Einsatzfreie Zeiten

Keshy

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Gilt das immernoch wenn die ZA keinen Einsatz für einen hat, dass man sich auf

auf § 11 Abs 4 AÜG und § 615 BGB wo ich Anspruch auf Vergütung für die einsatzfreie Zeit

berufen kann?

Die ZA möchte nämlich gerne wieder an das FZK Konto dran obwohl man in Bereitschaft war und sich morgens gemeldet hatte (Einzelverbindungsnachweis vorhanden). Jetzt möchte ich denen zurück schreiben, dass sie die Finger vom FZK lassen sollen, kann ich also die Paragraphen dort ruhig aufführen, oder?
 

Lilastern

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Wie ist dieser Punkt in deinem Arbeitsvertrag geregelt?

Welcher Tarifvertrag, BZA, oder IGZ?
 

Keshy

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iGZ

Arbeitsvertrag:

Das Tarifentgelt erhält der Mitarbeiter auch für Zeiten, in denen er nicht in Kundenbetrieben eingesetzt werden kann. Um sich diesen Anspruch zu sichern, muss er sich in diesem Zeitraum für etwaige Einsätze in der Zeit von 7 bis 18 bereithalten und für den AG erreichbar sein.
 
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Wie ist dieser Punkt in deinem Arbeitsvertrag geregelt?

Welcher Tarifvertrag, BZA, oder IGZ?
Spielt eigentlich keine Rolle da es den Pharagrafen 615 BGB gibt!

Annahmeverzug : Der Arbeitgeber muß dich auch bezahlen wenn es keine Arbeit für dich gibt. Es darf kein Tarifvertrag gegen das Bürgerliche Gesetzbuch verstoßen , das wäre sittenwidrig.:icon_hmm:
 

dagobert1

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Um sich diesen Anspruch zu sichern, muss er sich in diesem Zeitraum für etwaige Einsätze in der Zeit von 7 bis 18 bereithalten und für den AG erreichbar sein.
11 Stunden erreichbar sein, nur 7 Stunden bezahlt und die dann auch noch vom AZK wegnehmen? Ja, geht's noch?
 

Lilastern

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@Keshy

Wieso hast du überhaupt diesen Vertrag unterschrieben, wenn dieser Punkt Bezahlung bei Einsatzfreien Zeiten, nicht geklärt ist.

Die Zeitfirma macht was sie will.

Hast du bei denen einen Vollzeitjob?

Es ist immer noch besser bei Teilzeitjobs die Arbeitszeiten auf bestimmte Tage oder ganze Tage zu beschränken.

Sonst sitzt du bei Nichteinsätzen tagelang herum, und kannst nichts unternehmen.

Schlechter geht es wohl nicht.
 
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Es ist in den Tarifverträgen so geregelt das dass Arbeitszeitkonto nur für einsatzfreie Zeiten wärend einer Beschäftigung bei einem bestimmten Verleiher herhalten darf .Nicht jedoch für
Zeiten zwischen 2 Einsätzen .Alles andere ist Betrug und der wird leider flächendeckend von den Leihfirmen vollzogen.:icon_motz:
 

Keshy

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Ich finde das Vorwürfe hier grad unangebracht sind. Wieso, weshalb, warum...die Lage sieht nun mal so aus und es besteht ein unbefristeter Vertrag. So und jetzt habe ich eine einfache Frage gestellt...
 

Keshy

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11 Stunden erreichbar sein, nur 7 Stunden bezahlt und die dann auch noch vom AZK wegnehmen? Ja, geht's noch?

So hab ich das nicht gesehen....Danke.

So ich werde jetzt ein Schreiben aufsetzen, dass ich mich auf die entsprechenden Paragraphen berufe und wenn die meinen meckern zu wollen, landet das ganze beim Rechtsanwalt - habe ja eine Rechtsschutzversicherung.

Habe keine lust mehr ihre Spielchen da mitzumachen, da die ja sogar versucht haben letztes Jahr bei den Branchenzuschlägen mir einen neuen Vertrag unterzujubeln wobei ich standhaft geblieben bin und nix unterschrieben habe!
 

Keshy

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So ich brauch mal eure Hilfe!

Ich hab mich jetzt bei 3 Tagen auf die 2 Gesetze berufen!

Fall war: 1 Woche Urlaub - danach hatte die ZA keinen Einsatz. Ich habe mich bei der FA gemeldet ordnungsgemäß mit Nachweis für mich per Tele.

Danach war ich 2 Tage zu Hause, 2 Tage im Einsatz, 1 Tag zu hause.

