Einladung zurTeilhabe am Arbeitsleben was ist zu beachten (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

peter2

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 November 2009
Beiträge
38
Bewertungen
5
Hallo alle zusammen,
Stelle mich (meinen Fall) mal kurz in Stichpunkten vor.
Alter 55, bis 05.2017 in Arbeit Zeitarbeit 7 Jahre jetzt AlG1.

Konnte meine Arbeit nicht mehr machen wegen akuter Atemnot.
Festgestellte von Ärzten u.a. Lungenleistung unter 30 % nicht verbesserbar/heilbar.
Nach 13 Treppenstufen keine Luft mehr zu sprechen.
Hausarzt meint aus diesem Grund, Luftmangel, kann er mich nicht dauerhaft krankschreiben.

Auch zeitweiße starkes anschwellen der Gelenke.

Der medizinisches Dienst des Arbeitsamtes Sagt. (9.2017)

Nur leichte Arbeit keine 3 Schichten u.s.w

Danach beim Arbeitsvermittler ich solle mich nach einem "leidgerechten " Arbeitsplatz als Pförtner bewerben.

Habe einen Antrag auf teilhabe am Arbeitsleben gestellt.
Heute Mittteilung von der Rentenversicherung erhalten das der Antrag bewilligt wurde.
Weitere Details werden, in einem gesonderten Schreiben, noch folgen.
Laut mündlicher Auskunft meiner behandelter Ärzte bin ich nicht mehr Arbeitsfähig
(Hausarzt, FA Lunge und inner Medizin)

Mein bestreben ist es nun in Eu Rente zu gehen.
So nun meine Fragen.

Ist das realistisch?
Was ist im Vorfeld noch zu beachten b.z zu tun?
Was ist zu vermeiden?
Und zum Schluß noch, was sollte ich noch wissen oder beachten.


Schwerbehindertenausweis ist auch beantragt.

MFG Peter

Weitere Fragen nur her damit.
 

FrauRossi

Elo-User*in
Mitglied seit
7 August 2016
Beiträge
204
Bewertungen
47
Dh du bist vermutlich 62 geboren? Damit hast du zb keinen Berufsschutz. Das heißt, deine Leisungsfähigkeit wird an irgendeiner Tätigkeit auf den Arbeitsmarkt gemessen. Um das herauszufinden und auch der DRV gegenüber zu dokumentieren braucht es am besten eine Reha. Gleich ob du eine LTA oder eine Erwerbsminderungsrente beantragen möchtest. Dein Gesundheitszustand und deine Leistungsfähigkeit muss dokumentiert sein. Und das geht am besten in einer Reha. Ein Dokument vom Hausarzt reicht da meist nicht
 

peter2

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 November 2009
Beiträge
38
Bewertungen
5
Baujahr 62 stimmt.
Wie komme ich denn zu einer Reha (und von wem ARGE, Rentenversicherung?)

MFG

Peter
 

FrauRossi

Elo-User*in
Mitglied seit
7 August 2016
Beiträge
204
Bewertungen
47
Hallo Peter, am besten stellt dein Lungenfacharzt eine Antrag auf Medizinische Rehsbilitation. Dieser wird zunächst an die Krankenkasse geschickt und dann an die Rentenversicherung weitergeleitet, denn meist ist diese der Kostenträger
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
21.649
Bewertungen
22.932
MAn kan auch gleich einen Antrag auf EM Rente stellem. Wenn die REntenverscherung dann eine Rente für Nötig hält, wied sie dazu auffordern.

wiso meint Dein Hausarzt, dass er Dich nicht duerhaft krankschreiben kann?
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.163
Hallo peter2,

Stelle mich (meinen Fall) mal kurz in Stichpunkten vor.
Alter 55, bis 05.2017 in Arbeit Zeitarbeit 7 Jahre jetzt AlG1.
Und was macht die AfA, dass du in "leidensgerechte" Arbeit kommst ?

Konnte meine Arbeit nicht mehr machen wegen akuter Atemnot.
Festgestellte von Ärzten u.a. Lungenleistung unter 30 % nicht verbesserbar/heilbar.
Nach 13 Treppenstufen keine Luft mehr zu sprechen.
Hausarzt meint aus diesem Grund, Luftmangel, kann er mich nicht dauerhaft krankschreiben.
Merkwürdiger Arzt, der Luftmangel hat doch sicher nachgewiesene medizinische Ursachen, also kann er dich auch krank schreiben.

