Einladung zum Gespräch bei der KK (AOK) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

steinfisch

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Hallo,

ich habe eine Einladung zu einem persönlich Gespräch bei meiner KK für nächste Woche erhalten.

Ich bin seit ca. 4 Wochen krank geschrieben (Kontaktprobleme an Arbeitsplatz, befristet und nicht verlängert) und Depressionen wiederkehrend) und soll mindestens bis Arbeitsvertragsende AU geschrieben werden.
Ich bin seit 2014 in psychologischer Behandlung, bezahlt durch die KK. davor 2012 war ich schon einmal auf private Kosten in Behandlung.

Antrag auf Reha (Empfehlung Arzt) ist gestellt - KK müsste ja davon wissen, da die ja auch Unterlagen dazu einreichen mussten.

Ich bin mir nicht sicher, was die von mir wollen könnten? Meine Diagnosen müssten die doch von den AUs kennen?

Soll ich jetzt mit einer Sachbearbeiterin der AOK meine Diagnosen und Beschwerden durchsprechen? Mir fällt es bei meinem Hausarzt schon schwer. Was kann man dort sagen, was wird gegen einen verwendet? (Ich traue weder dem Staat noch solchen Institutionen mehr... :-(

Ich habe einfach nur Ängste und komme so gar nicht zur Ruhe. Solche Einladungen erschweren mir meine Gesundung erheblich, genauso wie irgendwelche Schreiben der AfA oder das Wissen über den beschissenen Arbeitsmarkt und dass ich wieder in die AfA-Maschine muss.

Ich hoffe auf Hilfe bei der Reha. Die ist noch nicht bewilligt - aber können die mich alle bis dahin nicht einfach in Ruhe lassen?

Vielen Dank vom Steinfisch

:icon_frown:
 

ZynHH

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Was haben die denn als Einladungsgrund angegeben?

Evtl. hat ja auch die DRV den ReHa-Antrag an die KK weitergeleitet?
 

steinfisch

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So ganz klar ist mir das auch nicht... Es geht um "Unterstützung während der AU" und ein individuelles Beratungsangebot...
 

Zwergin

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Ruf doch einfach kurz an und frag, worum es geht. Bevor du dir jetzt tagelang Gedanken machst...
Und dann kann man dir hier auch vielleicht gezielter Rat geben.
 

Anna B.

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Hallo,

die KK hat keinerlei rechtliche Grundlage, um dich zu einem Gespräch vorzuladen.

Ich würde dort anrufen und der SB schildern, dass du gesundheitliche Probleme ausschließlich mit deinen Ärzten besprechen wirst..und das sie alles, was sie wissen müssen, anhand einer schriftlichen Arztanfrage vom beh. Arzt beantwortet bekommen..

außerdem seiest du nicht in der Lage den Weg zur KK auf dich zu nehmen.

Dann müßte erst einmal Ruhe herrschen...

ansonsten..noch einmal hier melden.

Mich hat man angerufen wie es denn nach der REHA weiterginge..ich sagte ihr, dass sie doch lesen könne...ich wäre au entlassen..
sie dann leicht verschnupft..ja aber wie denn die Prognose sei..ich daraufhin zu ihr: es gibt keine Prognose und wenn ich arbeitsfähig wäre, würden sie das dann ja auch mitbekommen..
danach hat sie sich nicht wieder gemeldet..
 

steinfisch

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Hallo und danke für Eure Antworten.

Ich habe mich entschieden, hinzugehen, aber mit Beistand und dann auch nur mitzuteilen, was sie schon wissen und sonst auf meinen Hausarzt zu verweisen und auf den Reha-Antrag...

Ich werde auch erklären, dass ich keine Anrufe oder nach Möglichkeit auch keine weiteren Einladungen bekommen möchte, da mich das zu sehr stresst...

Die Diagnosen kennen die doch aber sowieso?

Falls Ihr noch weitere Tipps für so ein Gespräch habt - immer gern. Vielleicht hat ja jemand auch schon Erfahrungen gemacht.

