Einladung mit Forderungen an mich gestellt (Teil 2)

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HartzVerdient

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Vor einigen Monaten hatte ich ein ähnliches Schreiben erhalten, was allerdings mittlerweile Historie ist.

Vorhin habe ich ein folgendes neues Einladungsschreiben erhalten und hätte hierzu einige Anregungen. Auf mich wirkt die Einladung so, als möchte man eine "Sanktionsgrundlage" bzw. "Umfeld" schaffen, da ich schon so lange arbeitslos bin. Auf Anregungen und Hinweise bin ich sehr dankbar. Allerdings macht mich das Thema auch sehr müde. Irgendwann kann man einfach nicht mehr.

Inhalt des Schreibens (die wichtigen Passagen).

1) Bewerbungsgemühungen. Bitte bringen Sie Nachweise aktueller Bewerbungsbemühungen mit (z.B. Anschreiben an Firmen / Arbeitgeber, Antworten der Firmen Einladungsschreiben zu Vorstellungsgesprächen usw.).

Den Punkt kann ich selbst regeln.

2) Es ist beabsichtigt, mit Ihnen eine Eingliederungsvereinbarung für den Bereich "Bewerbungsbemühungen" zu schließen.

Ich lese heraus: Kein Eingliederungskonzept, keine Ermessensgrundlage, kein abgestimmtes Eingliederungskonzept. Nur eine lose Androhung einer Eingliederungsvereinbarung, wo man halt sanktionieren kann, wenn man gerade lustig ist.

3) Qualifizierung / Fortbildung / Weiterbildung. Angebote, sich in Ihrem Berufsfeld weiterzubilden, haben Sie bisher abgelehnt. Dennoch schlage ich vor, dass Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Vieleicht können Sie bei unserem Termin entsprechende Qualifizierungen, Fortbildungs- oder Weiterbildungsangebote vorbringen. Da Sie mittlerweile als berufsentfremdet gelten, verhindern Sie durch Ihre haltung eine Arbeitsuafnahme.

Ok ? Und was soll ich konkret tun ? Eine Weiterbildungsgeschichte ist kein Garant für eine Arbeitsaufnahme. Zumal ich Wirtschaftsinformatik studiert habe und einen Abschluss auf operativer Ebene der Unternehmensführung. Was wollen die nun konkret "weiter- bzw. fortbilden ?" was mich wieder in Arbeit bringen könnte. Sofern man weiterhin auf das Wohlwollen externer Unternehmen angewiesen ist. Die Arbeit schneide ich mir ja nicht aus den Beinen. Zudem bin ich als privater Zweitpfleger für meine Mutter eingetragen (Pflegeversicherung) und habe 4 Stunden pro Woche (so hat man es geschrieben) um die Belange meiner Mutter zu kümmern. Fahrerei zu Arztterminen, Einkaufen usw. Obwohl das Jobcenter diese Situation kennt, scheint das wohl keinen Eindruck zu hinterlassen.

Bei mir ist momentan echt die Luft raus und ich kann nicht mehr. Da ich seit Januar nur am Rotieren bin und mich um die Belange meiner Eltern kümmern muss... Vater kann nicht mehr, Mutter ist auch kurz vor knapp...
 

Gollum1964

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nabend HartzVerdient,

ich fürchte, solange du beim Jobcenter bist, kannst du das nicht verhindern, dass die dich wieder in die Zange nehmen wollen. Wahrscheinlich hattest du vorher einen SB, der dich abgeschrieben und daher weitestgehend in Ruhe gelassen hat. Vermutlich ist bei diesem ein Sinneswandel erfolgt oder du hast eine neue, die dich jetzt richtig aktivieren möchte. Ob du gut oder schlecht behandelt wirst, ist immer auch von dem Charakter oder der Laune deiner SB abhängig.

Ich habe irgendwo gelesen, du hast aufgrund einer Mobbinggeschichte psychische Probleme bekommen hast. Kannst du hier nicht etwas in Richtung EM-Rente oder Wechsel in die Grundsicherung bewerkstelligen?

Zumindest möchte man dir noch irgendwas mit Fortbildung nahelegen. Wahrscheinlich bist du noch etwas jünger. Mich hat man mit 53 noch in die Intensivbetreuung genommen und wollte mich in eine Aktivierungsmaßnahme stecken, wo man mich 9 Monate lang durch kostenlose Praktika beibringen wollte, was Arbeit ist (trotz abgeschlossenen Studium und ca. 20 Jahren qualifizierter Berufspraxis).

Aber verstehen kann ich dich natürlich. Weitere erfolgreiche Fortbildungen sind auch kein Garant auf einen Arbeitsplatz, wenn man vorher langzeitarbeitslos war. Kenne ich selber aus 2015, wo ich eine SAP-Zertifizierung mit 51 als Klassenbester abgeschlossen habe. Einen Arbeitsplatz habe ich dadurch auch nicht bekommen.

Eine weitere Alternative wäre, irgendwas freiberuflich zu machen, auch wenn es dich nicht aus dem Bezug bringt und nur ein paar EUR zusätzlich. Falls du nicht mehr der Allerjüngste bist, bist du vielleicht nicht mehr direkt im Visier des Jobcenters, da kein "Vollhartzer" mehr.

Letztendlich hat man leider nach langen Jahren der Arbeitslosigkeit irgendwie keine guten Alternativen mehr. Leider.
 

Sonne11

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3) Qualifizierung / Fortbildung / Weiterbildung. Angebote, sich in Ihrem Berufsfeld weiterzubilden, haben Sie bisher abgelehnt.
Auf diese Punkte kann man doch so schön aufsatteln und darauf herumreiten? :biggrin:

Waren es wirklich "Qualifizierung / Fortbildung / Weiterbildung" So richtig wirklich? Mit Zeugnis, Diplom und Hut mit Kordel? Oder waren es Maßnahmen, wo man allein am PC sitzt, weil das JC und ggf. ein Flyer den Maßnahmeinhalt und die Beschreibung so allgemein halten, dass sogar Lama-Spaziergänge durchgeführt werden könnten und man am Ende nichts für sich selbst wichtiges vorweisen kann?