OHNE AU-Bescheinigung kannst du dir einen Antrag auf EM-Rente direkt sparen, wer (zumindest offiziell) Arbeits-FÄHIG ist braucht doch keine EM-Rente ... :icon_evil:

Auch zeitweiße starkes anschwellen der Gelenke.
Das hat doch alles Ursachen, wurde das schon untersucht und festgestellt warum das so ist ?

Der medizinisches Dienst des Arbeitsamtes Sagt. (9.2017)
Nur leichte Arbeit keine 3 Schichten u.s.w
Der "sagt" das nicht einfach so, dazu gibt es ein "Gutachten" beim ÄD, welche Unterlagen hast du denn dafür eingereicht, dass der dich noch für Arbeits-FÄHIG halten will.

Danach beim Arbeitsvermittler ich solle mich nach einem "leidgerechten " Arbeitsplatz als Pförtner bewerben.
Es gibt keine "leidensgerechten" Pförtner-Jobs mehr (sag dem doch mal er soll das in "BerufeNet" der AfA durchlesen), die arbeiten allerdings keine 3 Schichten ... nur noch 2 und die dauern jeweils 12 Stunden (Tag oder Nacht).
Im Objektschutz wirst du auch mal mehr als 13 Stufen steigen müssen, denn die Benutzung von Fahrstühlen ist verboten, auch wenn es welche geben sollte.

Männe hat zuletzt im Wachschutz gearbeitet, 6 Geschosse rauf und runter mehrfach täglich / nächtlich ... er bekam noch Luft aber seine Knochen und der kaputte Rücken haben das nicht mehr ausgehalten. :icon_evil:

Habe einen Antrag auf teilhabe am Arbeitsleben gestellt.
Heute Mittteilung von der Rentenversicherung erhalten das der Antrag bewilligt wurde.
Ist doch "super" und was hast du dir von diesem Antrag erwartet, mit 55 Jahren ???
Bekam Männe auch etwa in deinem Alter, damit war dann der Antrag auf EM-Rente schon zum Scheitern verurteilt ... aber Männe musste den Antrag stellen, weil die KK sonst das Krankengeld eingestellt hätte.

Denen war damals egal, ob die beantragte EM-Rente damit bei der DRV eigentlich "schon vom Tisch" ist.

Weitere Details werden, in einem gesonderten Schreiben, noch folgen.
Kann ich dir schon ungefähr erzählen ... man wird dir Zuschüsse für einen AG zusagen, der bereit ist dich so einzustellen, wie du bist.
Den AG musst du aber erst mal finden und der muss das dann selber beantragen, damit die DRV prüfen kann, ob die Arbeit auch "leidensgerecht" sein wird.

Laut mündlicher Auskunft meiner behandelter Ärzte bin ich nicht mehr Arbeitsfähig
(Hausarzt, FA Lunge und inner Medizin)
Dann vestehe ich nicht warum du Leistungen zur Arbeits-Aufnahme beantragt hast, aber wenn deine Ärzte dir das nur mündlich bestätigen, wird das auch nicht ganz reichen für eine EM-Rente. :icon_evil:

Mein bestreben ist es nun in Eu Rente zu gehen
Das klingt gerade so, als hättest du die Wahl zu nehmen "was dir lieber wäre", eine EU-Rente gibt es sowieso nicht mehr, die heißt schon seit 2001 Rente wegen Erwerbsminderung (EM-Rente).

Wer gerade erst LTA (Leistungen zur Widereingliederung in Arbeit) bekommen hat, braucht sich keine großen Hoffnungen auf diese Rente zu machen.
Und wenn die Ärzte nicht mal schriftlich geben, was sie dir erzählen und dich endlich AU schreiben ... dann wird man dir anraten wenigstens zu versuchen die bewilligte LTA zu nutzen.

Real bedeutet das einen AG zu suchen der dich einstellen möchte, die AfA hat da auch NIX ... so wie sie bisher auch NIX für dich hatte ... Pförtner-Jobs ja offensichtlich auch nicht, sonst wärst du ja schon untergebracht am Arbeitsmarkt.

Die Sicherheits-Unternehmen suchen doch überall, allerdings wollen die auch gesunde, belastbare, flexible und schichtbereite Mitarbeiter haben ...

