einmalig höherer Lohn - Urlaubsvertretung

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Stefan82

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Hallo,

ich hätte eine Frage. Ich gehe einer Tätigkeit nach bei der ich 640 € netto im Monat verdiene. Mein Arbeitgeber hat mir für August Urlaubsvertretung angeboten, d.h. ich würde mit einer regulären 40 Stunden-Woche plus Überstunden bei Steuerklasse 3 ca. 2.100 € verdienen. Meine Frau geht einem Minijob nach und verdient 400 € im Monat. Somit hätten wir in August zusammen 2.500 €.

Wie werden diese 2.500 € behandelt? Werden sie auf mehrere Monate verteilt, oder fallen wir nur im Monat August aus Harz 4?

Für Antworten bedanke ich mich im Voraus.
 

Fotoz

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Hallo,

es kommt auf euren anerkannten Bedarf drauf an und wieviel an anerkannten Kosten bzw. Werbungskosten entstehen, ob und wieviel angerechnet wird.
Wann es angerechnet wird, kommt auf den realen Zufluss drauf an.
Weiterhin auch, wieviel Vermögen vorhanden ist, heißt, kommt ihr damit über die Vermögensfreigrenze? Ich meine es so, habt ihr eure Vermögensfreigrenze ausgeschöpft, aber gerade noch nicht überschritten, seid dazu noch sparsam und überschreitet nach der Lohnzahlung diese Vermögensfreigrenze, steht euch kein ALG II mehr zu. So lange, bis dieses Vermögen aufgebraucht wurde.
Das hört sich genau so schwierig an, wie es ist. Denn nicht nur der Verdienst wird als Grundlage des ALG II Bedarfes gerechnet.

Oder einfach gesagt, auf dem ALG II Bescheid steht die Summen, die euch als Bedarf zusteht. Ist der gesamte Netto-Verdienst höher als könnt ihr nur noch max. einen eventuellen Freibetrag in Anspruch nehmen.
Aber wenn ich vermuten darf, sind die 2500 € = netto. Damit wirds unter den wahrscheinlichen Voraussetzungen (also keine 10 Kinder zu Haus) in dem Monat nichts von der ARGE geben.
 

Karma

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Hallo,

ich hätte eine Frage. Ich gehe einer Tätigkeit nach bei der ich 640 € netto im Monat verdiene. Mein Arbeitgeber hat mir für August Urlaubsvertretung angeboten, d.h. ich würde mit einer regulären 40 Stunden-Woche plus Überstunden bei Steuerklasse 3 ca. 2.100 € verdienen. Meine Frau geht einem Minijob nach und verdient 400 € im Monat. Somit hätten wir in August zusammen 2.500 €.

Wie werden diese 2.500 € behandelt? Werden sie auf mehrere Monate verteilt, oder fallen wir nur im Monat August aus Harz 4?

Für Antworten bedanke ich mich im Voraus.

An eurer Stelle würde ich für August oder Sept auf ALG II verzichten.Es gibt hier 2 sehr wichtige Punkte:1. Zuflussprinzip im SGB II, wenn dein Gehalt bis zum 31.08 auf deinem Konto gutgeschrieben ist, müsst ihr das ALG II für August komplett zurückzahlen, Zufluss am 01.09 keine Rückzahlung. Im September dann auf ALG II verzichten und die Verdienstbescheinigungen ab Oktober wieder einreichen.2.Ist deine Frau bei dir familienversichert?
Ferner würde ich die Arge erst informieren, wenn du deine Gehaltsabrechnung für Aug. in den Händen hast, sonst überweisen sie ab 01.08 erstmal 0,- €, bis die Abrechnung kommt.
Gruß Karma

Dies ist keine Rechtsberatung, sondern meine eigene Meinung.
 

