Einladung zur Informationsveranstaltung ohne Rechtsfolgenbelehrung(BIZ) (1 Betrachter)

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Luftholen

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Hallo,


ich habe Gestern Post vom Arbeitgeberservice der AA bekommen(hatte mich mal vor ein paar monaten dort auf eine Stelle bewerben müssen VVs).


Es geht um eine Einladung zur Informationsveranstaltung(ein Arbeitgeber möchte sich vorstellen) "Kennenlernrunde".

Die Einladung ist ohne Rechtsfolgenbelehrung und auch kein Hinweis auf Fahrtkosten.

Auch ist der Termin in der Jobbörse nicht hinterlegt.

Daher ist meine Frage:

Ist der Antritt dort für mich Pflicht ?


Das ist die Einladung
 

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Couchhartzer

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Es geht um eine Einladung zur Informationsveranstaltung(ein Arbeitgeber möchte sich vorstellen) "Kennenlernrunde".

Die Einladung ist ohne Rechtsfolgenbelehrung und auch kein Hinweis auf Fahrtkosten.

Auch ist der Termin in der Jobbörse nicht hinterlegt.

Daher ist meine Frage:

Ist der Antritt dort für mich Pflicht ?
Nein, es ist keine Pflicht, denn:

  1. Es geht um ausschliesslich um eine ganz pauschale Informnationsveranstaltung und das stellt keinen rechtlich verbindlich zulässigen Einladungsgrund dar.
  2. Es wird die Anrede "Sehr geehrte Interessenten" gebraucht und niemand als Person namentlich angesprochen, was ebenfalls auf eine rechtlich nicht verbindliche Einladung mit lediglich pauschalem Werbeveranstaltungscharakter hinweist.
  3. Die Eröffnung des Textes beinhalten in den ersten zwei Ausführungen ausschliesslich 2 Fragen, was ebenfalls sehr deutlich auf völlig pauschalierte Werbung und damit auf eine rechtlich nicht ansatzweise verbindliche Einladung hinweist.
  4. Es wird nicht ansatzweise benannt, was diese Firma, für die da diese unerbetene Werbung gemacht wird, überhaupt an Arbeitsplätzen anzubieten hat und damit ist überhaupt keine Einschätzungsmöglichkeit für ein zumutbares Stellenangebot gegeben, was ebenfalls deutlich auf eine lediglich pauschale und unerbetene Werbung, aber keine ordnungsgemäße verpflichtende Einladung darstellt.
  5. Es fehlt (wie du ja bereits schon bemerkt und beschrieben hast) die pflichtgemäße Rechtsfolgebelehrung, womit auch hieraus deutlich erkennbar ist, dass es keine rechtlich verbindlich verpflichtende Einladung ist und sein kann, denn dazu wären Rechtsfolgebelehrung und korrekter rechtlich zulässiger Einladungsgrund gesetzlich vorgeschrieben.


Meiner Meinung nach musst du nicht dahin, denn dieser Wisch ist nicht mehr wert und genauso rechtlich unverbindlich die Werbeflyer vom Lieferservice "Gammel & Fleisch".
 

Luftholen

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Was ich ein wenig komisch finde ist, dass in der "Jobbörse" der AA gleich ein Vermittlungsvorschlag aufgetaucht ist(zu der Fima die sich dort zu dieser Veranstaltung vorstellen will)warte aber schon über einer Woche auf den Vermittlungsvorschlag per Postweg.

Wie ich ja schon geschrieben hatte,ich habe mich mal bei dieser Firma bewerben müssen, dass ist aber schon ca. 2 Monate her.

kann man mir nicht laut § 31 SGB II Pflichtverletzungen (1) Erwerbsfähige Leistungsberechtigte verletzen ihre Pflichten, wenn sie trotz schriftlicher Belehrung über die Rechtsfolgen oder deren KENNTNIS einen Strick draus drehen ?

MfG
 
G

Gast1

Gast
Luftholen, Dir muss der Vermittlungsvorschlag mit Rechtsfolgenbelehrung postalisch zugekommen oder im Jobcenter ausgedruckt überreicht worden sein, damit eine Sanktion überhaupt in Frage kommen könnte.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf meinen Beitrag Nr. 2 in folgendem Thread:

https://www.elo-forum.org/alg-ii/17...beitsfirma-bewerbung-pflicht.html#post2106863

In der Jobbörse tauchen auch Vermittlungsvorschläge auf, die man als "Phantom-Vermittlungsvorschläge" betrachten kann, weil sie einen auf postalischem Wege nie erreichen. User Burns Torn, der mal in einem JC gearbeitet hat, erklärt das so, dass die Arbeitsvermittler ihre Quoten erfüllen müssen, was die Zahl der generierten Vermittlungsvorschläge betrifft; sie wissen aber gleichzeitig, dass der eine oder andere Vermittlungsvorschlag sinnlos oder unzumutbar ist und vernichten ihn dann nach dem Ausdrucken. Übrig bleibt der Vermittlungsvorschlag in der Jobbörse ohne jegliche Konsequenzen für den Betroffenen.
 

Luftholen

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Ich habe vor zwei monaten 8 Vermittlungsvorschläge bekommen(Darunter auch der AG der sich bei der Veranstaltung vorstellen möchte), ein Vermittlungsvorschlag war mit Rechtsfolgenbelehrung .

Nach die zwei Monaten ohne Bewerbungsgespräch nun dieses Veranstaltung.

Und wie geschrieben, jetzt wieder ein Vermittlungsvorschlag zum gleichen AG, auch dort habe ich mich wieder beworben ohne Vermittlungsvorschlag per Post.

Die Bewerbung soll aber zum Arbeitgeberservice der AA .

Die jetzige Bewerbung habe ich aber zum AG geschickt, die ersten zum AA(Arbeitgeberservice), zu der gleichen Person, von der ich jetzt die Einladung zur Veranstaltung habe.

Eine der 8 Vermittlungsvorschläge hatte eine Rechtsfolgenbelehrung die auf der Rückseite abgedruckt war.
Die Rechtsfolgenbelehrung hatte eine Referenznummer, die mit keinen Vermittlungsvorschlag übereinstimmt.
 
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