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Einladung zum Arbeitsberatungsgepräch + merkwürdige Fragen

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E

ExitUser

Gast
Hallo,

habe heute eine Einladung zum Arbeitsberatungsgespräch nach dem SGB II erhalten. Ich werde aufgefordert folgendens am 01.11.2005 mitzubringen:

1. Personalausweis
2. letzte Arbeits- und/oder Schulzeugnisse
3. Lebenslauf / Bewerbungsunterlagen
4. den Alg 2 Bescheid
5. Schwerbehindertenausweis und Schwerbehindertenbescheid
6. Selbsteinschätzungsbogen

Folgende Fragen stehen im Selbsteinschätzungsbogen den ich zum Arbeitsberatungsgespräch unterschrieben mitbringen soll:

1. Wann und warum haben Sie Alg II beantragt?
2. Seit wann sind Sie ohne Arbeit?
3. Welche Jobs haben Sie in den letzten drei Jahren gemacht?
von bis als
von bis als
von bis als
4. Was haben Sie bisher unternommen, um wieder Arbeit zu bekommen?
5. Wie schätzen Sie Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt ein?
6. Wie schätzen Sie Ihre Deutschkenntnisse ein?
7. Haben Sie weitere Sprachkenntnisse?
8. Haben Sie gesundheitliche Einschränkungen?
9. Haben Sie die Pflege eines Angehörigen übernommen?
10. Wenn Sie einmal in Ruhe überlegen, welche Tätigkeiten machen Sie besonders gerne?
11. Auf welchen Gebieten kennen Sie sich besonders gut aus (nicht nur beruflich)? Haben Sie ein oder mehrere Hobbys?
12. Sind Sie Mitglied in einem Verein oder einer Organisation?
13. Gibt es oder gab es ein Ziel, dass Sie unbedingt erreichen möchten / wollen?
14. Würden Sie auch den Wohnort wechseln, um woanders eine Arbeit zu bekommen?
15. Welche beruflichen Tätigkeiten würden Sie am liebsten machen?


Hier jetzt meine Fragen:

1. Muss ich meinen Schwerbehindertenbescheid überhaupt vorzeigen? (Datenschutz). Reicht es nicht aus, wenn ich nur meinen Schwerbehindertenausweis vorzeige? Das geht doch niemanden was an, was ich für Krankheiten habe, oder?

2. Muss ich meine kompletten Bewerbungsunterlagen vorlegen? Oder reicht es aus wenn ich nur mein letztes Arbeitszeugnis vorlege? Und wie sieht es mit dem Lebenslauf aus? Muss ich den auch vorzeigen?

3. Warum soll ich meinen Alg II Bescheid mitbringen? Bin ich verpflichtet den Alg II Bescheid zum Arbeitsberatungsgespräch mitzunehmen?

4. Bei welchen Fragen muss ich aufpassen (Fangfragen)? Was soll ich auf Frage 1. ; 4. ; 5. ; 8. ; 12. und 13. antworten, besser gesagt was ist gefährlich zu antworten (Habe keine Lust auf eine Leistungskürzung).

5. Auf welche Fragen muss ich nicht antworten? Ich vermute auf Frage 12. bin mir aber leider nicht sicher. Bin Mitglied in der IG Metall. Muss ich das hinschreiben? Das ist doch gar nicht zur Jobvermittlung relevant!!!

6. Frage 3. muss ich doch eigentlich nicht beantworten. Es reicht doch aus, wenn ich einfach meinen Lebenslauf vorlege, oder?

7. Muss ich diesen Selbsteinschätzungsbogen überhaupt unterschreiben?

Bitte um Hilfe!!!! :?:
 
E

ExitUser

Gast
du solltest dir mal den Faden durch lesen

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic1279.html

sieht so aus, als wollte man dich testen, ob du täglich noch drei Stunden arbieten kannst

Der Bescheid bleibt zu Hause, dein Ausweis reicht völlig aus

Der Feststellungsbescheid dient
1. dem behinderten Menschen zur persönlichen Information. Er selbst entscheidet darüber, ob er den Inhalt
des Bescheides anderen (z. B. seinem Arbeitgeber) zugänglich macht;

Hier sind deine Rechte (Seite 45)

http://www.berlin.de/SenGesSozV/lageso/pdf/ausw.pdf
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

ich war am 01.11.2005 bei meinem Fallmanager. Er hat mit mir zum Glück kein Eingliederungsvertrag gemacht, so wie ich erst dachte. Er stellte mir nur ein paar merkwürdige Fragen (So wie auf meinem Selbsteinschätzungsbogen, den ich unterschrieben abgeben musste).