Stefan82

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Ja, meine Frau ist über mich krankenversichert. Wir werden sicherlich für einen Monat aus dem Bezug rausfallen. Wir erhalten auch nur 230,- € aufstockendes Harz 4. Da die Urlaubsvertretung nur für einen Monat gedacht ist, wird es mir mindestens für einen Monat voll angerechnet. Meine Unsicherheit ist die, ob mein Sachbearbeiter nicht versuchen wird, es auf mehrere Monate zu verteilen, so dass wir für ein halbes Jahr aus dem Bezug rausfallen.

Ich habe versucht mich schlau zu lesen. Ich bin auch fündig geworden, da ich aber ein Laie auf dem Gebiet des Rechts bin, wäre ich sehr dankbar, wenn eine mit dem Sozialgesetzbuch fachkundige Person sich zu meinen Überlegungen kurz äußern könnte.

§ 2 Abs. 2 Verordnung zur Berechnung von Einkommen

Laufende Einnahmen sind für den Monat zu berücksichtigen, in dem sie zufließen. Zu den laufenden Einnahmen zählen auch Einnahmen, die an einzelnen Tagen eines Monats auf Grund von kurzzeitigen Beschäftigungsverhältnissen erzielt werden. Für laufende Einnahmen, die in größeren als monatlichen Zeitabständen zufließen, gilt Absatz 4 entsprechend.


Meine Schlussfolgerung:

Da ich jeden Monat ein Gehalt erziele, nur eben im Monat Juli dieser deutlich höher ausfallen wird, gilt für mich somit Absatz 2, ergo Anrechnung des Einkommens im Monat des Zuflusses, d.h. im August und nicht auf mehrere Monate verteilt.

So verstehe ich diesen Gesetzestext.

Das bestätigt auch deine Aussage, Karma.
Anderseits handelt es sich um eine Summe die, wenn sie auf mehrere Monate aufgeteilt werden würde, den von der ARGE monatlich ausbezahlten Betrag gut 9 Monate decken könnte. Ich habe Angst, dass die ARGE diese einmalig höhere Zahlung, wie eine Sonderzahlung (vergleichbar mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld) behandelt und sie auf mehrere Monate aufteilt. :icon_sad:

Was denkt ihr?

Grüße

Stefan
 

Karma

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Ja, meine Frau ist über mich krankenversichert. Wir werden sicherlich für einen Monat aus dem Bezug rausfallen. Wir erhalten auch nur 230,- € aufstockendes Harz 4. Da die Urlaubsvertretung nur für einen Monat gedacht ist, wird es mir mindestens für einen Monat voll angerechnet. Meine Unsicherheit ist die, ob mein Sachbearbeiter nicht versuchen wird, es auf mehrere Monate zu verteilen, so dass wir für ein halbes Jahr aus dem Bezug rausfallen.

Ich habe versucht mich schlau zu lesen. Ich bin auch fündig geworden, da ich aber ein Laie auf dem Gebiet des Rechts bin, wäre ich sehr dankbar, wenn eine mit dem Sozialgesetzbuch fachkundige Person sich zu meinen Überlegungen kurz äußern könnte.

§ 2 Abs. 2 Verordnung zur Berechnung von Einkommen

Laufende Einnahmen sind für den Monat zu berücksichtigen, in dem sie zufließen. Zu den laufenden Einnahmen zählen auch Einnahmen, die an einzelnen Tagen eines Monats auf Grund von kurzzeitigen Beschäftigungsverhältnissen erzielt werden. Für laufende Einnahmen, die in größeren als monatlichen Zeitabständen zufließen, gilt Absatz 4 entsprechend.


Meine Schlussfolgerung:

Da ich jeden Monat ein Gehalt erziele, nur eben im Monat Juli dieser deutlich höher ausfallen wird, gilt für mich somit Absatz 2, ergo Anrechnung des Einkommens im Monat des Zuflusses, d.h. im August und nicht auf mehrere Monate verteilt.

So verstehe ich diesen Gesetzestext.

Das bestätigt auch deine Aussage, Karma.
Anderseits handelt es sich um eine Summe die, wenn sie auf mehrere Monate aufgeteilt werden würde, den von der ARGE monatlich ausbezahlten Betrag gut 9 Monate decken könnte. Ich habe Angst, dass die ARGE diese einmalig höhere Zahlung, wie eine Sonderzahlung (vergleichbar mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld) behandelt und sie auf mehrere Monate aufteilt. :icon_sad:

Was denkt ihr?

