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Einladung trotz arbeitsunfähigkeit - Geht das?

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Nicht offen für weitere Antworten.

LennyB

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22 Jul 2010
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#1
Hallo,
ich bräuchte mal wieder Eure Hilfe. Ich bin seit langer Zeit krank geschrieben und war inzwischen auch schon beim medizinischen Dienst der Arbeitsagentur. Ich leide unter schweren Depressionen und daraus resultierenden psychosomatischen Beschwerden, hauptsächlich chronischer Gastritis. Meine SB ist daran nicht unschuldig, da sie mittels Schikanen jeden Genesungsprozess zunichte machte. Deshalb war ich eigentlich froh durch die AU-Bescheinigung vor Einladungen zu ihr sicher zu sein. Nunerreichte mich folgende Einladung:

http://img838.imageshack.us/img838/947/argebrief.jpg

Geht das mit rechten Dingen zu? Kann man tatsächlich trotz AU-Bescheinigung zu einem ARGE-Besuch gezwungen werden? Was will die Tante überhaupt von mir? Die ist keine Psychologin und auch keine Fachärztin für innere Medizin. Ich befürchte nun, daß die wieder irgendwas ganz fieses mit mir vor hat.

Habt Ihr irgendwelche Ratschläge? Mir macht das ganze wirklich Sorgen.

Danke
Lenny
 

Berlin50

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#2
Bei Krankschreibung brauchst Du der Einladung nicht folgen. Stell Dir vor, Du wärst ein Arbeitsnehmer. Gehst Du dann zur Arbeit? Nein. Lg.
 

LennyB

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22 Jul 2010
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#4
Bei Krankschreibung brauchst Du der Einladung nicht folgen. Stell Dir vor, Du wärst ein Arbeitsnehmer. Gehst Du dann zur Arbeit? Nein. Lg.
Nun, ich werde extra darüber informiert, daß ich der Einladung auch folgen muss, wenn ich krank geschrieben bin. Nur bei Bettlägrigkeit könnte ich nicht kommen.
 
E

ExitUser

Gast
#6
rede mit deinem Arzt und frage, was ein Attest kostet, Reiseunfähigkeitsbescheinigung oder wie das Ding heißen soll, beantrage diese Kosten vorab schriftlich bei der ARGE.
 
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#7
Hallo,

habe das gleiche Problem. Bin auch z. Zt. beim Psychiater, weil mich die SB ewig schikaniert. Wahrscheinlich kann die mich nicht leiden!!! Reagiere nur noch mit Krankmeldungen!!
Auf keinen Fall brauchst Du zu einem Termin bei der SB erscheinen, wenn Du
krank bist.
Ich habe auf dieser Website folgenden Text gefunden:

Wenn Du krank bist, bist Du krank. Die ARGE ist kein Arzt. Du bist der ARGE keine Rechenschaft schuldig und schon gar nicht bist Du auskunftspflichtig, um welche Erkrankung es sich handelt! Du bist einzig und allein dazu verpflichtet, die ARGE darüber zu informieren, daß Du krank bist. Das hast Du mit dem Zusenden der Arbeitsunfähigkeit auch getan!!

ARGE KANN SICH AUF DEN KOPF STELLEN!

Während meiner Arbeitsunfähigkeit habe ich sogar ein Stellenangebot bekommen!
Habe den Zettel zurückgeschickt: ich habe mich nicht vorgestellt, weil ich zur Zeit arbeitsunfähig bin! Attest im Kundencenter abgegeben! Habe keine Sanktionen erhalten!

Wenn Du eine Vorladung bekommen hast, Zettel auch ausfüllen und ab zur ARGE!! Dann mach Dir ein paar schöne Tage!!

MfG
 

Feind=Bild

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#8
Liest man hier in letzter Zeit öfter, daß ne einfache AU nicht mehr akzeptiert wird, da übernimmt manche Behörde scheinbar lieber die 40€ für ne Reiseunfähigkeits-Bescheinigung.
Is vielleicht ne Reaktion auf die auch hier so oft empfohlene AU, die (ich gebs zu) oft das einzige Mittel der Gegenwehr bei manchen Maßnahmen zu sein scheint. Wobei es manchmal aber auch übertrieben wird (ich sag nur Welpe).

