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einnahmeüberschussrechnung (EÜR)

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harry45

Elo-User/in

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24 Okt 2006
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#1
Hallo Leute!!
Hab mal ne frage bezüglich einnahmeüberschussrechnung.weiß denn vielleicht jemand schon genaueres,wie bei selbständigen,mit niedrigem Gewinn,trotz ALG2-Bezug,welche AUSGABEN als betriebsausgaben nicht anerkannt werden von der ARGE.
zb,
ein Vertreter(aussendienstler)selbständig,mit üblichen betriebsausgaben wie;fahzeugkosten,telefonkosten,bürokosten,übernachtungskosten,ev ent.werbematerialkosten,usw.

ist es möglich,dass die kilometerpauschale von 30 cent nicht anerkannt wird.trotz fahrtenbuch???
Finanzamt erkennt es ja auch an!!
danke für eventuelle tipps!!

harry
 

Arco

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#2
... hier liegt wohl das Problem in der Höhe des Einkommen welches angerechnet wird.

Ist es weniger als 400 Euro zieht sich die Arge auf die Sachlage zurück das gerade die Fahrtkosten z.B. bereits in der Grundfreipauschale von 100 Euro enthalten ist.

Wenn das Einkommen über 400 Euro liegt kannst Du voll die exakten Werbungskosten absetzen......

Ist gem. Einkommenssteuergesetz (Finanzamt) nicht richtig, aber so rechnen DIE :(
 

Koelschejong

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#3
Arco sagte :
aber so rechnen DIE :(
leider manchmal. Das ist natürlich betriebswirtschaftlicher Totschlag, der aber leider im StGB noch nicht erfasst wurde. Gerade in der Anfangsphase sind doch die Einkommen eher gering und die Kosten (z.B. bei einem Vertreter) sehr hoch und dann kommt so ein betriebswirtschaftlicher Totschläger und erklärt Dir: Enää, bei so einem geringen Einkommen, sind Deine Kosten mit den EÜR 100 Grundfreibetrag abgegolten. Damit kann der Vertreter dann also mal im Monat für ca. 800 km Benzin kaufen, da müssen seine potentiellen Kunden aber schon alle in einem Hochhaus wohnen, wenn er damit auskommen will :| :|
 

Lord

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#4
moin!

im sgb steht doch irgendwo was von gewinnanrechnung gemäß einkommensteuergesetz bei selbstständigen ? hat noch keiner vorm sozialgericht gegen diese seltsame gewinnanrechnung seitens der arge geklagt ?

bye, Lord
 
E

ExitUser

Gast
#5
harry45 sagte :
Hallo Leute!!
Hab mal ne frage bezüglich einnahmeüberschussrechnung.weiß denn vielleicht jemand schon genaueres,wie bei selbständigen,mit niedrigem Gewinn,trotz ALG2-Bezug,welche AUSGABEN als betriebsausgaben nicht anerkannt werden von der ARGE.
zb,
ein Vertreter(aussendienstler)selbständig,mit üblichen betriebsausgaben wie;fahzeugkosten,telefonkosten,bürokosten,übernachtungskosten,ev ent.werbematerialkosten,usw.

ist es möglich,dass die kilometerpauschale von 30 cent nicht anerkannt wird.trotz fahrtenbuch???
Finanzamt erkennt es ja auch an!!
danke für eventuelle tipps!!

harry

Hallo Harry,

grundsätzlich ist es erst einmal so, dass die Arge rechnen muss wie das Finanzamt.
Alle Betriebsausgaben (Kosten Steuern) werden von den Betriebseinnahmen abgezogen, der Rest ist Gewinn.

Nun ist es sicher so, dass du auch als Privatperson Ausgaben(Versicherungen wie Hausratversicherung...) hast - da bringen hier scheinbar einige -- auch FMs -- etwas durcheinander, die dann nicht auch noch, oder nur noch zum Teil vom restlichen Gewinn abgezogen werden können.

Beispiel.
Normalerweise werden beim Auto lediglich Kosten für die Haftpflicht anerkannt, Bei mir hingegen wird auch die Vollkaskoversicherung anerkannt, weil ich im Monat beruflich mehr als 10.000 KM auf unseren Autobahnen unterwegs bin und im Falle eines Unfalles, die Finanzierungskosten für das Auto wieder herein kommen, ich somit nicht ab Unfall Erwerbslos werden würde. Ebenso wird z.B. eine Unfallversicherung mit Krankenhaustagegeld anerkannt, da diese mich im Bedarfsfall von ALGII unabhängig sein lässt.

Dabei hat mir insbesondere SGB II § 1 Abs 1 und 2 in Verbindung mit SGB II § 2 Abs 1 und 2 geholfen.

