )

Wird er dennoch den med. Dienst beauftragen? Muss ich dort trotz AU hin - Und kann mich irgendwer dazu zwingen ( in Form von Leistungsentzung oder Sanktionen ) eine stationäre Behandlung /Reha etc. zu machen? Also welche Mitwirkungspflichten habe ich?
MUSS ich dort etwas sagen ( also die Hosen auf gut deutsch runter lassen ) oder reicht es aus wenn ich meine Ärzte von der Schweigepflicht entbinde und diese ein Gutachten anfertigen?

Was kann schlimmstenfalls passieren oder wird von mir verlangt? Was muss ich und was nicht...


Danke
 

Te expecto

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#2
Vermutlich wollen die dich zum Ärztlichen Dienst schicken um zu sehen, wie es mit deiner Erwerbsfähigkeit aussieht.
Einen Krankenhausaufenthalt oder Reha wird nicht vom ÄD veranlasst.

Passieren kann dir nichts schlimmes.
 

DeQuill

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#3
Ich war auch mal beim ärtzlichen Dienst nachdem ich wegen Depressionen länger in der Klinik war.
Erster Termin bei normalem Allegemeinmedizinerin, da wurde im wesentlichen abgehört, Blutdruck gemessen und Drogenscreening (weiss auch garnicht ob man das nicht verweirgen kann?) gemacht. Also oberflächliche Untersuchung.
Habe dann errzählt, dass ich Depressionen habe und sie meinte das kann sie eh nicht beruteilen.
Neuer Termin beim Psychologen, bisschen blabla und am Ende hat er mich nur gefragt ob ich mich selber
arbeitsfähig fühle, was ich bejaht habe und dann auch so im Bericht stand.

Das Jobcenter will halt abklopfen ob man eventuell in Rente geschickt werden kann, also weniger als 3 Stunden am Tag arbeitsfähig ist.
 

Frank71

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#4
So schnell wird schon mal keiner in Rente geschickt.
Das JC hat das Spiel mit dem Ärztlichen Dienst bei mir auch schon durchgezogen.
Damals wurde bei mir nach Aktenlage entschieden.
 

Lightseeker

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#5
Vermutlich wollen die dich zum Ärztlichen Dienst schicken um zu sehen, wie es mit deiner Erwerbsfähigkeit aussieht.
Einen Krankenhausaufenthalt oder Reha wird nicht vom ÄD veranlasst.

Passieren kann dir nichts schlimmes.

Naja, ich hab vor einigen Jahren meine Schulabschlüsse nachgeholt, kein Studienplatz gefunden, zu alt für bafög und dann vom JC eine schnell-Qualifikation zum Betreuungsassistent für demenziell erkrankte finanziert bekommen. Hab dann für ein halbes Jahr in einem Pflegeheim gearbeitet und wurde dann nach 6 Monaten in der Probezeit gekündigt. Das Problem war dass Menschen teilweise nicht aufs Wc durften, konnten weil die Pflegelräfte keien Zeit hatten, den Bewohnern gesagt wurde sie sollen doch in ihre Windeln machen, oder einem der sich beschwert hatte, wurde entgegnet er habe das hinzunehmen, immerhin würde er Sozialhilfe erhalten und sein Aufentalt dadurch finanziert...Oder wir wurden fürs Frühstück machen eingesetzt und das wurde dann als Betreuung gesehen und den Rest des Tages konnten die Bewohner dann versauern, da ja schon "Beschäftigung" erfolgt ist. Menschen wurde rechtswidrig der Rollstuhl fixiert damit sie nicht immer ihren Platz verließen...Alles sehr menschenunwürdig, kalt und ein Blick in die eigene dunkle Zukunft. Dabei haben diese Menschen gar ihr Leben lang gearbeitet. Naja.

Hinzu kam dann die schlechte Bezahlung und das aufstocken müssen beim JC - Jeden Monat aufs neue die Angst ob die Unterlagen ( Kontoauszug, Lohnabrechnung ) auch angekommen sind - und ich habe teilweise sogar mitte des Monats - aus Angst- die Abrechnungen noch mal eingereicht. Das Ende vom Lied war dass ich 2 Monate keine Leistungen bekam und meine Anwälting tätig werden musste und mir nun auch noch grobe Fahrlässigkeit, hinsichtlich einer Überzahlung im Frühjahr 2015 zu lasten gelegt wird - obwohl ich alles immer ordnungsgemäß und pünktlich, nachweisbar, eingereicht habe. Die Angelegenheit befindet sich derzeit im Widerspruchsverfahren. Meine Nerven..

Tja dann hatte ich wieder ein Termin bei meinem Arbeitsvermittler welcher mich nun im Bereich Dialogmarketing/Call center sieht und mich dann zu einer Weiterbildungsmesse schickte an der ich auch teilnahm.

Und da dacht ich mir nur...ne, so geht das einfach nicht mehr weiter. Ich mach und tu und alles endet in irgendwelchen Niedriglohnjobs - Aufstockung - Hartz IV für immer.

Ok, vllt liegt es auch an mir. Bei diesem IQ Test welchen ich damals beim Psychologischen Dienst machen musste, kam ich auf einen IQ von 90 - diese Tests sind aber auch allesamt ehr mathematisch ausgelegt und darin lag noch nie meine Stärke. Auf jeden Fall, so die Psychologin damals, würde der IQ noch gerade ausreichen für den Job des Betreuungsassistenten für demenziell erkrankte.

Schön..


Und mein Problem jetzt?

Was mir fehlt ist eine Perspektive und eine solide Ausbildung.
Beim JC drehe ich mich nur im Kreis. Ich habe Angst vor diesen Menschen und die erlauben sich auch ständig neue Sachen ( Änderungsbescheid zuschicken nach Ablauf der Widerspruchsfrist etc ) Ich ertrage diesen Laden nicht mehr. Herzrasen und Luftknappheit bekomme ich da. Und daher wurde ich vor einigen Monaten krank geschrieben und schlucke nun fleissig Antidepressiva, was auch nicht wirklich hilft.

Ich war sogar mal bei einem BFW in den letzten Wochen, da ich überlegt hatte einen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen und dort an einem Assesment teilzunehmen, Naja, am ende würde ich da nur durchleuchtet werden und dem JC würde ein Gutachten erstellt werden hinsichtlich eines "leidens-gerechten Jobs". Mach ich nicht, geht nicht, kann ich nicht. Kann nur Nachteile haben. Und mein Psychiater: Sie sehen ja immer alles so negativ und lehnen alles ab.
Ja, weil ich panische Angst hab und eine gewisse Intuition. Ich muss durch den Mist und mit den §§ leben, sonst niemand. Da versteht mich auch keiner. Ich lehne ja alles nur ab. Jaja...Was aber stimmt ist dass ich sehr negativ bin. Ich sage dazu immer: nicht negativ, sondern realistisch. Außerdem schnell gereizt, schnell ausgelaugt und erschöpft. Ich hab nichts gegen Menschen, aber noch viel toller finde ich es wenn ich alleine bin und meine ruhe habe.

Ja und meine Ruhe habe ich nun seit einigen Monaten und wie geht es nun weiter? Ärztlicher Dienst...die stehen auch wieder nicht auf meiner Seite, da kann ich kaum offen sein weil ich denen nicht vertraue und auch das führt dann wieder zu Problemen. Und ich hab echt schiss vor einem stationären Aufenthalt ( ich hab ne katze und keinen der aufpasst und selbst wenn, würde ich vor sorgen sterben, das könnte auch ein Hotel sein und ich würde es ablehnen ) und mein Psychiater sieht mich auch nicht in einer Psychiatrie, er meint auch dass es bei mir Vordergründig darum gehe vom JC weg zu kommen und eine berufliche Perspektive zu haben.

Wie bekomme ich es nun mit 31 und Fachabi hin eine normale Ausbildung beginnen zu können, bei welcher ich am Ende auch gute Chancen auf einen Job habe und nicht aufstocken muss?
Mir gehen auch langsam die Ideen aus in welche Richtung es gehen soll.
Im sozialen Bereich, mit Flüchtlingen arbeiten könnte ich mir z.B gut vorstellen.
Hauptsache keine Ungerechtigkeiten wie im Altenheim.
Aber auch als Friedhofsgärtner oder Bibliothekar wäre eine Idee. Da habe ich zumindest meine Ruhe.

