Einladung zum Vorstellungsgespräch, droht eine Sperre bei Ablehnung eines Angebots? (1 Betrachter)

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xolo

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Tag zusammen,

Mittlerweile bin ich seit fast 5 Monaten arbeitslos und habe noch 7 Monate Anspruch auf ALG1.
Bis jetzt konnte ich mit der Hilfe der hier zur verfügung gestellten Informationen, jegliche Einladungen zum Vorstellungsgespräch abwehren.
Mein Sachbearbeiter fragt mich immer wieder, wie das möglich sein kann, dass ich keine Einladungen zum Vorstellungsgespräch bei den ZAF bekomme. Folge dessen hat er mir angekündigt, mich ab September in ein Bewerbungstraining schicken zu wollen. Selbst habe ich ihm meine Bewerbung (für gescheite Firmen) vorgelegt, welche er als gut empfand.

Nun vor bereits 5 Tagen, habe ich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten, welcher allerdings nicht auf der Tatsache beruht, dass ich mich dort beworben habe, sondern sie sind wohl auf mein Profil in der Jobbörse gestoßen. Eine Stelle wird dort nicht benannt, nur das sie angeblich Fachkräfte in meinem Einzugsgebiet suchen und mindestens 14€ + Zulagen zahlen würden.
Das Vorstellungsgespräch soll morgen stattfinden und meine Unterlagen solle ich schonmal davor hinschicken, was ich noch nicht getan haben.

In den letzten 5 Monaten habe ich geistig jede Art von Zeitarbeit abgelehnt, aber langsam fange ich an mir Gedanken und Sorgen zu machen, ob ich nicht lieber jetzt solch einem Angebot folgen soll, als das ich später womöglich in einen 9€ Job gezwungen werden.
Deshalb habe ich auch so lange gewartet, da ich mir unsicher war, was ich machen soll.
Wie auch immer, mir ist bewusst das ich der Aufforderung zum Vorstellungsgespräch nicht nachkommen brauche. Mir ist auch klar, dass es sich dabei nur um ein Lockangebot handeln könnte.
Viel mehr stelle ich mir nun die Frage, was passiert wenn ich dort hingehe und mir ein Jobangebot unterbreitet wird, welches zwar laut Amt zumutbar wäre, mir selbst aber nicht zusagt.
Da das Gespräch ja nicht in Folge eines Vermittlungsvorschlages mit RFB zustande kam, frage ich mich nun, ob ich auch hier mit einer Sperre rechnen muß, wenn ich eine zumutbare Stelle ablehne. Das Amt wird davon ja nichts mitbekommen, außer die ZAF ist böswillig und meldet es dort.

Ich befinde mich gerade etwas in einem Zwiespalt, einerseits würde ich mir aus der Verzweiflung heraus schon gerne anhören, was die ZAF anzubieten hat. Andererseits befürchte ich damit aber, mich in das Netz des Jägers zu begeben, aus welchem ich mich nicht mehr herauswinden kann.

Es würde mich freuen wenn jemand eine Antwort auf die Frage weiß.
Auch Tipps und Ratschläge eurer seits würden mich freuen.

MFG, Xolo
 

Glatze

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Tag zusammen,

Ich befinde mich gerade etwas in einem Zwiespalt, einerseits würde ich mir aus der Verzweiflung heraus schon gerne anhören, was die ZAF anzubieten hat. Andererseits befürchte ich damit aber, mich in das Netz des Jägers zu begeben, aus welchem ich mich nicht mehr herauswinden kann.

MFG, Xolo

Zu Recht. Denn wie du selbst schon geschrieben hast, lehnst du dort eine dir angebotene zumutbare (Alg1 kannste ja noch gestaffelt nach dem alten Verdienst aussuchen) Arbeitsgelegenheit ab kann man dir ne Sperrzeit aufdrücken.