Er fragte auch ob ich umziehen würde, für einen neuen Job. Da sagte ich: "Ich muss ja wohl ja sagen, sonst bekomme ich keine Leistungen mehr bezahlt". Er sagte zu mir: "Sie können auch nein sagen, da passiert nichts".Also antwortete ich mit nein und sagte: "Ich möchte gerne in meinem sozialem Umfeld bleiben (Ist das schlimm?)". Hat er mich damit reingelegt? Er wollte auch meinen Schwerbehindertenbescheid sehen. Doch ich machte ihn darauf aufmerksam das der Bescheid nur für meine Information ist und ich nur Krankheiten ihm sagen müsste, die mich für eine zukünftige Arbeit beeinträchtigen würde. Darauf antwortete mein Fallmanager: "Ja das ist richtig. Sie müssen mir nur die Krankheiten sagen, die Sie mir sagen wollen". Also Pustekuchen dachte ich mir. Ich sage dir gar nichts. Aber ich denke mir, wenn die mir meine Leistungen kürzen, nur weil ich nicht umziehen möchte, dann geh ich einfach zu meinem Psychologen und lasse mir ein Attest geben (Das ich in meinem sozialen Umfeld bleiben muss) :p
Er fragte auch, ob ich einen 1 € Job machen möchte. Ich sagte: "Nein ich möchte erstmal auf anderen Wegen und Maßnahmen versuchen an Arbeit zu kommen. Denn das Gesetz sieht 1 € Jobs erst als letzte Maßnahme vor".
Er sagte: "ja gut" (Er hat mich kommischerweise nicht gezwungen, einen 1 € Job anzunehmen).
Dafür muss ich zum Integrationsfachdienst gehen. Und ich soll ein Blatt ausfüllen (siehe unten) und ihm wieder das ausgefüllte Blatt zusammen mit meinen Bewerbungsunterlagen abgeben. Weil die ARGE würde mit so einer komischen Firma zusammenarbeiten, die sich in letzter Zeit erfolgreich für Arbeitslose in der Vermittlung einsetzen würde.

Jetzt meine Fragen: Auf diesem Blatt wollen die meine Telefonnummer; Mobiltelefonnummer und meine E-Mail Adresse wissen. Muss ich diese Sachen angeben? (Das ist doch Datenschutz oder?)

Kann ich bei Einschränkungen schreiben: Ich habe eine Kontaktallergie durch Kühlschmierstoffe und andere Stoffe. ????? (Was ja stimmt)

Kann ich auch schreiben: Bei zuviel Stress bricht meine Neurodermitis aus. (Was ja stimmt).

Wo sind Sie bereit zu arbeiten? Kann ich "nur in der Region" ankreuzen oder bekomme ich dann eine Leistungskürzung?

Vollzeit und Teilzeit ankreuzen? Nur Vollzeit? Oder nur Teilzeit ankreuzen.
Ich glaube wenn ich Vollzeit und Teilzeit ankreuze, können die mir meine Leistung nicht kürzen, stimmt das?

Kann ich keine Schicht ankreuzen, wenn ich keine Schicht arbeiten will?

Muss ich sonst noch irgendwas beachten oder durchstreichen, bevor ich dieses Blatt mit meinen Bewerbungsunterlagen abgebe?
 

hhombergs

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Also gem. BDSG (Bundes DatenSchutzGesetz) fallen Tefonnummer, Mobilenummer und Emailadresse unter die personenbezogenden Daten. Somit fallen diese unter den Datenschutz. Die kann man angeben, muss man aber nicht.

Dem Passus wegen der EDV mäßigen Speicherung deiner Daten usw. würde ich streichen und auf der Rückseite vermerken, daß du diesem nicht zustimmts. Wer weiss den was die ARGE bei der digitalen Aufbereitung deiner Bewerbungsunterlagen so damit anstellt. ;)

Allergien und Ausbruchsgründe für deine Neurodermitis würde ich vermerken. Bei den Allergenen würde ich auch alle aufzählen auf die du reagierst. Sonst kann es dir u.U. passieren, daß die dich in einen Job vermitteln, wo du mit einem dieser Allergene in Kontakt kommst.

PS: Dies ist keine Rechtsbeartung. Die getroffenen Aussagen spiegeln meine private Meinung wieder.
 
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