Ist das realistisch?
Nein

Was ist im Vorfeld noch zu beachten b.z zu tun?
Was ist zu vermeiden?
Du hast schon alles getan, was man besser lassen sollte wenn man vor hat eine EM-Rente zu beantragen (und die Hoffnung behalten will, auch mal eine zu bekommen) und AU geschrieben bist du auch nicht ... :icon_evil:

Schwerbehindertenausweis ist auch beantragt.
Den bekommt man meist auch nicht im Erstantrag aber selbst wenn, hilft er dir bei der EM-Rente nicht weiter ...
Es gibt Schwerstbehinderte mit GdB 100, die arbeiten Vollzeit an einem "leidensgerechten" Arbeitsplatz.

Männe brauchte jedenfalls 2 Anträge (auf EM-Rente) und fast 5 Jahre AU-Bescheinigung bis er berentet wurde ... weil die DRV endlich einsehen musste, dass ihn auch mit LTA-AG-Zuschuss KEINER mehr einstellen will (aus gesundheitlichen Gründen).

MfG Doppeloma
 

peter2

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 November 2009
Beiträge
38
Bewertungen
5
Hallo alle, hallo Doppeloma
vielen Dank für deine ausführliche Antwort.
Werde mal versuchen die Fragen zu beantworten.

Was die Arge für mich tut. Lässt mich aktuell in Ruhe.


Warum ich nicht AU geschrieben werde. Eine gute Frage werde das mal abklären und hinterfragen sowohl mit dem Hausarzt
als auch mit dem Facharzt.
Dauert aber etwas.

Diagnose für die Schwellungen (Entzündungen) liegt seit 11.2017 vor. Krankheit nennt sich Lupus Stufe 4.
Nicht heilbar kann nur unterdrückt werden. Bekomme seit 4 Wochen Kortison muss man mal schauen was passiert.


Bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst lag dieser Befund auch noch nicht vor, daher finde ich deren Aussage (Befund) auch nicht wichtig da nicht aktuell.

Sollte man hier nochmal nachhaken?

Habe auch darauf hingewiesen das noch wichtige Befunde/Diagnosen fehlen.


Der Antrag auf Teilhabe zum Arbeitsleben wurde mir von meinem Arbeitsvermittler zum ausfüllen überreicht.
Bin davon ausgegangen das das dort meine arbeitsfähig begutachte würde. Da ich nicht arbeitsfähig (leistungsfähig) bin, also ein Schritt in die richtig Richtung aus meiner Sicht. Habe mich da aber anscheinend geirrt.
Bin weiterhin davon ausgegangen das für diese Maßnahme Befunde und Stellungnahmen von meinen Ärzten eingeholt werden
Hätte mir dann Kopien besorgt.

Möchte auch anmerken das das alles für mich recht neu. Erst seit 4 Wochen ist das meiste überhaupt bekannt,
(Krankheitsbild und Diagnose nicht heilbar/verbesserbar).


MFG

Peter
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.163
Hallo peter2,

Was die Arge für mich tut. Lässt mich aktuell in Ruhe.
Es ist NICHT die "Arge", die gibt es gar nicht mehr und war mal für Hartz 4 (ALGII / SGB II) zuständig, soweit ist es ja bei dir noch nicht. :icon_evil:

Man sollte trotzdem wissen mit welcher Behörde man es gerade so zu tun hat, ich kann nicht nachvollziehen warum sich der Begriff so lange hält, obwohl es die "Arge" schon seit Jahren gar nicht mehr gibt und für die AfA (Agentur für Arbeit / ALGI / SGB III) war das noch nie die zutreffende Bezeichnung (die hieß früher mal "Arbeits-Amt").

Na gut wirklich Arbeit haben die beide nicht anzubieten, wenn das je so gewesen sein sollte ... ich erinnere mich nicht, dass es zu meiner Zeit (beim "Arbeits-Amt") anders gewesen wäre. :icon_evil:

Habe immer nur andere Arbeit gefunden wenn ich mich selber darum gekümmert habe und das ist wohl kaum "besser" geworden inzwischen.

Warum ich nicht AU geschrieben werde. Eine gute Frage werde das mal abklären und hinterfragen sowohl mit dem Hausarzt als auch mit dem Facharzt.
Dauert aber etwas.
Wenn du real gar nicht in der Lage bist zu arbeiten, dann hat das aber nicht "zu dauern", dann bist du leider bei den falschen Ärzten in Behandlung, die werden dich ganz sicher auch nicht in eine EM-Rente bringen (können).