Darauf würde ich mich stürzen! Der Trick ist, nicht zu denken, man wäre die/der einzige Elo mit gewissen Hürden. Denn das sollst Du mit der Zeit denken.

Wenn man weiß, was das System H4 noch für einen bietet und man weiß, das auszuhebeln, dann kommt das große "Du bist schuld" :wink:

Take it easy!! :wink: You're not alone und so weiter :welcome::peace::icon_evil::icon_pause::icon_pause::icon_pause:

Da heult einfach nur jemand und denkt, es beeindruckt Dich und Du lässt Dich irgendwo parken. :wink:
 

0zymandias

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[...] Da Sie mittlerweile als berufsentfremdet gelten, verhindern Sie durch Ihre haltung eine Arbeitsuafnahme.
[...]

Wenn das so stimmen würde, hätten sie sanktionieren müssen und sie hätten es auch getan.

Schlechte Verlierer. :biggrin:

Ansonsten ist es dasselbe wie bei anderen Sekten auch.

Erst musst Du die Schuld auf Dich nehmen, dann erst können sie Dich ins Himmelreich führen.
(Und Du möchtest bitte zur Kenntnis nehmen, dass sie ein kleines bisschen böloidigt sind. Mimimi. :biggrin:)
 

HartzVerdient

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Also bisher ist mir nichts konkretes angeboten worden. Ganz im Gegenteil, man bemüht mich, dass ich mir selbst was suche bzw. mir meine eigene Falle stelle.

Gut zum Einen mag es sicherlich aus Sicht des Jobcenters ein gangbarer Weg sein. Allerdings doktort man hier am Symptom herum und nicht an der Ursache.

Diese ganzen Sachverhalte und einseitigen "Anschuldigungen" sind vollkommen haltlos und gehörten eigentlich in die Eingliederunsvereinbarung. Genau dort gehört es hin, um genau solche "Anschuldigungen" zu vermeiden.

Ich habe keine Weiterbildung oder was auch immer abgelehnt (also Bildung), sondern habe nur zum Ausdruck gebracht, dass ich das System der "Bildungsmafia" nicht unterstützen möchte. Ich bin bereits mich weiterzubilden (zu was auch immer). Allerdings müsste es ein seriöses Unternehmen mit Zielsetzung sein.

Davon abgesehen müssten sie die Pflege meiner Mutter in dem Zeitraum einer möglichen Weiterbildung sicherstellen (es ist ja bald Oktober und die Zahlen um letzten Quartal müssen bereinigt werden).

Was die EGV betrifft, so hat man es in den 8 Jahren noch nicht geschafft, mich beim medizinischen Dienst vorzustellen (da ich krankheitsbedingt gekündigt habe). Die Mitarbeiterin des Jobcenters hat da so ihre eigene Diagnosemöglichkeiten verkündet. "nach X Jahren muss auch mal gut sein".

Was mich momentan sehr zu Schaffen macht ist der Umstand, dass ich das Ganze Jahr nur hinter meinen Eltern hergerannt bin. Viel Krankenhaus, etliche Operationen, einiges planbar, einiges auf Zuruf usw... Mir steht das alles momentan bis zum Hals.

Es ist sicherlich richtig - und da sind wir uns alle einig - das eine Arbeit durchaus zahlreiche Probleme (Jobcenter, Geld, Unabhängigkeit usw.) löst. Nur wenn es keine Arbeit gibt, was soll ich da tun ?

Sehr interessant auch der Umstand, dass man mit mir eine EGV (und man achte explizit hierauf) für "Bewerbungsbemühungen" abschließen möchte.... Obwohl ich jedes Mal Bewerbungsbemühungen, Absagen usw. vorlege... Also man will mit mir einen Umstand rechtlich vereinbaren, den ich ohnehin bereits nachkomme.

Wir wissen alle, dass es hier nicht um "Hilfe" geht. Man muss schon etwas am Oberstübchen haben, wenn man nicht 1 und 1 zusammenzählen kann.

Momentan ist nur halt alles viel, da ich mich zum Einen um meine Eltern kümmern muss... Ich kann sie nicht einfach so stehen lassen... und man zum Anderen um Arbeit bemühen muss...

Rechtlich ist zar alles geregelt (Pflege von Angehörigen, Keine EGV bei Krankheitsverdacht usw.)... Interessiert bloß niemanden beim Jobcenter... Absolut NICHT... Selbst Dokumente die das Nachweisen sind Schall und Rauch...
 

erwerbsuchend

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Ich habe keine Weiterbildung oder was auch immer abgelehnt (also Bildung), sondern habe nur zum Ausdruck gebracht, dass ich das System der "Bildungsmafia" nicht unterstützen möchte.

Wie hast du dies zum Ausdruck gebracht?

Ich bin bereits mich weiterzubilden (zu was auch immer). Allerdings müsste es ein seriöses Unternehmen mit Zielsetzung sein.

Welche Schritte hast du dafür bisher eingeleitet? Welche Kurse hast du dir rausgesucht und dem JC vorgelegt? Kannst du also belegen, dass du dich um eine passende Weiterbildung gekümmert hast und diese Informationen dem JC hast zukommen lassen, damit die entsprechenden Kosten vom JC übernommen werden können?

Rechtlich ist zar alles geregelt (Pflege von Angehörigen, Keine EGV bei Krankheitsverdacht usw.)... Interessiert bloß niemanden beim Jobcenter... Absolut NICHT... Selbst Dokumente die das Nachweisen sind Schall und Rauch...

Wenn du als Pflegeperson eingetragen bist, sollten diese Dokumente spätestens vor dem SG gegen einen EGV-VA Wirkung zeigen.
 

