Einladung zu Infoveranstaltung über neue Gesetze für ZAFs - was für Gesetze

Unspoken

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Hallo!

Ich beziehe ALG2 habe keine EGV oder EGV-VA und bekam nun die angehängte Einladung per normalem Brief.

Veranstaltungsort ist die Eingangszone des Jobcenters.
Datum ist erst in einigen Wochen.

Einladegrund ist, man möchte mit mir über meine Berufliche Situation sprechen...
- das werden wir sicher nicht in einer Gruppe, dafür sorge ich...

...und mich über bessere Gesetze in der Zeitarbeit informieren.

Infoveranstaltungen gelten wohl leider als zulässiger Meldezweck laut LSG Hamburg vom 13.2.2007 – L 5 B 43/07 ER AS, schade.

Die Frage ist, hätte man mir ein neues Gesetzt als sog. "geringeres Mittel" nicht per Post schicken können? Z.B. statt der Einladung?

- Einladung sol ich mitbringen.
Ja gern, darauf lasse ich mir meine Anwesenheit bestätigen.

- Ich darf jederzeit Fragen stellen.
Ja recht herzlichen Dank gnädiger Herr.

- Nach dem Vortrag kann ich mich als Bewerber anmelden.
Daraus lese ich, ich muss nicht, es besteht keine Verpflichtung, richtig? Außerdem bezieht sich die RFB nur auf das Nichtauftauchen beim Termin.

- Lebenslauf mitbringen.
Ungern. JC kennt den und ansonsten habe ich doch wohl freie Wahl, wem ich den gebe, oder?
Die Frage ist, kein Lbslf, anonymisiert oder ein Muster?

- Fahrtkosten beantragen ist eh klar.

Aber was für Gesetze sollen sich denn aktuell für Zeitarbeit geändert haben?
 

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ExitUser

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Rechtsberatung als Meldegrund.
Immer mal was Neues.

Dann beantrage ich demnächst mal eine Einladung zur Wahrnehmung der eingehenden Beratungspflichten der Jobcenter gem. §§ 1 Abs. 3 Nr. 1, 4 Abs. 2, 14 Abs. 2, und § 14 SGB I, sowie Aufklärung gem. § 13 SGB I.

Das wär mal 'ne Maßnahme und sinnvolle Infoveranstaltung.
 

Unspoken

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Ach so, Fragen, die ich stellen könnte wären mir sehr willkommen. Ist im Vorfeld aber für mich schwer (für euch vielleicht auch) da ich keine Ahnung habe, um was es geht.(§16i SGB II kann es imho nicht sein, der gilt nicht nur für ZAFs)

Allgemeines Zeug kann ich ja zwischendurch raushauen wie:
"Laut Einladung ist das als Bewerber anmelden freiwillig, richtig?"
 
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ExitUser

Gast
Ich wüsste nicht was es rechtfertigt (Wirtschaftlichkeitsgebot) einem Unternehmen auf Staatskosten (Fahrtkosten Meldetermin)
die Information für ihre Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Außerdem ist zu prüfen, ob dies in den Bereich der Rechtsberatung gem. RDG fällt. Glaube ich zwar nicht unbedingt, da allgemeine Infos, aber trotzdem.

Ich halte diese Einladung nicht vom Meldezweck umfasst:
(2) Die Aufforderung zur Meldung kann zum Zwecke der

1. Berufsberatung,
2. Vermittlung in Ausbildung oder Arbeit,
3. Vorbereitung aktiver Arbeitsförderungsleistungen,
4. Vorbereitung von Entscheidungen im Leistungsverfahren und
5. Prüfung des Vorliegens der Voraussetzungen für den Leistungsanspruch
Informationen über positive Änderungen einer Ausbeuterbranche die mit Hilfe der arbeitgeberfreundlichen *selbstzensur* Gewerkschaften das Equal Pay unterlaufen dürfen steht da nicht dabei.
 

Couchhartzer

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Bei der Ausführung:
Einladegrund ist, man möchte mit mir über meine Berufliche Situation sprechen...
- das werden wir sicher nicht in einer Gruppe, dafür sorge ich...

...und mich über bessere Gesetze in der Zeitarbeit informieren.
würde ich
- Lebenslauf mitbringen.
schonmal ausschliessen und den ganz gepflegt zu Hause "vergessen", denn der Lebenslauf bei einer Infoveranstaltung zu neuen Gesetzen hat dort (für mich jedenfalls) schonmal rein gar nichts Relevantes zu suchen.


Die Frage ist, hätte man mir ein neues Gesetzt als sog. "geringeres Mittel" nicht per Post schicken können? Z.B. statt der Einladung?
Sehe ich genauso.


Aber was für Gesetze sollen sich denn aktuell für Zeitarbeit geändert haben?
Genau das wollen die dir dort ja gehirnwaschend erzählen.
 

Unspoken

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Ich hatte vor lauter Belanglosigkeit vergessen, zu berichten, wie es letzte Woche war, sorry.
Vorneweg, für mich war der Termin sinnlos.