Danke vom Steinfisch.
 

Fabiola

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So ganz klar ist mir das auch nicht... Es geht um "Unterstützung während der AU" und ein individuelles Beratungsangebot...
Du solltest da keinesfalls hingehen, schon auch deshalb nicht, da es keinerlei Verpflichtung dazu gibt, einer solchen 'Einladung' Folge zu leisten.
Oder sind in der 'Einladung' §§ angegeben, die Dich dazu verpflichten? Ein solcher 'Termin' gehört auch nicht zu Deinen sog. Mitwirkungspflichten. (Schau doch mal in das Schreiben und benenne uns hier die genannten §§, falls darin aufgeführt)
"Unterstützung während der AU" erhältst Du einzig von Deinem Arzt, und wenn die KK Dir eine wie auch immer geartetes Angebot machen möchte - dafür gibt es den Postweg.

Bei solch ominösen Terminen soll üblicherweise versucht werden, das Mitglied 'auszuhorchen', ob es irgend eine Möglichkeit gibt, Dich aus der Leistung der KK rauszudrängen, mit dem Ziel Geld einzusparen. Oft werden dem Mitglied auch völlig haltlose Dinge (Fehlinfos) in Aussicht gestellt, die aber lediglich dazu dienen, zu drohen oder einzuschüchtern. Da das alles mündlich geschieht, kann die KK das Blaue vom Himmel erzählen.

Wenn ich Deinen Eingangspost richtig lese, bist Du seit vier Wochen krank geschrieben und wirst weiterhin AU geschrieben werden. Heisst: Du wirst demnächst in den Krankengeldbezug kommen. Das weiß/argwöhnt die KK vermutlich auch.

Bitte setze Dich einem solchen Gespräch nicht aus - es gibt keinen Grund ein solches Gespräch mit der KK führen zu müssen!

Solltest Du über das Arbeitsvertragsende hinaus weiterhin krank sein, dann lass Dich auch unbedingt weiter AU schreiben. Die KK muss über das Arbeitsvertragsende hinaus Krankengeld zahlen, notfalls bis zur Ausschöpfung Deines Krankengeldanspruches. (Üblicherweise für die Dauer von noch 72 Wochen).

Gesundheitliches brauchst Du nur mit Deinem Arzt besprechen, mit sonst niemandem.
Die KKMitarbeiter sind Angestellte einer Verwaltungsbehörde und keine Ärzte mit denen man über seine gesundheitlichen Belange und dergleichen redet/reden muss.

Also bitte nicht hingehen. Du mußt den Termin auch nicht absagen. Und ich würde auch keinesfalls mi denen telefonieren, da häufig auch schon am Telefon versucht wird Dich i.o. genannten Sinne 'auszuhorchen'.
Sollte die KK bei Dir anrufen, dann kannst Du sagen, das Du mit der KK nichts zu besprechen hast und sie möge Anfragen o.ä. bitte schriftlich stellen.

In diesem Sinne ...
 

Tante Berta

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Hallo Steinfisch,

das Thema hab ich aktuell mit einer Freundin am Laufen.
Daher ein paar persönlich geprägte Sichtweisen von mir.

Der "Einlader" ist ein sog. Krankengeldfallmanager. Seine Aufgabe ist es, Geld zu sparen = raus (besser erst gar nicht rein) aus dem Krankengeld.
Insbesondere bei psychisch Angeschlagenen arbeitet man mit "Druck", aufdass sie schnellst möglich wieder am Arbeitsplatz erscheinen. Geld sparen eben...

Wenn Du hingehst, lasse bitte Deine Kontaktdaten löschen, das Recht hast Du.
Bedenke, Du sprichst mit NICHTmedizinischem Personal, halte Dich entsprechend bedeckt mit Diagnosen ect.
Und bitte:
Unterschreibe NICHTS!