HartzVerdient

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Wie hast du dies zum Ausdruck gebracht?
genau so wie ich es beschrieben habe. Da nehme ich kein Blatt vor den Mund.

Welche Schritte hast du dafür bisher eingeleitet? Welche Kurse hast du dir rausgesucht und dem JC vorgelegt? Kannst du also belegen, dass du dich um eine passende Weiterbildung gekümmert hast und diese Informationen dem JC hast zukommen lassen, damit die entsprechenden Kosten vom JC übernommen werden können?
Wozu ? Wieso soll ich Schritte unternehmen, wenn ich den Sinn darin nicht erkenne. Welche Defizite meint man damit beseitigen zu wollen ? Bisher ist mir hierzu nichts genannt worden. Eine pauschale Aussage, dass eine gewisse "Fachfremdheit" oder (wie auch immer) besteht, zählt dabei nicht. Die Ursache ist das mangelnde Arbeitsangebot und nicht das Symtom einer möglichen Unkenntnis des "Kunden". Wobei die Telekom, Siemens und IBM gerade richtig aufgeräumt haben. Die hatten wohl paar zu viele Fachkräfte in der Zeit des akuten Fachkräftemangels (Moment ich muss mal vor die Tür. Auf dem Rasen schlagen sich gerade einige Manager, weil man mich gerne einstellen möchte... Jetzt ringen sie sogar mit den Händen)...

Rechtlich müsste erstmal geprüft werden, was die Ursachen der "Eigenkündigung" gewesen sind. Krankheit ? Probleme ? usw.. Diese müssten erkannt und erstmal beseitigt werden. Danach sollte eine Umfeldanalyse stattfinden, wo genau ermittelt wird, was der "Kunde" vorher denn so getan hat und wie man den "Kunden" wieder in diese Richtung bringen kann. Ein Excel Kurs oder ein weiterer Java-Kurs oder Gabelstaplerschein, hilft da nicht.

Exkurs: Ich hatte Ende 2011 einen Kurs zum OCPJP vom Arbeitsamt (damals ALG1) bekommen. War damals bei einem Bildungsträger, der das Ganze voll gegen die Wand gekarrt hat. Das Arbeitsamt hat sich damals nicht weiter darum geschert, da ich in ALG2 gerutscht bin. Ich wollte den Kurs dennoch zu Ende führen und bat das Jobcenter (was dann für mich zuständig war) mir 2 Bustickets zu je 90€ im Monat zu übernehmen. Wurde abgelehnt. Jetzt 6 Jahre später kommen die mit Weiterbildung an ? Damals hätte ich noch eine reale Chance gehabt.

Zurück vom Exkurs:
Wenn ich selbst wüsste, welche Defizite ich hätte, dann hätte ich keine Defizite mehr, da ich mir selbst bewusst bin. Soll heissen, wenn ich wüsste, was der Markt heute bräuchte, dann hätte ich mich ja bereits mit den Themen beschäftigt und würde somit in der Verhandlungsposition eines möglichen Arbeitgebers befinden. Ich habe die letzten Jahre vor meiner Arbeitslosigkeit in der Rüstungsindustrie gearbeitet. Solche Kurse gibt's nicht von der Stange.

Wenn du als Pflegeperson eingetragen bist, sollten diese Dokumente spätestens vor dem SG gegen einen EGV-VA Wirkung zeigen.
Richtig.
 
E

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Die latente Drohung mit Sanktion ( so lese ich das jedenfalls)
Da Sie mittlerweile als berufsentfremdet gelten, verhindern Sie durch Ihre haltung eine Arbeitsuafnahme.
müsste man durch einen Auszug aus Verbis ja widerlegen können.

Bzw. soll Sie doch mal sagen, was dir konkret angeboten wurde.
Mit "such mal was" macht sie es sich zu leicht. Ich denke, die haben auch Pflichten bei der "Berufsfindung" / Profiling erneuern oder was in der Art?

Die andere Frage ist, ob es überhaupt brauchbare und sinnvolle, passende echte(!) TZ-Fortbildungen/Weiterbildungen/Qualifizierungen gibt.

In meinem Erstberuf z. B. gibt es das nicht mal Vollzeit, da man immer aktuelle Berufserfahrung braucht. Auffrischungskurse auch Fehlanzeige.
Zumindest im "Katalog" der BA. Auf dem freien Markt evt. eher.
Und dann sind die auch schweine teuer.
 

HartzVerdient

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Die latente Drohung mit Sanktion (so lese ich das jedenfalls) [...] müsste man durch einen Auszug aus Verbis ja widerlegen können.

Wie widerlegt man etwas, was vom Jobcenter verfasst wurde ? Weiterhin stellt sich mir die Frage, auf welcher Rechtsgrundlage diese "Fachentfremdung" basiert. Das sind doch alles interne HEGAS und Anweisungen, die die sich selbst da zurechtgebastelt haben.

Zum einen teilt man mir in der Einladung mit, ich sei Fachentfremdet. Auf der anderen Seite, soll ich mir zum meinem "Fach" eine Weiterbildung, Fortbildung, Jesusbaukasten suchen.

Mein Diplom und meine Abschlüsse bei der IHK haben keinerlei Verfallsdatum. Zumindest nicht das ich wüsste.

Was meinst du, wie fachfremd ich war, als ich nach 20 Jahren mit Autoführerschein mein Motorradfürherschein gemacht habe. Jede Verkehrskontrolle hätte mir den Lappen wegen "Fachentfremdung" wegnehmen müssen. Potentieller Autoschreck hätte man mich nennen müssen.

Mein Prof. der Informatik war auch so ein Relikt. Cobol! Nein also nicht der Planet bei Battlestar Galactica. Man war der Fachfremd... und ich leider auf sein Wohlwollen und Notengebung angewiesen...

Was definiert eigentlich Fachfremd ? Muss ich also Java können, um nicht mehr als fachfremd zu gelten ? Oder reicht es, wenn ich die erste Ableitung von x2 + x + 2 beherrsche ?

