Einladung zum Job-Speed-Dating. Muss man diese folgen ?

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Tetorya

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Hallo :),

hab eine komische Einladung bekommen:


Frau.....
Adresse
PLZ

Einladung ..10.18, .....Uhr

Sehr geehrte Frau.............,

zur Unterstützung Ihrer Arbeitssuche hat Ihr/e AV/in Sie für eine Teilnahme
an einem Job-Speed-Dating im .................. vorgemerkt.

Organisiert wird dieses Job-Speed-Dating durch die TÜV Nord Bildung gGmbH.
Im Vorfeld möchte die Tüv Nord Bildung gGmbH Sie daher kennen lernen und in einer 3 tätigen Maßnahme nach
§16 SGB II i.V.m. §45 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 SGB II
auf das Job-Speed-Dating umfangreich vorbereiten.

Bitte erscheinen Sie daher an o.g Datum
um 8:00 Uhr in den Räumlichkeiten
der Tüv Nord Bildung gGmbH in der...........

Bitte bringen Sie einen Lebenslauf/ Bewerberunterlagen mit.

Für Rückfragen steht Ihnen Ihr/e Arbeitsvermittlerin gern zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag

...........
 
D

Dinobot

Gast
Ist das eine Einladung zu einer Maßnahme, dann wäre es unzulässig. Wenn möglich mal bitte uploaden.

Meines Wissens sind alle Job Speed Datings offizielle Standard Maßnahmen der BA, die nicht freiwillig sind.

Es kann sich hierbei um eine Aktion auf Betreiben der Sb innerhalb der Angabe Joboffensive -aus der dem Betroffenen erst kürzlich vorgelegten EGV handeln.

Es kann zeitgleich noch eine Zuweisung oder ein Angebot der Sb dazu eintrudeln ..

Grundsätzlich ist das noch eine harmlose Art von Maßnahme, die auch nicht lange andauert.

Nur -nicht jeder Elo vermag den Sinn dessen zu erkennen, dass sich die Maßnahme darin erschöpft -mit 6 AG jeweils mindestens 10 Minuten eine sinnvolles Vorstellungsgespräch führen zu müssen- mitten unter oder zusammen mit mindestens bis zu 450 anderen Teilnehmern vor Ort. Manchmal liegt der Veranstaltungsort auch bis zu 60 km weiter weg.

Deswegen verabrede ich lieber immer meine regelmäßigen Vorstellungsgespräche selbst und hebe die Nachweise auf. Sinn machen Vorstellungsgespräche von 10 Minuten selten.

Ist aber meine ganz persönliche Erfahrung.
 

Tetorya

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Meines Wissens sind alle Job Speed Datings offizielle Standard Maßnahmen der BA, die nicht freiwillig sind.


Mit solche kenne ich mich nicht aus.
Hatte so was bis jetzt nie.

Also keine Einladung nach §59...usw...
Es ist nur das, was ich getippt habe.

Es kann sich hierbei um eine Aktion auf Betreiben der Sb innerhalb der Angabe Joboffensive -aus der dem Betroffenen erst kürzlich vorgelegten EGV handeln.

Ja, das ist tatsächlich eine Aktion meiner AV.

Ich bin in der Joboffensive und hab auch vor kurzem erst eine EGV bekommen, die ich hier hochgeladen habe und da habe ich schon Klage beim SG eingereicht. Nun warte ich noch.
Ist noch nichts gekommen.
Da stand , dass ich bereit bin an allen Maßnahmen teilzunehmen und einiges komisches.
Deswegen auch die Klage.


Es kann zeitgleich noch eine Zuweisung oder eine Angebot der sb dazu eintrudeln ..

Zuweisung habe ich keine.
Nur diese Einladung.



Grundsätzlich ist das noch eine harmlose Art von Maßnahme ,die auch nicht lange andauert.

Das ist für mich irrelevant. Für mich ist die unsinnig und ich möchte nicht dieser Träger mein Lebenslauf zeigen-auf keine Fall.

Dies habe ich sogar schriftlich mit Datenweitergabe an Dritte verboten.


Nur -nicht jeder Elo vermag den Sinn dessen zu erkennen, das sich die Maßnahme darin erschöpft -mit 6 AG jeweils mindestens 10 Minuten eine sinnvolles Vorstellungsgespräch führen zu müssen- mitten unter oder zusammen mit mindestens 40 anderen Teilnehmern vor Ort. Manchmal liegt der Veranstaltungsort auch bis zu 60 km weiter weg.

