Einladung zum MdK durch das Jobcenter. Wie verhalten?

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lestat

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Hallo,

ich bin über 1 Jahr fortlaufend krankgeschrieben. Auch davor war ich mit kleinen Unterbrechungen immer viel krankgeschrieben. Ich suche mehre Fachärzte auf, aber fortlaufend schrieb mich immer meine Hauärztin krank. Es sind mehre chronische Krankheiten. GdB 50 und Verschlechterungsantrag ist im letzten Monat gestellt worden und habe auch schon die Besätigung bekommen.

Nun lädt man mich zum MdK ein. Siehe Anlage.

vorausgegangen ist eine Einladung zum 18.10.2013 mit der Begründung: "Hilfen zur Integration auf dem Arbeitsmarkt und das Verhalten im Krankheitsfall" mit Rechtsfolgenbelehrung. Anbei der Rückschein für das JC. Wurde mit Kreuz für AU versehen. Ich schickte unter Zeugen wie immer meine aktuelle Krankschrift zum JC. Ich habe keine EGV seit 1 Jahr unterschrieben oder bekommen.

Ich habe hier schon ein wenig gelesen vom MdK. Echte Horrorgeschichten und habe natürlich Angst, und weiß eigentlich nicht was die von mir wollen. Es wird auch nichts von Erwerbsfähigkeit erwähnt. Nur die AU soll "begutachtet" werden.

Worst Case wäre, der MdK schreibt mich einfach mal so gesund, weil er einen schlechten Tag hat?

Zählt das sogar rückwirkend und das JC würgt mir noch eine Sanktion rein, weil ich beim o.g. Termin hätte kommen müssen?

Wie kann ich mich wehren, wenn das so geschieht. Ich habe, nachdem was ich hier über den MdK gelesen habe, echt Horror vor dem Termin. Wie verhält man sich dort? Soll ich mir eine chronologische Liste meiner Krankheiten erstellen. Und was soll eine "körperliche Untersuchung" ergeben, wenn ich eine chronische mittelschwere Depression habe. Wie verhält man sich in diesem Fall?

Danke für Hinweise und Antworten
 

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Don Vittorio

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Wir Arbeitgeber können auch JC über die GKV eine Untersuchung beim MDK veranlassen.

Aber eigentlich wäre es sinnvoller Dich zum Antrag einer EM-Rente aufzufordern.
 

Doppeloma

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Hallo lestat,

Ich habe hier schon ein wenig gelesen vom MdK. Echte Horrorgeschichten und habe natürlich Angst, und weiß eigentlich nicht was die von mir wollen. Es wird auch nichts von Erwerbsfähigkeit erwähnt. Nur die AU soll "begutachtet" werden.

ist das erste Mal, dass ich davon lese, dass der § 56 SGB II tatsächlich umgesetzt wird, was die Prüfung einer AU durch den MDK betrifft.

... Zweifelt die Agentur für Arbeit an der Arbeitsunfähigkeit der oder des erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, so gilt § 275 Absatz 1 Nummer 3b und Absatz 1a des Fünften Buches entsprechend.

(2) Die Bundesagentur erstattet den Krankenkassen die Kosten für die Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung nach Absatz 1 Satz 5. Die Bundesagentur und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen vereinbaren das Nähere über das Verfahren und die Höhe der Kostenerstattung; der Medizinische Dienst des Spitzenverbands Bund der Krankenkassen ist zu beteiligen. In der Vereinbarung kann auch eine pauschale Abgeltung der Kosten geregelt werden.

Quelle

§ 56 SGB II Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit

Allerdings vermisse ich in dieser Einladung die Begründung für die "Zweifel an deiner AU", wenn du schon so lange AU bist, kommen diese "Zweifel" ja ziemlich spät ... und leider ohne die erforderliche Begründung, wodurch diese Zweifel gerade jetzt aufgekommen sind ...:icon_kinn:

Worst Case wäre, der MdK schreibt mich einfach mal so gesund, weil er einen schlechten Tag hat?

Darum solltest du dir gar nicht so viele Gedanken machen, die "Horrorgeschichten" betreffen eher die Leute, welche sich noch im Krankengeld-Bezug befinden, weil die KK natürlich lieber haben, wenn kein Krankengeld mehr gezahlt werden muss ...