Gerade der IT Bereich ist an Fachfremdheit überfrachtet ... wie soll man also Defizite beseitigen, wenn man nicht konkret weis, wo es demnächst mal hingeht ? Du bist ja kein Fachidiot, der nur an der Tastatur klebt. Da gehören auch Menschenverstand, Kompetenz, Softskills, Kundenkommunikation, Kenntnisse des Umfelds, Vertrags- und Arbeitsrecht usw. dazu. Mathematik, um Algorithmen umzusetzen usw... Am Tag deiner Anstellung bist du bereits Fachfremd, da sich der IT Bereich minütlich ändert und man ständig mit den Herausforderungen neuer Technologien und Anfoderungen konfrontiert ist.

Also welche Fachfremdheit hätten wir denn ?
 

HartzVerdient

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Frage das doch einfach mal deinen SB und lass dir dessen Antwort dazu schriftlich geben. Dann kann man weitersehen, was du noch machen kannst oder sollst.

Du, da sind so einige Dinge, die ich meinem Sachbearbeiter gerne fragen, anraten oder erklären wollen würde. Einige Male habe ich bereits mit dem sprichwörtlichen Baum im Wald gewunken.

Das Ding ist nur: Ich möchte die Leute nicht mit Fakten fütten.

Wir haben hier ein klassisches Beispiel eines eifrigen Sachbearbeiters, der im Rahmen seiner Zielsetzungen und den auferlegten Quoten von oben handelt.

Meiner Einschätzung nach bin ich zum "Abschuss" freigegeben. Nach dem Motto: "Da muss Bewegung rein. Die Suppe muss versalzen werden".

Nur jemanden zum Abschuss freigeben ändert nichts an den Problemen und Ursachen. Keine Arbeitsplätze und meine persönliche Situation hat sich auch nicht verändert.

Man versucht nun dieses Konstrukt des "Er ist ungebildet" eine Art Bildungsferne zu konstruieren. Das lese ich indirekt aus der Einladung (mit o.g. Text) heraus. Das passt alles wunderbar in die letzten Quartale, wo wieder Zahlen nach oben getexttet werden müssen. Es darf also keine "Akademiker" oder "Schlaue Menschen" in HartzIV geben, also stricken wir sie uns alle dumm.

Auch in den jeweiligen Gesprächen ist mir vieles aufgefallen. Viel zu viel, als dass man es irgendwie zusammenfassen mag. Die Gespräche beginnen in der Regel mit "Wo hast du dich beworben und wie viele Bewerbungen hast du in dem Zeitraum der letzten Meldung getätigt"... Ob man krankheitsbedingt kündigte oder wie auch immer... Scheint wohl nicht zu interessieren... Mutmaßung der Simulation...

Was ich denke ist folgendes... Da sitzt nicht nur die SB, die dich in Gesprächen belabert... Da gibt es vermutlich 1x die Woche oder 1x im Monat ein Meeting, wo die "komplexeren Fälle" am runden Tisch thematisiert und Aktionspläne (nicht immer zum Vorteil des Betroffenen) aufgesetzt werden.

Solche Gesprächsverläufe (die nicht unbedingt rechtskonformen Inhalt haben müssen), ist es schwer beizukommen. Viele Fallen in der man tappen kann. Alleine eine fehlerhafte Argumentation und Wortwahl kann bereits gegen dich verwendet werden. Da hilft dann auch kein Beistand (wenn es denn eine 0815 Hohlbirne ist).

In der Regel müsste man wie bei einer Verhörung durch die Polizei einfach den Mund halten und auf seinen fachkundigen Anwalt pochen. Allerdings sind die Meldetermine nicht so konstruiert. Man ist den Mitarbeitern im Jobcenter - egal wie - ausgeliefert. Man kann sich nur im Nachhinein erwehren. Also wenn die "rechtsfaulen" Sachen auf den Tisch liegen.
 
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Wie widerlegt man etwas, was vom Jobcenter verfasst wurde ?

Kommt drauf an, was da genau drin steht -> Akteneinsicht Verbis.
Du sagst ja, es wurde dir nix konkretes angeboten -> pAp behauptet du hast Angebote abgelehnt -> Dokumentiert, welche konkreten Angebote gemacht wurden ? -> Falls nein -> Aussage des pAp widerlegt.

pAp muss. m. E konkrete, realistische Ziele mit dir aktiv erarbeiten.
-> Mitwirkungspflicht des pAp :biggrin:

Weiterhin stellt sich mir die Frage, auf welcher Rechtsgrundlage diese "Fachentfremdung" basiert.
Dafür gibt es keine Rechtsgrundlage. Wissen verfällt. Ist normal.
Z. B. SAP Zertifikate "verfallen" nach ab ca. 6 Monaten.

Überleg mal. Jemand der vor 20-30 J. Kfz-Mechaniker gelernt hat und nie im Job gearbeitet hat. Ist der noch auf dem aktuellen Wissensstand?
Inzw. ist es Mechatroniker. (Früher war Mechaniker und Elektriker getrennt)
Klar, die neuen Kisten kann man nicht mehr einfach so reparieren ohne Diagnosegerät. Alles elektronisch.
Zum einen teilt man mir in der Einladung mit, ich sei Fachentfremdet. Auf der anderen Seite, soll ich mir zum meinem "Fach" eine Weiterbildung, Fortbildung, Jesusbaukasten suchen.

Ich sehe das nicht so negativ wie du. Ich wäre froh, ich würde eine Förderung bekommen. Wird mir seit Jahren versprochen. Letzlich wollen sie mich nur in diese Dummsinn-Maßnahmen stecken und nicht in echte Förderung.
Siehe auch, was @ Sonne meinte. Genau das ist der Punkt.

