Einladung zum sozialpsychatrischen Dienst nach dem § 9 PsychKG MRW, Gegenwehr (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Muzel

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Heute bekam ich einen Brief vom Gesundheitsamt. Ich tippe ihn einfach mal ab.
"mir ist bekannt gegen worden. dass Anlass zur Sorge um Ihrer Gesundheit besteht.Nach § 9 I PsychKg bitte ich Sie daher am (...) in die Sprechstunde des Gesundheitsamtes (...) zu kommen.
Wenn Sie zu diesem unentgeltlichen Termin keinen Gebrauch machen wollen, können Sie nach § 9 I PsychKG auch einen Arzt Ihrer Wahl aufsuchen. Sollten Sie dieser Einladung nicht folgen, teilen Sie mir dies schriftlich oder telefonisch mit. Im anderen Fall bitte ich Sie, mir den Namen des behandelten Arztes anzugeben und diesen aufzufordern, mich hinsichtlich der Übernahme der Behandlung zu benachrichtigen. .
sobald der behandelnde Arzt mich unterrichtet hat, wird das Gesundheitsamt von weiteren Maßnahmen absehen.
Da alle Bemühungen ihrem persönlichen Wohl gelten, hoffe ich, dass Sie die Hilfsangebote baldmöglichst in Anspruch nehmen. MfG"

Wie kann meine Gegenwehr aussehen. Ich bin lediglich bei einem Allgemeinmediziner in Behandlung. Fachärzte wollen mich nicht behandeln.
 

Anna B.

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hast du eine Patientenverfügung?

die schlaue?, die auch bei Eingriffen von außen..psychischer Art...Abwehr bietet?

PatVerfü | Die schlaue Patientenverfügung

aus dem Link:

Die Pa*ti*en*ten*ver*fü*gung
schützt auch vor psych*ia*tri*schem Zwang und Ent*mün*di*gung. Schirm*frau der In*itia*tive ist Nina Hagen..

handele danach und du bist auf der sicheren Seite....mach heute bzw. morgen noch was fertig...download ist von der Site aus möglich...
 

ikarus

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Heute bekam ich einen Brief vom Gesundheitsamt. Ich tippe ihn einfach mal ab.
"mir ist bekannt gegen worden. dass Anlass zur Sorge um Ihrer Gesundheit besteht.Nach § 9 I PsychKg bitte ich Sie daher am (...) in die Sprechstunde des Gesundheitsamtes (...) zu kommen.
Wenn Sie zu diesem unentgeltlichen Termin keinen Gebrauch machen wollen, können Sie nach § 9 I PsychKG auch einen Arzt Ihrer Wahl aufsuchen. Sollten Sie dieser Einladung nicht folgen, teilen Sie mir dies schriftlich oder telefonisch mit. Im anderen Fall bitte ich Sie, mir den Namen des behandelten Arztes anzugeben und diesen aufzufordern, mich hinsichtlich der Übernahme der Behandlung zu benachrichtigen. .
sobald der behandelnde Arzt mich unterrichtet hat, wird das Gesundheitsamt von weiteren Maßnahmen absehen.
Da alle Bemühungen ihrem persönlichen Wohl gelten, hoffe ich, dass Sie die Hilfsangebote baldmöglichst in Anspruch nehmen. MfG"

Wie kann meine Gegenwehr aussehen. Ich bin lediglich bei einem Allgemeinmediziner in Behandlung. Fachärzte wollen mich nicht behandeln.


Weißt du wie die Einladung zustande kam? Grund?
Will dir da jemand was anflicken? Verwandte, Jobcenter, nähere Umgebung (Nachbarn) usw???
Hast du eine psych. Erkrankung?
Hast du schonmal einen Suizit irgendwo angedeutet?
Der § 9 PsychKG kann ja ganz schnell in den § 10 münden!
Gehe zu deinem HA
Warum wollen FÄ dich nicht behandeln, verstehe ich nicht?
Also so ohne weiteres bekommt man so ein Schreiben (s.o.) nicht!
Da muss schon ein Dritter die Finger im Spiel haben.
 