Für die Anwesenheit wurde am Eingang des JC der Name erfragt/die Einladung verlangt und man wurde in einer Liste abgehakt.
Fand ich besser, als wenn ich meine Anwesenheit mit Unterschrift hätte bestätigen müssen, denn dann hätte ich stattdessen nur "anwesend" eingetragen, was evtl. Theater gegeben hätte.

Es kamen 20-30 Leute, die Bude war voll.

Der SB hat den ZAF-Chef vorgestellt. Am Ende könne man dem ZAF Chef seinen Lebenslauf geben oder auch später schicken. Den hatte eh fast jeder vergessen.
Man könne immer Fragen stellen. Also die wichtigsten Fragen rausgehauen:

"Werden die Fahrtkosten für diesen Termin erstatten?" - die Menge tobt.
SB: "Ja"
(Ich glaube trotzdem, dass die kaum einer beantragt hat oder noch beantragen wird.)

"Wird für jeden ein VerBis-Eintrag zu diesem Termin erstellt?" (denn den will ich dann beantragen) - der Großteil schien das nicht zu kennen
SB: "Nein...also da steht dann nur drinnen, dass Sie anwesend waren"
"Also doch?" - Schweigen.

Dann kam der Vortrag (2 Stunden angesetzt, ging aber 30 Min).

In der Zeitarbeitsbranche habe sich viel getan. Immer mehr Leiharbeitskräfte würden übernommen werden.

Dann wurde erzählt, nach welchen Tarifvertrag eingestellt wird und was der Minimallohn ist (glaube 9,49 war es), dass Minimalarbeitszeit 37,5h/Woche ist an die sich die Entleihbetriebe halten müssen. 151,nochwas Stunden würden ausgezahlt werden.

Es sei nun so, dass die maximale Zeit im Entleihbetrieb 18 Monate ist, danach müsse man übernommen oder entlassen
werden.

Auch gäbe es nun Equal Pay, dass man nach einer gewissen Zeit so viel Lohn bekommen muss, wie die Angestellten im Entleihbetrieb. Diese Zeit sei Branchenabhängig und es wurden auch Beispiele genannt.

Bei Lebensläufen mit Lücken sei eine Übernahme in einem Betrieb viel wahrscheinlicher, wenn man erstmal per ZAF dort arbeitet, als wenn man sich direkt bewerbe.

Dann kamen noch Fragen, welche Branchen bedient würden und die Info man würde nur dort eingesetzt werden, wo man hin will.
Einwand von SB: das sei auch nicht sanktionierbar, wenn man einen Einsatzort ablehnt, solange man keinen VV dazu habe.

Danach konnte, wer wollte, zu Einzelgesprächen und sich dort bewerben und seinen Lbslf. abgeben und weitere Fragen stellen.

Ich will nicht behaupten, die Infos seien unwichtig aber für mich eben nicht neu. Ich hoffe wirklich es war für andere hilfreich.
Aber es war unbestreitbar auch eine Aktion um den Bewerberpool der ZAF zu vergrößern.
 

Ernesto Disput

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Ich beziehe ALG2 habe keine EGV ...
Veranstaltungsort ist die Eingangszone des Jobcenters.
Einladegrund ist, man möchte mit mir über meine Berufliche Situation sprechen...
Vorab: ich finde es unverschämt, dass Einem nie genau geschrieben wird, was man wirklich von Einem will.
Ich hatte so was mal. Ziel der Veranstaltung war es das eine EGV unterschrieben wird und zwar von allen Eingeladenen bevor sie den Raum verlassen. Vorher war ein ca 30 min Vortrag darüber das die Unterschriftleistung verpflichtend. Auf das Gesetzt bräuchte man dabei nicht eingehen das wäre ja jedem klar. Und klar wäre auch das die Unterschrift zwingend sei , deshalb müsse das jetzt gemacht werden. Außerdem ging es noch darum die Arbeit des PaP (Bewerbungen, berufliche Gespräche, Vermittlung) für 3 M an eine Fremdfirma zu überweisen - stand dann bereits in der EGV. Hierzu wurden 2-3 Infoseiten an die Wand geworfen.

Ich habe nicht unterschrieben. ich habe noch nie eine EGV unterschrieben, den es handelt sich um einen öffentlich rechtlichen Vertrag. Ein Richter sagte mir mal, dass wenn ich eine Maßnahme über einen öffentlich rechtlichen Vertrag unterschreibe und diese dann abbreche für die finanziellen Schäden aufkommen müsse (Vertragsbruch). Habe ich nicht unterschrieben kann, man von mir kein Geld verlangen.

Darüber hinaus habe ich mich immer an alle EGV als VA (als Bescheid) gehalten und bislang bei jeder Widerspruch eingelegt + Klage eingereicht. Sehr gute Begründungen konnte ich hierfür in Foren wie diesem finden.
 
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