An deiner Stelle würde ich was passendes suchen und mich freuen, wenn du eine echte Auffrischung bekommst.
Evtl. auch Fernkurs?
Servertechnikiker, Netzwerktechnik, IT-Sicherheit ist doch interessant und wird wegen der Zunahme der Clouds und Digitalisierung auch gebraucht.
Mein Diplom und meine Abschlüsse bei der IHK haben keinerlei Verfallsdatum. Zumindest nicht das ich wüsste.

Auf dem Arbeitsmarkt natürlich schon. S. oben. Wissen verfällt.
Wenn du in der Schule 3 J. Französisch hattest, aber nie gesprochen hast,. kannst du noch französisch?

Was meinst du, wie fachfremd ich war, als ich nach 20 Jahren mit Autoführerschein mein Motorradfürherschein gemacht habe. Jede Verkehrskontrolle hätte mir den Lappen wegen "Fachentfremdung" wegnehmen müssen. Potentieller Autoschreck hätte man mich nennen müssen.
Ungünstiger Vergleich. Da musst du Theorie ja trotzdem nochmal machen ;)

Mein Prof. der Informatik war auch so ein Relikt. Cobol!
Der hat aber vermutlich permanent praktiziert.
Was definiert eigentlich Fachfremd ? Muss ich also Java können, um nicht mehr als fachfremd zu gelten ? Oder reicht es, wenn ich die erste Ableitung von x2 + x + 2 beherrsche ?

Wie aktuell dein Wissensstand per sé noch ist und wie aktuell die damaligen Ausbildungsinhalte noch sind.

In meinem Beruf kamen gesetzlich viele weitere Pflichtgebiete hinzu. Die gab es vor 30 J. noch nicht => ich habe zwar mein gültiges Staatsexamen, aber auf ganz anderer Wissensbasis wie heute.

. wie soll man also Defizite beseitigen, wenn man nicht konkret weis, wo es demnächst mal hingeht ?
Na das findet man schon heraus, wo Fachkräftemangel herrscht. Und genau DAS muss dir der pAp sagen und prüfen, ob und welche Qualifizierung konkret Sinn macht.
Leider ist deren Einschätzung oft voll daneben und sie bilden zu viele aus und überschwemmen dann den Arbeitsmarkt.

War in den 80ern bei meinem damals seltenen und noch unbekannten und nicht sehr verbreiteten Beruf (wenig Arbeitsplätzen ) auch so. Zig Umschüler, alle wurden auf den Beruf ausgebildet, wo es eh wenig Stellen gab => noch weniger Stellen und arbeitslose Umschüler!

Darum selbst schauen, was dir gefällt und aktuell viel gesucht wird.
 

Helga40

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Geh doch mal bitte andersrum ran. Nicht "was will das Amt, was plant es schon wieder.", sondern "was will ich".

Was willst du? Aus deinen Beiträgen geht nichts dazu hervor, außer vielleicht, dass du derzeit gar nichts willst, also weder Arbeit, Maßnahme noch Fortbildung, sondern dich irgendwie nur um deine Eltern kümmern möchtest.

Wenn dem so ist: gibt es denn dazu Pflegegrade, bist du als Pflegeperson eingetragen oder was konkret ist bei deinen Eltern der Fall, dass dich dies so einnimmt, dass daneben weder Arbeit noch Fortbildung möglich ist?

Ich kann an der Einladung nichts schlimmes finden. Es ist nunmal so, dass man, wenn man x Jahre aus dem Job raus ist, nicht mehr so gefragt ist auf dem Arbeitsmarkt. Insbesondere, wenn es in einer schnelllebigen Branche ist. Und nicht jeder darf sich Fortbildungen (Maßnahmen) aussuchen.

Dein Vermittler hat anscheinend erkannt, dass man dich zu nichts zwingen kann und baut darauf, dass du, wenn du dir etwas aussuchen kannst, es also quasi freiwillig machst, es auch gerne machst. Er wird ja nunmal auch kontrolliert und muss nachweisen, dass er versucht, dich zu "aktivieren".
 

HartzVerdient

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Es geht weniger darum ob man eine Weiterbildung machen möchte oder nicht, sondern darum, dass der Arbeitsmarkt nichts hergibt.

Ich habe damals aus einem Job heraus gekündigt. Gerade da wo der Markt wieder eine Boom-Phase hatte und man auf dem IT Markt händeringend Leute suchte.

Ich habe mich persönlich bei vielen Unternehmen beworben als auch auf Headhunter und Personalvermittler zurückgegriffen. Unter dem Strich kamen da vielleicht 400 Bewerbungen und viele Vorstellungsgespräche zustande. Eine Einstellung erfolge jedoch nicht. Zwei Mal hätte es fast geklappt.

Das demoralisiert natürlich. Wenn man krankheitsbedingt kündigt, dann kommt das eigene Elend noch oben drauf.

Die Frage nach den persönlichen Zielen ist durchaus berechtigt und ich denke da gerade drüber nach, wo ich diesen Satz hier schreibe.

Was will ich eigentlich... Eigentlich will ich meine Ruhe... Natürlich hilft das nicht...

Auf dem Arbeitsmarkt müsste man wieder attraktiv werden. Nur ist das alles keine Garantie auf Arbeit. Ich habe kein Interesse mich von einer Maßnahme in die nächste Maßnahme zu begeben, wenn unterm Strich keine Arbeit daraus resultiert.

Zudem kommt noch hinzu, dass ich ziemlich ELO-Forum "geschädigt" (ist jetzt das falsche Wort) bin, weil ich in den Jahren (seit August 2012) so einiges gelesen habe, wo mir die Haare zu Berge standen. Ich will vermeiden, das ich letztendlich in die gleiche Spirale der Verwertung gelange.

Die Problematik die ich bei mir sehe ist wie folgt: Ich habe jahrelang in der IT-Beratung gearbeitet. Mittlerweile einen Abschluss auf operativer Ebene der Unternehmensführung erhalten. Meine Interessen sind weiterhin die Anwendungsentwicklung. Allerdings wüsste ich jetzt nicht, wie man einen cut (engl.) zwischen dem höherwertigen Abschluss und einer niederwertigen Arbeit bekommt.