Stimmt, ich erkenne den Zweck auch nicht.
Außerdem vielleicht passen mir die AG gar nicht.
Noch dazu möchte ich nicht , dass das JC an Dritte meine Daten ohne mein Einverständnis gibt, schon mal gar nicht mein Lebenslauf.
Bin auch nicht bereit denen auch mein Lebenslauf zu zeigen.


Deswegen verabrede ich lieber immer meine regelmäßigen Vorstellungsgespräche selbst und hebe die Nachweise auf. Sinn machen Vorstellungsgespräche von 10 Minuten selten.

Ist aber meine ganz persönliche Erfahrung.

Das glaube ich dir.

Die Frage ist, wenn das keine Zuweisung ist und keine Einladung nach § 59 ...oder so, muss ich diese unbedingt folgen ?
 
D

Dinobot

Gast
Ich bin in der Joboffensive und hab auch vor kurzem erst eine EGV bekommen, die ich hier hochgeladen habe und da habe ich schon Klage beim SG eingereicht. Nun warte ich noch.Ist noch nichts gekommen.
Da stand , dass ich bereit bin an allen Maßnahmen teilzunehmen und einiges komisches.Deswegen auch die Klage.

Klage?, was soll denn das für eine Klage sein? Fetsstellungsklage.? Das kann ewig dauern. Ansonsten keine Chance, denke ich , falls du die EGV unterschrieben haben solltest. Normalerweise wartet man den VA ab . Dann Widerspruch, ggf. aW usw.

Zuweisung habe ich keine.
Nur diese Einladung.

Kam die Einladung mit PZU? War da eine Rechtsfolgenbelehrung beigefügt? Oder hattest Du mgölicherweise schon vorher eine erhalten, die Bezug dazu nimmt? Auch , wenn nicht, dann könnte die AV die Zuweisung so timen, dass Du die kurz nach dem anberaumten Termin bekommst. Das Risiko könnte bestehen. Und eine Zuweisung kann auch ohne EGV oder VA extra für Maßnahmen erfolgen . Der Sinn dessen liegt bei solchen Maßnahmen darin, dass die SB von den AG , mit welchen Du gesprochen hast ein Feedback erhält -im Nachhinein, welchen Eindruck du hinterlassen hast. Kurzum: es wird so mithin getestet, ob Du motiviert bist und vor allem arbeitswillig -damit AV zusätzliche Beurteilungen ins System schreiben kann. Nebenbei wird auch noch geprüft werden, ob weitere Maßnahmen notwendig wären. So meine Einschätzung dazu.


Außerdem vielleicht passen mir die AG gar nicht

Niemals laut sagen oder den Eindruck erwecken wollen. Meistens passen dem AG Hartz iV Empfänger als Arbeitnehmer noch viel weniger - Deren Vorbehalte sind meist viel größer als Deine. ZAF ausgenommen. Aber die wollen dumme Elo, die ihre Rechte nicht kennen. Und dann meist auch nur für kurze Zeit. Wen man älter ist, dann trudeln die Absagen meist schnell ein. Ist bei mir schon Routine. Die haben die Wahl und wollen die besten Rosinen aus dem Kuchen .

Wenn diu Deinen Lebenslauf nicht jedem AG zur Verfügung stellen möchtest ,dann solltest Du wenigstens alternativ selbst ausgesuchte Vorstellungsgespräche vorweisen können. Warum verabredest Du nicht schnell noch ein Vorstellungsgespräch bei einer ZAF -zu der Zeit, wo Du beim Träger vorsprechen solltest?

Arbeit geht vor Maßnahme!!!

Das hielte ich für die beste Möglichkeit. selbst bei einer Einladung nach 309. Habe ich selbst schon ausprobiert. Klappte bei mir problemlos.
 