Ich hatte auch bei einem gemeinnützigen Verein angefragt ob ich dort einen € Job machen könnte, die wären einverstanden. So als soziale Integration erstmal, wäre das durchaus eine Option für mich. Aber es geht doch bei dem ganzen ohnehin nicht um das was ich will. Sehe ich echt alles zu negativ?

und abschliessend noch: Also bei der aktuell vorliegenden Einladung geht es zunächst um einen Termin beim JC bei welchem man die Einschaltung besprechen möchte...Der Termin ist einen Tag nach Ablauf meiner jetzigen AU, ich verlängere diese AU jedoch rechtzeitig. Also zu diesem Termin muss ich dann, mit AU, nicht hin, richtig? Und zum ärztlichen Dienst mit AU? Muss ich oder nicht? Oder bringt es einen weiter dort offen zu sein? Ich bin bei allem was vom JC oder der Stadt kommt immer sehr skeptisch und sehe alles schwarz.
Ich möchte nur nicht wieder zu etwas gezwungen werden, wodurch es mir im Endeffekt wieder schlechter geht, auch wenn andere das anders sehen - daher aktuell auch die AU-. Als gänzlich arbeitsunfähig sehe ich mich aber nicht, ich möchte gerne eine Ausbildung machen und ganz weg vom JC kommen..Hab jetzt so geschrieben wie ich gerade denke und die Grammatik mal außer acht gelassen..;)
 

DeQuill

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#6
Vielleicht kommt ein Beruftrainingszentrum (BTZ) für dich in Frage wenn du psychische Probleme hast.
Habe mir das mal angeschaut und auch den Antrag auf Teilhabe gestellt, der genehmigt wurde, mir es
dann aber doch anders überlegt.
Da kann man unverbindlich mal hingehen zur Infoveranstaltung und ggf. Gespräch wo dann Deine Situation konkret analysiert wird. Laut eigener Aussage haben die eine recht hohe Quote Leute wieder in den 1. Arbeitsmarkt zu bringen.
 

Lightseeker

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#7
Nein, beim BTZ war ich bereits bei der Infoveranstaltung und hatte danach ein Gespräch mit einer dortigen Psychologin. Wir kamen beide zu dem Entschluss dass ich zu fit dafür sei.
Es geht ja mehr oder weniger darum dort zu schauen ob man in der Lage ist pünktlich und zuverlässig zu sein, ob man sich konzentrieren kann, einen Aufsatz runter schreiben kann etc. Ob man eben auf dem ersten Arbeitsmarkt besteht. Da sehe ich keinen Sinn drin. Und es gibt Dinge die sind so intim, die werde ich nicht noch bei 2-3 weiteren Stellen publik machen. Der Psychiater, Psychotherapeut und mein Ansprechpartner ( Sozialarbeiter ) reichen da vollkommen. Und bei mir ist es auch so, dass die Symptomatik meinen Alltag nicht beeinträchtigt. Ich denke auch dass die Diagnose Depression nicht ganz zutrifft, ich vermute ehr "dysthmie". Ich bin hinter allem genau her und bekomme alles geregelt im Alltag, nur kostet es mich doppelt Energie - insbesonderen wenn es um Behörden geht. Ich möchte einfach nicht mehr von denen zu irgendwas gewungen werden und mich im Kreis drehen. Ich brauche für mich eine Perspektive und muss auch eine darin erkennen. Wie gesagt ich könnte einen €uro Job machen und evtl. ergibt sich durch Vitamin B ein bezahlter Job bei der Flüchtlingshilfe. Ich bin nichtmal untätig aktuell und ich schaue ja dass es weiter geht. Mir ist nur wichtig, dass mir bei meinen Plänen niemand zwischen funkt. Und wenn ich erstmal z.B einen €urojob mit wenigen Stunden mache würde, so dass ich nebenbei auch noch meine Psychotherapie wahrnehmen kann und mich wie jeder normale Mensch auf Ausbildungsstellen bewerbe, statt auf Umschulungen des JC angewiesen zu sein welche einen IQ und Mathematisches Verständniss eines Einstein voraussetzen..vllt hat die ganze Ablehnung auch einfach mit meinem Heimaufenthalt als Kind zu tun. Da war ich auch Opfer von Machtmissbrauch und hatte Hilfslosigkeitserfahrungen. Und das mit dem JC - mir zu unrecht grobe Fahrlässigkeit unterstellen, obwohl ich immer alles sofort einreiche - Egv´s als ich noch einen JOb hatte verlangen aus denen hervorgeht dass ich mich a) um eine bessere bezahlte Stelle bewerben muss so lange ich Leistungen erhalte und b ( und da ist paradox ) alles tun muss um den Job aufrecht zu erhalten. Dass ich bei Version a) dem Arbeitgeber durch ein Vorstellungsgespräch dann in den Rücken falle und die Probezeit riskiere, scheint egal. Und die Alternative - Eine Sanktion? Oder mir mehrere Montate Leistungen vorenthalten, obwohl alle Unterlagen nachweisbar vorlagen? Also was man auch macht, die finden immer irgendwas um einem das Leben zu erschweren.
So und dann soll ich vor denen die Hose runterlassen zusätzlich. Kommt für mich einer Vergewaltigung gleich.
Mein größtes Problem und Hauptverursacher meiner so genannten Krankheit ist doch das JC. Die helfen mir nicht, sondern wollen mich eliminieren, dringt sich mir der Eindruck auf. Und schön auch immer im Zwiespalt darüber zu sein ob man dann tatsächlich im recht ist, oder tatsächlich weitgehend einen an der Klatsche hat und alles negativ sieht.

Meine grundlegende Frage, ob man mich durch androhung von Leistungsentzug bzw. mit dem Hinweis auf meine Mitwirkungspflichten zu einer stationären Therapie "zwingen" kann bleibt noch unbeantwortet..

Wenn der ÄD der Meinung ist ich könne mehr als 3 Std am Tag arbeiten, was kommt denn dann auf mich zu? Muss ich dann trotz AU wieder Einladungen wahr nehmen?
Und falls sie meinen ich wäre weniger als 3 Std am Tag einsetzbar, würde ich dann Sozialhilfe beantragen müssen oder hätte ich dann ein halbes Jahr ruhe?
Wenn ich Sozialhilfe beantragen müsste - hätte ich dann meine Ruhe und dürfte ich mir dann dennoch einen Job suchen um somit davon dann wiederrum los zu kommen oder ist es dann vorbei mit meiner beruflichen Geschichte?
Muss ich denn überhaupt davon ausgehen, dass ich einen solchen Termin erhalte? Bisher ist es ja nur eine Einladung zur Besprechung der Einschaltung des ÄD. Da ich diese mit AU entschuldigen werde, wird der Termin doch dennoch kommen oder?
 

Lightseeker

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#8
https://www.arbeitsagentur.de/web/w...dstbai667168.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI667172

wenn ich das alles richtig gelesen und verstanden habe, muss bevor der ÄD eingeschaltet wird, ein persönliches Gespräch mit mir geführt werden und im Programm dann entsprechend ein Haken gesetzt werden. Richtig? Und wenn ich AU bin und daher der Einladung nicht folge ( also der Einladung vom JC ) dann ist das Thema doch vom Tisch oder irre ich mich? Oder setzen die dann einfach den Haken ( wäre das rechtens? ) und das Prozedere beginnt?

So und angenommen ich bekomme dann diesen Gesundheitsbogen etc und mein Psychiater schickt denen ein Gutachten - dann kann es sein dass ich dort nicht hin muss und nach Aktenlage entschieden wird?

Nun steht dort dass man diesen Gesundheitsbogen beim Auftraggebener, also JC abgeben muss - dann machen die wieder irgendwelche Haken und weiter gehts...
kann ich das auch direkt dem ÄD zusenden, statt dem JC? Als wenn die den Brief nicht öffnen würden....
 

Te expecto

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#9
Hinzu kam dann die schlechte Bezahlung und das aufstocken müssen beim JC - Jeden Monat aufs neue die Angst ob die Unterlagen ( Kontoauszug, Lohnabrechnung ) auch angekommen sind - und ich habe teilweise sogar mitte des Monats - aus Angst- die Abrechnungen noch mal eingereicht.
Als erstes solltest du lernen, keine Angst vorm JC zu haben. Zeig dich kooperativ, aber mach dich nicht so klein. Das wirst du nicht nötig haben. Hilfe und Rat bekommst du ja ggf. auch hier, was zulässig ist und was nicht.

Dann rate ich immer wieder, sich einen Job zu suchen, den man mit Wohngeld aufstocken könnte. Wenn du allein stehend bist, reicht ja vielleicht auch ein Halbtagsjob.

Setz dich vielleicht mal hin und überlege, wo deine Stärken liegen und was dir Spaß bringen würde.



Ok, vllt liegt es auch an mir. Bei diesem IQ Test welchen ich damals beim Psychologischen Dienst machen musste, kam ich auf einen IQ von 90 - diese Tests sind aber auch allesamt ehr mathematisch ausgelegt und darin lag noch nie meine Stärke.
Ein IQ Test ist eine Momentaufnahme. Die Test, die außerhalb von Einrichtungen gemacht werden, die nicht von Fachleuten begleitet werden, sind meist überhaupt nicht aussagekräftig.
Ein richtiger IQ Test dauert fast 2 Stunden und umfasst ein bisschen mehr, als nur das logische Denken. Da wird beispielsweise die Sprachfähigkeit, die Fähigkeit Arbeitsanweisungen umzusetzen ect. pp abgetestet.

