Einladung mit falschem Meldezweck! Dr. Titel verschwiegen!

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hartz88

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Zuerst Danke an die Betreiber des Forums das es euch gibt!
Ich lese hier seit über einem Jahr mit und habe mir dadurch schon viele Tipps zu Gute gemacht....

Bei mir geht es jetzt um folgendes:
Ich habe eine Einladung von meinem JC bekommen.
Einladung zum Beratungs- und Vermittlungsgespräch
Sehr geehrter Herr xxx,
mit diesem Schreiben laden wir Sie zu einem Beratungs- und Vermittlungsgespräch ein.
Dieses Gesptäch findet an folgendem Termin statt:
Datum Uhrzeit und Adresse

Dies ist eine Einladung nach §59 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGBII) in Verbindung mit §309 Abs. 1 und 309 Abs. 3 S.3 Drittes Buch Sozialgesetzbuch (SGB III)
Auf den ersten Blick ist das eine ganz normale Einladung.

Aber jetzt kommt mein Problem:
Die Frau xxx die mich eingeladen hat ist eine Ärztin
Sie hat auch die Einladung gesendet bzw. ihr Name steht oben unter Beratung und Vermittlung Frau xxxx Zimmernummer usw.
Die Einladung wurde nicht unterschrieben ...
Auf der Einladung steht nicht Dr. xxx sondern nur Frau xxx.

Ich weiß aber das auf Ihrer Tür Dr xxx steht weil ich damals im Nebenzimmer zum ÄD gehen sollte ...
Da ich damals 2 Termine zum ÄD nicht wahrgenommen habe denke ich, dass das JC versucht hat eine versteckte ärzliche Untersuchung vorezunehmen.

Für mich stellt sich jetzt die Frage ob so eine Einladung korrekt ist wenn der DR Titel verschwiegen wird bzw wenn der falsche Meldezweck angegeben ist?

Ein Dr. ist nie und nimmer für die Beratung und Vermittlung zuständig...

Mir kommt es auf jeden Fall komisch vor ....
Bis auf weiteres bin ich AU, habe noch eine OP vor mir .....



Hoffe ihr könnt mir ein Paar Meinungen oder Tipps geben ....



Vielen Dank
Hartz88
 
E

ExitUser

Gast
Bist du sicher, dass diese Frau wirklich Dr. med. ist? Es kann ja durchaus sein, dass sie einen Doktortitel in einem anderen Fachgebiet erworben hat und nun als Arbeitsvermittler tätig ist. In dem Fall spielt dann der Dr. auch keine Rolle.

In der Einladung steht ausdrücklich "Beratungs- und Vermittlungsgespräch." Würde etwas anderes von dir verlangt werden, dann ist das Betrug und du kannst dich verweigern.

Nimm aber in jedem Fall einen Beistand zu diesem Termin mit sowie die Einladung. Betone, dass du zu einem Beratungs- und Vermittlungsgespräch erschienen bist und alles andere deiner vorherigen Zustimmung bedarf.

Und wie immer gilt: Nichts unterschreiben und nur im Beisein von Zeugen diese Termine wahrnehmen.
 
E

ExitUser

Gast
@hartz88

Du unterliegst anscheinend einem weitverbreiteten Irrtum.

Die Erlaubnis zur Ausübung des Ärzteberufes (Approbation) und die Promotion zum Dr. med. sind zwei völlig verschiedene Dinge. Es gibt zahlreiche Ärzte, die keinen Doktortitel haben, obwohl er im Vergleich zu anderen Promotionstiteln sehr leicht zu erwerben ist. Das sind nicht unbedingt die schlechtesten Ärzte, nebenbei gesagt.

Der "Herr Doktor" (laut Sprechstundenhilfe) ist manchmal gar kein "Dr. med." (im akademischen Sinne).

Ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur kann außerdem durchaus auch auf einem anderen Gebiet promoviert haben (beispielsweise in Sozialwissenschaften oder Rechtswissenschaften) und dann etwa Dr. phil. sein. Akademiker müssen sich manchmal auch Beschäftigungen unterhalb ihrer eigentlichen Qualifikation suchen.