Meine Bekannte wollte nur die AUB einreichen, ist depressiv und burnout, steht unter Medis derzeit. Sie "musste" dennoch zum Fallmanager, der ihr das unten eingestellte Dokument vorlegte und sie anlog, diese Erklärung bräuchte man zur Berechnung des Krankengelds. Sie unterschrieb (keine Kopie!)...
Als sie mir davon erzählte, habe ich sofort Kontakt aufgenommen und der Dame den Marsch geblasen. Auch mir versuchte sie anfangs zu erzählen, die Unterschrift sei ein Muss, es gelten Mitwirkungspflichten bla-blubb
Ich sag mal so: Verar.sche? Nicht mit einer alten Sozial-Häsin wie mir :wink:
Im Endergebniss wurde die unterschriebene zerrissen, mit einer neuen "Erklärung" wurden die Schnipsel :biggrin: eingetütet und postalisch versandt...und wenn meine Bekannte möchte(!), kann sie diese unterschreiben und einreichen.
Möchte sie ganz gewiss nicht!
War ne recht heftige Diskussion, hat sich aber gelohnt.

Stell Dir einfach vor, Du wärst im Jobcenter. Die Vorsicht, die da angezeigt ist, sollte auch bei solch Gesprächen mit AOK und co an den Tag gelegt werden.
Viel Erfolg
 

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Buchfan

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Krankengeld-Fallmanager :rolleyes:

Seit wann gibt es die?
 

steinfisch

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Hallo Fabiola und Tante Berta,

ich habe inzwischen zugesagt und gehe hin.:icon_frown:
Unterschreiben werde ich nichts - ich gehe auch extra nicht alleine hin. Wohl ist mir dabei nicht, aber ich will nicht gleich in die Querulantenecke geschoben und schikaniert werden. Falls die mich wiederholt einladen würden, sage ich dann ab. Falls ich was unterzeichnen soll, können Sie mir ja auch mal die Rechtsgrundlage mitgeben - zum Prüfen.

Ich habe leider gar nichts im Netz über die Mitwirkungspflichten (bei KKs) gefunden. Gibt es da etwas zu Nachlesen?

Wo kann ich nachlesen, dass ich nicht einmal diesen Einladungen Folge leisten müsste?

Meine Diagnosen hat die Fallmanagerin doch sicherlich? Das ist doch also dann kein Geheimnis?

Vielen Dank vom Steinfisch.
 

Buchfan

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Den genauen Zeitraum weiß ich leider nicht, aber zumindest ist das keine ganz neue Erfindung, Bericht ist aus 2013 -> Kassen setzen externe Berater auf psychisch Kranke an - SPIEGEL ONLINE
Danke, hab derweil auch gekugelt. 2013 stimmt.
Ein weiterer Baustein zum gläsernen Menschen.
An die psychosoziale Kompetenz der Berater glaube ich erstmal nicht, an die medizinische auch nicht. In erster Linie sind es für mich Kaufleute. Die können von gut bis schlecht alles sein. Aber wirkliche Empathie wird man bei ihnen nicht finden.

Die Einladung ist übrigens freiwillig.
 

Butter Blume

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Hallo Steinfisch,

deine Vorsicht ist absolut begründet.

Hier meine Erfahrungen ... war noch keine sechs Wochen krank (Psyche, Erschöpfung) und bin von der KK eingeladen worden.
Bin unvoreingenommen hin gegangen und dachte, ach die wollen mir sicher einen Qi Gong Kurs oder so anbieten, damit ich schneller wieder fit werde ...

Von wegen.
Letztlich bin ich ausgefragt worden, wie oft ich zum Therapeuten gehe. Ob mir das gut tut. Und wenn ich nicht bald wieder gesund bin, sie es an eine andere Stelle weiter geben muss.
Irgendwann war mir das so zu viel, dass ich zum heulen angefangen hab ... und da sagt die SB zu mir "Ok ich sehe es Ihnen schon an" ... und ab dem Moment kam mir das wie ein Test vor. Hab dann noch von ihr meinen ersten Krankengeldzahlschein erhalten.