Du bekommst Hartz 4, das zahlt ja nicht die Krankenkasse und daher glaube ich nicht, dass du mit aussagefähigen Befunden deiner Ärzte da Probleme bekommen wirst, die solltest du dir allerdings sehr bald besorgen (Kopien davon geben lassen) und deinen Arzt auch über diesen Termin informieren.

Der könnte/sollte dann nämlich ein medizinisches "Veto" (direkt beim MDK, nicht beim JC !!!) einlegen, wenn der MDK dich wirklich für "arbeitsfähig" begutachten sollte und ihm die weitere AU-Bescheinigung für dich "untersagen will" ...

Rein theoretisch ist das möglich (der JC-Arzt darf das z.B. nicht) aber ich denke mal die wollen sich die Kohle vom JC verdienen und werden das recht "objektiv" beurteilen, darum sind die aktuellen Befunde auch sehr wichtig.

Ansonsten ist es in deinem Falle (vermutlich) MDK und KK ziemlich egal, ob du weiter AU geschrieben wirst oder nicht, die zahlen doch (außer Medis und Arztbesuche) nichts für dich und das müßten sie auch bei "Gesund-Betung" weiterhin tun.

Von Erwerbsfähigkeit wird deswegen nicht geschrieben, weil das nur die DRV rechtsverbindlich beurteilen darf, beim MDK geht es NUR um die AU / AF im Sinne des SGB V ...

Zählt das sogar rückwirkend und das JC würgt mir noch eine Sanktion rein, weil ich beim o.g. Termin hätte kommen müssen?

Wie soll der MDK "rückwirkend" beurteilen können, ob du krank oder gesund gewesen bist ... du hattest eine gültige AU-Bescheinigung und hast den Termin damit abgesagt, man kann dich nicht "rückwirkend" sanktionieren, weil nun jemand meint da wärst du gar nicht krank gewesen ... wie soll denn das "rückwirkend" sicher festgestellt werden können ...

Wie kann ich mich wehren, wenn das so geschieht.

Habe ich dir oben beschrieben, wenn du deinen Arzt sicher auf deiner Seite hast, wird da gar nichts passieren, du bekommst Hartz 4 und kein Krankengeld von der KK, bitte beachte beim Lesen der Horrorgeschichten, aus welchem konkreten Grunde die Leute zum MDK geschickt wurden ... und wer da konkret Interesse hatte nicht mehr zahlen zu müssen !!!

Wie verhält man sich dort? Soll ich mir eine chronologische Liste meiner Krankheiten erstellen. Und was soll eine "körperliche Untersuchung" ergeben, wenn ich eine chronische mittelschwere Depression habe. Wie verhält man sich in diesem Fall?

Ganz "normal", so wie es dir sonst auch damit geht, solltest du das auf Nachfrage schildern, die fragen schon was sie wissen wollen, dafür brauchst du keine "Fleißarbeit" machen, zu deiner gesundheitlichen "Lebensgeschichte" ... die AU-Zeiten bekommt der MDK (üblicherweise) direkt aus dem KK-PC, da sehen die zumindest die schon länger bestehenden Diagnosen.

Den Rest solltest du eben mit entsprechenden (möglichst aktuellen) Arztberichten belegen können, das sollte genügen für die Entscheidung, ob du berechtigt (weiterhin) AU sein musst oder nicht.

Damit ist der Fall erledigt und eine (kurze) körperliche Untersuchung ist auch bei Psychischen Problemen durchaus üblich, das wurde auch bei meinen Gutachtern wegen der EM-Rente gemacht.

Bei 30 Minuten Termin-Dauer insgesamt, wird da sicher nicht besonders gründlich untersucht, einen Beistand kannst und solltest du ruhig mitnehmen ...
Ob du darauf bestehen willst, dass der mit reinkommt zur Untersuchung kannst du vor Ort immer noch entscheiden, gerade bei psychischen Problemen geht man aber besser nicht alleine zu solchen Terminen.