Jetzt bekomme ich folgendes Schreiben:

"am XX.XX und XX.XX hatten Sie keinen Einsatz. Für diese Tage ordnen wir gemäß unseres gemeinsamen Tarifvertrages § 3.2.3 Ausgleich aus dem Freizeitkonto an.

Am XX.XX waren Sie ebenfalls in keinem Einsatz. An diesen Tag erhalten Sie gemäß § 11 Absatz 4 AÜG einen Lohnausgleich in Form von Garantiezahlung in Höhe von 7 Stunden."

Tarifvertrag: igZ

Wie gehe ich jetzt weiter vor?
 

elo237

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sowas muß schon der AN beantragen

und nicht per Diktat vom Sklavenhändler kommen

es gibt das Arbeitsgericht
 

Lilastern

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So ich brauch mal eure Hilfe!

Ich hab mich jetzt bei 3 Tagen auf die 2 Gesetze berufen!

Fall war: 1 Woche Urlaub - danach hatte die ZA keinen Einsatz. Ich habe mich bei der FA gemeldet ordnungsgemäß mit Nachweis für mich per Tele.

Danach war ich 2 Tage zu Hause, 2 Tage im Einsatz, 1 Tag zu hause.

Jetzt bekomme ich folgendes Schreiben:

"am XX.XX und XX.XX hatten Sie keinen Einsatz. Für diese Tage ordnen wir gemäß unseres gemeinsamen Tarifvertrages § 3.2.3 Ausgleich aus dem Freizeitkonto an.

Am XX.XX waren Sie ebenfalls in keinem Einsatz. An diesen Tag erhalten Sie gemäß § 11 Absatz 4 AÜG einen Lohnausgleich in Form von Garantiezahlung in Höhe von 7 Stunden."

Tarifvertrag: igZ

Wie gehe ich jetzt weiter vor?
Beim Arbeitsgericht deine dir zustehenden Stunden einklagen.

Schau dich auf jeden Fall um eine andere Stelle um.
 

Keshy

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Ichhab noch folgendes gefunden:

Aufgelaufene Plusstunden innerhalb eines Arbeitsverhältnisses, also über 35 Stunden die Woche hinausgehende Arbeitsstunden, werden im laufenden Arbeitsverhältnis durch Freizeitausgleich ausgeglichen. Freie Verfügung hierüber besteht jeweils pro Monat über insgesamt 2 Arbeitstage- 14 Stunden. Lt. Tarifvertrag der IGZ kann der Arbeitgeber pro Monat zwei Arbeitstage Freizeitausgleich zu einem von ihm gewünschten Termin anordnen, wenn dafür genügend Plusstunden vorhanden sind.
Ein Abbau des Arbeitszeitkontos durch den Arbeitnehmer kann ebenfalls maximal 2 Arbeitstage pro Monat umfassen und muss spätestens 2 Tage vor Antritt durch den Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber beantragt werden. Die Gewährung kann nur aus dringenden betrieblichen Gründen abgelehnt werden. Bei Ablehnung muss innerhalb von vier Wochen der Freizeitausgleich durch den Arbeitgeber gewährt werden. Wenn Arbeitnehmer während Freizeitausgleich erkrankt, gilt Freizeit als genommen, § 3.2.3. MTV.
Wird der Leiharbeitnehmer für beantragte Zeiten des Freizeitausgleichs arbeitsunfähig, werden die beantragten Stunden trotzdem vom Arbeitszeitkonto abgezogen.
Beim Ausscheiden des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsverhältnis wird ein positives Arbeitszeitguthaben ausbezahlt, ein negatives Arbeitszeitguthaben wird mit Entgeltansprüchen verrechnet. Der Leiharbeitnehmer kann dabei ein negatives Zeitguthaben auch durch Nacharbeit ausgleichen.
Auf Wunsch des Arbeitnehmers kann mit Zustimmung des Arbeitgebers eine individuelle Regelung über die Auszahlung von Arbeitszeitguthaben bis höchstens 20 Stunden pro Monat vereinbart werden.

Quelle: Zeitarbeit: Die wichtigsten Regelungen des Tarifwerkes iGZ e.V.-DGB - Rechtsanwältin Simone Weber- -
 

Keshy

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Jedoch




(4) § 622 Abs. 5 Nr. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs ist nicht auf Arbeitsverhältnisse zwischen Verleihern und Leiharbeitnehmern anzuwenden. Das Recht des Leiharbeitnehmers auf Vergütung bei Annahmeverzug des Verleihers (§ 615 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) kann nicht durch Vertrag aufgehoben oder beschränkt werden; § 615 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bleibt unberührt.
 
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