Mein Sohn hatte einen ganz umfangreichen IQ Test und letztes Jahr einen Kurztest, der gemacht werden muss um eine Legasthenie Testung machen zu können. Der große Test war ganz normal, der Kurztest eine Katastrophe. Mein Sohn stand unter Zeitdruck, war aufgeregt und musste die Ergebnisse selbstständig auf einem Extrablatt eintragen ( ha ha, ein Legastheniker, der eh Schwierigkeiten hat, in der Zeile eines Textes zu bleiben)
Der Test fiel recht schlecht aus. Ein paar Tage später kam er nach Hause und brachte eine 1 in Latein nach Hause.

Also miss dem IQ Test nicht viel Bedeutung bei!


.



Was mir fehlt ist eine Perspektive und eine solide Ausbildung.
Mach eine Ausbildung. Mit Wohngeld wirst du das finanziell schaffen können. Mein Schwiegersohn ist 29 und macht eine kaufmännische Ausbildung. Es ist also nie zu spät.
Wie alt bist du, wenn ich mal fragen darf? ( Nur antworten, wenn du magst)

I
ch ertrage diesen Laden nicht mehr. Herzrasen und Luftknappheit bekomme ich da. Und daher wurde ich vor einigen Monaten krank geschrieben und schlucke nun fleissig Antidepressiva, was auch nicht wirklich hilft.
1. Dein oberstes Ziel sollte sein, aus diesem Kreislauf raus zu kommen. Vielleicht mit Hilfe von außen- ggf. Psychotherapie.
Mach dir irgendwo in der Wohnung einen Zettel und schreibe drauf, was dein Ziel sein wird. Das hilft ungemein,glaube mir.

2. Vielleicht sind die Antidepressiva die du gerade nimmst, nicht die richtigen. Manchmal muss man einiges ausprobieren, bis man das richtige gefunden hat. Ich habe auch ein bisschen gebraucht um das für mich richtige zu finden.




Ja und meine Ruhe habe ich nun seit einigen Monaten und wie geht es nun weiter? Ärztlicher Dienst...die stehen auch wieder nicht auf meiner Seite,
Versuch mal, die Leute da nicht als deine Feinde zu sehen. Hol dir die Leute ins Boot und frage, was sie für dich machen können. Wie sie dir helfen können.
Komm selbst mit Ideen und nimm die Leute vom JC in die Pflicht, dir zu helfen.








Wie bekomme ich es nun mit 31 und Fachabi hin eine normale Ausbildung beginnen zu können, bei welcher ich am Ende auch gute Chancen auf einen Job habe und nicht aufstocken muss?
Mir gehen auch langsam die Ideen aus in welche Richtung es gehen soll.
Im sozialen Bereich, mit Flüchtlingen arbeiten könnte ich mir z.B gut vorstellen.
Okay, du bist 31. Dann erübrigt sich meine Frage und du hast Fachabi, also kannst du so blöd nicht sein.

Du kannst bei den Hilfsorganisationen wie DRK usw. nachfragen, ob du hauptamtlich mit Flüchtlingen arbeiten kannst.
Du könntest eine Erzieherausbildung machen um darauf aufzubauen, denn zur Zeit werden viele Erzieher gesucht, die mit jugendlichen Flüchtlingen arbeiten können.

Du kannst bei dir bei der Stadtverwaltung fragen, ob Bedarf in der Flüchtlingshilfe besteht.





Sehe ich echt alles zu negativ?
Ja, tust du. Ich glaube du bist in einer Spirale drin und nur du kannst da ausbrechen. Das wird kein anderer für dich erledigen.

und abschliessend noch: Also bei der aktuell vorliegenden Einladung geht es zunächst um einen Termin beim JC bei welchem man die Einschaltung besprechen möchte...Der Termin ist einen Tag nach Ablauf meiner jetzigen AU, ich verlängere diese AU jedoch rechtzeitig. Also zu diesem Termin muss ich dann, mit AU, nicht hin, richtig? Und zum ärztlichen Dienst mit AU? Muss ich oder nicht? Oder bringt es einen weiter dort offen zu sein?
Ich würde trotz AU die Termine wahrnehmen Beim ÄD würde ich schon offen sein. Sprich deine Depressionen an.

Alles Gute dir. Kopf hoch!
 

Te expecto

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#10
Meine grundlegende Frage, ob man mich durch androhung von Leistungsentzug bzw. mit dem Hinweis auf meine Mitwirkungspflichten zu einer stationären Therapie "zwingen" kann bleibt noch unbeantwortet..
Kein Mensch kann dich zwingen, dich in stationäre Behandlung zu begeben! Wenn du nein sagst, ist das zu akzeptieren.
Aber um was für dich zu tun, damit du wieder Lebensqualität bekommst, solltest du dir überlegen, ob eine therapeutische Behandlung zielführend sein könnte.

Wenn der ÄD der Meinung ist ich könne mehr als 3 Std am Tag arbeiten, was kommt denn dann auf mich zu?
Dann bleibst du im SGB II


Muss ich dann trotz AU wieder Einladungen wahr nehmen?
Wenn du nicht wegeunfähig bist, schon. Aber es passiert dir nichts, da du eben gerade krank geschrieben bist.

Und falls sie meinen ich wäre weniger als 3 Std am Tag einsetzbar, würde ich dann Sozialhilfe beantragen müssen oder hätte ich dann ein halbes Jahr ruhe?
Wenn ich Sozialhilfe beantragen müsste - hätte ich dann meine Ruhe und dürfte ich mir dann dennoch einen Job suchen um somit davon dann wiederrum los zu kommen oder ist es dann vorbei mit meiner beruflichen Geschichte?
Ob du für 6 Monate das Amt wechseln würdest, weiß ich nicht.

Und natürlich könntest du dich trotzdem in der Zeit um einen Job bemühen um aus dem Bezug zu kommen.

Du bist doch ein eigenständiger Mensch und keine Marionette. Du musst doch die Leute nicht fragen, was du machen möchtest und was nicht.

Angenommen du würdest Sozialhilfe bekommen und dann würde sich die Arbeit auftun, die du dir zutraust, meldest du dich ganz normal aus dem Bezug ab. Man möge mich korrigieren, wenn ich falsch liege. Aber mein normaler Menschenverstand sagt mir, dass man sich trotzdem noch um sein Leben kümmern darf!



Muss ich denn überhaupt davon ausgehen, dass ich einen solchen Termin erhalte? Bisher ist es ja nur eine Einladung zur Besprechung der Einschaltung des ÄD. Da ich diese mit AU entschuldigen werde, wird der Termin doch dennoch kommen oder?
Ja klar. Dein SB muss wissen, was nun Sache ist. Und es wird dir nichts schlimmes passieren und es darf nichts gemacht werden, was du nicht möchtest.

Aber stehe dir nicht so selbst im Weg, wie du es im Moment tust
 
E

ExitUser

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#11
Ein richtiger IQ Test dauert fast 2 Stunden und umfasst ein bisschen mehr, als nur das logische Denken. Da wird beispielsweise die Sprachfähigkeit, die Fähigkeit Arbeitsanweisungen umzusetzen ect. pp abgetestet.
Beim Arbeitsamt dauert die psychologische Testung insgesamt knapp sechs Stunden!

Bfw wäre der richtige Ansprechpartner, Stichwort LTA. Dort wird man auch weitere Tests und eine Belastungserprobung machen. Es wäre zu klären, wer der Kostenträger ist. In diesem Fall DRV oder BA. Der ÄD könnte eine entsprechende Empfehlung aussprechen.

Dafür darf man aber nicht mehr AU sein. Meist wollen sie erst eine medizinische Reha sehen, aber die ist ja schon im Gange.
 

Ines2003

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#13
Was soll denn das heißen?
Zwischen Bildung und Intelligenz gibt es erhebliche Unterschiede.

Ein Schulabschluss egal welcher Art sagt nichts, wie Schlau oder Dumm ein Mensch ist.
 

DeQuill

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#14
Aber um einen höheren Schulabschluss zu erlangen bedarf es aber einer gewissen Intelligenz.

Umgekehrt wird ein Schuh drauss, nicht jeder der überdurchschnittlich Intelligent ist, schafft auch
einen höheren Schulabschluss. Und nicht jeder Haupt- oder Sonderschüler hat einen unterdurchschnittlichen IQ.
 

Lightseeker

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#15
Aber um einen höheren Schulabschluss zu erlangen bedarf es aber einer gewissen Intelligenz.

Umgekehrt wird ein Schuh drauss, nicht jeder der überdurchschnittlich Intelligent ist, schafft auch
einen höheren Schulabschluss. Und nicht jeder Haupt- oder Sonderschüler hat einen unterdurchschnittlichen IQ.
Die vom psychologischen Dienst meinte 2014:" dafür dass Sie nicht gerade der klügste sind, musste Sie sich bestimmt besonders anstrengen für ihr Fachabi. Fakt ist ich habe unter schlimmsten voraussetzungen damals alles nachgeholt, allein um es mir selbst zu beweisen. Bei diesem IQ Test wurde überwiegend Mathematik, abstraktes Denken, Merkfähigkeit und räumliches Vorstellungsvermögen getestet. Wozu hatte ich englisch, Soziologie, Biologie, Geschichte etc? Wenn der IQ anhand von bestimmten Indikatoren festgelegt wird, bei welchen ich ohnehin schlecht bin. Naja..In Mathematik hatte ich immer eine 5. Der Rest hat´s dann gerettet immer.
 