Außerdem ist niemand verpflichtet, seinen Doktortitel stets öffentlich zu führen, da kein Namensbestandteil.

Also ziehe besser keine voreiligen Schlüsse.

Der Meldezweck als solcher muß in der Einladung allerdings stimmen, wenngleich er oft sehr allgemein gehalten ist.
 

hartz88

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Bist du sicher, dass diese Frau wirklich Dr. med. ist?
Das nicht aber auf der Einladung zum ÄD stand auch nicht Dr. med sondern nur Dr.
An der Tür steht Dr. xxx xxx und auf der Einladung nur Frau xxx xxx

In der Einladung steht ausdrücklich "Beratungs- und Vermittlungsgespräch."
Ja, die Einladung habe ich abgetippt


@gurkenaugust
Ich finde es schon komisch das an der Tür Dr. steht und in der Einladung nicht.
Des weiteren ist im Nebenzimmer ÄD tätig ...

Auch wenn es von meiner Seite aus Paranoia ist, Vorsicht ist das oberste Gebot für mich ....
 
E

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Gast
@hartz88

Du unterliegst anscheinend einem weitverbreiteten Irrtum.

Die Erlaubnis zur Ausübung des Ärzteberufes (Approbation) und die Promotion zum Dr. med. sind zwei völlig verschiedene Dinge. Es gibt zahlreiche Ärzte, die keinen Doktortitel haben, obwohl er im Vergleich zu anderen Promotionstiteln sehr leicht zu erwerben ist. Das sind nicht unbedingt die schlechtesten Ärzte, nebenbei gesagt.

Der "Herr Doktor" (laut Sprechstundenhilfe) ist manchmal gar kein "Dr. med." (im akademischen Sinne).

Ein Mitarbeiter der Arbeitsagentur kann außerdem durchaus auch auf einem anderen Gebiet promoviert haben (beispielsweise in Sozialwissenschaften oder Rechtswissenschaften) und dann etwa Dr. phil. sein. Akademiker müssen sich manchmal auch Beschäftigungen unterhalb ihrer eigentlichen Qualifikation suchen.

Außerdem ist niemand verpflichtet, seinen Doktortitel stets öffentlich zu führen, da kein Namensbestandteil.

Also ziehe besser keine voreiligen Schlüsse.

Der Meldezweck als solcher muß in der Einladung allerdings stimmen, wenngleich er oft sehr allgemein gehalten ist.

Super! Danke, gurkenaugust. Besser hätte ich es nicht formulieren können.

Es ist leider wirklich so, dass jeder Arzt als "Herr Doktor" angesprochen wird, obwohl er gar nicht promoviert wurde. Andere dagegen, die einen Doktortitel in einem anderen Fachgebiet erworben haben, neigen oft dazu, den ehrlich erworbenen Titel zu verschweigen, da er ihnen gerade bei der Arbeitssuche doch sehr im Weg steht.

Ich denke auch, dass die Person auf dem Gebiet der Sozial- oder Rechtswissenschaften promoviert wurde und nun als Arbeitsvermittler tätig ist.

hartz88, du hast übrigens jederzeit das Recht, Auskunft über die Qualifikation deines Arbeitsvermittlers zu bekommen. Frag doch einfach beim nächsten Termin, welche Qualifikationen und Berufserfahrungen dein Vermittler hat. Dann klärt sich auch, auf welchem Gebiet er/ sie den Doktortitel erworben hat.
 
E

ExitUser

Gast
@hartz88

Vorsicht ist sicher auch bei dir immer die Mutter der Porzellankiste.

Wie erwähnt muß der Meldezweck an sich (Vermittlungsgespräch oder ärztliche Untersuchung) in der Einladung stimmen. Bei einer bevorstehenden ärztlichen Untersuchung wirst du ja beispielsweise Unterlagen deines Hausarztes mitnehmen wollen, also mußt du dies zuvor wissen.

