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Einladung zu Maßnahme "The Making of a Champion"

onlyaflower

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#1
Hallo, ich bin völlig fix und fertig. Ich hab versucht es kurz zu machen, bin aber gescheitert.

Ich bin weiblich, 30+, ALG2-Bezug, abgeschlossene Ausbildung, leider keine Berufserfahrung, Psychisch und Physisch gesundheitlich angeschlagen/ eingeschränkt.


Anfang Juni 2016 lief meine alte Eingliederungsvereinbarung aus. Ziel war eine ungenannte Anzahl Bewerbungen zu schreiben. Ich bekomme seit Jahren keine Vermittlungsvorschläge und das Jobcenter kann nichts mit mir anfangen/ findet auch keinen AG der mich einstellen will.

Das letzte Gespräch ging darüber mir einen 1€ Job schmackhaft zu machen und lange auf mich einzureden, damit ich die EHG unterschreibe. Das kam so plötzlich, ist mit meiner persönlichen Situation überhaupt nicht vereinbar, ich fühlte mich unter Druck gesetzt und bekam eine Angst/Panikattacke. Das ich die große Chance des 1€-Jobs nicht als diese sah, fand die FM "sehr schade" und teilte mit das Bewerbungen bei mir keinen Sinn haben. Sie schickte mich immer noch völlig aufgelöst mit der 08/15 EHG nach hause. Ich habe mich so schlecht gefühlt.

Seitdem hörte ich nichts mehr, obwohl ich damit rechnete, das ich nach ein paar Wochen nochmal eingeladen würde, wenn der "passende" 1€ Job gefunden wurde. 8 Monate vergingen...

Ich bewerbe mich ausgiebig im Rahmen meiner Möglichkeiten, auch ohne Kontrolle durch Verträge/ Jobcenter. Erfolg habe ich nicht. Mein ganzes Leben dreht sich darum und es gibt Zeiten, da kann ich selbst das nicht mehr, dann wende ich mich an meinen Facharzt. Doch außer AU gibt es da keine Hilfe. Ansonsten, bemühe ich mich eine Teilzeitstelle "im geschützten Rahmen" zu bekommen, damit ich endlich mal "rein" komme und es weiter geht. Ob ich überhaupt für das belastbar bin, weiß ich nicht, da ich nur Absagen bekomme.

...

Nun mein eigentliches Problem.

Nachdem man mich nun ein paar Wochen "vergessen" hatte und ich derzeit keine EGV habe, bekam ich heute eine Einladung für in einer Woche. Dort steht:

Bitte kommen Sie zur Informationsveranstaltung und Anmeldung der Maßnahme "The Making of a Champion".

Rechtsfolgebelehrung ist angehängt und droht mit 10% Sperre. Der Brief kommt nicht von meiner langjährigen Fallmanagerin.

Ich habe Angst. Kein persönliches Gespräch, sondern eine Veranstaltung die unbedingt eine Unterschrift haben will und danach weiß der Himmel was. Ich kann nicht mit Überfallkommandos umgehen und kurz gesagt, bin ich mir sicher, das ich der Belastung von dem was da kommt nicht standstehen kann.

Was ist "The Making of a Champion"?
Internetrecherche ergibt irgendwas mit Streetworking/ eine Maßnahme für 14-24 Jährige, die für 10 Monate lernen, endlich eine Ausbildung zu bekommen/ Struktur für ihren Alltag brauchen / keine Lebensziele haben.

Ich erkenne mich und meine Situation darin überhaupt nicht wieder, schaffe es aber auch nicht das darzulegen und mich zu wehren. Ich schwitze Rinnsale, zittere, ich weine unkontrolliert und kann mich nicht konzentrieren.

Kann ich auf dieser Infoveranstaltung zu Anmeldung dieser Maßnahme gezwungen werden? Oder gilt die Rechtsfolgebelehrung nur für den Besuch der Infoveranstaltung und die "versuchen" es mich in einen Vertrag zu zwingen?

Kann ich eine Begleitperson bei dieser Veranstaltung dabeihaben? Alleine drehe ich durch, falls es Komplikationen gibt.

Eine neue EGV muss doch von beiden Partnern besprochen werden, oder?

Gibt es eine Möglichkeit das komplett mit vernünftigen Argumenten abzuwenden, die ich auf den Antwortbogen schreiben kann?

Mein Umfeld ist leider keine Hilfe um mich zu beruhigen. Bitte helft mir.
 

Sorata

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#2
Kannst du uns diese Einladung anonymisiert ins Forum stellen? Dann können wir mehr dazu sagen und deine Fragen besser beantworten. Sonst können wir nicht wissen, worum es genau geht und geben dir vielleicht einen falschen Rat.

Vorab: Für gewöhnlich kann man immer was machen, um dem JC nicht einfach so ausgeliefert zu sein. :smile:
 

onlyaflower

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#3
Ich habe leider keinen Zugang zu Scanner oder so. Da steht halt nur der Termin, dann der Satz

Bitte kommen Sie zur Informationsveranstaltung und Anmeldung der Maßnahme "The Making of a Champion".

und dann das übliche mit den Paragraphen, den 10% bei Nicht folge leisten und die Rechtsfolgebelehrung.
 

Sorata

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#4
Ein Digitalphoto (Handy, Webcam) geht auch nicht?

