Einnahme von leistungseinschränkenden Medikamenten. Muss man dies beim Jobcenter melden?

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franzi

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Habe eine allgemeine Frage dazu, wenn man Medikamente einnehmen muss, die die eigene Leistungsfähigkeit einschränken, herabmindern etc.

Dies bezieht sich z. B. auf Medikamente,

- die auf das Herz-Kreislauf-System wirken und dadurch die körperliche Belastbarkeit drosseln
- die die Aufmerksamkeit beeinträchtigen oder müde machen
- die die Konzentrationsfähigkeit oder die Denkleistung einschränken (z. B. Antidepressiva)
- sonstige Medikamente, die verschiedene Nebenwirkungen haben, die ebenfalls Einfluss auf die körperliche und geistige Belastbarkeit haben können, wie z. B. Schwindelgefühl, starkes Schwitzen, Magen-Darm-Probleme etc.

Ist man verpflichtet, dies beim Jobcenter zu melden, da es ja auch Einfluss auf die Vermittelbarkeit haben könnte?

Seit einigen Wochen muss ich Tabletten nehmen, die meine Leistungsfähigkeit etwa um die Hälfte vermindert haben. Diese muss ich langfristig nehmen.
Sie machen nicht müde, aber ich kann keine Höchstleistungen mehr erbringen. Muss öfter Pausen machen etc. Außerdem bin ich in allen Bewegungsabläufen deutlich langsamer. Ich brauche daher länger, um eine Wegstrecke zurückzulegen oder Aufgaben zu erledigen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Also dem Sb würde ihc sowas nicht mitteilen, höchstens dem äD und das sollte dann in das Gutachten einfliessen.

beim Arbeitgeber muss an sehen, was geht und waas nicht. Man darf natürlich keie Arbeiten machen, die unter einfluss dieser Medis zu gefährlich sind.

Aber sag mal, sind das immer naoc de Auswirkungen der Blutdrucksenker? Bist Du sicher, dass du richtig engestellt bist?
 

franzi

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Es handelt sich hier um eine allgemeine Frage, da ich im Laufe der Jahre immer wieder Medikamente nehmen musste, die alle möglichen Nebenwirkungen haben.
Solange es sich um Medikamente handelt, die man nur kurzfristig einnehmen muss, wie z.B. Antibiotika, ist es kein Problem.
Wenn es aber solche sind, die man über lange Zeiträume nehmen muss (dazu gehören z. B. auch Schmerzmittel) dann hat das durchaus Auswirkungen auf die Vermittelbarkeit.
Es gibt auch Medikamente, die z. B. die Stimmung beeinflussen und stark auf die Psyche wirken, sodass man sich kaum noch konzentrieren kann und somit auch keine verantwortungsvollen Tätigkeiten ausüben kann oder z. B. ein Fahrzeug lenken darf.

Beim ÄD hat man nicht jedes Jahr ein neues Gutachten, aber die Medikamente können sich laufend ändern.
 

saurbier

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Hallo franzi,

es ist wie Kerstin_K sagt, sowas geht dem SB nichts an.

Ganz anders sieht es natürlich bei einer Arbeit aus, denn da bist du verpflichtet deinen Arbeitgeber zu informieren wenn es dadurch zu Beeinträchtigungen bei der Arbeit kommt/kommen kann.

Ich z.B. bekomme seit mehr als 10 Jahren BTM und damit darf ich nicht alleine an Maschinen arbeiten, weil das Medikament die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt. Dies ist beim Arbeitgeber auch wegen der Berufsgenossenschaft ggf. wichtigt wegen dem Unfallschutz. Mein damaliger Arbeitgeber hat sogar gegenüber der AfA eine Arbeitsaufnahme genau aus diesem Grund abgelehnt, weil es Ärger mit der BG geben würde, wenn ich infolge der Medikamenteneinstellung/Umstellung die Wegstrecke zur Arbeit mit dem PKW fahren müsse und auch auf der Arbeit, solange der behandelnde Arzt nicht sein o.k. gäbe. Inzwischen ist auch ein Blutdruckmedikament dazu gekommen, was mir ebenfalls zusetzt (Mündigkeit, Schlapp, Juckreiz etc.).

Für den äD-Gutachter des JC sollte das schon wichtig sein, hinsichtlich einer Beurteilung welche Arbeiten du noch verrichten kannst.


Grüße saurbier
 

franzi

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Blutdruckmedikamente sind offenbar nicht ganz ohne Nebenwirkungen ... Habe seit letzter Woche einen komischen Ausschlag an den Waden. Rote Pünktchen.
Hatte ich noch nie. Und im Gesicht sehe ich auch aus wie ein Streuselkuchen. Komisch.
Kann aber auch von einem anderen Medi sein, welches ich zeitgleich nehmen muss ...
 

saurbier

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Na ja, bei meinem Blutdruckmedikament steht auch was von juckendem Ausschlag.

Ist doch nichts neues das so manches Medikament Nebenwirkungen hat.

1998 bekam ich Frobeen, ist ein Schmerzmedikament. Einfach tolles Zeug, nach 1 Woche hatte ich bereits Magenbluten, hat der hausarzt natürlich umgehen abgesetzt.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo franzi,

Blutdruckmedikamente sind offenbar nicht ganz ohne Nebenwirkungen ... Habe seit letzter Woche einen komischen Ausschlag an den Waden. Rote Pünktchen.

