Einmalige, freiberufliche Tätigkeit, wann JC melden?

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uphill

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Ich (beziehe ALG II) hatte vor 3 Wochen eine einmalige, freiberufliche Tätigkeit ausgeführt, 4 Stunden an einem Tag. Es war etwas spontanes und auf Honorarbasis. Nach Rechnungstellung warte ich jetzt auf das Geld.
Ich habe gehört, dass man diese Einnahme (hier wären es 80 Euro) nach Erhalt (also Erfüllung der Zahlung) dem Jobcenter mitteilt. (Dem Finanzamt ja sowieso)
Ist das so richtig?

Wie ist die richtige Vorgehensweise? Über Rat freue ich mich.
 

flandry

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Das ist schon richtig so. Allerdings gehören auch deine Kosten wie z. B. Fahrtkosten dazu.
Einmalig auf Rechnung? Du hast nicht zufällig ein Gewerbe angemeldet?
 

Koelschejong

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Das ist schon richtig so. Allerdings gehören auch deine Kosten wie z. B. Fahrtkosten dazu.
Einmalig auf Rechnung? Du hast nicht zufällig ein Gewerbe angemeldet?

Freiberufler melden kein Gewerbe an. Und bei einer einmaligen Sache, melde es, wenn das Geld auf dem Konto ist und gut ist's. Mach aber sehr klar, das war einmalig.
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Hi

was hast du denn für eine tätigkeit gemacht?
es ist erst mal zu klären ob es wirklich freiberuflich war, denn freiberuflich ist nur bestimmten berufsgruppen zugeordnet (ärzte,rechtanwälte u.e.a.)
wer nicht den freiberuflern zugeordnet ist, ist gewerbetreibender! da gibt es klare regelungen von seiten der finanzämter!
eine rechnungserstellung ist auch nur mit angabe einer steuernummer rechtens!!!

gruss alte schachtel

p.s. die 10 J. in der hölle... selbst und ständig war
 

Caso

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es ist erst mal zu klären ob es wirklich freiberuflich war, denn freiberuflich ist nur bestimmten berufsgruppen zugeordnet (ärzte,rechtanwälte u.e.a.)
wer nicht den freiberuflern zugeordnet ist, ist gewerbetreibender! da gibt es klare regelungen von seiten der finanzämter!
eine rechnungserstellung ist auch nur mit angabe einer steuernummer rechtens!!!
Mein Kenntnisstand ist der, dass die örtlichen Gewerbeämter die Liste der Gewerbe haben.
Wer dort mit seiner Tätigkeit nicht aufgeführt ist, ist Freiberufler.
Was stellte bei dir das Finanzamt fest? Ob du gewerblich oder freiberuflich gearbeitet hast? Das Finanzamt? Wie haben die das festgestellt?

Ist das evtl. länderspezifisch und jedes Bundesland macht es anders?
Es gibt heutzutage jede Menge Freiberufler
https://de.wikipedia.org/wiki/Freier_Beruf_(Deutschland)

Bei Tätigkeiten, die mit Honorar bezahlt werden, ist es noch wieder anders.
Da ist man selbständig.

Wenn der TE sein Honorar als Zufluß auf dem Konto sieht, sollte er es dem JC mitteilen.
 

Texter50

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Bei Tätigkeiten, die mit Honorar bezahlt werden, ist es noch wieder anders.
Da ist man selbständig.
Wenn der TE sein Honorar als Zufluß auf dem Konto sieht, sollte er es dem JC mitteilen.
Was verstehst denn Du unter einem Honorar?
Dozenten erhalten ein Honorar. Die sind Freiberufler...
Schriftsteller erhalten ein Honorar. Die sind Freiberufler...

Da gibts noch mehr, lies mal hier aussem Wikigedöns:

Das Honorar ist die Vergütung von Leistungen (besonders von freiberuflichen), beispielsweise von Künstlern , Anwälten , Autoren (auch Journalisten), Ärzten ...
 

Caso

Elo-User'in - eingeschränkt
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Was verstehst denn Du unter einem Honorar?
Dozenten erhalten ein Honorar. Die sind Freiberufler...
Schriftsteller erhalten ein Honorar. Die sind Freiberufler...
Da gibts noch mehr, lies mal hier aussem Wikigedöns:
Ich will nicht abschweifen, aber auch Studenten können Honorar bekommen.
Lehrer auch.
Architekten usw. auch.