Ermöglicht es Dir Deine Gastritis evtl. Dich besonders leicht zu Übergeben?
Dann kotz der Tante beim Termin auf den Tisch, evtl. überlegt die sich dann in Zukunft ihre Einladungen?
 

selbstefan

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#9
Die Idee ist gar nicht so schlecht...
Man könnte da ggf. auch mit Brechmitteln nachhelfen.

Ein zweites Mal lädt die Dich nicht mehr ein, wenn Du AU bist und sie wird sich die nächsten Wochen und Monate noch jeden Tag an den Vorfall erinnern, wenn sie ihr Zimmer betritt und sich an ihren Schreibtisch setzt :icon_twisted:

In meiner EGV steht auch drin, dass ich Termine wahrzunehmen habe, selbst wenn ich kranggeschrieben bin. Rechtlich haltbar? Ich bezweifle es. Steht aber in der EGV, ich habs unterschrieben. Also im Zweifel bin dann doch ich der Dumme.
Und das, wo ich noch NIE einen einzigen Termin bei der ARGE verpasst habe und IMMER fristgerecht antwortete.

Es braucht also keine "Sonderfälle", die so etwas auferlegt bekommen, das ziehen die auch so ab.
 

LennyB

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#10
Hmm, dann komme ich um den Termin wohl nicht drumrum :( Aber mal was anderes: Der medizinische Dienst hat mir das Ergebnis der Blutuntersuchung (die sagten ganz offen, daß das für nen Drogentest wäre) zugeschickt. Ich habe die auffälligen Werte mal nachgeschlagen. Und dabei habe ich festgestellt, daß diese auf einen erhöhten Alkoholkonsum schliessen lassen. Nun, ich habe in der Zeit vor dem Termin schon ordentlich, aber auch nicht grausam viel gebechert. War halt nunmal mitten in der Fussball WM. Da feiert wohl jeder. Jetzt die Frage: Können die mir daraus irgendwas übles besteln? Ich habe da schon Dinger gehört, daß Leute unter Sanktionsandrohung zu Klinikaufenthalten gezwungen wurden. Geht sowas heutzutage?

Bin für jegliche Tips äusserst dankbar!
Lenny
 

gelibeh

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#11
rede mit deinem Arzt und frage, was ein Attest kostet, Reiseunfähigkeitsbescheinigung oder wie das Ding heißen soll, beantrage diese Kosten vorab schriftlich bei der ARGE.
Mach doch erstmal das, was da steht.
 

LennyB

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#12
Habe vorhin schon mit der Hausärztin telefoniert und die sagt, daß sie mir ein solches Atest nicht ausstellen kann, weil es nicht der Wahrheit entspricht, daß ich bettlägrig oder nicht reisefähig wäre. Das wird wohl nix.
 

Doppeloma

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#13
Hallo LennyB,

Habe vorhin schon mit der Hausärztin telefoniert und die sagt, daß sie mir ein solches Atest nicht ausstellen kann, weil es nicht der Wahrheit entspricht, daß ich bettlägrig oder nicht reisefähig wäre. Das wird wohl nix.
Nein, das braucht sie auch nicht, denn die NORMALE AU-Bescheinigung hat der SB zu reichen.

Es gibt hier inzwischen schon eine "Endlosschleife", hier im Forum, im Bezug auf die Forderung nach irgendwelchen Extra-Bescheinigungen, das ist NICHT ZULÄSSIG:icon_evil:

Hier ist die gesetzliche Grundlage für das was zu geschehen hat wenn der HE krank ist!

§ 56 SGB II Anzeige- und Bescheinigungspflicht bei Arbeitsunfähigkeit

Lies dir das bitte GENAU durch, da steht auch drin was SB zu tun hat, wenn man dir nicht glaubt, dass du krank bist.

Dann MUSS man dich zur Prüfung deiner AU zum MDK (Med. Dienst der Krankenkassen!) schicken, von zusätzlichen Bescheinigungen steht da NIX:icon_neutral:

Druck ihr das aus und schick es zusammen mit deiner "Entschuldigung" (Rückseite der Einladung!) an deine SB!!!

Da steht auch nur die Möglichkeit "AU seit..." und nix von Bettlägerig oder solchem Schmarrn.
Von einem anderen User hier wurde die letzten Tage schon eine "Transportunfähigkeits-Bescheinigung" verlangt, also wenn du da noch "irgendwie hingekarrt werden kannst mußt du erscheinen":confused:

Das geht ja eigentlich auch noch, wenn man schon TOT ist, oder?

