Einsatzfreie Zeit per Nachweisgesetzt

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Juryfreak

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Wer von euch kann mir sagen "welcher Satz im NACHWEISGESETZT"
den AG verpflichtet die Höhe der Einsatzfreien Zeit im Arbeitsvertrag schriftlich festzuhalten.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,
ich schreib nur was, weil bisher noch niemand geantwortet hat.

Geht es darum, wieviel des erarbeiteten Zeitguthabens auf Verlangen des Arbeitgebers genommen werden muss?

In einem Manteltarif der iGZ ist unter 3.2.3. aufgeführt, "... Dabei können der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in jedem Kalendermonat über jeweils zwei Arbeitstage Zeitguthaben frei verfügen." Das würde m. E. bedeuten, dass der Arbeitgeber nur über 2 Tage im Monat verfügen darf. Welcher Tarifvertrag bei deinem Arbeitgeber gilt, dürfte dir bekannt sein.

In §2 des NachwG sind scheinbar (bin keine Jurist) die notwendigen Punkte aufgeführt. Verbrauch von Zeitguthaben ist nicht aufgeführt, sodass es vermutlich keine Pflicht zum Vermerk im Arbeitsvertrag gibt.

Vielleicht melden sich noch Nutzer mit arbeitsrechtlichen Kenntnissen.

Nachträglich ergänzt: Das NachwG gilt vermutlich für alle Arbeitnehmer bei allen Firmen, nicht nur in der Zeitarbeitsbranche. Und in anderen Branchen spielt das Thema Zeitausgelich vermutlich keine so besondere Rolle.
 

Hafenkasper

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Geht es darum, wieviel des erarbeiteten Zeitguthabens auf Verlangen des Arbeitgebers genommen werden muss?

In einem Manteltarif der iGZ ist unter 3.2.3. aufgeführt, "... Dabei können der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer in jedem Kalendermonat über jeweils zwei Arbeitstage Zeitguthaben frei verfügen." Das würde m. E. bedeuten, dass der Arbeitgeber nur über 2 Tage im Monat verfügen darf.

Die Regelung das der Arbeitgeber über diese 2 Tage pro Monat Frei verfügen darf ist nicht zulässig da hier dem Arbeitgeber die möglichkeit eröffnet werden würde den Anahmeverzugslohn §11 AÜG zu umgehen.
Siehe Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 17.12.2014 – 15 Sa 982/14 Randziffer 88 bis 90
Ein Abzug der Plusstunden aus dem AZK ist somit nur mit der Schriftlichen einverständnis des Arbeitnehmers möglich.
 
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