Einladung zum JC erhalten - Akt. Gesundheitszustand/Prüfung der Erwerbsfähigkeit (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

nicefull

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Hallo,
ich habe eine Einladung vom Jobcenter erhalten. Ich bin jedoch seit längerer Zeit, ca. 2 Jahre AU geschrieben aufgrund von psychischen Problemen. Ich bin momentan voll runter. Für den nächsten Termin wäre auch eine Krankmeldung vorhanden. Die Krankmeldung war fast lückenlos.
In der Einladung steht:
Aktueller Gesundheitszustand/Prüfung der Erwerbsfähigkeit
Bitte beachten Sie das eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht für die Termine bei ihrer Arbeitsvermittlerin relevant sind, es sei denn sie sind Gehunfähig. In diesem Fall müsste eine Bescheinigung des behand. Arztes vorgelegt werden. Wir müssen dringend prüfen ob in ihrem Fall nicht ein Antrag auf erwerbsunfähigkeitsrente sinnvoll ist. Dies ist eine Einladung nach § 59 SGB II ivm. § 309 abs. 1 SGB II.

Ich weiß nicht was ich damit anfangen soll. Irgendwie erscheint mir das nicht Sinnvoll das meine Arbeitsvermittlerin meine mein gesundheit überprüfen will. Ich kann da jetzt nicht hin, ich würde den Termin meiden wollen, ich dreh schon voll durch.
Eine Kürzung wird doch wohl nicht drohen oder?

Was meint Ihr?

MfG.

nicefull
 
P

Pichilemu

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AW: Einladung Krankmeldung wird nicht akzeptiert

Die Erwerbsfähigkeit kann vielleicht ein Amtsarzt prüfen, aber nicht irgendeine dahergelaufene Vermittlerin, mal abgesehen davon dass sie ärztliche Diagnosen ohnehin nichts angehen. Und zu einem Antrag auf EM-Rente können die dich höchstens dann verpflichten wenn die Erwerbsunfähigkeit festgestellt ist, nicht aber schon vorher.

Im übrigen ist "aktueller Gesundheitszustand" kein zulässiger Meldegrund, was der SB sofort klar gewesen wäre, wenn sie wenigstens mal in die Paragraphen geschaut hätte, die sie da zitiert.

Ich würde sagen, widerspreche der Einladung, weil du 1. AU bist und 2. kein zulässiger Meldegrund vorliegt. Sollten sie sanktionieren, kannst du dagegen klagen.
 

gelibeh

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AW: Einladung Krankmeldung wird nicht akzeptiert

Aktueller Gesundheitszustand/Prüfung der Erwerbsfähigkeit
Ich bezweifele, dass das ein zulässiger Meldegrund ist. Auch das mit der Gehunfähigkeitsbescheinigung ist Blödsinn und außerdem, wer trägt die Kosten dafür?

Das was der SB machen kann und darf, ist, Dich zum ärztlichen Dienst zu schicken. Der prüft dann Deine Erwerbsfähigkeit und dann könnte man auch über die Beantragung von EM-Rente nachdenken. Ein SB kann aber den Gesundheitszustand nicht beurteilen.

Zu einem Termin beim ÄD musst Du dann aber hin, wenn Du keine Sanktion riskieren willst.
 
E

ExitUser

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Vielleicht denken die im JC auch darüber nach, ggf. selbst einen Rentenantrag für Dich zu stellen.
 

gelibeh

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Darum wird der Meldegrund nicht korrekter. Was will der SB denn bereden? Diagnosen gehen den einen feuchten Kehricht an. Dann soll er den ÄD einschalten.
 

rumpfi

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Ich frag mich gerade wirklich ob dieses SB (alles natürlich zugelassene Ärzte oder wie?) es wirklich nicht besser weiß oder ob da mit voller Absicht alle Gesetze und Vorschriften missachtet werden.
 

saurbier

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Hallo,

In der Einladung steht:
Aktueller Gesundheitszustand/Prüfung der Erwerbsfähigkeit
Bitte beachten Sie das eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht für die Termine bei ihrer Arbeitsvermittlerin relevant sind, es sei denn sie sind Gehunfähig. In diesem Fall müsste eine Bescheinigung des behand. Arztes vorgelegt werden. Wir müssen dringend prüfen ob in ihrem Fall nicht ein Antrag auf erwerbsunfähigkeitsrente sinnvoll ist. Dies ist eine Einladung nach § 59 SGB II ivm. § 309 abs. 1 SGB II.
Hallo Leute, was regt ihr euch so auf.