Grüße

Stefan

Angeben mußt du dieses Einkommen natürlich, sonst gibt es Ärger. Habt ihr bei euch eine Beratungsstelle, speziell ALG II ? Euer Fall ist schwierig und mal wieder ist die Rechtslage schwammig und schwer zu verstehen....jedenfalls für mich.
Vieleicht meldet sich hier noch ein Profi ??
Gruß Karma
 

gerda52

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Stefan82 meinte:
Meine Schlussfolgerung:

Da ich jeden Monat ein Gehalt erziele, nur eben im Monat Juli dieser deutlich höher ausfallen wird, gilt für mich somit Absatz 2, ergo Anrechnung des Einkommens im Monat des Zuflusses, d.h. im August und nicht auf mehrere Monate verteilt.

Richtig. :icon_daumen:

So verstehe ich diesen Gesetzestext.

Das bestätigt auch deine Aussage, Karma.
Anderseits handelt es sich um eine Summe die, wenn sie auf mehrere Monate aufgeteilt werden würde, den von der ARGE monatlich ausbezahlten Betrag gut 9 Monate decken könnte. Ich habe Angst, dass die ARGE diese einmalig höhere Zahlung, wie eine Sonderzahlung (vergleichbar mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld) behandelt und sie auf mehrere Monate aufteilt.

:icon_eek:

Was denkt ihr?
Für diese Annahme gibts keinen Anlass. :icon_smile:
 

Karma

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Ja, meine Frau ist über mich krankenversichert. Wir werden sicherlich für einen Monat aus dem Bezug rausfallen. Wir erhalten auch nur 230,- € aufstockendes Harz 4. Da die Urlaubsvertretung nur für einen Monat gedacht ist, wird es mir mindestens für einen Monat voll angerechnet. Meine Unsicherheit ist die, ob mein Sachbearbeiter nicht versuchen wird, es auf mehrere Monate zu verteilen, so dass wir für ein halbes Jahr aus dem Bezug rausfallen.

Ich habe versucht mich schlau zu lesen. Ich bin auch fündig geworden, da ich aber ein Laie auf dem Gebiet des Rechts bin, wäre ich sehr dankbar, wenn eine mit dem Sozialgesetzbuch fachkundige Person sich zu meinen Überlegungen kurz äußern könnte.

§ 2 Abs. 2 Verordnung zur Berechnung von Einkommen

Laufende Einnahmen sind für den Monat zu berücksichtigen, in dem sie zufließen. Zu den laufenden Einnahmen zählen auch Einnahmen, die an einzelnen Tagen eines Monats auf Grund von kurzzeitigen Beschäftigungsverhältnissen erzielt werden. Für laufende Einnahmen, die in größeren als monatlichen Zeitabständen zufließen, gilt Absatz 4 entsprechend.


Meine Schlussfolgerung:

Da ich jeden Monat ein Gehalt erziele, nur eben im Monat Juli dieser deutlich höher ausfallen wird, gilt für mich somit Absatz 2, ergo Anrechnung des Einkommens im Monat des Zuflusses, d.h. im August und nicht auf mehrere Monate verteilt.

So verstehe ich diesen Gesetzestext.

Das bestätigt auch deine Aussage, Karma.
Anderseits handelt es sich um eine Summe die, wenn sie auf mehrere Monate aufgeteilt werden würde, den von der ARGE monatlich ausbezahlten Betrag gut 9 Monate decken könnte. Ich habe Angst, dass die ARGE diese einmalig höhere Zahlung, wie eine Sonderzahlung (vergleichbar mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld) behandelt und sie auf mehrere Monate aufteilt. :icon_sad:

Was denkt ihr?

Grüße

Stefan

Wieso Juli? Du schreibst doch: Urlaubsvertretung im August?
 
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