Möglich, dass man beim JC schon plant eventuell einen Antrag auf EM-Rente zu verlangen, mit den "Gutachten" der eigenen JC-Amtsärzte sind die Antragsteller da aber meist wenig erfolgreich bei der DRV, vielleicht erhofft man sich mehr davon, wenn nun der MDK eine "Gefahr von EM" bescheinigen sollte ... :icon_kinn:

Das MDK-Gutachten kannst du dann über deinen Arzt anfordern lassen, auch darauf hast du einen Rechtsanspruch.

Was soll schon passieren wenn man dich für "gesund beurteilt" (ab sofort, nicht rückwirkend), Hartz 4 bekommst du doch trotzdem weiter und man kann so schnell erneut AU sein, so schnell kann das JC gar nicht gucken ... vielleicht dieses Mal vom Facharzt ... manche "verordnete Spontan-Genesung" ist (leider) nur von sehr kurzer Dauer ... :icon_mad:

MfG Doppeloma
 

lestat

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Hallo Doppeloma,

Vielen Dank für Deine auführliche Information.

Ich habe noch vor dem Termin beim MdK einen Termin beim Ortophäden am 11.11. Da ich nach einer Op an der Schulter immer noch schmerzen habe und dort in Behandlung bin.

Wäre es sinnvoll, mich von ihm zusätzlich krankschreiben zu lassen?

Grade weil Termine bei Fachärzten - grade bei meinem Neurologen -Psychologen sehr lange Vorlaufzeiten haben, war meine Anlaufstelle immer mein HA zu dem ich vertrauen habe.

3 Monate musste ich auf den Termin beim FA warten, der jetzt erst im Dezember kommt. So lange schrieb mich meine HÄ immer krank, da sie meine ganzen Krankheiten kennt.

Aber wie ich rauslese, muss ich wohl zu den ganzen Fachärzten um das zu untermauern.

Ja, den Zweifel und die Begründung für die Begutachtung vermisse ich auch. Sollte ich beim Termin MdK danach fragen?

Ich konnte heute nicht schlafen, mach mir immer Gedanken. Sicher durch mein Krankheitsbild.

Werde vorher noch zu meiner HÄ und das mit ihr besprechen.

Ich kann also meine Bekannte als Beistand mitnehmen. Einfach mitnehmen oder vorher beim Mdk anrufen und darüber informieren?

Wie verhalte ich mich, wenn der Beistand abgelehnt wird?

Danke für Deine Hilfe
Gruß
 

Doppeloma

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Hallo lestat,

Ich habe noch vor dem Termin beim MdK einen Termin beim Ortophäden am 11.11. Da ich nach einer Op an der Schulter immer noch schmerzen habe und dort in Behandlung bin.

Wäre es sinnvoll, mich von ihm zusätzlich krankschreiben zu lassen?

Warum nicht, in diesem Falle kann "doppelt" durchaus mal sinnvoll sein ... bitte ihn vor Allem, um den aktuellen Befundbericht (du hast Anspruch auf eine Kopie !!!), das brauchst du auch nicht extra bezahlen (höchstens die Kopie-Kosten) ... mein Männe bekommt den von seinem Orthopäden sogar immer automatisch nach einem Termin. :icon_daumen:

Grade weil Termine bei Fachärzten - grade bei meinem Neurologen -Psychologen sehr lange Vorlaufzeiten haben, war meine Anlaufstelle immer mein HA zu dem ich vertrauen habe.

Das ist auch völlig in Ordnung so, wir sind auch "Hauptamtlich" bei unserer Hausärztin in Behandlung, sie hat die Unterlagen von allen Fachärzten auch vorliegen, bitte sie einfach um Kopien der letzten Zeit von den Berichten und nimm das mit zum MDK, das ist besser als eine Schweigepflicht-Entbindung zu unterschreiben, weil man da nie genau weiß, was die so alles bekommen haben könnten.

3 Monate musste ich auf den Termin beim FA warten, der jetzt erst im Dezember kommt. So lange schrieb mich meine HÄ immer krank, da sie meine ganzen Krankheiten kennt.

Auf die Wartezeiten hast du keinen Einfluß, du kannst (solltest) das aber ruhig ansprechen beim MDK, hören die nicht so gerne, wenn das Gesundheitssystem nicht so funktioniert (wie sie es gerne hätten), dann sollten sie was tun, dass es besser wird, ODER ... ???