Pixelschieberin

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Wir fassen zusammen:
- Ohne Rechtsfolgenbelehrung ist der "Kunde" nicht über die mögliche Rechtsfolgen belehrt worden.
- Die Versandart läßt Rückschlüsse zu, ob der SB gerichtsverwertbar beweisen kann, dieses oder jenes Schreiben an wen auch immer verschickt zu haben.
- Die Fahrtkostenübernahme ist ungeklärt.
- Eine auf den potentiellen Betrieb zugeschnitten formulierte Bewerbung kann der umsichtige Bewerber doch auch erst verfassen wenn ihm die wesentlichen Eckdaten des potentiellen Vertragspartners, die der angebotenen Stelle und deren Zumutbarkeit bekannt gemacht worden sind.

Ohne Glaskugel läßt sich das nicht (vorab) prüfen.
Deshalb ginge ich - wenn überhaupt - mit leeren Händen hin.
 

Allimente

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Ohne Glaskugel läßt sich das nicht (vorab) prüfen.
Deshalb ginge ich - wenn überhaupt - mit leeren Händen hin.

Genau. Und da steht ja auch "Bitte bringen Sie einen Lebenslauf/ Bewerberunterlagen mit."

Eine Bitte ist meines Wissens nach nicht verpflichtend. Und wenn man unbedingt einen Lebenslauf mitbringen möchte, dann bitte ohne eMail oderTelefonnummer.
 

0zymandias

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[...]
Die Frage ist, wenn das keine Zuweisung ist und keine Einladung nach § 59 ...oder so, muss ich diese unbedingt folgen ?

Nein.

Ich würde es auch nicht tun.

Es ist keine Einladung zum Job-Speed-Dating, bei dem die Amphetaminvergabe unklar wäre, sondern eine Einladung zum Maßnahmenbeginn.
Für das Job-Amphetaminvergabe-Rendezvous ist man nur vorgemerkt; es könnte also auch nie stattfinden.

Deswegen kann es keinen gültigen Meldezweck einer Meldeaufforderung haben, eine Zuweisung oder ein Maßnahmenangebot wird nirgends erwähnt.

Da hier nur das Interesse des MTs, der auch noch gleichzeitig Veranstalter der Amphetaminvergabe ist (Interessenskonflikt vorprogrammiert), lanciert wird,
ist das Ganze Werbung.

Schlechte Werbung, denn weder über potentielle Arbeitgeber, Stellenkonditionen oder die Maßnahme wird informiert.
-> Wenn die schon so dermaßen unmotiviert und ohne jegliche inhaltliche Tages ... äh ... Textstruktur anfangen und sich so vorstellen, dann kann man sich davon auch mit sehr viel Amphetamin nichts erwarten.

(Speed ist doch Amphetamin in dieser Drogensprache, oder?)

Mal am Rande zu ...
[...]
Da stand , dass ich bereit bin an allen Maßnahmen teilzunehmen und einiges komisches.
[...]
... die Kleinigkeit noch, dass nach Rechtsprechung des BSG (16.12.2008, B 4 AS 60/07 R) eine Trainingsmaßnahme bezüglich Art, Umfang, Ausgestaltung und Ziel detailliert beschrieben werden muss.
 

Tetorya

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Klage?, was soll denn das für eine Klage sein? Fetsstellungsklage.? Das kann ewig dauern. Ansonsten keine Chance, denke ich , falls du die EGV unterschrieben haben solltest. Normalerweise wartet man den VA ab . Dann Widerspruch, ggf. aW usw.
Ja , genau. Und dass es ewig dauert ist auch nicht schlecht,
weil die sowieso bis "auf weiteres" geschlossen werden sollte, also keine neue EGV.

Noch dazu muss ich mich daran nicht halten,
bis es entschieden wird, bei einem VA schon.

Kam die Einladung mit PZU? War da eine Rechtsfolgenbelehrung beigefügt? Oder hattest Du mgölicherweise schon vorher eine erhalten, die Bezug dazu nimmt? Auch , wenn nicht, dann könnte die AV die Zuweisung so timen, dass Du die kurz nach dem anberaumten Termin bekommst. Das Risiko könnte bestehen.
Kam per ganz normale Post.

Keine RFB

Keine § wegen nicht erscheinen.

Vorher auch nichts bekommen.

Wenn die kurz nach Termin kommt,
bekomme ich die vielleicht gar nicht...