Wo findet die Veranstaltung statt? Im JC oder beim Maßnahmeträger?
 

onlyaflower

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#5
Nein, leider keine Technik.

Die Veranstaltung ist im Jobcenter.
 

gelibeh

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#6
Du darfst zu der Veranstaltung einen Beistand mitnehmen, denn das ist ein Meldetermin. Du musst Dir nur das anhören, was die dort erzählen, aber Du musst nichts unterschreiben!!!!!!!! Alle Unterlagen einstecken um die in Ruhe zu prüfen.

Edit: Auch EGVs nie sofort unterschreiben. Auch die darf man immer in Ruhe prüfen. Da Du eine gültige EGV hast, musst Du auch gar keine neue abschließen. Auch mit einem Verwaltungsakt würden die nicht durchkommen, wenn Du eine gültige EGV hast.
 

onlyaflower

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#7
Ich habe KEINE gültige EGV.

Ich habe Angst, das die mich nicht einfach wieder gehen lassen, oder rausschmeißen und behaupten, ich wäre nicht dagewesen.

Je mehr ich mich über die Maßnahme informiere, desto mehr erhalte ich Infos über 9.Klässler die diese Jugendmaßnahme machen. Womöglich sitze ich da nachher mit Teenies.
 

Sorata

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#10
Deine Begleitung ist dafür da, dir den Rücken zu stärken und um ggf. als Zeuge zu dienen.
Bei der Veranstaltung lass dir deine Anwesenheit auf der Einladung bestätigen. Alles zum prüfen mit nach Hause nehmen. Vor Ort wird erst mal gar nichts entschieden. Da helfen wir dir dann im Forum. Es wäre sehr hilfreich für uns und auch für dich, wenn du einen Weg finden könntest, um solche schreiben zu digitalisieren.

Wenn deine Panikattacken nicht besser werden, ist eine AU für den Termin auch eine Möglichkeit.
 

Regensburg

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#11
Hu Hu only :)

nur eine verständnisfrage:
in Deiner Post #1 schreibst Du 2x: EHG - meinst Du damit eine Eingliederungsvereinbarung oder ist es was anderes?

LG aus der Ostfront

Ich hab eine Begleitperson, das ist nicht das Problem.
:icon_daumen::icon_daumen::icon_daumen:
 

gelibeh

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#12
die dürfen Dich nicht gegen Deinen Willen da behalten, denn das wäre Freiheitsberaubung und das werden die nicht wagen, schon weil Du einen Beistand dabei hast. Der kann auch bezeugen, dass Du da warst und dann lass Dir das Erscheinen auf eine Einladungskopie bestätigen.

Krankmeldung kann auf Dauer nicht helfen, denn dann versuchen die das immer wieder.

Hat Dich überhaupt schon mal ein Amtsarzt vom Jobcenter untersucht? Wenn Du so wenig belastbar bist, dann kann der auch begutachten, dass solche Maßnahmen/EEJs völlig kontraproduktiv für Deinen Gesundheitszustand sind.
 

Fabiola

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#13
Hallo onlyaflower,

Ganz offensichtlich, auch für die FM deutlich (Panikattacke während des Termins) wahrnehmbar, bist Du leistungsmäßig aufgrund Deiner Beschwerden eingeschränkt.

Ihre Pflicht wäre es, Dich spätestens jetzt zum ärztlichen Dienst (äD) des JC zu schicken.
Dieser hat die Aufgabe, Deine Leistungseinschränkungen für den allg. Arbeitsmarkt fest zu stellen. Nicht mehr und nicht weniger.

Diese Leistungseinschränkungen werden dann der FM in Form des ärztl. Gutachtens mitgeteilt. Das ärztliche Gutachten besteht aus zwei Teilen – Teil A und Teil B.
Teil A beinhaltet Diagnosen, Teil B beinhaltet lediglich die Leistungseinschränkungen, wie z.B. ‚kein Publikumsverkehr, keine schwere Lasten heben, keine Schichtarbeit’ etc.

Danach hat sich Deine FM strikt zu halten, auch was Maßnahmen betrifft.

Beide Gutachten solltest Du Dir vom äD. gegen Vorlage des Perso aushändigen lassen.

Stelle einfach einen formlosen Antrag für eine Begutachtung durch den äD.
Ständige AU ist auf Dauer keine Lösung, um einigermaßen Ruhe zu bekommen.

Bei der Veranstaltung gleich zu Beginn, Dir auf dem Einladungsschreiben Deine Anwesenheit bestätigen lassen!
Alle Unterlagen sofort einstecken und nicht mehr rausrücken!!!

NICHTS, aber auch gar nichts unterschreiben – es gibt nichts, was so dringend ist, dass es umgehend unterschrieben werden müsste.
Immer alles zur Prüfung sofort einstecken – das gilt auch für EGVs. Lass Dich nicht von unhaltbaren Drohungen einschüchtern! Notfalls immer nach der Rechtsgrundlage fragen.

Besitzt Deine Begleitung/Beistand (nicht als Zeuge titulieren!) vielleicht eine Digitalkamera?
 

onlyaflower

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#14
Ich weiß einfach nicht weiter. Im Alltag bin ich halbwegs stabil, aber es darf nichts unvorhergesehenes kommen.

Am liebsten wäre mir ein Spruch für das Antwortschreiben, nicht hingehen und persönlich im nächsten Einzelgespräch schauen wie es weitergeht.