Doppeloma

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Hallo Muzel,

Heute bekam ich einen Brief vom Gesundheitsamt. Ich tippe ihn einfach mal ab.
"mir ist bekannt gegen worden. dass Anlass zur Sorge um Ihrer Gesundheit besteht.Nach § 9 I PsychKg bitte ich Sie daher am (...) in die Sprechstunde des Gesundheitsamtes (...) zu kommen.
das ist ja heftig, da würde ich aber erst mal wissen wollen auf welchem Wege da welche Informationen die große "Sorge" des Gesundheitsamtes ausgelöst haben oder reicht es inzwischen wirklich schon mit einer so banalen Begründung den Besuch dort zu fordern oder man "sucht dich zu Hause auf" wenn du nicht reagierst ... :icon_dampf:

Wer bitte muss denn diesen § überhaupt kennen, sind die nicht mehr verpflichtet mit verständlichen Worten und Begründungen zu arbeiten ... müssen wir jetzt alle Gesetzbücher auswendig können, um zu wissen mit welcher Berechtigung man da was von uns will ...

Was hast du vor @Muzel, dass man aktuell vermutet, du könntest dich oder andere gefährden um zu solchen Mitteln zu greifen ... ich persönlich gehe lieber zum Arzt (auch zum Hausarzt) wenn ich das für nötig halte und nicht weil das Gesundheits-Amt sich (unbegründete?) Sorgen macht ... :icon_dampf:

MfG Doppeloma
 

ikarus

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Hallo Muzel,



das ist ja heftig, da würde ich aber erst mal wissen wollen auf welchem Wege da welche Informationen die große "Sorge" des Gesundheitsamtes ausgelöst haben oder reicht es inzwischen wirklich schon mit einer so banalen Begründung den Besuch dort zu fordern oder man "sucht dich zu Hause auf" wenn du nicht reagierst ... :icon_dampf:

Wer bitte muss denn diesen § überhaupt kennen, sind die nicht mehr verpflichtet mit verständlichen Worten und Begründungen zu arbeiten ... müssen wir jetzt alle Gesetzbücher auswendig können, um zu wissen mit welcher Berechtigung man da was von uns will ...

Was hast du vor @Muzel, dass man aktuell vermutet, du könntest dich oder andere gefährden um zu solchen Mitteln zu greifen ... ich persönlich gehe lieber zum Arzt (auch zum Hausarzt) wenn ich das für nötig halte und nicht weil das Gesundheits-Amt sich (unbegründete?) Sorgen macht ... :icon_dampf:

MfG Doppeloma

Irgend jemand wird das wohl schon angeleiert haben!

Leider kann das jeder sein. Vor allem einer der dieses Gesetz kennt.

War mir auch nicht bewusst das es so ein Gesetz gibt, habe mal nachgelesen und war baff!

Entweder macht sich da jemand wirklich Sorgen oder es ist wer der einem was Böses will!
 

Muzel

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Das war vermutlich ein ein Arzt aus Berlin, der vorgibt sich mit Opfern wie mich aus zu kennen und selbst ein Opfer zu sein vorgibt und auch Gutachten verfasst, was er für mich nicht machen sollte (nach meiner alten RÄ). Weil er angeblich zu überlastet ist, hat er abgelehnt. Ich hatte gehofft, dass er einen Kollegen in Düsseldorf kennt, der mir helfen könnte. Das war das Ergebnis.
 

Muzel

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Ich werde morgen zu meiner Hä gehen. Aber, wenn sie ablehnt mir zu helfen, sollte ich mit Begleitung beim Gesundheitssamt auflaufen?
 

Muzel

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Ich habe eine Vollmacht und eine Betreuung für mich eingesetzt allerdings 2011. Wie lange ist denn so was gültig?
 

ikarus

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Ich habe eine Vollmacht und eine Betreuung für mich eingesetzt allerdings 2011. Wie lange ist denn so was gültig?[/QUOTE


Du hast eine Betreuungsvolkmacht und eine/ einen Betreuer/-in dann geh mit ihr/ihm dort hin!
Besprechen das aller mit der/dem Betreuer-in wird wohl nur eine Besprechung geben und das war es!
Ich wünsche dir alles erdenklich Gute!
 

Muzel

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Ich war heute bei meiner HÄ. Sie weiß nicht, ob eine Behandlung durch sie ausreichend ist und wollte deshalb das Gesundheitsamt anrufen. Es hat sich aber dort keiner gemeldet. Jetzt soll ich morgen noch mal bei meiner HÄ anrufen.
 

Sral

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Hallo Muzel !

Wie eine mögliche Gegenwehr aussieht, kann ich dir leider nicht sagen.
Ich kann auch nicht beurteilen wie es dir psychisch geht und ob du dringende Hilfe benötigst.

Ich möchte dir allerdings einen "Tipp" geben, falls du aufgefordert wirst in eine Psychiatrie (Akutklinik) zu gehen.