Kein Unternehmen stellt einen mit so einen Abschluss als Anwendungsentwickler ein. Egal ob sein Know-how vorhanden, veraltet, aktuell oder wie auch immer ist.

Vielleicht verstehe ich den Zusammenhang einfach nicht - mag ja durchaus sein. Allerdings kann ich jedem versichern, dass kein Manager auf mittler oder unterer Ebene einen solchen Mitarbeiter einstellt. Das Risiko der Konkurrenz ist einfach zu groß.

Jetzt die Frage zurück: Als was also soll ich mich bitte Fort-/Weiterbilden, wenn die aktuellen Angebote vom Level (gehen wir von der Annahme eines Diagramms aus, wo die Ausbildungen zu einen jeweiligen Bildungsabschluss und Aufstieg in einer Branche führen) unter dem sind, was ich gerade in der Tasche habe.

Die meisten Angebote bewegen sich im Diagram auf einer Ebene, um einen Aufstieg zu vermitteln. Vom Gesellen zum Meister. Vom Einzelhandelskaufmann zum Betriebswirt.

Ich könnte jetzt irgendwo hingehen und mir ein Oracle oder Java Zertifikat besorgen. Angenommen! Und dann ? Es stellt mich weiterhin niemand ein, weil der operative Abschluss dem entgegensteht.

Ich könnte mich jetzt zum strategischen Professional fortbilden (Aufstiegsfortbildung). Und dann ? Zumal das nirgendwo angeboten wird.

Also was soll ich mir konkret aussuchen, was mir auch real auf dem Arbeitsmarkt hilft und mich weiterbringt. Wie vermittle ich einem potentiellen Arbeitgeber und seinem mittleren Management, dass, sollte ich eingestellt werden, ich keine Gefahr für sein Management bin.

Das Ding lässt sich nicht einfach so wegdiskutieren...
 

HartzVerdient

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Überleg mal. Jemand der vor 20-30 J. Kfz-Mechaniker gelernt hat und nie im Job gearbeitet hat. Ist der noch auf dem aktuellen Wissensstand?

Genau solche Leute sind mir in meiner letzten Anstellung zum Verhängnis geworden. Angebliche IT'ler auf "Managementebene", die ich mit Fachbereichsleiter bzw. Abteilungsleiter ansprechen durfte (naja beim Vornamen).

Das sind Leute, die ihre 12 Jahre als Zeitsoldat absolviert hatten und dann irgendwie in die normale Wirtschaft gesteckt wurden. Sie bekamen noch schon ihre 8 Jahre Betriebszugehörigkeit und fertig.

Das waren diese Typus Menschen, die um 2000 herum händeringend nach Anwendungsentwicklern gesucht hatten. Es kamen dann auch Anwendungsentwickler... Allerdings gab es dazu keine Projekte...

Das waren Vorgesetzte, die von nichts eine Peilung hatten. Sie kannten nur die Software im wehrtechnischen Umfeld und bedienten sich einem Haufen grünohriger Junioren, die sie dann quasi ausgeschlachtet hatten.

Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte ist dies:
- Standort war in einer kritischen Phase
- Hohe Fluktuationsraten von Mitarbeitern die erkannten was da abging
- Neue Mitarbeiter konnte man an einem schlechten Standort nur mit "Wunschtätigkeiten" ködern
- Mal sind die neuen Mitarbeiter da, wurden sie schnell auf neue Gebiete (fachfremd) umgepolt
- IT Wissen des Standortes könnte man auf 90'er einschätzen. Da gab es keine Spezialisten, da hat jeder alles gemacht auf ganzer Breite. Netzwerktechnik... Mal ein Buch gehalten und schon Experte... Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Qualitätssicherung usw... Da sind teilweise Junioren als Leading Architekten an den Kunden verramscht worden.

Nach 4 Jahren hatte man ein breites, jedoch kein tiefgreifendes Wissen aufgebaut. Viele die ich kannte und rechtzeitig gesprungen sind, hatten gerade so eben Glück bei der Jobsuche... Und das bei einem namhaften IT Dienstleister (mit drei Buchstaben).

Also was sucht der Markt konkret ? Die Unternehmen und Anforderungen sind in der IT Branche vielschichtig. Deine Arbeit hängt stark von den aktuellen Anforderungen und Projekten ab. Du kannst dir ein OCPJP oder sonstigen Oracle-exkrement per Zertifikat erarbeiten. Bringt alles nix, wenn das Unternehmen diese Art von Arbeit nicht hat. Auf Grund von - wie gesagt - Aufträgen, Marktsituation, Wirtschaftlichen Situation wie Wirtschaftskrise oder Börsencrash.

Ein Auffrischungskurs ist durchaus sinnvoll. Nur bekommt man damit seine X Jahre Arbeitslosigkeit nicht vom Lebenslauf. Der bleibt dir wie ein Damoklesschwert erhalten.
 

Gollum1964

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hallo HartzVerdient,

ich stimme mit deinen Bedenken in fast allen Punkten überein. Nur das Problem ist leider, das die Gegenseite beim Jobcenter am längeren Hebel sitzt. Das kannst du leider nicht so einfach ignorieren und permanent abblocken. Wahrscheinlich werden die jetzt nicht mehr locker lassen, zumal wenn du noch etwas jünger bist. Deine Argumente sind zwar nachvollziehbar (wegen Überqualifikation, langer Arbeitslosigkeit, gesundheitlichen Einschränkungen), werden von denen aber nicht akzeptiert. Habe selber versucht mit deinen Argumenten + Zusatzargument gehobenes Alter zu argumentieren, nur interessiert die das nicht die Bohne und die dichten dir noch irgendwelche Komplexe und mangelndes Selbstbewußtsein an.