Einfacher wäre es hinzugehen und dann darauf hinzuweisen, das die Maßnahme nicht auf mich zugeschnitten ist.

Aber schaffe ich das? In der Regel ist es so, das ich trotz AU dann wegen fehlender Wegeunfähigkeitsbescheinigung da aufzutauchen habe.
 

onlyaflower

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#18
Ich war vor mehr als 2 Jahren beim Amtsarzt, habe ein Attest in dem drin steht, ich darf nur "im geschützten Rahmen" arbeiten. Meine Fallmanagerin sagte darauf direkt, da hat sie keine Stellen, seitdem ist auch kein einziger Vermittlungsvorschlag mehr gekommen, ich soll mich aber selber bewerben. Beim letzten Termin sagte sie Bewerbungen hätten keinen Sinn. Aber ich soll laut EGV Bewerbungen schreiben.
 

Fabiola

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#19
Worauf bezieht sich dieser Satz?

1. Am liebsten wäre mir ein Spruch für das Antwortschreiben, nicht hingehen und persönlich im nächsten Einzelgespräch schauen wie es weitergeht.

2. Einfacher wäre es hinzugehen und dann darauf hinzuweisen, das die Maßnahme nicht auf mich zugeschnitten ist.
zu 1. Da es ein sanktionsbewehrter Meldetermin ist, gibt es 'keinen Spruch' dafür.
zu 2. Wohin gehen? Zur Veranstaltung oder zur FM?

Wenn Du meinen Rat mit dem äD beherzigst, ist Dir erst mal für die Zukunft am besten geholfen
 

onlyaflower

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#20
Ich bin nicht suizidal. Aber in Extrem Stresssituation habe ich einen unheimlichen Fluchtreflex, wenn man zu lange auf mich einredet und ich nicht wegkomme.

Ich weiß nicht weiter, in dem Sinn, wie ich am besten Schadensbegrenzung machen kann.
 

Regensburg

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#21
Hu Hu only :)
Aber ich soll laut EGV Bewerbungen schreiben.
Dann musst Du es auch machen..... und auch Nachweisen können...

Jetzt lasse ich einfach das ganze mit Abgabeterminen, Kostenregelung weg, da ich das EGV nicht kenne...
Und angeblich EGV abgelaufen ist.

Ich möchte damit nur sagen: ein Paar nachweisliche Eigenbemühungen schaden beim SG nie....

LG aus der Ostfront
 

onlyaflower

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#22
Ja genau diese

Ich meinte damit die Eingliederungsvereinbarung, scheinbar hatte ich irgendwo eine falsche Abkürzung benutzt.

Sorry für die Unklarheit, aber ich bin mit den Antworten irgendwie durcheinander gekommen.
 

Fabiola

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#23
Ich war vor mehr als 2 Jahren beim Amtsarzt, habe ein Attest in dem drin steht, ich darf nur "im geschützten Rahmen" arbeiten. Meine Fallmanagerin sagte darauf direkt, da hat sie keine Stellen, seitdem ist auch kein einziger Vermittlungsvorschlag mehr gekommen, ich soll mich aber selber bewerben. Beim letzten Termin sagte sie Bewerbungen hätten keinen Sinn. Aber ich soll laut EGV Bewerbungen schreiben.
Da macht es sich Deine FM aber sehr einfach.
Eigentlich müßte sie Dich bei dieser Sitaution zum Erwerbsminderungsantrag bei der DRV auffordern. Damit hättest Du auch erst mal bis zur Entscheidung der DRV Ruhe.

Ist Dein JC eine Optionskommune?
 

Fabiola

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#24
Ich weiß nicht weiter, in dem Sinn, wie ich am besten Schadensbegrenzung machen kann.
Dann lies noch mal meine Beiträge, insbesondere das mit dem äD.
Nach zwei Jahren sollte eine erneute Vorstellung möglich sein - ansonsten EM-Rentenantrag stellen.
 

onlyaflower

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#26
Hu Hu only :)

Dann musst Du es auch machen..... und auch Nachweisen können...

Jetzt lasse ich einfach das ganze mit Abgabeterminen, Kostenregelung weg, da ich das EGV nicht kenne...
Und angeblich EGV abgelaufen ist.

Ich möchte damit nur sagen: ein Paar nachweisliche Eigenbemühungen schaden beim SG nie....

LG aus der Ostfront
Ich bewerbe mich ausgiebig, das habe ich schon immer getan.
Zeitweise auf alles, 40+ Bewerbungen + die 20 Vermittlungsvorschläge, die ich alle vier Wochen beim Termin mitbekam. Und das Jobcenter wollte noch mehr und es war die reinste Schikane.

Aus diesem Irrsinn heraus, ging irgendwann gar nichts mehr. 1 1/2 Jahre AU ehe ich wieder fähig war überhaupt mich wieder dem Leben zu stellen und es zu versuchen. Das Jobcenter hat nicht gewusst was sie mit mir anfangen sollen (siehe Attest) und nun schreibe ich mindestens 10 nachgewiesene Bewerbungen im Monat. Natürlich bekommt man nicht viele schriftliche Rückmeldungen, also werden es wohl einige mehr sein.
 

onlyaflower

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#28
Dann lies noch mal meine Beiträge, insbesondere das mit dem äD.
Nach zwei Jahren sollte eine erneute Vorstellung möglich sein - ansonsten EM-Rentenantrag stellen.
Rentenantrag?