Etwa vier Wochen darauf bin ich wieder eingeladen worden. Darauf hat mein Psychiater dort angerufen und gesagt, dass das für meine Gesundheit abträglich ist.
Dann hatte ich eine Weile ruhe.
Ein paar Monate darauf wurde ich wieder eingeladen und habe dann eine Mail zurück geschrieben, dass es mir nicht so gut geht und ich an dem Tag einen Arzttermin habe (Weil man muss ja mitwirken indem man alles dafür tut dass man schnellstmöglich gesund wird ... stand zumindest so in einem Merkblatt).
Ein paar Tage darauf hat die KK bei mir angerufen bin aber nicht dran gegangen.
Einen Tag später bekam ich einen Brief von der SB dass gemäß ärztlicher Aussage es sich bei mir lediglich um einen Arbeitsplatzkonflikt handeln würde. Sie mir deshalb nur aus reiner Großzügigkeit noch einen Monat Krankengeld zahlen würden. Mit der Empfehlung entweder an meinen Arbeitsplatz zurück zu kehren, oder bei meinem AG zu kündigen und mich dann ans Arbeitsamt zu wenden. ... Mein Arzt wusste davon nichts.:icon_evil:

Bin dann zum Anwalt und einen Monat darauf hat die KK es wieder zurück genommen und meinen Anwalt bezahlt.
Und zwischenzeitlich hatte ich dann schon ALG II (weil ich noch einen AG hatte-sonst ALG I) beantragt, um meine Grundsicherung zu gewährleisten. Und der SB sagte mir dass er auch schon einen Fall hatte, bei dem die Kasse dann drei Jahre später weil der es vor Gericht erstritten hatte nachzahlen musste und das nicht ungewöhnlich ist. Einziger Vorteil ... in dem Fall wird man von denen anders behandelt, als Sonderfall, weil die davon ausgehen dass die das Geld später wieder von der KK zurück bekommen.

Hab in der Zeit auch irgendwo gelesen, dass die KK davon ausgeht, dass die "Simulanten" auf einen solchen Krankengeldentzug wieder arbeiten gehen, und die wirklich kranken sich wehren ... kaum zu glauben wie die mit kranken Menschen verfahren.
Ich denke mir auch bei mir, wenn ich nicht die ganze Zeit über so einem Druck ausgesetzt gewesen wäre, ob es mir dann nicht schon eher besser gegangen wäre, denn gesundheitsförderlich ist so ein Verhalten der Kassen und anderer Behörden sicher nicht.


Will dir keine Angst machen, womöglich läuft es bei dir anders ... aber gut wenn du weißt was kommen könnte. Und du schon vorher weißt, vor allem wenn du länger krank bist.
Und wenn du da wirklich rein gehst kannst du dich darauf einstellen, dass sie dich zum einen ausfragen und zum anderen unter Druck setzen.
Und achte darauf, dass du denen gegenüber auf keinen Fall was über Mobbing oder dergleichen erwähnst, weil auch wenn dass nur was war was zu deiner Erkrankung beigetragen hat, könnten die versuchen es dir anders auszulegen.
 

Fabiola

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ich habe inzwischen zugesagt und gehe hin.:icon_frown: (na, da reibt sich eine KK-SB vermutlich gerade die Hände ... :icon_mrgreen: )
Du kannst auch guten Gewissens wieder absagen, falls Du es Dir (hoffentlich) anders überlegst. Schließlich bist Du krank.

(...), aber ich will nicht gleich in die Querulantenecke geschoben und schikaniert werden.
Weshalb sollte Dich die KK in die Querulantenecke schieben, wenn Du einen Einladung wegen Krankheit nicht wahrnehmen kannst? Deine wahren Hintergründe mußt Du der KK ja nicht auf die Nase binden.
Eher das Gegenteil ist der Fall: Wenn die KK mitbekommt, dass Du nach deren 'Pfeife tanzt' (hier brav einer nicht notwendigen Einladung folgst), wird die KK weiter machen ...