Deine Anfangsfrage dürfte wohl soweit geklärt sein, wer ganz "allgemein" Angaben zu den Wirkungen (und Nebenwirkungen) von Medikamenten machen muss, wird darauf auch vom Arzt hingewiesen und die Beipackzettel gibt es ja auch nicht nur so "zum Spaß".
Da sollte man schon dazu mal nachlesen wenn man neue / andere Medikamenre nimmt und (besonders) bei Beginn der Behandlung ungewöhnliche Veränderungen an Haut oder allgemeinem Befinden bemerkt.

In manchen Fällen muss man eine gewisse "Gewöhnung" einkalkulieren, das betrifft gerade auch Herz- / Kreislauf und Blutdruck - Medikamente, die einige Zeit benötigen um (bei korrekter Einnahme über einige Wochen) dann richtig zu wirken.
Manche dieser Nebenwirkungen lassen dann nach und / oder verschwinden ganz ... ansonsten muss überlegt werden das Präparat zu wechseln, wenn Nebenwirkungen auf die Dauer nicht "tolerabel" sind.

Hautausschläge sollte man immer sehr ernst nehmen, die können auch auf allergische Reaktionen hinweisen, die noch nicht mal den Wirkstoff selber betreffen müssen, oft eher die "Zusatz- und Hilfsstoffe" (kommt sehr häufig bei Generika vor), so ist da oft Laktose enthalten, was für Laktose-Intolerante Menschen völlig unverträglich ist.

Warum sollte das nicht auch auf Blutdruck-Tabletten zutreffen, bei meinen wird auch von juckenden Hautproblemen geschrieben, es kommt eben immer auch auf das Ausmaß an, ob man das "in den Griff" bekommt oder besser eine andere Sorte nehmen sollte.

Gerade Blutdruck-Pillen gibt es unendlich viele Sorten, vermutlich werden zunächst auch immer die "Billigsten" aufgeschrieben.
Die erste Sorte habe ich anfangs (das wird ja meist langsam gesteigert) nur in ganz geringer Dosis einigermaßen vertragen, dann sollte ich verdoppeln (weil der Blutdruck immer noch nicht "optimal" war) und das ging dann NICHT mehr ...
Ich bekam ständig Bauchkrämpfe, hatte gar keinen Appetit mehr ... dann nützt mir der "bessere" Blutdruck auch nicht viel ...
Es dauerte einige Tage bis wir dahinter kamen, dass es wohl von diesen Tabletten kommt, denn kurz nach der Einnahme war es immer besonders schlimm ...
Da habe ich den Kram wieder abgesetzt, es wurde schnell wieder besser damit (also war der Übeltäter gefunden) und mein Arzt hat mir ein anderes Präparat aufgeschrieben ...

Damit komme ich jetzt schon länger ganz gut zurecht nach anfänglich häufigen Schwindel-Attacken, die inzwischen nur noch gelegentlich auftreten, damit kann ich leben und aktuell gilt mein Blutdruck als gut eingestellt.
Das wird übrigens immer wieder mal mit einer 24-Stunden-Messung überprüft, denn einmalige Messungen machen gar keine Aussagen dazu, ob man überhaupt solche Tabletten nehmen sollte.

Hatte ich noch nie. Und im Gesicht sehe ich auch aus wie ein Streuselkuchen. Komisch.
Kann aber auch von einem anderen Medi sein, welches ich zeitgleich nehmen muss ...

Komisch ist das sicher nicht und du solltest deinen Arzt aufsuchen und das mit ihm besprechen, wenn man schon andere Medis nimmt muss der Arzt IMMER darauf achten, ob sich die neuen / zusätzlichen Medikamente damit auch vertragen werden ...
Manchmal muss die Dosierung (der bisherigen Medikamente) dann "angepasst" werden, auch dazu steht was in den Beipackzetteln (Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten), es gibt durchaus auch Medikamente die überhaupt NICHT gleichzeitig verordnet und genommen werden dürfen ...

Ich bin Markumar-Patient und das muss IMMER berücksichtigt werden, es gibt viele Medikamente die zumindest eine direkte Wechselwirkung haben und / oder davon beeinflusst werden (stärker oder schwächer wirken könnten), das Markumar MUSS ich aber lebenslang einnehmen, wegen meiner mechanischen Herzklappe.
Das kann ich also nicht einfach weg lassen, weil es sich mit was Anderem nicht vertragen will, dann muss für das "Andere" eine bessere Lösung gefunden werden.

Herz-Mittel / Blutdruck-Mittel und AD passen in der Regel überhaupt NICHT gut zusammen, die meisten AD haben eine negative Wirkung auf die Herzgesundheit und beeinflussen auch den Blutdruck ... das kann zu gefährlichen "Kreislauf-Entgleisungen" führen ... meine Kardiologen haben meinen Psychiater frühzeitig darauf hingewiesen, dass er auf Verordnung von AD besser verzichten sollte.

Darum ist es ja so wichtig, dass ALLE behandelnden Ärzte genau wissen, welche Medikamente man schon regelmäßig nimmt ... das gilt übrigens auch für frei verkäufliche Mittel ... die sind auch nicht "harmlos", nur weil man kein Rezept dafür braucht (ich darf z.B. auch KEIN Aspirin nehmen). :icon_evil:

Du machst dir auch bei dieser Sache wieder mal um die falschen Dinge Gedanken, du solltest besser darauf achten, was DIR persönlich verschrieben wird und mit deinen Ärzten darüber sprechen, ob das auch zusammen "passen" kann ... anstatt schon wieder darüber nachzudenken, was man dem JC wohl dazu erzählen müsste ...
GAR NICHTS, wie es dir schon geschrieben wurde ... auch deine Medikamente und wie du darauf reagierst gehen nur einen Arzt was an oder willst du dann gemeinsam mit deiner SB die Beipackzettel studieren .... :sorry:

MfG Doppeloma
 
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