Diagnose für die Schwellungen (Entzündungen) liegt seit 11.2017 vor. Krankheit nennt sich Lupus Stufe 4.
Nicht heilbar kann nur unterdrückt werden. Bekomme seit 4 Wochen Kortison muss man mal schauen was passiert.
Kenne ich nur von Anderen die damit behandelt werden, ist wohl keine Dauerlösung, wenn man nicht bald "doppelt so viel sein will, wie aktuell", was dann wohl auch deiner Luftnot nicht gut tun wird.

Bei der Begutachtung durch den medizinischen Dienst lag dieser Befund auch noch nicht vor, daher finde ich deren Aussage (Befund) auch nicht wichtig da nicht aktuell.
Sollte man hier nochmal nachhaken?
Nein, wozu, der ÄD soll dich ja nicht behandeln, es macht keinen großen Unterschied was du sonst noch für Gesundheits-Probleme hast, man lässt dich sicher nicht (nur) deswegen "in Ruhe", sondern weil man nicht weiß was man mit dir anfangen soll ...

In deinem LTA-Bescheid wird sicher auch erwähnt, dass dich die AfA "unterstützen" soll einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden ???

Wie diese Unterstützung aussieht merkst du ja gerade, auch wenn dir diese "Ruhe" aktuell angenehm zu sein scheint ... dein ALGI wird ja nicht ewig gezahlt. :icon_evil:

Der Antrag auf Teilhabe zum Arbeitsleben wurde mir von meinem Arbeitsvermittler zum ausfüllen überreicht.
Vielleicht hättest du mal nachfragen sollen, was es damit auf sich hat und wie dich das weiter bringen soll ???

Bin davon ausgegangen das das dort meine arbeitsfähig begutachte würde. Da ich nicht arbeitsfähig (leistungsfähig) bin, also ein Schritt in die richtig Richtung aus meiner Sicht. Habe mich da aber anscheinend geirrt.
Dafür hättest du eine medizinische Reha beantragen müssen aber das kannst du ja jetzt auch noch machen zusammen mit deinem Hausarzt z.B.

Bin weiterhin davon ausgegangen das für diese Maßnahme Befunde und Stellungnahmen von meinen Ärzten eingeholt werden
Du bist von vielen Dingen "ausgegangen" die für eine LTA gar nicht nötig sind (jedenfalls nicht wenn man schon weit Ü 50 ist), da bewilligt die DRV auch nur noch gerne und schnell eine LTA in Form von AG-Zuschüssen und dafür braucht man keine Arztberichte von dir. :icon_evil:

Das wird die DRV letztlich auch NIX kosten, denn den notwendigen AG dafür wirst du nicht finden aber man hat dir "LTA bewilligt", was willst du denn sonst noch und die AfA sieht keine Pflichten mehr, dich beruflich irgendwie "zu fördern", dafür ist ja nun die DRV mit der LTA zuständig.

Also lässt man dich (vermutlich) "in Ruhe" bis dein ALGI mal abgelaufen ist und dann interessiert die sowieso nicht mehr was aus dir wird, dann sind sie ja nicht mehr für dich zuständig.

Möchte auch anmerken das das alles für mich recht neu. Erst seit 4 Wochen ist das meiste überhaupt bekannt,
(Krankheitsbild und Diagnose nicht heilbar/verbesserbar).
Das glaube ich dir ja alles sofort, ich verstehe aber deine Ärzte nicht, wenn die annehmen, dass du damit der Arbeitsvermittlung (Vollzeit) zur Verfügung stehen kannst ... :icon_neutral:

Diese erwiesenen Krankheiten sind doch Grund genug, dich langfristig AU zu schreiben und dann wird auch die DRV irgendwann einsehen müssen, dass dir die LTA nicht mehr in Arbeit helfen wird ...

Sieh zu, dass du Ärzte findest die das ernst genug nehmen, es ist DEIN Leben, um das es dabei geht ...
Nach 6 Wochen offizieller AU wird das ALGI eingestellt und du bekommst Krankengeld von der KK in der gleichen Höhe monatlich.

Wenn das alles neue Diagnosen sind kannst du ja deswegen bisher noch nicht AU gewesen sein, du hast also bis zu 78 Wochen Krankengeld-Anspruch.

Die KK zahlen auch nicht "gerne", das will ich dir keineswegs verschweigen, man wird dich mindestens früher oder später auffordern eine med. Reha bei der DRV zu beantragen.

Und DORT wird dann tatsächlich deine gesamte "Erwerbsfähigkeit" überprüft, dahin solltest du auch ALLE aktuellen Befunde und Berichte (in Kopie) mitnehmen.

