Einladung vom Jobcenter trotz vorliegender / fortlaufender AU (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Mannheimer

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Hallo zusammen,
ich erhielt heute ein Einladung vom Jobcenter. Die SB möchte mit mir über meine berufliche Situation sprechen.

Ich reiche seit rund 3 Jahren fortlaufend AU's ein. Bisher, war es offensichtlich ausreichend, wenn ich das Antwortschreiben ausgefüllt zurück geschickt habe (ich werde nicht erscheinen, AU liegt vor).

Die aktuelle Einladung enthält eine mir "neuen" Textbaustein :
Bitte beachten Sie im Krankheitsfall : Eine ärztlich bescheinigte AU bedeutet nicht, dass Sie nicht in der Lage sind einen Termin wahrzunehmen. Die Vorlage einer einfachen AU, kann daher nicht als wichtigen Grund für Ihr Nichterscheinen zum gen. Meldetermin anerkannt werden. Sollten Sie den genannten Termin aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrnehmen können * mit edding farblich hervorgehoben * legen Sie bitte eine Bescheinigung Ihres behandelnden Arztes vor, aus der hervor geht, dass Sie aus gesundheitlichen Gründen gehindert sind, den Termin wahrzunehmen. Sofern Ihnen Kosten für diese Bescheingung entstehen, werden diese in Höhe von 5,36€ übernommen. Danach folgt die übliche RFB ...

Ist das üblich und ich hatte bisher, einfach nur "Glück" dass ich vorherige Einladungen, mit dem Hinweis auf die vorliegende AU abwimmeln konnte ?

Gruß vom Mannheimer
 

Allimente

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Da stellt sich mir die Frage, warum es auf einmal nicht mehr ausreichend sein soll, wenn es Jahre vorher ausreichend gewesen ist.

Die Begründung dazu würde ich erstmal schriftlich und nachweisbar vom JC einfordern
 

Couchhartzer

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Da stellt sich mir die Frage, warum es auf einmal nicht mehr ausreichend sein soll, wenn es Jahre vorher ausreichend gewesen ist.
Weil aufgrund so langer fortlaufender Krankschreibungen die begründete Vermutung entsteht, dass eventuell eine teilweise oder vollumfängliche Erwerbsunfähigkeit bestehen dürfte.
Und aller Wahrscheinlichkeit nach soll das dann auch beim Einladungstermin angesprochen werden und dann ggf. eine Begutachtung durch den ÄD eingeleitet werden.
Wäre jedenfalls aufgrund der berechtigten Vermutung so die gesetzlich vorgeschriebene Pflicht des JC.
 

Allimente

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Weil aufgrund so langer fortlaufender Krankschreibungen die begründete Vermutung entsteht, dass eventuell eine teilweise oder vollumfängliche Erwerbsunfähigkeit bestehen dürfte.
Schon klar. Aber dafür bedarf es doch keiner Einladung, dass kann SB auch so machen. Oder? Ich weiß es nicht.
 

Mannheimer

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Ich hatte nach Aufforderung des JC, Erwerbsminderungsrente beantragt. Wurde trotz 2x Widerspruch abgelehnt... man bekommt die wohl nur, wenn man mit dem Kopf unterm Arm bei den Gutachtern erscheint. Ich könnte noch 6 Std. arbeiten - sprich leichte Tätigkeiten, nicht schwer heben, keine Zwangshaltung, keine Nachtarbeit. Mein Hausarzt unterstützt mich und meint, die AU's lassen wir einfach mal so weiter laufen.

Ich werde ihm das Schreiben zeigen. Mal sehen, was er dazu sagt.
 

humble

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Willkommen im WUB-Klub. Auch hier kann ich nur den Ratschlag geben, in die Forensuche den Begriff "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" einzugeben und sich eingehend mit dem Thema zu befassen. In Ruhe werden die Dich jedenfalls wohl nicht mehr lassen. Als nächstes dürfte eine Begutachtung beim ärztlichen Dienst anstehen und dann dementsprechend entweder eine Aussteuerung in die Grundsicherung, oder entsprechende "Fortbildungsmaßnahmen".

Kannst auch in meinem Thread nachlesen, wie so ein Kampf bezüglich WUB aussehen kann. Viel Erfolg.
 

Mannheimer

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Danke, habe versucht mich in deinen Beitrag einzulesen - das sind zu viele Infos, die kann ich nicht aufnehmen.

Diesen Auszug aus der Dienstanweisung habe ich irgendwo dazwischen gefunden :

(12) Die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist grundsätzlich als wichtiger Grund i. S. d. § 32 SGB II anzuerkennen (siehe auch FW zu § 32 Rz. 32.9). Arbeitsunfähigkeit ist jedoch nicht in jedem Einzelfall gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit, zu einem Meldetermin zu erscheinen. Jedenfalls nach vorheriger Aufforderung kann vom Leistungsberechtigten auch ein ärztliches Attest für die Unmöglichkeit des Erscheinens zu einem Meldetermin verlangt werden (vgl. Bundessozialgericht, Urteil
vom 9.11.2010 - Az. B 4 AS 27/10 R - juris Rn. 32).

Wenn das so stimmt, komme ich um dieses Attest wohl nicht drum rum.
 

Allimente

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Aufforderung kann vom Leistungsberechtigten auch ein ärztliches Attest für die Unmöglichkeit des Erscheinens zu einem Meldetermin verlangt werden (vgl. Bundessozialgericht, Urteil
vom 9.11.2010 - Az. B 4 AS 27/10 R - juris Rn. 32).