In der Einladung steht doch unmissverständlich drin, worum es geht - Prüfung der Erwerbsfähigkeit - und weiter dann - Wir müssen dringend prüfen ob in ihrem Fall nicht ein Antrag auf erwerbsunfähigkeitsrente sinnvoll ist. -.

Die bedeutet dann, dass die SB letztendlich im Vorfeld ihrer Aufgabe nachkommt festzustellen ob bei der TE überhaupt eine Erwerbfähigkeit nach § 8 SGB II vorliegt.

Leider kennen wir ja nicht die genaueren Umstände, z.B. ob es sich hier um eine Antragstellung oder wohlmöglich eine bereits längere AU handelt.

Leider haben hier bereits so manche SG-Richter die Tür weit geöffnet für solche Berechtigungen seitens der Jobcenter SB´s.

Nunmehr dürfte die SB ein Gespräch führen wollen um festzustellen ob die TE ggf. dem äD zugeführt werden soll um eben zu prüfen ob dann ein Rentenantrag in Frage käme.

Wenn die TE den Termin nicht Wahrnehmen kann/will, dann geht dies nur mit einer ärztlichen Bescheinigung, ansonsten dürfte eine Sanktion drohen.

Was dahinter steckt, dürfte uns sicherlich bekannt sein - Kostenvermeidung fürs Jobcenter durch Abschiebung in die Rente -.


Gruss saurbier
 

Gaestin

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Wir müssen dringend prüfen ob in ihrem Fall nicht ein Antrag auf erwerbsunfähigkeitsrente sinnvoll ist.




ist doch klar was die wollen
 
E

ExitUser

Gast
AU-Meldung hinschicken...nicht erscheinen und gegen die Sanktion dann Widerspruch und Klage..bzw. einstweilige Anordnung...

Einem Menschen mit psychischen Problemen einen solchen Rat zu geben, ist mehr als fahrlässig.

Schon einen stabilen Menschen nimmt ein solches im Schnitt knapp zweijähriges Verfahren verdammt mit.
Auch die Einstweilige Anordnung dürfte bei 10 Prozent Sanktion nicht viel bringen.
 

saurbier

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Hallo Patenbrigade,

na was ist da schon so falsch, weil eigentlich die einzige Möglichkeit.

Entweder bekommt die TE eine AU welche sie vom Termin befreit, was es gerade bei Psychisch Kranken denkbar ist, oder aber sie riskiert eben eine Sanktion gegen welche sie dann wiederum mit dem eA Verfahren vor Gericht geht.

Ärger wird sie so oder so mit dem Jobcenter bekommen, denn dort wird man versuchen psychischen Druck aufzubauen damit sie einen Rentenantrag stellt.

Im Vorfeld fehlen aber leider grundsätzliche Informationen zur Vorgeschichte um die Sache ernsthaft beurteilen zu können.

Also kann man auch nur so kurz schiessen.

Man Rat ist hier, mit einem Beistand zum Termin zu erscheinen um eine Sanktion zu vermeiden, im besonderen da ich hier nicht daran glaube das es bei einer 10%igen Sanktion abgetan ist. Vielmehr sind die Jobcenter inzwischen versucht gleich eine 30%ige auszusprechen.


Gruss saurbier
 

nicefull

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Hallo zusammen,
die ganze Situation zieht mich gerade extrem runter. Ich war beim Psychiater und hatte das Problem angesprochen.
Der Psychiater hat mir ein ärztliches Attest ausgestellt, indem steht, dass ich die nächste Zeit AU bin. In dem Attest sind auch die Diagnosen enthalten. Der Psychiater meint, evtl. kann das Jobecenter damit mehr anfangen.
Ich habe habe jetzt aber irgendwie bedenken das einzureichen, wegen den Diagnosen. Ich weiß nicht ob das im nachhinein für mich Schädlich ausfallen kann? Ich weiß nicht wie ich mich Verhalten soll? Ich habe Panik das die SB mir kein Verständis haben und meine schwierige Situation ausnutzen.