Aber wie ich rauslese, muss ich wohl zu den ganzen Fachärzten um das zu untermauern.

Ja klar ist es wichtig auch bei Fachärzten (parallel) in regelmäßiger Behandlung zu sein, wenn es um spezifische Probleme geht, wir sind u.A. beim Kardiologen /Lungenfacharzt/Orthopäden/Schmerztherapeuten ... aber überall nur zur Kontrolle oder bei akuten Problemen und für die Verordnung spezieller Medikamente (manches dürfen die Hausärzte nicht regelmäßig aufschreiben), ansonsten ist auch unsere Hausärztin der erste Ansprechpartner.

Ja, den Zweifel und die Begründung für die Begutachtung vermisse ich auch. Sollte ich beim Termin MdK danach fragen?

Bringt ja nicht viel, für diese "Begründung" ist ja das JC zuständig und nicht der MDK, die führen nur den Auftrag aus.

Werde vorher noch zu meiner HÄ und das mit ihr besprechen.

Tu das und lass dir unbedingt die Kopien der aktuellen Arztberichte geben.

Ich kann also meine Bekannte als Beistand mitnehmen. Einfach mitnehmen oder vorher beim Mdk anrufen und darüber informieren?

Du brauchst dort nicht "um Erlaubnis bitten" ... nimm sie einfach mit und entscheide vor Ort, ob es sich lohnt "den Aufstand zu proben" ... es hilft schon sehr wenn man eine Begleitung dabei hat in der Situation.

Wie verhalte ich mich, wenn der Beistand abgelehnt wird?

dann ist das (lt. § 13 SGB X) schriftlich zu begründen, da es sich eher nicht um ein "psychiatrisches Gutachten" handeln wird (frage ruhig nach der Fachrichtung des beauftragten Arztes !!!), gibt es kaum Ablehnungsgründe die akzeptabel wären ... :icon_kinn:

§ 13 SGB X Bevollmächtigte und Beistände

Ist ja nicht viel, ausdrucken, mitnehmen , vorlegen und wenn DOC dann nicht mehr will, gehst du wieder nach Hause ...

MfG Doppeloma
 

lestat

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Hallo Doppeloma,

lieben Dank für Deine Hilfestellung.

Jetzt weiß ich ja wie vorgehen muss.

Und das ich die nächste Woche alle FA ablaufen muss für die Kopien.. oh je. Das ist schon echte Arbeit. So hält man Kranke auf trab und macht sie kränker? HA Lunge, Orthopäde, Diabetes und Neurologe :icon_laber:

Schönes WE und ich werde dann berichten, wie es abgelaufen ist.
 

Muzel

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So habe ich es auch bei meinem Sohn gemacht, als er zur Fahne musste. Ich habe mir die wichtigen Kopien vom Orthopäden besorgt. Der Orthopäde hat nichts verlangt. Er hat sogar die Röntenbilder kostenlos herausgegeben.
 

lestat

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Heute kam ein Einschreiben vom Jobcenter.

Wenn ich das so lese muss ich ja wieder Angst bekommen. Sie wollen sanktionieren, wenn die AU kein wichtiger Grund war?

Siehe Anlage

Wie soll der MdK das rückwirkend beurteilen?

Und warum steht da was vom 1.10. Denn das war eine fortlaufende Krankschrift, denn ich bin seit 4.5.2012 AU.


Also geht s dem Jobcenter nicht um Begutachtung von irgendwelcher Ewerbsminderung sondern nur um Sanktionen bzw. Streichung der Leistung, wenn ich nicht mitwirke bei der Untersuchung ?

Meine Bekannte kann auch bezeugen, dass ich zur Einladung am 18.10 nicht in der Lage war, dem Termin nachzukommen.

Sollte sie das beim MdK auch schon bezeugen und angeben?

Sollte ich gegen diesen Schrieb Widerspruch einlegen, da auch die anzweifelnde Begründung fehlt. Wenn ja bitte ich um Hilfe wie ich das formulieren sollte.