DeQuill

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#16
Finde ich ziemlich frech, dass die sowas behaupten. Das bei der Arbeitsagentur ist auch kein richtiger Intelligenztest, es geht lediglich darum herauszufinden welche (Ausbildungs-) Berufe vielleicht in Frage komnen.
Zudem reagieren manche Leute in solchen prüfungsähnlichen Situationen mit Stress.

Und wer Fachabi schafft, hat auch das Potential eine Berufsausbildung oder Studium zu schaffen. Heisst ja nicht umsonst Hochschulreife. Muss ja nichts technisches sein wenn man eine Schwäche in Mathematik hat.

Ich musste sowas auch mal machen nach dem ich mein Studium abgebrochen hatte und eine Ausbildung zum Datenverarbeitungskaufmann machen wollte. In der Ausbildung waren dann auch einige Leute bei denen schnell klar war, dass sie nicht geignet waren und sie die Prüfung niemals schaffen, da viel Mathe usw. gefordert war. Die waren meistens in der beruflichen Reha und wurden von der DRV finanziert und mussten keine Tests machen vorher. Also ganz sinnlos sind diese Tests nicht.
 

Lightseeker

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#17
Als erstes solltest du lernen, keine Angst vorm JC zu haben. Zeig dich kooperativ, aber mach dich nicht so klein. Das wirst du nicht nötig haben. Hilfe und Rat bekommst du ja ggf. auch hier, was zulässig ist und was nicht.

Dann rate ich immer wieder, sich einen Job zu suchen, den man mit Wohngeld aufstocken könnte. Wenn du allein stehend bist, reicht ja vielleicht auch ein Halbtagsjob.

Setz dich vielleicht mal hin und überlege, wo deine Stärken liegen und was dir Spaß bringen würde.





Ein IQ Test ist eine Momentaufnahme. Die Test, die außerhalb von Einrichtungen gemacht werden, die nicht von Fachleuten begleitet werden, sind meist überhaupt nicht aussagekräftig.
Ein richtiger IQ Test dauert fast 2 Stunden und umfasst ein bisschen mehr, als nur das logische Denken. Da wird beispielsweise die Sprachfähigkeit, die Fähigkeit Arbeitsanweisungen umzusetzen ect. pp abgetestet.

Mein Sohn hatte einen ganz umfangreichen IQ Test und letztes Jahr einen Kurztest, der gemacht werden muss um eine Legasthenie Testung machen zu können. Der große Test war ganz normal, der Kurztest eine Katastrophe. Mein Sohn stand unter Zeitdruck, war aufgeregt und musste die Ergebnisse selbstständig auf einem Extrablatt eintragen ( ha ha, ein Legastheniker, der eh Schwierigkeiten hat, in der Zeile eines Textes zu bleiben)
Der Test fiel recht schlecht aus. Ein paar Tage später kam er nach Hause und brachte eine 1 in Latein nach Hause.

Also miss dem IQ Test nicht viel Bedeutung bei!


.




Mach eine Ausbildung. Mit Wohngeld wirst du das finanziell schaffen können. Mein Schwiegersohn ist 29 und macht eine kaufmännische Ausbildung. Es ist also nie zu spät.
Wie alt bist du, wenn ich mal fragen darf? ( Nur antworten, wenn du magst)

I
1. Dein oberstes Ziel sollte sein, aus diesem Kreislauf raus zu kommen. Vielleicht mit Hilfe von außen- ggf. Psychotherapie.
Mach dir irgendwo in der Wohnung einen Zettel und schreibe drauf, was dein Ziel sein wird. Das hilft ungemein,glaube mir.

2. Vielleicht sind die Antidepressiva die du gerade nimmst, nicht die richtigen. Manchmal muss man einiges ausprobieren, bis man das richtige gefunden hat. Ich habe auch ein bisschen gebraucht um das für mich richtige zu finden.






Versuch mal, die Leute da nicht als deine Feinde zu sehen. Hol dir die Leute ins Boot und frage, was sie für dich machen können. Wie sie dir helfen können.
Komm selbst mit Ideen und nimm die Leute vom JC in die Pflicht, dir zu helfen.










Okay, du bist 31. Dann erübrigt sich meine Frage und du hast Fachabi, also kannst du so blöd nicht sein.

Du kannst bei den Hilfsorganisationen wie DRK usw. nachfragen, ob du hauptamtlich mit Flüchtlingen arbeiten kannst.
Du könntest eine Erzieherausbildung machen um darauf aufzubauen, denn zur Zeit werden viele Erzieher gesucht, die mit jugendlichen Flüchtlingen arbeiten können.

Du kannst bei dir bei der Stadtverwaltung fragen, ob Bedarf in der Flüchtlingshilfe besteht.







Ja, tust du. Ich glaube du bist in einer Spirale drin und nur du kannst da ausbrechen. Das wird kein anderer für dich erledigen.



Ich würde trotz AU die Termine wahrnehmen Beim ÄD würde ich schon offen sein. Sprich deine Depressionen an.

Alles Gute dir. Kopf hoch!

Danke.... Den Termin kann ich nicht wahrnehmen - da ich abgesehen von der AU, an dem Tag um die Zeit einen Termin bei meinem Psychotherapeuten habe. Ich bin ja bereits in Behandlung und nehme Mirtazapin. Naja helfen nur bedingt, ich stumpfe etwas mehr ab wenn ich draußen unterwegs bin. Die ganzen Menschen nerven mich nicht mehr so, weil ich sie einfach nicht mehr beachte. Naja und ich bekomme Heißhungerattacken nachts auf süßes und habe einen eigenartigen Schlaf. Naja.

Wie dem auch sei, wenn ich solche Briefe bekomme, kann ich nicht abschalten und panik tut sich auf.
Was bringt es wenn ich irgendwas machen soll was ich nicht möchte und vor lauter Angst dann nicht erscheine oder regelrecht flüchte? Das Gibt Sanktionen. Dadurch ist mir auch nicht geholfen.
Das was du schreibst mit dem DRK finde ich sehr gut. Den selben Gedanken habe ich nämlich auch und ich könnte sogar dort über Vitamin B ein Vorstellungsgespräch bekommen. Da warte ich noch auf Rückmeldung.

Naja ich möchte eben, dass es weitergeht und für´s erste möchte ich erstmal einen Euro Job machen zwecks soziale Integration u.a und dass mir genügend Zeit bleibt meine Therapiestd zu erledigen und auch andere Baustellen anzugehen. Nur das was ich will interessiert die Leute primär doch garnicht. Entweder koste ich, oder man verdient mit mir.

Diese BFw/BTZ und Teilhabe am Arbeitsleben Geschichte habe ich mir sehr gut durch den Kopf gehen lassen.
Ich habe einen Sozialarbeiter, einen Psychiater und einen Psychotherapeut. Ich möchte nicht noch vor 100 weiteren Menschen die Hosen runterlassen, zu mal ich Null Vertrauen habe. Den Pychiater und den Psychotherapeut habe ich über den gemeinnützigen Verein zu dem ich gehe, bekommen und die beiden reichen mir vollkommen und den vertraue ich auch.

Bei diesem 6 wöchigen Assesment/ Berufsfindung wird z.B auch das soziale Umfeld und alles mögliche durchleuchtet und laut Aussage der Rehadame bei der Infoveranstaltung wird dann ein Gutachten an das JC ( die wären zuständig ) gefertigt - damit ein "leidensgerechter" Job vermittelt werden kann, wie auch immer.
So und das Gutachten vom ÄD z.B davon bekommt meine SB nur einen Teil, aber keine Diagnosen etc.
Aber bei dieser Assesment-Begutachtung des Bfw ( Oberhausen wäre das bei mir ) erhält der Leistungsträger das komplette Gutachten, da graut es mir vor. Ich habe auch Angst, dass irgendwem meine Nase nicht gefällt und ich darauf hin schlechter bewertet werde. Ich kann dort auch einfach nicht offen sein und alles auf den Tisch legen so wie ich es bei meinem Psychiater mache. Da fürchte ich Konsequenzen. Das gibt nur Probleme. Dieses beine breit machen auf gut deutsch, was ich ja bei gewisen Stellen zu Genühe tuhe, empfinde ich eben nur noch als grausam.

Aber das heisst ja nicht dass ich perse nichts machen möchte und aufgebe, wie gesagt. Nur der Druck und Zwang muss weg und das nächste was ich mache muss dann auch etwas sein was ich bis zur Rente mache. Das muss dann passen.

