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Einnahmen-Überschuss für Ich-AG und Finanzamt ?

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fffrank

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#1
Kann mir jemand mal helfen ?

Nach der alten Ich-AG konnte man doch 3 Jahre gefördert werden.
Weiß jemand, wenn man das 1. Jahr wenig Umsatz hatte, ob man dann weiter auch trotzdem das zweite Jahr die Förderung bekommt, also den geringeren Satz ?

Wer weiß, was man dem A-amt genau für eine EÜR oder so vorlegen muss ?

Muss man das ehrlich machen ?
Dumme Frage, aber woher sollen die wissen, ob meine EÜR stimmt ?

Was will eigentlich das Finanzamt von mir ?

Also ich bin jedem dankbar, der mir helfen kann.
Danke jedenfalls für Eure Mühe.
 

Koelschejong

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#2
Zur Förderung der Ich-AG kann ich Dir nichts sagen, damit hab ich mich nie beschäftigt.

EÜR sollte auf jeden Fall stimmen, denn die ARGE kann auch durchaus verlangen, dass Du die Buchungsbelege vorlegst.

Das FA möchte von Dir zumindest eine Einkommensteuererklärung mit der Anlage für Einkommen aus Gewerbebetrieb (Anlage GSE) und da pass bitte auf, dass die sich genau mit Deiner Jahres EÜR deckt. Ich hatte schon das höchst zweifelhafte Vergnügen, der ARGE eine Differenz von sage und schreibe € 32,14 zwischen EÜR und GSE erläutern zu dürfen - glaub mir, das passiert mir nie, nie wieder. Einem Chinesen ohne Deutschkenntnisse das SGB II auf Deutsch zu erläutern, dürfte vergleichsweise einfach sein.
Ob Du Umsatzsteuererklärungen abgeben musst, kannst nur Du wissen, wenn ja, dann sollte auch hier der Umsatz peinlich genau mit dem Umsatz laut EÜR übereinstimmen.

Ansonsten - frohe Ostern!
 

fffrank

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#3
Danke

Ich kapiere also jetzt langsam, dass alles korrekt sein muss.
Aber wenn ich Rechnungen habe, fragen die dann die Kunden, ob das mit der Rechnungshöhe und überhaupt stimmt ?

Was ist, wenn ich einem bekannten eine Rechnung schreibe und mich künstlich hoch rechne ?

Irgendwie kann man doch da viel drehen oder ?

Nicht dass ich das so wollte, aber ich finde das irgendwie ungerecht, da ist doch wieder der ehrliche der Dumme.

Wer weiß noch mehr ?

Danke und Grüße
Frank
 

Martin Behrsing

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#4
DIE Hartz IV-Behörden dürfen keine Kunden von dir befragen. Dies ist geändert worden.

Ansonsten für Finanzamt Anlage GSE ausfüllen und die E/A dabei legen. Bitte keine Einzelbuchungen. Ebenso brauchst Du auch keine Belege dem Finanzamt dafür geben. Diese nur bei Sonderausgaben. Hebe dennoch die Belege 5 Jahre auf, denn das Finanzamt kann diese jederzeit von dir verlangen und stichprobenartig Kontrollen machen.
Zur Umsatzsteuerjahreserklärung. Falls Du nicht umsatzsteuerbefreit warst musst du die selbstverständlich machen. Dies dürfte aber der einfachste Teil sein
 

fffrank

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#5
Ja, Danke !!

Die Antworten von Martin sind doch immer noch die Besten.

Danke nochmals.
 

Koelschejong

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#6
Irgendwie kann man doch da viel drehen oder ?

Nicht dass ich das so wollte, aber ich finde das irgendwie ungerecht, da ist doch wieder der ehrliche der Dumme.
Es ist sicher richtig, dass es - auch dank unseres absolut klaren und durchschaubaren Steuerrechts :icon_lol: - hier im Lande eine erstaunlich große Anzahl von bettelarmen Reichen gibt, die auch keinerlei Hemmungen haben, überall abzuzocken, was nur eben geht.

Jeder muss letztlich für sich selbst die Frage beantworten, ob er potentiellen, dicken Ärger mit ARGE und Finanzamt riskieren will - denn ab und an fliegen diese bettelarmen Reichen dann doch auf - obwohl sie sich häufig fachlich und juristisch hervorragend gerüstete (und teure) Berater von ihren bedauernswert kargen Einkünften abgeknapst hatten.
 
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