:danke: für Hilfe

Gruß
 

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coolpetty

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Hallo,
ich würde erst mal sagen keine Panik.
Mache es einfach so wie es dir Doppeloma geschrieben hat.:icon_biggrin:
Glaube die hat Ahnung.
So wie ich es auch lese ist es erwiesen das du krank geschrieben bist seither.
Also in der Ruhe liegt die Kraft. :rolleyes:
Viel Glück
Gruß :icon_mad:
 

Doppeloma

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Hallo lestat,

Wie soll der MdK das rückwirkend beurteilen?

gar nicht, weil es nicht möglich ist ... das ist länger als 1 Monat her .... der MDK könnte schon schwer nachprüfen ob du letzte Woche oder gestern den ganzen Tag das Klo "angelacht" oder mit schwerer Migräne im Bett gelegen hast ...

Die schreiben ja nichtmal den korrekten § für deine Verpflichtung eine ärztliche Untersuchung durchführen zu lassen, den § 62 SGB I "hängen" sie mal ganz "unverbindlich hinten dran, was soll das werden ... eine Info ... eine Drohung ... :confused:

Mach dir bitte eine Kopie von diesem unverschämten Wisch und nimm das Orignal (so wie es bei dir angekommen ist !!!) mit zum MDK, sdann sollen die doch mal selber sehen wie weit die JC so gehen in ihrem Mißtrauen gegen die Leistungsemfänger ... sogar ohne das Entstehen dieses Mißtrauens dir gegenüber zu begründen ...

Und warum steht da was vom 1.10. Denn das war eine fortlaufende Krankschrift, denn ich bin seit 4.5.2012 AU.

Tja, vielleicht fällt ja dem MDK dazu eine plausible Erklärung ein, weswegen man dir mit Sanktionen droht, ohne dir zu erklären warum du bei AU sanktioniert werden sollst und warum das (wofür bitte) kein ausreichender Grund gewesen sein soll ... :icon_dampf:

MfG Doppeloma
 

lestat

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Hallo Doppeloma,

da hast Du sehr recht. Der Wisch ist lächerlich und für mich eine übelste Erpressung und Drohung.

Weiß nicht, aber ein Widerspruch wäre sicherlich angebracht? Wer weiß was die noch so vorhaben?
 

Doppeloma

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Hallo lestat,

da hast Du sehr recht. Der Wisch ist lächerlich und für mich eine übelste Erpressung und Drohung.

Eben, darum solltest du das ja mitnehmen zum MDK, wahrscheinlich wurden da noch nicht oft Leute vom JC zur Prüfung ihrer AU hingeschickt, die wollen richtig Geld dafür haben und haben selber kein großes Interesse daran, dem JC "einen Gefallen zu tun" ...

Die haben auch so genug Arbeit mit ihren sonstigen Aufträgen/Aufgaben und die verfolgen eher die Interessen der KK als von AfA und JC, die sollten sich zumindest dabei mal die Frage stellen, welche (Krankheits-/Behandlungs-) Kosten da (bei den JC) produziert werden, mit solchen unmenschlichen Methoden ... :icon_neutral:

Weiß nicht, aber ein Widerspruch wäre sicherlich angebracht? Wer weiß was die noch so vorhaben?

Theoretisch ja, aber praktisch hilft dir dieser Widerspruch doch gar nicht weiter, zur Untersuchung beim MDK musst du trotzdem gehen... was die sonst noch vor haben wirst du wissen, wenn das MDK-GA da ist und du den Inhalt kennst.

Wenn die auch nur andeutungsweise was von "gefährdeter Erwerbsfähigkeit" schreiben, dann wirst du wohl (vom JC) den Bescheid bekommen, dass du die EM-Rente beantragen sollst, die erhoffen sich dann eine größere Wirksamkeit dieses MDK-Gutachtens bei der DRV, als bei den Lächerlichkeiten der JC-Amtsärzte ...

Allerdings ist der DRV das ziemlich egal, wer da meint festgestellt zu haben, dass deine Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist /sein könnte ... die stellen das selber rechtsverbindlich fest (durch eigene Gutachter oder eine med. Reha-Maßnahme) oder du bist eben Erwerbsfähig ...