Also ich würde dann den Termin zur Besprechung zwecks Einschaltung beim JC für nächste Woche absagen. Begründung - verlängerte AU und Arzttermin an dem Tag. Ich kann ja auch schreiben, dass ich ansonsten mit einem Termin beim ÄD einverstanden sei und man mir bitte Schweigepflichtentbindung und co zusenden möchte ( natürlich werde ich diese dann nur dem ÄD aushändigen, sonst niemand )

Richtiger weg?

Und zuvor mit meinem Psychiater und Psychotherapeut über das anfallende Gutachten sprechen. Dieser hat doch dann bei allem den größten Einfluß auf alles weitere oder irre ich mich?
 

Te expecto

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#18
[Ich bin ja bereits in Behandlung und nehme Mirtazapin. Naja helfen nur bedingt, ich stumpfe etwas mehr ab wenn ich draußen unterwegs bin. Naja und ich bekomme Heißhungerattacken nachts auf süßes und habe einen eigenartigen Schlaf. Naja.
Mtrazapin nehme ich auch und bei mir helfen sie super. Diese sind übrigens für Heißhungerattacken bekannt:biggrin:

Naja ich möchte eben, dass es weitergeht und für´s erste möchte ich erstmal einen Euro Job machen zwecks soziale Integration u.a und dass mir genügend Zeit bleibt meine Therapiestd zu erledigen und auch andere Baustellen anzugehen. Nur das was ich will interessiert die Leute primär doch garnicht. Entweder koste ich, oder man verdient mit mir.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum du für 1 Euro in der Stunde arbeiten willst. Du arbeitest am Tag 6 Stunden und bekommst 6 Euro dafür. Dafür wäre ich mir wirklich zu schade.

Dann such dir lieber einen Minijob mit Mindestlohn.
 

Kerstin_K

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#19
WiEso willst du unbedingt einen EEJ? Das ist doch Ausbeutung. Mach was ehrenamtlich.
 
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#20
Bei diesem 6 wöchigen Assesment/ Berufsfindung wird z.B auch das soziale Umfeld und alles mögliche durchleuchtet und laut Aussage der Rehadame bei der Infoveranstaltung wird dann ein Gutachten an das JC ( die wären zuständig ) gefertigt - damit ein "leidensgerechter" Job vermittelt werden kann, wie auch immer.
So und das Gutachten vom ÄD z.B davon bekommt meine SB nur einen Teil, aber keine Diagnosen etc.
Aber bei dieser Assesment-Begutachtung des Bfw ( Oberhausen wäre das bei mir ) erhält der Leistungsträger das komplette Gutachten, da graut es mir vor. Ich habe auch Angst, dass irgendwem meine Nase nicht gefällt und ich darauf hin schlechter bewertet werde. Ich kann dort auch einfach nicht offen sein und alles auf den Tisch legen so wie ich es bei meinem Psychiater mache. Da fürchte ich Konsequenzen. Das gibt nur Probleme. Dieses beine breit machen auf gut deutsch, was ich ja bei gewisen Stellen zu Genühe tuhe, empfinde ich eben nur noch als grausam.
Du möchtest doch, dass du differenzierter gesehen wirst.
Ich war zur Berufsfindung in Oberhausen und war recht zufrieden.

Die Psychologen und Ärzte dort haben genauso Schweigepflicht, wie alle anderen auch. Du kannst aber doch einfach deine Symptomatik schildern. Welche Konsequenzen?
Du möchstest doch eine solide Ausbildung. Dann musst du die Berufsfindung und Arbeitserprobung für psychisch Kranke beantragen. Dort geht es nicht um Arbeitsvermittlung, sondern darum, die geeignete Ausbildung für dich zu finden.

Assesment ist natürlich etwas anderes. Da geht es eher darum, dich mit vorhandenen Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen. Wenn sie keine Perspektive sehen, werden sie dir allerdings auch eine Ausbildung empfehlen. Da gibt es verschiedene Wege. Ich kann die Berufsfindung nur empfehlen, so wie du dich hier vorgestellt hast.

Ich wollte das und musste ein Jahr darauf warten, bzw. erstmal mit Klage drohen, bevor sie endlich das Geld locker gemacht haben.
 

Lightseeker

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#21
WiEso willst du unbedingt einen Ein-Euro-Job? Das ist doch Ausbeutung. Mach was ehrenamtlich.
Weil ich den bei dem gemeinnützigen Verein machen könnte, zu dem ich immer gehe und meine Sorgen schildere und die auch nach hundert mal meckern und motzen nicht mit mir brechen.

Da fühle ich mich sicher. Innerlich zieht es mich zzt. immer nur nach Hause, weil ich mich da am sichersten fühle.
Fühle mich allem so ungschützt ausgesetzt. Alles kalt und erdrückend. Und das kommt ja hinzu. Ich habe ja noch andere Defizite - kaum Selbstvertrauen - ob es alles damit erledigt ist wenn ich Vollzeit arbeiten gehe?
Mir ist auch wichtig die Therapie zu machen ohne Stress und wie soll das gehen wenn ich sofort 100 % leisten soll? Minijob..und dann der Anrechnungsterror wieder...Und viel mehr ist das finanziell auch nicht. Für ein halbes Jahr oder so, zur Stabilisierung und dass was machen kann und etwas mehr Geld habe, dachte ich.

Und ich würde ja auch die Fahrtkosten erstattet bekommen und dadurch die Kosten für das Monatsticket sparen. Im Grunde fehlen mir 150 € um durchzukommen noch. Und das wäre dann in etwa der Betrag
 

Lightseeker

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#22
Du möchtest doch, dass du differenzierter gesehen wirst.
Ich war zur Berufsfindung in Oberhausen und war recht zufrieden.

Die Psychologen und Ärzte dort haben genauso Schweigepflicht, wie alle anderen auch. Du kannst aber doch einfach deine Symptomatik schildern. Welche Konsequenzen?
Du möchstest doch eine solide Ausbildung. Dann musst du die Berufsfindung und Arbeitserprobung für psychisch Kranke beantragen. Dort geht es nicht um Arbeitsvermittlung, sondern darum, die geeignete Ausbildung für dich zu finden.

Assesment ist natürlich etwas anderes. Da geht es eher darum, dich mit vorhandenen Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen. Wenn sie keine Perspektive sehen, werden sie dir allerdings auch eine Ausbildung empfehlen. Da gibt es verschiedene Wege. Ich kann die Berufsfindung nur empfehlen, so wie du dich hier vorgestellt hast.

Ich wollte das und musste ein Jahr darauf warten, bzw. erstmal mit Klage drohen, bevor sie endlich das Geld locker gemacht haben.

Ich habe mit einer Rehaberaterin dort gesprochen und gefragt: "wie ist es wenn jemand z.B regelmäßig kifft, landen diese Informationen dann beim JC?" - Antwort: "Ja - denn das JC möchte ja als Auftraggeber wissen, welcher Job der geeignete/leidensgerechte ist und diese zahlen ja auch das Ganze hier, oder wo noch Hilfebedarf besteht" - wenn sie z.B Eheprobleme hätten oder Schulden haben, würde das genau so im Gutachten stehen und dies würde dem Leistungsträger vorgelegt werdn. Im übrigen weise ich Sie darauf hin, dass Sie während Ihrer Zeit hier abstinent sein müssen - das wird auch kontrolliert"


Ich empfinde das nur als furchtbar und Fakt ist, dass ich Abends viel rauche um schlafen zu können überhaupt. An Abstinenz und diese dann auch noch plötzlich, ist garnicht zu denken zzt. Aber es ist auch nicht so dass mich das Rauchen demotiviert und ich es tagsüber mache. Zum schlafen halt.

Aber da ich ganz clean sein müsste, scheidet das ohnehin aus. Das ist zwar auch eine Angelegenheit die angegangen werden muss, aber dass muss ich alleine schaffen. Ich will da nicht noch untergebracht werden oder das sonst wer an mir rumzerrt. Ich sehe auch fremde Menschen, vor allem wenn sie mir aufgezwungen werden, erstmal grundsätzlich als Bedrohung an und ich habe ja auch entsprechende Erfahrungen im Leben gesammelt um zu wissen, dass ich nicht immer falsch liege oder alles nur negativ sehe, sondern die Bedrohungen durchaus real sein können. Passt einem meine Nase nicht, hat man schon schlechte Karten. So ist das. Und da ich mit meinen 31 aussehe wie 17, werde ich auch nicht unbedingt ernstgenommen oder fühle mich ernst genommen. naja
 

Kerstin_K

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#23
Ehrenamtlich ist doch kein Minijob. Beim EEJ ist immer das JC mit im Boot. Ehrenamtlich ist freiwillig und du kannst jederzeit aufhoeren, wenn es nicht klappt. Sollte bei nem gemeinnützigen Verein auch gehen.
 