Dann muß man das ganze eben pragmatisch angehen, das heißt das beste aus der Situation machen.

Ich würde mich an deiner Stelle tatsächlich irgendwas aussuchen an Fortbildungen, was leidensgerecht ist und dir nicht noch die Restwürde (z.B. Sinnlosmaßnahmen) nimmt, auch wenn am Ende kein sicherer Arbeitsplatz steht.

Alternativ aufgrund deiner Einschränkungen auf die Möglichkeit EM-Rente oder Überstellung in GruSi hinwirken, die dir in der Tat mehr Ruhe bescheren würden.
 

Annie

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Wenn deiner Mutter nur 4h Pflege durch dich zugestanden wurden dann kannst du beim JC auch nicht mehr geltend machen. Das wird ja so im MDK Gutachten stehen.

Schau doch mal in die Jobbörse der Arbeitsagentur. Da gibt es über 9000! Stellen als Anwendungsprogrammierer. Das solche Leute nicht gesucht werden lasse ich damit nicht gelten. Es gibt auch viele Leute die selbständig arbeiten und Programmieraufträge annehmen. Das würde doch genau passen. Von zu Hause wenn du Zeit hast und dazwischen kannst du dich noch um deine Mutter kümmern.

So würde ich das jedenfalls angehen. Macht doch auch Spaß mal wieder den debugger anzuwerfen und zu schauen wieso der MS Compiler vs GCC teilweise so ganz anderen ASM produziert.
 

HartzVerdient

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Schau doch mal in die Jobbörse der Arbeitsagentur. Da gibt es über 9000! Stellen als Anwendungsprogrammierer. Das solche Leute nicht gesucht werden lasse ich damit nicht gelten.

Das bestreitet auch niemand. Nur solltest du vielleicht meine ganzen Kommentare hier lesen und erst dann darauf antworten.
 

Annie

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Man kann aber auch netter antworten. Deine Kommentare habe ich schon gelesen. Keine Panik.

Ich wollte dir nur aufzeigen was du für Möglichkeiten hast...
 

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Man kann aber auch netter antworten.
Sorry wenn die Wahrnehmung so rüberkam. Ich bin gerade ziemlich gestresst wegen allem.

Deine Kommentare habe ich schon gelesen. Keine Panik.

Ich wollte dir nur aufzeigen was du für Möglichkeiten hast...

Nach ca. ~8 Jahren Arbeitslosigkeit sind mir etliche Möglichkeiten durch den Kopf gegangen. Da mach' dir mal keine Sorgen.

Wenn du meine Komentare gelesen hast, dann verstehst du sicherlich die Herausforderung, dass Unternehmen keinen Mitarbeiter mit operativen Abschluss der Unternehmensführung als Entwickler einstellen werden.

Auch der Weg als Selbstständiger kam mir in den Sinn (mit unterschiedlichen Richtungen und Tätigkeiten). Einer wäre mit Kundenverkehr und Auftragsgebern (wo man wieder auf das Wohlwollen Dritter angewiesen ist) und noch eine weitere Geschichte, die hier gerne kontrovers betrachtet wird.

Gerade der Weg als Selbstständiger aus dem HartzIV heraus halte ich für sehr kontrovers und herausfordernd. Das System und Konzept HartzIV hat eine vollkommen andere Ausrichtung und verfolgt andere Interessen, als die der jeweiligen "Kunden".

Einfach mal im Internet nach "HartzIV Kreislauf" suchen oder "Auswege aus HartzIV" oder ähnlich. Da stehe ich nicht alleine da mit dieser Problematik. Nicht zu unrecht wird das HartzIV System als nicht "Menschenfreundlich" bezeichnet.

Ich habe und hatte zahlreiche Ideen. Nur konterkariert man diese im Jobcenter schneller, als ich damit auf einen grünen Zweig käme...
 

Glossy79

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Hallo


ich wollte zum Thema Pflege der Angehörigen im Zusammenhang mit dem JC was loswerden. Also ich hatte ab 2011 auch nur Schikanen , Tod des Vaters wo ich beim Sozialamt die Grabkosten für meinen Vater ausgleichen musste. Weil meine Familie nicht dafür aufkommen wollte. Weil sich mein vater nie um mich gekümmert hat . Das ist schon sehr stressig alles bis man da alles schriftliche zusammen hat und es anderen so ziemlich egal ist ( Rest der Familie) wie es mir dabei ging. War das mir gegenüber von meiner Familie nicht besonders motivierend.

Dann war es so, das man zu der Zeit zuhause bei mr meinte, ich müsse mich um das Wohl meiner Grosseltern kümmern. Und ich bekam auch von der Hausärztin von meiner Oma ein Attest ausgestellt für das JC ,was ich so quasi alles mache für meine Oma. Jetzt kommt der Hammer, meine damalige SB meinte wenn sie mir dieses Attest einreichen kann ich sie auch eine Zeit lang in Ruhe lassen.

Was sie natürlich nicht tat. Die hat das alles ignoriert und alles was mündlich besprochen wurde hat sie schriftlich widersprochen. Also ich rate dahingehend nicht so grosse Erwartungen zu haben das die da einem weniger entgegenkommen. Letztenendes hat sie das Attest gar nicht interessiert. So läuft das öfters im JC.

Gegen diese SB habe ich auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingelegt und diese wurde stattgegeben. Ich kenne das wenn man absolut keine Kraft mehr hat und das JC fängt genau dann an einen zu stressen. Und noch doofer ist es wenn man eine neue SB zugeteilt bekommt . Da weiss man dann auch woran man ist ! Das ist halt abgestempelt werden und ich durfte bei meiner neuen SB gleich mal Sanktionstatbestände unterschreiben.
 