Eine Arbeits-Unfähigkeit ist ja damit nicht gleichzusetzen, auch die Länge einer AU bedeutet nicht zwangsläufig bei der DRV auch als EM (Erwerbs-Minderung) anerkannt zu werden ... und nur diese Feststellung (durch die DRV) würde das JC berechtigen, dich an das SGB XII abzugeben (abzuschieben) oder die DRV zwingen dir (bei Anspruch) die erforderliche Rente zu zahlen ...

Die DRV läßt sich aber nicht zwingen festzustellen was das JC gerne hätte (um dich loszuwerden), auch ein MDK-Gutachten wird daran (vermutlich) nichts ändern können ... :icon_evil:

Welcher konkrete Einladungsgrund wurde denn für deinen Meldetermin am 01.10. angegeben, wollte man mit dir "über deine berufliche Zukunft sprechen", was bei Dauer-AU seit Mai des Jahres ziemlich sinnfrei sein dürfte , wenn deine Genesung noch nicht absehbar ist ...:icon_kinn:

Oder wollte man etwa "über deine Gesundheit mit dir sprechen", das wäre gar kein zulässiger Einladungsgrund ... wurde in dieser Einladung schriftlich eine zusätzliche Bescheinigung bereits verlangt (falls du AU sein solltest) ???

Wenn nicht, war eine "normale AU-Bescheinigung" durchaus "als wichtiger Grund zu akzeptieren", wobei diese Zusatzbescheinigungen generell auch als zweifelhaft anzusehen sind, denn die Forderung danach ist auch zu begründen und nicht nur "pauschal" zu fordern ...

War das nicht der Fall ist davon auszugehen, dass die bisher unbekannten "Zweifel" deines JC wohl erst durch deine Abwesenheit "geschürt" wurden, obwohl du dich ordnungsgemäß mit AU entschuldigt hast ... :eek:

Die Sanktions-Androhung im aktuellen Schreiben /Einladung zum MDK bezieht sich allerdings auf die Einhaltung dieses Termines beim MDK, der ganze Wisch ist so unklar geschrieben, dass man das reininterpretieren kann was man gerne möchte und so darf ein Bescheid (nach dem du dich richten sollst) überhaupt nicht verfasst werden ... aber das lernen die bei den JC sowieso nicht mehr ... :icon_neutral:

Denn du bist nicht verpflichtet "zu erraten" was die nun überhaupt meinen von dir zu wollen, das haben die dir klar und eindeutig und begründet mitzuteilen ...

Geh da mit Beistand hin zum MDK und höre dir an, was man dort von dir will, bleibe sachlich, antworte wahrheitsgemäß "kurz und knackig" und ich denke mal der Termin könnte für dich viel besser laufen /enden, als du jetzt befürchtest ... die Frage nach dem konkreten Grund für diesen Termin kann dir nur dein JC beantworten, die haben schließlich den Auftrag gegeben.

Bitte berichte weiter und viel Glück!

MfG Doppeloma
 

lestat

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Hallo Doppeloma,

Welcher konkrete Einladungsgrund wurde denn für deinen Meldetermin am 01.10. angegeben, wollte man mit dir "über deine berufliche Zukunft sprechen", was bei Dauer-AU seit Mai des Jahres ziemlich sinnfrei sein dürfte , wenn deine Genesung noch nicht absehbar ist ...:icon_kinn:

Oder wollte man etwa "über deine Gesundheit mit dir sprechen", das wäre gar kein zulässiger Einladungsgrund ... wurde in dieser Einladung schriftlich eine zusätzliche Bescheinigung bereits verlangt (falls du AU sein solltest) ???

vorausgegangen ist eine Einladung zum 18.10.2013 mit der Begründung:

"Hilfen zur Integration auf dem Arbeitsmarkt und das Verhalten im Krankheitsfall"

mit Rechtsfolgenbelehrung. Anbei der Rückschein für das JC. Wurde mit Kreuz für AU versehen. Ich schickte unter Zeugen wie immer meine aktuelle Krankschrift zum JC..
Die Sanktions-Androhung im aktuellen Schreiben /Einladung zum MDK bezieht sich allerdings auf die Einhaltung dieses Termines beim MDK

Denen gehts nur um die Sanktion. Gelesen hatte ich das auch schon in einem Link hier.