Lightseeker

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#24
Ehrenamtlich ist doch kein Minijob. Beim Ein-Euro-Job ist immer das JC mit im Boot. Ehrenamtlich ist freiwillig und du kannst jederzeit aufhoeren, wenn es nicht klappt. Sollte bei nem gemeinnützigen Verein auch gehen.
ehrenamtlich...und dann lässt einen das JC in ruhe?
 

Lightseeker

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#26
Eher nicht, aber Ein-Euro-Job ist echt das Letzte.
sehe das ja nicht unähnlich. Ich kenne die Problematik und Kritik daran.
Und als Dauerlösung natürlich nicht angedacht. Ich würde auch nicht vor ort schlecht behandelt werden oder so. Und wenn es mir mal nicht gut ginge, würde da niemand auf einen Krankenschein bestehen oder mir sonst wie schaden in irgend einer Weise. Es ist auch erstmal nur eine Idee. Ich überlege ja was ich mir selber zumuten kann und was nicht. 1.25 € wären es übrigens ;)
 

Te expecto

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#27
Ich habe mit einer Rehaberaterin dort gesprochen und gefragt: "wie ist es wenn jemand z.B regelmäßig kifft, landen diese Informationen dann beim JC?" - Antwort: "Ja - denn das JC möchte ja als Auftraggeber wissen

Ich empfinde das nur als furchtbar und Fakt ist, dass ich Abends viel rauche um schlafen zu können überhaupt. An Abstinenz und diese dann auch noch plötzlich, ist garnicht zu denken zzt. Aber es ist auch nicht so dass mich das Rauchen demotiviert und ich es tagsüber mache. Zum schlafen halt.

A
Sei mir nicht böse, aber ich bin ja der absolute Gegner, was das legalisieren vom kiffen betrifft.

Du bist ein gutes Beispiel dafür, was das kiffen mit dir gemacht hat.

Tagsüber bremst dich das kiffen aus, nachts brauchst du es um zu schlafen und du solltest verdammt gut aufpassen, dass du nicht irgendwann durch das kiffen eine Psychose bekommst.

Ich wünsche dir, dass du die Kurve kriegst!!
 
E

ExitUser

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#28
Ich habe mit einer Rehaberaterin dort gesprochen und gefragt: "wie ist es wenn jemand z.B regelmäßig kifft, landen diese Informationen dann beim JC?" - Antwort: "Ja - denn das JC möchte ja als Auftraggeber wissen, welcher Job der geeignete/leidensgerechte ist und diese zahlen ja auch das Ganze hier, oder wo noch Hilfebedarf besteht" - wenn sie z.B Eheprobleme hätten oder Schulden haben, würde das genau so im Gutachten stehen und dies würde dem Leistungsträger vorgelegt werdn. Im übrigen weise ich Sie darauf hin, dass Sie während Ihrer Zeit hier abstinent sein müssen - das wird auch kontrolliert"
Das Kiffen -vor allem in Kombination mit Psychopharmaka- solltest du tunlichst unterlassen. Weiß dein Psychiater davon?
Das für Depressive ohnehin hohe Risiko, an einer Psychose zu erkranken, wird dadurch nicht geringer. Vielleicht ist die Krankheit auch drogeninduziert?!

Natürlich darfst du im Bfw keine illegalen Drogen nehmen. Das wird auch regelmäßig getestet, wenn du dort einmal auffällst. Wenn es um eine nachhaltige Chance geht, ist es wohl das kleinere Übel mal zweieinhalb Jahre aufs Kiffen zu verzichten.

Es ist ganz einfach: Was du dort nicht ansprichst, wird auch nicht beim JC landen. Hat euer JC überhaupt eine Rehastelle? Bei uns war die AfA dafür zuständig. Die Rehaakte wurde auch nur dorthin übermittelt.

Die Option auf LTA läuft dir aber nicht davon. Vielleicht ist es wirklich besser, wenn du erstmal etwas stabiler wirst.
 

Ines2003

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#29
Und nicht jeder Haupt- oder Sonderschüler hat einen unterdurchschnittlichen IQ.
Das meinte ich doch mit meiner Aussage.
Nur in Deutschland werden die Schulabschlüsse unter Realschule schlecht geredet was das Zeug hält.
Ich frage mich nur woran das liegt, in andren EU- Ländern mit vergleichbaren Abschlüssen ist das nicht so.

In Deutschland heiß im Umgang ein Haupt oder Sonderschulabschluss gleich dumm.
Davon müssen mir wieder weg kommen, aber was die Deutschen betrifft, ich glaube nicht daran.
 

Te expecto

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#30
Das Kiffen -vor allem in Kombination mit Psychopharmaka- solltest du tunlichst unterlassen. Weiß dein Psychiater davon?
Das für Depressive ohnehin hohe Risiko, an einer Psychose zu erkranken, wird dadurch nicht geringer. Vielleicht ist die Krankheit auch drogeninduziert?!

.
Ich vermute, dass sein jetziger Gesundheitszustand ganz klar drogeninduziert ist und obendrauf eben noch die Perspektivlosigkeit. Ein scheiß Kreislauf!

Depression und Psychose sind meines Wissens zwei paar Schuhe.

Wenn es dem TE schwer fällt aufs kiffen zu verzichten, würde ich ihm gerne anraten, zur Drogenberatung zu gehen.
Der körperliche Entzug ist ja nicht das ausschlaggebende, sondern langfristig der psychische Entzug ( wie beim Zigaretten rauchen eben auch)
 
E

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#31
Depression und Psychose sind meines Wissens zwei paar Schuhe.
Jein, eine schwere Depression geht oft mit Psychosen einher, bzw. gehört sie bei vielen Antidepressiva zu den möglichen Nebenwirkungen.

Letztendlich ist das Hirn in Aufruhr und jede psychoaktive Substanz kann zur Verschlimmerung führen. Psychopharmaka können auch nicht ordentlich helfen oder unkalkulierbare Wirkungen haben, wenn man sich noch andere Drogen reinpfeift. Steht sicher auch im Beipackzettel bei Mirtazapin.

Letztendlich ist es ohne vernünftigen Abschluss kaum zu schaffen, eine berufliche Perspektive zu finden. LTA sind sehr teuer und viele bekommen sie nicht, obwohl sie sie brauchen. Das würde ich doch nicht einfach sausen lassen ...
 

Te expecto

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#32
Jein, eine schwere Depression geht oft mit Psychosen einher, bzw. gehört sie bei vielen Antidepressiva zu den möglichen Nebenwirkungen.

Letztendlich ist das Hirn in Aufruhr und jede psychoaktive Substanz kann zur Verschlimmerung führen. Psychopharmaka können auch nicht ordentlich helfen oder unkalkulierbare Wirkungen haben, wenn man sich noch andere Drogen reinpfeift. Steht sicher auch im Beipackzettel bei Mirtazapin.

Letztendlich ist es ohne vernünftigen Abschluss kaum zu schaffen, eine berufliche Perspektive zu finden. LTA sind sehr teuer und viele bekommen sie nicht, obwohl sie sie brauchen. Das würde ich doch nicht einfach sausen lassen ...

Also ich habe auch Depressionen und bin von einer Psychose Lichtjahre entfernt.
In Kombination mit Drogen gebe ich dir aber absolut Recht.

Ich lese öfter LTA. Was ist das genau?
 

DeQuill

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#33
LTA - Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Berufliche Rehabilitation.
 
E

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#35
Also ich habe auch Depressionen und bin von einer Psychose Lichtjahre entfernt.
In Kombination mit Drogen gebe ich dir aber absolut Recht.

Ich lese öfter LTA. Was ist das genau?
Sei froh. Ich zum Glück auch. Die meisten Depressionen sind heute sicher lebensumständlich bedingt. Das ist etwas anderes als eine schwere (endogene) Episode.

Ein richtiger schwer depressiver Zustand ist allerdings von einer Psychose gar nicht so weit entfernt. Jetzt habe ich kurz nachgelesen: Eine schwere Depression gilt sogar als psychiotische Störung.

Das ist schwer abzugrenzen, aber wir sind schon wieder off topic hier ...
 

Lightseeker

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#37
Eine Psychose liegt defintiv nicht vor und steht auch nicht zur Debatte bei mir :)
Eben genau wegen solch klischee-behaftetem denken ( nicht böse gemeint ) werde ich auch keine Suchtberatung aufsuchen und mir das Pseudo-Wissen dort geben. Nö. Aber abstinenz ist nunmal voraussetzung auf dür dieses BfW ( obwohl da die meisten aussahen als würden die sich sonst was reinpfeifen..) und kommt daher nicht in Frage
 

Lightseeker

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#38
Sei mir nicht böse, aber ich bin ja der absolute Gegner, was das legalisieren vom kiffen betrifft.

Du bist ein gutes Beispiel dafür, was das kiffen mit dir gemacht hat.

Tagsüber bremst dich das kiffen aus, nachts brauchst du es um zu schlafen und du solltest verdammt gut aufpassen, dass du nicht irgendwann durch das kiffen eine Psychose bekommst.