Der Sinn dessen liegt bei solchen Maßnahmen darin, dass die SB von den AG , mit welchen Du gesprochen hast ein Feedback erhält -im Nachhinein, welchen Eindruck du hinterlassen hast. Kurzum: es wird so mithin getestet, ob Du motiviert bist und vor allem arbeitswillig -damit AV zusätzliche Beurteilungen ins System schreiben kann. Nebenbei wird auch noch geprüft werden, ob weitere Maßnahmen notwendig wären. So meine Einschätzung dazu.
Eben, mehr im System zu schreiben,
was denen passt um dich in andere Maßnahmen
leichter zu kriegen. Schließlich haben die ja dann
auch andere was gesagt, kann man nicht behaupten...
es ist nur der AV. Macht beim Klagen, Beschwerden usw....anderen Eindruck.
Ob das tatsächlich stimmt, ist dann eine andere Sache.

Motiviert bin ich sehr sogar, hat die AV selbst gesagt.

Niemals laut sagen oder den Eindruck erwecken wollen. Meistens passen dem AG Hartz iV Empfänger als Arbeitnehmer noch viel weniger - Deren Vorbehalte sind meist viel größer als Deine. ZAF ausgenommen. Aber die wollen dumme Elo, die ihre Rechte nicht kennen. Und dann meist auch nur für kurze Zeit. Wen man älter ist, dann trudeln die Absagen meist schnell ein. Ist bei mir schon Routine. Die haben die Wahl und wollen die besten Rosinen aus dem Kuchen .
Stimme ich dir völlig zu. Die ZAFs freuen sich.
Ist mir aber auch nicht Recht,
ständig an ZAFs meine Daten zu schicken.

Wenn diu Deinen Lebenslauf nicht jedem AG zur Verfügung stellen möchtest ,dann solltest Du wenigstens alternativ selbst ausgesuchte Vorstellungsgespräche vorweisen können. Warum verabredest Du nicht schnell noch ein Vorstellungsgespräch bei einer ZAF -zu der Zeit, wo Du beim Träger vorsprechen solltest?

Arbeit geht vor Maßnahme!!!

Das hielte ich für die beste Möglichkeit. selbst bei einer Einladung nach 309. Habe ich selbst schon ausprobiert. Klappte bei mir problemlos.
Ja irgendwo anders wäre besser natürlich.
Aber stimmt, beim Vorstellungsgespräch würden
die nichts sagen.

Nein.

Ich würde es auch nicht tun.

Es ist keine Einladung zum Job-Speed-Dating, bei dem die Amphetaminvergabe unklar wäre, sondern eine Einladung zum Maßnahmenbeginn. [...]
Ja, kling für mich so wie die Einladung, die man für die Jöbbörse mit den ganzen ZAFs und PAVs bekommt.
Ist gar nicht anders.


(Speed ist doch Amphetamin in dieser Drogensprache, oder?)

Mal am Rande zu ...

... die Kleinigkeit noch, dass nach Rechtsprechung des BSG (16.12.2008, B 4 AS 60/07 R) eine Trainingsmaßnahme bezüglich Art, Umfang, Ausgestaltung und Ziel detailliert beschrieben werden muss.
Speed :icon_mrgreen::biggrin: ganz genau

Die Rechtsprechung hatte ich auch mal mit noch
ein Paar andere auch als Begründung in der Klage geschrieben.
Die wurde 7 Seiten und kommen weitere Begründungen noch hinzu, weil halt die ganze EGV nicht ok = Festnageln, keine Bewegungsmöglichkeiten meinerseits, viel Fordern , aber nicht Fördern.

Hat diese Einladung eine RFB?
Nein, hat sie nicht.

Wie meinst du das? Solange dir ein zumutbarer Job angeboten wird, musst du diesen auch annehmen.
Ja, allerdings bei solche Einladungen wie Jöbbörse / Jobpilot oder so.... wählt man selbst bei welchem AG man sich bewirbt.
Man geht dahin, guckt sich die AG an und gibt seine Bewerbung, wo man möchte.

Das sind keine VVs.

https://www.tuev-nord.de/de/unternehmen/bildung/bildungsberater-standorte/tuev-nord-bildung/job-speed-dating/

Das sollte es sein.
 

Tetorya

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Update:

Also die Einladung habe ich nicht gefolgt und
war nicht zu dem Job-Speed-Dating.

Hab auch bis heute nichts vom Amt bekommen.
Also 5 Tage vorbei.

Meine" Feststellungsklage" für die EGV ist eingegangen.

Jetzt warte ich was auch vom Amt noch kommt.
 
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