Sollte dir eine solche Angeboten werden, kann man das Zustandekommen des Arbeitsvertrages natürlich
noch ein wenig beeinflussen, kommt aber auf die Schläue und Rechtssicherheit des HE sowie seiner Persönlichkeit an. Von daher, würde ich dir abraten. (Soll nicht heissen dass ich dich nicht für stark/schlau/informiert genügen halte!)

Und nicht nur eine mögliche Sperrzeit im Alg1 sollte dich davon abhalten, angenommen das Angebot beinhaltet wirklich die 14 EUR/Stunde sieht das bei ZAF meistens so aus:

Arbeitsvertrag mit geregeltem Stundenlohn von 8,60 (was auch immer gerade der jeweils tarifliche Mindestlohn ist) + Zusatzvereinbarung über zusätzliche 5,40EUR / Stunde bei Firma XY.

Sollte Firma XY dich nach z.b. 3 Monaten nicht mehr wollen/benötigen, gehst du erstmal weiter für die ZAF zum absoluten Niedriglohn arbeiten....
 

DonOs

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Xolo, du hast dir in deinem Beitrag die Frage bereits selbst beantwortet. Kein VV mit RFB, keine Sanktion.

Gehst du morgen hin, darfst du bereits Mittags oder übermorgen dort anfangen. :icon_hihi: Kann gar nicht schnell genug gehen, siehe dir den seriösen Termin bereits morgen an. Bei einer normalen anständigen Firma völlig undenkbar, da werden Termine abgesprochen, nicht übergeholfen und schon gar nicht am nächsten Tag. Ich würde sämtliche Parasiten wie ZAF Klitschen oder Personalbuden meiden. Es ist schlimm genug, daß man für einen Hungerlohn arbeiten muß, da muß nicht noch eine Firma mit meiner Eigenleistung an Arbeit mit schmarotzen.
 
G

Gast1

Gast
Wenn kein VV mit RFB vorliegt, darf auch keine Sperre oder Sanktion bei Nichtbewerbung oder Nichtwahrnehmung eines Vorstellungsgesprächs verhängt werden.
 

xolo

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Erstmal danke für die Antworten.

Ihr versteht da aber etwas falsch, es ging mir nicht darum, dass ich mich ohne RFB nicht bewerben muß, bzw. einem Vorstellungsgespräch wie dem oben genannten folgen muß, dass war mir bereits klar.

Viel mehr war meine Frage, ob ich eine Sperre bekommen könnte, wenn ich das Vorstellungsgespräch wahrnehme, mir dort eine zumutbare Stelle angeboten wird und ich diese ablehne.

Aber das ganze hat sich bereits erledigt, ich bin dort nicht erschienen.
 

Glatze

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Viel mehr war meine Frage, ob ich eine Sperre bekommen könnte, wenn ich das Vorstellungsgespräch wahrnehme, mir dort eine zumutbare Stelle angeboten wird und ich diese ablehne.
Natürlich kannst du eine Sperrzeit/Sanktion bekommen. Die ist jederzeit möglich auch ohne trifftigen Grund, das sollte einem immer bewusst sein.

In diesem konkreten Fall müsste dann allerdings dein Leistungsträger darüber informiert werden, aber sicherlich ist auch dies schon vorgekommen.
 

DonOs

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...Viel mehr war meine Frage, ob ich eine Sperre bekommen könnte, wenn ich das Vorstellungsgespräch wahrnehme, mir dort eine zumutbare Stelle angeboten wird und ich diese ablehne.

Das ist doch sozusagen dasselbe. Kein RFB, keine Sanktion ob nun bei einer Bewerbung oder eine initiativ Bewerbung mit Vorstellungsgespräch. Lehnst du die Arbeit beim Vorstellungsgespräch ab, kann keine Sanktion erfolgen, da keine RFB vorhanden, zudem hast du dir das doch selbst gesucht wie ich verstanden habe. Soweit sind wir zum Glück noch nicht.
 
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