Das hier ist ja nicht die Kategorie Gesundheit, aber ich glaube, da werde ich nichts erreichen.

Mein Problem ist das der Facharzt mich mit einer AU abspeist, keine Berichte, keine Atteste...
Er sagt alles was das Jobcenter braucht würde dann ein Psychotherapeut schreiben, ich bräuchte vom Psychotherapeuten ein Attest das für mehrere Monate mich krank schreibt, dann müsste ich auch nicht mehr zum Facharzt kommen.
Aber ich gehe ja nicht in Behandlung um irgendwelche Zettel zu bekommen, sondern weil ich Hilfe brauche.

Psychotherapeuten entscheiden nachdem ich ihnen 1 Stunde lang meine Probleme geschildert habe, das "alles zu komplex" ist und sie plötzlich doch keinen Platz freihaben. So bin ich bisher noch nie an etwas schriftliches gekommen.
 

Regensburg

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#29
Hu HU only :)
Zeitweise auf alles, 40+ Bewerbungen + die 20 Vermittlungsvorschläge, die ich alle vier Wochen beim Termin mitbekam
schon so was ist nicht zumutbar - Bewerbungen sollen Zielführend sein und nicht nur zum "Quotenfühlung" dienen.....

Ich habe so ein Gefühl, das JC Deine Probleme erkannt hat und diese auch Gnadenlos ausnutzt...
Nur meine Meinung.....

LG aus der Ostfront
 

Regensburg

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#30
Hu HU only :)
Zeitweise auf alles, 40+ Bewerbungen + die 20 Vermittlungsvorschläge, die ich alle vier Wochen beim Termin mitbekam
schon so was ist nicht zumutbar - Bewerbungen sollen Zielführend sein und nicht nur zum "Quotenfühlung" dienen.....

Ich habe so ein Gefühl, das JC Deine Probleme erkannt hat und diese auch Gnadenlos ausnutzt...
Nur meine Meinung.....

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onlyaflower

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#31
Da macht es sich Deine FM aber sehr einfach.
Eigentlich müßte sie Dich bei dieser Sitaution zum Erwerbsminderungsantrag bei der DRV auffordern. Damit hättest Du auch erst mal bis zur Entscheidung der DRV Ruhe.

Ist Dein JC eine Optionskommune?
Nein, ich finde darüber nichts
 

Regensburg

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#32
Hu HU only :)
Zeitweise auf alles, 40+ Bewerbungen + die 20 Vermittlungsvorschläge, die ich alle vier Wochen beim Termin mitbekam
schon so was ist nicht zumutbar - Bewerbungen sollen Zielführend sein und nicht nur zum "Quotenerfüllung" dienen.....

Ich habe so ein Gefühl, das JC Deine Probleme erkannt hat und diese auch Gnadenlos ausnutzt...
Nur meine Meinung.....

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onlyaflower

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#35
Hu HU only :)

schon so was ist nicht zumutbar - Bewerbungen sollen Zielführend sein und nicht nur zum "Quotenerfüllung" dienen.....

Ich habe so ein Gefühl, das JC Deine Probleme erkannt hat und diese auch Gnadenlos ausnutzt...
Nur meine Meinung.....

LG aus der Ostfront
Entschuldigung, ich habe Internetprobleme und dauernd meine Antworten verloren. Langsam verliere ich auch den Überblick, wem ich gerade antworte.


Der Stress war vor der Vorstellung beim Amtsarzt. Seither ist alles ruhiger verlaufen.

So langsam denke ich, das diese Einladung für die Maßnahme aus Zufall entstanden ist, weil der Computer meinen Namen ausgespuckt hat und nicht, weil ich besonders dafür geeignet bin dort gecoachet zu werden. Wenn das wirklich eine Maßnahme für orientierungslose 14-Jährige ist, dann wäre ja alles okay. Ich höre mir die Infoveranstaltung an, lasse mich auf nichts ein. Ich gehe nicht alleine und irgendwie bekomme ich dann auch einen Nachweis das ich da war.

Im persönlichen Gespräch, das es darauf ja wohl geben wird, wird meine Fallmanagerin dann wohl meinen Gesundheitszustand sehen.
Entweder erkennt sie selber, das diese Maßnahme nicht auf mich passt und wir verhandeln Alternativen, oder auch nicht.

Wenn sie Probleme macht, muss ich dann nur darum bitten mich wieder dem Amtsarzt vorzustellen? Auch ohne AU? Sie hat mir mal gesagt, das kommt nur vor, wenn das Jobcenter Zweifel hat das man bei 6 Monatiger durchgehener AU auch wirklich krank ist.

Und wenn Fallmanagerin und ich sich auf etwas anderes einigen, werde ich es nicht unterschreiben, sondern die Unterlagen irgendwie hier hochladen und dann mich hier beraten lassen.
 

Regensburg

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#37
Entschuldigung, ich habe Internetprobleme und dauernd meine Antworten verloren
naja - meine Antworten werden 3x angezeigt ....

Aber keine Sorgen - ist nur Technik - und ich bin davon überzeugt, dass das ELO - Technik-Team dabei ist um es zu beheben.

