Einladung zu einem Gespräch um meine "berufliche Situation" zu besprechen, muss ich trotz Widerspruchsverfahren §145 SGB III Nahtlosigkeit, teilnehmen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

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Hallo,

ich bin Neu hier, habe aber schon vieles gelesen, finde aber nicht die Antwort, die auf meine Situation passt.

Ich bin seit 12.03 ausgesteuert, in ruhendem Arbeitsverhältnis, habe im Okt 18 die EM Rente beantragt(auch bereits nach Ablehnung Widerspruch eingelegt).
Am 08.03 habe ich mich persönlich arbeitslos gemeldet und keinen Gesundheitsfragebogen und keine Schweigepflichtsentbindung ausgefüllt.
Man hat mir direkt mit Verweigerung des ALG 1 gedroht, wegen fehlender Mitwirkung. Ich habe dann alle Unterlagen inklusive eines Schreibens, ich dem ich mich mit meiner Restleistung zur Verfügung stelle an die Berechnungsstelle geschickt, da die SB dieses nicht entgegen nehmen wollte.
Am 11.03 bekam ich nun ein Schreiben von der AFA, in der ich erneut aufgefordert wurde beides einzureichen, sonst würde man mir das ALG 1 versagen. Die Frist lief am 21.03 aus.
Über mein ALG 1 habe ich noch keine weiteren Informationen, aber ich habe gestern eine Einladung zu einem Gespräch bekommen, in dem meine berufliche Situation geklärt werden soll und hier weiss ich jetzt nicht mehr weiter. Diese Einladung hat eine Rechtsfolgebelehrung und Formular zur Begründung, wenn ich nicht an diesem Termin teilnehmen kann.
Nun meine Fragen:
1. Muss ich da hingehen, ich bin weiterhin krank geschrieben. (Ich habe allerdings leider den Fehler begangen eine AU einzureichen, die bis zum 14.04 geht, danach werde ich weiter krank geschrieben, aber ich werde diese au dann nicht mehr dort einreichen , da ich das hier schon gelesen habe)
2. Muss ich die geforderten Bewerbungsunterlagen und Lebenslauf mitnehmen
3. Kann ich diesen Termin ablehnen weil ich ja weiterhin krank geschrieben bin?
4. Wie verhalte ich mich in dem Gespräch, wenn ich daran teilnehmen muss?
 
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Ich habe dann alle Unterlagen inklusive eines Schreibens, ich dem ich mich mit meiner Restleistung zur Verfügung stelle an die Berechnungsstelle geschickt, da die SB dieses nicht entgegen nehmen wollte.
Wenn du mit allen Unterlagen jetzt den Fragebogen für den äD der AfA meinst, dann war das schon mal aus 2 Gründen schlecht. 1. hat das nichts bei der Berechnungstelle zu suchen und 2. gehen medizinische Dinge (welcher der ärztlichen Schweigepflicht unterliegen) niemanden etwas an, ausser dem äD.

Und jetzt scheint das irgendwo zu sein und keiner weiß wo.

Aber vielleicht kannst du noch mal aufklären was du da jetzt genau, wo hin gesendet hast.

Hast denn in deinem ALG1-Antrag alles so korrekt angegeben das du dich mit deinem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellst? Oder fällt jetzt dieser Antrag auch unter das was du irgendwohin geschickt hast?
 

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Hallo ExitUser,

da hab ich mich wohl unglücklich ausgedrückt, mit Unterlagen meinte ich den Antrag auf ALG1 und die vom AG und der KK, zusätzlich das Schreiben mit dem Restleistungsvermögen.

Den ALG 1 Antrag habe ich korrekt angegeben, das habe ich mir hier schon aus dem Forum geholt.

Ich habe auf den Antrag, wie auch im Anschreiben hingewiesen, das ich mich im Rahmen des § 145 SGB III arbeitslos melde und nicht arbeitssuchend, wie in deren Anschreiben stand.
 
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Ich habe auf den Antrag, wie auch im Anschreiben hingewiesen, das ich mich im Rahmen des § 145 SGB III arbeitslos melde und nicht arbeitssuchend, wie in deren Anschreiben stand.
Du kannst dich nicht nach dem §145 SGB III arbeitslos melden, dafür ist dieser § überhaupt nicht. Die Einordnung nach §145 SGB III kann der äD der AfA nach Begutachtung (nach Aktenlage, oder persönlich) vornehmen. Du selber kannst da keinen "Antrag" zu stellen. Daher ist es erst mal wichtig das der ALG-Antrag korrekt dafür ausgefüllt ist, dann ist nämlich der SB der AfA verpflichtet die Begutachtung einzuleiten.

Das Schreiben mit dem Restleistungsvermögen (was auch immer das war) war an der Stelle unnötig und hat bei dem Antrag für ALG nichts zu suchen. Wenn überhaupt dann wäre das etwas für den äD, aber auch nur wenn er ärztlich begründet ist und nicht etwas nur was du geschrieben hast.

