Einladung per Mail - wie verbindlich? (1 Betrachter)

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Taipanshu

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Guten Tag liebe Leser,

ich musste mich vor einiger Zeit um einen VV mit RFB bewerben, dies bei einem Arbeitgeber den ich kenne und der mich früher als 1 Euro Jobber eingezogen hatte.

Diesmal soll ich auf Grund meiner Qualifikation aber dort arbeiten (Betreuungskraft Demenz) und habe eine Einladung zum Vorstellungsgespräch per E-Mail bekommen.

Aus gesundheitlichen Gründen kann ich das aber nicht und dem Arbeitgeber vertraue ich natürlich nicht all zu sehr, ich kenne ihn ja von früher und da liefen dubiose Sachen ab.

1. Kann und darf ich eine E-Mail in diesem Fall ignorieren? Ich denke schon, bin aber nicht sicher ob da mal was geändert wurde? Die Mail könnte ja schließlich auch im Spam landen.

2. Gibt es eine Möglichkeit aus einem VV mit RFB rauszukommen ohne das es sich dabei um ZAF handelt? Ich habe einen ärztlichen Attest, in dem steht das ich in diesem Beruf nicht mehr arbeiten darf (Betreuungskraft für demenziell Erkrankte), bin beim letzten Arbeitgeber im Guten gekündigt worden wegen gesundheitlichen Problemen. Wollte das eigentlich nicht mehr machen.

Das Problem ist ein Gutachten des Jobcenters in dem steht das ich diesen Beruf ausüben darf, dieses Gutachten kollidiert mit einem ärztlichen Attest in dem steht, das ich diesen Beruf nicht mehr ausüben darf. Alles ein wenig kompliziert, es geht mir in erster Linie mal um den Email Verkehr und die Rechtssicherheit.
 

Fritz Fleißig

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1. Für die Korrespondenz mit einem Arbeitgeber gibt es keine Formvorschriften. Eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch kann dir also durchaus auch telefonisch oder per E-Mehl zugehen.

Allerdings müßte dir für eine Sanktion das JC auch den tatsächlichen Zugang dieser E-Mehl nachweisen. Das ist bei dieser Art der Korrespondenz grundsätzlich nicht möglich, sofern man den Eingang nicht bestätigt.

Der Arbeitgeber kann dir freilich eine weitere Einladung schriftlich schicken, wenn er an dir interessiert ist. Das Problem wird dadurch letztlich nicht gelöst, sondern nur aufgeschoben. Es kann sich auch jederzeit mit einem anderen ähnlichen Stellenangebot wiederholen.

1a. Möglicherweise hast du aber aufgrund der zurückliegenden Beschäftigung bei diesem Arbeitgeber andere wichtige Gründe, eine Tätigkeit dort abzulehnen (Zerstörung des notwendigen Vertrauensverhältnisses). Das hängt aber davon ab, was für "dubiose Sachen" dort zuvor gelaufen sind.

2. Das JC wird sich bei der Zumutbarkeit bestimmter Beschäftigungen immer auf die Feststellungen seines Ärztlichen Dienstes beziehen und nicht auf Privatatteste. Wenn du meinst, daß du bestimmte Tätigkeiten nicht mehr ausüben kannst und dafür auch gute Gründe hast, solltest du eine erneute Begutachtung durch den Ärztlichen Dienst verlangen. Nur so kann dein Problem letztlich gelöst werden.
 
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