MfG.
 

gelibeh

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Der soll Dir ein Attest ohne Diagnosen ausstellen. Diagnosen gehen den SB nichts an, die unterliegen dem Datenschutz.
In dem Attest sind auch die Diagnosen enthalten. Der Psychiater meint, evtl. kann das Jobecenter damit mehr anfangen.
Ach ja? Sitzen da ausgebildete medizinische Fachkräfte? Die Diagnosen kann er dem ärztlichen Dienst mitteilen, aber doch nicht jedem Hans und Franz von SB.
 

nicefull

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Ich denke die werden mich dann wohl zum Gutachter schicken egal ob mit oder ohne Diagnose oder?
Ich glaube ich kopiert das erstmal und wede die Passage mir der Diagnose überkleben, dass kann doch nicht nachteilig für mich sein oder?

MfG.
 

gelibeh

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Das kannst Du auch machen, die Diagnose überkleben und kopieren. Wenn der SB den Zettel ohne Überklebtes sehen will, dann soll er Dir das schriftlich mit Nennung der Rechtsgrundlage mitteilen, warum er die Diagnosen sehen will. Dann wirst Du dem Datenschützer sein Schreiben vorlegen um prüfen zu lassen, ob die Forderung nach Diagnosen rechtmäßig ist.
 

nicefull

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ja, eigentlich ist mir das mit der Diagnose egal, wenn es nicht irgendwelche Nachteile bringt. Das mich der SB im Nachhinein zu irgendwas zwingen kann?
Ich hoffe ja irgendwie noch auf das Verständis des SB, wenn er die Diagnose sieht. Momentan ist mir echt nicht gut, würde gerne diese Gutachter Geschichte vermeiden wollen. Die hatten mich schonmal vor ca. 2 Jahren dort hingeschickt. Das hatte mich damals extrem mitgenommen. Ich weiß auch gar nicht das Ergebnis damals. Hatte nie irgendwelche Informationen. Habe jetzt die Angst, dass wenn ich die Diagnose verschweige direkt zum Gutachter geschickt werde?
 

saurbier

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Hallo nicefull,

das ganze ist jetzt ja schon einige Zeit her, da hätte doch der Termin schon sein müssen.

Ich möchte mal meinen, dass dich die SB mit Sicherheit dazu drängen will/soll einen Antrag auf Rente zu stellen, oder aber zumindest ein äD-Gutachten einzuholen.

Im Falle des letzteren jedoch bedarf es überhaupt nicht dieses Termines, denn den würde man dir eh schriftlich bekannt geben.

Vielleicht will dich die SB aber auch nur persönlich sehen um überhaupt mal einen Einblick zu erhalten wie es dir so geht und ob ein äD-Gutachten notwendig ist.

Letztendlich ist alles nur Spekulation unsererseits.

Wie gsagt ist der angegebene Grund keiner für ein Meldeversäumnis, für welches es maximal 10% Sanktion geben könnte.

Wenn es absolut nicht geht, dann geh zum Arzt und lass dir wegen Panikattaken eine Wegeunfähigkeitsbescheinigung (kannst nicht in öffentlichen Verkehrsmittel fahren etc.) ausstellen.

Wie schon gesagt, um deine Gesundheit/Erwebsfähigkeit zu prüfen bedarf es des äD und nicht einer SB im Jobcenter.

Darüber hinaus schreibst du, dass du vor 2 Jahren schon mal bei einem Gutachter warst, ja wo ist denn der Bericht hin. Den wirst du garantiert erhalten haben, zumindest aber hat man mit dir darüber gesprochen.


Gruss saurbier
 

nicefull

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Hallo,
es geht mir gar nicht mehr um den Termin. Der war schon und ich konnte nicht hingehen.
Habe auch keinen neuen Termin. Ich habe vom Psychiater das Attest bekommen und soll es abgeben. Jetzt hatte ich aber die oben genannten bedenken.
Vom damaligen Gutachtertermin habe ich keine Informationen erhalten.
 

doppelhexe

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Hallo,



Hallo Leute, was regt ihr euch so auf.