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HartzVerdient

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Und ich bekam auch von der Hausärztin von meiner Oma ein Attest ausgestellt für das JC, was ich so quasi alles mache für meine Oma. Jetzt kommt der Hammer, meine damalige SB meinte wenn sie mir dieses Attest einreichen kann ich sie auch eine Zeit lang in Ruhe lassen.
Eine Lernkurve, die ich in ähnlicher Weise auch machen musste:

1) Ein Attest der Hausärztin deiner Oma reicht nicht aus, da es sich hierbei um kein "rechtsverbindliches" Mittel im Sinne der SGx Gesetze (das x steht für die jeweilige Nummer) handelt.

2) Vor kurzem hatte ich auch einige Atteste vorgelegt, da ich mich - auch sehr stressig - um ein Familienmitglied kümmern musste. Und das war eine Rennerei sage ich dir.

3) Das korrekte rechtskonforme Mittel ist ein "Gutachten des medizinischen Dienstes" der Krankenkasse. Nachdem der medizinische Dienst bei euch war und sich vom allgemeinen Zustand deiner Großmutter (inkl. Lebensumstände, Barrierefreiheit des Hauses und was nicht noch alles) informiert hat, wird ihr - wenn möglich - ein Pflegegrad zugeschrieben. In diesem Gespräch wird auch geklärt, wie viele Stunden du am Tag bzw. pro Woche für deine Großmutter bzw. Großeltern da sein musst. Spritzen für Insulin, Einkaufen fahren, Fahrten zu Ärzten, Essen kochen zu Hause, Wäsche waschen, Küche saubermachen, Haus saubermachen usw.

Das Gutachten erhält man in der Regel wenige Tage nach diesem Besuch. Dort gibt es dann - wenn beschieden - sogar ein Pflegegeld.

Mit diesem Gutachten geht man dann beim Jobcenter hausieren... und dann (ich habe das für mich noch nicht herausgefunden, da mein Termin in kürze folgt)... und dann wird dort der Hammer kreisen...

Das medizinische Gutachten ist rechtsverbindlich... Auch für das Jobcenter... Die werden sicherlich etwas herumeiern, ob man nicht einen externen Pflegedienst beauftragen könnte oder ob sich nicht die Hauskatze in der Zwischenzeit um das Wohl der Oma kümmert... Aber ! rechtsverbindlich bleibt rechtsverbindlich... Da kennen die Sozalgerichte letztendlich keine Gnade.

In der Regel werden die Jobcenter je nach Pflegegrad bis zu 6 Stunden täglich für solche Pflege genehmigen *müssen*.

Allerdings Vorsicht!

Genau der gleiche Sche!ss, wie mit dem Selbstständig machen. Wenn man denen beim Jobcenter vorher schon zu viel über "Pflege von Angehörigen" belabert, dann werden die plötzlich hellwach und versuchen dich zu aktivieren... In dise Falle bin ich getappt... Urplötzlich kommen sie mit Eingliederungsvereinbarungen und Maßnahmen und Co.

Kostet alles Geld.

Also bitte die richtigen Unterlagen beschaffen... Wenn du damit nicht zurecht kommst, geh zum Sozialverband oder VdK.
 

evelyn62

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3) Qualifizierung / Fortbildung / Weiterbildung. Angebote, sich in Ihrem Berufsfeld weiterzubilden, haben Sie bisher abgelehnt. Dennoch schlage ich vor, dass Sie sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Vieleicht können Sie bei unserem Termin entsprechende Qualifizierungen, Fortbildungs- oder Weiterbildungsangebote vorbringen. Da Sie mittlerweile als berufsentfremdet gelten, verhindern Sie durch Ihre haltung eine Arbeitsuafnahme.

Das soll heissen, da du jetzt sechs Jahre weg vom Fenster warst, weisst du jetzt gar nichts mehr. Du sollst aufhören, dich als ITler u bewerben. Du kannst das jetzt nicht mehr. Du giltst als ungelernt, so, als hättest du nie eine Schule besucht, eine Ausbildung gemacht, geschweige denn studiert.

Du sollst dir einen Job suchen, egal wo, egal was, egal ob Minijob oder prekär. Putzen, Laub harken, Fahrkarten kontrollieren. Was auch immer die da im Angebot haben.

Deinem SB ist völlig egal, ob du als Anwendungsentwickler noch einen Job bekommst.Der weiss gar nicht, was das ist. Und selbst wenn, dann wäre ihm das auch egal. Du sollst weg von der Strasse.
 

HartzVerdient

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Das soll heissen, da du jetzt sechs Jahre weg vom Fenster warst, weisst du jetzt gar nichts mehr.

Ja als wenn man in den 6 Jahren zu Hause nicht noch wesentlich besser sich der Thematik widmen könnte, als auf der Arbeit, wo man ein breiteres Spektrum an Tätigkeiten nachgeht.

Allerdings bin ich noch am Überlegen, wie ich mit dieser Thematik umgehe und ob ich mir nicht irgendwelche persönlichen Vorteile daraus ziehen sollte.

Wie Eingangs einige Forenten mitteilten, ist es nicht mehr usus, dass man sich eine Fortbildung frei Hand aussuchen darf und auch bezahlt bekommt. Unter dem Strich könnte mein mögliches Vorgehen auch etwas Wind aus deren Segel nehmen.

Allerdings muss auch der geeignete Bildungsanbieter gefunden werden. Nicht diese 0815 Bildungsmafia, die nur auf ihren Profit aus sind.

Dabei ginge es mir nicht darum, dass ich "absolut keinen Plan mehr habe", sondern darum, was für persönliche Vorteile ich mir daraus erhaschen kann. Das man letztendlich keine vernünftige Unterstützung durch das Jobcenter erhält, bzw. eine aus der Luft gegriffene Fachfremdheit hergeleitet wird, sei dahingestellt.

Ich muss mir die Situation vor Ort beim Gespräch nochmal genauer ansehen... Das ist jetzt meine zweite Einladung, die ähnlich "scharf" formuliert wurde. Am Ende war es nur heiße Luft im Gespräch...
 
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