Wenn das so stimmt, komme ich um dieses Attest wohl nicht drum rum.
Dieses Urteil bezieht sich auf einen ganz anderen Sachverhalt. Da ging es um jemanden, der immer zu den ärtzlichen Terminen plötzlich krank geworden ist. Das trifft auf dich aber kaum zu, wenn Du durchgehend seit Jahren krankgeschrieben bist.

Es gibt da ein Musterschreiben zu, welches Du eventuell für dich nutzen kannst. Was das am Ende bringt, kann ich Dir auch nicht sagen: https://wize.life/themen/buergerhilfe/26397/musterschreiben-wegeunfaehigkeitsbescheinigung
 

humble

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Wenn das so stimmt, komme ich um dieses Attest wohl nicht drum rum.
Wie Allimente schon geschrieben hat, ging es bei dem Urteil um einen ganz anderen Sachverhalt und auch aus diesem Urteil zitieren die jc nicht die eigentlich wesentlichen Stellen. Die für uns erkrankten ELOs ist diese Stelle des Urteils wesentlich: "Entsprechend ist auch die mit einer Arbeitsunfähigkeit regelmäßig verbundene Vermutung, dass ein Meldetermin aus gesundheitlichen Gründen nicht wahrgenommen werden kann, im Streitfall von den Sozialgerichten zu überprüfen.". Das wollen die jc aber nicht zitieren, da es dann noch mehr Verfahren bei den SG und noch mehr Urteile gegen die jc gibt. Alles mit zusätzlichen Kosten verbunden.

Natürlich kommst Du drum rum. Ich bin es auch und viele andere auch. Du bist in einer ganz bestimmten Lebenssituation, die Du nun nicht ändern kannst und wichtig wäre, dass Du Deine Selbstsicherheit stärkst. Mir ist klar, am Anfang erdrückt die ganze Informationsflut einen förmlich. Ging mir nicht anders, wie man meinem Thread entnehmen kann.

Es bringt aber jedem enorm viel sich mit dem Thema zu befassen und die Regelungen, rechtliche Entscheidungen und Abwehrmaßnahmen zu kennen. Lies zumindest die 4te Seite in meinem Thread durch und beachte die Reaktionen des Gerichtes auf den Schwachsinn, den das jc produziert hat. Das baut einen enorm auf. Inzwischen bin ich seit Monaten frei von Sanktionen, Meldeterminen und Vermittlungsvorschlägen. Es lohnt sich zu kämpfen. Es geht schließlich um Deine Gesundheit und Dein Leben. Aber auch um Deine Selbstbestimmung.

Nimm Dir Zeit, studiere alles eingehend. Wenn Du etwas (noch) nicht verstehst, frage gerne nach. Dafür ist dieses Forum da.
 

Mannheimer

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Lies zumindest die 4te Seite in meinem Thread durch und beachte die Reaktionen des Gerichtes auf den Schwachsinn, den das jc produziert hat. Das baut einen enorm auf. Inzwischen bin ich seit Monaten frei von Sanktionen, Meldeterminen und Vermittlungsvorschlägen. Es lohnt sich zu kämpfen. Es geht schließlich um Deine Gesundheit und Dein Leben. Aber auch um Deine Selbstbestimmung.

Nimm Dir Zeit, studiere alles eingehend. Wenn Du etwas (noch) nicht verstehst, frage gerne nach. Dafür ist dieses Forum da.
Die Seite 4 habe ich gestern schon gelesen, aber das war für mich alles verwirrend, weil aus dem Zusammenhang gerissen. Also habe ich bei Seite 1 angefangen - da geht es um deine kranken Eltern und Pflegestufen usw. dann ging es um Saktionen, Darlehen ... dann war von einer 3.Person die Rede, die die WGU ausstellen soll (eine Vertretung deines Arztes ?). Das erschlägt mich förmlich und ich kann daraus für mich, keine Infos ziehen. Vielleicht stelle ich mich auch nur zu dusselig an weil ich die ganzen Zusammenhänge nicht verstehe...
 

Kerstin_K

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Als nächstes dürfte eine Begutachtung beim ärztlichen Dienst anstehen und dann dementsprechend entweder eine Aussteuerung in die Grundsicherung, oder entsprechende "Fortbildungsmaßnahmen".
Die DRV hat dir Rente abgelehnt. Das ist auch fuer das JC bindend. Da ist nichts mit abschieben in die Grusi und das Geld fuer den aerztlichen Dienst kann sich das JC sparen.
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hansklein

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und das Geld fuer den aerztlichen Dienst kann sich das JC sparen.
Warum das? Irgendwer muss ja noch die gesundheitlichen Einschränkungen feststellen und die Auswirkungen auf die möglichen Erwerbstätigkeiten :bigsmile:
Soweit ich orientiert bin, macht die DRV da für das JC kein Gutachten zu.
 

Kerstin_K

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Das DRVGutachten gibt es schon im Zuge der ®entenablehnung.
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Kerstin_K

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Der TE schrieb, dass die Rente abgelehnt wurde.
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humble

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Du zitierst mich und schreibst "Die DRV hat dir Rente abgelehnt". Deswegen die Nachfrage :welcome:
 

Kerstin_K

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Ich habbe dich zitiert, weil du falsch liegst mit deiner Meinung aerztlicher Dienst bzw. Abschiebung in die Grundsicherung. Das geht nicht, weil die Beurteilung der DRV auch für das JC bindend ist.
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