LG aus de Ostfront
 

Pichilemu

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#38
Mein Problem ist das der Facharzt mich mit einer AU abspeist, keine Berichte, keine Atteste...
Hast du wenigstens eine Diagnose oder auch das nicht?

Wenn schon so viele Therapieversuche fehlgeschlagen sind würde ich überlegen mich evtl. an eine psychiatrische Institutsambulanz zu wenden. Die gibt es an fast jedem Krankenhaus mit psychiatrischer Abteilung. Das kann jedenfalls so nicht weitergehen dass dich der Psychiater mit AUs regelrecht abspeist und er sonst keinen Finger krumm rührt, noch nicht mal irgendwie Atteste oder so schreibt.
 

gelibeh

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#39
Bist Du denn überhaupt in ärztlicher Behandlung? Hier sind Einige, denen der Arzt bescheinigt hat, dass solche Termine nicht gut für die Gesundheit sind.
 

onlyaflower

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#40
Hast du wenigstens eine Diagnose oder auch das nicht?

Wenn schon so viele Therapieversuche fehlgeschlagen sind würde ich überlegen mich evtl. an eine psychiatrische Institutsambulanz zu wenden. Die gibt es an fast jedem Krankenhaus mit psychiatrischer Abteilung. Das kann jedenfalls so nicht weitergehen dass dich der Psychiater mit AUs regelrecht abspeist und er sonst keinen Finger krumm rührt, noch nicht mal irgendwie Atteste oder so schreibt.
Diagnose wurde nicht mit mir besprochen. Er ist Psychiater und Neurologe und hat mir von vorne herein erklärt, das ich von ihm nur Medikamente und AU bekomme, er keine schriftlichen Dinge übernimmt und gucken soll, das in der Psychotherapie diese Dinge geklärt werden.
 
G

Gast1

Gast
#41
Diagnose wurde nicht mit mir besprochen. Er ist Psychiater und Neurologe und hat mir von vorne herein erklärt, das ich von ihm nur Medikamente und AU bekomme, er keine schriftlichen Dinge übernimmt und gucken soll, das in der Psychotherapie diese Dinge geklärt werden.
Wenn Du einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen würdest, wäre Dein Psychiater gezwungen sich schriftlich über Deine Krankheit zu äußern, und zwar gegenüber der Rentenversicherung, die über die Bewilligung von Erwerbsminderungsrenten entscheidet. Die Rentenversicherung fordert während des Antragsverfahrens auf eine solche Rente Befundberichte von den behandelnden Ärzten an. Diese Ärzte kann man im Antrag auf die Erwerbsminderungsrente angeben.
 

onlyaflower

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#42
Bist Du denn überhaupt in ärztlicher Behandlung? Hier sind Einige, denen der Arzt bescheinigt hat, dass solche Termine nicht gut für die Gesundheit sind.
Ich war Jahrelang in Behandlung, mit Medikamenten und mit dem Ziel eine Psychotherapieplatz zu bekommen. Ausgelöst wurde das durch den Stress den das Jobcenter mir machte. Ich bekam trotz 6 Monatiger AU immer noch Einladungen und Vermittlungsvorschläge im Wochentakt. Dadurch wurde nichts besser, doch den Arzt konnte man nicht ansprechen.

Als er mir die Wegeunfähigkeitsbescheinigung nicht geben konnte, musste ich dann doch wieder zum Jobcenter. Dort schickte man mich zum Amtsarzt, der hat mir bestätigt, das ich "einen geschützten Rahmen" bräuchte und keinen Stress.

Es schien, als ob das Jobcenter sich daran halten wollte und ich habe nach ein paar Monaten wieder mit der Stellensuche angefangen.
 

Pichilemu

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#43
Wenn Du einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellen würdest, wäre Dein Psychiater gezwungen sich schriftlich über Deine Krankheit zu äußern, und zwar gegenüber der Rentenversicherung, die über die Bewilligung von Erwerbsminderungsrenten entscheidet.
Das könnte auch nach hinten losgehen, wenn der Psychiater bockig ist schreibt der einfach hin, die Patientin ist kerngesund, Punkt. Dann hat man am Ende eher noch mehr Probleme.
 
G

Gast1

Gast
#44
Das könnte auch nach hinten losgehen, wenn der Psychiater bockig ist schreibt der einfach hin, die Patientin ist kerngesund, Punkt. Dann hat man am Ende eher noch mehr Probleme.
Dann muss sich onlyaflower einen anderen Psychiater suchen. Vor der möglichen Antragstellung auf eine EM-Rente.
 

Sowhat

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#45
Onlyaflower, ich würde mir an deiner Stelle einen anderen Arzt suchen. Einen richtigen Psychiater.
Ich hatte auch einen Neurologen und Psychiater, weil ich einen Schlaganfall hatte und psychisch auch sehr wenig belastbar bin seither und wegen dem Streß mit dem JC. Dieser Neurologe war zwar auch sehr nett und schrieb mich aus einer Maßnahme, weil ich kurz vor dem Durchdrehen war. Und er schrieb mir auch ein Attest für 10€ indem mir bescheinigt wurde, dass ich nur noch halbtags arbeitsfähig bin. Dieses Attest und das meines Hauarztes waren übrigens ausschlaggebend dafür, dass ich heute ein Amtsärztliches Gutachten besitze, dass ich nur noch Teilzeit arbeitsfähig bin unter 6 Stunden.
Der JC Gutachter hat mich für voll arbeitsfähig erklärt, obwohl ich bei ihm (er war auch Neurologe) einen Weinkrampf und fast 200/100 Blutdruck hatte. Hielt mich wohl für einen Simulanten. Allerdings hat er mich von den 4 Stunden,die ich in seiner Praxis war, nur ganze 10 Minuten gesehen. 2 Stunden davon saß ich alleine im Wartezimmer (vermutlich waren da irgendwo Kameras) und den Rest der Zeit haben die Arzthelferinnen Idiotentests mit mir gemacht und mir Elektroten auf den Kopf gemacht und Nadeln in die Kopfhaut gestochen und irgendwas gemessen. Es war für mich die Hölle.