Ich wünsche dir, dass du die Kurve kriegst!!
Wenn ich solch einen Müll lese, könnte ich kotzen!!! Ich schrieb dass ich Abends rauche um schlafen zu können und das Kiffen hilft mir lediglich. Tagsüber ist das garkein Thema und mir mangelt es nicht an Motivvation. Psychose na klar.Meine Mutter die mich als Kind umbringen wollte und mein Heinaufenthalt und dieses ekelhafte System etc. haben mich zu dem gemacht was ich bin und kein Pflänzchen welches mir hilft. Und tschüß, ich schreib hier nichts mehr. Hätte mir vorher klar sein müssen.
 

Lightseeker

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#39
so und meine Frage war auch eine ganz andere. Und natürlich kann ich gezwungen werden:


§ 63 SGB I Heilbehandlung
Wer wegen Krankheit oder Behinderung Sozialleistungen beantragt oder erhält, soll sich auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers einer Heilbehandlung unterziehen, wenn zu erwarten ist, daß sie eine Besserung seines Gesundheitszustands herbeiführen oder eine Verschlechterung verhindern wird.

(1) Die Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit
1.
ihre Erfüllung nicht in einem angemessenen Verhältnis zu der in Anspruch genommenen Sozialleistung oder ihrer Erstattung steht oder
2.
ihre Erfüllung dem Betroffenen aus einem wichtigen Grund nicht zugemutet werden kann



§ 66 SGB I Folgen fehlender Mitwirkung
(1) Kommt derjenige, der eine Sozialleistung beantragt oder erhält, seinen Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 62, 65 nicht nach und wird hierdurch die Aufklärung des Sachverhalts erheblich erschwert, kann der Leistungsträger ohne weitere Ermittlungen die Leistung bis zur Nachholung der Mitwirkung ganz oder teilweise versagen oder entziehen, soweit die Voraussetzungen der Leistung nicht nachgewiesen sind. Dies gilt entsprechend, wenn der Antragsteller oder Leistungsberechtigte in anderer Weise absichtlich die Aufklärung des Sachverhalts erheblich erschwert.
(2) Kommt derjenige, der eine Sozialleistung wegen Pflegebedürftigkeit, wegen Arbeitsunfähigkeit, wegen Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit, anerkannten Schädigungsfolgen oder wegen Arbeitslosigkeit beantragt oder erhält, seinen Mitwirkungspflichten nach den §§ 62 bis 65 nicht nach und ist unter Würdigung aller Umstände mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß deshalb die Fähigkeit zur selbständigen Lebensführung, die Arbeits-, Erwerbs- oder Vermittlungsfähigkeit beeinträchtigt oder nicht verbessert wird, kann der Leistungsträger die Leistung bis zur Nachholung der Mitwirkung ganz oder teilweise versagen oder entziehen.
(3) Sozialleistungen dürfen wegen fehlender Mitwirkung nur versagt oder entzogen werden, nachdem der Leistungsberechtigte auf diese Folge schriftlich hingewiesen worden ist und seiner Mitwirkungspflicht nicht innerhalb einer ihm gesetzten angemessenen Frist nachgekommen ist.
 

Pichilemu

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#40
Moment mal! Der § 63 SGB I ist keine Gesetzesgrundlage, eine freiheitsentziehende Unterbringung gegen deinen Willen durchzuführen!

Dafür müsste das JC beim Betreuungsgericht einen rechtlichen Betreuer für dich beantragen und der müsste die freiheitsentziehende Unterbringung noch extra beim Betreuungsgericht genehmigen lassen. Diese Genehmigung wird es aber zu 100% nicht geben wenn es nur um Depris geht.

Übrigens steht ganz am Anfang schon: "Wer wegen Krankheit oder Behinderung Sozialleistungen beantragt oder erhält". ALG II gibt es nicht wegen Krankheit oder Behinderung.
 

Lightseeker

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#42
Moment mal! Der § 63 SGB I ist keine Gesetzesgrundlage, eine freiheitsentziehende Unterbringung gegen deinen Willen durchzuführen!

Dafür müsste das JC beim Betreuungsgericht einen rechtlichen Betreuer für dich beantragen und der müsste die freiheitsentziehende Unterbringung noch extra beim Betreuungsgericht genehmigen lassen. Diese Genehmigung wird es aber zu 100% nicht geben wenn es nur um Depris geht.

Übrigens steht ganz am Anfang schon: "Wer wegen Krankheit oder Behinderung Sozialleistungen beantragt oder erhält". ALG II gibt es nicht wegen Krankheit oder Behinderung.
Ich befürchte ja auch nicht dass mich jemand abholt, in die Zwangsjacke steckt und mich da abliefert - zumal mein Psychiater mich selbst nicht in der Psychiatrie sieht - das wäre Zwang - sondern, dass Stationäre Reha etc "vorgeschlagen" wird und ich eben dann sanktioniert werde, wenn ich dem nicht nachkomme - das befürchte ich
 

Pichilemu

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#43
Eine Reha kann der ÄD nicht vorschlagen, das JC auch nicht. Die sind beide nicht für Reha-Maßnahmen zuständig.

Die DRV könnte Reha-Maßnahmen vorschlagen, solltest du einen Antrag auf EM-Rente stellen, aber das ist eine ganz andere Schublade.
 

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#44
Die Zuständigkeit würde beim JC liegen in meinem Falle laut der Infoversnatltung beim Bfw, also dort müsste ich zumindest diesen Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben stellen, was ich ja aktuell nicht möchte. EM-Rente? Ein halbes Jahr im Leben gearbeitet bisher, naja glaub das scheidet aus.


Und was ist mit § 66 abs.2 - darunter verstehe ich dass wenn ich den Antrag zur Teilehabe z.B nicht stelle, mir Leistungen entzogen werden können. Für wen gelten denn dann diese §?
 

Pichilemu

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#45
Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben werden immer von der AfA durchgeführt, auch wenn du Leistungen nach dem SGB II beziehst. Das ist hier aber völlig irrelevant, denn eine Reha, wie du sie meinst, wäre keine Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, sondern eine medizinische Rehabilitation - und dafür ist weder AfA noch JC zuständig, sondern die DRV oder (in deinem Fall vermutlich) das Sozialamt.

Und nochmal: du beziehst keine "Sozialleistung wegen Pflegebedürftigkeit, wegen Arbeitsunfähigkeit, wegen Gefährdung oder Minderung der Erwerbsfähigkeit, anerkannten Schädigungsfolgen oder wegen Arbeitslosigkeit". Das wären z. B. Pflegegeld, Krankengeld, EM-Rente, Kriegsopferfürsorge, ALG I im Rahmen der Nahtlosigkeitsregelung, aber eben kein ALG II.
 

Lightseeker

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#46
da kommt man der sache schon näher

also wenn ich in die Sozialhilfe geschoben werde, kann dann aber Zwang ausgeübt und die § die ich postete greifen dann oder wie habe ich das zu verstehen?
 

Pichilemu

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#47
Meines Erachtens nein, da Geldleistungen der Sozialhilfe ebenso wenig eine Leistung sind, die wegen Krankheit oder Behinderung gezahlt werden, wie ALG II.
 

Te expecto

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#48
Und tschüß, ich schreib hier nichts mehr. Hätte mir vorher klar sein müssen.

Nun sei nicht böse. Meine Meinung dazu ist nicht wertend gemeint. Die Auswirkungen des Kiffens bekomme ich im unmittelbaren Familienkreis mit und habe mich aufgrund dessen ein bisschen damit beschäftigt.

Hätte ich mit dir nicht so ein Mitgefühl, hätte ich dir weiter oben nicht ausführlich geantwortet.

Dein " outen" erklärt nur einiges und wenn du dann noch von deiner furchtbaren Kindheit erzählst, zähle ich eins und eins zusammen.

Ich wünsche mir für dich, dass du die Kurve kriegst und dein Leben lebenswert machst.

Alles Gute Dir!
 
E

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#49
Eine Psychose liegt defintiv nicht vor und steht auch nicht zur Debatte bei mir :)
Eben genau wegen solch klischee-behaftetem denken ( nicht böse gemeint ) werde ich auch keine Suchtberatung aufsuchen und mir das Pseudo-Wissen dort geben. Nö. Aber abstinenz ist nunmal voraussetzung auf dür dieses BfW ( obwohl da die meisten aussahen als würden die sich sonst was reinpfeifen..) und kommt daher nicht in Frage
Das wäre ja auch schön, wenn das so bleibt.

Ja, viele nehmen dort legalen Drogen, die nicht unbedingt harmloser sind.
Da bekommt man schon einige sehr schwere Schicksale mit.

Es wird an allen Ausbildungsstätten Voraussetzung sein, dass du illegale Handlungen unterlässt. Allerdings willst du doch als Pendler dort hin. Wer sollte dann mitbekommen, dass du abends einen Joint rauchst? Kontrolliert werden eigentlich nur diejenigen, die bereits früher aufgefallen sind. Selbst als es bei uns im Gang im Internat nach Hasch roch, musste ich nicht zum Test.
 