Die "vergessen" das nämlich oft selbst anzufordern und mit SEHR viel "Glück" endet diese Reha dann in einer EM-Rente weil man sogar dort feststellen muss, wie schnell dir "die Puste" ausgeht.

Auf diesem Wege hast du eine Aussicht da hin zu kommen, wo du wahrscheinlich hinkommen solltest, denn die LTA bringt dir GAR NICHTS ... :icon_evil:

Dein ALGI geht dir nicht verloren, das wirst du noch dringend spätestens nach der Aussteuerung aus dem Krankengeld benötigen, es sei denn es gibt ein "kleines Wunder" und eine Reha (oder die LTA) wird in EM-Rente "umgedeutet".

Wenn du jetzt weiter abwartest und dich über die Ruhe bei der AfA "freust" stehst du ohne Geld da wenn dein ALGI abgelaufen ist.

Dann lernst du (vielleicht) noch den Nachfolger der "Arge" kennen, das für dich zuständige JobCenter, um Hartz 4 zu beantragen.

Noch gibt es Möglichkeiten das wenigstens hinaus zu schieben, wenn du endlich eine dauerhafte AU-Bescheinigung bekommst und bei der AfA abgeben wirst, bis man dich nach 6 Wochen (§ 146 SGB III) an die KK "übergibt" ...

Der Rest ALGI bleibt dann bestehen, bis dich die KK wieder los werden will oder dein Anspruch nach 78 Wochen mit der Aussteuerung endet.

Eine med. Reha kannst du natürlich auch selber und freiwillig beantragen wenn du im Krankengeld-Bezug (bei der KK) bist, daran hindert dich Niemand. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

peter2

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 November 2009
Beiträge
38
Bewertungen
5
Hallo alle zusammen, hallo Doppeloma.
Danke für den langen Beitrag.

Ich habe öfter ,sowohl ALG 1 als auch ALG2 bezogen ,habe aber nie erwartet das man mir Arbeit besorgt,ist auch nie passiert.
Habe nur die Möglichkeiten genutzt die einem geboten wurden.
Fahrgeld für Vorstellungsgespräche in ganz Deutschland, Fortbildung und ähnliches.
Gegenleistung von mir ein Bewerbungstraining.
Bin mit den Ämtern immer gut gefahren.

Das mit meinem Hausarzt ist wirklich ein Problem hoffe aber das das mit den Fachärzten auszugleichen ist dauert halt ein bißchen wegen Terminen.

Vor einen Reha Antrag muss ich sowieso noch warten bis der Rechtsschutz greift (Wartezeit).

So habe demnächst einen Termin bei Reha Berater der Rentenversicherung (beratungsgespräch).
Werde mal sehen was er sagt und ihm dann auch die von dir angeregten Fragen stellen.
Werde ihm auch unmissverständlich mitteilen das ich nicht Arbeiten kann.

Sollte man bei diesem Termin noch etwas beachten.

MFG

peter
 

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.440
Bewertungen
15.163
Hallo peter2,

Bin mit den Ämtern immer gut gefahren.
Vermutlich weil du noch nie viel "hinterfragt" hast von dem was man dir dort so erzählt hat, inzwischen sollte man das aber machen, denn nicht Alles was die so im Gespräch "sagen" steht auch so im Gesetz oder ergibt irgendeinen Sinn konkret für dich. :icon_evil:

Bei der AfA wird dir also Niemand "empfehlen" dich AU schreiben zu lassen weil du (eigentlich) gar nicht vermittelbar bist.

Je länger du dort schon die Leistung in Anspruch nimmst, umso weniger "Rest" bleibt mal für später (z.B. nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld) und einen (komplett) neuen Anspruch kannst du dann nur noch durch versicherungspflichtige Arbeit aufbauen.

Ist dein ALGI erst mal komplett abgelaufen dann bekommst du auch kein Krankengeld mehr, darauf hast du NUR noch Anspruch so lange die AfA zahlt aktuell.

Würde man dich dort ehrlich beraten, dann wüsstest du schon, dass es KEINEN Sinn ergibt mit (teils) ungeklärten Krankheiten der Arbeitsvermittlung (als GESUND) Vollzeit "zur Verfügung" zu stehen.