Wie auch immer, mein privater Psychiater und Neurologe teilte mir nach dem Attest mit, dass er psychische Erkrankungen nicht mehr behandeln würde, da er eigentlich kein Psychiater sei. Er wäre für Schlaganfälle, MS, Altzheimer etc. zuständig. Habe ich eingesehen, zumal ich am Tresen mitbekommen habe, dass auch andere Anrufer mit psychischen Problemen abgewiesen wurden.
Ich habe mir dann einen richtigen Psychiater gesucht und tatsächlich eine Praxis gefunden, in der sowohl ein Neurologe sitzt (wegen meines Hirninfarktes auch wichtig) und ein Psychiater. Bei diesem fühle ich mich gut aufgehoben und ich werde mit seiner Hilfe weiterkämpfen mit dem Rücken zur Wand, aber ich bin nicht mehr so furchtbar allein.
EM-Rente habe ich zweimal beantragt, steht mir mit 50++ nicht zu, weil mir die besagten 3 Jahre in den 5 Jahren vor meiner Erkrankung fehlen. Ich habe viele Jahre im Minijob in der Firma meines Exmannes gearbeitet.und dummerweise keine Zusatzbeiträge für die Rente entrichtet. Habe eine Berufsausbildung und auch 15 Jahre gearbeitet und zwei Kinder.
An deiner Stelle würde ich aber schon auf die EU-Rente hinarbeiten,du kannst dir dann ja immer noch einen kleinen Job nebenher suchen, aber du wärst diesen unsäglichen Druck vom JC los.
Mich macht diese Schikane kaputt, hat in den letzten Jahren fast ein Wrack aus mir gemacht. Jeder Gang zum Postkasten kostet mir unheimlich viel Kraft und wenn ich einen weißen Umschlag sehe, dann bekomme ich Herzrasen!
Auch ich hatte fast einen Nervezusammenbruch und eine Panikattake verbunden mit einem Weinkrampf, als mir die SB die letzte sinnlose Maßnahme aufzwang. Meine damalige SB war etwa halb so alt wie ich und hatte halt Spaß am Schikanieren.
Ich kann dir also sehr gut nachfühlen und wünsche dir alles gute bei deinem weiteren "Kampf".
 

Kerstin_K

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Wenn sie Probleme macht, muss ich dann nur darum bitten mich wieder dem Amtsarzt vorzustellen? Auch ohne AU? Sie hat mir mal gesagt, das kommt nur vor, wenn das Jobcenter Zweifel hat das man bei 6 Monatiger durchgehener AU auch wirklich krank ist.
So ein Quatsch. Bei Zweifeln an der AU muss sie Dich zum MDK schicken.

Der Arzt vom JC hat zu beurteilen, was Du noch machen kannst. Kein Publikumsverkehr, keine Wechselschicht, nicht unter Zeitdruck, solche Sachen.
 

onlyaflower

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#47
AW: Einladung zur Maßnahme "The Making of a Champion"

So, nachdem ich jetzt eine Nacht darüber geschlafen habe, möchte ich nochmal Allen für ihren Zuspruch und Tipps danken. Ich habe das Gefühl zu viel preisgegeben zu haben, aber immerhin fühle mich jetzt nicht mehr so hilflos.

Und da wir in der Kategorie sinnlose Maßnahmen sind und um nochmal auf meine ursprüngliche Frage zurückzukommen, ob die Maßnahme "The Making of a Champion" wirklich auch für über 30 Jährige mit abgeschlossener Ausbildung, gesundheitlicher Einschränkung etc. angemessen ist, kann ich nur auf diese Seite hinweisen, die ich für den offiziellen Internetauftritt halte:

100Champions.de

Was da steht, lässt mich eher an so eine Art Castingshow denken, die orientierungslosen Teenies verspricht "Wir machen dich zum Star".

Mal schauen was draus wird.
 

Couchhartzer

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#48
AW: Einladung zur Maßnahme "The Making of a Champion"

Was da steht, lässt mich eher an so eine Art Castingshow denken, die orientierungslosen Teenies verspricht "Wir machen dich zum Star".
Ich denke mal, damit liegst du gar nicht so sehr falsch, wenn ich da solche illustren Namen wie "Ernst Holzmann" und "Thomas Sonnenburg" lese, die ja mittlerweile mehr oder weniger durchaus bereits u.a. auch als mediale Selbstdarsteller bekannt sind. :wink:

Quelle: Botschafter ? 100Champions.de
 

gardine

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#49
Hallo,

hab mal ein wenig tiefer gegraben, das scheint ein Esoterik-tschakka-Verein aus usa zu sein mit einem guru, der sein "produkt" seit den 60er jahren verkauft. hier zwei Links über den guten Mann:
Paul J. Meyer
und:
Paul J Meyer - Success Motivation Institute

und hier einer über die "Produkte":
Welcome to SMI

Anscheinend eine Art sektenmäßiges Pyramiden-Schneeballsystem, ohne jeglichen Ausblick auf echte Bildung, Weiterbildung oder Arbeitsplatztzvermittlung. Hab da was von Vermittlung in kostenlose Praktika (z.B. bei P.r.i.n.o.v.a) gelesen.