Subjektivität vs. Objektivität

Zitat:
Folgen für den Betroffenen
Stellt nun der MDK fest, dass keine Arbeitsunfähigkeit besteht, trotz Vorlage dieser zuvor beim Jobcenter, kann nach §§ 31 bzw. 32 sanktioniert werden. Der Betroffene muss nun das Gegenteil beweisen. Dabei gilt, dass die subjektive Rechtsvorstellung der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, nicht für die objektive Feststellung von wichtigen Gründen durch das Jobcenter, ausschlaggebend sind.


Also möchte man mich um jeden Preis sanktionieren, so lese ich das auch im Schreiben raus. Das ist also eine Beweisumkehr und werde meine Beistand und HÄ bitten, zu bezeugen, dass ich nicht fähig war den Termin am 18.10 wahrzunehmen. Ich bin jedenfals total am Ende...
 

EMRK

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...und werde meine Beistand und HÄ bitten, zu bezeugen, dass ich nicht fähig war den Termin am 18.10 wahrzunehmen.

Wenn dein HA/deine HÄ vernünftig ist, stellt er/sie dir rückwirkend für den 18.10. eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung gegen Gebühr aus. Die übergibst du gegen Empfangsbestätigung dem JC. Dann ist die Sanktion vom Tisch. Sollte es das JC trotzdem versuchen, gehst du zum Sozialgericht und beantragst eA.

eA = einstweilige Anordnung
 

lestat

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Mein Diabetes Arzt hat mich jetzt auch noch krangeschrieben. HA hat mir die Wegunfähigkeit für Oktober schriftlich besätigt.

Soll ich mir die Befunde, die ich bei dem "Gutachter" einreiche, empfangsbestätigen lassen?

Gruß
 

Muzel

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Noe, den Erhalt der Unterlagen können die einfach leugnen. Du musst persönlich hin um Antragsbestätigung zu bekommen. Du kannst auch jemand bevollmächtigen. So einen Mist musste ich selbst durchstehen. Bei mir war es die Betriebsrätin, die für mich nicht angeblich zuständig war und angekommenen Faxe bestätigt hat. Einen zuständigen Betriebsrat gab es angeblich für mich nicht Allerdings hat der Betriebsrat meiner Entlassung zugestimmt.
 

lestat

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Ich bin doch persönlich da. Ich werde den Arzt fragen, ob er mir bestätigt. Wenn er sich weigert, werde ich das durch meinen Beistand bestätigen bzw bezeugen lassen. Ich traue diesem Dreckssystem alles zu.
 

hartaber4

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Wie verhalten?



T-Shirt mit folgenden Aufdruck tragen (und süffisant grinsen.....):


§ 278 StGB Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse

Ärzte und andere approbierte Medizinalpersonen, welche ein unrichtiges Zeugnis über den Gesundheitszustand eines Menschen zum Gebrauch bei einer Behörde oder Versicherungsgesellschaft wider besseres Wissen ausstellen, werden mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
 

Muzel

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Sicherheitshalber würde ich alle Befunde, die ich habe mitnehmen. Sollte ich das Gefühl haben, es fehlen wichtige, dann besorgen.
In sämtlichen mir vorliegen Gutachten über meine Person wurden alle Stellungnahmen und Befunde aufgezählt.
 

hartaber4

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Alles überstanden. Krankschrift wurde bestätigt. Soll mich weiter behandeln lassen.

Fett:

Wenn der SB über etwas Halbwissen zum SGB II verfügt, wird er (oder sie) jetzt wohl eine Klärung der Erwerbsfähigkeit nach § 44a SGB II veranlassen.... (warum das nicht schon früher geschehen ist...bleibt wohl ein Rätsel...)

Grund:

Beitrag 1 / Zitat:

-Hallo,

ich bin über 1 Jahr fortlaufend krankgeschrieben.-



Damit dürften wohl "berechtigte Zweifel an der Erwerbsfähigkeit" offenkundig sein....



Tipp:

Nicht zu früh freuen... und abwarten.
 
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