Freiberufler--- vielleicht
Selbständig--- ja
Gewerbetreibend--- nein

Darum geht es aber nicht.
Der TE soll es melden, wenn es ihm zugeflossen ist. Das HONORAR;-)
 

Texter50

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Bei Tätigkeiten, die mit Honorar bezahlt werden, ist es noch wieder anders.
Da ist man selbständig.
Das hat mich verwirrt, als langjährig freiberuflich tätigem Wesen.
Erwähnt man beim MobCenter das Wort selbstständig, sehen die gerne die Gewerbeanmeldung / Gewerbeabmeldung.
Aber, is schon i.o.
Hab ne schöne Woche... :biggrin:
 
G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
Was stellte bei dir das Finanzamt fest? Ob du gewerblich oder freiberuflich gearbeitet hast? Das Finanzamt? Wie haben die das festgestellt?

Bei Tätigkeiten, die mit Honorar bezahlt werden, ist es noch wieder anders.
Da ist man selbständig.

Wenn der TE sein Honorar als Zufluß auf dem Konto sieht, sollte er es dem JC mitteilen.

Finanzamt hat die Info vom Gewerbeamt!
Wenn man Freiberufler ist meldet man dies dem Finanzamt, man ist dort aber als genereller Freiberufler gemeldet.
Ohne jegliche Meldung biste Statuslos und hast auch demnach keine Steuernummer für die Rechnungsstellung!
Honorar bedeutet auch nicht = selbständig!

Es gibt klare vorgaben wer wann was ist! würde hier ausarten!

gehe beim TE eher davon aus das eine kummelgeschichte wird! deswegen immer auf konto, welches keiner kennt, selbst die schufa nicht!

vg alte schachtel
 

Koelschejong

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Macht Euch doch nicht so viele Gedanken für ein einmaliges Honorar von e 80.

Das meldet er, das liegt unterhalb des Grundfreibetrags, also wird nix angerechnet und fertig.
 
E

ExitUser

Gast
Jobcenter:
Melden, gut ist, liegt natürlich unterhalb des Freibetrages.

Finanzamt:
So lange es eine gelegentliche Tätigkeit ist, ist es weder ein Gewerbe noch eine freiberufliche Tätigkeit.
Somit fällt es unter den § 22 Nr. 3 EStG (sonstige Einkünfte).
Unter 256 Euro jährlich ist man hier nicht einkommenssteuerpflichtig.
Ab 256 Euro muss allerdings der gesamte Gewinn dem Finanzamt gemeldet und versteuert werden.
Sollte bei Alg II aber auch kein Problem sein.
 

uphill

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Hi

was hast du denn für eine tätigkeit gemacht?
es ist erst mal zu klären ob es wirklich freiberuflich war, denn freiberuflich ist nur bestimmten berufsgruppen zugeordnet (ärzte,rechtanwälte u.e.a.)
wer nicht den freiberuflern zugeordnet ist, ist gewerbetreibender! da gibt es klare regelungen von seiten der finanzämter!
eine rechnungserstellung ist auch nur mit angabe einer steuernummer rechtens!!!

gruss alte schachtel

p.s. die 10 J. in der hölle... selbst und ständig war

Entschuldige, ich lese das jetzt erst.
Je, es war wirklich freiberuflich, im Künstlerbereich.

LG
 

uphill

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Jobcenter:
Melden, gut ist, liegt natürlich unterhalb des Freibetrages.

Finanzamt:
So lange es eine gelegentliche Tätigkeit ist, ist es weder ein Gewerbe noch eine freiberufliche Tätigkeit.
Somit fällt es unter den § 22 Nr. 3 EStG (sonstige Einkünfte).
Unter 256 Euro jährlich ist man hier nicht einkommenssteuerpflichtig.
Ab 256 Euro muss allerdings der gesamte Gewinn dem Finanzamt gemeldet und versteuert werden.
Sollte bei Alg II aber auch kein Problem sein.