Zielgruppe für den Kurs sind 14-25-jährige (leicht beeinflussbare) Jugendliche. Ich würde die Finger davon lassen und anstattdessen den JC-Mitarbeiter schriftlich zur ausführlichen und schriftlichen Stellungnahme auffordern, wie konkret diese Maßnahme einer Vermittlung in einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz dienlich sein soll und inwiefern diese Maßnahme für dich individuell passgenau zugeschnitten sein soll, Stichwort "altersgerechte Wissensvermittlung". Den Brief würde ich als Antrag auf Auskunft und Beratung nach den Paragrafen 13 bis 15 des 1. Sozialgesetzbuches betiteln, denn dann muss das schriftlich innerhalb von 6 Monaten bearbeitet werden.

Und wenn du da hingehst, protokolliere alles schriftlich mit und lasse dir deine Anwesenheit schriftlich bestätigen. Und rücke keinerlei persönliche Daten raus, unterschreibe nichts, auch keine Anwesenheitsliste sondern stecke alle Papiere sofort in die Tasche.

Ich denke mal, die sind da extremst psychologisch geschult und werden großen Druck aufbauen. Ich kenn solche Drückermethoden und bin aus sowas immer am besten rausgekommen, indem ich höflich lächelnd auf Fragen mit Gegenfragen geantwortet habe. Solchen Typen kann man nur mit "Gegenpsychologie" kontern oder mit "beredtem Schweigen", also Thema wechseln und übers Wetter plaudern oder darüber, dass einem die Krawatte gefällt. Wenn du dir mit solcherlei "Smalltalk" aber nicht so sicher bist, reicht es auch aus, einfach zu sagen, "aha, das ist interessant, darüber muss ich mal zu Hause in Ruhe nachdenken, das kann ich jetzt so nicht so genau beantworten" oder so.

Vielleicht kannst du auch jemanden mitnehmen, der draussen auf dich wartet, und für Notfälle telefonisch erreichbar ist, ich würde das tun, allein um mich da in dem Laden etwas weniger hilflos zu fühlen.

Vielleicht kannst du ja auch mal deinen Psychodoc fragen, was er von solcherlei oder sogar dieser speziellen Pseudo-Psycho-Klitsche hält. Evtl. kennt der den Verein ja, und kann dir sogar aus seiner fachlich fundierten Sicht ein offizielles Bedenklichkeitsschreiben oder sowas ähnliches aufsetzen. Solche unseriösen Psycho-Sachen können nämlich durchaus den Behandlungserfolg konterkarieren, wenn du in Behandlung bist.
 

gelibeh

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#50
Vielleicht kannst du auch jemanden mitnehmen, der draussen auf dich wartet, und für Notfälle telefonisch erreichbar ist, ich würde das tun, allein um mich da in dem Laden etwas weniger hilflos zu fühlen.
Das ist doch ein Meldetermin, da darf die Person auch mit hinein und das sollte sie auch tun. Weigern die sich die Person zuzulassen, dann haben die das schriftlich zu machen und dann kann man gehen, weil man einen Anspruch auf einen Beistand hat.
Ganz wichtig, als erstes abklären, ob jemand vom JC anwesend ist. Falls nein, dann ist das kein zulässiger Meldeort.
 

gardine

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#51
Das ist doch ein Meldetermin, da darf die Person auch mit hinein und das sollte sie auch tun. Weigern die sich die Person zuzulassen, dann haben die das schriftlich zu machen und dann kann man gehen, weil man einen Anspruch auf einen Beistand hat.
Ganz wichtig, als erstes abklären, ob jemand vom JC anwesend ist. Falls nein, dann ist das kein zulässiger Meldeort.
Achso, das habe ich überlesen, ja dann ist´s ja umso besser. Also nicht ohne Beistand dort hingehen. Und dann kann der ja alles mitprotokollieren.
 

onlyaflower

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#52
Ich war bei der Infoveranstaltung. ca. 7 andere Erwerbslose (25-50+ Jahre alt) waren mit anwesend.
Ich hatte eine Begleitperson dabei, die ich dazuschummelte und wurde von der anwesenden Dame vom Jobcenter sofort angefaucht, wegen meinen, wie sie spitz bemerkte, anwesenden "Begleitschutz".

Ich zitterte das er Tisch wackelte, der Inhalt der Maßnahme hat mich überhaupt nicht beruhigen können. Im Gegenteil, es war wie auf der Internetseite beschrieben, nur halt mit Erwerbslosen. Einige der Anderen waren sehr interessiert und schienen mit dem Konzept etwas anfangen zu können.

Etwas schriftliches habe ich nicht bekommen, aber die Betonung und das angegebene Ziel lag darauf, "das man den Arsch hochbekommen" muss, nicht mehr "faul" sein soll, (Stand alles auch auf der Präsentationswand).