In der Einladung steht doch unmissverständlich drin, worum es geht - Prüfung der Erwerbsfähigkeit - und weiter dann - Wir müssen dringend prüfen ob in ihrem Fall nicht ein Antrag auf erwerbsunfähigkeitsrente sinnvoll ist. -.

Die bedeutet dann, dass die SB letztendlich im Vorfeld ihrer Aufgabe nachkommt festzustellen ob bei der TE überhaupt eine Erwerbfähigkeit nach § 8 SGB II vorliegt.

schwachsinn... wenn die sb die erwerbsfähigkeit prüfen lassen will, dann soll sie den ärtzl. dienst beauftragen, der schickt ihr nen termin und den fragebogen/schweigepflichtsentbindungen ... dazu brauchts keinen termin bei sb-chen...

Leider kennen wir ja nicht die genaueren Umstände, z.B. ob es sich hier um eine Antragstellung oder wohlmöglich eine bereits längere AU handelt.

steht alles bereits oben ... seit 2 jahren fast durchgehend AU ... also braucht sb-chen nicht mal nachfragen, ob ärztl. dienst oder nicht. nach 2 jahren nicht vermittlungsfähig wegen krankheit ist das obligatorisch, hätte swchon viel früher kommen könne/müssen...

Leider haben hier bereits so manche SG-Richter die Tür weit geöffnet für solche Berechtigungen seitens der Jobcenter SB´s.

krankengeschichten sind keine einladungsgrund... im gegenteil, krankgeschrieben schliesst einladung aus...

Nunmehr dürfte die SB ein Gespräch führen wollen um festzustellen ob die TE ggf. dem äD zugeführt werden soll um eben zu prüfen ob dann ein Rentenantrag in Frage käme.

sb hat garnicht die qualifikation irgendwas medizinisches "festzustellen" ... sb kann lediglich eine med. begutachtung und feststellung der verfügbarkeit/einschränkungen anordnen... und zuführen kann man wen, der verurteilt und im knast zu sein hat... wo sind wir denn hier?

Wenn die TE den Termin nicht Wahrnehmen kann/will, dann geht dies nur mit einer ärztlichen Bescheinigung, ansonsten dürfte eine Sanktion drohen.

AU ist eine ausreichende bescheinigung, die frage wäre nur, ob TE in der lage ist, für ihre rechte zu kämpfen... dann nicht hingehen und evtl sanktion abwehren... ansonsten person des vertrauens mit vollmacht damit beauftragen und zu hause bleiben...

Was dahinter steckt, dürfte uns sicherlich bekannt sein - Kostenvermeidung fürs Jobcenter durch Abschiebung in die Rente -.


Gruss saurbier
nicht immer solchen mist schreiben und die leuts noch zusätzlich verunsichern...

wegeunfähigkeits-bescheinigungen müssen auch keine begründungen enthalten, so man sie sich überhaupt besorgen will/kann ... wenn dann überhaupt nur mit vorheriger kostenübernahme-erklärung durch sb-chen ... die muss man nämlich bezahlen...


@ nicefull ... du kannst beim ärztl. dienst anrufen und um zusendung des gutachtens von vor 2 jahren bitten. denk dran, unbedingt teil A und teil B verlangen... dann hast du schon mal nen anhaltspunkt, was vor 2 jahren bei rausgekommen ist.
übrinx sind die gutachter nicht alle böse, manche sehen nach langer krankschreibung durchaus ein, das ihre kollegen, das nicht aus jux und dollerei so machen...

auch den doc mal ansprechen, wie er die angelegenheit mit der rente sieht, und wenn ja, ob er den kampf mit dir durchziehen würde... die ärzte drücken sich auch gern, ist ne menge papierkram...

ansonsten solltest du mal überlegen, ob du dir nicht nen anständigen beistand suchen kannst, der sich mit dem ganzen zeugs auskennt.

viel glück
 
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