Solange du arbeitsunfähig krankgeschrieben bist, brauchst du sowieso nicht zu Beratungs- und Vermittlungsgesprächen. Einen solchen Termin würde ich unter Hinweis auf deine Krankschreibung gleich absagen.
 

hartz88

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Danke für euere Beiträge!
Da ich sowieso AU bin, habe ich den Termin abgesagt.
Ehrlich gesagt ist mir jetzt egal was für ein Dr. sie ist und was sie wollte....

Mir geht es in ersten Linie darum, was ich in der Zukunft machen kann wenn
ich merke dass der Meldezweck falsch ist.

Bei den alten SB wurde ich immer zum "Beratungs- und Vermittlungsgespräch." eingeladen und es gab meistens keine Beratung oder Vermittlung sondern der SB wollte nur die EGV haben.
 
E

ExitUser

Gast
@hartz88:

Wie gesagt, mit Beistand beim Termin erscheinen und einfach mal nach den Qualifikationen der Arbeitsvermittlerin fragen. Dann klärt sich das bestimmt auf.

Im übrigen benutzt man gerade als Dr.phil. seinen Titel eigentlich nur im akademischen Bereich. Außerhalb der Universität ist es unüblich, jeden Briefkopf mit dem Dr.Titel zu schmücken, es sei denn, man begehrt etwas und der Titel kann nützlich sein. Aber wenn die Dame nun als Arbeitsvermittlerin tätig ist, dann kann es durchaus sein, dass ihr Titel an der Tür steht, er aber für diese Tätigkeit keine Aussagekraft hat und auch nicht wichtig ist und sie ihn deswegen auch nicht im Briefkopf verwendet.
 
E

ExitUser

Gast
Bei den alten SB wurde ich immer zum "Beratungs- und Vermittlungsgespräch." eingeladen und es gab meistens keine Beratung oder Vermittlung sondern der SB wollte nur die EGV haben.

Das ist leider immer wieder so: Man erhält eine Einladung zum Beratungsgespräch und plötzlich soll man eine EGV unterschreiben.

In diesem Fall immer darauf hinweisen, dass man zu einem Beratungsgespräch erschienen ist und man gerne bereit ist, sich hinsichtlich seiner beruflichen Situation beraten zu lassen, aber nicht bereit ist, an Ort und Stelle eine EGV zu unterschreiben.

§ 1 NIE etwas sofort unterschreiben, vor allem keine EGV
§ 2 IMMER mit Beistand Termine wahrnehmen
 

hartz88

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@Doktor H4
Ich hoffe Du hast Recht ....

Zum Termin bin ich noch nie unter AU gegangen und auch diesmal gehe ich nicht.
AU ist AU und alles andere kann warten....
Die EU-Rente wurde beantragt und jetzt warten wir erstmal den Bescheid oder Ablehnung.

Bis dahin werde ich einfach :icon_pause: trinken .....


Gruß hartz88
 

nowayhose

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Hi, AUFPASSEN:eek:
Zum Termin bin ich noch nie unter AU gegangen und auch diesmal gehe ich nicht.



Gruß hartz88


Da ich sowieso AU bin, habe ich den Termin abgesagt.

es geht nicht:eek:

§ 309 SGB III Allgemeine Meldepflicht Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch

3Ist die meldepflichtige Person am Meldetermin arbeitsunfähig, so wirkt die Meldeaufforderung auf den ersten Tag der Arbeitsfähigkeit fort, wenn die Agentur für Arbeit dies in der Meldeaufforderung bestimmt.



Gruß



nowayhose
 

gelibeh

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Die EU-Rente wurde beantragt und jetzt warten wir erstmal den Bescheid oder Ablehnung.
dann bist Du momentan, bis die DRV was Gegenteiliges feststellt, erwerbsgemindert. Da macht eine ärztliche Untersuchung keinen Sinn, weil die DRV das letzte Wort hat und eine Besprechung über die berufliche Situation macht ebenso keinen Sinn.
 
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