(...)
Wo kann ich nachlesen, dass ich nicht einmal diesen Einladungen Folge leisten müsste?
Das könntest Du den in Deiner 'Einladung' angegebenen §§ entnehmen. Ich nehme allerdings an, dass dort wohlweislich keine §§ angegeben sind! Falls doch, dann benenne diese hier doch bitte mal!


Und falls Du jetzt immer noch dort hingehen willst, dann würde ich mal vorher eine Fahrtkostenerstattung beantragen. Wer die Musik bestellt,der zahlt.
Und lies Dir auch bitte mal den von @Tante Berta eingestellten Spiegel-Artikel durch!
 

steinfisch

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Hallo,

vielen Dank an Euch alle. Ihr helft mir wirklich sehr.
Das mit so einem Arbeitsplatzkonflikt steht als Diagnose neben wiederkehrender Depression so drin. Das werde ich wohl nicht mehr abwiegeln können.

Gibt es denn irgendwo Lesematerial, was die SB bei der KK fragen und wissen darf und was nicht?

In meiner Arztpraxis wurde mir gesagt, dass der Auszahlschein per Post von der KK zugeschickt wird? Machen die das nicht mehr? ich habe das als Formular auch leider nicht auf der Website gefunden - nirgnedwo.

ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ich mehr von der KK in Ruhe gelassen werde, wenn ich nicht hingehe... :icon_frown:

Es ist wirklich unmenschlich, wie die Behörden oder stattsnahen Institutionen Kranke, Arme, Elos usw. behandeln... Ich bin immer wieder schockiert. Wieso werden die dafür nicht abgestraft? Ich bin als AUler verpflichtet, mich so zu verhalten, dass es meiner Genesung nicht zuwider läuft, aber die dürfen meine genesung stören?

Den Artikel lese ich. Danke.

Steinfisch
 

Anna B.

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Hallo Steinfisch,

deine Vorsicht ist absolut begründet.




Einen Tag später bekam ich einen Brief von der SB dass gemäß ärztlicher Aussage es sich bei mir lediglich um einen Arbeitsplatzkonflikt handeln würde. Sie mir deshalb nur aus reiner Großzügigkeit noch einen Monat Krankengeld zahlen würden. Mit der Empfehlung entweder an meinen Arbeitsplatz zurück zu kehren, oder bei meinem AG zu kündigen und mich dann ans Arbeitsamt zu wenden. ... Mein Arzt wusste davon nichts.
:icon_evil: Zitat...

Genau das ist das Ziel...sie wollen dich dazu bringen, deinen Arbeitsvertrag vorzeitig zu kündigen...dann ist nämlich der Grund der AU nicht mehr vorhanden..sie können das KG einstellen und du mußt dich dann an Afa oder JC wenden.
Nichts über die Arbeitsplatzproblematik erzählen...gar nichts über Diagnosen und die Ursache der Erkrankung erwähnenö
Wenn die Druck machen: irgendwo muß das doch herkommen...

dann antworte: du hast keine Medizin studiert und in der Forschung bist du auch nicht tätig...krank ist nun mal krank.

Nichts unterschreiben und nichts über ARbeitsplatzkonflikte oder mobbing oder befristetes Arbeitsverhältnis usw. erzählen...gar nichts, außer das du krank bist und in regelmäßiger ärztlicher Behandlung bist. Nicht erwähnen ob und welche Medis du nimmst...sowas besprichst du alles mit deinem ARzt..

schau auch hier:
https://www.patientenberatung.de/de/recht/patientenrechte-als-versicherter/krankengeld

und hier:

.spiegel.de/gesundheit/psychologie/krankenkassen-druck-auf-psychisch-kranke-waechst-a-938625.html
 

Anna B.

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Hallo Fabiola und Tante Berta,

ich habe inzwischen zugesagt und gehe hin.:icon_frown:
Unterschreiben werde ich nichts - ich gehe auch extra nicht alleine hin. Wohl ist mir dabei nicht, aber ich will nicht gleich in die Querulantenecke geschoben und schikaniert werden. Falls die mich wiederholt einladen würden, sage ich dann ab. Falls ich was unterzeichnen soll, können Sie mir ja auch mal die Rechtsgrundlage mitgeben - zum Prüfen.