Lightseeker

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#50
Ist es eigentlich gängige Praxis, dass EGVs im Zuge der Einschaltung des ÄD verlangt werden?
Habe hier etliche Threads dazu gelesen, in denen das der Fall war. Also kann ich mich auf solch eine rechtswidrige EGV schon mal einstellen? Intuition..

VA abwarten und dann zur Anwältin, richtig? Und Egvs zur Stabilisierung der Gesundheit etc sind auch rechtswidrig, korrekt?
 
E

ExitUser

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#54
wirklich sicher, dass die §§ über die Heilbehandlung nicht zutreffen? Hier steht z.B das Gegenteil:

Zwang zur Psychotherapie Sozialrecht und staatliche Leistungen Forum 123recht.net
Woher weiß der Mitarbeiter beim JC, dass eine Psychotherapie die geeignete Therapieform ist? Da ist im Vorfeld ja schon einiges schiefgelaufen. Leider missachten die Fachdienste oft den Datenschutz und so sickern Diagnosen und Therapieempfehlungen durch oder die Kunden erzählen selbst ihre Krankheitsgeschichte.

In der Praxis ist es dann so, dass sie mit den Kunden darüber sprechen, ob er eine Therapie macht und sogar Belege fordern. Das ist nicht zulässig.

Sollten sie dir in einer EGV unzulässige Dinge aufdrängen, dann ab zur Bundesdatenschutzbeauftragten damit.
Die ausführliche Stellungnahme kannst du dann jedesmal auf den Tisch knallen, wenn sie es wieder versuchen. Du entscheidest, wie du deine Mitwirkungspflicht erfüllen möchtest. Dazu reicht die Bereitschaft, einen Termin beim ÄD wahrzunehmen.
 

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#55
Komme grad von meinem Psychiater. Er sagt dieses Gutachten wäre i.d.R keine ausführliche Beschreibung, sondern es sind einzelne Fragen auf welche er Bezug nehmen muss. Wenn dort nach einer Suchterkrannkung gefragt wird, müsste er dies mit reinschreiben. Anders sehe es aus, wenn ich das Gutachten bzw. den Befund selber von ihm anfordere ( kostet 10 € ) und eben keine Schweigepflichtsentbindung unterzeichne.

Was ist denn nun sinnvoller? Die Befunde persönlich mitnehmen oder Schweigepflichtsentbindung unterschreiben? Suchterkrankung - diese Infos muss der ÄD für sich behalten oder? Und dieser kann keinen Entzug oder sonstige Maßnahmen anordnen? Kein Zwang?

und nun nochwas: Ich habe ja, wie gesagt, zunächst eine Einladung zur Abpsrache der Einschaltung des ÄD erhalten. Meine AU wurde verlängert und deswegen sage ich den Termin jedoch ab. Ich wollte eigentlich dazu schreiben, dass ich mit dem ÄD einverstanden sei und man mir den Termin zuschicken möchte.


Nun meint mein Sozialarbeiter aber, dass dies doch garnicht meine Pflicht sei und was ich außerdem davon hätte und mir erhoffe dort hinzuehen. Ich soll mich erst bei denen melden wenn ich wüsste was ich will, dann könnten die immer noch den ÄD einschalten.

Tja nun ist die Verwirrung perfekt :(
 
E

ExitUser

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#56
Was ist denn nun sinnvoller? Die Befunde persönlich mitnehmen oder Schweigepflichtsentbindung unterschreiben? Suchterkrankung - diese Infos muss der ÄD für sich behalten oder? Und dieser kann keinen Entzug oder sonstige Maßnahmen anordnen? Kein Zwang?
Beides ist freiwillig, auch wenn sie dir ganz sicher etwas anderes erzählen werden. s. #54
Ein Mariuhanaentzug? Jetzt wollen wir mal nicht übertreiben. :icon_evil:


Ich soll mich erst bei denen melden wenn ich wüsste was ich will, dann könnten die immer noch den ÄD einschalten.
Was grundsätzlicht nicht verkehrt ist! :wink:
Lass dich nicht verunsichern, lass dir Zeit und überlege, was du machen willst. Das will gut überlegt sein, da es sicher nicht einfach wird.
 

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#57
Ich habe heute eine Email von meiner Arbeitsvermittlerin erhalten.

Dass der Termin auf Grund meine laufenden AU angedacht ist um den ÄD der DRV zur Feststellung meiner Erwärbsfähigkeit einzuschalten.

Ich soll versuchen zum heutigen Termin zu kommen, sonst sendet sie mir einen Folgetermin zu.



DRV? Und jetzt?
 

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#58
also ich bin fertig mit den nerven. war eben beim psychotherapeut.
er meinte auch dass man mich durchaus zwingen kann, auch wenn ich schon in Therapie bin.
Wenn ich schneller gesunden würde, durch einen stationären Aufentalt müsste ich den antreten, sonst würde ich kein Geld mehr erhalten. Er verglich das mit jemanden der einen Beinbruch hat und sich nicht operieren lässt.

Und er sagte auch, dass die meisten Ärzte es für schwierig halten eine Depression neben einer Suchterkrankung her zu therapieren ( er hätte damit keine probleme, aber es wäre nun mal so ) und man sogar einen Entzug verlangen könnte.

Gleichzeititg sagte er aber auch dass es natürlich schwierig sei und mich niemand therapiert wenn ich es nicht
möchte.

Was mache ich denn nun? Lässt sich dieser Termin noch irgendwie abwenden? Ich habe mir keine Au geholt, damit ich mich beschissener fühle und nun habe ich den Salat.
 

Pichilemu

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#59
Psychotherapeuten sind Mediziner, von Recht haben sie nicht unbedingt eine Ahnung.

Schon der Vergleich ist ziemlich dämlich, welcher Mensch mit Verstand würde sich denn einen Beinbruch nicht operieren lassen? Es ist ja ziemlich eindeutig dass es sich mit gesundem Bein einfacher lebt als mit kaputtem Bein wo man dann Krücken braucht um sich fortzubewegen. Das ist mit psychischen Krankheiten gar nicht vergleichbar, weder können sie einfach "wegoperiert" werden noch fühlt sich jemand nach einer solchen Behandlung auch wirklich besser.

Eine Zwang zum Entzug gibt es in Deutschland nur für Straftäter nach § 64 StGB, ansonsten kann das niemand gegen deinen Willen durchsetzen.
 

Lightseeker

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#60
Ich glaube ich muss zum Anwalt...

Ok Kein Zwang zum Entzug. Verstanden.

Und Zwang zur Reha? Und wieso muss ich zur DRV und nicht zum ÄD des Arbeitsamtes?
 

Frank71

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#61
Wenn es schon ein Anwalt sein muß, dann nehme dir einen Fachanwalt/in für Sozialrecht.
Aber wenn du mich so fragst,brauch es das erstmal nicht.

Zu eine Reha kann dich keiner zwingen. Obwohl eine Kur in deinem Fall vielleicht auch garnicht so schlecht wäre,du mußt es nur zulassen und die Hilfe annehmen.

Vielleicht soll ja beim DRV geschaut werden bezüglich Berentung.

Also ich für meinen Teil war beim ÄD der AFA/JC.
 
E

ExitUser

Gast
#62
Und wieso muss ich zur DRV und nicht zum ÄD des Arbeitsamtes?
Vielleicht wollen sie dich ins SGB XII verfrachten. Da es um die Erwerbsfähigkeit geht, ist die DRV schon der richtige Ansprechpartner. Beim ÄD der AfA geht es eher um die (aktuelle) Vermittelbarkeit.
Warte erst mal ab, bis du das Gutachten auf dem Tisch hast. Dann sehen wir weiter.
 

AndreasB

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#66
Meistens sind Psychotherapeuten "nur" Psychologen, haben kein Medizinstudium und sind keine Ärzte.:wink:
Man unterscheidet deswegen medizinische und psychologische Psychotherapeuten. Medizinische Psychotherapeuten dürfen Medikamente verordnen und AU-Bescheinigungen ausstellen, psychologische Psychotherapeuten nicht.

Auch müssen Psychologen eine mehrjährige Ausbildung zusätzlich zum Studium absolvieren, bevor sie sich Psychotherapeut nennen dürfen.
 
E

ExitUser

Gast
#67
Auch müssen Psychologen eine mehrjährige Ausbildung zusätzlich zum Studium absolvieren, bevor sie sich Psychotherapeut nennen dürfen.
Das müssen Ärzte auch. Bei Fachärzten für Psychiatrie oder Psychosomatik ist es wohl mittlerweile Bestandteil der Ausbildung.
 

ladydi12

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#68
Hallo in die Runde,

ich habe den Thread ins Unterforum "Allgemeine Fragen" verschöben, denn Depressionen und dazgehörige Einschaltung des Ärztlichen Dienstes können sowohl ALG1- als ALG2- als auch Gundsicherungsbeziehende betreffen und daher ist das hier in diesem Unterforum passender.:cool:

meint ladydi12
 
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