Also gehe ich jetzt richtig mit der Annahme das du ausser dem Antrag auf ALG1 nichts an die AfA, oder den äD gesendet hast?
 

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Ich habe sonst nichts weiter an die AFA geschickt
 

Kerstin_K

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Den Termin solltest Du auf jeden Fall wahrnehmen. Deine AUB gilt nicht als Entschulsigung, eben gerade, weilDu mit Deinem Restleistungsvermögen zur Verügung stehen musst.
 
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Ich habe sonst nichts weiter an die AFA geschickt
OK, dann solltest du jetzt klären was mit deinem ALG1 ist, zum Termin hat dir @Kerstin_K etwas gesagt.

Zu den Gesundheitsfragebogen und des SPE kann man rein rechtlich nur sagen, eine Verpflichtung das abzugeben gibt es nicht, ist alles freiwillig. Allerdings habe ich zum Gesundheitsfragebogen die Einstellung diesen abzugeben, sofern man fundierte ärztliche Dokumente dazu hat. Von den SPE halte ich nichts, wenn dann nur zeitlich begrenzt.
Und den Fragebogen (nebst Unterlagen) nur direkt an den äD und nicht über die AfA, oder einen SB.
 

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Danke Kerstin K und ExitUser,

das mit dem äD verstehe ich noch nicht, denn ich war schon bei einigen Gutachtern, einschl. Rentengutachter und im §145 steht doch eindeutig drin, dass nur der Rententräger die Erwerbsfähigkeit beurteilt. Wozu also der äD der AfA?

Das Problem für mich stellt sich halt gesundheitlich, sobald ich nach Draussen gehen muss, da ich unter Ängsten und Zwängen, wie soz. Phobien leide, versuche ich weitestgehend um solche Termine herum zu kommen, oder mich bestens vorzubereiten, deshalb auch meine Frage, wie ich mich dann im Gespräch verhalten soll, damit ich mir nix vermassel.
 

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Sorry, bin immer zu nervös und vergesse die Grüße.

Danke für die Hilfe schon mal jetzt

LG Malerisch
 
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das mit dem äD verstehe ich noch nicht, denn ich war schon bei einigen Gutachtern, einschl. Rentengutachter und im §145 steht doch eindeutig drin, dass nur der Rententräger die Erwerbsfähigkeit beurteilt. Wozu also der äD der AfA?
Ja, für gewöhnlich fängt der §145 vorne an und das beginnt mit: "Anspruch auf Arbeitslosengeld hat auch eine Person, die allein deshalb nicht arbeitslos ist, weil sie wegen einer mehr als sechsmonatigen Minderung ihrer Leistungsfähigkeit...... usw. "

Es geht also in erster Linie um ALG1. Und um dich in diesen § zu bringen muss die AfA wissen wie groß deine Leistungsfähigkeit ist. Und in zweiter Linie muss dann der Rententräger feststellen wie es um deine Erwerbsminderung steht. Bist du nämlich erwerbsgemindert, dann ist die AfA ja raus aus dem Rennen. Die AfA darf aber nicht sagen, bzw. feststellen ob du erwerbsgemindert ist.

Darum soll man sich ja nach der Aussteuerung mit seiner Restleistungsfähigkeit zur Verfügung stellen. Der äD der AfA muss das dann feststellen. Fällt man dann in den §145 SGB III hat man zwar Ruhe vor der Vermittlung und so Sachen, bekommt aber sofort die Aufforderung innerhalb eines Monats einen Antrag auf Reha/Rente zu stellen.
Fällt man nicht in den §145 dann darf man die Vermittlungsbemühungen der AfA über sich ergehen lassen.


deshalb auch meine Frage, wie ich mich dann im Gespräch verhalten soll, damit ich mir nix vermassel.
Nimm jemanden mit zu dem Termin und gewöhn dir die Schallplatte an das du dich "mit deinem Restleistungsvermögen" zur Verfügung stellst. Und dann ist der SB der AfA gezwungen diesen Prozess einzuleiten, aber du bist auch verpflichtet dabei mitzuwirken.
 

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Hab ich mir das nicht schon verbaut, da ich ja die Mitwirkung bezüglich der Schweigepflichtsentbindung und dem Gesundheitsbogen nicht bis zum 21.03 nachgekommen bin?
 

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Allerdings hab ich ja noch keinen ablehnenden Bescheid, also ist da vielleicht noch nichts entschieden?
 
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Hab ich mir das nicht schon verbaut, da ich ja die Mitwirkung bezüglich der Schweigepflichtsentbindung und dem Gesundheitsbogen nicht bis zum 21.03 nachgekommen bin?
Nein, dass sehe ich eben nicht. Die Bewilligung des ALG1 dürfen sie nicht vom Gesundheitsfragebogen und Schweigepflichtentbindungen (da beides freiwillig) abhängig machen. Das ALG1 muss dir so oder so bewilligt werden, ausser du versäumst dafür etwas abzugeben. Leider versuchen sie es immer wieder, dass sie damit Druck ausüben das man beides abgeben muss um ALG1 zu erhalten.