Ich habe leider gar nichts im Netz über die Mitwirkungspflichten (bei KKs) gefunden. Gibt es da etwas zu Nachlesen?

Wo kann ich nachlesen, dass ich nicht einmal diesen Einladungen Folge leisten müsste?

Meine Diagnosen hat die Fallmanagerin doch sicherlich? Das ist doch also dann kein Geheimnis?

Vielen Dank vom Steinfisch.

es gibt keine gesetzliche Grundlage wonach man sich bei der KK zu melden hat...(analog JC oder Afa)..das gibt es bei der KK schlicht nicht..

ich würde mal nach der Rechtsgrundlage fragen...
am besten schriftlich...mit schriftliche Antwort erbitten...

die gute Frau wird Ruhe geben...
 

steinfisch

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Hallo und vielen Dank.

ich bin irgendwie auch auf die UPD gestoßen, habe aber gelesen, dass es die nicht mehr gibt und es einen "Nachfolger" gibt? Wo kann man sich da eigentlich hinwenden?

Ja, den 2. Spiegel-Artikel habe ich auch gelesen... Kaum zu fassen, dass die sich so verhalten dürfen...:icon_cry:
 

Fabiola

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Wo kann ich nachlesen, dass ich nicht einmal diesen Einladungen Folge leisten müsste?
Das könntest Du den in Deiner 'Einladung' angegebenen §§ entnehmen. Ich nehme allerdings an, dass dort wohlweislich keine §§ angegeben sind! Falls doch, dann benenne diese hier doch bitte mal!
Klär uns doch bitte noch auf, ob in dieser 'Einladung' §§ genannt sind oder etwa von Mitwirkungspflicht geschrieben wird.
Dann kann dieser Aspekt hier mal vom Tisch.
 

Princess!

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Hallo,

auch ich möchte Dir noch einmal anraten, nicht zu dem Gespräch zu gehen. Wenn Du jedoch dort erscheinst, falle nicht auf die üblichen Tricks herein. " Sie sind der Erste, der so reagiert...alle anderen fanden es super, wie wir uns kümmern...Sie haben nur Vorteile"...und ähnliches Bla-bla.

Die KK ist nicht Dein Freund, und sie will nur Dein Bestes: Dein Geld. Und wenn sie für Dich zahlen soll, ist es aus mit der Freundschaft. Klingt hart, ist aber leider so.

In der Querulantenecke ist es übrigens gar nicht so schlimm...
 

steinfisch

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Hallo,

nein, also weder sind §§ benannt, noch ist von Mitwirkungspflicht die Rede. Es ist eine nette Einladung zur Unterstützung und zum persönlichen kennenlernen, weil ich jetzt also einen persönlichen ansprechpartner habe...

:icon_confused:

vielen Dank vom Steinfisch
 

Buchfan

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Für den Fall, dass Du wirklich hingehst, nimm Phantasie mit!

Verkleide Dich, setz ein Alu-Hütchen auf, den BH kannst Du überm Pulli tragen............und erfrage, wenn es um Deine Erkrankungen gehen soll, im gleichen Atemzug die Erkrankungen Deines Gegenüber -das nennt man "auf Augenhöhe miteinander reden".
Vergiß nicht, das Thema mobbing in der KK anzusprechen und welche gesundheitlichen Angebote die KK ihren Mitarbeitern anbietet.
Und nicht zuletzt möchtest Du selbstredend wissen um ein Vertrauensverhältnis zum Berater aufbauen zu können, welchen beruflichen Werdegang man nachweisen muss um Krankengeldfallmanager zu werden.