Statt dessen drängt man dich zu einem Antrag (LTA) der überhaupt KEINEN Sinn ergibt, wenn du zumindest schon selber meinst gar nicht mehr arbeiten zu können. :icon_evil:

Damit schafft man sich auch "vom Hals" deine Eingliederung in Arbeit noch weiter finanziell "fördern" zu müssen und schiebt dich auch damit (was du oben noch so positiv angenmerkt hast ... Bewerbungskosten-Übernahme usw.) zukünftig an die DRV ab.

Das mit meinem Hausarzt ist wirklich ein Problem hoffe aber das das mit den Fachärzten auszugleichen ist dauert halt ein bißchen wegen Terminen.
Du hast ein generelles Problem mit deinen Ärzten, wenn es dir so schlecht geht und die dich NICHT mal AU schreiben wollen. :icon_neutral:

Vor einen Reha Antrag muss ich sowieso noch warten bis der Rechtsschutz greift (Wartezeit).
LTA ist auch "Reha", das scheinst du zu übersehen, das ist doch längst alles im Gange, wofür bitte soll da noch eine Rechtsschutz greifen können ???

Die können auch keinen Arzt überzeugen dich AU zu schreiben wenn du AU bist und ob du mit dieser LTA weiterkommen kannst oder eher nicht, da haben die auch keinen Einfluß drauf. :icon_evil:
OHNE vernünftige Ärzte und korrekte Diagnosen kommst du überhaupt NICHT voran, da hilft dir auch keine Rechtsschutz-Versicherung. :icon_evil:

So habe demnächst einen Termin bei Reha Berater der Rentenversicherung (beratungsgespräch).
Werde mal sehen was er sagt und ihm dann auch die von dir angeregten Fragen stellen.
Was die dir "sagen" werden, habe ich dir ja oben schon beschrieben ...

Werde ihm auch unmissverständlich mitteilen das ich nicht Arbeiten kann.
Dann wird man dir "zustimmen" und dir anraten "besser" eine EM-Rente zu beantragen, da hätte ja eine LTA gar keinen Sinn ...
Und dann macht die LTA-Beratung ein Häkchen an deinen Namen und "freut sich dich los zu sein", denn ob du wirklich eine EM-Rente bekommen wirst, haben die dort auch gar nicht zu entscheiden. :icon_evil:

Aber als "Reha-Fall" sind sie dich (in ihrem eigenen Büro) erst mal los ... du stehst danach genau so mit leeren Händen da wie jetzt schon ...

Sollte man bei diesem Termin noch etwas beachten.
Ich wüßte nicht was, wenn du eine LTA bewilligt bekommst geht man davon aus, dass du Vollzeit (irgendwo) arbeiten könntest und wenn du dort (bei der Beratung dazu) sagst das kannst du gar nicht (ohne wenigstens AU geschreiben zu sein), haben die ihren Part eigentlich schon erledigt. :sorry:

Es geht nicht wirklich um ein "gutes Verhältnis zu Behörden", sondern darum, dass du machst was für dich und deine Gesundheit erforderlich ist und dafür auch die richtigen Partner ( besonders die richtigen Ärzte) findest, bis dahin wird man weiter nur "mit dir spielen".

Bis deine Ansprüche (auf reguläre Lohnersatzleistungen) abgelaufen sind und dir nur noch der Antrag auf Hartz 4 bleibt, dort beginnt dann deren "böses Spiel" dich loszuwerden ... möglichst in die EM-Rente aber da "spielt" die DRV wahrscheinlich vorerst auch NICHT mit. :icon_evil:

Schließlich hat man dir doch gerade LTA bewilligt also versuche erst mal damit was anzufangen, ehe man das als "gescheitert" erklären muss (bei der DRV) ...

Was du tun solltest, um diesen ungesunden Kreislauf (zumindest vorerst) zu durchbrechen, habe ich dir bereits beschrieben.

Mehr fällt ja anderen Usern dazu offenbar auch nicht mehr ein, sonst gäbe es ja weitere Antworten auf deine letzte Frage.

MfG Doppeloma
 

peter2

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
14 November 2009
Beiträge
38
Bewertungen
5
So hallo alle ,
der Termin ist vorbei.
War ein nettes Gespräch nicht mehr.
Wie von Doppeloma gesagt ,Zuschüsse für Arbeitgeber
für mich das gleiche wie von der Agentur( Bewerbungskosten u.s.w).
Habe jetzt aus anderen Gründe das Thema Rente erst mal auf Eis gelegt, für ein gutes halbes Jahr.

Melde mich dann in dieser Sache noch einmal.

Wünsche allen hier ein frohes Fest und guten Rutsch.


MFG

Peter
 
Oben Unten