Einladungen mit Rechtshilfebelehrung noch vor der eigentlichen Arbeitslosigkeit?

steinfisch

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Liebe Kollegen,

gleich noch eine Frage.

Ich bin erst (entsprechend meiner Kündigungsfrist) ab sagen wir dem 08.10.2014 arbeitslos. Habe mich jedoch gleich einen Tag nach meiner fristgemäßen Kündigung arbeitssuchend gemeldet.

Nun hatte ich gestern eine Einladung zu einem Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler noch für September im Briefkasten. Da bin ich aber noch im Arbeitsverhältnis und habe auch gerade dann ein paar Tage Urlaub geplant.

Dürfen die mich sperren, wenn ich absage und darum bitte, den Termin auf meine Arbeitslosigkeit zu legen (also nach meiner Kündigungsfrist)?
Im § 309 Abs 1 SGB III hatte ich es so verstanden, dass ich mich nur in der Zeit melden muss, wenn das die Zeit betrifft, wo ich Leistungen beantragt habe - also für die Zeit der Arbeitslosigkeit?

Vielen Dank für Eure Informationen, Erfahrungen und Tipps im Voraus

und viele Grüße vom steinfisch
 
S

silka

Gast
Nun hatte ich gestern eine Einladung zu einem Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler noch für September im Briefkasten. Da bin ich aber noch im Arbeitsverhältnis und habe auch gerade dann ein paar Tage Urlaub geplant.

Dürfen die mich sperren, wenn ich absage und darum bitte, den Termin auf meine Arbeitslosigkeit zu legen (also nach meiner Kündigungsfrist)?
Im § 309 Abs 1 SGB III hatte ich es so verstanden, dass ich mich nur in der Zeit melden muss, wenn das die Zeit betrifft, wo ich Leistungen beantragt habe - also für die Zeit der Arbeitslosigkeit?
Dass du Urlaub nimmst, kann die AFA nicht wissen.
Dass die möglichst schnell Erstgespräche machen, ist bekannt.
Du könntest aber doch statt Urlaub auch noch arbeiten, oder?
Du kannst der AfA schriftlich und nachweislich mitteilen, dass du betriebsbedingt Urlaub hast und ab xx und Uhrzeit yyy gern den ersten Termin wahrnehmen könntest.
Dann wird man dir ne Folgeeinladung schicken.
Für Erwerbstätige haben auch die AfA besondere Sprechzeiten.
 

steinfisch

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Hallo Silka,

vielen Dank. So werde ich das machen.
Dennoch würde mich interessieren, ob sie das überhaupt sanktionieren können, wenn ich einer Einladung, welche eben noch vor meiner Arbeitslosigkeit (also noch in der Vollbeschäftigung, in der Kündigungsfrist) liegt, nicht folge?

Danke im Voraus und Grüße vom steinfisch
 

Fritz Fleißig

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Dennoch würde mich interessieren, ob sie das überhaupt sanktionieren können, wenn ich einer Einladung, welche eben noch vor meiner Arbeitslosigkeit (also noch in der Vollbeschäftigung, in der Kündigungsfrist) liegt, nicht folge?
Das ist wie bei Radio Eriwan: im Prinzip ja, aber...

Du unterliegst schon als Arbeitssuchender der Verpflichtung, Meldetermine wahrzunehmen. Wenn du das nicht tust, kann dies vom Grundsatz her auch zu einer (natürlich erst in der Zeit des ALG-Bezuges wirksamen) Sperrzeit führen. In der Kündigungsfrist hat aber die Erfüllung arbeitsvertraglicher Pflichten absoluten Vorrang. Ein für diese Zeit bereits geplanter Urlaub stellt ebenfalls einen wichtigen Grund dar, Meldetermine während dieser Zeit abzulehnen. Für dich als "nur" Arbeitssuchender gilt auch nicht die Erreichbarkeitsanordnung.

Es ist also in dieser Zeit in der Realität alles nur halb so wild. Solange du halbwegs nachvollziehbare Gründe hast, muß ein Meldetermin halt verlegt werden.
 

steinfisch

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Hallo Fritz Fleißig,

vielen Dank. Das beruhigt mich etwas.

Ich habe generell auch kein Problem mit den Einladungen. Auch wenn sie keine Jobs haben, aber der eine oder andere gute Tipp für Bewerbungen war bisher dabei.

Viele Grüße

vom steinfisch
 
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