Ich könnte schon wieder ausflippen, warum kapiert eigentlich keiner KRANK IST KRANK und da MUSS ich nirgendwohin, außer zum Arzt (notfalls auch zum Amtsarzt oder zum MDK aber NIEMALS zur SB).

MfG Doppeloma
 

catwoman666666

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#14
Hmm, dann komme ich um den Termin wohl nicht drumrum :( Aber mal was anderes: Der medizinische Dienst hat mir das Ergebnis der Blutuntersuchung (die sagten ganz offen, daß das für nen Drogentest wäre) zugeschickt. Ich habe die auffälligen Werte mal nachgeschlagen. Und dabei habe ich festgestellt, daß diese auf einen erhöhten Alkoholkonsum schliessen lassen. Nun, ich habe in der Zeit vor dem Termin schon ordentlich, aber auch nicht grausam viel gebechert. War halt nunmal mitten in der Fussball WM. Da feiert wohl jeder. Jetzt die Frage: Können die mir daraus irgendwas übles besteln? Ich habe da schon Dinger gehört, daß Leute unter Sanktionsandrohung zu Klinikaufenthalten gezwungen wurden. Geht sowas heutzutage?

Bin für jegliche Tips äusserst dankbar!
Lenny
Nein, das geht nicht. Zwangseinweisung in eine Klinik muß in der Regel ein Richter anordnen und es muß eine Gefährdung von dem Patienten ausgehen. Die Grenzen sind da sehr eng.

Dem SB gehen die Diagnosen gar nichts an, einzig deine Einschränkungen muß er kennen. Dem medizinischen Dienst kann man untersagen, die Diagnosen an den SB weiterzugeben.
 

Holler2008

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#15
Ich finde nicht mehr die Dienstanweisungen auf der Site des Arbeitsamtes (Hilfe bitte), daher kein Link
aber dort gibt es die klare Anweisung an die Sachbearbeiter, dass eine AU als Grund fernzubleiben ausreicht und sie keine Bettlägrigkeitsbescheinigung o.ä. verlangen dürfen.

Die Bettlägrigkeitsbescheinigung setzte ich unter uns Laien mit der Reiseunfähigkeitsbescheinigung gleich, davon muss auch die Arge ausgehen.

hier mal die Kopie der Dienstanweisung von meiner Festplatte:

Hinweise Seite 4/5 § 31

(31.14a) AU-Bescheinigung

(3) Die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist grund-
sätzlich als wichtiger Grund anzuerkennen. Es ist nicht zulässig,
als Nachweis für einen wichtigen Grund bei Meldeversäumnissen
von den Hilfebedürftigen die Vorlage einer sogenannten „Bettläge-
rigkeitsbescheinigung“ zu verlangen.
 

LennyB

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#16

Holler2008

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#18
Gesetzesänderung
Das ist eine Anweisung, wie sich dein Sachbearbeiter zu dem Gesetz zu verhalten hat, von seinen ganz oberen Vorgesetzten, keine Gesetzesänderung, bitte nicht verwechseln.

Und zum Entschuldigungsvordruck und diesem Ausdruck die AU nicht vergessen.

Sollte die sich tatsächlich dumm stellen kommt, siehe pigbrother, eine Anhörung, da kannst du denen das erklären.

Hörst du dann nicts mehr von denen, heißt das du bist im Recht und sie wissen das.

Sollten sie sich weiter dumm stellen und nach der Anhörung sanktionieren, dann legst du Widerspruch ein.

Wie? Einfach wieder hier mekden.
 

blinky

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#19
Schau Dir mal den § 309 Abs 3 SGB III an

(3) Der Arbeitslose hat sich zu der von der Agentur für Arbeit bestimmten Zeit zu melden. Ist diese nach Tag und Tageszeit bestimmt, so ist er seiner allgemeinen Meldepflicht auch dann nachgekommen, wenn er sich zu einer anderen Zeit am selben Tag meldet und der Zweck der Meldung erreicht wird. Ist der Meldepflichtige am Meldetermin arbeitsunfähig, so wirkt die Meldeaufforderung auf den ersten Tag der Arbeitsfähigkeit fort, wenn die Agentur für Arbeit dies in der Meldeaufforderung bestimmt.
 
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