Alles nur Auslegungssache ;) , es kann auch eine Lebensversicherung nötig und statthaft sein um SGB II § 2 Abs 1 und 2 gerecht zu werden. :pfeiff:

Mit mehr Information Deinerseits könnte ich Dir mehr helfen, allgemein gesagt, alles was wirtschaftlich erklärbar und sinnvoll ist wirkt Einkommensmindernd auf den Umsatz der überwiegend auch vorhanden ist oder sein muss.

Bei ein paar 100E Umsatz im Monat wird es schwierig so manches selbst wirtschaftlich als sinnvoll zu deklarieren.

Gruß, Anselm

EDIT:

Auch mein Verlustvortrag aus 2005 ist 2006 anerkannt...
 
E

ExitUser

Gast
#6
Lord sagte :
moin!

im sgb steht doch irgendwo was von gewinnanrechnung gemäß einkommensteuergesetz bei selbstständigen ? hat noch keiner vorm sozialgericht gegen diese seltsame gewinnanrechnung seitens der arge geklagt ?

bye, Lord
Mir half u.a. Folgendes: (Gegen FM, dumm wie Stroh sind immer 5 Tage pro Monat als "Kampfbrief- ond Gerichtstage" ein zu planen...)

http://dju-berlin.verdi-verlage.de/pdf/Alg-II_fuer_Freie1-1.pdf
http://dju-berlin.verdi-verlage.de/pdf/Alg-II_fuer_Freie1-1.pdf

http://www.erwerbslos.de/index.php?option=com_content&task=view&id=152&Itemid=32
http://www.erwerbslos.de/index.php?option=com_content&task=view&i d=152&Itemid=32

Ja, Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft hilft auch Selbstständigen und sei es nur mit einem Anwalt...
http://freie.verdi.de/service_fuer_selbststaendige

Gruß, Anselm
 

Seebarsch

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#7
Selbständige

Man sollte es machen wie es auch zu seligen Zeiten der Alhi gelaufen ist.

Vorläufige Anrechnung auf Basis des Steuerbescheides des Vorjahres.
Dann das Geschäftsjahr abwarten und anhand des neuen Steuerbescheides das abgelaufene Jahr auswerten und fürs neue Jahr eine neue vorläufige Anrechnung vornehmen.

Wenn mich nicht alles täuscht, lassen die Weisungen der BA das sogar zu.
 

Arco

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#8
Re: Selbständige

Seebarsch sagte :
Man sollte es machen wie es auch zu seligen Zeiten der Alhi gelaufen ist.

Vorläufige Anrechnung auf Basis des Steuerbescheides des Vorjahres.
Dann das Geschäftsjahr abwarten und anhand des neuen Steuerbescheides das abgelaufene Jahr auswerten und fürs neue Jahr eine neue vorläufige Anrechnung vornehmen.

Wenn mich nicht alles täuscht, lassen die Weisungen der BA das sogar zu.
..... richtig, so steht es da drin - nur zu über 90 % halten sich die Argen nicht daran :(
 

Seebarsch

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#9
Überschussrechnung

Weil sie weder ihre Weisungen lesen noch ihren Verstand gebrauchen.
Übrigens sind die Weisungen zur Erleichterung des Verfahrens eingeführt worden.
Im laufenden Geschäftsjahr kann eine endgültige Anrechnung garnicht erfolgen, weil ja u.a. die Steuern vom Einkommen abzuziehen sind.
Diese stehen ja nun einmal noch nicht fest, oder?

Na ja, wahrscheinlich haben die ARGEs nicht zu tun, weil sie sich unnötig Arbeit und Ärger machen!
:p :lol:
Ich kann mich an einen Sachbearbeiter erinnern, der völlig überzeugt eine quartalsweise betriebswirtschaftliche Auswertung haben wollte.
Als er sie dann auf den Tisch gelegt bekam, sah er sich die an, die Augen rollten, die Ohren wackelten und dann kam die grosse Feststellung:
Was meine Sie denn, was sollen wir denn damit machen?
:tonne:
 
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#10
Besser

Wenn es unklarheiten über das Einkommen eines Selbstädigen im laufenden Bewilligungszeitraum gibt, dann ist die Leistung nur vorläufig zu gewähren und eine entgültige Feststellung des Einkommens hat anhand des Steuerbescheides stattzufinden. Dabei hat das Jahreseinkommen durch 12 geteilt zu werden um ein monatliches Einkommen zu ermitteln.
 

harry45

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#11
danke für die hilfreichen ratschläge!!

Bewilligungsbescheid hab ich erhalten.
Sb hatte keine Kopien gemacht,lediglichdie EÜR.

Gruß Harry
 
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