Wenn es keine Möglichkeit gibt die Einweisung zu verhindern, immer FREIWILLIG gehen! Sonst bist du ganz schnell bei § 10 PsychKG, wie @ikarus es richtig gesagt hat.

Mein eigenes Beispiel in Kurzform:
Suizidversuch unternommen-->Wahl: Psychiatrie FREIWILLIG oder mit GERICHTSBESCHLUSS (§ 10 PsychKG) für 6 Wochen-->freiwillig gewählt-->nach 10 Tagen ging es mir besser und ich konnte die Klinik auf eigenen Wunsch verlassen!

Bist du mit Gerichtsbeschluss untergebracht, kannst du "gehen wann ich möchte" vergessen! Dann sitzt du wirklich die komplette Dauer, die im Beschluss festgelegt wird, ab. Außer ein Richter hebt den Beschluss früher auf.

Außerdem erhälst du bei Freiwilligkeit auch schneller Ausgang (Spaziergänge, Einkaufsmöglichkeit, etc.), als beim Beschluss.

Ich hoffe natürlich, dass es bei dir gar nicht dazu kommen wird. Aber du hast ja eine Betreuerin, die dir sicher weiterhelfen kann. :icon_daumen:

LG Sral
 

Muzel

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Heute habe ich das Gesundheitsamt angerufen und denen mitgeteilt, dass meine HÄ sie nicht erreichen konnte, obwohl sie gestern den ganzen Tag probiert hat, und sie doch bitte meine HÄ anrufen sollten. Nun habe ich meine HÄ angerufen und die Sekretärin hat mir gesagt, ich soll morgen 1/4 vor 11 Uhr in ihrer Praxis anrufen soll. Was das nun wieder bedeutet, muss ich meine Glaskugel befragen.
 

Muzel

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Meine HÄ hat mir mitgeteilt, dass mehrfach erfolglos das Gesundheitsamt angerufen hat und das hat auch nicht zurückgerufen. Ich habe bisher nichts mehr von denen gehört. Könnte da noch was kommen?
 

Muzel

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Heute hat das Gesundheitsamt erneut angerufen und zwar die Amtsärztin. Sie meinte, das ich mich nicht gemeldet hätte. Meine behandelnde Ärztin hat mehrfach versucht das Gesundheitsamt zu erreiche , allerdings ohne Erfolg. Ich habe eine Sekretärin erreicht, die meinen Anruf weiter geben wollte, was wohl nicht passiert ist. Was kann mir vom Gesundheitsamt noch blühen?
 

Der Auflehnende

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Muzel:
Heute bekam ich einen Brief vom Gesundheitsamt. Ich tippe ihn einfach mal ab.
"mir ist bekannt gegen worden. dass Anlass zur Sorge um Ihrer Gesundheit besteht
Das Gesundheitsamt muss die gewichtigen Anhaltspunkte darlegen, die zu der Annahme führen, dass Du wegen einer psychischen Krankheit Dir selbst erheblichen Schaden zufügst oder bedeutende Rechtsgüter anderer zu gefährden drohst. Selbst wenn eine psychische Krankheit vorliegt, ist m.E. immer vom aktuellen Stand auszugehen und nicht was irgendwann mal in irgendeiner Akte stand.
Muzel:
Was kann mir vom Gesundheitsamt noch blühen?
Ich kann Deinen Gesundheitszustand nicht beurteilen. Lese mal § 9 PsychKG durch.
Anna B.:
hast du eine Patientenverfügung?
Wenn bei jemand eine psychische Krankheit festgestellt wurde, ist es m.E. schwierig diese in einer Patientenverfügung auszuschließen. Es sei denn es gibt Anhaltspunkte dafür, dass er von dieser Krankheit geheilt ist oder es sich um eine Fehldiagnose handelt.
 

Muzel

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Ich habe keine Patientenverfügung, eine Vollmacht für alle Angelegenheiten einschließlich der Betreuung. Einen Betreuer habe ich nicht.
 

Der Auflehnende

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Der § 34 PsychKG ist der Hammer.

Einschränkung von Grundrechten:
Durch dieses Gesetz werden im Rahmen des Artikel 19 Abs. 2 des Grundgesetzes die Rechte auf körperliche Unversehrtheit und auf Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 des Grundgesetzes), auf Unverletzlichkeit des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses (Artikel 10 des Grundgesetzes) und der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes) eingeschränkt.
 
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