Aber wird da die 256 Euro extra kalkuliert? Oder ALG II inkl.? Denn monatlich hat man ja schon 391 Euro. Sorry, bin ein wenig durcheinander.
 

uphill

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Finanzamt hat die Info vom Gewerbeamt!
Wenn man Freiberufler ist meldet man dies dem Finanzamt, man ist dort aber als genereller Freiberufler gemeldet.
Ohne jegliche Meldung biste Statuslos und hast auch demnach keine Steuernummer für die Rechnungsstellung!
Honorar bedeutet auch nicht = selbständig!

Es gibt klare vorgaben wer wann was ist! würde hier ausarten!

gehe beim TE eher davon aus das eine kummelgeschichte wird! deswegen immer auf konto, welches keiner kennt, selbst die schufa nicht!

vg alte schachtel

Schufa kennt alle Konten, wird ja schon bei Eröffnung gemeldet. Und ich habe nur das eine. Würde auch nur korrekt vorgehen wollen bevor ich da Ärger bekomme...
 

Texter50

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Aber eine Einnahmen/Überschußrechnung muss ich doch trotzdem machen, egal wie wenig ich einnahm?
ALG II wird vom Finanzamt nicht berücksichtigt, was die abzuführende Gesamtsteuer betrifft (anders ist es mit ALG I). :biggrin:

Das bedeutet für Dich, Du hast 80 Euro eingenommen, die Du in ner Steuererklärung auf dem passenden Blatt angeben musst.
Das isses dann auch, die ziehen da - zumindest bei mir - noch mal 30 Euro an Freibetrag für die ich glaub Altersssicherung ab und da bleibt für die Steuereintreber einfach nix übrig, was man in einer Einnahme-/Überschussrechnung auflisten muss. :icon_hihi:

Bei der Summe könntest sogar voll als Angestellter arbeiten, ohne da mehr Aufwand betreiben zu müssen. :icon_mrgreen:
 

Koelschejong

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ALG II wird vom Finanzamt nicht berücksichtigt, was die abzuführende Gesamtsteuer betrifft (anders ist es mit ALG I). :biggrin:

Das bedeutet für Dich, Du hast 80 Euro eingenommen, die Du in ner Steuererklärung auf dem passenden Blatt angeben musst.
Das isses dann auch, die ziehen da - zumindest bei mir - noch mal 30 Euro an Freibetrag für die ich glaub Altersssicherung ab und da bleibt für die Steuereintreber einfach nix übrig, was man in einer Einnahme-/Überschussrechnung auflisten muss. :icon_hihi:

Bei der Summe könntest sogar voll als Angestellter arbeiten, ohne da mehr Aufwand betreiben zu müssen. :icon_mrgreen:

Sorry, aber es dürfte wohl umgekehrt sein. Nicht das "Erbenis" der Steuererklärung wandert in die EÜR sondern das Ergebnis der EÜR, also der Gewinn geht in die Steuererklärung.

Für das geschätzte JC würde ich eine einfache Rechnung aufmachen:

300,00 € Einnahme aus freiberuflicher Tätigkeit
180,00 € Ausgaben hierzu gemäß beiliegenden Belegkopien
120,00 € Nettoeinkomen/Gewinn

Und ob ich bei diesem geringen Gesamteinkommen tatsächlich einen ESt.-Erklärung abgeben würde - ich persönlich bezweifel das, obwohl mir natürlich bewußt ist, eigentlich müsste ich das. Aber zumindest mein FA hier wäre vermutlich recht froh, wenn ich darauf verzichten würde.
 

Texter50

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OK, anders ausgedrückt:

Das TE zahlt auf die lächerliche Summe keine Steuern. Wozu da nen Gewinn ermitteln? Das ist für mich der ausschlaggebende Punkt. :biggrin:

Daher muss es auch keine Einnahme/Überschuss-Rechnung machen.
Der Steuereintreiber kricht nix, hat nur Maloche.
Da gibt es keinen Gewinn für die Berechnung der Steuern zu ermitteln, das ist Zeitverschwendeung, da das TE ALG II bezieht!

Ob das Teil abgegeben werden muss oder nicht, hängt von den Umständen und dem FA ab. Ich war vor ALG II als Freiberufler tätich. Da wollten se dann, dass ich auch im Folgejahr abgebe. Warum? Keine Ahnung... :biggrin:

Du hast in #10 schon die Antwort gegeben...
 
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