:icon_party:

Insbesondere der letzte Punkt würde mich interessieren. Vielleicht wird ja noch was aus mir... :icon_hihi:
 

alchemilla

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Hallo Steinfisch,

die möchten dich einfach nur aushorchen, möglichst viel erfahren, und hoffen, dass du dich irgendwie verplapperst, oder sie das Gesagte so auslegen oder hindrehen können, dass sie dir dein Krankengeld möglichst schnell wieder entziehen. Alles was zu klären ist, kannst du ganz leicht schriftlich erledigen.

Und - BITTE- sprich mit dem Sachbearbeiter, oder Betreuer wie sich sich nennen, NICHT über Diagnosen, Krankheitsbilder, deine Beschwerden oder ähnliches. Sie werden jede Möglichkeit nutzen es gegen dich zu verwenden. Sie werden ganz fürchterlich betroffen und interessiert wirken und dich ermuntern noch mehr zu erzählen. ABER sie sind keine Mediziner - es geht sie zum Einen nichts an, was du hast- und sie können naturgemäß wegen fehlender medizinischer Qualifikation nichts damit anfangen. Was sie durchaus können, ist das herausziehen, was ihnen nützt, dir aber schadet. Du musst im Übrigen auch nichts zu deinen Erkrankungen oder Diagnosen sagen, da gibt es keinerlei Verpflichtung.

Glaube keinen Moment, dass sie dir helfen wollen. Habe das hinter mir. Vorne herum sind sie die Freundlichkeit in Person, tatsächlich aber "Eisklötze", die nur darauf aus sind Geld zu sparen. Dafür werden sie auch geschult.

Ich hatte einmal ein Gespräch mit einem langjährigen Mitarbeiter meiner KK, der schon kurz vor der Rente stand und der diese Entwicklung sehr beklagte. Die Menschlichkeit, die es früher dort durchaus gab, findet man kaum mehr. Es gibt sicher noch einzelne Personen, die versuchen, sich dem Druck von oben zu entziehen, aber auch dort zählen nur noch Zahlen. Je weniger Personen Krankengeld erhalten, umso besser - Geld sparen ist die neue Devise. Und das ist von ganz oben gewollt.

Setz dich dem nicht aus, wenn du nicht musst - mach lieber alles schriftlich- hinterher weißt du vielleicht trotz Beistand nicht mehr genau, was alles gesagt wurde. Schriftlich hast du immer den Überblick über alle Kontakte und jedes gewechselte Wort.

Liebe Grüße
 

faalk

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Krankengeld-Fallmanager :rolleyes:

Seit wann gibt es die?
Manche KK nennen es auch Gesundheitslotse. Soll wohl die AU Fälle schnell wieder in Arbeit lotsen.
Hier mal ein Aktuelles Stellenangebot:

"Gesundheitslotsin/Gesundheitslotsen

Wir suchen
zur Verstärkung unseres Teams im Bereich des Arbeitsunfähigkeits- und Krankengeldfallmanagements im Bezirk **** zum nächstmöglichen Zeitpunkt zunächst befristet für zwei Jahre mit der grundsätzlichen Möglichkeit der Übernahme in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis eine(n)
Gesundheitslotsin/Gesundheitslotsen

Das Aufgabengebiet umfasst

-Unterstützung und Beratung der Versicherten während ihrer Erkrankung
-Koordinierung der diagnostischen, therapeutischen, rehabilitativen und präventiven Maßnahmen zwecks -Optimierung des Genesungsverlaufs und Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit
-fachliche Einschätzung des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit zur Ermittlung des Hilfe-/Beratungsbedarfs und zur -Fallsteuerung in Abstimmung mit dem Sozialmedizinischen Dienst
-regelmäßige Kommunikation, insbesondere mit Ärztinnen/Ärzten, Arbeitgebern und therapeutischen Einrichtungen zur Umsetzung von Empfehlungen des Sozialmedizinischen Dienstes
-Motivation der Versicherten und Optimierung der Versorgung sowie Vermittlung notwendiger Maßnahmen und therapieergänzender Angebote
-Beratung der Teamkolleginnen/-kollegen in medizinischen Fragestellungen
"
 
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