Die Maßnahme kümmert sich nicht nur um ausgiebiges Bewerbungstraining, sondern will in alle Bereiche unseres Lebens eingreifen (etwaige Familienstreitereien, Arztbesuche, Obdachlosigkeit, Drogenprobleme, usw...) und das wir froh sein sollten, weil der Kurs nur stundenweise ist und wir dann immerhin nicht in einer Vollzeitmaßnahme landen. Alles Andere wäre ja viel schlimmer und da würden wir ja nur geärgert.

Mehrmals fiel der Spruch des Dozenten, das es "freiwillig" wäre, aber es wurde vom Jobcenter verlangt sofort eine EGV für die Anmeldung zu unterschreiben.

Das Probleme jeglicher Art und insbesondere auch Gesundheitliche Einschränkungen innerhalb von 10 Wochen von einem mutmaßlichen Sozialpädagogen mit 2x wöchentlichen "krieg den Arsch hoch du faules Stück" erfolgreich weggecoachet werden können, ist für mich kein schlüssiges Konzept.

Ich äußerte im folgenden Privatgespräch mit der anwesenden Dame vom Jobcenter Bedenken das der Kurs für mich geeignet sein würde, das ich das nicht sofort entscheiden könnte und gerne mit meiner persönlichen Fallmanagerin reden wolle. Ich zitterte, bekam kaum ein verständliches Wort raus, war sehr kurz vor dem Zusammenbruch und wurde trotzdem sofort ohne Rücksicht unter Druck gesetzt und überrollt nur weil ich mich in diesen Moment nicht sofort auf alles einlasse, aber auch nicht viel sagen kann ohne die Fassung zu verlieren. Ich wurde überhaupt nicht Ernst genommen.

Selbst falls ich gerade krankgeschrieben sein sollte, dann muss ich doch unterschreiben, behauptete sie. Sie erklärte mir das mein derzeitiger gesundheitlicher Zustand sich an den Bericht vom Amtsarzt (über 2 Jahre alt) anzupassen habe ungeachtet von dem was sich verändert hat und verkündete das meine Fallmanagerin mich natürlich persönlich für diese Maßnahme vorgeschlagen habe, diese wisse was passend für mich ist (obwohl sie mich seit 8 Monaten nicht mehr gesehen hat) es nichts zu bereden gäbe und das ich nun sehr sicher Sperre bekomme. Sie müsse das jetzt sofort aufschreiben... und redete auf mich ein, das ich keine Mitwirkung zeige. Sperre, Sperre, Sperre...

Ich bekam kaum Luft, aber versuchte so gut ich konnte (auch meine Begleitung versuchte es), nochmal darauf hinzuweisen, das ich sehr wohl willig bin eine Einigung im Rahmen meiner Möglichkeiten zu erzielen, aber das ignorierte die Dame. Ich hätte auch mit einer Wand reden können.

Einzigste Alternative die sie mir gab, war, wenn ich in einer Woche wieder an der gleichen Infoveranstaltung teilnehme, mir dasselbe wieder anhöre und mich dann anmelde, aber anmelden müsse ich mich. Ich konnte mittlerweile gar nichts mehr sagen und bekam nochmal das mit der Sperre zu hören, ehe ich gehen durfte und der Nächste dran war.

Ich habe KEINE neue EGV zu sehen bekommen und nichts schriftliches. Was die Dame mir heute alles an den Kopf geworfen hat, kann ich nicht beweisen und so kann ich nur darauf warten das meine Fallmanagerin mich selber nochmal fertig macht und / oder die Sperre kommt.:icon_sad:
 

doppelhexe

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#53
ich würde in diesem fall mal über einen klinikaufenthalt in einer psychosomatischen klinik nachdenken. da bekommt man mit sicherhéit "was schriftliches" und auch längerfristige hilfe als nur 1 stunde.

auch wird dort vom sozialdienst der kontakt zu ambulanten psychologen hergestellt und das wichtigste, du hast erst mal nen anfang in deinem kneuel, bist raus aus der tretmühle und kannst zumindest in beziehung jobcenter mal runterfahren...
evtl. geben die auch den anstoss in sachen berentung.

wenn dein arzt dir keine einweisung schreiben will, dann schau mal in deinem ort/kreis nach dem sozialpsychiatrischen dienst, dort bekommst du auf jeden fall hilfe.
 

Kerstin_K

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#54
Keine Sorge, durch Deinen Beistand kannst Du alles beweisen.

Alleine die Aussage, Dein Gesundheitszustand habe sich dem Gutachten anzupassen, disqualifiziert diesen Traeger komplett.
 

swavolt

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#55
Du must viel Cooler werden.
Lass die labern - zählt alles nicht.
Sag einfach - tut mir leid, das mach ich nicht, unterschreib ich nicht, sie können mir ja gerne eine Sperre/Sanktion geben, dann wird das gerichtlich geklärt, da diskutier ich auch nicht drüber- Punkt, Aus, Ende.
Wenn irgendwas seitens der SB behauptet wird -> das brauch ich schriftlich, mündlich kann jedes alles behaupten.

Den Druck nicht an dir ranlassen - Denk, mir kann nix passieren egal was da geredet und behauptet wird.

Wenn du was schriftliches bekommst, stells hier ein, wird dann auseinander genommen.
 
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