Sie können dir Probleme machen wenn du deiner Mitwirkungspflicht nicht nachkommst, weil du z.B. zu Untersuchung beim äD nicht auftauchst, usw.
Aber hier liegt die Entscheidung bei dir welchen Weg du gehen willst. Mitwirken in Form von Fragebogen und Unterlagen, oder darauf warten das die Begutachtung des äD kommt.
 

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Kannst du mir auch noch sagen, was die mit meinen Bewerbungsunterlagen wollen und muss ich die überhaupt mitbringen?
 
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Kannst du mir auch noch sagen, was die mit meinen Bewerbungsunterlagen wollen und muss ich die überhaupt mitbringen?
Naja, du stellst dich ja erst mal mit deinem "Restleistungsvermögen" zur Verfügung, wenn du den Antrag nach den Vorlagen hier ausgefüllt hast. Das bedeutet dann, dass du ja auch den Bemühungen der AfA zur Verfügung stehst dir im Rahmen des Leistungsvermögens etwas zu besorgen.

Und ich denke das wollen die jetzt einfach so angehen. Bezüglich Feststellung des Restleistungsvermögens hast du ihnen ja noch nichts an die Hand gegeben, aber das verhindert ja erst mal nicht zwingend das gar nichts besprochen werden kann.
 

Kerstin_K

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Das Problem für mich stellt sich halt gesundheitlich, sobald ich nach Draussen gehen muss, da ich unter Ängsten und Zwängen, wie soz. Phobien leide, versuche ich weitestgehend um solche Termine herum zu kommen, oder mich bestens vorzubereiten, deshalb auch meine Frage, wie ich mich dann im Gespräch verhalten soll, damit ich mir nix vermassel.
Um den Termin wirst Du nicht herumkommen, auch wenn er derzeit sinnfrei ist, denn so lange der äD Deine Restleistungsfähigkeit nicht festgestellt hat, kann es gar keine Vermittlung geben, denn SB weiss ja nicht, was bei Dir noch geht und was nicht.

Das mit den Bewerbungsunterlagen kann auch ein Textbaustein sein. Sehr oft steht das standardmäßig mit drin aber dann um Gespräch wird gar nicht danach gefragt.

Mal ein anderer Gedanke: Wenn schon nach draussen gehen für Dich ein Problem ist, dann ist doch sicher ein Termin beim äD auch eine grosse Belastung. Die Gutachten der AfA sind eh meist das Papier nicht wert, auf dem sie stehen. DAs wäre es mir nicht wert, mich da hin zu begeben.

Gutachten nach Aktenlage sind sehr beliebt bei der Af A, weil sie billiger sind. Mit Deinem bisherigen Verhalten, gar nichts abzugeben erzwingst Du es aber quasi, dass der äD dich persönlich einladen muss, denn irendwie müssen sie ja Deine Restleistungsfähigkeit feststellen.

Wäre es für Dich eie Option, doch noch den Gesundheitsfragebogen und möglicht aussagekräftige Unterlagen Deier Ärzte direkt an den äD zu geben. Eine Garantie, dass Du nicht doch noch eingeladen wirst zur Untersuchung ist das nicht, aber es wird dehr unwahrscheinlich.
 
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Wäre es für Dich eie Option, doch noch den Gesundheitsfragebogen und möglicht aussagekräftige Unterlagen Deier Ärzte direkt an den äD zu geben.
@Kerstin_K
Das würde ich mit dem derzeit abgelehnten EMR-Antrag als vielleicht gewagt ansehen, da im Gesundheitsfragebogen genau das auch abgefragt wird. Ebenso auch nach den Begutachtungen die ja wohl schon stattgefunden haben. Und die dürften dann eher nicht so gut ausfallen, wenn die EMR derzeit abgelehnt ist.
 

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Ich hatte der SB auf die Frage wie der äD an meine Unterlagen kommen will bereits gesagt, ich würde ihm dann Kopien zukommen lassen bzw mitbringen, dazu muss ich ja aber doch erstmal einen Termin bekommen, oder nicht? Ich möchte meine Unterlagen nur nicht beim SB lassen und schon gar keine Datenfreigabe unterschreiben.

Aber ja, du hast Recht, ich weiss nur gerade nicht was besser für mich ist.
Alles zusammen ist einfach zuviel und ich kann nicht entscheiden welchen Weg ich gehen soll, deshalb bleibt es oft liegen.

Ich werde mir das noch überlegen mit dem zusenden
 

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Auch ein guter Gedanke ExitUser, ich sag ja, ich hab kein Gefühl was Richtig oder Falsch ist
 
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